»Pegida-Anhänger und Polizisten prügeln auf Gegendemonstranten ein«

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Beobachter kritisieren Polizeigewalt bei Protesten gegen AfD-Gedenken zur Bombardierung Dresdens / Polizei Sachsen will Vorwürfen nachgehen

 

Dresden. Bei Protesten Hunderter Antifaschisten gegen eine AfD-Kundgebung zum 73. Jahrestag der Bombardierung Dresdens kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. In die Kritik rückte über den Abend insbesondere die Polizei. Die »Leipziger Volkszeitung« sowie mehrere Beobachter berichteten von Polizeigewalt, bei Angriffen von Pegida-Demonstranten auf Gegendemonstranten hätten die Beamten zum Teil nicht eingegriffen.

 

Die linken Gegendemonstranten setzten sich laut der Nachrichtenagentur dpa auf Sitzblockaden, um die AfD-Demonstration zu stören, die Polizei drängte sie jedoch an den Rand des Platzes zurück. Als die Beamten die Gegendemonstranten zum Ende der Veranstaltung nicht geschlossen abziehen ließ, kam es zu Durchbruchsversuchen. Dabei setzte die Polizei auch Pfefferspray ein.

 

Der Liveticker der »Leipziger Volkszeitung« hingegen berichtet von mehreren Zwischenfällen rund um die Sitzblockade. Die Blockierer seien von AfD-Demonstranten angegriffen worden, wobei die Beamten nicht nur zugesehen haben sollen: »Als ein AfD-Teilnehmer zuschlägt, meint ein Polizist: Hoffentlich schlägt er hart zu«, berichtet das Blatt. Die Formulierung »Pegida-Anhänger und Polizisten prügeln auf Gegendemonstranten ein« wurde auf dem Liveticker zurück genommen, dominierte in den sozialen Medien jedoch die Zusammenfassung des Abends. Inhaltlich blieb die Zeitung bei ihren Vorwürfen: »Die Lage ist chaotisch, Pegida-Anhänger konnten zum Teil ungehindert auf Gegendemonstranten einschlagen, zum Teil schlugen Polizisten zu, oder griffen bei Rangeleien nicht ein.« Als die Gegendemonstranten eingekesselt waren, setzten »einige Beamte ihre Fäuste ein«.

 

Die Polizei Sachsen reagierte via Twitter auf den Vorwurf, ein Polizist habe die Gewalt eines AfD-Demonstranten positiv kommentiert. »Sollte dies so gewesen sein, dann war das Verhalten unseres Kollegen völlig daneben«, twitterte sie noch am Abend. »Dies entspricht nicht unserer Einsatzphilosophie! Wir werden dem Vorwurf nachgehen und Kontakt mit der DNN aufnehmen.« In ihrem offiziellen Polizei-Bericht schreibt die Behörde von diesen Vorfällen jedoch nichts. Den Pfeffersprayeinsatz begründet sie mit Durchbruchsversuchen gegen die Absperrung der AfD-Kundgebung. Dabei sei es auch zu einzelnen Flaschenwürfen gegen Polizeibeamte gekommen, eine Beamtin sei an der Schulter verletzt worden, »Einsatzkräfte setzten daraufhin Pfefferspray und den Einsatzmehrzweckstock gegen die Angreifer ein.«

 

Mein Kurzkommentar

 

Warum berichten AfD-affine Websites nicht hier rüber? Bewerben stattdessen Hilfsorganisationen, die Spendengelder in Puffs verbringen. Zahlt sich diese Werbung aus oder dient sie nur dafür, den wahren Charakter der Website zu verschleiern? Als ein Sprachrohr für Verschwörer, Reichsbürger und andere verquere Typen. Eben wie ein Tratsch im Treppenhaus.

 

So wird viel Dreck schöngeredet.

 

Wenn du aber wissen willst, wieviel Dreck du unter dem Teppich hast, leg dir ein Schweinchen zu.

 

Ohne Glückauf. Will ja niemand beleidigen.