Warten auf Putin

 

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Der russische Präsident Wladimir Putin macht es gerne spannend für seine Gäste. Wie viele Stunden er welche Staatsführer warten ließ, listet jetzt ein Statistikportal auf.

 

Der russische Präsident Wladimir Putin lässt ausländische Gäste gern mal warten. Das Statistik-Portal „Statista“ hat nun aufgelistet, welche Staatschefs Putin wie lange schmoren ließ: der amerikanische Präsident Barack Obama musste mal 40 Minuten warten, der Israeli Simon Peres eineinhalb Stunden, der Japaner Shinzo Abe drei Stunden. Übel traf es auch die Ukrainer: Julia Timoschenko musste drei Stunden ausharren, Viktor Janukowitsch sogar vier Stunden. Nur eine traf es noch übler: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wartete vor zwei Jahren mal vier Stunden und fünfzehn Minuten auf Putin.

 

Ist das nun, wie man früher sagte, so ein Macker-Ding? Trost findet man in Russland-Knigges: „Es darf Sie nicht wundern, wenn Termine nicht immer eingehalten und Briefe nicht sofort beantwortet werden.“ Man solle „nicht mit einem pünktlichen Erscheinen Ihrer russischen Verhandlungspartner“ rechnen. „Sie selbst sollten hingegen immer pünktlich sein.“ Dies werde vor allem von Deutschen erwartet, wegen der deutschen Pünktlichkeit.

 

Also alles ordnungsgemäß gelaufen: Merkel war deutsch wie immer und Putin im Umgang mit ihr ganz besonders russisch.

 

Kommentar

Nicht überliefert ist, wie lange (oder gar nicht?) uns Sahra „die Linke“ Wagenknecht warten musste, jedoch liegt die Vermutung nahe, ihr wurde vom Höchstselbigen sogleich Einlass gewährt. Sehen sich ja beide auf Augenhöhe in ihrem Kampf gegen den ach so arglistigen Westen.

 

Es bleibt abzuwarten, was das Protokoll vorsieht, wenn Trump seine Aufwartung macht. Eins ist jedoch sicher, uns wird eine Schmierenkomödie geboten, die ihr Eintrittsgeld allemal wert ist. 

 

Wanda Müller