27. März 2017

Berliner Verkehrsbetriebe trollen einen AfD-Politiker

https://www.welt.de/politik/deutschland/article163132546/Berliner-Verkehrsbetriebe-trollen-einen-AfD-Politiker.html

 

Mehr als eine Milliarde Fahrgäste zählt die BVG pro Jahr. Auch AfD-Politiker Gunnar Lindemann nutzt Bus und Bahn. Mit einer Besonderheit: Wenn er darüber twittert, antwortet die BVG – und das sehr ironisch.

 

Schimpfen ist in Berlin ein Zeichen der Zuneigung. Das weiß jeder, der in der Hauptstadt schon mal Bus gefahren ist. Zwar versuchen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), ihr Image mit singenden Kontrolleuren oder Eichhörnchen, die Verspätungen ausknobeln, aufzubessern. Aber dit is Berlin. Dit wird nix mehr.

 

Umso erstaunlicher ist, mit welch ausgesuchter Höflichkeit sich das Twitter-Team der BVG gegenwärtig um einen einzelnen Kunden bemüht. Wann immer Gunnar Lindemann via Kurznachricht mitteilt, dass er mit Bus und Bahn unterwegs sei („der Umwelt zuliebe“), erhält er innerhalb von Minuten eine Antwort.

 

„Vorbildlich“, wird Lindemann da etwa gelobt. „Heute fuhr Dich übrigens Zeynep.“ Oder auch: „Unser Fahrer Omar lässt schöne Grüße und ein Dank für die Fahrt mit ihm ausrichten.“

 

Der Elan, mit dem die BVG auf die harmlosen Tweets reagiert, verblüfft im ersten Moment. Doch man muss wissen: Lindemann ist Politiker. Im September wurde er ins Berliner Abgeordnetenhaus gewählt – als Direktkandidat der AfD für den Wahlkreis Marzahn 1. Und das, so scheint es, passt den Verkehrsbetrieben nicht.

 

BVG-Sprecherin Petra Reetz verteidigt die Tweets. „Ich finde das eine sehr witzige Reaktion“, sagte sie der „Welt“. Ihrer Meinung nach seien die Nachrichten weniger politisch als satirisch. „Unser Social-Media-Team hat da freie Hand.“

 

Es ist nicht das erste Mal, dass Partei und Verkehrsbetriebe Differenzen öffentlich austragen. 2015 warf die AfD der BVG vor, mit der Kampagne „Weil wir Dich lieben“ Geld zu verschwenden. „Hätte man das nicht besser für die Infrastruktur oder eine Absenkung der Fahrpreise verwenden können?“, wurde bemängelt. Die BVG parierte via Twitter: „Wir verzichten auf Plakate, wenn ihr das auch macht.“

 

Auch jetzt gibt sich die BVG, die als Anstalt des öffentlichen Rechts dem Land Berlin gehört, mit Blick auf die zuwanderungskritische Agenda der Rechtspopulisten bissig. „Bei uns arbeiten Menschen aus über 50 Nationen“, sagte Reetz. „Wenn wir ab morgen nur noch Bio-Deutsche Bus fahren lassen, dann würde man sich wundern. Dann kommt nämlich kein Bus mehr – oder nur noch alle 50 Minuten. Wir sind stolz, so ein buntes Unternehmen zu sein.“

16. März 2017

14. März 2017

11. März 2017

Vor zwei Wochen im Thüringer Landtag 

Polizei beendet illegales Kinderwagenrennen in Prenzlauer Berg

Von Der Postillon

 

http://www.der-postillon.com/2017/03/wrooom.html

 

Berlin (dpo) - Beamte der Berliner Polizei haben am Sonntag ein illegales Kinderwagenrennen im Bezirk Prenzlauer Berg beendet. Zuvor hatten Anwohner die Polizei alarmiert, die sich von den immer wieder aufheulenden Kindern gestört fühlten.

Laut Polizeibericht hatten sich am Nachmittag etwa 50 Männer und Frauen zwischen 32 und 55 Jahren mit aufgemotzten Kinderwagen auf dem Parkplatz eines Biomarktes versammelt.

Zeugen zufolge ließen zunächst einzelne Teilnehmer bei sogenannten Burnouts die Reifen bis zur Rauchentwicklung durchdrehen. Wenig später lieferten sich ein 40-jähriger Mann mit einem getunten "Bugaboo" und eine 32-jährige Frau mit einem tiefergelegten "Teutonia" ein hitziges Kopf-an-Kopf-Rennen durch den Bezirk, bei dem mehrere Fußgängerampeln bei Rot überfahren wurden.

Durch die übermäßige Beschleunigung brach bei dem "Bugaboo" das Heck aus; auch der "Teutonia" kam ins Schleudern und prallte gegen das Schaufenster einer Windelmanufaktur. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand. Nur Minuten später traf die Polizei ein und konnte die Lage beruhigen.

Die Beamten erteilten 38 Platzverweise; acht Fahrzeuge wurden stillgelegt, weil sie wegen vorschriftswidriger Anbauteile wie etwa Bionadehaltern nicht mehr verkehrstauglich waren:

 

Zudem wurden die Personalien von zwei fliegenden Händlern aufgenommen, die bei der Veranstaltung unversteuerte Dinkelwraps verkauft hatten.