AfD-Politiker Räpple sorgt für geschichtsträchtigen Skandal

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So etwas hat es in der Geschichte des baden-württembergischen Landtags noch nicht gegeben. Zwei Politiker wurden von der Polizei aus dem Saal geleitet. Auslöser war das Verhalten des AfD-Abgeordneten Räpple.

 

Der AfD-Landtagsabgeordnete Stefan Räpple hat mit seinem Verhalten einen Tumult im Stuttgarter Landtag ausgelöst. Weil er den Saal trotz Aufforderung des Landtagspräsidiums nicht verlassen wollte, wurde die Sitzung am Mittwoch für einige Minuten unterbrochen.

 

Räpple und Gedeon müssen Saal verlassen

Räpple und auch der fraktionslose Abgeordnete Wolfgang Gedeon, ebenfalls ein AfD-Mitglied, wurden von der Polizei aus dem Saal geleitet. Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) hatte zuvor ihr Hausrecht durchgesetzt und die Polizei gerufen. Auch die Mitglieder der AfD-Fraktion verließen zwischenzeitlich aus Protest den Plenarsaal. Sie kehrten später ohne Räpple zurück. Räpple und Gedeon dürfen nun an den kommenden drei Sitzungen nicht teilnehmen.

 

Räpple: "Ich bleibe hier"

Räpple war nach einigen lauten Zwischenrufen von Aras mehrfach des Saales verwiesen wollten. Räpple verweigerte sich aber und blieb demonstrativ auf seinem Platz sitzen. "Nein, ich bleibe hier", rief er Aras entgegen.

 

Debatte über Abtreibungen

Anlass war eine von der AfD angestoßene und aufgeregte Debatte unter anderem über Abtreibungen und vermeintliche "linksideologische Einflüsse" in Kindergärten. Bei mehreren Reden hatte es Zwischenrufe und Störungen von Seiten der AfD gegeben.

 

Deutliche Worte von Rülke

Die AfD empörte sich auch über einen Satz von FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke. Der hatte davon gesprochen, dass Räpples Vorgänger im Stechschritt durchs Brandenburger Tor marschiert seien. Rülkes Satz blieb ohne Reaktion von Aras.

 

Auch Gedeon fällt aus der Rolle

Später warf Gedeon der türkischstämmigen Landtagspräsidentin Aras vor, sie boykottiere die Demokratie – so wie es in der Türkei geschehe. Dafür erhielt Gedeon seinen Saalverweis.