• Wanda Müller(Montag, 31. Dezember 2012 18:07)

    Fürs neue Jahr wünsche ich Ihnen allen so viel Glück, wie der Regen Tropfen, soviel Liebe, wie die Sonne Strahlen und so viel Gutes, wie der Regenbogen Farben hat!

    Ich bedanke mich für die vielen, vielen Wünsche zum Weihnachtsfest und zum Jahreswechsel.

    Ihre Wanda Marie Luise Müller

  • K.Förster(Montag, 31. Dezember 2012 17:50)

    Den hatte ich vergessen:

    http://www.youtube.com/watch?v=sVVLmZ_c0BM

    Viel Spaß

  • Klaus Förster(Montag, 31. Dezember 2012 17:35)

    "Glück ist das einzige, was wir anderen geben können, ohne es selbst zu haben"
    (Carmen Sylva)

    Guten Rutsch und ein besseres Jahr, als es uns Miss Erfolg in ihrer Neujahrsansprache ankündigt.

    Danke für die vielen nachdenklichen Gedichte und Zeilen hier.
    # Robert, deine Wünsche erwidere ich, ohne etxtra ein Kommentar auf deiner Seite abzugeben.

    Besonderes Dankeschön an Wanda.( Nicht Herr Förster, Klaus genügt)

    P.S. Wäre es nicht möglich auf deiner Seite bestimmte Blogs zu verlinken ?

  • Robert Kroiß(Montag, 31. Dezember 2012 00:06)

    Wünschen Euch ALLEN eienn guten Rutsch und dass sich Eure Wünsche erfüllen mögen.

    Und nun, wenn alle Uhren schlagen,
    So haben wir uns was zu sagen,
    Was feierlich und hoffnungsvoll
    Die ernste Stunde weihen soll.

    Zuerst ein Prosit in der Runde!
    Ein helles, und aus frohem Munde!
    Ward nicht erreicht ein jedes Ziel,
    Wir leben doch, und das ist viel.

    Noch einen Blick dem alten Jahre,
    Dann legt es auf die Totenbahre!
    Ein neues grünt im vollen Saft!
    Ihm gelte unsre ganze Kraft!

    Wir fragen nicht: Was wird es bringen?
    Viel lieber wollen wir es zwingen,
    Daß es mit uns nach vorne treibt,
    Nicht rückwärts geht, nicht stehen bleibt.

    Nicht schwächlich, was sie bringt, zu tragen,
    Die Zeit zu lenken, laßt uns wagen!
    Dann hat es weiter nicht Gefahr.
    In diesem Sinne: Prost Neujahr!

    Autor: Ludwig Thoma

  • Gertrud(Sonntag, 30. Dezember 2012 14:20)

    Lieber Heiner Klein,

    Danke für das schöne Gedicht und die lieben Grüße. Freue mich sehr darüber.
    Ich hoffe Ihnen und der Familie geht es gut.
    Wünsche es Ihnen sehr.

    Allen anderen hier auch.

    Und allen einen guten Jahreswechsel.

    Wir leben in einer spannenden und interessanten Zeit, die allerdings für mein Empfinden was vieles betrifft mehr verdient hätte, was Menschen und Ihr Wohlergehen betrifft.

    Allen hier nochmals alles Liebe und Gute für das Neue Jahr.
    Ich freue mich schon sehr darauf Sie wieder zu lesen.

    Liebe Grüße
    Gertrud

  • fritz 30(Sonntag, 30. Dezember 2012 13:35)

    Kalenderspruch

    Könnt man in den Sternen lesen,
    wie das Schicksal treibt sein Wesen,
    wüssten wir von Glück und Pein –
    und würden kaum zufriedener sein.

    In diesem Sinne mit hoffentlich viel Glück, guter Gesundheit und frischem Mut auf in´s neue Jahr 2013 voller Überraschungen,, Erfahrungen, Entbehrungen, Vergebungen, sowie neuer und Auffrischung verloren geglaubter und gegebener Freundschaften in allen Lebensbereichen
    wünscht a l l e n Mitstreitern
    fritz

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Samstag, 29. Dezember 2012 20:10)

    Ich freue mich aufs Neue Jahr

    Es bleiben nur noch ein paar Stunden
    dem alten Jahr ins Aug' zu seh'n
    in Bälde ist es schon verschwunden
    und wird für immer von uns geh'n!

    " Was hast du denn", so lass mich fragen
    " von all den Dingen eingehalten,
    die ich erhofft in jenen Tagen,
    als ich geplant, dich zu gestalten?

    Noch immer ist die Zukunft schwer
    nichts, was sich dran geändert hat
    was manchmal wenig drückt, mal mehr
    das steht auf einem anderen Blatt.

    Doch etwas solltest du noch wissen
    ich trauer nicht um das was war
    und selbst wenn ich dich werd' vermissen
    Ich freu' mich sehr auf's NEUE JAHR!"

    Einen guten Rutsch und ein gesundes, glückliches Neues Jahr wünscht Heiner Klein, alias Löwenmaul
    ( besonders herzlich grüße ich Gertrud und WANDA )!!!

  • Gertrud(Freitag, 28. Dezember 2012 16:13)

    Hallo Fritz30,
    dem Lob schließ ich mich gerne an, aber die Gestaltung
    ist, wie mir scheint, noch nicht ganz abgeschlossen.
    Liebe Wanda viel Freude dabei. Und lb. Gruß

  • fritz 30(Freitag, 28. Dezember 2012 13:02)

    Hallo, liebe Wanda.
    Vielen Dank für die Aufpeppung des Textkontrastes deiner HP. Die Lesbarkeit ist, jedenfalls für mich; Deutlich verbessert.
    Freundliche Grüße
    fritz

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Donnerstag, 27. Dezember 2012 14:25)

    Das Leben ist mit einer Zugfahrt vergleichbar.

    Wenn man geboren wird steigt man in den Zug ein und weiss eigentlich nicht wohin die Reise geht....

    Man weiss nicht, wie lang oder wie kurz diese Reise ist, ob man am Ziel, an seinem Bahnhof ankommt, welche Menschen man trifft...

    Eines weiss man aber, man sitzt sicher und warm, er fährt mit Dir und nimmt Dich mit.

    Viele Menschen steigen ein und aus, viele verlassen uns auf dieser Reise, manche viel zu früh aber auch das müssen wir akzeptieren....

    Unsere Eltern gehen von uns , vielleicht auch die Kinder, Menschen, die man lieb gewonnen hat ...
    sie sind an ihrem Bahnhof angekommen.

    Es kann aber auch passieren, dass Mitreisende, die man ganz besonders lieb gewonnen hat, plötzlich den Platz neben uns verlassen und in einem anderen Waggon ohne uns weiterfahren wollen.

    Auf der Suche nach ihnen und Erklärungen laufen wir manchmal durch den ganzen Zug, ohne sie jedoch je wiederzufinden.

    Es passieren aber auch viele wunderbare Dinge....
    Menschen, die unsere Hilfe brauchen, weil sie viel zu viel Gepäck dabei haben, Menschen, die uns helfen, uns aufbauen, unterhalten, Mut geben.....

    Gut zu wissen, dass niemand von uns weiß, wann und wo Endstation ist...

    Für mich jedenfalls wichtig zu wissen, dass, wenn ich den Zug verlasse mein leerer Platz mit vielen Erinnerungen gefüllt
    ist und meine liegengelassene Zeitung noch viele Leser findet.....

    Er wird immer weiter fahren, mit oder ohne uns, wir werden wunderbare Landschaften passieren, viele Eindrücke sammeln....

    Deswegen allen, die hier in diesem wunderschönen Forum "meine Freunde" geworden sind, wünsche ich immer eine gute Fahrt, bin recht froh, dass ich Euch alle in dem Zug getroffen habe.

    Zum Jahreswechsel habe ich deswegen diese besinnlichen Gedanken aufgeschrieben, damit wir gemeinsam in 2013 einen bewussteren,veranwortungsvolleren, liebevolleren und rücksichtsvolleren Umgang
    miteinander pflegen und so als angenehme Mitreisende auf der Zugfahrt des Lebens allen in Erinnerung bleiben.

    Allen drum ein gesegnetes,
    gesundes und glückliches Jahr 2013!! Gott schütze uns!

  • Robert Kroiß(Dienstag, 25. Dezember 2012 12:39)

    Meine "Weihnachtsansprache"

    Seit Jahren ist es Brauch und Pflicht
    dass zur stillen, heiligen Nacht
    das Oberhaupt zu seinem Volke spricht
    und darum hat´s heuer der Gauck mal gemacht

    Jetzt ist der halt nicht nur der Präsident
    das merkt man auch, wenn er so spricht
    sondern er hat das Wort Gottes als Pfarrer gelernt
    von der Kunde des Friedens und vom fürchtet Euch nicht

    und was er so lernte, auf all seinen Reisen
    bezahlt von all jenen, die ihn so preisen
    als Manne der Freiheit, des Frieden´s, der Herzen
    ich krieg´ dabei einfach nur noch Magenschmerzen

    wenn ich höre die salbungsvolle Heuchelei
    von Einem Diener des Herrn, der nun besitzt derer zwei
    den einen, weit weg und dort oben im Himmelzelt
    den andern hienieden, das Amt und das liebe Geld

    Da lässt sich von Solidarität auch leicht schwätzen
    den Dienst mit der Waffe als Friedensdienst schätzen
    von Bürger´s Engagement und anderem Liebesgeschwafel
    dies hört das Volk gern, auf dem Wege zur „Tafel“

    welche wöchentlich in Städten zur Speisung steht
    weil es dem Volke gut, ja so besonders gut geht
    und dann hat er tatsächlich mit eigenen Augen gesehen
    der Wohlstandschere -zwischen arm und reich- auseinander gehen

    Gut, dass wir dies mal durch ihn so erfahren
    wobei, es ist doch dasselbe wie in all den Jahren
    heut´ ist es Gauck und Silvester die Kanzlerin
    wisst ihr was, ich hör´ gar nicht mehr hin

    denn mit voller Hose lässt´s sich`s bekanntlich gut stinken
    aber auch lauthals Wasser predigen und selber Wein trinken
    und Wünsche von denen – gesegnet oder auch nicht
    darauf ich immer und sehr gern` verzicht`

    denn wenn man sich tatsächlich engagiert
    Sie anschreibt, ohne Furcht und völlig ungeniert
    dann ist´s schnell vorbei mit dem Bürgerversteh`n
    so kann es aber auch wirklich nicht geh´n

    dass man Sie bei Ihren Worten nimmt
    welche Sie mediengerecht gern´ verkünden
    womit das Wort der Bibel auch wieder stimmt
    Sie sind nur blinde Blindenleiter unter Blinden

  • Gerd(Dienstag, 25. Dezember 2012 02:13)

    [b]Frohe Weihnachten[/b] an alle Leser und Mitforisten und natürlich an Wanda wünscht euch
    Gerd

  • fritz 30(Dienstag, 25. Dezember 2012 01:28)

    Noch ein sinniger Beitrag als Nachschlag.

    Vier Kerzen
    Eine Kerze für den Frieden,
    die wir brauchen,
    weil der Streit niemals ruh,
    für den Tag voll Traurigkeiten
    eine Kerze für den Mut.

    Eine Kerze für die Hoffnung
    gegen Angst und Herzensnot,
    wenn Verzagtheit unseren Glauben
    heimlich zu erschüttern droht.

    Eine kerze die noch bliebe
    Als die Wichtigste der Welt.
    Eine Kerze für die Liebe
    voller Demut aufgestellt.

    Dass ihr Leuchten den Verirrten
    für den Rückweg ja nicht fehlt,
    weil am Ende nur die Liebe
    für den Menschen wirklich zählt.

    fritz

  • fritz 30(Montag, 24. Dezember 2012 10:35)

    An die Gemeinde;
    Vielen Dank für die lieben Weihnachtsgedichte und Grüße zum Fest, denen ich mich gerne anschließe, verbunden auch mit allen guten Wünschen für das neuee Jahr 2013, das für die Betreiberin und alle Nutzer ihrer HP möglichst viel Glück, Erfolg,Freude und vor allem gute Gesundheit bereithalten möge.
    herzlichst
    fritz

  • Gertrud(Sonntag, 23. Dezember 2012 18:05)

    Vielen lieben Dank für die schönen Weihnachtsgedichte.

    Ich möchte diesen gerne mein Lieblingsgedicht hinzufügen. Ich fand es vor vielen Jahren um die Weihnachtszeit in unserer Tageszeitung, und es berührt mich jedes Mal aufs neue nicht nur zu Weihnachtszeit.

    Und wünsche allen nochmals eine schöne und gesegnete Weihnachtszeit.

    Herzliche Grüße an Alle.

    Ich wünsche dir Zeit

    Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
    Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
    Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
    und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

    Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
    nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
    Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
    sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

    Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben.
    Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben
    als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
    anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

    Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
    und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
    Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
    Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

    Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
    jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
    Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
    Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!

    Zeit füreinander zu haben ist das schönste Geschenk was man sich und anderen Menschen machen kann, finde ich.


    LG

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Sonntag, 23. Dezember 2012 15:24)

    Wir wünschen Euch:

    besinnliche Lieder, manch' liebes Wort,
    tiefe Sehnsucht, ein trauter Ort.

    Gedanken, die voll Liebe klingen
    und in allen Herzen schwingen.

    Der Geist der Weihnacht liegt in der Luft
    mit seinem zarten, lieblichen Duft.

    Es ist Zeit für Liebe und Gefühl,
    nur draußen bleibt es richtig kühl!

    Kerzenschein und Apfelduft,
    ja, es liegt wieder Weihnachten in der Luft.

    Drum: Dieser Kartengruß soll sagen:
    Viel Freude an den Weihnachtstagen.
    Und das Neue Jahr soll bringen,
    was zum Glück des Lebens zählt
    und dazu vor allen Dingen:

    FRIEDEN AUF DER GANZEN WELT!

    Eine besinnliche, gesegnete und fröhliche Weihnachtszeit sowie ein
    glückliches Neues Jahr
    wünscht Heiner Klein, alias Löwenmaul!!

  • K.Förster(Samstag, 22. Dezember 2012 12:46)

    Für Alle

    Ich wünsche Euch zum Weihnachtsfest
    dass es nur in Maßen stresst,
    viel Harmonie und Muße schenkt
    und auch mit Stille mal umfängt.

    Mal ein, zwei Gänge runterschalten,
    trotz allen Trubel innehalten-
    Für jeden der das manchmal tut,
    ist es für Leib und Seele gut

    Die Wohltat und noch viel mehr
    das wünsche ich Euch sehr.

    An der Schwelle zum neuen Jahr wünsche ich
    Euch und eueren Familien von Herzen alles Gute.
    Möge Euch das neue Jahr 2013 viel Freude und positive
    Veränderungen bringen.

    Herzlichst Klaus Förster

    #####################################

    Ein guter Vorsatz wäre:
    AVAAZ - Mitglied werden ( kostenlos- mal bei Gerd nachlesen)
    Wir sind schon über eine Million in Deutschland und es werden täglich mehr.

  • Walter Neumann(Samstag, 22. Dezember 2012 11:34)

    Ihnen Frau Wanda Müller Dank für die Bereitstellung ihrer Homepage für viele interessante Beiträge, verbunden mit besinnlichen Feiertagen und alles Gute für das kommende Jahr 2013. Dies wünsche ich auch allen Schreibern und Lesern dieser Homepage.

    Walter Neumann

  • Robert Kroiß(Freitag, 21. Dezember 2012 12:12)

    Schnell noch, eh` die letzte Stund` geschlagen
    und nicht nur das Jahr zu Ende geht
    Grüße über Homepage durch den Äther jagen
    damit zumindest im Geschichtsbuch steht

    dass in letzter Stund`, Minute und Sekunde
    ich all der Homepagefreunde noch gedacht`
    um zu übermitteln Wunsch und frohe Kunde
    vor der stillen, heil´gen Nacht

    hätten sich die Maya´s allerdings vertan
    mit der Prophezeiung vor dem Feste
    wär´ ich nur ein bisschen früher d´ran
    Euch zu wünschen nur das Allerbeste

    schönes Fest, ein gutes neues Jahr´
    wünsch´ ich Euch Allen hier im Äther
    wenn´s auch noch ankommt wunderbar
    ansonsten lesen wir uns wieder, wenn auch später

    © Robert

  • Gertrud(Donnerstag, 20. Dezember 2012 10:00)

    Wünsche nochmals ein Frohes und Gesegnetes Weihnachtsfest
    sowie alles Liebe und Gute für das Neue Jahr.

    Herzliche Grüße

  • Gertrud(Donnerstag, 20. Dezember 2012 09:59)

    Liebe Wanda,
    auch von mir ein Lob für die neue Gestaltung Deiner HP.

    LG.

  • fritz 30(Mittwoch, 19. Dezember 2012 13:17)

    Hallo, lieber Gerd 49,

    erlaube mir bitte anbei eine kleine finale Ergänzung deiner Geschichte vom "Funkamateur"

    "Dabei entglitt mir das Seil aus meinen Händen,"
    wodurch mir nunmehr der leere 10 kg schwere Korb samt Seil auf mich am Boden Liegenden herab sausend den letzten Rest von Verstand raubte.
    Mit der Bitte um Nachsicht
    hochachtungsvoll .....

    Dieser Schwank erinnert mich stark an das Wirken von Wirtschaft und Politik in deren Bemühungen, frei von jeglicher Planwirtschaft, die Folgen und das unausweichliche Ende ihres Kapitalrendite orientierten Wachstumswahns hinauszögernd, indem sie am Ende auch noch Versicherungsschutz und -leistungen (von wen wohl?) erwarten und beanspruchen wollen.

    Übrigens ich kenne diese Geschichte in der Dachdeckervariante.

    Danke, hat trotzdem Spaß bereitet.

    Mit freundlichen Grüßen
    und allen guten Wünschen für
    schöne Feiertage und einen guten Rutsch in´s neue Jahr

    fritz

  • fritz 30(Mittwoch, 19. Dezember 2012 12:59)

    Hallo, lieber Gerd 49,
    erlaube bitte anbei eine kleine finale Ergänzung deiner Geschichte vom "Funkamateur"

    "Dabei entglitt mir das Seil aus meinen Händen,"
    womit mir nunmehr der leere 10kilo schwere Korb samt Seil auf mich am Boden Liegenden herabsausend den letzten Rest von Verstand raubte.
    Mit der Bitte um Nachsicht
    hochachtungsvoll .....

    Dieser Schwank erinnert mich stark an das Wirken von Wirtschaft und Politik in deren Bemühungen, frei von jedlicher Planwirtschaft, die Folgen und das unausweichliche Ende ihres Kapitalrendite orientierten Wachstumswahns hinaus zu zögern, indem sie am Ende auch noch Versicherungsschutz und -leistungen (von wen wohl?)erwarten und beanspruchen wollen.

    Übrigens ich kenne diese Geschichte in der Dachdeckervariante.

    Danke, hat trotzdem Spaß bereitet.

    Mit freundlichen Grüßen
    und allen guten Wünschen für
    schöne Feiertage und einen guten Rutsch in´s neue Jahr
    fritz

  • fritz 30(Dienstag, 18. Dezember 2012 18:32)

    fritz 30
    (Dienstag, 18. Dezember 2012
    Nachtrag!
    Lieber Heiner!

    Entschuldigung, meine Einlassung unter 2. zu Pabst Urban Ii. bitte streichen und vergessen. Hatte ich im Zusammenhang mit Staatsterrorismus falsch vertanden. sorry
    M.f.G.
    fritz

  • fritz 30(Dienstag, 18. Dezember 2012 00:50)

    Fortsetzung
    Des Weiteren der Überfall des britischen Verbündeten Japan auf Port Arthur (analog zu später Pearl Harbour) mit Russisch-Japanischem verlorenem Krieg 1904 -1906 und legendärem Blutsonntag 1905 in Petersburg,
    1914 Krieg Deutschland – Russland, 1917 vom Deutschen Kaiserreich finanzierte und unterstützte Februarrevolution, die die Autokratie des Zarenreiches beendete.
    Lenin im Sonderabteil der DB aus der Schweiz nach Petrograd zur Auslösung dieser mit der Absicht, der Destabilisierung des Zarenreiches und militärischer Vorteile in der Eroberung.

    Nach militärischen Niederlagen und uneiniger, schwacher Übergangsregierung (Kerenski) im Oktober die Oktoberrevolution unter Führung Lenins, der Mehrheitler (Bolschewiki).
    Deutschland / Österreich griffen erneut militärisch ein, so dass Lenin die Hauptstadt nach Moskau verlagerte.
    Polen, Finnland, das Baltikum, Weißrussland, die Ukraine wurden ganz oder kurzzeitig unabhängig.
    Nach dem Vertrag von Brest-Litowsk wurde 1918 die Russische Sozialistische Förderative Sowjetrepublik (RSFR9 gegründet, die sich sofort nach dem Einmarsch Deutschlands und der wieder unabhängigen polnischen Republik ausgesetzt sah.
    Hinzu kam, dass die im Februar an die Macht gekommene Regierung nicht aufgeben wollte und als Weiße Armee mit Unterstützung ausländischer Interventionstruppen im Baltikum, im Süden Briten und Franzosen und in Fernost Japan, USA, Tschechoslowakische Legion den Bürgerkrieg gegen die kommunistische Rote Armee anfing.
    Der Bürgerkrieg hatte hohe Verluste unter der Zivilbevölkerung zu Folge.
    Interventionsarmeen unter Wrangel, Denekin, Yudenitsch und Kolchak, ehem. Flottenadmiral hatte in Sibirien östlich des Baikalsees eine sog. Weiße Republik installiert, seine Frau und der Sohn im Exil in Frankreich, unterstützt durch die britische Militärmission in Irkutsk und die USA, die angeblich nur neutral mit 3000 Mann die Transsib sichern sollte.

    Heiner versuche Dich einmal in die damalige Lage dieses, den Hyänen als zum Fraß den imperialistischen Mächten vorgeworfenem Leichnam ausgesetzten Landes und deren Führungen.
    Wer hat wo und wie getötet, gemordet, gebrandschatzt, vergewaltigt, verraten, wer hat warum die Seiten gewechselt oder unterstützt und so fort?
    Wie es der Zivilbevölkerung in solchen Auseinandersetzungen ergeht wie Z.B. im Irak, Afghanistan, dem Libanon, Gazah, Libyen u neuerdings Syrien ergeht interessiert uns als Gemeinschaft doch herzlich wenig. Die Hauptsache der Rubel rollt und warum sollten wir uns um die Verfehlungen der Sowjets heute noch rechtfertigend den Kopf zerbrechen?
    Aufarbeiten und wie Ahnden werden zum geeigneten Zeitpunkt diese Völker schon selbst entscheiden.
    Kennen wir ja auch nach 1945 und 1989. Wer wird rehabilitiert, wer hat mit wem zusammengearbeitet, wer beschuldigt und bestraft. Wer hat welche Anzahl an Opfern zu verantworten?
    Zählen nur die der uns Widerwärtigen oder addieren (wir eigentlich gar nicht) auch die von uns angenehm empfundenen dazu?
    Wie hätte jeder andere Schreibtischtäter u.a, in den USA oder sonst wie auf der Welt reagiert oder handeln können?
    Nur heute dazu genug. Verstehe es bitte nicht als Plädayer und Rechtfertigung für Stalins Wirken,
    doch der Objektivität halber wollte ich damit nur versuchen, einige evtl. vorhandene historische Wissenslücken aufzufüllen.
    Wenn du weiter daran interessiert bist, dein Wissen zum Atheismus im Beitrittsgebiet aufzufüllen,
    werde ich versuchen mich kürzer zu fassen, obwohl es unangenehm ist, besseres Wissen verleugnen zu müssen.
    Mit freundlichen Grüßen
    und der Bitte um Nachsicht, den Umfang betreffend
    fritz

  • fritz 30(Dienstag, 18. Dezember 2012 00:48)

    Lieber Heiner!
    In Ergänzung meiner Antwort vom Vortag noch einige Erläuterungen zu deinen tiefgründigen Fragen, Mutmaßungen und Feststellungen.
    Ja, du darfst annehmen, dass ich trotz Taufe (erst mit 4 Jahren nach der Geburt meines Bruders, ein Gräuel für meinen monarchistisch, religiös geprägtem Großvater, im 1. Weltkrieg knapp dem Tod entronnen, davon über 20 Jahre leidend und erstickend sterbend an Asthma, jedoch als Reichsluftschutzwart nichts dazu gelernt) und / oder wegen durch Fliegeralarm unterbrochener Konfirmationsweihe und späterer Kenntnisse über die Verwobenheit der Amtskirchen mit dem Kaiserreich, der Monarchie, des Großbürgertums, Landadels dem Militär– auch im klerikal faschistisch katholischen Ständestaat Österreich mit Massenaufmärschen 1933, s. Dollfußaffäre - bis hin zum Konkordat mit der Nazidiktatur in Einigkeit nicht nur der Päpste und ihrer Gläubigen im Kampfe gegen das Judentum und den Sozialismus, Kommunismus / Bolschewismus.
    Seit dieser Zeit haben diese Begriffe für Nazis und alle vorgenannten Klientels, leider auch Christen, und alle sich im Geiste denen verbundenen Fühlenden eine starke Aversion gegen diese Begriffe und sehen sich m.E. bestätigt und verpflichtet, unreflektiert wie gehabt, ihren Glaubenskampf/ -Krieg fortzuführen.
    Dass ich mich dagegen wehre, bzw. mich daran nicht beteilige, habe ich mir erlaubt.
    Das heißt jedoch nicht, wie bereits mehrfach betont, dass ich die caritativen und dem Wohl der Menschen zugewendete aufopfernde Tätigkeiten jedes einzelnen dem Christentum verhafteter Mitgliedes dieser Gemeinschaften nicht anerkenne und meinen Respekt verweigere und
    im Gegenteil, für von denen initiierte Hilfsprojekte im Rahmen meiner finanziellen und körperlichen Möglichkeiten durch Spenden und Mithilfe unterstütze.

    Doch weiter zu Dir. Du schreibst;
    „Mir geht es darum zu diskutieren, warum Atheisten vielfach dazu tendieren, das Christentum schlechthin für "alles das" verantwortlich zu machen, was es an " Schlechtem " auf dieser Welt gibt und gegeben hat.
    Oder handelt es sich hierbei mehr um eine " selbstwertdienliche Wahrnehmungsverzerrung"?
    Unzählige Atheisten übersehen nämlich allzu gerne, dass zahlreiche " Staatsatheisten" in der Vergangenheit( u. Gegenwart) kaum ein besseres " Bild " abgegeben
    haben, als z.B. der Initiator des ersten Kreuzuges, Papst Urban II.
    Ich denke da vor allem an den größten " Schreitisch-Massenmörder " Joseph Stalin, der sich bekanntlicherweise im Theologischen Seminar von Tiflis, zum überzeugten Atheisten mauserte!
    ( Gute Tarnung)
    In der Zeit des " Großen Terrors " von 1936-1938
    ließ er breit angelegte " Säuberungsaktionen" durchführen, die u.a. das Ziel hatten, die " letzten Reste der Geistlichkeit" zu liquidieren.(s. " Schwarzbuch des Kommunismus")
    Heiner nun mal der Reihe nach;

    1. Zur „selbstwertdienlichen Wahrnehmungsverzerrung“ fällt mir eigentlich nur das Gleichnis vom hinweisend ausgestreckten Zeigefinger und, den Daumen mal unbeachtet lassend, die restlichen
    3 Finger in die entgegengesetzte Seite weisend. Ist doch in der Regel so, oder?

    2. Papst Urban der II. ein Staatsatheist? Seine Gefolgschaft alles Staatsterroristen? Das ist wahrlich neu für mich. Doch ich bin dankbar für neue Erkenntnisse. Alt wie ne´ Kuh, man ……!

    3. Was die Größe von Schreibtischmördern in der Welt anbelangt möchte ich mich vornehm etwas zurückhalten, da ich keinen Zugang zu allen systemrelevanten, von wem auch immer, objektiv dazu und in welchem Zusammenhang und Absicht erstellten Dokumenten habe.
    Dass wir drüber befinden wollen, finde ich als nicht angebracht, da einerseits selbst involviert mit unserer Vergangenheit und Tätern, andererseits wir dieses den betreffenden Völkern, ohne zu relativieren, selbst überlassen sollten!
    Nebenbei, bei uns im von Ukrainern betriebenen Rundum-Magazin kannst du bis heute noch Kognac-Flaschengebinde mit dem Porträt J. W. Stalins sehen und kaufen. Eben ein Beleg meiner Aussage, dass wir nicht anderen vorschreiben sollten, wie und was sie in unserem Sinn zu lassen denken haben.

    Um sich der Rolle Lenins, Stalins und deren Gefolgsleute objektiv nähern zu können, bedarf es schon eines konkretem Befassens mit der russischen Geschichte.
    Abgesehen von den autoritären zaristischen Regimen unter Alexander III. und Nachfolger Nikolaus II ,
    in treuer Gefolgschaft des Klerus und der Bojaren, die Reformer und Unruhen der weitestgehend von Allem ausgegrenzten Bevölkerung infolge der beginnenden Industrialisierung, in den Jahren 1880 bis 1898, auch schon ausgebrochenen großen Hungersnotrevolten brutal verfolgten und u.a. Sibirien (keine Erfindung Stalins) als geeigneten Verbannungsort, so wie die Briten Australien, auserkoren.

    Fortsetzung folgt

  • fritz 30(Sonntag, 16. Dezember 2012 23:38)

    Lieber Heiner
    • Heiner Klein, alias Löwenmaul (Sonntag, 25. November 2012 23:42)
    " Sind Atheisten eigentlich die besseren Menschen, oder was?"

    Zunächst erst einmal Danke für deine Adventsgrüße.
    Leider geht es mir ähnlich wie Dir, dass mir oft die Zeit fehlt auf Alles und Jedes im Blog und zu den Sendungen eingehend Stellung zu beziehen.
    Ich habe mich offensichtlich einfach als für zu nützlich erwiesen, für die Bewältigung der Alltagsdinge in Haus, Hof, Küche, Keller, Garten- Korrespondenzen und häufige Begleitdienste meiner Frau zu Einkäufen, Arzt-Verwandten, Freundes- und Gemeindebesuchen sowie seit 13 Jahren nebenberuflicher Hausmeisterdienste mit allem drum und dran.
    Die letzten Sendungen von A. Will habe ich nicht gesehen und nur vereinzelt lesend,
    meist nur die letzten Seiten, zur Kenntnis genommen und gelegentlich darauf reflektiert.
    Ich hatte schon mal anklingen lassen, dass ich Dir zu deiner Anfrage und Erläuterung zum Thema in der Kopfzeile antworten werde. Aus den genannten Gründen zugegeben etwas spät und vielleicht auch schon nicht mehr so wichtig.
    Doch zur Sache:
    Meiner Erinnerung nach, habe ich mich doch zum Thema Konfession und Ideologie bereits anlässlich zuvor bezogener Stellungnahmen unmissverständlich geäußert, zur differenzierten Wahrnehmung , Auffassung und Biografie der jeweiligen Protagonisten entsprechend ihrer prägender Herkunft, Umgebung und sozialer Einbindung innerhalb ihrer konfessionellen und / oder Ideologischen Einflussgebiete. So hatte ich angenommen.

    Dir gegenüber habe ich bislang nicht den geringsten Zweifel geäußert, ob deiner integeren Haltung eines gläubigen Christenmenschen in Wort und Tat. Im Gegenteil habe ich Dir mehrmals auch meinen Respekt dafür gezollt und zum Ausdruck gebracht..Ich kann mich nicht erinnern, Dich persönlich für irgendetwas in den Fehlleitungen zwischen Anspruch und Realität des Christentums verantwortlich gemacht zu haben. Wenn deiner Meinung nach doch, dann bitte benennen. Eine Entschuldigung, wenn berechtigt, ist dann gewiss fällig.
    Wenn auch gelegentlich meinerseits, eine aus der Zeit der BRD-Nachkriegs- und Kalten Krieges verinnerlichte Sichtweise, Wahrnehmung auf mein ehemaliges und heutiges, nicht deines Religionsbekenntnisses entsprechendem Lebensumfeldes
    deinerseits nicht zu übersehen ist.
    Heiner, wie bereits darauf hingewiesen, Ist und bleibt es immer eine Frage des Standpunktes, wer oder was der / das Bessere ist.
    So wie der Gläubige ist auch der Nichtgläubige in deinem Sinne nicht per se der Bessere oder Schlechtere.
    Auch wenn du Dich dagegen verwahrst, für mich macht es keinen Unterschied, ob ich mich frei fühle oder in Zwängen verhaftet bin. Gleich ob in einer Staats- oder Konfessionsdoktrin. Beispiele gibt es dafür genug.
    So wie die Honoratioren des untergegangenem Nazideutschlands in der Konfession mit der Gründung der CDU als Union mit der Vereinigung aller christlichen Sektionen zur Einheitsfront der Christen vorrangig katholischer Prägung, mit der Gewährung von Sonderrechten für die Kirchen gegenüber dem Grundgesetz, ihre Chancen zum bedeutendem Machtfaktor in der BRD werden, genau so
    erfolgte unter ideologischem Vorzeichen in der Vor-DDR die Vereinigung der Arbeiterparteien SPD und KPD zur Einheitsfront der SED.
    In beiden Fällen; „Einigkeit macht stark“
    Auf der einen Seite Rom, der anderen Moskau oder Berlin.
    Da Junge Union. Pfadfinder, Ordensschüler, Messdiener, Kaderschmiede der Union, hier Junge Pioniere, FDJ, GST, Parteischulen, Kaderschmiede der SED.
    Sollte mich wundern, wenn du nicht Einspruch dagegen erhebst?

    Somit für heute erst einmal genug. Habe dafür die Sendung heute abend saussen lassen,
    Obwohl das ewige Thema zum einsetzbaren Kapital der Frauen recht widersprüchlich diskutiert gewesen sein wird.

    Zu deiner Antwort vom Montag, 10. Dezember, auf meinen Beitrag @ 506 bei G.Jauch und meiner Erwiderung bitte ich noch um etwas Geduld.

    Mit freundschaftlichen Grüßen
    auch an die Inhaberin der HP mit Gratulation zu deren lindgrünen Gestaltung,
    sowie an alle Bekannte
    und schon mal vorab
    alle guten Wünsche für friedlich besinnloiche Feiertage

    fritz

  • Gertrud(Dienstag, 11. Dezember 2012 12:55)

    Liebe Christa,
    ich möchte noch eines meinen Worten hinzufügen.
    Ich hatte einen guten Berufsweg für den ich unendlich dankbar war.
    Es war nicht mein ursprünglicher Berufswunsch, den ich hatte, der mir als junger Mensch verwehrt wurde.
    Später war ich dankbar,
    dafür, meinen Beruf dennoch ergriffen zu haben.

    Mein Chef meinte ich hätte in der Industrie mehr verdienen können, aber ich entschied mich dort zu bleiben wo ich gelernt
    hatte, meiner Tochter wegen.

    Viel Glück hatte ich nicht zuletzt auch wegen meiner Haltung und Einstellung zu meinen Mitmenschen und somit auch durch mein zutun.

    Ich habe und hatte auf vieles eine andere Sicht.

    Auch ich hatte nie ein einfaches Leben, aber die guten und glücklichen Momente überwogen und überwiegen.

    Und es gibt nach wie vor
    ob allem vieles für das ich dankbar bin.

    Und auch allen Grund habe dafür dankbar zu sein.

    Dankbar bin ich auch dafür, daß ich nach wie vor meine Haltung habe.

    Zu dem Thema Hilfe zur Selbsthilfe. Man muß schauen. Was bei einem Menschen nützt kann bei einem anderen nicht richtig sein.

    Ich wünsche für mein Teil allen Menschen auf dieser Welt, nicht nur hier im Land, ein gesundes und gutes glückliches Leben,
    das mit Sicherheit auch
    von der eigenen Einstellung und Haltung zu diesem mit abhängt, aber nicht nur von dieser alleine aus meiner Sicht, sondern auch von anderen,
    die darin involviert sind. Und deren Mitverhalten.

    Der Satz jeder ist seines Glückes Schmied drückt wohl mit aus, welche Haltung wir haben und einnehmen und wie wir zu vielem stehen. Aber es hat sich soviel verändert, in haltung und Denken, daß es nicht immer so einfach ist, auch bis man erkennt.

    Wir könnten das tollste Leben alle hier haben,
    wenn Menschen aus Liebe handelten und jeder das was er sich für sich selbst wünscht, anderen zubilligt.

    LG.

  • Gertrud(Dienstag, 11. Dezember 2012 09:34)

    Lieber Heiner,

    ich kann Sie nachvollziehen,
    mir ginge es ähnlich.

    Ich find es schon interessant
    wie Ernst in den Foren
    beide Definitionen sieht und anwendet.

    Lg.

  • Gertrud(Dienstag, 11. Dezember 2012 09:33)

    Liebe Christa,

    Danke für Ihren Beitrag an mich.

    Sagen wir mal so, es hinterläßt einen Eindruck,
    den Sie schreiben, der ein bestimmtes Denken dahinter vermuten liesse.

    Ich fand und find die Einstellung hart. Woher will man wissen wer nicht will und nicht mehr kann.

    Ich habe früher auch einmal Nichtkönnen mit Nichtwollen gleich gesetzt,
    aber selbst erkennen müssen und dürfen, daß man selbst wenn man es möchte,
    nicht immer so kann wie man will.

    Von daher bemühe ich mich eigentlich mit vielem sehr sorgsam umzugehen.

    Es ist jedoch schön, daß Sie es hier noch mal aus Ihrer Sicht erklären.

    Ich denke, wenn Sie es so meinten, sollten Sie es so äußern, damit Sie nicht mißverstanden werden.

    Ich war mein Leben lang
    beruflich sicher, ja. Ich habe auch etwas dafür getan, bewußt.
    Ich habe mich damals in jungen Jahren bewußt für einen Weg meines Kindes willen entschieden.

    Aber ich habe mich nie sicher gefühlt, das macht für mich einen großen Unterschied.
    Weil ich weiß und mir bewußt ist, daß sich manches von einem auf den anderen Tag ändern kann.

    Und ich weiß wie Menschen sich fühlen, weil ich vieles selbst erfahren habe.

    Ich habe mal ähnlich gewertet wie Sie und andre.
    Es hat auf keinen guten Weg geführt.

    Das Leben hat mich gelehrt,
    diesbezüglich. Wobei ich dann hoffe, daß einen das Wort nie so erwischt, wie man es äußert.

    Sicher kann evt. und vielleicht bei manchem ein Tritt in den H... wie Sie
    schreiben hilfreich sein,
    aber es ist es nicht bei jedem.

    Ganz zu Anfang schrieb ich einmal das Thema ist kein finanzielles es ist viel weitläufiger als viele meinen und bringt viele Aspekte mit sich.

    Christlich sozial und liberal ist und wäre es wohl Menschen nicht in die Situtaion die Lage zu bringen.

    Auch die Menschen sollten mit ihren Worten sorgsam sein, in Ihrem Schaffen in Ihrem Denken, sie sind
    es leider nicht.
    Ich war auch mal so.

    Bis ich verurteilte Situation erfuhr und verstand.

    Sie schreiben von den Menschen die auf anderer Menschen Kosten leben.

    Es sind nicht diejenigen
    die so sichtbar gemacht werden.

    Wir leben alle irgendwie auf kosten von und miteinander, mehr oder minder bewußt. Nebeneinander
    und anderes.

    Für mich sind arbeitslose Menschen keine Schmarotzer,
    heute nicht, weil Arbeitslosigkeit willkürrlich herbeigeführt wurde und wird.

    Die schmarotzen sind auch andere.

    ich habe Ausschnitte von
    S. Maischberger gesehen,
    nicht das ganze, ich wollte es mir nicht antun.
    Aber Herr Boes war schon nachvollziehbar, die Dame rechts von ihm nicht so.
    Sie äußerte das übliche.

    Nein Christa, ich habe eine andere Sicht.

    Aber danke Ihnen, daß Sie mir schrieben.

    Manchmal lernt man erst später verstehen.

    Wünsche einen schönen Tag und eine gute Zeit.

    Liebe Grüße

    an Alle

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Montag, 10. Dezember 2012 17:36)

    Lieber Fritz,
    eigentlich wollte ich Dir noch auf Deinen Beitrag @ 506 bei GJ geantwortet haben, aber meine Zeit ließ es leider nicht mehr zu.
    Deswegen möchte ich Dir hier bei WANDA eine Antwort darauf geben, wenn Du schreibst:

    " Aber, aber Heiner, ist es Dir wirklich soooo zu wider und für Dich beleidigend, als sozial und in der Nähe von Sozialisten vermutet zu werden?"

    Ja, lieber Fritz, und ich werde es Dir deswegen zu erklären versuchen:

    Die üblichen Definitionen aus der Sicht von manchen
    " Elfenbeinturm-Theoretikern" scheinen mir persönlich wenig hilfreich, wenn es um die erlebte Freiheit oder Unfreiheit eines durchschnittlichen Bürgers, wie ich einer bin, geht!

    Deswegen kann für mich wohl kaum "sozialistisch"
    ein Synonym für " sozial " sein.

    M.E. unterscheidet sich sozialistisch von sozial in ähnlicher Weise wie sich nationalistisch von national unterscheidet.

    Was unterscheidet sozialistisch von sozial denn heute für die Mehrzahl der deutschen Bevölkerung?

    Was ist der Unterschied für diejenigen, die produktiv arbeiten oder wie wir, die wir ein Leben lang gearbeitet haben?

    Was unterscheidet sozialistisch von sozial für uns durchschnittliche Menschen, die aufgewachsen sind auf dem Fundament europäischer Kultur?


    Aufgewachsen eben in einer Kultur mit griechisch-römischen Wurzeln, jüdischem und arabischem Wissen und christlichen Traditionen.

    Dazu bedarf es eines Blicks in die Vergangenheit.

    Lenin war der Vordenker des von Stalin vollstreckten Terrors. Er nämlich forderte am 17.5.1922 " offen eine prinzipielle....These aufzustellen, die .... die Rechtfertigung des Terrors, seine Nichtnotwendigkeit ... motiviert. Die Formulierung muss so weitgefasst wie möglich sein...."

    Millionen Tote waren, wie wir alle wissen, die Folge.

    Aus heutiger Sicht also,
    erinnert an die Überlieferungen der fünf Arbeits-Generationen, möchten wir in unseren Gemeinwesen soziale oder sozialistische Ziele verfolgen oder verfolgt wissen?

    Eigentlich kann diese Frage natürlich nur jeder für sich persönlich beantworten, wie ich das auch tue!

    Etwas provokant formuliert könnte man auch sagen: Sozial ist, wer selber gibt.
    Sozialistisch ist, wer anderen wegnimmt oder gar wegnehmen will!

    Dabei bin ich mir allerdings darüber im Klaren,dass das "eingefleischte Sozialisten" selbstverständlich anders sehen!

    Und je nach Temperament vertreten sie kurz, kernig
    und falsch oder auch wortreich und wissenschaftlich die alten Thesen des " gutgläubigen theoretischen Vorsatzes " aus der Zeit der Erfindung des Sozialismus als Ersatz-religion!

    Betrachten wir allerdings heute die durch die Industriealisierung deutlich gewordenen sozialen Probleme des 19. Jahrhunderts, müssen ( können) uns die Ideen von Karl Marx und Friedrich Engels schon faszinieren, doch leider aber hat die Idee vom "Sozialismus" in der Praxis leider nicht funktioniert ( s. ehemelige DDR ).

    Wenn Deutsche aber heute noch sozialistisch denken, trotz unserer schlechten Erfahrungen in der Zeit des Sozialismus der Nazis und der ehemaligen DDR, dürfen wir uns nicht wundern.

    So schließe ich mit folgenden Feststellungen:

    - In fast jedem von uns steckt ein "soziales " Können und Wollen, das auch soziale Akzeptanz beinhaltet.

    - In jedem von uns steckt eine Portion Neid

    - Die Umverteilung kann gefahrlos aus " sozialen Gründen " versprochen werden

    In diesem Zusammenhang verweise ich noch auf den " Zug der Lemminge "
    wobei mehr " Ausländer " als Deutsche umgebracht wurden. Und der zweite "sozialistische Selbstmord " spielte sich doch in der DDR ab und währte von 1945 bis 1989.

    Doch dieser Zug der " Lemminge" war, wenn man das überhaupt sagen kann, Gott sei Dank viel "harmloser"!

    Es wurden wesentlich weniger Menschen ermordet. Doch jeder Einzelne, der ermordet wurde, war einer zuviel!!

    Hitler hat sich ja auch gut mit Stalin verstanden. Beide hatten die gleiche Meinung, dass "sozialistische" Ziele nur mit Diktatur erreicht werden könnten, wobei Beiden zu eigen war, dass sie imperalistische Visionen hatten. Und so war letztlich das kommunistisch-sozialistische Russland das Lehrbeispiel für Hitler und seine Mordgesellen.Alles andere
    lehrt uns die Geschichte!!

    Deswegen, lieber Fritz, wirst Du vielleicht jetzt verstehen können, dass es mir schon sehr "zuwider" ist, in die Nähe von " Sozialisten " gerückt zu werden!!

    Sozial ja, sozialistisch aber deutlich nein!!

    Dies schreibt nicht ein "beleidigter" sozial eingestellter Zeitgenosse, sondern ein konsequent überzeugter " Nicht-Sozialist"!

  • Christa(Montag, 10. Dezember 2012 16:24)

    Liebe Gertrud,

    erst nach Schließung des AW-Blogs habe ich folgende Zeilen von Ihnen entdeckt:

    Melanie, Christac,
    wenn man die Kraft hat noch selbst zu tun ist es wertvoll, aber kein Grund über andere schlecht zu denken zu urteilen.

    Ich nehme an, Sie meinen damit, dass wir über alle armen schwachen Menschen schlecht denken und urteilen. Damit hätten Sie dann - wie viele andere auch - nicht verstanden, worum es uns (und ich denke, ich spreche damit auch für Melanie) eigentlich ging.

    Meine Kritik und mein Unverständnis beziehen sich auf diejenigen, die nicht wollen, obwohl sie könnten und sich auf Kosten der Gesellschaft ein bequemes Leben machen. Es ist Ihr gutes Recht, auch für diese Menschen Verständnis zu haben, aber ich finde nicht, dass Sie das auch von anderen verlangen dürfen. Ich lasse mich von dem Gesinnungsterror in den Foren nicht beeinflussen und beurteile nach meinen Erfahrungen und nach meinem eigenen Verstand (bzw. was ich dafür halte).

    Wenn Sie die Sendung von S. Maischberger nicht gesehen haben, empfehle ich Ihnen die Mediathek. Was dort von diesem R. Boes geboten wurde ist das, was auch in den Foren häufig zu lesen ist. Ich habe keinerlei Verständnis für Menschen, die das Grundgesetz missbrauchen, indem sie es nur zu ihrem Vorteil auslegen und das in manchen Fällen sogar mit dem Ziel, den Staat und die Gesellschaft mit Hilfe des GG zu zerstören. Und mit ihrer verbal aggressiven Art gutgläubige Menschen, die sich zum christlichen Glauben bekennen oder einen entsprechenden Namen haben, ihre Vorstellung von „sozial“, „gerecht“, „christlich“ aufdrängen wollen. Dasselbe gilt für Parteien mit dem „C“ im Namen und deren Anhänger.

    Aus Ihren Kommentaren entnehme ich, dass Sie beruflich und finanziell immer weitgehend abgesichert waren. Das ist beneidenswert, aber ich gönne es Ihnen. Vielleicht würde ich auch so denken und handeln wie Sie, wenn es mir ähnlich ergangen wäre. Aber vielleicht ist es umgekehrt genauso und Sie hätten an meiner Stelle auch meine Einstellung. Und ich bin sicher, dass es Menschen gibt, denen ein kräftiger Tritt in den Hintern oder Hilfe zur Selbsthilfe mehr helfen würde, als Mitgefühl, Verständnis und Hilfe zum Selbstmitleid. Auch wenn das oberflächlich betrachtet weder christlich noch sozial wirkt.

    Es war nicht meine Absicht, Sie zu belehren. Aber vielleicht helfen meine Ausführungen jetzt, meine Einstellung zu verdeutlichen, was in den öffentlichen Foren wohl nicht gelungen ist.

    Mit freundlichen Grüßen, Christa

  • Wanda Müller(Montag, 03. Dezember 2012 22:30)

    Lieber Heiner Klein,

    vielen, vielen Dank für Ihre Worte zur Besinnung!!!

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Sonntag, 02. Dezember 2012 16:47)

    Liebe Forumsteilnehmer und -teilnehmerinnen,

    anläßlich der beginnenden Vorweihnachtszeit und zum heutigen 1. Advent möchte ich allen hier und sonst wo
    einen besinnliche, stressfreie aber auch nachdenkliche Adventszeit wünschen. Vor allem aber Harmonie,Verständnis und ein menschliches Miteinander ( aber nicht nur in dieser Zeit!! ) wünscht Euch allen
    Heiner Klein, alias Löwenmaul!!

    ( Ein Hinweis: "das alte Weihanchtsfeest" zum Nachdenken hier lesen)

  • Wanda Müller(Sonntag, 02. Dezember 2012 15:39)

    Lieber Heinrich Bruns,

    ich fand Ihre kleine wunderschöne Erzählung im GJ-Forum und sie entsprach voll und ganz meinem Empfinden und ich weiß, viele andere Leser hier fühlen ebenso. Falls Ihnen diese Veröffentlichung nicht genehm ist, teilen Sie es mir bitte über „Kontakt“ mit. Ich werde dann natürlich sofort Ihrem Wunsch entsprechen.

    Erzählung von Heiner Bruns

    Ein Vater brachte seinen Arbeitskollegen einen Tag vor Heiligabend nach Hause. Der Kollege hatte noch ein Fußballspiel von seinem Sohn, und gab es dem Vater von zwei noch kleinen Söhnen umsonst mit.

    Der Vater verpackte das Spiel und legte es mit unter den Tannenbaum.

    Dann kam die Bescherung: Viel teure Geschenke lagen da für die Söhne. Mit Freude packten Sie die Geschenke aus. Das Fußballspiel ganz zuletzt.

    Der Vater hat noch nie solche glücklichen Augen gesehen, als bei diesem Fußballspiel. Den Söhnen interessierte nur noch das Spiel.

    Das Ende dieses Abends ist gewesen: Opa und Oma sind zutiefst beleidigt gewesen, weil ihre teuren Geschenke kaum beachtet worden sind, obwohl die Enkelkinder sich herzlich dafür bedankt haben.

    Da hat der Vater etwas von seinen Kinder verstanden und gelernt, das es manchmal die kleinen Dinge sind, die Kinderseelen auch glücklich. machen können.

    Noch viele Jahre haben die Söhne mit dem Vater zusammen mit diesem Spiel das nichts kostete gespielt.

    "Manchmal kann auch ein bisschen, viel mehr sein"

    Ob da die Lösung zu finden ist? Liebe und Glück kann man nicht wirklich kaufen, aber *umsonst* verschenken.


    Heinrich Bruns, GJ-Forum,30.11.2012, 22.40 Uhr

  • Gertrud(Samstag, 01. Dezember 2012 10:10)

    Liebe Grüße

    an alle hier .

    Ich wünsche Ihnen allen, Euch allen, einen schönen ersten Advent, eine gesegnete Adventszeit und ein schönes Wochenende.

    Liebe Grüße

  • Demetrius Degen(Freitag, 30. November 2012 21:22)

    Hallo Wanda Müller,

    ich habe im Blog von Robert Kroiß den Link nach hier gefunden.
    Da das Thema – zumindest aktuell – Religion ist, habe ich einen kleinen Beitrag eingesetzt.
    Was daraus wird, sehen wir dann. ;- )))

    Auf jeden Fall, vielen Dank für die Freischaltung und den Willkommensgruß.

    Demetrius Degen

  • Klaus Förster(Freitag, 30. November 2012 19:51)

    Allen hier Lesenden und insbesondere Wanda, ein besinnliches Adventwochende.

    Da fällt mir gerade ein, es ist doch merkwürdig ist, das alle Gläubigen und Ungläubigen dieses Advents- und Weihnachtsritual mehr oder weniger vollziehen ?

    Service für Fritz:

    http://www.egon-w-kreutzer.de/Meinung/0PAD3.html

    http://www.theintelligence.de/index.php/gesellschaft/soziales/5036-demokratieoder-doch-eine-zweiklassengesellschaft.html

    Natürlich auch für alle Ineressierte.

    Beste Grüße

  • Wanda Müller(Freitag, 30. November 2012 18:14)

    Hallo Demetrius Degen,

    herzlich willkommen.

    Ihrer HP kann jeder Ihre Lebensphilosophie entnehmen, damit sich identifizieren oder sie ablehnen. Zumindest bieten Ihre Ansichten aber bestimmt einigen Unterhaltungswert und Diskussionsstoff.

    Ich wünsche Ihnen hier eine „streitlustige“ und gute Zeit.

    Wanda Müller

  • Demetrius Degen(Donnerstag, 29. November 2012 12:36)

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier, und möchte zum Thema folgende Seiten aus meiner HP vorstellen:

    Theorie und Praxis in Wissenschaft, Philosophie und Religion: http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch21.htm

    Ursprung und Ziel des Menschen: http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch17.htm

    Liebe Grüße,
    Demetrius

    P.S. Gerne diskutiere ich auch darüber.

  • Gertrud(Mittwoch, 28. November 2012 11:44)

    Für mich ist ein Leben mit Gott ein Leben in Liebe
    und aus dieser Liebe heraus zu handeln oder zu tun,
    oder eben auch anderes zu unterlassen.

    Die Bücher von denen ich schrieb habe ich in Zeiten der Krise erst gelesen.

    Sie haben mich vieles gelehrt.

    Robert, Erhard Freitag hingegen habe ich nie gelesen.

    Etwas wichtiges habe ich
    der Triologie von Naele D. Walsh entnommen, der sehr vieles schönes schreibt in seiner Triologie.

    Zu den 10 Geboten, die für mich Lebensregeln sind.

    Und einen Satz, wenn Du bei Gott bist kannst Du nicht tun, nicht gegen diese Gebote handeln.
    Das denke ich trifft zu.

    Er bedeutet für mich Liebe,
    Glauben, Hoffnung, Vertrauen.

    Er ist für mich ein liebender Gott, war er immer. Und ich denke wir alle haben eines gemeinsam.
    Wir sind alle Kinder Gottes, letztlich, egal welchen Namen wir ihm geben, welche Sprache wir sprechen.

    Das verbindende in allem ist die Liebe. So sehe ich es.

  • Gertrud(Mittwoch, 28. November 2012 10:13)

    Sie schreiben über die Bibel. Sie ist für mich ein Lebensbuch. Ist nicht unser ganzes Wissen letztlich in vielen Büchern festgehalten und weitergegeben worden von Menschen für Menschen und fußt nicht vieles auf diesen niedergeschriebenen Erfahrungen und auch dem Wissen? Welches weiter gegeben wurde oder auch nicht und wird, mündlich wie schriftlich. Die Frage ist was wir aus diesen/m entnehmen.

    Ich bin auch aus der Kirche ausgetreten, aus Wut auf den Pfarrer, aber Gott kann nichts dafür. Das wurde mir klar. Also warum sollte ich ihn strafen für etwas was ein Mensch tat. Ich hatte mich selbst gestraft, letztlich.

    Vielen schönen wie unschönen Erfahrungen folgte vor ca. 15 Jahren eine, auf die ich gerne verzichtet hätte, die mich aber auch wiederum geprägt hat.

    Nach dieser sehr harten Erfahrung mit einigen Mitmenschen, wo ich nie dran gedacht hätte, lernte ich wieder zu beten, aber nicht nur das. Ich bat Gott um Hilfe und lernte auch danken, für all das was ich habe. Ich dankte und danke noch heute dafür, daß ich aus dieser Erfahrung gut und heil herausgekommen bin und war, ohne Wut auf den/die Menschen zu haben, die/der sie mit brachte. Die ich für mich anders gedacht hatte. Ich war froh heil da herausgekommen zu sein.

    Ich hatte außerhalb etwas gesucht und dementsprechendes gefunden und auch erhalten.

    Nach dieser Erfahrung wieder beten zu können wieder in die Kirche zu gehen, war mein größtes Geschenk aus dieser sehr harten und für mich schlimmen Erfahrung mit Menschen, ob des Wissens das es noch schlimmeres gibt, das Menschen einander zufügen, wenn sie nicht lieben.

    Irgendwann wollte ich wieder in die Gemeinde.
    Als ich wieder eintrat war es wie Heimkommen. Dieser Tag ist etwas ganz besonderss für mich. Er jährt sich nächsten Monat wieder. Weil sich alles was damals geschah wieder vollkommen gewendet hat. Wieder zum guten.

    Und ich denke oft vielleicht wäre mir diese
    eine Erfahrung erspart geblieben, wenn ich selbst
    anders gehandelt hätte, damals, denn ich bin sehenden Auges da hineinsparzierrt, und hätte mir und anderen auch vieles ersparen können. Mein Leid mir und anderen das Leid, was ich ihnen dadurch zugefügt habe.

    Und ich habe festgestellt,
    ich bin auch nicht so christlich erzogen wie ich dachte. Aber ich glaube,
    nach wie vor an das Gute in den Menschen an das Leben. Für viele naiv, für mich nicht. Ich habe es mir nie nehmen lassen.

    Die frühen Erfahrungen waren nicht leicht und ich bin aus jeder gut und heil herausgekommen. Und dafür mehr und sehr als dankbar.

    Die Erfahrung vor ca. 15 Jahren, die für mich die härteste m. Leben war und der vieles folgte, Krankheit Not Leid und anderes lehrte mich, wieder zu beten, ihn um Hilfe zu bitten, mich an Gott zu wenden, im Vertrauen wieder zu leben.
    Nach vielen langen schlaflosen und weinend verbrachten Nächten. Ich bat Gott um Hilfe. Und ich erhielt sie auch.

    Heute ist alles wieder in Ordnung. Ich bin wieder bei meinem Mann den ich damals verlassen hatte,
    der nicht mehr konnte als hilflos zusehen. Ich bin soweit wieder gesund und vieles mehr. Meine Gebete wurden erhört.

    Die Zeit ohne ihn wo ich dachte ich habe ihn nicht nötig, war eine harte schwere. Menschen waren nicht da, aber er. An den ich mich wandte, der mir half meinen Glauben an vieles nicht zu verlieren.
    Und auch Menschen nicht gram zu sein. Die taten.
    Und mir wurde bewußt was ich getan hatte.

    Gott ist für mich Glauben an ihn, und ich glaube an ihn und Liebe.
    Und die Erfahrung mit ihm.

    Wie schaut es mit der Liebe aus. Und dem Glauben oder nicht/Glauben an diese. Sie ist und wir fragen nicht weiter.

    Es ist schön zu wissen, ob allem vertrauen zu können
    eine unendliche Liebe zu den Menschen ob allem zu haben und vieles mehr.

    Das ist für mich Gott.
    Liebe, Frieden, Helfen,
    Nächstenliebe und vieles mehr. Freude, Schönheit,
    all das wieder sehen zu können und zu fühlen.

    Der Mensch sucht will wissen und begründen.
    Aber es gibt Dinge die lassen sich nicht begründen.

    Wenn uns die Liebe begegnet fragen wir nicht.
    Sie ist. Und so empfinde ich auch Gott.

    Es ist für mich ein Leben in Liebe Freude und Harmonie und das Sehen all des schönen und Guten, was geschaffen ist. Mit und durch Menschen die uns anderes lehren als andere.

    Glauben wird als Nichtwissen gesehen,
    für mich ist mein Glaube an Gott wieder Vertrauen in das Leben in all das schöne und Gute das es noch gibt. Die Liebe, das größte Geschenk neben unserem Leben und unabhängig davon was andere tun. Ein Leben in Liebe zu leben. Ganz einfach.

    Lieben Gruß

  • Gertrud(Mittwoch, 28. November 2012 10:13)

    Guten Morgen,

    Lieber Walter Neumann,

    Danke für Ihre Ausführungen.
    Sie haben mich bewegt. Und wird auch sicher die hier Lesenden bewegen. Weil viele Menschen ähnliche Erfahrungen haben. Nämlich die von der Sie schrieben. Sie haben auch mich an etwas erinnert.

    Viele Menschen haben ähnliche Erfahrungen wohl gemacht. Und das Bodenpersonal ist sicher nicht immer das was es sein sollte, auch nicht für Gott denke ich, und wie er es sich wohl wünschen würde. In vielem nicht, nicht nur bei der Kirche. Man vergißt es sind Menschen. Die wieder ihre Erfahrungen einbringen. Das was sie lernten und das was sie wissen.

    Es gibt immer Menschen mit unterschiedlichen/m Erfahrungen und Denken und eigentlich heute alles was es nicht gibt. So empfinde ich es.

    Ich habe für mein Leben,
    viele Erfahrungen machen dürfen. Gott sei Dank überwiegen die guten. Wenn ich eine, nämlich die Erfahrung meiner ersten Ehe weiter getragen hätte, bis heute, würde ich heute so denken wie viele, mein Denken über Männer, wäre das wie vieler und anderes auch. Ich würde mein Leben anders führen als ich es heute tue. Und ich hätte mein Denken meinem Kind weiter gegeben, das besseres verdient hatte. Als die Erfahrungen seiner Eltern zu wiederholen, für die es nichts konnte. Ich habe gelernt jede negative Erfahrung in etwas gutes zu wandeln und eine andere Sicht zu nehmen und zu verzeihen. Vielleicht ist es einfach in mir ein Teil meines Wesens. Ich habe mich geweigert bitter zu sein und zu werden. Egal was geschah und geschieht.

    Ich habe meinen ersten Mann und die Erfahrungen meiner Ehe,
    die hart waren, für mich damals, in Liebe entlassen und ihm alles Gute gewünscht, ihm verziehen, lange bevor ich Bücher über die ich schrieb kannte. Und das hat mir später viele schöne und gute Erfahrungen noch beschert, die mir entgangen wären, hätte ich anders gedacht und gehandelt. Hätte ich alles in einen Topf geworfen.
    Und hätte allen Menschen das gleiche angedacht wie viele es heute tun.

    Es kann und darf nicht ein Mensch stellvertretend in unserem Leben unser ganzes Leben dahin gehend bestimmen, und beeinflussen, daß wir die Erfahrung anderen überstülpen. Oder vor uns hertragen.
    Das tun sehr viele. Leider und diese Menschen nehmen sich und anderen damit sehr vieles wie ich denke.

  • Walter Neumann(Dienstag, 27. November 2012 23:28)

    Lieber Heiner Klein alias Löwenmaul.

    Katholisch habe ich in der Schule im Katechismusunterricht und in der Kirche gelernt. Erst später ist mir aufgegangen, dass ich nur Rituale lernte, welche mit dem Glauben an sich, nichts oder nur wenig zu tun hat. Dabei wird man als Kind aber ganz bewusst in diese Abläufe eingebunden. Da entstehen kaum Gedanken, darüber nachzudenken, zu reflektieren. Das gehört sich so, ist schon immer so, wird von Allen so praktiziert und ist daher richtig. Wie sagte einmal meine Schwiegermutter zu mir, weil ich nicht mehr so wollte: Wenn man wie die Leute macht, geht es einem wie die Leute.

    Ja, wenn alle es so machen, scheint es ja richtig zu sein! Das Kirchenjahr folgt immer gleichen Abläufen mit zwar unterschiedlichen Lesungen, Evangelien und Predigten, so wie allen anderen "Zutaten", aber das ist es dann auch, es sei denn, man engagiert sich zusätzlich. Das Leben des Glaubens kann damit nicht erreicht werden. Der Ablauf der Riten scheint der Schwerpunkt zu sein und erst eine für mich radikale Änderung im Ritenablauf zwang mich quasi zum Nachdenken, Überdenken.

    In irgendeinem Beitrag habe ich es schon mal niedergeschrieben, weis aber nicht mehr wann und wo. Mit 9 Jahren bin ich zur 1. Heiligen Kommunion gegangen. In der Generalprobe am Samstag vor dem Weißen Sonntag waren wir zur Übung in der Kirche. Wir mussten hinknieen zum Empfang der Heiligen Kommunion. Die Augen schließen, die Zunge herausstrecken und unser Pastor kam, nahm die Hostie aus dem Kelch und führte sie per Hand bis an den Mund und sprach: Der Leib Christi. Dann legte er die Hostie wieder in den Kelch und ging zum nächsten. Bei meinem Nachbar ließ er die Hostie auf den Boden fallen. Dieser Neunjährige hatte wohl Gespinst, wollte dem Pastor behilflich sein, hob die Hostie auf und reichte sie ihm. Da schrie dieser Mensch auf, als wenn er gespießt worden wäre, schlug mit der Faust dem Jungen ins Gesicht, dass das Blut auf den Boden schoss, und jagte ihn aus der Kirche. Den Jungen, mein Nachbar, zwei Häuser weiter, habe ich nicht mehr gesehen, keine 1. Heilige Kommunion, keine Schule mehr, sondern er musste auf ein kath. Internat zur Erziehung und Läuterung ob dieses ungeheuerlichen Frevels, wie uns der Pastor später erklärte. Nur die geweihten Hände eines Priesters waren berechtigt, den Leib Christ mit den Händen anzufassen. Die Mutter war Kriegerwitwe und musste ihren einzigen Sohn dafür hergeben. Das war 1953.

    Vor der letzten Weihe zum Priester hat dieser Junge, wie ich später hörte, noch den Absprung gefunden.

    Was dieses Erlebnis nicht nur auf mich, sondern auch auf die anderen Kinder, für einen bleibenden Eindruck machte, kann sich ein jeder selber ausmalen. Als dann nach dem zweiten Vatikanischen Konzil nach 1963 eingeführt wurde, dass jeder die Hostie mit der Hand nehmen konnte, habe ich nachgedacht, was hast du bis heute geglaubt? Das, was dir als Kind eingebläut wurde, hast du als allein richtig angesehen, ohne zu hinterfragen. Jetzt ändern die einfach und was vorher ein Verbrechen war, ist erlaubt! Ja wo sind wir denn, wenn der Glaube so einfach dem Zeitgeist nachläuft und beliebig ist, jederzeit änderbar, da ja Kirchengesetz. Vom eigentlichen Glauben habe ich nicht so viel mitbekommen, wie ich später feststellen musste, nur den kirchengesetzlichen Ablauf und der ist änderbar.

    Prima, dann kann er auch ganz abgeschafft werden. Entweder wird Gottes Wort verbreitet und gelebt oder es werden die nachträglichen Kirchengesetze gelebt. Darauf kann ich aber verzichten.

    Diese Änderung brachte mich dazu, eine alte Bibel eines Geistlichen aus dem 19. Jahrhundert regelrecht durchzuackern. Dabei sind mir so viele Ungereimtheiten aufgefallen, dass mir klar wurde, dies ist nicht Gotteswerk, sondern Menschenwerk. Mir wurde klar, dass ich bisher nur glaubte, Gott hätte dies als Vermächtnis an die Menschheit selber gegeben. Diesen Zahn habe ich mir selber gezogen. Mir wurde klar, Gott ist kein solcher Dilettant, wie er dort beschrieben wird. Wer dieses unendlich große Weltall mit seinen Naturgesetzen so aufeinander abgestimmt erschaffen hat, kann nicht gleichzeitig solch einen Unsinn mit Hüh und Hot, hin und her, Böse und gütig, bestrafend und nachsichtig, sein. Erbsünde einführen, dann seinen Sohn am Kreuz sterben lassen, zur Vergebung dieser Erbsünde für alle (was ist mit den schon Verstorbenen?) .

    Wenn also Gott so nicht ist und uns nichts mitgeteilt hat, ist er dann überhaupt existent? Er kann existieren aber eben auch nicht. Die Frage, ob dieses Weltenwunder von alleine entstehen kann, ist eine nicht zu beantwortende. Daher neigen viele dazu, zu sagen, zu denken, das muss, kann nur von, durch Gott sein. Dabei muss man aber bedenken, dass man die Existenz aller uns bewussten und auch noch verborgenen Möglichkeiten lediglich eine Ebene höher ansiedelt! Wer hat Gott erschaffen? Er sich selber? Wenn es ihn schon immer gab, wo kam er dann her, wieso gab es ihn schon immer? Das ist genau so unverständlich, wie die Existenz allen Seins aus sich selber heraus.

    Für mich ist der Beweis Gottes nur von Gott selber zu führen. Wenn er sich dazu entschließen sollte, wüsste ein jeder unmittelbar, dass er existiert. Wenn er sich nicht dazu entschließt, können wir nur hoffen, dass es ihn gibt und wir irgendwie weiter vorgesehen sind. Nach unserem Tode werden wir nicht feststellen können, dass er nicht existiert, nur dass er existiert, wenn er sich uns zugänglich macht.

    Mit vielen Grüßen, auch an alle anderen

    Walter Neumann

  • fritz 30(Dienstag, 27. November 2012 23:14)

    Walter Neumann
    (Dienstag, 27. November 2012 11:56)
    Lieber Walter, nur ganz kurz über das Problem Kirche und ihre Sonderrechte.
    Gestern abend im ARD, Das Erste, 22;25 Uhr,
    Doku auch über deren Hilfsorganisationen darüber gesehen.
    Über 90% der Kosten für diese zahlt der verachtete Staat, also jeder Steuerzahler, ob gläubig oder nicht!
    Warum wohl der Umweg dieser Mittel erst über die Kirche?
    ---------
    Heiner, meine Antwort später.

    Liebe Grüße an alle
    fritz

  • Robert Kroiß(Dienstag, 27. November 2012 15:00)

    Meine Gedanken zum aktuellen Thema "Glauben" findet Ihr bei Interesse hier:

    http://robert-diegrossenreligionen.blogspot.de/2012/11/meine-gedanken-zu-einer-diskussion-hier.html

    in meinem Blog

    liebe Grüße

    Robert

  • Walter Neumann(Dienstag, 27. November 2012 11:56)

    Lieber Heiner Klein alias Löwenmaul.

    Ich bin im Rheinland geboren und aufgewachsen und katholisch. Ausgetreten bin ich nicht, auch unter anderem deswegen, weil ich um die karitativen Einrichtungen der Kirche weis und diese befürworte und auch die heutigen seelsorgerischen Aufgaben, welche Priester leisten. Es ist auch durch die Kirchen ein Zusammengehörigkeitsgefühl bei den Menschen gegeben und wird auch gelebt. Dies ist auch enorm wichtig und richtig.

    Die heutigen Priester gehen zum Teil besser mit dem gelebten Glauben um wie ihre früheren Vorgänger. Auch dies ist anerkennenswert und auch die Hoffnung auf ein Leben nach dem Tode ist für viele Menschen ein Haltepunkt in ihrem Leben. Wenn dieser nicht für persönliche (kirchliche) Belange ausgenutzt wird, sondern als Lebenshilfe denen zuteilwird, die ihn benötigen, ist er lobenswert!

    Die beiden konfessionellen Kirchen, katholische und evangelische, sind auf einem sich bessernden Weg, bis auf die Tatsache, dass die kath. Kirche jetzt einen Rückzieher macht und nicht mehr nach Jesu Wort handeln will, lasset alle zu mir kommen, die ihr mühselig und beladen seid, sondern nur noch die Kirchensteuerzahlenden betreuen will. Jetzt müssen es die Priester vor Ort entgegen ihrer Obrigkeit richten, niemanden, der Hilfe braucht, auszugrenzen.

    Hier ist meine Kritik an die Obrigkeit der Kirche, welche sich seit ihrer Gründung selber nicht an das hält, was sie predigt, sondern sich eigene Gesetze und Vorschriften macht, wie sie nur zu ihrem Vorteil handelt und die Menschen, für die sie vorgibt einzustehen, dabei außen vor lässt! Wenn das Geld im Beutel klingelt, die Seele in den Himmel springet! So zogen einst selig machende Mönche durch die kath. Lande! Heute ist es zwar anders, aber die Kirche fällt immer wieder in alte Traditionen zurück. Zuerst kommen die Kirchengesetze, dann die Hierarchie und dann die salbungsvollen Worte, und wenn dann noch Zeit und Muße bleiben, sowie etwas Geld, dann helfen wir auch schon mal.

    Die Einrichtungen der Kirchen sind "verdammt" teuer, ihre Mitarbeiter werden meist unterbezahlt, das Christliche fehlt meiner Meinung nach zu viel im allgemeinen Umgang. Ich wünschte mir sehr, dass die Kirchen mehr den Glauben des neuen Testamentes leben würden, dann wären sie auch glaubhafter. So bleibt ein schaler Geschmack übrig, weil Wasser gepredigt, von den oberen aber Wein "gesoffen" wird! Der Pomp und die Aufmachung, die Präsentation schlechthin im ganzen Kirchenjahr, scheint mir wichtiger, wie der wirkliche und tatsächliche Glaube. Vorbild ist die kath. Kirche meiner Meinung nach zu wenig. Die ev. Kirche da schon etwas mehr.

    Fürs Erste will ich damit schließen und meine "Glaubensänderung" hin zum Agnostiker später aufgreifen. Meine Erkenntnis, dass die Kirchengesetze das Maßgebliche in der kath. Kirche sind und nicht der Glaube an Gott, hat mich zum Nachdenken und zur Ablehnung und Umdenken geführt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Gertrud(Dienstag, 27. November 2012 06:51)

    Guten Morgen,

    Liebe Wanda, lieber Heiner lieber Walter Neumann,

    Danke für Ihre guten Beiträge.

    Dazu möchte ich einen Satz bemerken,den ich heute nacht las.

    In einem Buch von Dr. Josef Murphy. Es heißt "Wie die Liebe uns heilt" und handelt unter anderem davon und darüber wie man Menschen und das Leben und so vieles sieht.

    Mich hat immer im Leben erstaunt, wieviele Menschen aus guten Ansätzen negatives machten und machen konnten und wie schnell mit welchem Ergebnis mitunter.

    Ich selbst habe ob aller Erfahrung mir etwas bewahren können über das ich froh bin. Eine positive
    Haltung.

    Die andere Haltung ist eine Erfahrung die auch ich gemacht habe, als ich anfing wie die meisten zu denken, zu schimpfen. Mich zu verhalten.
    Die nicht jeder für sich erst so machen muß. Die aber weiter gegeben wird.

    Es ist schade, wenn man seine Haltung seine Einstellung und seine Auffassung rechtfertigen muß, wo eigentlich die jedes Menschen in sich
    selbstverständlich sein sollte, weil sie ihm innewohnt, er sie aber durch die Erfahrungen die er macht und Nichtwissen, evtl. ablegt und dadurch erst erfährt, weil er glaubt was er sieht und auf die Erfahrungen anderer hört, vielleicht.

    Dieser Satz hat mich beeindruckt.

    In der Bibel heißt der Satz "Euch geschehe nach Eurem Glauben".

    Und das an das wir glauben wird oft wahr. Das was wir äußern auch.

    Ja Heiner Glaube und anderes ist eine Entscheidung, manchmal als eine unbewußte, manchmal eine bewußte getroffen wie andere auch.

    In dem Buch ist er so ausgeführt:

    "Das was wir denken werden wir erhalten und auch das wie etwas sehen", z.B. auch wie wir Menschen sehen werden wir erhalten.

    Wenn alle Menschen dies so sähen und wüßten, wie anders könnte vieles aussehen und wäre es.

    Von daher halte ich eine positive Lebenshaltung
    und eine positive Sicht gerade in diesen Zeiten
    für mehr als wichtig.

    Für uns alle.

  • Wanda Müller(Dienstag, 27. November 2012 04:02)

    Lieber Heiner Klein,

    einige Ergänzungen zu Ihrem letzten Beitrag.

    Es gab und gibt nichtreligiöse Hilfsorganisationen.

    In der DDR war es die Volkssolidarität, die meines Wissens bis heute Bestand hat. Über die Historie, deren Maxime möchte ich nichts sagen, denn in Wikipedia ist dazu genug zu lesen.

    Eine andere Einrichtung möchte hier auch erwähnen, die Jugendweihe, die als Alternative der religiösen Firmung anzusehen ist. Auch diese hat im Laufe der Geschichte eine Wandlung erfahren, von einem Ereignis mit strikt sozialistischer Ausrichtung zu einem Akt weltlicher.

    Dies kann ich sehr wohl einschätzen, denn meine eigene Jugendweihe hatte eine ganz andere Zielsetzung als die in der heutigen Zeit. Die Jugendweihen meiner Töchter (Jugendweihlinge 1990 und 1999) verdeutlichen dies noch deutlicher.

    Ich finde es sehr wichtig, dass es außerhalb der Kirchen Einrichtungen gibt, in denen sich auch nicht religiös Geprägte finden können, denn ihre Hilfsbereitschaft, die Begleitung ihrer Kinder ins Erwachsensein ist ihnen genau so wichtig.

    Hier zeigt sich wieder einmal, dass jeder nach seiner Überzeugung, seiner inneren Einstellung seinen Ort finden kann, wenn er ihn sucht. Nur viele suchen leider nicht danach und das unabhängig ihrer religiösen und/oder nichtreligösen Einstellung. Es hängt immer von einem selbst ab, etwas für das Allgemeinwohl zu tun. Alles andere sind bequeme und faule Ausreden.

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Montag, 26. November 2012 23:05)

    Lieber Walter Neumann,

    vielen Dank für Ihren Beitrag. Deswegen freu ich michauch , dass Sie die " dritte Seite " dieser Tehamtik aufgegriffen haben, die ich zu diskutieren lohnenswert finde, aber schlichtweg vergessen habe!

    Dass ich die Agnostik mehr oder weniger vergessen habe
    ist dem Umstand geschuldet,da mir jemand mal gesagt hat:

    " Ich bin ein agnostischer Atheist! Ich glaube nicht an einen Gott und glaube, dass man weder seine Existenz noch seine Nicht-Existenz beweisen kann!"

    Damit war für mich, grob gesehen, klar, dass es sich um das Gleiche handeln könnte(müsste).

    Dank Ihres Beitrags, so glaube ich es verstanden zu haben, ist da doch eine "gewaltiger " Unterschied.

    Stimmt es daher, dass Agnostiker niemandem Recht oder Unrecht geben?

    Seis's drum. Trotzdem stelle ich die Frage: Was aber bewegt bekannte oder weniger bekannte Menschen in ihrem Leben einen bestimmten Glauben oder eine bestimmte Idee zu leben?

    Ich habe in meinem Leben eine Wahl getroffen, nicht direkt auf einmal, sondern allmählich, mehr und mehr, auch nicht "ein für allemal", sondern immer wieder, allem in allem aber trotzdem endgültig!

    Meine persönliche "Grundentscheidung " bedeutet ein Vertrauensvotum. Damit habe ich dem von Jesus von Nazareth verkündigten Glauben an Gott als den Grund gewählt,dem ich allein zutraue, dass er mich in allen Zeiten - den guten und den schlechten -
    mein Leben lang trägt!

    Die Richtigkeit meiner Wahl kann ich nicht beweisen, ebenso wenig wie der Atheist die seine, aber ich muss sie zu rechtfertigen versuchen, indem ich mich bemühe, sie auch verständlich zu machen.

    Mein Glaube lässt mich vieles kritisch hinterfragen, manchmal eben meinen eigenen Glauben selbst!

    So wünschte ich mir manchmal ( in letzter Zeit viel zu oft ) sehr, dass die Menschen, vor allem in den christlichen Parteien ( CDU/CSU), denen ich ja bekanntlich näher stehe, als anderen , diesen offenen Umgang viel stärker und überzeugender pflegen würden.

    Schließen möchte ich mit einem Zitat:
    " Wir Atheisten wissen nicht mit absoluter Sicherheit, dass es keinen Gott gibt!"

    Ist das so?

    Nochmals, lieber Walter Neumann, es geht mir nicht um Rechthaberei oder Besserwisserei, sondern mehr um den Umstand zu erfahren, wie jemand - irgendwie, könnte ich mir vorstellen, hat auch der Atheist und Agnostiker mal " geglaubt"!? - zu dieser " Überzeugung" kommt oder gekommen ist.

    Oder wird der Atheist schon "so" geboren?

    Sind es irgendwelche Erlebnisse? Schicksale?
    private Enttäuschungen?

    Dass alles hat mich veranlasst, darüber diskutieren zu wollen, denn war die atheistische Ausrichtung der ehemaligen DDR - Gesellschaft nicht ein Grundzug der Politik der SED?

    Gerade doch bei der Bildung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen erhob der Staat der DDR doch einen Monopolanspruch und machte den Marxismus-Leninismus zur Grundlage aller Unterrichtsfächer und außerschulischer Tätigkeit!?

    Waren das die Gründe, dass mit der Wiedervereinigung die religiöse Bindung der Bevölkerung von ursprünglich 95% in 1950 auf etwa 30% im Jahre 1989 gesunken war?

    Oder war es die tragende Rolle des Materialismus, der ja notwendigerweise immer atheistisch ist, der in den kommunistischen Bewegungen dazu geführt hat?

    Und so frage ich mich: Kann der Atheismus also aus sich heraus ein System bilden? Wahrscheinlich ja, würde ich sagen, denn für den Materialismus als philosophisches System ist der Satz " Gott existiert nicht" doch systembildend, oder?

    Vielleicht stösst diese Diskussion ein wenig mehr die "Tür" auf, um hinter die "Phänomene" Atheismus und Agnostik schauen zu können.

    Und so ist mir bis heute verborgen geblieben, ob es im Atheismus humanitäre Hilfsorganisationen, so wie man sie bei den Religionen kennt, übeeerhaupt gibt!
    Gehört davon habe ich noch
    nichts davon!

    Und mit dem Nobelpreisträger Carolo Rubbia schließe ich, der mal sagte:" .... Es muss eine Intelligenz geben, die der Existenz des Universums übergeordnet ist!"

    Und deswegen glaube ich, lieber Walter Neumann.

    Glauben ist Privatsache und deswegen solllte niemand die Befürchtung hegen, dass ich "Missionarisch" wirken möchte.

    Da halte ich es mit dem Spruch: " Jeder soll nach seiner Facon selig werden!"

    Schöne Grüße und angenehme Nachtruhe allen, wünscht Heiner Klein!

  • Gertrud(Montag, 26. November 2012 17:41)

    Hallo lieber Robert,

    find ich gut. Danke Ihnen. Sie haben recht mit dem was Sie schreiben, dem stimme ich zu. Ich fände es auch besser, man würde seine Fehler erkennen eingestehen und korrigieren. Aber dazu bedarf erst mal der Einsicht. Und da kann man nur darauf hinweisen aufmerksam machen. Was ich gut und richtig finde,
    nur der Ton mitunter, mit dem tue ich mich schwer.
    Das gebe ich zu. Weil ich empfinden kann und auch empfinde, was er teils hinterläßt.

    Wieso verstehe ich Sie meist und manchmal und leichter und ist es bei anderen so schwer, oder nicht so leicht?

    Ja es bedeutet letztlich auch, mit sich selbst konsequent zu sein. Etwas nicht zu nehmen weil man weiß. So halte ich es für mein Teil für meine Person zumindest.

    Ich sehe zu viel negatives,
    und nehme dies wahr und vieles was dahinter steht, das tut einfach weh, betrübt mich und auch andere Menschen. Davon gehe ich aus.
    Vielleicht verweise ich wohl gerne auf das positive, weil ich denke,
    daß es mehr bewirken kann und wird letztlich.
    Wenn man darum weiß.

    Was ich nicht mag sind die vielen Beschimpfungen auf andere ohne sich selbst zu reflektieren.
    Das tun viele leider nicht.
    Womit ich jetzt nicht explizit Gerd meine, obwohl ich finde er sehr hart in seinem Blog ist. In den anderen nicht so.

    Und das Ganze zu sehen, das geschieht, finde ich macht es auch nicht leichter. Es ist so schade um vieles. Weil man sich und anderen soviel manchmal nimmt.

    Es mag vielleicht der Eindruck entstehen, daß ich nur das positive sehen möchte, dem ist nicht so.

    Ich danke Ihnen jedenfalls,
    daß Sie verstehen was ich meine und sagen möchte.

    Es fällt mir nicht leicht,
    manchmal zu schreiben, was
    ich schreibe, weil ich eigentich voraussetze,
    daß jeder Mensch ein gewisses Maß an Vernunft hat und von selbst sich einschätzen kann und dies auch tut. Aber das ist wohl oft zuviel vorausgeschickt.

    Ich weiß nur oder sehe es so, daß man im Guten oftmals besser mit allem vorankommt. Und es vieles leichter macht, weil ich denke der Probleme sind schon mehr als zuviel und genug.

    Ganz lieben Gruß
    an Sie und an Alle hier.

    Liebe Grüße an Alle und
    einen schönen Abend wünsche ich, und einen guten Start in die neue Woche.

  • Robert Kroiß(Montag, 26. November 2012 16:39)

    Positiv und Negativ

    Melde mich mal wieder ungefragt zu der Diskussion zwischen Gertrud und Gerd.
    Liebe Gertrud, ich glaube jeder der Sie liest, weiß was Sie meinen. Sie wollen einfach primär das „Positive“! Aber es gibt das „Positive“ NICHT ohne das „Negative“. Es ist Beides zur Unterscheidung und wachsenden Erkenntnis notwendig. Das, was Sie „denken“ und diesem Denken folgend handeln, ist durchaus ebenso notwendig, wie das Erkennen und auch Benennen des Negativen. (ich habe Murphy und seinen Schüler Freitag – nebst ganz, ganz vielen anderen auch gelesen, aber dies ist NUR eine Seite der Medaille, auch wenn sich darin sehr viel richtige findet).
    Die in der/den Diskussion/en offensichtlichen Diskrepanzen beziehen sich m. E. auf die jeweilige Konsequenz.
    Nehmen wir das Beispiel „Wulff“: ich glaube genauso wie Sie, dass sich Herr Wulff in „seiner Haut“ nicht mehr sehr wohl fühlte, als es an sein Ende als Bundespräsident ging. Ich glaube sogar, dass ihm – wenn auch erst im Nachhinein – das ein oder andere Fehlverhalten selbst bewusst wurde. Das eigentliche Problem ist aber die daraus folgenden Konsequenzen! Wenn es ihm tatsächlich bewusst wurde und ist, dass er sich fehl verhalten hat, dann hätte die Konsequenz sein MÜSSEN, dass er auf ALLE Vorteile aus seiner Amtszeit verzichten hätte MÜSSEN! Dies wäre eine konsequente Handlung – wie diese ja von jedem „einfachen Menschen und Bürger“ dieses Landes ebenfalls gefordert wird – und der BEWEIS seines Schuldeingeständnisses, wie auch die nun hinzugekommene NEUE Erkenntnis seines Denkens und Handelns gewesen. Dies hätte im als Wissen und eines wahrhaften Gerechtigkeitsverständnisses seine „ehrliche“ Einsicht klar gemacht, ja machen müssen. Alles andere wäre und ist „scheinheilig“ und führt nur dazu, dass das Fehlverhalten – wenn evtl. auch in anderer Form – fortgesetzt würde. Und ein fortgesetztes Fehlverhalten kann beim besten Willen weder positiv gesehen werden, noch auf „Nächstenliebe“ hoffen. Jeder „normal Sterbliche“, der sein „Amt“ selber kündigt, weil er NICHT in der Lage ist, dieses Amt auszufüllen, muss dafür selbst die Verantwortung übernehmen und sich „sein weiteres Glück selber schmieden“! Er bekommt KEIN „Ehrensold“, keine lebenslange Versorgung etc.! Er bekommt NICHT mal eine Abfindung, weil er ja selbst gekündigt hat! Wer seine „Fehler“ selber erkennt, korrigiert diese dann auch, um sie NICHT wieder zu machen. Wer sich aber für seine „Fehler/Fehlverhalten“ auch noch „belohnen“ und „ehren“ lässt, der hat m. E. ein völlig falsches Verständnis von Recht und Gerechtigkeit! Und dies ist es, was auch – bei aller „Nächstenliebe“ - benannt werden muss! Denn ansonsten verpuffte all die „Nächstenliebe“, all das „Positive“ im NICHTS der aufrecht erhaltenen Ungerechtigkeit!
    Nehmen wir das Beispiel Westerwelle: da spricht Westerwelle ganz laut und deutlich in aller Öffentlichkeit davon, dass er bei seinen Besuchen im Gaza und Israel in beiden Ländern eine Mehrheit friedliebender Menschen vor fand. Friedliebende Menschen „führen“ Krieg miteinander?! Nein, da führen Interessenparteien Krieg miteinander! Wenn Westerwelle nun mit seinen „Versöhungsversuchen“, mit dem Frieden stiften scheitert, dann wäre doch die logische Konsequenz, dass er zugeben muss, dass er NICHTS gegen die Kriegstreiber machen kann?! Auch ihm unterstelle ich, dass er tatsächlich für eine Versöhnung und den Frieden eintritt. Aber wenn er NICHT KANN, was er eigentlich will, wieso lässt er sich dann für den „Misserfolg“ ehren. Von der – noch – folgenden Belohnung bis an sein Lebensende ganz zu schweigen. Wäre er ehrlich, dann müsste er doch – ebenfalls in aller Öffentlichkeit – zugeben, dass er NICHT kann, was er will?! Dann müsste er auch sagen, WORAN und an WEM sein Willen scheitert?! Die Völker Israels und Palästinas sind es ja laut seiner eigenen Aussage NICHT, die den Krieg wollen!
    Von daher nützt es NICHTS und NIEMANDEM diese Sachlage positiver zu beurteilen, als sie in Wahrheit ist.
    Man muss „Fehler“ als das benennen, was sie sind. Und wenn sich diese negativ auswirken, dann ist es eben negativ und NICHT positiv. Diese bedeutet allerdings NICHT, dass „man“ - also wirklich jeder Mensch – seine Fehler nicht korrigieren könnte und dürfte. Es bedeutet andererseits aber auch – und zwar gerade dann, wenn diese „Leitenden, Weisen, Regierenden und Herrschenden“ ihren Völkern immer und immer wieder verkünden, dass „jeder seines Glückes Schmied ist“! Demnach aber dann auch „seines Pechs Schmied“, oder etwa nicht?! Und wenn Herr Westerwelle NICHT in der Lage ist, seinen eigentlichen Willen umzusetzen, dann konnte er wohl „sein eigenes Glück“ NICHT schmieden. Wie kann er es aber dann von allen anderen Menschen verlangen und diesen dann unterstellen, dass wenn ihnen dieses nicht gelingt, sie „Schmarotzer“ wären und sich ihr Leben in „spätrömischer Dekadenz“ auf Kosten Anderer einrichten?! Macht er dann NICHT genau dieses selber, was er allen Anderen unterstellt?! KEIN Erfolg bei seinen Leistungen, aber entsprechend „ehren“ und honorieren lassen?!
    Dies glaube ich sind die Missverständnisse und Diskrepanzen in den Diskussionen!

    PS: hierzu noch ein Link mit einem m. E. sehr guten Artikel zu diesem Thema:

    http://heinzsauren.wordpress.com/2012/11/14/die-last-mit-der-lust-am-guten/

    In diesem Sinne liebe Grüße

    Robert

  • Walter Neumann(Montag, 26. November 2012 16:38)

    Liebe Gertrud.

    Ihre Beiträge lese ich gerne und auch mit Verständnis. Aber auch den Beitrag von Gerd 49 lese ich mit Verständnis. Seiner Meinung zu Ihren Beiträgen in den verschiedenen Foren kann ich beipflichten. Aber genau so auch Ihren Anmerkungen um Toleranz, Verständnis, Zuwendung, nicht vorschnell Urteilen und Verurteilen.

    Es scheint mir da ein grundsätzliches "Missverständnis" zu geben. Was Sie immer wieder anführen, trifft für die Familie, die Verwandtschaft, die Freunde, die Nachbarschaft usw. zu. Da zeigen Missgunst oder Zuwendung noch schnell seine Früchte, positiv wie negativ. Da hilft vorleben, vor allen Dingen den Kindern gegenüber viel, es bringt oft positive Ergebnisse.

    Demgegenüber ist die Welt der Wirtschaft und die der Politik eine gänzlich anders gestaltete. Da hilft es nicht, einem Herrn Guttenberg oder einem Bundespräsidenten Wulff, Fehler zuzugestehen, welche nicht nur Fehler sind, sondern bewusste Täuschungen, Vorteilsnahmen. Wer in die Politik geht und sich dafür in einer Partei von unten hochgearbeitet hat bis zum Bundestagsmandat, dem dürfte kaum eine Möglichkeit, Macht zu erlangen und zu behalten, mit allen zur Verfügung stehenden "Gemeinheiten", unbekannt sein. Nein, er muss sie angewandt haben, um an diesen Posten zu kommen. Wenn nicht, müsste er protegiert worden sein von noch "Mächtigeren" in der Partei und ist ein Abgeordneter von deren Gnaden und diesen verpflichtet und von ihnen abhängig!

    Und auch unsere Wirtschaftsführer der gehobenen Klasse kommen nur bis dorthin, wenn sie natürlich Können und Wissen haben, aber genauso eine gnadenlose Ausnutzung ihrer jeweiligen Machtmöglichkeiten einsetzen. Das bedingt Ausschaltung der Konkurrenz und rücksichtslosen Einsatz aller möglichen Mittel gegen alle möglichen Faktoren, die den eigenen Erfolg behindern. Ein entscheidender Faktor, erfolgreich zu sein, die ist kostengünstigere Herstellung eines Produktes gegenüber den Mitbewerbern. Und da ist es oft am leichtesten, dies durch günstigere Arbeitskräfte zu erreichen. Die Anderen ziehen nach und dann muss weiter nach unten daran gearbeitet werden, um wieder in Vorteil zu kommen.

    Auch Menschen in der Wirtschaft und der Politik unterliegen gewissen Zwängen, von denen sie sich nicht befreien können, viel öfter jedoch machen sie uns weis, sie könnten nicht, obwohl sie könnten, wenn sie wollten. Und da ist es nur natürlich, diese Nichtwollen immer und immer wieder anzuprangern. Wenn es gewollt wäre, könnten andere Weichenstellungen etwas bewirken. Da unsere Politiker ja letztendlich dafür gewählt werden, die Weichen so zu stellen, dass die Auswirkungen gerecht sind und sich für die Bevölkerung positiv darstellen, haben wir zurzeit wohl nur die eine Möglichkeit, Fehlentwicklungen unmissverständlich anzuprangern! So laut und deutlich, wie wir nur können. Auch mit rücksichtsloser Deutlichkeit der Politik und ihren Darstellern gegenüber, da sie mangels nicht zugelassener Alternativen wie "demokratisch legitimierte Diktaturen" sich verstehen! Einmal gewählt, machen wir, was wir für richtig halten und nicht, was die uns wählenden wollen und für richtig halten. Wir Politiker reden so, um gewählt zu werden und handeln so, weil wir nicht anders können (wollen!). Ein sich immer mehr und deutlicher abzeichnendes Spiel unserer ALL Parteien Demokratie!

    Daher immer und überall mit dem notwendigen Druck die Aussagen treffen, bei denen hilft kein "Gutmenschentum". Das Missverstehen sie nur als Schwäche und ein weiter so! Nur genügend Gegenwind hilft hier zu deren eventuellem Umdenken.

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Walter Neumann(Montag, 26. November 2012 16:01)

    Sehr geehrter Heiner Klein alias Löwenmaul.

    Sie versuchen Christen und anderen Religionen, im Unterschied zu den Atheisten darzustellen.

    Religiöse Menschen glauben daran, dass es einen Gott, ihren Gott gibt und Atheisten lehnen generell die Möglichkeit ab, dass es einen Gott gibt.

    Daraus resultieren die unterschiedlichen Standpunkte. Wer an "seinen" Gott glaubt, versucht zumindest nach den Vorschriften "seiner" Religion zu leben und "Gottgefällig" zu handeln. Misslingt in vielen, vielen Fällen, früher besonders von den maßgeblichen Religionsführern, welche ihre Macht im Sinne ihres Gottes meinten, ausweiten und ausleben zu müssen.

    Die Atheisten lehnen einen Gottesglauben prinzipiell ab und verkünden die absolute Eigenverantwortung eines jeden. Das hindert solcherart "Gläubigen" dann auch nirgendwo daran, nur nach seinen eigenen egoistischen Wünschen zu handeln. Rücksichtslose Beispiele gibt es genug in der Geschichte!

    Aber dies ist auch so im "Kleinen". Was nicht bedeutet, dass auch im "Kleinen" die egoistischen Wünsche von religiösen Menschen Vorrang haben! Das zeitigt doch letztendlich für uns alle nur folgende Erkenntnis: Es kommt auf den Einzelnen an, wie er seine Wünsche und Möglichkeiten einschätzt und was er davon wie versucht umzusetzen! Religion kann einen Menschen positiv oder negativ ändern. Nichtreligion aber genauso!

    Noch eine Gemeinsamkeit scheint mir bei diesen beiden Gruppen gemeinsam zu sein. Sie beharren mit Ausdauer und oft Akribie auf ihrer Meinung als einzig Richtige! Gewissheit haben beide Theorien nicht, nur den Glauben daran.

    Wer Realist ist, muss sich zum Agnostiker bekennen, der nicht weis, ob es einen Gott gibt und wie es um diesen und seine "Vorgaben" (wenn es denn überhaupt welche geben sollte) an uns Menschen, an seine Schöpfung, steht, beziehungsweise, ob es eben doch keinen Gott gibt und jeder Mensch auf sich selbst, seine Moral und seine Einstellungen angewiesen ist.

    Ich kann jedem seinen Glauben an seinen Gott lassen, jedem seinen Glauben an die Nichtexistenz eines Gottes lassen, da bis heute außer Glauben von beiden Richtungen keine Beweise vorliegen, bin ich Realist und "Glaube" beides ist möglich, nicht auszuschließen, nur die Art und Weise, die Ausgestaltung, die Entwicklung ist noch bis zur Klärung völlig offen. Wobei ich mir im Klaren darüber bin, dass es den Menschen vielleicht nie gelingen wird, einen endgültigen Beweis für oder gegen Gott zu erhalten!

    Mit diesem Beitrag wollte ich die mir fehlende "dritte Seite" einbringen.

    Mit freundlichen Grüßen an Alle

    Walter Neumann

  • Heiner Klein, alias Löwenmaul(Sonntag, 25. November 2012 23:42)

    " Sind Atheisten eigentlich die besseren Menschen, oder was?"

    Dieses Thema, welches letztlich bei AW in der letzten Sendung " Letzte Ausfahrt Paradies...." einen solchen Eindruck erwecken konnte,
    möchte ich zum Anlass nehmen, etwas ausführlicher diskutieren, weil Fritz und Hans Olaf fast unisono, dieses angesprochen hatten.
    Dass bei AW zu diskutieren hätte den bRahmen gesprengt und könnte hier einen " guten Platz " finden.

    Gehe ich Recht in der Annahme, dass Du, Fritz und Sie, Hans Olaf in die Nähe der "atheistischen Ideologien" gerückt werden dürfen? Oder liege ich völlig daneben? Haben, hatten Sie auch mal eine "religiöse/kirchliche"Bindung oder wie war die Entwicklung persönlich?

    Mir geht es darum zu diskutieren, warum Atheisten vielfach dazu tendieren, das Christentum schlechthin für "alles das" verantwortlich zu machen, was es an " Schlechtem " auf dieser Welt gibt und gegeben hat.

    Dass " gute Christen " nicht unbedingt auch " gute Menschen " sind, ist kein Geheimnis. Gerade diejenigen, die sich besonders stark um eine buchstabengetreue Umsetzung der biblischen Botschaft bemühen, sind´leider selten in der Lage. tolerant und liebevoll auf ihre, oftmals andersgläubigen Mitmenschen zuzugehen!

    Aber auch die rigorosen Vertreter des Korans und der Thora fallen nicht unbedingt durch ihre grenzenlose Nächstenliebe auf!!

    Selbst ein ewig - lächelnder Dala Lama hat - glaubt man den Darlegungen der sich in letzter Zeit mehrenden Buddhismus - Kritiker - so manche " Leichen" im Keller.

    Das könnte und sollte eigentlich bedeuten, dass sich im Wettsteit um den ultimativen " Gutmenschen" die Atheisten dank der Disqualifizierung ihrer religiösen Kontrahenten auf einen Blick " gute Karten " haben müssten.

    Doch sind Atheisten wirklich die " besseren Menschen", wie so mancher Konfessionslose "glaubt"?

    Oder handelt es sich hierbei mehr um eine " selbstwertdienliche Wahrnehmungsverzerrung"?

    Wäre somit eine Menschheit, die sich von den "jenseitigen Verheißungen" der Weltreligionen losgesagt hat, wirklich eine geläuterte, eine bessere Menschheit?

    Es gibt sicherlich nicht wenige Atheisten, die die
    "moralische Überlegenheit" ihres Denkansatzes mit einem schlichten Verweis auf Dechners " Kriminalgeschichte des Christentums" begründet.
    Doch so richtig ist das auch nicht, wie ich meine, denn die frohe Botschaft des Christentums an ihren wenig erfreulichen Früchten zu messen, ein solcher Schuss kann allerdings, wie im Forum geschehen, auch mal nach hinten losgehen.

    Unzählige Atheisten übersehen nämlich allzu gerne, dass zahlreiche " Staatsatheisten" in der Vergangenheit( u. Gegenwart) kaum ein besseres " Bild " abgegeben
    haben, als z.B. der Initiator des ersten Kreuzuges, Papst Urban II.

    Ich denke da vor allem an den größten " Schreitisch-Massenmörder " Joseph Stalin, der sich bekanntlicherweise im Theologischen Seminar von Tiflis, zum überzeugten Atheisten mauserte!
    ( Gute Tarnung)

    In der Zeit des " Großen Terrors " von 1936-1938
    ließ er breit angelegte " Säuberungsaktionen" durchführen, die u.a. das Ziel hatten, die " letzten Reste der Geistlichkeit" zu liquidieren.(s. " Schwarzbuch des Kommunismus")
    Und wie war es eigentlich in der ehemaligen DDR, was die Entwicklung des Atheismus angeht?

    Nirgends auf der Welt glauben so wenige Menschen an Gott, wie in Ostdeutschland. Selbst bei den nicht mehr in der DDR aufgewachsenen Generation ist der Atheismus weit verbreitet!Das scheint System zu haben, oder was meinen Fritz und Hans Olaf
    dazu?

    Leninismus mit seiner klaren Definition von Religion als " opium des Volkes (Marx)" bzw. "Opium für das Volk " (Lenin)

    War es denn nicht so, dass ohne gewisse " Anpassungsprozesse" berufliche Karrieren fast ausgeschlossen waren?

    Und all das sehe ich als Ergebnis für Kirchen- und Religionsfeindliche Aktivitäten an, die dann auch den Abfall einer religiös gebundenen Bevölkerung auf nur noch 30% erklären lassen.

    Die atheistische Ausrichtung der DDR-Gesellschaft war doch ein Grundzug der Politik der SED! Oder stimmt meine These so nicht?

    Gerade doch bei der Bildung und Erziehung der Kinder und Jugendlichen hatte der Staat der DDR doch wohl mehr oder weniger einen "Monopolanspruch" und macht den Marxismus-Leninismus zur Grundlage aller Unterrichtsfächer und außerschulischen Tätigkeiten!

    Mit der Einführung der Jugendweihe dann in den Jahren 1954/55 wurde das Ganze besonders konfliktreich. Trotz allem aber ließen sich Christen und Kirche in der DDR nicht in ein kirchliches Ghetto drängen. Vielmehr erfüllten sie ihren Auftrag und verbreiteten die biblische Botschaft und legten auf den verschiedensten Arbeitsfeldern trotz aller Widrigkeiten Zeugnis ab in
    einemm weitgehend atheistisch geprägten Staat! Das nenne ich Glaube!

    So frage ich: Ist es nicht intolerant, wenn man andere wegen ihrer Überzeugung verfolgt, foltert, einsperrt, ächtet, mordet!?

    Religionen werden von Andersdenkenden immer wieder verfolgt, werden ausgeschlossen, werden diskriminiert, werden ermordert!

    Ergo: Lieber Fritz, werter Hans Olaf, ist es nicht so, dass, was immer die "Kirchen" ( Religionen) machen, sie machen es falsch, weil die, die sie beobachten, wollen, dass das, was die "Kirchen" (Religionen) tun, falsch zu sein hat!

    Ist dieses nicht schon mehr ideologisches Denken?

  • Gertrud(Sonntag, 25. November 2012 17:53)

    Wenn ich einen Menschen sehe oder ein bestimmtes Bild von ihm habe, sende
    ich ihm meinen Eindruck
    und oft entwickeln sich Menschen genau dorthin, so daß wir uns bestätigt sehen. Und wundern uns dann, daß es irgendwann unsserem entspricht sowohl als auch.

    Wenn ich in einem Menschen nur das schlechte voraussetze, wird das nicht ausbleiben. Genauowenig wie das Gute, das ich in ihm zum Vorschein bringe oder sehe.

    Ich weigere mich grundsätzlich Menschen so zu sehen, wie viele, auch wenn Sie Fehler machen wie die meisten, die machen wir auch. Und dann sollten wir uns fragen, ob wir so bewertet und verurteilt werden möchten, wie wir es tun. Weil andere uns oberflächlich beurteilen oder bewerten.

    Kennen Sie es Resonanzprinzip. Wie stehe ich zu etwas in Resonanz,
    was ruft es in mir hervor,
    und wie reagiere ich auf etwas. Die Frage ist wie wir mit unserer Wahrnehmung umgehen.

    Sie schreiben die Rente an, nein ich finde auch das nicht richtig. Und ich wünsche unseren Politikern Einsicht Erkenntnis und Weisheit. Ja man muß es ihnen sagen, aber so, daß sie anders damit umgehen,
    als sie es tun. Manchmal braucht man Diplomatie.
    Denn auf das Wie kommt es im Leben an.

    Wieviele Menschen beschreiben ihre Situation
    und wie sehen Sie diese,
    wundern sich dann was darauf folgt. Wie oft äußern Sie, wie sich sich im Verhältnis zu anderen sehen, und wundern sich,
    wenn diese Sicht bestätigt wird?

    Ich würde dem ganzen anderen Wert geben, es darauf zurückführen, daß es sich wieder ändert, weil Einsicht erfolgt. Denn die Um- und Zustände hier heute haben wir,
    weil viel nur noch schlecht denken und reden und dann auch handeln. Oder warum erfahren Menschen in der gleichen Situation ganz unterschiedliches , die einen Gutes und die anderen anderes?

    Wenn ich Menschen nur als das beschreibe was viele tun, frage ich mich wem dient es. Was soll es bewirken.

    Unsere Wahrnehmung mag die gleiche sein, die beschrieb Wanda ja auch.

    Aber was ist mit Blick dahinter. Wissen Sie um die Nöte, die inneren Konflikte dieser bewerteten verurteilten Menschen. Ich nicht. Und die versuche ich auch zu sehen. Weil ich nachfühlen und mitfühlen kann, wie es einem ergeht, wenn...

    Christian Wulff mag unser Bupräs gewesen sein, wie ihn viele sehen, aus unterschiedlichen ihnen ihren eigenen Gründen.

    Haben Sie den Menschen nach dem ganzen gesehen,
    wie er aussah. Ein Mensch der stolz ist, ein Mensch dem es gut geht. Den habe ich nicht gesehen, und ich möchte mich hüten einen Menschen so zu bewerten zu verurteilen. Nicht nur, weil ich selbst auch nicht im geringsten so bewertet und verurteilt sein und werden möchte, wie er bewertet wird.

    In manchem denke ich, sind wir uns nicht ganz uneins.Das äußere ich ja dann auch, so ist es ja nicht.

    In einem haben Sie unzweifelbar recht, Jesus wäre nicht glücklich über das was ist.

    Sie schreiben, so kommen wir nicht zusammen.
    Wenn wir beide etwas nur voneinander mitnehmen im Verstehen finde ich ist es schon viel.

    Ich erfahre im Leben meist
    das was und wie ich über etwas denke.
    Wenn wir uns das bewußt machen, denke ich können wir und haben die Chance zu ändern. Wenn wir sehen,
    warum ein Mensch etwas tut auch.

    Aber wir sollten uns hüten in allem nur das schlechte zu sehen und dem Raum zu geben, wenn wir es wieder anders haben wollen.

    Wenn ich einen Menschen gut behandele, in sich,
    wird er gutes hervorbringen,
    und auch das andere. Und wir sollten dies so halten, wenn wir nichts von diesen wollen.

    Ich weiß wovon ich schreibe und worüber.

    Ich schätze Ihre Beiträge
    und auch die mancher anderer Foristen, auch wenn ich Sie manchmal nicht verstehe. Sie sind mir nur zu hart manchmal.

    Meine sind wiederum anderen vielleicht zu weich.

    Aber die Frage ist und bleibt doch was wir voneinander mitnehmen.

    Und wo wir versuchen einander zu verstehen.
    Und zwar als Menschen.

    LG.

  • Gertrud(Sonntag, 25. November 2012 17:53)

    Es hängt nicht allein nur von der Politik oder von anderen Faktoren ab was geschieht, sondern wir alle sind letztlich im Spiel, die Frage ist wie?
    Wir haben als Bürger zugelassen, in dem wir es den vermeintlichen Vorbildern gleich tun, oder meinen wir seien verpflichtet es diesen gleich zu tun, was so nicht sein muß.

    Es hätte nicht ein Mensch,
    das tun müssen, was er tat daß es heute so ist.

    Jeder Unternehmer hält sich oder Menschen seltsamerweise an Gesetze,
    bestimmter Art, auch wenn er anders handeln könnte.
    Und weil einer es tut, tun es viele, weil sie meinen.
    Man muß nicht, wenn Sie verstehen was ich sagen möchte. Ich muß meine Mitmenschen nicht schlecht behandeln, wenn die Gesetze nicht gut sind. Im Gegenteil. Aber das tut man hier nicht unbedingt, nicht alle. Ich bin froh, daß es hingegen noch genug andere gibt, die Menschen gut behandeln, jeden Tag,
    weil sie sich diesem verpflichtet fühlen und um anderes wissen, aus Ihrem Mensch sein heraus.

    Sie beschreiben Christian Wulff wie Sie ihn sehen, es ist Ihre Sicht und Ihr Recht ihn so zu sehen und Ihre Entscheidung.
    Ich habe jedoch noch einen anderen weiteren Blick auf ihn, auch andere, der nicht der Sicht der Mehrheit der Menschen entspricht. Ich kann mir vorstellen, wie er sich gefühlt haben muß und wie es ihm erging. Ich sage damit nicht, daß er alles richtig gemacht hat.

    Es ist sicher nicht richtig, daß Menschen, denen es äußerlich gut geht, noch zugegeben wird,
    finanziell. Und er muß
    es gewiss auch nicht nehmen wenn er dessen nicht bedarf. Aber ihn so zu beschreiben, so zu sehen, wie viele, käme mir nicht in den Sinn.

    Ich möchte mal ein Beispiel geben.

    Wenn ich in von einem Menschen ein bestimmtes bild habe, mal so als Beispiel einen bestimmten Menschen sehe,
    wird es nicht lange dauern,
    bis er sich mir gegenüber so äußert und sein wird. Sehe ich ihn entgegen vielem anders, werde ich auch dieses erfahren.

    Ich habe ihm Laufe meines Lebens mit Menschen oftmals andere Erfahrungen gemacht als andere, weil ich ihnen immer anders begegnet als andere dies taten. Ich habe nicht allein auf vordergründiges reagiert. Und auch nie auf das Urteil anderer verlassen. Ich wollte mir immer eine eigene Meinung bilden.

  • Gertrud(Sonntag, 25. November 2012 17:48)

    Hallo Gerd,

    erst mal Danke für Ihren Beitrag an mich.

    Wie ich das meine, daß jeder Mensch, so er erkennt selbst mit gutem Vorbild und Beispiel vorangehen sollte, und nicht nur von anderen zu erwarten, unabhängig von dem was an Vorbildern gesehen wird und da ist, für sich und jeden anderen Menschen. Und was andere tun. Das können wir. Ich muß es noch lange nicht allen gleich tun. Nur weil es alle tun.

    Die Menschen die Sie als gute Vorbilder beschrieben, empfinde ich auch so. Und an ihnen sollte man sich orientieren, finde ich.
    Wenn das schon etliche tun ist es schon etwas wert. Ich denke jedoch diese haben schon etwas bewirkt.

    Viele beziehen sich leider heute auf negative Vorbilder. Und begründen,
    ich halte es für den falschen Weg. Es anderen gleich zu tun nur weil es Menschen gibt, die tun.

    Sicher soll man benennen, aber die Frage ist wie man etwas äußert. Und wie man etwas sieht.

    Ich weiß, daß meine Beiträge nicht auf Anhieb leicht zu verstehen sind,
    nicht für alle jedenfalls.
    Aber es gibt auch Menschen die verstehen was ich mit meinen Beiträgen sagen möchte.

    Und im Grunde meine auch ich es sehr einfach.
    Weil jeder Mensch im Grunde genau weiß was er zu tun hat und hätte, es dennoch nicht tut. Aus seinen ihm eigenen Gründen. Die befürchtete Bauchlandung wird man dennoch machen, weil man ja genau dahin steuert, in dem unbewußt
    denkt und handelt.

  • Wanda Müller(Sonntag, 25. November 2012 02:22)

    Hallo Gerd,

    Deine Worte über den Zustand der derzeitigen politischen Gegebenheiten decken sich mit meinen Wahrnehmungen. Einer der Lügen verbreitet, ist ganz einfach auf klarem Deutsch ein Lügner. Ich habe nur noch kein Wort gefunden für jemanden, der Lügen zum eigenen Vorteil verbreitet, wie man diesen nennen kann.

    Alle Volksvertreter haben einen Eid geleistet. Zur Erfüllung ihres Eides erhalten sie eine gute Entlohnung auch von meinem Geld, meinen Steuern. Das ist ihnen aber mitnichten genug. Es ist ganz einfach nur ihre Portokasse mit dem Bonus einer gesicherten Altersversorgung.

    Die großen Beträge erhalten sie aber für ihre Lobbytätigkeit und für ihre „Neben“tätigkeiten. Dazu suhlen sie sich in ihrer parlamentarischen Immunität, ein Freibrief für fast jede Schandtat. Die Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit eines Parlaments gehen wie eine Sturzflut dem Bach hinunter. Dazu besitzen sie noch die Unverfrorenheit, dass ich den hinterlassenen Dreck, nachdem das Wasser verschwunden ist, noch wegmachen soll.

    Und das muss man mit klaren Worten benennen dürfen, ja sogar müssen. Wie gerne würden diese es sehen, wenn wir, deren Auftrag-, Arbeit- und Geldgeber in erster Instanz, uns nur an Appellen an deren Moral aufhalten würden. Sie gehen ins stille Stübchen, so mancher Unverfrorene sogar in den großen Saal, hauen sich ob meiner Langmut (dies offiziell für die empfindlichen Gemüter; unter Ihresgleiches sprechen sie von meiner Dummheit) vor Lachen auf ihre Schenkel.

    Es mag sein, dass es noch einige wenige gibt, die wirklich nur ihre Arbeit als Abgeordneter machen und dies bestimmt auch gut. Nur diese werden von den Bestimmern in allen Parteien rasiert und das nicht mit einem kleinen hübschen Braun, sondern mit einem kräftigen Rasenmäher. Wenn der Rasierte es bis hierher nicht kapiert hat, wohin der Hase zu laufen hat, bekommt der den Mähdrescher zu spüren. Und derjenige, der die Mechanismen immer noch nicht verinnerlicht hat, erhält die Mistforke. Nein, nein nicht zum Ausmisten, zum Arbeiten an der Basis der politischen Versager.

    Und all diese Erscheinungen gehen querbeet durch alle politischen Institutionen, egal, ob sie uns regieren oder in der Opposition sitzen. Zur Machterhaltung und zur Mehrung ihres Bankkontos ist denen kein Mittel zu schade.

    Wo ist nun aber das Regulativ?

  • Gerd(Samstag, 24. November 2012 23:32)

    Liebe Gertrud,
    Sie haben mir am 18.11. ja eine sehr ausführliche Antwort bei Günther Jauch unter #115 und #117 auf meinen Beitrag geschrieben. Vielen Dank dafür.

    Erst jetzt habe ich Zeit gefunden, Ihnen zu antworten.

    Sehr genau lese ich Ihre Beiträge und muss gestehen, dass mir oftmals beim ersten Lesen nicht klar ist, was Sie meinen.

    Dass Sie immer wieder dazu auffordern, alles positiv zu sehen, jeden Gauner nicht nach dem zu verurteilen was er Böses getan hat, sondern nach seinem klitzekleinen, eventuell noch vorhandenem gutem Kern, dürfte mittlerweile jeder von uns kapiert haben.

    Sie schreiben: „Was ich damit meine ist, daß man die gesellschaftlichen Strukturen die herrschen wieder ändern sollte und auch muß. Von innen durch die Menschen dieser Gesellschaft. Nicht alleine nur von dort wo es von erwartet wird. Und wo jeder einzelne ein Stück mit beitragen kann.“

    Was meinen Sie denn, wie man das erreichen kann? Meinen sie, dass die Initiative von Blogschreibern ausgehen sollte oder dass in der Öffentlichkeit stehende Personen eher als Vorbilder geeignet sind?
    Nur was sind das für erbärmliche Vorbilder in Berlin die nur ihr eigenes Wohl und das ihrer Klientel aus Wirtschaft, Industrie und Banken im Blickfeld haben?
    Sehen Sie das denn gar nicht?
    Und wenn doch, meinen Sie die Damen und Herren Raffkes lassen sich von missionarischen Schreiben beeindrucken oder wollen Sie an ihre, wohl mitlerweile schwarze, Seele appellieren?

    Große Vorbilder sind äußerst selten. Mahatma Ghandi, Mutter Teresa, Martin Luther King, um nur einige zu nennen, sind zwar weltweit anerkannt, aber im Grunde haben sie keine gravierenden Veränderungen bewirkt. Sie werden als Vorbilder genannt aber fast alle Länder der Welt werden immer noch von geld- und macht-geilen Marionetten regiert.
    Selbst die katholische Kirche bekennt sich neuerdings zum Mammon und verteilt in Deutschland Sakramente nur noch an Kirchensteuerzahler.
    Jesus würde sich wohl im Grabe rumdrehen wenn er noch drin läge.

    Sie schreiben: „Ein Mensch der friedlich in sich ist und lebt, lieber Gerd, wird Frieden verbreiten und Unfrieden mit Sicherheit keinen Raum geben. Streit und anderes was Menschen im übrigen auch krank macht nicht saen. Weil er um vieles weiß.“

    Es mag ja sein, dass es so ist. Dass Streit krank machen kann weiß ich auch sehr gut aber mein Verbreitungsgebiet ist ziemlich begrenzt und tagsüber, beruflich, verlangen meine Kunden klare Aussagen und keine friedensstiftenden Maßnahmen.

    Sie schreiben: „Es geht nicht nur darum Frieden zu wollen, sondern ihn aktiv zu leben und zu schaffen, als erstes im eigenen Umfeld für mein Empfinden.“

    Wie wollen Sie Frieden leben, wenn es Menschen gibt, die das nicht wollen, denen es Spass macht andere zu ärgern? Die es sogar auf deren Eigentum abgesehen haben und es sich in nächtlichen Aktionen unerlaubt aneignen?

    Genauso wie bei GJ und AW immer wieder persönliche Anfeindungen auftauchen, genauso wird das immer dort geschehen, wo Menschen sind.

    Ich will nicht behaupten, dass ich etwas besser mache.
    Ich bin nur der Meinung, dass es keinen Zweck hat, irgendetwas zu beschönigen oder um den heissen Brei rumzureden oder zu schreiben.

    Ich meine es sollte Klartext sein, Dinge mit einfachen Worten so benennen wie sie sind und nicht diplomatisch verklausulieren. Jeder soll es verstehen.

    Warum soll man Politikerdarsteller nicht verlogen nennen, wenn sie zum Stimmenfang das Blaue vom Himmel versprechen und sich nach der Wahl an nichts erinnern können?

    Warum soll man einen Baron nicht Fälscher oder Betrüger nennen, wenn er sich erwiesenermassen einen Doktortitel zusammenkopiert hat und vor Fernsehkameras die ganze Nation belügt?

    Warum soll man einen Bundespräsidenten nicht Lügner und Betrüger nennen, wenn er aus persönlichen Gründen jedem Schnäppchen hinterher gejagd ist, dabei seine eigenen Vorschriften nicht eingehalten, und sich auch noch um Kopf und Kragen gelogen hat?

    Man kann das beinahe endlos fortsetzen, man findet viele solcher Leute, die glauben sie seien aufgrund ihrer Stellung was Besseres, sie könnten sich das erlauben.

    Soll man solche Vergehen bei „höhergestellten Personen“ einfach übersehen wofür jeder normale Bürger schlimmstenfalls in den Knast geht, mindestens eine Geldstrafe bekommt?

    Was bekommt unser Schnäppchenjäger?
    Einen exorbitantes Schnäppchen, genannt „Ehrensold“! Was für eine „Ehre“!

    Finden Sie das gut, angesichts der Rentenhöhe eines normalen Arbeiters/Angestellten? Am meisten nervt mich in solchem Zusammenhang der Spruch: „… der werfe den ersten Stein“ von Zeitgenossen die meinen, einen Prominenten nur nach Sympathie beurteilen zu müssen.

    Liebe Gertrud, in unserer Art die Dinge zu sehen werden wir nicht zusammenkommen.

    Ich versuche nicht zu beleidigen, möglichst nicht herabzuwürdigen, keinesfalls was Unwahres zu berichten, doch ich meine, was gesagt werden muss, muss auch knallhart gesagt werden dürfen, möglichst ohne Fremdwörter und Bildung vorgaukelnder Zitate – einfach auf deutsch.

  • Wanda Müller(Mittwoch, 21. November 2012 00:26)

    Mich beunruhigt die Situation im Nahen Osten. Einem Gebiet, wo drei große Weltreligionen mit ihren vielen Ablegern auf engstem Raum, einigen Quadratkilometern, auskommen müssen. Einem Gebiet, das seit Jahrzehnten nicht zur Ruhe kommt.

    Niemand kann sagen, der oder der hat Schuld, dass wir heute wieder einmal am Rande eines Weltenbrandes stehen. „Schuld“ haben meines Erachtens alle kriegsführenden Seiten.

    Die Menschen sind dort zu Spielbällen der verschiedensten Interessen und deren Vertretern geworden. Und wer da meint, es geht um die einzelnen Religionen, der irrt gewaltig. Es geht ganz einfach um Macht, um Vorherrschaft, um Geld. Die Religionsfabel ist nur etwas für den kleinen Mann, der für die Reichen und Mächtigen die Kastanien aus dem Feuer holen soll, gedacht.

    In diesem Zusammenhang frage ich mich allen Ernstes, ob die Menschen dort überhaupt in der Lage sein werden, einer geregelten und friedlichen Arbeit nachgehen zu können, denn seit Generationen kennen sie nur Krieg.

    Wir in Europa stehen dabei außen vor? Nein, wir mischen kräftig mit. Mit unserer Waffenindustrie, mit unseren anderen wirtschaftlichen Interessen.

    Wann wird es dort Frieden geben? Ist dies überhaupt möglich? Ich bin da sehr skeptisch.

  • fritz 30(Sonntag, 11. November 2012 10:05)

    Klaus Förster
    (Donnerstag, 08. November 2012 23:27)
    Hallo, Klaus,
    gemäß des Ausspruches:"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es"
    Danke für den Link.
    M.f.G.
    fritz

  • Gertrud(Freitag, 09. November 2012 10:11)

    Gerd,
    Ihnen erst mal Danke für die Übermittlung des Beitrages von Walter Neumann an mich.

    Lieber Walter Neumann,

    Vielen lieben Dank für Ihre Antwort. Ich glaube ein wenig habe ich Sie wirklich mißverstanden. Um so mehr freue ich mich Sie nun hier zu lesen,
    weil ich Ihre Auffassung diesbezüglich teile. Und bin mehr als froh zu lesen, daß es nicht Ihre persönliche Meinung dazu ist. Ich habe es aber nicht anders erwartet. Und
    Sie wissen, daß ich Ihre Beiträge sehr sehr schätze.

    Auch ich schreibe zuweilen über das was ich sehe und verbinde dies. Ich denke es geht nicht nur Ihnen und mir so. Was ich sehe gefällt mir nicht. Und so versuche ich in meinem Rahmen es anders zu halten und zu ändern. Es war einmal anders und aus dieser Erkenntnis heraus bewußt, das Unverständnis so manchen Mitmenschens erfahrend, weil er nicht versteht, bis er es vielleicht selbst verstehen lernt.

    Die ständige Zustandsbeschreibung kann nur hilfreich sein, mit entsprechendem Wort so daß Menschen verstehen. Und das haben Sie und das freut mich.

    In einem bin ich allerdings, was Ihren Beitrag hier an mich betrifft. anderer Auffassung. Es ist das sich anpassen der Unternehmen an die Gegebenheiten, der Menschen an die Umstände Ich sehe es so, daß sie erst den Bach runtergehen, mal so ausgedrückt wenn sie sich dem allgemeinen Trend anpassen. Sich nicht mehr anständig verhalten. Sie erfahren letztlich dann die Folgen desselben. Es ist der falsche Weg. Und den Menschen ergeht es ähnlich.

    Die Menschen haben sich verändert, aber sie können es auch wieder andersherum.
    Deshalb sind wir alle so wichtig, nicht nur Politiker und Unternehmen, sondern jeder einzelne in seinem Verhalten.

    Ansonsten stimmen wir überein.
    Ich denke wir haben noch Zeit, wichtig ist wie man etwas tut.
    Aber nicht nur die Politik ist wichtig, sondern jeder einzelne Mensch der nicht minder bewirken kann und könnte, wenn er sich bewußt ist oder wird.

    Ganz lieben Gruß Ihnen

    Und Ihnen wie allen anderen hier ein schönes Wochenende.

    Ich möchte es mal an eigenem Beispiel festmachen. Wenn ich zu eigenen Gunsten auf Kosten anderer handelte, machte ich sehr oft eine Bauchlandung, wenn ich es andersherum tat nie.

  • Gertrud(Freitag, 09. November 2012 09:56)

    Hallo Klaus Förster,
    Danke, ja es stimmt.
    Streit hat noch selten gutes gebracht. Im Gegenteil.
    LG

  • Klaus Förster(Donnerstag, 08. November 2012 23:27)

    Hallo liebe Mitstreiter,

    hier ist euere aktive Teilnahme erwünscht:

    http://politischer-streik.de/
    +++++++++++++++++++++++

    Nachträglich möchte ich mich für die konstruktiven und guten Beiträge von Heiner ( Experte), Gertrud mit Herz etc. bei GJ bedanken.

    Überlest doch einfach einige Beiträge,Ignorieren ist manchmal besser als Streit.

    Beste Grüße an Alle

  • Gerd i.A. von Walter Neumann(Donnerstag, 08. November 2012 22:08)

    Liebe Gertrud.

    Sie haben mich, wie mir scheint, missverstanden. Ich habe im GJ-Blog dies so beschrieben als heutiger Zustand und Einstellung von Entscheidungsträgern.



    Ob Sie dies nun für gut und richtig befinden oder dieses Gedankengut ablehnen, ändert nichts daran, dass unsere Politiker die Steigbügelhalter der Wirtschaft sind und die Gesetze so festschreiben, dass alle diese Möglichkeiten auch von der Wirtschaft ausgenutzt werden können. Wer da dann nicht mitmacht, ist selber schuld und bleibt notgedrungen auf der Strecke. Wer Möglichkeiten zur Steuerverkürzung oder zur Minderentlohnung oder zur Auslagerung nicht nutzt oder alle sonstigen Möglichkeiten als Firma nicht ausreizt, hat weniger Gewinn wie die Konkurrenz, die dies ungeniert macht. Diese kann sich dadurch preisliche Vorteile sichern und über die Konsumenten, welche den günstigsten Preis nur zu zahlen bereit sind, den ehrlichen und die Mitarbeiter leben lassenden Kaufmann, langsam aber sicher dahin bringen, seine Geschäftstätigkeit aufgeben zu müssen.



    Warum meinen Sie, dass es heute kaum noch einen ehrlichen Kaufmann alter Prägung geben kann? Die mussten dem sogenannten Raubtierkapitalismus Tribut zollen und sind weg vom Fenster. Heute gilt nicht mehr, ehrlich währt am längsten, heute gilt, wer ehrlich ist, ist dumm und sein Scheitern selber schuld!



    Diesen Zustand begrüße ich keineswegs, sondern habe ihn nur beschrieben. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, dies wieder umzukehren, in andere Bahnen zu lenken. Die erste Möglichkeit wäre, dass wir endlich einmal eine Regierung erhalten würden, die sich um das gesamte Volk kümmert und ehrlich die Möglichkeiten, welche noch vorhanden sind, auflistet und mit dem Umbau unserer nebulösen Gesetze zum Wohle aller anfängt. Doch wer sollte das sein? Da sehe ich nirgendwo eine Partei mit entsprechenden Führungspersönlichkeiten, welche dies überhaupt wollten, von Können ganz zu schweigen. Auch die Linken sehe ich nicht als die Heilsbringer dafür an. In der Opposition haben sie gut reden und bringen wirklich gute Vorschläge an. Aber da, wo sie in den Ländern mitregieren, machen sie alles mit. Auch die SPD redet heute so, als wenn sie etwas zugunsten des "Otto Normalverbrauchers" ändern wollten. Das wird aber leider nur vor der Wahl so sein, danach regierte dann ein Vortragsmillionär, dem seine eigenen Einkunftsmöglichkeiten wichtiger sind, wie die Allgemeinheit! Die SPD will doch nur an die Futtertröge!



    Die Merkel-CDU wird uns weiter auf ihrem Weg in die Europäische Union bringen und alles Schlechte kommt dann irgendwann nur von Brüssel und unsere Regierung kann allem nur alternativlos zustimmen, ist aber garantiert nicht schuld. Sie wollen ja wiedergewählt werden!



    Es bleibt als alternative Möglichkeit für uns Bürger nur noch übrig, andere, bessere Parteien zu wählen! Aber wo sind die? Ich sehe keine. Wenn ich die kleinkarierten Streitigkeiten der Piraten höre und lese, kann ich mich nur bedauern, diesen bei der NRW-Wahl meine Stimme gegeben zu haben. Erstmals seit 1982 hatte ich versucht, eine Partei zu wählen, von der ich hoffte, sie könnten in der heutigen Zeit angekommen sein und die sich bietenden Möglichkeiten zu einer offenen Demokratie zu ermöglichen. Pustekuchen. Streitereien untereinander, weil scheinbar der eine dem anderen nicht seinen Posten und damit das damit verbundene Geld gönnt.



    Aber es scheint, dass sich die Menschen alle verändert haben, nicht nur die Entscheider in Wirtschaft, Politik, Medien, sondern auch die Bürger. Und da wird der Ausspruch wohl leider wahr, wir haben die Regierung, die wir verdienen!



    Die meisten Menschen versuchen sich, mit den bestehenden Gegebenheiten zu arrangieren. Sie meckern nur über ihre Beeinträchtigungen, ob privat, beruflich oder durch die Politik. Sonst herrscht vor, sich zurückzuhalten, niemanden zu reizen, sich zu verstellen, alles ist bestens, keine Probleme, ich komme klar. Das ist oft wie das Rufen im Walde, wenn man Angst hat. Da wird ängstlich darauf geachtet, sich nicht in andere Angelegenheiten einzumischen, weil, es könnte einen ja sonst auch treffen.



    Hoffnung macht mir einzig, dass ich meine, es gibt langsam zwar, aber doch eine größer werdende Zahl Menschen, welche über den eigenen Tellerrand schauen und sich um mehr kümmern. Vielleicht sind es schon 10 %, aber es sind bei Weitem noch zu wenige. Wenn auch einige Tausend Leser bei Anne Will, Günther Jauch, haf, Presseclub und anderen Foren, sich äußern oder nur lesen, dann sind dies sogenannte Multiplikatoren, die diese Ansichten auch in die eigene Umgebung transportieren. Vielleicht, hoffentlich, nimmt diese Zahl stetig zu und dann wäre irgendwann eine Möglichkeit gegeben, über die Politik etwas zu ändern.



    Ob uns allerdings die Zeit dazu bleibt und es so kommt, steht in den Sternen.



    Freundliche Grüße Ihnen und allen Mitforisten hier bei Wanda Müller

    Walter Neumann

  • Gertrud(Dienstag, 06. November 2012 20:52)

    Das GJ Forum war schon geschlossen, deswegen möchte ich hier gerne antworten.

    Hallo Fritz 30,
    Zu Deinem Beitrag bei GJ 480.

    Es ist meine Einschätzung seit über 20 Jahren, die ich in der Richtung habe. Und die ich auch nicht so toll finde. Es geht vieles im Leben nach Sympathie oder Antipathie und nach Gefälligkeiten, es ist nicht der richtige Weg wie ich finde.
    LG

    Lieber Walter Neumann,

    Zu Ihrem Beitrag. Dem kann und mag ich mich nicht anschließen. Tut mir leid. So wird sich nie etwas ändern, wenn das eine aus dem anderen resultiert und man den Kreislauf nicht unterbricht.
    Dem was Sie schreiben vermag ich mich nicht anzuschließen. Ich sehe es anders. Es ist zu einfach nur bestimmten Menschen die Dinge in die Schuhe zu schieben, sie verantwortlich zu machen.
    Sie haben eine und nutzen sie sicher nicht wie es sein sollte.
    Aber wir als erwachsene Mitmenschen haben eine Mitverantwortung und auch eine menschliche Pflicht.
    Wenn es schon besch... Gesetze gibt, muß man nicht tun, weil es diese gibt. Sonst wäre jede Diskussion umsonst. Ad absurdum sozusagen aus meiner Sicht.
    Menschen halten sich inzwischen leider nicht mehr an diese geltenden und bestehenden Gesetze an anders auch nicht unbedingt. In beiden Richtungen und somit sie sich dieses herausnehmen, besteht aus meiner Sicht die Pflicht wenn andere Menschen schaden, muß ich mich noch lange nicht daran beteiligen.
    Denn wenn es alle tun,
    kann man sich ausmalen und denken wo es hinführen kann. Es ist das was viele beklagen, heute, aber solche Argumentation halte ich nicht für den richtigen Weg.
    Weder für uns noch unsere Mitmenschen. Das Bild dieser Gesellschaft ist selbstredend und so sollte es nicht sein. Krankheiten und Zu- und Umstände und die vielen Zuschriften in den Blogs sprechen da für sich. Man muß sehen, wo man das eigene Verhalten bessern kann und ändern,
    nicht mithalten.
    Frdl. Gruß

  • Gertrud(Dienstag, 06. November 2012 14:19)

    Herbst hat geantwortet.

    Lieber Heiner Klein,
    ich möchte noch zum Ausdruck bringen, daß es mir leid, was bei GJ mal wieder gelaufen ist. Ich konnte es kaum glauben, als ich las.

    Es macht manchmal keine Freude zu lesen, ehrlich gestanden.

    Ich habe noch mal geantwortet und ich hoffe die Redaktion gibt meinen Beitrag frei.

    Den Beitrag von Herbst habe ich um die Zeilen gekürzt, den kann jeder selbst nachlesen wenn er möchte.

    Hier mein Beitrag an Herbst

    [QUOTE=Herbst;172931]ich freue mich, dass du auch dort in unserer “Plauderecke“ mitliest! ...
    Kaspar Herbst[/QUOTE]

    Ich lese dort nicht..

    Es hat mich aber interessiert, was dort zu lesen ist. Von Dir eben als Kaspar. Ich mag im übrigen verschiedene Nick-Namen absolut nicht.
    Entweder oder. Und es unterscheidet sich für mein Empfinden sehr, von dem was du hier schreibst und auch anderswo.

    Diese Plauderecke entspricht nicht meinem Stil und ebenso wenig meinem Niveau. Es ist nur traurig zu lesen was ich dort las und ich bin entsetzt. Mehr nicht. Das wollte ich zum Ausdruck bringen. Und ich danke, daß die Redaktion mir Gelegenheit gab und gibt mich zu äußern. Und mit diesem Beitrag werde ich es damit bewenden lassen.

    Ansonsten bin ich der Meinung, gewisses gehört nicht in öffentliche Foren. Schon gar nicht die Äusserungen über andere in ein Drittes, besonders nicht wenn sie nicht besonders schön sind. Sie mögen Deinem entsprechen. Aber Sie hinterlassen leider schon bitteren Nachgeschmack, weil man Dich aus AW ganz anders kennt. Und das bedaure ich, einen Menschen zu schätzen und dann zu sehen,
    was ist. Deine Bemerkung über Löwenmaul war mehr als beleidigend.
    Und wenn ich denke was hier abgegangen ist, tut es mir für die itschreiber leid. Und ich hoffe sehr, daß alle die Disziplin aufbringen, persönliche Animositäten, nur weil uns eine andere Meinung oder der Mensch nicht (mehr) entspricht außen vorzulassen.
    --------

    Ich habe Herbst als eine ganz andere im AW Forum kennengelernt und diese Seite zu sehen, freut mich nicht.

    Aber das wird es dann auch von mir zu diesem Thema gewesen sein. Ich möchte
    kein Unbehagen verursachen.
    Wollte nur klarstellen,
    was ich nicht glauben konnte.

  • Gertrud(Montag, 05. November 2012 08:49)

    Liebe Mitforisten,
    sicher hat der eine oder andere gestern bei GJ gelesen. So unter anderem div. Beiträge Herbst u.a. betreffend.

    Ich habe heute morgen mich noch mal bei GJ so geäußert. An Wolf und auf Wolfs Beitrag. Ich weiß allerdings nicht ob er freigeschaltet werden wird.
    Deshalb hoffe ich Wanda stellt ihn hier ein.

    Weil ich gestern einen Beitrag im haz forum fand
    der mich erschüttert hat ehrlich gestanden und wo ich mich frage geht es noch?

    [QUOTE=wolf;172313]...
    Zumal gerade von Ihnen das Argument stammt, persönliche Befindlichkeiten und Fehden haben nichts in diesen Themenforen zu suchen.[/QUOTE]

    Zu Ihrem Beitrag noch ein Nachtrag.
    Ich stimmte Ihnen gestern zu. Inzwischen las ich in einem anderen Forum einen Beitrag dazu, und ich frage mich ob unschöne Äusserungen über Menschen. die in diesem Blog und bei AW schreiben, in ein anderes Forum gehören? Und dort lächerlich gemacht werden, wo ich dachte geht es eigentlich noch. Ich finde nein. Auch ich bin der Auffassung private und persönliche Unstimmigkeiten
    gehören nicht in ein öffentliches Forum.
    Es gehört viel Disziplin dazu nicht auf negative Reden und Aussagen anderer zu reagieren.

    Es gehört auch viel dazu nicht sofort auf negatives insgesamt zu reagieren. So auch bei diesem Thema. Die Entrüstung ist da.
    Wichtig wäre Veränderung die jeder einzelne mit seinem Verhalten ein bisschen auf jeden Fall bewirken kann.
    Jedenfalls war ich über das was ich von Herbst in bezug auf Löwenmaul las, sehr entsetzt.

    Ich hoffe, daß der eine oder andere den Weg hier zu lesen findet.

    Und ich hoffe sehr,
    daß es ein Ende nehmen
    wird, persönliches über die öffentlichen Foren auszutragen, weil es nichts schönes hinterläßt.

    Liebe Grüße
    und einen guten Start in die Woche

  • Wanda Müller(Sonntag, 04. November 2012 15:46)

    Lieber Gerd,

    Deine Geschichte über das Kreditgeschäft ist nicht nur sehr amüsant zu lesen, sondern derart einfach in seinen Mechanismen von Dir dargestellt. Ich bin voller Erwartung auf Deinen nächsten Coup.

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Donnerstag, 01. November 2012 19:25)

    Werte Mitforisten/foristinnen,

    hier nur kurz ein Programm-hinweis:

    Heute 22,15 Uhr "Maybrit Illner " Thema: " Ich schlag Dich tot....."

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Dienstag, 30. Oktober 2012 19:24)

    Werter Ralf Nietzschmann,
    grundsätzlich gebe ich Ihnen Recht und teile Ihre Meinung, was die Beurteilungskriterien anderer Menschen angeht.

    Auch ich kehre lieber vor meiner eigenen Tür als vor der von anderen!

    Doch manchmal ist es leider so, dass man das auch mal "vor anderen Türen" tun muss, wenn Diffamierungen, Verleumdungen etc. ins "Spiel" kommen!!

    Deswegen habe ich es mir in diesem konkreten Fall erlaubt darauf einzugehen,
    weil ich 1. aufgrund einigen "Hintergrundwissens" und 2. bereits erfolgter "öffentlicher"
    Diskreditierungen von WANDA,Melanie HH.,Christa, Gertrud etc. dieses nicht
    akzeptieren kann. Vor allem öffentlich nicht!

    Im besagten Beitrag habe ich auch nicht den Vergleich RAF - NSU kritisiert, sondern vielmehr den zum wiederholten Male versuchten " Nackenschlag"
    in hinterhältiger Form gegenüber WANDA u.a.

    Nicht wegschauen, nicht ducken ist angebrachter und eine meiner Devisen, als "alles über sich/andere ergehen" lassen zu müssen. In der Politik und anderen gesellschaftlichen "Räumen"
    tun wir es doch auch!

    Wie Sie ja auch richtigerweise schreiben, erfährt davon insbesondere eine breite Öffentlichkeit!! Einem Wolf im " Schafspelz " traue ich immer noch nicht!!

    Ich habe es mir angewöhnt, aufgrund meiner langjährigen Tätigkeit, den "Menschen" ganzheitlich zu beurteilen, nämlich nach seinen Inhalten aber auch nach seinem Charakter ( Aussehen weniger )!

    Natürlich haben wir Menschen alle unsere Fehler und "Macken", doch darunter muss man nicht seine Mitmenschen "leiden" lassen.
    Wer etwas zu sagen hat, soll es "offen und ehrlich" tun!

    Ein "offenes" Wort am richtigen Platz und zur richtigen Zeit hilft, erfahrungsgemäß aus meiner Sicht, mehr als " tausend Worte" hinter "hohler Hand"etc.!

    Genausogut, werter Ralf Nietzschmann, wie Sie mich hier " lobend" erwähnen, könnten Sie aber auch "offene Kritik " üben, wenn Sie dann ehrlich und sachlich ist, die ich - wenn auch widerwillig - akzeptieren würde. Doch wer wird schon geerne kritisiert?

    Dazu stehe ich und glaube, Sie auch!

    Vielen Dank für die "Blumen" und Ihnen und allen anderen hier noch einen schönen Abend.
    Lesen wir uns bei AW, oder?

  • Ralf Nietzschmann(Dienstag, 30. Oktober 2012 14:11)

    Hallo Heiner Klein,

    ich bedanke mich für ihren Replik zu meinen Beitrag.
    Ich muss aber doch einiges relativieren.
    Bezogen auf das Forum, meinte ich unabhängig wer welchen Beitrag geschrieben hat, tatsächlich die Frage nach dem Nutzen eines solchen Forums.
    Im Nachhinein sehe ich doch eher eine gewisse Tendenz von Foristen/innen, die mir nicht als Stammforisten/innen bisher aufgefallen sind, zur Verharmlosung der rechten Gewalt. Sie starten ein Ablenkungsmanöver, indem sofort, auf auch nicht zu duldende Taten bestimmter Mitbürger mit Migrantenhintergrund verwiesen wird.
    Das war aber nicht das Thema und es ist schon beängstigend, wie auch im Forum die rechte Szene verharmlost dargestellt wird.
    Nun schreiben sie hier über eine bestimmte Foristin und vertreten ihre Meinung zu dieser.
    Das ist natürlich ihr gutes Recht.
    Ich persönlich beurteile Beiträge von Foristen/ innen grundsätzlich nur sachbezogen.
    Ihre Beträge unter #193,198,304,310 finden meine volle Zustimmung und betrachte diese mit als beste im Forum.
    Genau so finde ich Übereinstimmung mit #369 Herbst zum Vergleich RAF NSU.
    Wenn Herbst schreibt, dass sie der Auffassung ist vom Verfassungsschutz beobachtet zu werden, schließe ich auch das nicht aus. Mehrfach hat sie in den Foren berichtet, welche politischer Aktivitäten sie in der Vergangenheit durchgeführt hat. Grundsätzlich glaube ich das, denn wo kämen wir den hin, wenn wir als Foristen alles anzweifeln würden.
    Ich bin der festen Überzeugung, dass unsere Beiträge in den Foren Jauch/Will mit Sicherheit nicht nur von anderen Foristen/innen gelesen wird . Ich weiß wovon ich schreibe, denn ich kenne Überwachung zur Genüge aus der DDR.
    Ich bin mir auch sicher, dass meine Freunde/innen auf Grund unserer Aktivitäten genau wie früher, auch heute beobachtet werden.
    Deutlich möchte ich noch mal zum Ausdruck bringen, dass ich jegliche persönlichen Befindlichkeiten einzelner Foristen/innen nicht kommentieren werde.
    Ich glaube und das habe ich schon mal zum Ausdruck gebracht, persönliche Dissonanzen sind von Außenstehenden niemals objektiv zu beurteilen.
    Vordergründig sehe ich durchaus auch kontroverse Diskussionen, aber nur auf die jeweilige Sache bezogen, sonst kann man ganz schnell sich aufs Glatteis begeben und empfindlich ausrutschen.
    Nutzen wir lieber die Möglichkeit einer Diskussion die uns auch diese HP bietet und tauschen unsere Meinungen auf die besagten Sachthemen aus.
    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf Nietzschmann der Erste Karl

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Montag, 29. Oktober 2012 20:34)

    Liebe Freunde hier im Blog,

    vielen Dank, dass man meinen "Aufruf" zur Kenntnis genommen hat.

    Gerd, Ihren Beitrag habe ich gelesen, jedoch einfach so ausgeblendet, während ich meinen Beitrag schrieb. Sorry!

    Was Sie, Erster Karl - Ralf Nietzschmann - geschrieben habe, empfinde ich auch so.

    Eben, weil viele Beiträge in den bekannten Foren so
    " indiskutabel " sind, liegt mir persönlich an unserer gemeinsamen Kommunikation auf einem guten Niveau!!

    " Wer Hass sät, wird Hass ernten " so habe ich in einem meiner Beiträge gechrieben.

    Wenn das dann auch noch von einer Mitforistin "wörtlich" genommen wird, dann darf man sich nicht wundern; gleichzeitig aber teilt "sie" dem Forum "vollmundig" mit, dass ausgerechnet "sie" vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Lesen Sie dazu den Beitrag von "Herbst"
    @ 369 im GJ - Forum und stellen schnell fest, wes " Geistes Kind" diese Person ist!

    Dieser Angriff galt und gilt ausschließlich unserer WANDA Müller, die dieser Person in jeder Hinsicht auf die " Schliche" gekommen und in aallen Belangen überlegen ist, reagiert "sie " so!

    Es ist einfach nur " Hass",
    den "sie" WANDA und anderen Foristinnen hier, entgegenschleudert!

    Da muss man sich doch wirklich allen Ernstes fragen, was diese " Person" eigentlich in einem solchen Forum sucht oder will!!?

    Mehr als interessant machen ist da nicht, denn wer aufmerksam die Beiträge von " Herbst" verfolgt, wird schnell erkennen können, dass zu jedem Thema immer wieder eine von ihr " erlebte" Geschichte herhalten muss!

    Dass derartiges Verhalten natürlich immer mehr qualifizierte, fundierte und sachliche Beitragsschreiber resignieren, kann ich verstehen.

    Was intreressieren " Hähnchenschenkel in irgendeiner Sauce" die Blogger?

    Klar überlegt man sich dann natürlich, ob man weiterhin "mitschreiben" will oder nicht! Mir geht es ähnlich, doch mein Bestreben etwas zu lernen oder aber auch mitteilen zu können, hat mich bislang
    noch bei der " Stange " gehalten. Ich glaube da kann man hier "offener, sachlicher und fundierter " diskutieren, so dass man daran auch weiterhin " Spass" haben kann!!

    Ich grüße herzlichst und hoffe, dass wir uns auch weiterhin lesen werden!
    Heiner Klein alias Löwenmaul!

  • Gertrud(Montag, 29. Oktober 2012 19:07)

    Hallo liebe Christa,

    vielen Dank für Ihren Beitrag an mich.
    Möchte kurz antworten.
    Sie haben recht mit dem was Sie schreiben, an mich.
    Ich denke jedoch, man darf gewisses nicht vergessen
    und ruhig auch auf Gutes und sinnvoller von früher hinweisen. Denn ohne Vergangenheit sowohl als auch keine Zukunft und es war nicht alles nur schlimm und schlecht.
    Es ist wichtig. Für uns alle finde ich. Nur, daß ich heute manches heftiger empfinde, ehrlich gestanden. Nicht im Verhältnis mehr zueinander stehend. Und wenn man die Unterschiede weiß, denke ich ist auch dieses wichtig.

    Mit den Foren. Was ich da manchmal lese, diese geballte Wut die zum Ausdruck kommt, denke ich hat es in sich.
    Und dann frage ich mich so einiges, wem es dient und was es hinterlassen und bewirken soll.

    Ja der Ton macht die Musik
    und anderes auch. Auch die jungen Menschen müssen sich finden, das stimmt.
    Aber manchmal auch mit Hilfe der älteren. So wie es heute ist, nimmt die Zeit aus meiner Sicht manchmal beiden Mut und das finde ich nicht gut,
    und von daher liegt mir einiges schon am Herzen,
    auch die Frage wie gehen
    wir mit den Dingen und alle miteinander um.
    Und das ist heute teils sehr heftig wenig Mut machend, manchmal zumindest.

    Ich finde Menschen können und sollen Mut machen, und einander Freude bereiten, erklären, aufklären und vieles mehr, aber immer so daß es hoffnungsvoll ist.

    Gerade heute haben viele Angst um ihre Zukunft, um ihr Leben, um ihre Enkel um ihre Kinder, wie alles gehen und weiter gehen soll.

    Die Angst darf erst gar nicht aufkommen, nicht in dem Maße, daß sie lähmend ist und wirkt. Nicht in dem Sinne, daß Menschen vieles als sinnlos empfinden. Das wäre schade,
    ansonsten denke ich, so ganz weit auseinander sind wir in manchen Dingen vielleicht nicht.

    Lieben Gruß

    Auch an alle in der Runde.
    Und noch eine schöne Woche

  • Melanie HH(Montag, 29. Oktober 2012 17:11)

    Liebe Marie Luise Müller,

    ich lach mich schlapp. Haben Sie das bei Günther Jauch gelesen? Jetzt hat Sie es auch erwischt. Ja, ja, der Herbst ist immer wieder erstaunlich, was er so hervor bringt. Mich ereilte es und auch Christa vor einiger Zeit, das man mich (uns) für Nostradamus hielt. Was der Duktus (ich mußte das Wort erst einmal googeln, :-) )von Snoopy mit Ihrem zu tun hat, bleibt das Geheimnis der dritten Jahreszeit. Ich mache mir gleich vor Lachen in die Hose. Was Bio-Hähnchenschenkel alles so bewirken. Sorry, aber diese Frau wird nicht vom Verfassungsschutz verfolgt, sondern von sich selber.

  • Christa(Montag, 29. Oktober 2012 16:21)

    Hallo liebe Wanda,

    danke für Ihre Ausführungen(25.10.)

    Ich stelle immer wieder fest, dass wir die gleiche Beurteilung über die Zustände in der DDR und vielleicht ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

    Aus seiner Sicht hat fritz schon auch irgendwie Recht. Die mit dem Studium verbundene Gehirnwäsche hat bei mir (uns) nicht gewirkt und daher war es in den Augen der linken Ideologen eine Fehlinvestition. Als wenn alle DDR-Bürger, die studiert haben, überzeugte Marxisten geworden wären! Bei mir und vielen meiner Kommilitonen war das Fach Marxismus-Leninismus das unbeliebteste Fach. Zwangsläufig lernt man im Studium auch das Denken und dann können diese Ideologien eben nicht überzeugen.

    Behauptet auch die „herrschende Klasse“ heute und in der früheren BRD, dass das Studium für Studenten mit linker Gesinnung eine Fehlinvestition war? Auf solche Ideen kommen doch nur verbissene Ideologen und daran sieht man, wie weit sie von Freiheit, auch der Gedanken entfernt sind.

    Meinen herzlichen Glückwunsch übrigens zu der „herbstlichen“ Bemerkung zu ihrer viel beachteten eigenen HP!


    Liebe Gertrud,

    wir sind hier quasi ein Ableger des AW-Blogs und haben mitunter extrem unterschiedliche Meinungen zu den Themen. Da werden auch mal klare Worte geschrieben. Jeder hat seinen eigenen Stil, der Eine kurz und knapp, der Andere lang ausschweifend. Aber nicht nur der Ton macht die Musik, sondern auch der Inhalt. Und bei dem geschriebenen Wort fehlt die Mimik und man erkennt manchmal nicht die Ironie oder Scherzhaftigkeit, die man im Gespräch bemerken würde. Manchmal ist es auch eine Frage des unterschiedlichen Humors.

    Ich lese hier oft, dass früher alles besser war. In unserer Jugend haben wir die Älteren immer belächelt, die sich so geäußert haben. Wahrscheinlich ist es wohl ein Naturgesetz, dass man ab einem bestimmten Alter so denkt. Aber ist es denn wirklich so?
    Wir waren früher alle viel jünger, hatten uns vielleicht um eine kleine eigene Familie zu kümmern und die großen Probleme der Welt standen nicht so im Vordergrund. Und einige bittere Erfahrungen, auf die wir gerne verzichtet hätten, haben wir damals auch noch nicht erlebt. Genauso wie gesundheitliche Probleme. Natürlich haben wir uns damals wohler und glücklicher gefühlt und so ist auch die Erinnerung daran.
    Heute haben wir viel mehr Zeit und informieren uns über das Geschehen, unter anderem in Internetforen. Wenn man dort liest, kann man wirklich trübsinnig werden und denken, wir leben im schlimmsten Land der Welt.

    Kürzlich habe ich über meine persönliche berufliche Situation berichtet. An dieser Stelle möchte ich mich bei Heiner Klein für seine Reaktion darauf bedanken. Und auch Sie schrieben, dass meine Geschichte Mut machen kann. Und genau das ist es, was wir brauchen. Die jungen Menschen müssen heute flexibel sein und da nützt es ihnen nichts, wenn man von vergangenen Zeiten schwärmt und die heutigen in den schwärzesten Farben malt. Ganz abgesehen davon, dass das eine subjektive Einschätzung ist. Auch früher und immer und überall bestimmen einige Menschen über andere und auch früher sind Menschen unverschuldet und ungewollt arbeitslos geworden.
    Keine Regierung kann für alle Menschen das Glück schmieden, nur die Voraussetzungen dafür schaffen, dass man das mit Eigeninitiative erreichen kann. Und wenn eine große soziale Hängematte auch gut gemeint ist, ist sie nicht der Weg zum Glück für unsere Gesellschaft. Aus eigener Erfahrung sehe ich das so und man kann mir wenigstens nicht zu Recht vorwerfen, dass ich „Wasser predige und Wein saufe“.

  • Ralf Nietzschmann(Montag, 29. Oktober 2012 14:27)

    Teil II
    Hallo Heiner Klein, hallo Leser/innen dieser HP


    Wenn ich für Campact tätig werde, dann sehen ich etwas praktisches. Menschen gehen auf die Straße und sorgen mit Protesten und Aktionen für mehr Aufsehen als Foren und dergleichen.
    Ich glaube, dass nur noch der Protest auf der Straße etwas bewegen kann. Wenn man die Entwicklungen in den sogenannten Südländern sieht, kann man sich vorstellen, dass es in D.bald auch so weit ist. Wir werden zu einer Arbeitslosenzahl kommen, die einfach zu tätigen Aktionen führen muss. Alleine in 65 Tagen verloren 189.098 Menschen ihre Arbeit, dabei handelt es sich keinesfalls um große Firmen, bei http://www.egon-w-kreutzer.de/ nachzulesen.

    Außerdem muss ich meine gesellschaftliche Arbeit und mein Zeitvolumen bündeln und versuchen die jüngeren Mitstreiter unseres Arbeitskreis zu motivieren .
    Da bin ich wieder beim Thema Frust, der Vorstufe zur Gewalt.
    Auf Wunsch der Volkssolidarität führten unsere jüngeren Mitstreiter einen Vortrag zur Strompreisentwicklung durch. Basis waren meine Ausarbeitungen dazu .
    Ziel war auch den überwiegend älteren Menschen behilflich zu sein , um gegebenfalls den Stromanbieter zu wechseln und natürlich einen solchen zu wählen, der nur EE anbietet und dabei natürlich preislich günstiger ist.
    Nun waren bei dieser Veranstaltung nicht nur Rentner/innen, sondern auch Leute aus prekären Verhältnissen.
    Wir mussten uns von diesen als grüne Schweine, euch müsste man die Fresse polieren, ihr Geldsäcke habt gut reden, wir brauchen euren Mist EE nicht usw. beschimpfen lassen.
    Einige meiner Freunde sagten mir dann spontan, nochmal tun wir uns das nicht an, sollen sie doch dumm bleiben.
    Genau solche Erscheinungen sind der gezielten Verdummung durch die gleichgeschalteten Medien unterstützt durch lobbyhörige Politiker geschuldet.
    Mein mittlerweile 78jähriger verwitweter Freund und Mitstreiter aus alten Zeiten, wohnt seit 45 Jahren in einem Neubaugebiet in Leipzig. Zu DDR Zeiten durchaus komfortable Wohnungen, nach der Wende modernisiert und mit 560 € noch bezahlbar. Er bekommt mit Witwerrente 1345 € und hat keine weiteren Einkünfte.
    Im Haus wohnen(hausen) immer mehr Leute, die auf Grund ihre Lebensbiographie abgeglitten , dem Alkohol verfallen sind, aber was viel schlimmer ist, junge Leute, die keine Perspektive haben und nun ihren Frust, der bis zu Gewaltszenen führt an ihrer Umgebung auslassen. Zielgruppe sind u.a. Menschen, wie mein Freund. Er wird als reicher Rentner beschimpft, lebt auf deren Kosten!!.
    Mein Freund wird nun aus seiner liebgewonnen Umgebung ausziehen, er hält das alles nicht mehr aus.
    Und noch ein letztes Beispiel.
    Unlängst fand in Leipzig das Derby Lok Leipzig vs RB Leipzig statt.
    Seitens sogenannter Anhänger von Lok wurden nach Spielschluss Zuschauer von RB regelrecht gejagt und verprügelt, sogar ein Rollstuhlfahrer erkennbar an einen RB Schal wurde tätlich angegriffen.
    Nun behaupten ja Insider der Leipziger Fußballszene, dass es dabei um bekannte rechtsextreme Chaoten handeln soll.
    Egal ob das stimmt, Fakt ist, dass die Gewalt in D. ständig zunimmt und das hat Ursachen.
    Wenn man diese nicht beseitigt, sehe ich für D. schwarz.
    Sendungen, wie Jauch am Sonntag, sind nach meiner Auffassung lediglich ein weitere Baustein dafür, Menschen gegeneinander aufzuhetzen und gezielt von den wahren Problemen abzulenken.
    Es passt genau ins Bild, dass wir kennen, Alt gegen Jung, Ost gegen West, Leiharbeiter und Mindestlohnempfänger gegen Harz IV.
    Schade ist nur, dass immer mehr Menschen das nicht erkennen wollen, oder solange von sich weisen, bis es auch sie betrifft. Damit meine ich nicht das Abgleiten in das Gewaltpotential, sondern in die Armut.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf Nietzschmann der Erste Karl

  • Ralf Nietzschmann(Montag, 29. Oktober 2012 14:25)

    Teil I

    Hallo Heiner Klein, hallo Leser/innen dieser HP,

    gerne beantworte ich Heiners Kleins Frage, warum ich mich im Forum bei Jauch nicht einbringen werde.
    Ich habe auf der HP http://politikparadox.blogspot.de/ von Gerd einen Kommentar eingestellt, der einige Gründe benennt.
    Nach der Sendung, die ich wiederum bezüglich des Niveaus nur unter großer Aufregung mir angeschaut habe, fühle ich mich bestärkt vorerst diese Sendung und auch das Forum zu meiden, Will könnte folgen.
    Rechtsextremismus, auch andere Gewaltanwendungen egal von wem, sind mit aller Entschiedenheit zu bekämpfen. Ich zweifle aber, ob es , egal mit welcher Regierung, hier in D. zu Veränderungen kommen kann. An erster Stelle sind die Ursachen dieser Tendenz schonungslos zu benennen.
    Solange, wie die soziale Schere immer weiter aufgeht, Perspektivlosigkeit die Oberhand gewinnt, ist es unmöglich solche Entwicklungen aufzuhalten, dazu kommen dilettantische Organe des Staatsapparates mit einen vollkommen überforderten Minister, der außerdem nur ein linkes Auge zum Sehen hat und das was er damit sieht, in seinen Gehirn vollkommen falsch verarbeitet wird.
    Ich möchte nach diesen Abschnitt auf ein sehr interessanten Beitrag hinweisen.
    http://www.wirtschaftundgesellschaft.de/?p=6220
    Beachtenswertes Interview mit Ursula Engelen-Kefer zum Sozialabbau in Deutschland und damit die Hauptursache o. g. Auswüchse.
    Zurück zur Sendung:
    Forist Paulus schreibt
    Überflüssiges Gequassel als Talk-Show getarnt
    Eine Sendung, nahe an der Klamotte. Eine Anmoderation die wirkte als leite GJ einen Untersuchungsausschuß der die „letzten Gründe“ für den Hass in der Nazi Szene herbei diskutieren könne. Ein bis zur Witzfigur„getarnter“ Undercover Agent, der alles war, nur nicht getarnt. Ein Innenminister in dessen Ressort Jahrzehnte vergehen bis auffällt, dass die unterstellten Behörden und Landesämter nur mangelhaft oder gar nicht ihre Ergebnisse austauschen. Dafür bittet der Minister wortreich für die unappetitliche Arbeit seiner Bediensteten um Verständnis…

    So albern und überflüssig können Talk-Shows sein …



    Genau so sehe ich die Sendung auch und gehe noch einen Schritt weiter und behaupte mit Jauch ist genau der Moderator gefunden wurden, der das ÖRF in die gewünschte Richtung Boulevard zu lenken hat.Gerade wird über Veränderungen der Talksendungen und deren Reduzierungen nachgedacht. Jauch steht natürlich schon im Vorfeld nicht zur Disposition. Warum wohl?
    Beschäftigen wir uns doch eigentlich in den Foren nicht nur mit uns selbst? Wer liest uns? Ich glaube schon, dass Foren ein Ablenkungsmanöver und Beschäftigung einiger weniger Menschen sind.
    Sind, bis auf ganz wenige Ausnahmen, Foristen in den Sendungen schon mal gehört wurden, ganz zu Schweigen von einer Teilnahme vor Ort?
    Fortsetzung im Teil II

  • Gerd(Sonntag, 28. Oktober 2012 23:30)

    Werter Heiner Klein,
    ich hatte schon bei Günther Jauch einen Beitrag geschrieben.
    Vielleicht schauen Sie mal unter #44, allerdings wieder mit der allgemeinen Politikerschelte.
    Aber auch wie so oft in letzter Zeit gerade bei GJ musste ich wieder etwas in meinem Blog veröffentlichen. Hier kann man mehr lesen: http://Politikparadox.blogspot.de

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Sonntag, 28. Oktober 2012 18:53)

    Liebe Freunde/Freundinnen hier auf Wandas HP,

    bin völlig überrascht, ja fast sprachlos, dass sich bisher noch niemand im GJ Forum zum dort anstehenden Thema eingeschaltet hat!

    Frage mich schon, weshalb
    so ein geringes Interesse zu bestehen scheint. Einzig
    " Gertrud" hat sich gemeldet. Ist ja auch ein heikles Thema, aber trotzdem....

    Ich meine allerdings gerade zum " Rechtsextremismus " wären wir alle gefragt.

    Sind doch die Hauptelemente
    rechtsextremistischer Ideologie Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus.

    Dabei kann es nicht um " Schuldzuweisungen " gehen, ob " rechts" oder " links " mehr oder weniger beteiligt waren oder nicht. Es geht um uns und unsere Kinder und Enkelkinder!

    Deren Anhänger sehen doch Fremde,
    Andersdenkende und Menschen, die nicht in ihr Weltbild passen, als Feinde an.

    Wer bei GJ mitgelesen hat, sieht wie unterschiedlich
    und vielfältig die Meinungen hier sind. Gerade
    dazu, so glaube ich, wären
    von Euch schon " Beiträge" aus den unterschiedlichsten Gründen angebracht.

    Neonazismus ist der Teil des Rechtsextremismus, der
    doch mit seinen politischen Vorstellungen auf die Ideologie des Nationalsozialismus zurückgreift, weil für die allermeisten Neonazis
    "Hitler" das bestimmende Vorbild ist.

    Neonazistische Organisationen knüpfen mit ihren Vorstellungen doch direkt an das nationalsozialistische Regime an. Das können wir doch nicht dulden!
    Andere rechtsextremistissche Organisationen wie Die Reps,die NPD u.a. distanzieren sich zwar mit Worten jedenfalls offiziell
    vom Nationalsozialismus ab, wobei dieses allerdings auf die NPD seit Jahren nicht mehr zutrifft.

    Und Rassismus wird heute, so meine Feststellung, als politischer Begriff sehr ungenau verwendet, obwohl er eigentlioch doch ein wesentlicher Begriff als Beispiel "Fremdenfeindlich-keit", ist.

    Drum meine ich, dass der Begriff Ausländerfeindlichkeit deswegen irgendwo in der Mitte dieser beiden Begriffe liegt bzw. liegen muss.

    Um Rechtsextremismus wirkungsvoll zu bekämpfen, ist nach meiner Auffassung
    eine "andere Politik" ( nicht unbedingt anderer Regierungen ) notwendig.

    Doch eine Politik, die nicht in " Ausländer" und "Deutsche" sortiert!

    Eine Politik, die bedingungslos für Chancengleicheit, soziale Gerechtigkeit und Toleranz eintritt.
    Unbedingt muss eine Politik notwendig sein, in der nicht nur von Solidarität gesprochen, sondern wo sie gelebt und auch in die Tat umgesetzt wird.

    Deswegen gilt es, die Menschen ( also: uns alle ) aufzufordern, überall denjenigen, die rassistisches, antidemokratisches und gewaltverherrlichendes Gedankengut äußern oder praktizieren, die also verbal oder gewalttätig angegriffen werden, zur Seite zu stehen.

    Dazu sollten wir uns alle solidarisch erklären! Also auf!

    Es grüßt Euch alle,wie: Wanda, Gertrud, Melanie HH, Christa, Walter Neumann, Erster Karl, Gerd,K.Förster, Hans Olaf 27, Fritz und alle, die ich jetzt nicht aufgezählt habe!!

    Schönen Restsonntag und einen angenehmen "Fernsehabend" wünscht Heiner Klein, alias Löwenmaul!!!

  • fritz 30(Freitag, 26. Oktober 2012 18:42)

    Liebe Melanie,
    vielen Dank für deinen Hinweis.
    Muss wohl an meinem Anbieter liegen. Ist mir schon mehrmals passiert.
    Ein üerlebnisreiches Wochenende
    Mit freundlichen Grüßen
    fritz

  • Melanie HH(Freitag, 26. Oktober 2012 15:43)

    Lieber Herr Wagner, der Blog von Anne Will ist noch offen. Schauen Sie in die linke Sparte und klicken Sie auf das Wort "Blog" dann sind Sie wieder drin.

  • fritz 30(Freitag, 26. Oktober 2012 15:22)

    Den Foristen des A. Will-Forums zur Information
    15;15 Uhr!

    Eine Bitte an die Moderation.
    Wäre es nicht möglich, den Zeitpunkt der Schießung des Blogs anzukündigen, damit man schreibend nicht unvermittelt davon ärgerlich überrascht wird?
    Danke und ihnen ein erholsames Wochenende
    M.f.G.
    fritz
    Bereits ohne Ankündigung geschlossen!

  • Wanda Müller(Donnerstag, 25. Oktober 2012 18:02)

    Hallo Fritz,

    dass Sie es für Ihr Ego benötigen, mich in die verbitterte Ecke zu stellen, verstehe ich schon und finde ich wirklich allerliebst. Das Sie dazu von noch MEINER erlebten Realität sprechen, passt genau in dieses Bild. Und glauben Sie mir, nicht nur dieser Einlass von Ihnen zwang mir ein breites Schmunzeln ab.

    Wie schon in Ihren vorherigen Ausführungen, zäumen Sie mit Ihrer Polemik gegen die sozialistische Intelligenz wieder einmal von hinten auf.

    1. Sie wissen doch, dass die Intelligenz-Schicht aus der Arbeiter- und Bauernschaft entsprungen ist. Ich lege Ihnen dies einmal an meinem Familienbeispiel dar. Beide Eltern aus mittel- bzw. großbäuerlichen Verhältnissen. Durch Kollektivierung (Mutter) und Parteiauftrag (Vater) verließen sie ihre Herkunft und wurden Köchin (Mutter) und Lehrer (Vater). Aus ihren Kindern, meine Geschwister und ich, wurden I-Kinder; ihre Zugehörigkeit als B-Kinder wurde wohlweislich gestrichen. Im Gegensatz zu Offizierskinder, Kinder von Partei- und Staatsfunktionären. Die blieben im Schoße der Arbeiter und Bauern. Komisch, nicht wahr.
    2. Hübsch finde ich Ihre Erwähnung des Numerus clausus als Pendant zu den DDR-Zulassungsbestimmungen. Sie wissen doch, dass der NC KEINE ideologische Limitierung des Studienzugangs beinhaltet, die DDR-Zulassungsbestimmungen sehr wohl. Falls Sie sich davon überzeugen wollen, hilft es, einfach zu googeln. So geht auch dieses von Ihnen angeführte Beispiel in die verkehrte Richtung.
    3. Die „Dusslingen“ hatten genug Zeit, während ihrer Schulzeit diese zu beheben. Wer während dieser Zeit gute bzw. sehr gute Ergebnisse vorweist, hat ein Recht zu studieren, unabhängig seiner Herkunft. Also unterstellen Sie mir nicht, dass ich einem Standesdünkel unterliege, denn Sie unterstellen mir, dass ich Menschen aus der Arbeiter- und Bauernschaft ein Studiumnicht gönne (Ihr Wort: „Sollen diese noch so dusseligen es doch immer so bleiben. War doch immer schon so.Ist das your Botschaft.“) Halten Sie sich bitte auch hier an mein geschriebenes Wort und nehmen nicht Ihre Unterstellung, weil es Ihnen gerade so zupass kommt.
    4. Was ist ungereimt, wenn ich meinen Arbeitgeber an die Konkurrenz verrate und der mich dann in Bausch und Bogen hinausschmeißt? Das ist doch wohl mehr als legitim. Aber im Gegensatz zu einer sozialistisch geprägten Gesellschaft, interessiert es meinem Arbeitsgeber einen feuchten Kerricht, was ich wähle, welcher Partei ich zugehörig bin. Wenn Sie aber zu seligen DDR-Zeiten aus den Mitgliederlisten der SED gestrichen wurden, wurden Sie bei Glück auf die niedrigsten Positionen verfrachtet, bei Pech entlassen oder in „Schwerpunktbetriebe“ (welche diese waren, wissen Sie doch) „zur Bewährung delegiert“.
    5. Natürlich haben Sie beleidigt. Sie sprechen Christa auf Grund deren Haltung und Sichtweise ab, zurecht studiert zu haben. Nach Ihrem Ermessen darf nur der studieren, der die wahre sozialistische Haltung, eben Ihre, vertritt. Von welcher Höhe Sie dies beurteilen wollen, bleibt Ihrer Sicht überlassen.
    6. Um eine Erklärung bitte ich Sie. Sie schrieben an Gertrud auf Christa und mich bezogen: „Ich habe keine Lust näher darauf einzugehen, da einige der Reaktionen sich selbst konterkarrieren..“ Wie kann ich mich selbst konterkar(r)ieren? Um Antwort wird gebeten; asap.
    Ich bitte Sie wiederholt, sich doch endlich an mein geschriebenes Wort für Ihre Entgegnung zu halten. Ihre diesbezüglichen „Interpretationen“ sind derartig von Subjektivität geprägt, sodass sie an meinem Wort vorbei gehen. Oder ist das Absicht?

  • Gertrud(Dienstag, 23. Oktober 2012 21:32)

    Lieber Fritz

    vorhin hatte ich schon einen Ansatz zu schreiben. Nun nehme ich Deine Worte zum Anlaß dessen, was ich vorhin Dir sagen bzw. schreiben wollte.
    Ich wollte einfach danke sagen auf Dein Lob von Hans-Olaf 27. Ich habe mich sehr darüber gefreut.

    Ich freue mich immmer über die sachlichen Beiträge, weil ich ja eher emotional bin und wie ich schrieb sehe ich manches ergänzend.

    Verderben kann ich es nicht, oder ich habe habe es schon. Das weiß ich nicht, ehrlich gestanden. Wenn dem so ist wäre es schade. Manchmal braucht man eine Weile zu verstehen, und dann kann man das auch offen zugeben, wenn dem so ist. Ohne daß man in anderen ein schales Gefühl hinterläßt. Ich hoffe und denke Du weißt was ich meine. Denn es wäre schade darum. Und es muß nicht sein, finde ich zumindest. Es haben alle soviel hinter sich, daß es wirklich nicht sein muß, denke ich.

    Wenn man es sich mit jemanden verderben kann ist es mit vielem vielleicht nicht weit her. Aber selbst darin liegt vielleicht noch eine Chance.

    Mein Wort an Melanie möchte ich eigentlich auch nicht mißverstanden wissen
    ehrlich gestanden, als Kritik an ihr insoweit auch an Wanda und Christa nicht, denn ich finde es immer schade, wenn ein Ton etwas verdirbt, verderben kann, weil ich denke, das dies so nicht sein muß. Sie schmälert sich damit andere auch, und das bedaure ich sehr. Es ist mein Eindruck,
    und ich finde es nur sehr schade, und das wollte ich auch noch einmal schreiben, daß ich bedaure, wenn Menschen sich mit Sprache und Ton vielleicht sich selbst herabsetzen und ein Bild vermitteln, daß sie so vielleicht gar nicht wollten vielleicht auch gar nicht so gedacht war und ist und ihrem nicht als solches entspricht.

    Denn ich hatte immer einen guten Eindruck im Grunde genommen.

    Ich denke es muß auch niemand Rechenschaft abgeben, man kann nur sich erklären und hoffen, daß der andere versteht, denn das ist es worauf es ankommt. Einander verstehen. Es ist wichtig. Verständnis zu haben.

    Ich kann so manches nachvollziehen, weil ich es selbst so empfinde.
    Und ich habe es öfter geäußert, ich bedaure, daß unsere ostdeutschen Mitbürger leider nicht die Möglichkeit haben im Augenblick zu erfahren, wie gut es schon teils vorher war. Denn es war vieles anders. Sicher die Kritik in Deinen Schriften
    ist nicht ungerechtfertigt,
    im Nachinein besehen,
    man kann darüber schreiben,
    es hilft aber niemanden sich darüber in die Wolle zu kriegen. Damit ist niemandem gedient, denke ich.

    Ich wünsche allen noch einen schönen Abend.

    Lieben Gruß

  • fritz 30(Dienstag, 23. Oktober 2012 19:59)

    Liebe Gertrud,
    vielen Dank für deine Bemühungen zur Relativieung der Stellungnahmen zu meinen vermeintlichen, echt empfundenen oder absichtlich missverstehenden, als Beleidigungen interpretierten Äußerungen zu Christas Replik an Robert Kroiß.
    Ich habe keine Lust näher darauf einzugehen, da einige der Reaktionen sich selbst konterkarrieren.
    Ich war zeit meines Lebens nie Mitglied einer Partei oder des Verfassungsschutzes.
    In wie weit das auf Andere zutrifft, vermag ich nicht zu beurteilen.
    Nochmal Dankeschön und verdirb Dir bitte deshalb nicht die Sympathien deiner feminen Mitstreiter.
    Mit besten Grüßen
    und auf weiteres
    fritz

  • Gertrud(Dienstag, 23. Oktober 2012 11:57)

    Liebe Melanie,

    ich möchte meinen gestrigen Worten noch etwas hinzufügen.

    Wenn ich das Wort oder die Sprache kritisiere,
    bei Ihnen und auch bei Christa oder Wanda, oder anderen, meine ich den Ton, vor allem wie etwas geäußert wird. Es geht nicht um die andere Meinung. Denn ich finde er wird Ihnen, wie ich Sie einschätze und anderen ebenso nicht gerecht.
    Er gibt ein anderes Bild wieder von einem Menschen, als das was ich mir anfangs gemacht hatte.

    Wie wir mit Worten allerdings umgehen sagt auch etwas über uns aus,
    und unser Verhalten unsere Sicht auf die Dinge in vielem, und das Leben.

    Ich las heute morgen bei haf und mir fiel es wieder sehr auf, wieviele Menschen negativ denken und dies auch äußern, und vielleicht dann auch infolge so handeln.

    Dazu habe ich mir dann die Freiheit genommen
    nachfolgendes einzustellen.

    Denn der Ton und das Wort
    haben viel Einfluß auf unser Leben.

    "Ich finde es mehr als interessant wie doch alle nur das negative sehen.
    Und frage mich ob man vieles herbeireden möchte, was man so von sich gibt.
    Es ist schade. Nein nicht die Währung bringt Europa auseinander, sondern die Menschen die keine gute Haltung zu vielem, nicht mehr haben. Es ist
    schade, weil man anderen Mut und Hoffnung nimmt. Und ich frage mich welches Zukunftsbild Eltern ihren Kindern und Erwachsenen diesen vermitteln möchten und wollen. Das was man NICHT will, daran sollte man weder denken noch davon oder darüber reden. Denn über das was man redet, schafft man Realitäten."

    Das sollte uns schon bewußt und klar sein,
    vor allem auch weil wir mit unserem Denken, Tun und Handeln und auch dem Wort Einfluß auf andere meistenteils nehmen.
    Und danach entscheiden ob wir jemanden mögen oder auch nicht.


    Lieben Gruß

  • Gertrud(Montag, 22. Oktober 2012 19:27)

    Hallo liebe Melanie,

    Bissigkeit nicht Verbissenheit, das ist für mich schon ein Unterschied. Der Ton macht die Musik. Und der Ton schafft trennendes oder auch verbindendes. Manche meinen ein gerade offenes Wort sei fairer besser,
    ist es auch im Grunde aber es kommt immer noch auf die Wortwahl und das Wie im Umgang miteinander an. Und ob man Du Armleuchter sacht oder Sie macht auch noch einen Unterschied, für mich zum. Weil Worte verletzen. Manchmal mehr als Schläge. Und weil Worte subtil sein können.
    Und viel bewirken. Ich möchte jetzt nicht die Bibel zitieren.

    Ich finde und fand Fritz nicht beleidigend, sehe aber teils eine Härte oder harte Haltung bei anderen hier, leider, was ich bedaure auch bei Ihnen und Christa, manchmal auch bei Wanda. Ich kann nur so schreiben wie ich es empfinde und ich empfinde es so. Und wie ich auch schrieb die Beiräge von Till und Walter Neumann sehr ausgleichend. Auch die von Heiner Klein teils.

    Süffisant durch die Blume
    wie andere z.B. unsere dritte Jahreszeit, mag ich es auch nicht. Aber auf das Wie kommt es mir schon an. Worte bedeuten Leben Kraft und vieles mehr aber auch anders. In Worten liegen Macht und Emotionen, Melanie auch wenn wir das nicht wahrhaben wollen.

    Aber wenn ein Beitrag in einem bestimmten Ton gehalten ist, lese ich ihn zum Beispiel manchmal schon garnicht mehr, weil er mir einfach auf den Magen schlägt und das möchte und brauche ich auch nicht, niemand im Grunde genommen.

    Ich fand Fritz nicht beleidigend, denn das ist für mich ganz anders.Und intelligent empfinde ich hier als alle nur eben mit unterschiedlichen Meinungen und Ansichten, die jedoch nicht darauf gerichtet sein sollten, sich verbissen anzugehen.
    Denn das fände ich schade.
    Irgendwann mag man dann nicht mehr und dann? Was hat man dann bewirkt?

    Und den Eindruck habe ich hier. Es ist für mein Empfinden ein Wehren, wo man sich gar nicht wehren muß, wie ich es persönlich sehe. Ich kenne Ihre Haltung und Sie werden Sie nicht ändern wie ich meine nicht, aber der Punkt ist wo wir uns treffen können oder auch nicht.

    Beleidigungen, liebe Melanie sehen für mich ganz anders aus.
    Aber dazu hat wohl jeder eine andere Einstellung wie zu vielem anderem auch.

    Die DDR war einmal, das stimmt, und dieses wie Sie es schreiben dämliche... System, ist überflüssig, aber hier halt vieles auch, denn es ist hier inzwischen nicht unähnlich gestaltet, wie ich es sehe. Und es war vielen Menschen Heimat, wenn auch nicht die gewünschte. Darf man nie vergessen. Wenn auch keine gute aber es war eine. Wenn man jedoch in der heutigen BRD die für viele Mitbürger aus dem Osten Freiheit und vieles andere bedeutete und bedeutet, die sich seit ca. der von vielen nicht erwünschten Wiedervereinigung, so es heute ausschaut, so rasant nicht zum positiven nur verändert hat, es ähnlich erlebt wie in der alten Heimat, kann ich gut verstehen, und nachvollziehen, wenn man Vergleiche zieht und das hiesige Erleben einen nicht freut. Denn es freut auch mich als Westdeutsche nicht, was ich sehe und andere mit denen ich rede ebensowenig.

    Die ich übrigen als in Westdeutschland geborene ähnlich empfinde und sehe.
    Es ist nicht schön zu sehen was hier wie läuft, wenn man es einmal anders besser kannte und zu sehen wie hier miteinander umgegangen wird.

    Die Menschen giften einander an und kämpfen ihre Standpunkte im Gegeneinander, die anderen im Miteinander.
    Und das macht diese stark.

    Ich frage mich ob uns allen damit gedient ist,
    uns gegenseitig die Dinge um die Ohren zu hauen,
    in denen man z.B. in manchem einer Meinung ist.

    Durch Trennendes liebe Melanie kommt man nicht zusammen, kann man aber noch mehr trennen und spalten und damit ist weder den einen hier noch den anderen Mitmenschen gedient.

    Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und nun war ich einmal offen wie ich es sehe.

    Ich hoffe ich habe mich einigermassen verständlich ausdrücken können.

    Und danke Wanda hier für ihre Hompage. Miteinander nicht mehr zu reden oder zu schreiben, weil man nicht einer MEinung ist,
    das und darum wäre es schade, finde ich. LG.

  • Melanie HH(Montag, 22. Oktober 2012 18:45)

    Herr Wagner,

    was Sie an Christa vom Stapel gelassen haben, grenzt ja schon an Größenwahn. Für mich ist Christa in der Tat sehr Intelligent, denn sie weiß Bescheid und trauert nicht dieses dämliche und überflüssige System der DDR nach, von dem Sie wohl nur Vorteile genossen haben.

    Ich war zur Wende lange noch nicht volljährig, aber ich schäme mich für Menschen wie Sie und andere, die der Zeit so nachtrauern, aus eigenem Egoismus. Sie sprechen an Wanda Müller von einer anderen erlebten Realität, wann begreifen Sie denn endlich, dass es Millionen anderen genau so ergangen ist??

    Herr Wagner, jetzt weiß ich erst recht, warum ich NIEMALS die Linken wählen werde, falls ich doch irgendwann vom Nichtwähler zum Wähler werde.

    Now it's your turn.

    Liebe Gertrud,

    Sie werfen Leuten wie mir Verbissenheit und schlechten Sprachgebrauch vor. Wo besteht denn nun der Unterschied zwischen den Beleidigungen des Herrn Wagner gegen Leute, die anderer Meinung sind als er und meinem Jargon.

    Sind Sie nicht auch der Meinung, eine Beleidigung bleibt eine Beleidigung, egal welche Wortwahl man sich aussucht. Einer sagt es gerade zu, der andere um die Ecke, das Ergebnis (eine Beleidigung) bleibt das Gleiche. Also, warum kritisieren Sie nicht auch denn andere, die es versteckt machen?

    In diesem Sinne. Melanie

  • Robert Kroiß(Montag, 22. Oktober 2012 15:06)

    Gertrud hat mit ihrem Beitrag # 335 bei GJ im Prinzip genau dasselbe – nur mit anderen Worten – ausgedrückt, was ich in meiner Antwort an Christ auszudrücken versuchte.
    Wer ein Bewusstsein des Lebens – in welchem ALLE und ALLES seinen selbstbewussten SINN und damit auch das wahre SEIN - hat, hat auch ein ausreichendes Selbstbewusstsein und muss erst gar nicht wollen können, was gar nicht dem Selbstbewusstsein des Lebens und damit letztlich auch gar nicht dem eigenen SELBST entspricht und damit auch nicht dienen kann.
    Dies ist die eigentliche Krankheit und Ursache „unseres“ System. MEHR sein und HABEN zu wollen, als man in Wahrheit ist und nötig hat. Mehr SCHEIN als SEIN und deshalb sind alle „Systeme“ - egal ob sozialistisch, kommunistisch, kapitalistisch oder sonst wie geartet – zum Scheitern verurteilt. Solange nicht das SEIN, sondern der SCHEIN das DASEIN bestimmt, solange „scheint“ es eben auch nur (Schein)Lösungen zu geben. Und über die verschiedenen Lösungswege der „Ausbreitung des Scheins – ewiges Wachstum etc.“ - wird dann gestritten. Und genauso wie der (SCHEIN)Kommunismus und - Sozialismus an seinem Streben nach noch mehr „SCHEIN“ gescheitert ist, wird auch der Kapitalismus am eigenen SCHEIN scheitern. Erst recht dann, wenn es das bisherige Feindbild - als SCHULDIGEN/Negativbeispiel – NICHT mehr gibt (s. h. einfach Deutschland und Europa).
    Wenn „globalisierte Demokratie, Marktwirtschaft und Kapitalismus“, z. T. mit Waffengewalt der „restlichen Welt“ DEREN???!!! „Glück schmiedet“!
    Spätestens DANN, wenn Ausbeutung weltweit nur noch innerhalb ein und desselben (Gedanken- und Macht)Systems möglich ist, spätestens dann wird man feststellen, dass auch dieses „System“ an seine Grenzen gekommen ist. Und wenn es bis dahin kein Umdenken gibt, dann werden die – für eine ständig wachsende Marktwirtschaft notwendigen – „Kriege“ eben mit „neuen, anderen“ Feindbildern gegen das „eigene (Gedanken)System“ und damit auch gegen sich selbst geführt.
    Spätestens dann aber hat sich auch die „Würde des Menschen“ ganz von selbst erledigt!

  • fritz 30(Montag, 22. Oktober 2012 14:16)

    Liebe Wanda Müller,
    weshalb so harsch und verbittert wegen der anders erlebten Realität damals?
    War es nicht gerade das Problem, dass man als Sproß aus dem Stall vormaliger oder neuerworbener Anwartschaft als
    Intelligenzler glaubte, in Rechtsnachfolge einen garantierten Anspruch auf Studienplätze, deren Kosten ja erst einmal durch aus geistig minderbemittelten Ställen stammende Benachteiligte erarbeitet werden mussten, herleiten zu können.
    Sollen diese noch so dusseligen es doch immer so bleiben. War doch immer schon so.Ist das your Botschaft.
    Hat der Staat nicht die Aufgabe, das aus der unrühmlichen Vergangenheit, der Kriegszeit und das danach verbliebene Niveau und die Ausbildung allen bislang Benachteiligten und nicht nur einer privilegierten Minderheit im gesellschaftlich gebotenem Intersse zu ermöglichen?
    Gab und gibt es in der BRD nicht auch den sog. "numerus clausus" zur Begrenzung der faktisch gegebenen Studienmöglichkeiten?
    Welche Chancen hätten you wohl an einem vom Unternehmen geförderten/ gesponserten Lehrgang zur weiteren Qualifizierung, höheren Posten und Erlangung einer höheren Gehaltsstufe teilhaben zu können, wenn you Sympathien für dessen Konkurrenten bekundest und der Führungsriege in Bausch und Bogen deren von Dir empfundene Unfähigkeit und Ungerechtigkeiten zur Kenntnis gibst?
    Ganz normal und konsequent, oder?
    Beleidigen will ich Niemand, nur auf von mir empfundene Ungereimtheiten aufmerksam machen.
    Es bedauere, bei you ins Fettnäpfchen getreten zu sein.
    Gebe mir jedoch Mühe, es damit gewesen sein zu lassen.
    Mit freundlichen Grüßen
    fritz

  • Gertrud(Montag, 22. Oktober 2012 12:50)

    Hallo Fritz,
    danke, ich habe noch einen entsprechenden Beitrag diesbezüglich, vom Verständnis des Lebens in meiner mir eigenen Art,
    bei G. Jauch untergebracht.

    Ich frage mich ob wo der normale Menschenverstand bei manchem bleibt und wie man nur kann, manchmal gehen auch die Pferde mit mir durch, es könnte alles so einfach sein.

    Mein Selbstverständnis vom Leben ist, daß es allen Menschen gut zu gehen hat und das sollte für jeden selbstverständlich sein, so zu denken und es so zu sehen und danach zu handeln.

    Ich freue mich sehr, daß wir nah beeinander sind.

    Danke Dir und Robert noch für eure Beiträge.

    Liebe Grüsse

  • Wanda Müller(Montag, 22. Oktober 2012 12:45)

    Hallo fritz 30,

    ja, so ist die Maßregelung in der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik gewesen.

    Als A- und B-Kind konnte man noch so dusslig sein, Hauptsache, man kam aus dem sozialistisch angemessenen Stall und hatte die rechte sozialistisch-kommunistische Haltung. So standen diesen dussligen Kindern jede Tür, jedes Tor zu den Horten der sozialistischen Bildung offen. Sie waren ja auf Grund ihrer A- und B-Erziehung intelligenter als alle anderen Kinder, nicht wahr?

    Schade nur, fritz 30, die sozialistische Deutsche Demokratische Republik ist seit mehr als 20 Jahren Geschichte, schade, nicht wahr?

    Fritz 30, auch wenn jemand hier nicht Ihrer Meinung, Überzeugung, Haltung ist, haben Sie nicht die Berechtigung, diesen in dieser Form zu beleidigen.Auch, oder vielleicht gerade wegen Ihres doch sehr hohen Alters. Wägen Sie bitte zu einem inhaltsvollen Meinungsaustausch Ihre Worte so ab, damit ein fairer UND sachlicher Meinungsaustausch stattfinden kann. Andere haben es Ihnen hier auf dieser Seite vorgegemacht.

    Übrigens, ich war ein I-Kind.

    Als Info für Wessis: A-Kind, Eltern Arbeiter, B-Kind, Eltern Bauern, I-Kind-Eltern Intelligenzler.

  • fritz 30(Montag, 22. Oktober 2012 12:37)

    Lieber Robert Kroiß,
    wie immer, für mich nachvollziehbar überzeugende Argumentation. Danke dafür.
    Mit freundlichen Grüßen
    fritz

  • fritz 30(Montag, 22. Oktober 2012 12:25)

    Liebe Gertrud,
    was die von Dir bemerkte Bissigkeit und Selbstgerechtigkeit so anbelangt bin ich dicht an deiner Seite.
    Wer resultierende Arbeitslosigkeit mit Ausgrenzung und Schuldzuweisung an die Betroffenen infolge der Unfähigkeit der sog. Eliten in staatstragenden, ökonomischen, ökologischen und konfessionellen Funktionen mit überhöhter Selbstgefälligkeit, Bedeutungsüberschätzung und Dienstfür seine jeweilige Klientel mit daraus abgeleiteten hohen finanziellen Ansprüchen und der Devise - nimm, was du kriegen kannst - zur Gewinnmaximierung und persönlicher Anhäufung von Reichtum, auch und gerade von Abgeordneten durch Nebenerlöse zusätzlich zu ihren Diäten und eigentlichen Hauptaufgaben, ausdrücklich anerkennt, kann die Bedeutung von Frieden, sozialer Gerechtigkeit, wahrem Christentum und Zusammenhalt der Gesellschaft absolut nicht recht begriffen haben.
    Soweit meine Stellungnahme in Kurzform dazu.
    Mit freundlichen Grüßen
    fritz

  • Robert Kroiß(Montag, 22. Oktober 2012 11:17)

    Liebe Christa,

    es freut mich, dass Sie mir geantwortet haben. Aber ich habe weder „gerechnet“, noch etwas „erwartet“, da Sie dazu ja nicht verpflichtet sind und mir auch nichts „versprochen“ haben.
    Wobei wir dann mitten im Thema wären.
    So muss ich auch Niemandem etwas „beweisen“. Und nur weil ich 4facher Vater bin, muss man mir auch keinen Respekt zollen. Denn erstens heißt es ja richtig erweise: „Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr“ und zweitens würde dies ja insistieren, dass man Nichtväter keinen Respekt zollen brauchte und müsste (gilt selbstredend auch für Mütter und Nichtmütter). Wie eben alles im Leben 2 Seiten hat. Und so hat selbstverständlich auch m. E. Menschenwürde NICHT nur Rechte, sondern auch Pflichten. Das Leben an sich besteht aus Rechten und Pflichten. Selbst das steht auch so schon in der Bibel und damit des „christlichen Rechtsverständnisses“, aus welchem letztlich auch „unsere Gesetze“ und damit das Rechtsverständnis resultiert. Und worauf sich insbesondere die Parteien mit dem „C“ berufen!
    Und Sie haben es ja richtig angemerkt: es geht nicht darum, WEN ich anschreibe oder „kritisiere“, sondern darum, WAS ich anspreche und „kritisiere“. Dies ist ja vmtl. der „gravierende“ Unterschied und die zu Tage tretenden Differenzen, auch bei einem Großteil der Foristen und Foristinnen. Deren „Kritik“ fällt je nach „parteipolitischer“ Sympathie = mit leiden oder Antipathie = Abneigung doch sehr unterschiedlich aus. Aber eben genau deshalb, weil „man“ aus „Sympathie“ oder „Antipathie“ heraus argumentiert. Also genau deshalb, weil „man“ glaubt, weil „DER, DIE“ dieses (das WAS) so sagt, ist und muss es richtig sein und weil DER, DIE Anderen es „anders“ sehen und sagen, schon deshalb MUSS es (das WAS) falsch sein.
    Mir geht es aber stets um die „Sache“. Wobei ich dann bei der „Menschenwürde“ bin. Ist es eines Menschen „würdig“ von einem anderen Menschen zu fordern, was „man“ selbst nicht in der Lage oder gewillt ist zu erbringen, zu erfüllen?! (Derzeit sehr aktuell die „Nebenbeschäftigungen“ und die „Anschlusstätigkeiten“ derer, die in „Amt“ und „Würde“ sind oder waren).
    Jetzt lassen sich doch Menschen mit dem Versprechen in entsprechende Positionen wählen, dass sie die Richtlinien, damit die Regeln und damit auch das Rechtsverständnis – also im Prinzip die Verantwortung – für ein Land übernehmen wollen?! Manche mit „erschlichenen“ Doktortiteln, weil sie sich - und damit bin ich wieder bei dem völlig über- und falsch bewerteten - Respekt (selbstredend mit entsprechend materiellen Vorteilen) erhoffen.
    Kaum aber sind sie dann in dieser Position, argumentieren sie damit, dass sich „Leistung lohnen muss“, dass „jeder seines Glückes Schmied“ ist usw.! Können Sie mir sagen, weshalb ich Menschen – mit einer besonderen Macht (auf Grund deren ausgelegtem Rechtsverständnis in Form einer sich ständig ändernden Gesetzgebung) ausgestattet – in diesen Positionen benötige?! Weshalb ich sie wählen und „bezahlen“ soll? Dafür, dass sie mir dann sagen, „schau mal wo du bleibst“?! Die mir sagen, „man“ muss schon selbst sein Glück schmieden, sich aber ihr – wenn auch nur materielles – Glück schon mal von der Allgemeinheit schmieden und finanzieren lassen?! Und zwar nur auf Grund von „Versprechungen“?!
    Ist es eines Menschen würdig, sich mit „Versprechen“ in ein Amt wählen zu lassen und zunächst schon mal gleich NUR für das Versprechen – insbesondere für die Zeit DANACH - entsprechend „bezahlen“ und honorieren zu lassen, ehe man sein Versprechen durch entsprechende Leistung nachgewiesen hat?! Und wenn man dann sein „Versprechen“ nicht so einlösen kann, wie man evtl. wollte, dann die Schuld hierfür wieder allen und allem anderen zu geben, nur nicht sich selbst?!
    Also das „Lob“ und den „Respekt“ habe „ich“ mir selbst erarbeitet, sind das Ergebnis meiner Leistung, aber mit dem, was NICHT so läuft und lief, wie „ich“ es versprochen habe, habe „ich“ nichts zu tun?! Daran sind dann stets die „Anderen“, die „Vorgänger“ schuld?!
    Und natürlich haben Sie damit recht, dass in einer Familie alles viel überschaubarer ist. Nur und dies wissen Sie sicher auch, dass es auch in Familien die Frage und Suche nach „Schuld“ - wenn nicht das „gleiche Recht“ für alle Familienmitglieder gilt – gibt. Und ob „ich“ nun als „Familienvater“ auf „mein Gewissen (auf welches sich insbesondere unsere Herrschenden berufen und auch als RECHTfertigungsgrund berufen dürfen)“, und damit auf Recht und Gerechtigkeit „achte“, oder als Mensch in einer „besonderen Position“ dieses so handhabe, macht für mich keinen Unterschied! Denn „Gewissen“ bleibt Gewissen, Recht und Gerechtigkeit bleiben Recht und Gerechtigkeit, egal ob „ich“ mich daran halte oder nicht! Egal ob als „Familienvater“, oder als „Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Arbeitsloser“ oder „Elite, Exzellenz“!
    Wenn „ich“ als Familienvater meiner „Familie“ verspreche, für sie zu sorgen, für sie Verantwortung wahr zu nehmen und dafür die entsprechenden Möglichkeiten, Regeln, Gesetze und damit ein gerechtes Recht schaffe; dazu aber gar nicht in der Lage bin, dann habe ich „meine Familie“ verraten! Bin ich dazu in der Lage und mache es trotzdem nicht, dann habe ich meine Familie wiederum – dann allerdings bewusst – verraten!
    Und dieses „Gewissen“, das Recht (also das Lebensrecht an sich) und die Gerechtigkeit ist keine Frage der „Familiengröße“ oder der „Menschenmenge“ und kann demnach IMMER angewandt werden, oder eben AUCH NICHT!
    Und dies hat für mich primär mit der Würde des Menschen, also mit der garantierten Menschenwürde zu tun!
    Es gäbe ganz sicher noch weitere Argumentationsmöglichkeiten, um deutlich zu machen, woran „unser System“ - unabhängig von Parteizugehörigkeiten – krankt. Aber dies soll es vorläufig mal gewesen sein.
    Danke Ihnen nochmals, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mir zu antworten.

    Mit einem lieben Gruß

    Robert

  • fritz 30(Montag, 22. Oktober 2012 10:00)

    Liebwerte Christa,
    zu your Replik an Robert Kroiß fallen mir spontan zwei Beurteilungen ein.
    1.Intelligent, ansonsten .....!
    2.Bezogen auf your absolviertes Studium im A u.B-Staat,der Begriff: "Fehlinvestition" damit so richtig an Bedeutung gewinnt.
    Hätten Sie mal lieber Ihren Studienplatz Benachteiligten überlassen.
    M.f.G.
    fritz

  • Gertrud(Montag, 22. Oktober 2012 09:26)

    Noch eines,
    ich finde die Lage vieler Menschen in vielen Ländern ist leider gleich, weil es wohl so eine Art kollektives Denken gibt, hier wie dort. Die Frage welches sich wieder festigt.

    Das Problem wie ich finde,
    ist die gleichförmigkeit mit der gewisse Kreis agieren und handeln, die erst solches in vielen Ländern möglich macht. WEil sich nicht viele mehr voneinander unterscheiden.

    Ich würde mich schämen, nur darauf zu sehen, daß es mir selbst gut geht, den anderen nicht.

    Und ein Land in dem es nicht mehr allen gut geht, weil andere meinen es sei nicht nötig, ist sicher kein großartiges Land mehr und auch keine großartige Gesellschaft.

    Ich erinnere mich hier an andere Bedingungen und wage zu behaupten, daß die Menschen vor 20 jahren mit weniger zufriedener, glücklicher und gesünder waren, zum. hier, als heute wo sie um alles kämpfen müssen und dürfen,
    weil andere über sie entscheiden, sofern sie dies noch dürfen. Wir zeichnen uns Gesellschaft nicht aus, wenn wir zulassen.

    Und nein ich bin nicht manipuliert, ich sehe nur,
    und daß was ich sehe gefällt auch mir nicht.
    Ich bin keine Sozialromantikerin aber ich finde gleiche Rechte für alle, wie auch gleiche Pflichten wichtig. Aus der Zeit des Herabsetzens Ausgrenzens, weil... und anderem sollten wir in diesem Jahrtausend denke ich heraus sein. Weil wir allzu genau wissen was daraus folgen kann, allerdings nicht muß, wenn man wieder ändert.

  • Gertrud(Montag, 22. Oktober 2012 09:17)

    Liebe Christa,

    Warum immer die Bissigkeit in so manchen Schreiben. Gut, jeder nach seinem. Dennoch. Irgendwie schwingt oft ein Unterton darin, der mich erstaunt,
    ich weiß nicht ob es mir alleine so geht.

    Zu Ihren Ausführungen, Arbeitslosigkeit betreffend, ich würde diesen zustimmen, oder könnte dies, wenn ich sehen und wahrnehmen würde,
    daß die Abläufe anders sind oder wären. Sie haben sich sehr verändert zum Nachteil vieler Menschen.
    Menschen brauchen für mein Empfinden einen gewissen Rahmen und auch gewisse Sicherheit um tun zu können. Das beweist so manches. Auch wenn dem entgegengehandelt wird.
    Die Arbeitslosigkeit heute
    ist aufgrund der Firmenvorgehen anders als früher. Viele Menschen sind unverschuldet in diese gekommen, d.h. aufgrund Entscheidungen anderer die zu hinterfragen sind, weil es so oft ist. Das Verhalten hat sich sehr verändert, gegenüber früher und auch die Einstellung. Daß die heutige Einstellung vieles kaputt macht sowohl als auch bei entsprechendem Handeln steht m.E. außer Frage.
    Ja Rechte und Pflichten,
    für die einen ja, für die anderen nein. Nein ich teile Ihre Meinung diesbezüglich nicht. Weil man mit den Menschen bei diesem Handeln nicht gut umgeht. Das Recht auf Arbeit, war früher selbstvertändlich und nach einer Wiedervereinigung und Globalisierung soll es nicht mehr gelingen. Etwas merkwürdig wie ich finde. Oder? Menschen waren früher lange in ihren Berufen und man wußte wohl auch warum. Man braucht eine Lebensplanung und einen Rahmen, zum. in gewissen Bereichen m.M. nach. Nur weil jemand meint, man habe kein recht mehr auf eine sicheren lebenslangen Arbeitsplatz
    muß dies noch nicht richtig sein. Denn die die dies bestimmen möchten selbiges ja auch. Oder sehen Sie dies anders?
    Unternehmen agierten einmal anders, die Mitarbeiter waren ihnen wichtig und anderes auch.

    Ich denke soziale Marktwirtschaft zu wünschen
    und zu haben, hatnichts mit Sozialismus zu tun.
    Ich verstehe nicht warum man das teils gleichsetzt.

    Verantwortung gilt für alle.

    Was die Kritik in den Foren teils betrifft find ich auch heftig. Aber man kann schon manches hinterfragen, wenn man heutigen Abläufe sieht.
    Wasser predigen und Wein trinken paßt nicht, in den meisten Fällen nicht.

    Ich kann da Till sehr gut
    andere auch nachvollziehen.

    Mit dem heutigen Verhalten
    ist niemanden so recht gedient. Schauen Sie sich um. Wenn Sie schreiben die Menschen waren anders, ja sie hatten andere Bedingungen, sie konnten sich verlassen sie konnten vertrauen und anderes auch. Die war die Basis unseres Landes mit.

    Alles das was heute nicht mehr viel Wert zu sein scheint. Ich finde manche Zustände hahnebüchen und mich wundert teils nicht
    warum Menschen so werden wie sie sind, frage mich aber wem es letztlich in der heutigen Form so dient.

    Jedenfalls nicht allen und für mein Empfinden nicht in der Form wie es sein
    sollte und könnte.

    Ich finde jeder Mensch hat die Chance auf ein anständiges Leben verdient, die man ihm auch lassen und geben sollte.
    Sonst weiß man nicht wo das alles hier noch hinführt und darüber möchte ich so nicht nachedenken, weil es für mein Empfinden dorthin führt, wo man es nie haben sollte. Ich denke an unsere Geschichte.

    Wenn man Menschen über ihre Arbeit, ihren Beruf definiert, sie zugleich ausschließt, wie paßt dies dann.

    Was Frau Merkel betrifft,
    ich denke nicht, daß sie und andere so behandelt werden möchten, wie sie es von anderen erwarten und verlangen. Das Volk hat einen anderen BLick auf vieles, denn es ist betroffen, nicht die anderen. Wenn man satt ist hat man anderen BLick als wenn man hungert.

    Jeder Mensch möchte ein glüchliches gesundes Leben, wir alle und niemand hat das Recht es auch nur einem zu verweigern, aus keinem Grunde.

    Gruß

  • Gertrud(Montag, 22. Oktober 2012 08:58)

    Guten Morgen,

    Hallo Fritz,

    gern geschehen. Nur,
    das sehe ich ein klein bisschen anders. Weil Menschen ja die Möglichkeit haben sich weiter zu entwickeln, aufgrund gewisser Gaben, aber dies nicht immer tun,
    sondern gerne an gewohntem festhalten. Und so erstaunt mich doch manches. Ja ich glaube an die Schöpfungsgeschichte,
    und sicher wird eine Katze immer eine Katze sein und bleiben wie anderes auch.
    Aber es ist sicher nicht beabsichtigt, daß wir Menschen für immer auf gleicher Stufe stehen bleiben. Und der Anpassunsprozess in gewissem ist teils schon enorm, sowohl als auch. Dennoch danke und nichts für ungut.

    Lieben Gruß

  • Christa(Sonntag, 21. Oktober 2012 21:30)

    Lieber Robert Kroiß,

    Sie haben vermutlich nicht mehr mit meiner Antwort auf Ihre Replik vom 23.09. gerechnet, aber ich hatte leider keine Zeit und war auch zwischenzeitlich verreist, sorry.

    Inzwischen habe ich auch Ihren 10 Jahre alten Brief gelesen, frage mich allerdings, was Sie mir (und Melanie) damit sagen wollten. Es stimmt, ich vermute Sie in der „linken Ecke“ (jetzt vielleicht sogar in der äußersten) und halte Sie für einen Sozialromantiker. Dieser Brief war für mich kein Gegenbeweis, nur weil er an SPD-Politiker gerichtet war. Es ist doch nicht entscheidend, WEN Sie kritisieren, sondern welche Kritik Sie anbringen.

    Arbeitslosigkeit kenne ich auch aus eigener Erfahrung. Aber darin eine Verletzung der Menschenwürde zu sehen, halte ich für übertrieben. Wie ich überhaupt den inflationären Umgang mit diesem Begriff in unserer Gesellschaft verurteile. Nach meinem Verständnis beinhaltet Menschenwürde nicht nur Rechte, sondern auch die Pflicht zu entsprechendem Verhalten. Dieser Hinweis fehlt leider im GG, wahrscheinlich weil frühere Generationen noch nicht so verweichlicht und verwöhnt waren wie heute und das noch selbst wussten. (Sie waren eben noch Helden wie in Ihrer Geschichte auf dieser HP.) Heute verlangt man eine Rundum- Absicherung und begründet das mit dem Hinweis auf Menschenwürde.
    Arbeitslosigkeit gehört bei diesem System dazu, das war auch früher in der „guten alten BRD“ schon so. Die Idealvorstellung, bis zum Rentenalter im erlernten und gewünschten Beruf und im selben Unternehmen arbeiten zu können, war noch nie für alle realisierbar. Wenn alle Menschen ein solch hohes Sicherheitsbedürfnis wie die abhängig Beschäftigten hätten, gäbe es keine Selbständigen, Freiberufler und Unternehmer. Und wer dieses hohe Sicherheitsbedürfnis hat, der kann bei Eignung auch Beamter werden, dazu hat jeder das Recht (sofern er keine staatsfeindliche Gesinnung hat). Das dürften Sie ja selbst am besten wissen, denn Sie haben die Beamtenlaufbahn (nach Ihrer eigenen Aussage) freiwillig beendet. Die Gründe kenne ich nicht, aber ich vermute, dass Sie die Nachteile nicht in Kauf nehmen wollten. Beamte haben einen Sonderstatus, das stimmt. Aber auch spezielle Pflichten.

    Sie können ja meinetwegen einem System wie Sozialismus (ohne Arbeitslosigkeit) etwas abgewinnen, aber ich glaube kaum, dass Sie auch die damit verbundenen Nachteile gern in Kauf nehmen würden. Man kann eben nicht immer alles und gleichzeitig haben, auch wenn Träumer (die sich obendrein oft noch selbst als Realisten bezeichnen) das glaubhaft machen wollen.

    An Ihrem Gerechtigkeitssinn, was die Erziehung Ihrer 4 (Respekt!) Kinder betrifft, habe ich grundsätzlich nichts auszusetzen. So sollte es selbstverständlich sein, ist es aber leider vielfach nicht.
    Was aber in einer Familie noch einigermaßen überschaubar ist, wird in der Gesellschaft wesentlich schwieriger und da kann ein Sozialromantiker schnell einmal von seinen Prinzipien abweichen, ohne es zu merken. Nämlich dann, wenn ein großes Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät und medienwirksam um staatliche Unterstützung wirbt. Politiker, die dieses ablehnen, weil sie eigentlich auch nur nach dem Grundsatz „gleiches Recht für alle“ handeln, werden dann schnell als hartherzig und marktradikal bezeichnet und entsprechend verächtlich kritisiert.

    Gerechtigkeitssinn bezieht sich für mich aber nicht nur auf die materielle Seite, sondern auch auf eine gerechte Beurteilung der Leistungen und der Situation Anderer.
    Wenn ich hier und anderswo lese, welche ungerechtfertigten Vorwürfe an Frau Merkel gerichtet werden, geht mir das sprichwörtliche „Messer in der Tasche“ auf. Da ist doch wirklich jedes vernünftige Maß an Kritik weit überschritten! Wissen diese „umfassend aufgeklärten“ Schreiber denn nicht, dass die Griechen eine eigene Regierung haben, die die jetzige Situation verschuldet hat? Und ist Frau Merkel schuld daran, dass die Reichen dort bisher (fast) keine Steuern bezahlen müssen und es gar kein funktionierendes Steuerwesen gibt? Und dass die Griechen fremde Hilfe zum Aufbau eines Finanzsystems zur Eintreibung von Steuern (vermutlich aus Stolz) dankend ablehnen usw.? Soll sich Frau Merkel dafür bei den armen Menschen in Griechenland entschuldigen und die Verantwortung auch noch dafür übernehmen?!
    Schlimm, wozu sich manche Menschen aus Abneigung gegen bestimmte Politiker manipulieren lassen und sich gleichzeitig als Hüter der Gerechtigkeit inszenieren! Spätestens daran sieht man doch, dass das nichts weiter als eine Kampfparole ist und sie gar keinen ehrlichen Gerechtigkeitssinn, sondern nur schwarz-weiß Denken haben.

    In diesem Sinne: Gute Nacht, Deutschland!

    Und viele Grüße, Christa

  • fritz 30(Sonntag, 21. Oktober 2012 18:50)

    Liebe3 Gertrud, vielen dank für deine Antwort.
    Zu Zitat;
    "Ich unterhielt mich heute mittag noch mit meinem Mann zu dem Thema. Mich erstaunt es immer wieder,
    wie Menschen aus bestimmten Ländern hier oder in den USA oder Großbritannien studieren können, leben aufwachsen,
    der Kultur hier nicht unverbunden sind, und wie sehr es mich immer wieder erstaunt, wie sehr sie dann in der Heimat zurück, den Traditionen dort verhaftet und verbunden sind"
    Ich nehme an, dass du Dich zu den Anhängern des Kreationismus / der Schöpfungslehe zählst.
    Vielleicht könntest du Dir vorstellen, dass wenn jeder Einzelne ein Schöpfungsprodukt und so mit seiner Bestimmung, seinen Eigenschaften wie für ihn vorgesehen seines Herrgottes ist, dass er trotz
    Beeinflussung außerhalb seiner Heimat und seines prägenden Kulturkreises gar nicht anders kann.
    Etwas flapsig ausgedrückt, ein Katze im Fischladen beherbergt, bleibt eine Katze.
    Ein Katholik nach Berlin versetzt oder dort arbeitend bleibt, was er von Geburt an ist "schwarz" und wird wohl kaum "rot" werden.
    Das scheint mir des Rätsels Lösung zu sein.
    Nichts für ungut, liebe Grüße und einen optimistischen Wochenanfang
    fritz

  • Gertrud(Samstag, 20. Oktober 2012 15:12)

    Hallo Fritz 30,

    nein Sie haben nichts übersehen. So um den Zeitraum schließt der Blog meistens, manchmal ist er allerdings auch noch gegen 18 h offen, aber eher selten.

    Ich weiß auch nicht ob Alisa hier liest, finde aber Ihre Worte für sie vollkommen richtig.

    Selbstzweifel in dem Fall bei Alisa halte ich auch nicht für angebracht.
    Aber man kommt manchmal durch Nachdenken und Worte anderer dorthin.

    Und in dem Thema gibt es auch für mein Empfinden nur eine Klare Antwort
    nein, zu diesen Aktionen,
    egal wie auch immer.

    Ich unterhielt mich heute mittag noch mit meinem Mann zu dem Thema. Mich erstaunt es immer wieder,
    wie Menschen aus bestimmten Ländern hier oder in den USA oder Großbritannien studieren können, leben aufwachsen,
    der Kultur hier nicht unverbunden sind, und wie sehr es mich immer wieder erstaunt, wie sehr sie dann in der Heimat zurück, den Traditionen dort verhaftet und verbunden sind. Wir sprachen darüber, was Pakistan, Libanon und auch viele andere Länder einmal für schöne Länder gewesen sind und wie es dort einmal war und wie hingegen es heute ist, und warum es sich so entwickeln konnte.

    Ich bin der Meinung man darf anderen nicht den eigenen Stempel aufdrücken, nicht mit Zwang und auch nicht aus anderen Gründen. Weder hier noch anderswo. Und dennoch find ich es traurig
    wie das alles so ist, was aus meiner Sicht so nicht sein müßte. Wenn man respektvoll miteinander umging in vielem. Es erstaunt mich auch immer wieder wie einzelne solche Kriege und diese Dinge anzetteln können und wie wenig Vernunft dann bei anderen vorhanden ist, um diesem nicht zu folgen.

    Lieben Gruß an alle
    und Danke wieder einmal für die tollen Beiträge.

    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.

  • fritz 30(Freitag, 19. Oktober 2012 19:22)

    Hallo, liebe Mitleser,
    Ich habe keine Ahnung , ob "Alisa" Zugang zu dieser HP hat.
    Ich habe wieder einmal gegen den für mich überraschenden Schluß des Blogs angeschrieben.
    Wird der überhaupt benannt, oder habe ich den nur übersehen?
    Weil ich es gerne noch los werden möchte, erlaube ich mir meine Stellungnahme wie folgt hier einzustellen;
    # 696 Greedy:
    # 692 Heiner Klein alias Löwenmaul
    # 697/ 698 Josie Michel-Brüning:
    Danke für Eure nachvollziehbaren Stellungnahmen zu Franks Beiträgen und Erläuterungen zur Freiheit im Christentum.

    # 688 Alisa:
    Hallo, liebe Alisa, woher unverhofft diese Selbstzweifel?
    Ist ja alles schön und gut. Doch die Beschränkung der Freiheitsrechte, wie wir sie kennen,
    sind nun mal leider im Kriegsfall wie in Afghanistan / Pakistan, Syrien / Türkei und Krisen- und Spannungsgebieten wie China / Taiwan, Japan / Nordkorea, USA / Russland und anders wo, eingeschränkt oder im Extremfall zu deren vermeintlichen Selbstschutz verboten.
    Das wäre im Ernstfall auch bei uns nicht wesentlich anders.
    Da machen auch unsere Beschützer in den USA und auf deren Seite willigen Staaten kaum eine Ausnahme,
    Siehe "patriot act" und sonstige Einschränkungen im Finanz-, Einreise-, Kommunikationsverkehr und Geheimniswahrung (z.B. Assange, Geheimnisverrat zu Gunsten der erklärten Gegner)
    Trotz allem beste Grüße an Alle, auch der Moderation, verbunden mit dem Wunsch
    für ein erholsames, sonniges Wochenende
    fritz

  • K.Förster(Donnerstag, 18. Oktober 2012 19:22)

    Hallo Erster Karl und alle Mitleser

    Dein Aufsatz zum EEG stellt die Sachlage dar und ist eigentlich unumgänglich.

    Leider wird dieses EEG wieder zur Panikmache und Preistreiberei benutzt.
    Es sind die "Üblichen" ! Unerhört wieder einmal "Die Linke" mit ihrem Positionspapier zur sozialverträglichen Gestaltung des EEG.

    Hier:
    http://www.linksfraktion.de/positionspapiere/wie-energiewende-sozial-wird-2012-10-10/

    Die Lobby-Liste der Bevorzugten hast du ja schon verlinkt (steht auch bei Gerd als PDF z.V).
    Heute lese ich in mehrern Zeitungen, das selbst die "Nichtlieferung" von Windkraft mit zig Millionen bezahlt wird. Natürlich von den "unbegünstigten Endkunden"

    Hier:
    http://www.focus.de/immobilien/energiesparen/energiewende-paradox-windparkbetreiber-kassieren-fuer-phantom-strom_aid_841396.html

    Nebenbei machen die vier Großen in 2012 etwa 40 Milliarden Gewinn und könnten somit die gesamte Umlage für den Netzausbau (14 Milliarden-Gesamtsumme) ohne Verluste und zusätzliche Verbraucherbelastung locker bezahlen.

    Voraussetzung wäre allerdings eine "soziale Marktwirtschaft". (jedenfalls stelle ich mir so eine vor)

    Beste Grüße,
    auch an die Anderen

  • Klaus Förster(Dienstag, 16. Oktober 2012 19:26)

    Hallo Gerd und Mitleser,
    dein Beitrag vom 16.10

    Selbstverständlich muß man ordentlich recherieren.
    Bei deinen "Link" fällt die überdeutliche Internetpräsenz auf.
    Gleiches gilt für ähnliche Seiten ( wobei ich immer das Impressum lese).
    Einige sind eingetragene Vereine bei deutschen Gerichten, die sicherlich verboten wären, da sie sich "angeblich" gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder den Gedanken der Völkerverständigung richten (Vereinsverbot) und gleichermaßen wären diese jahrelange Internetpräsenz nicht akzepiert wurden.

    Über Sperranträge durch die BRD, bei Google u.a.bist du ja informiert (Platz 2 hinter USA) und auch über das tatsächliche Verschwinden von Seiten.

    In Anarchie werden wir kaum fallen, da unsere Aufpasser noch da sind.

    Eine vom Volk bestimmte Verfassung kann alles lösen.

    (Schon so ein Satz wird im GJ-Blog zensiert!)

    Damit will keinesfalls eine neue Debatte anstoßen, sondern nur zum Nachdenken anregen.

    Dankeschön für die vielen lesenswerten Beiträge hier.

    Beste Grüße
    Klaus

  • Gertrud(Dienstag, 16. Oktober 2012 15:32)

    Lieber Till/Robert,
    (Dienstag, 16. Oktober 2012 11:26)

    eine wie ich finde treffende Beschreibung, bei der man sich manchmal selbst ertappt und dann innehalten muß und darf.
    Und tut man das ist es so manches für einen selbst
    erschreckend zu erkennen,
    wohin man sich und wie entwickelt hat, auch wenn man dies niemals so wollte.

    Ich kann mich dem was Sie schrieben nur anschließen.

    Kein leichter Weg. Dann innezuhalten und sich selbst zu sehen.

    Dennoch kann man und darf man dankbar sein, wenn Menschen dazu lernen. Auch man selbst, finde ich.
    H. Geißler und auch andere sind treffende Beispiele dafür, wie ich finde. Schade jedoch wenn man seine Position nicht zu dem nutzt wenn man sie innehat. Ist auch bei einem selbst manchmal so.

    Eines möchte ich noch gerne anmerken. Es wurde viel über die Wiedervereinigung geschrieben. Jürgen Todenhöfer, schrieb dazu
    eine Passage in seinem Buch "Teile Dein Glück", wie man es sah damals in Bonn und wie man Zeit Raum und Stunde nutzte.
    Er war immer der "Spinner" fast sozusagen, der Träumer, unter den jungen Politikern. Ein Mensch der sich auch sehr verändert hat zum positiven wie ich finde. Der Mut und Hoffnung macht durch seine Sicht der Dinge.

    Ich habe nie vergessen, wie ich im Juni oder Juli 1989 zu meinem Chef sagte,
    als die Anfänge begannen, in Ungarn, und ich zu meinem Chef sagte, stellen sie sich vor die Mauer fällt und Berlin wird freie Stadt. Er sagte zu mir ich habe sie nicht mehr alle. Als die Mauer fiel und die Grenze habe ich geheult wie ein Schloßhund wie man hier so sagt. Entwicklung und Geschichte sind spannend.
    Wir sind alle Teil dieser und entsprechend wichtig ist auch wie man was und sich bewegt. Sich selbst in diesen Zeiten.

    Es ist nicht einfach.
    Aber es geht Einsicht zu erfahren und zu lernen,
    wenn man mag.

    Und ein bewußt anderer Teil zu sein, als das was Titel und Stellung und Position aus einem machen, wenn man sie nicht nutzt,
    für das was man einmal wollte, auch wenn es nicht leicht ist.

    Ich danke jedesmal für so manches was ich lesen darf,
    und wo so mancher mir aus dem Herzen schreibt und schrieb, auch wenn mir die Sachlichkeit ein bisschen fehlt, aber zu Verstehen,
    was andere sagen möchten, finde ich das wichtigste.

    Lieben Gruß und Danke wieder einmal für die hervorragenden Beiträge.

  • Walter Neumann(Dienstag, 16. Oktober 2012 11:49)

    Sehr geehrter Robert Kroiß alias Till Eulenspiegel und Gerd 49 sowie alle Interessierte.

    Ihren beiden Hinweisen bin ich etwas nachgegangen bezüglich unseres Status der Staatszugehörigkeit als Deutsch/Deutscher/Kolonialangehöriger/usw.

    Beide Blog-Seitenbetreiber sind mehr als engagiert auf diesem speziellen Gebiet (vielleicht auch noch weiteren, welche ich nicht nachgegangen bin) und scheinen sich fundiertes Wissen angeeignet zu haben.

    Was mich dabei stört, ist das Dauernde hin- und herspringen, von einem Zustand zu einem anderen und wieder zurück. Wenn beide zum Ergebnis kommen, dass wir in der Bundesrepublik letztendlich nach der Verfassung von 1919 leben und diese gültig sei, dann sind doch alle späteren oder zumindest Teile von späteren Verfügungen/Änderungen/Gesetze usw. eventuell ungültig, unwirksam, weil nicht korrekt in der richtigen Reihenfolge Änderungen vorgenommen wurden.

    Wenn dies aber so ist, dann kann man sich selber nicht auf die selbst angemahnten ungültigen Bestimmungen berufen und damit dann irgendetwas verweigern! Dann ist Konsequenz verlangt und alles zurück auf Anfang!

    Hilfreich wäre es da, einmal wirklich in chronologischer Reihenfolge die jeweiligen Bestimmungen mit Datum zu benennen und die entsprechenden Erläuterungen dazu, warum dies nicht greifen kann. So, wie ich es lesen musste, kann ich die einzelnen Darstellungen verstehen, aber im Zusammenhang die dauernden Rückgriffe/Verweise auf andere vorherige, spätere Verordnungen nicht.

    Da müsste man sich ja zuerst einmal mit der Problematik so auseinandersetzen, wie die beiden Akteure selber. Wenn sie viele Mitstreiter erreichen wollen, müssten sie es diesen durch Erklärungen besser verständlich machen. So fühle ich mich überfordert, bin aber nicht bereit "unendlich" viel Zeit zu opfern, um nicht mehr überfordert zu sein!

    Vielleicht geht es Anderen ebenso? Es ist schon ein interessantes Thema, wo doch rechtlich für uns in unserer Staatsgemeinschaft eventuell viel von Abhängen könnte. Unter welchem Status leben wir wirklich. Was durften laut Völkerrecht unsere Regierungen und was hätten sie so nicht regeln können/dürfen. Da steckt viel Zündstoff drin.

    Trotzdem dürfen wir auch nicht in Anarchie versinken, was die beiden "Protagonisten", wenn sie mit ihren "Anwürfen" durchkämen, ja letztendlich erreichen würden. Wenn Ihnen Ihre Anfragen als richtig bestätigt würden, würde sich unser Staat ja irgendwie in seiner jetzigen Form als nicht existent bezeichnen! Wollen wir das? Was wäre dann? Keine Ordnung mehr? Anarchie!

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Robert Kroiß(Dienstag, 16. Oktober 2012 11:26)

    Hallo Ihr Lieben,

    zunächst danke für die Repliken, denen ich durchaus zustimme. Was den „Hinweis“ bzgl. Melanie und Christa anbelangt. So war dieser deshalb ausdrücklich angesprochen, weil ich davon überzeugt bin, dass die Beiden mich auf Grund meiner Beiträge im AW-Forum in der „äußersten linken Ecke“ des Parteienspektrums der „Sozialromantiker“ eingeordnet haben. Stimmt doch Melanie und Christa? Deshalb habe ich – wenn ich zufällig wieder darauf gestoßen, weil ich meine Dateien ein wenig durchforstete – diesen Brief von vor knapp 10 Jahren angeführt, damit deutlich wird, dass ich mich auch mit den „sogenannten Linken“, wie eben die SPD früher auch mal als „linke Partei“ galt „anlege“, wenn ich Diskrepanzen in den Aussagen und Handlungen jeweils „Verantwortlicher“ feststelle. Für mich ist nicht ausschlaggebend WER (aus welcher Partei kommend) WAS sagt, sondern für mich ist ausschlaggebend, WAS wer sagt. Wie „man“ selbst zu seinem „Gesagtem“ steht, wie man handelt und was dies bewirkt.
    Du (bin jetzt einfach mal so frei) lieber Fritz hast ja mit Heiner Geißler auch ein durchaus beachtenswertes Beispiel angeführt. Als jüngerer Mensch war mir Geißler als Parteisekretär in seiner Art und Weise sehr „unsympathisch“. Aber dieser Mensch Geißler hat aus seinen eigenen Fehlern (falschen Sichtweisen) gelernt und dies ist für mich wichtig. Und weil Geißler dies für sich „gelernt“ hat, deshalb passt er – egal wie angesehen und wichtig er früher für die CDU war – nicht mehr in diese Partei. Gerade er bestätigt meine „Erkenntnis“, dass es die „Position, der Titel“ ist, der aus Menschen das macht, was die Position, der Titel verlangen und nicht das, was sie ursprünglich wollten. Geißler (aber nicht nur er) ist ein ganz typisches Beispiel dafür, dass sobald der Mensch von dem „Zwang der Position“ befreit ist, wieder sagt und tut, was er eigentlich bewirken wollte. Das „Ansehen“ der Position, der Titel (s. die ganzen – wie auch immer erhaltenen – Doktortitel), macht nicht nur überheblich, sondern es hebt die Menschen tatsächlich darüber hinaus und entfernt sie von dem, was sie mit ihrem Anstreben der entsprechenden Positionen ursprünglich, eigentlich und zunächst für eine verantwortungsvolle Politik (das glaube ich fast allen) erreichen wollten. Es geht dann nicht mehr darum, was „einer – in diesem Fall Geißler-“ Richtiges und Wahres sagt, sondern ob es noch mit der ABHÄNGIGEN Parteipolitik kompatibel ist.
    Und weil das „Ansehen“ und die damit verbundene Abhängigkeit auch (materiell) sehr ein- und erträglich ist, gewinnt das „haschen und suchen“ nach „Ehre“, nach „Reichtum“ immer mehr die Oberhand. „Man“ hebt immer mehr ab und entfernt sich dadurch immer mehr von sich selbst und seinesgleichen. Damit auch von dem „Ansinnen“, welches ursprünglich mal der Grund dafür war „politisch“ aktiv zu werden. „Man“ wird immer mehr zum „Getriebenen“ der Wirtschaft und des Kapitals. Und „man“ ist längst Knecht und nicht mehr Herr.
    Es geht also niemals darum, ob man als „Linker“ oder „Rechter“ links oder rechts am Tisch der Reichen und Mächtigen sitzt, sondern nur mehr darum, DASS man an diesen Tisch kommt. Und der „Gastgeber- die Reichen und Mächtigen“ bestimmen aber, WAS auf den Tisch kommt!

    Mit einem lieben Gruß an alle

    Robert

  • Gerd(Dienstag, 16. Oktober 2012 11:01)

    Lieber Heiner Klein,
    ich habe selber was gefunden:
    http://psiram.com/ge/index.php/Alexander_Schr%C3%B6pfer
    Suche lohnt also nicht mehr, aber sehr leicht kann man getäuscht werden, wenn man nicht aufpasst.

  • fritz 30(Montag, 15. Oktober 2012 21:46)

    Robert Kroiß
    (Montag, 15. Oktober 2012 12:13)
    Lieber Till,
    nicht uninteressant nur für die genannten.
    Auch ich habe deinen Brief von vor 10 Jahren zur Kenntnis genommen.
    Hat man in irgendeiner Art und Weise darauf reagiert/geantwortet? Ich vermute mal, wohl eher nicht.
    In diesem Zusammenhang heute erneut in einer meiner MC-Aufzeichnungen zur Generalaussprache des BT von 1998 hineingehört, in der auch schon u.a. Gysi und La Fontaine die Auswirkungen der zerstrittene Politik von CDU/CSU/FDP mit Kohl, Waigel, Stoiber, Gerhard mit der Warnung vor den Folgen in Ursache und Wirkung, wie du sie beschreibst, geißelten.
    Genau wie heute Uneinigkeit durch Steuersenkungspartei FDP, querliegender CSU und nicht harmonierender CDU.
    Was den Anspruch und die Realität der gestalteten Politik der Christdemokraten -nicht nur deren - seit dem anbelangt, hat damals schon Heiner Geißler in seinem 1997 erschienenen Buch "Das nicht gehaltene Versprechen - Politik im Namen Gottes" Stellung bezogen.
    Zitat;
    "Zum christlichen Menschenbild gehört auch die soziale Verantwortung. Natürlich kann die Globalisierung der Wirtschaft auch bedeuten, dass die Armut besser bekämpft wird. Das wird aber nur möglich sein, wenn diejenigen, die wirtschaftliche und politische Verantwortung tragen, das Kapital, das zusätzlich zur Verfügung steht, auch für mehr soziale Gerechtigkeit nutzen". Oder in seinem 2003 erschienenen Buch: "Was würde Jesus heute sagen?":
    "Weltweit driften Reichtum und Armut in unvorstellbarer Weise auseinander.
    Für diese Entwicklung ist eine "Wirtschaftsordnung" verantwortlich, die keinen geordneten Wettbewerb kennt, sondern ausschließlich den Interessen des Kapitals dient. Shareholder Value nennt man diese Philosophie, die international an die Stelle der Sozialen Marktwirtschaft auf nationaler Ebene getreten ist".
    Wie seinem Kollegen Norbert Blüm, ist es Heiner Geißler ernst mit der christlichen Soziallehre. Und auch Norbert Blüm hat Recht mit seiner Forderung, die christliche Soziallehre, die in zahlreichen Enzykliken präzisiert worden ist, aus der Versenkung hervorzuholen.
    Oder auch die jüngste Kritik am Marktradikalismus ist nicht neu und sie wird auch nicht allein von Sozialdemokraten geübt. Schon als der "reale Sozialismus" zusammenbrach - bei dem bekanntlich alles "real" war, nur nicht der Sozialismus - warnte Marion Gräfin Dönhoff in einem Leitartikel auf der ersten Seite der "Zeit" vom 22.09.1989 unter dem Titel "Am Ende der Geschichte?" davor, dass Marktradikalismus dazu führen könne, dass "als nächster absurder Einfall der Geschichte vielleicht der Kapitalismus zugrunde geht". Und Marion Dönhoff wurde nicht müde, weiter zu warnen, so in ihrem 1997 erschienenen Buch "Zivilisiert den Kapitalismus - Grenzen der Freiheit", in dem sie schrieb:
    "Niemand kann bestreiten, dass das Marktsystem in seiner Effizienz von keinem anderen Wirtschaftssystem übertroffen wird. Aber wenn der Markt kritiklos idealisiert wird ., dann entartet das Ganze mit der Zeit zum "Catch-as-catch-can".
    Wie wahr!
    Doch was hat sich trotz der Warnungen und Hinweise über die Zeit hinweg zum Positiven
    verändert? Nichts, eher zum Gegenteil
    Danke für deinen Link
    Mit freundlichen Grüßen
    fritz

  • Gerd Dietrich(Montag, 15. Oktober 2012 21:04)

    Lieber Heiner Klein,
    von Klaus Förster erhielt ich einen Link zu Seiten politischer Aufklärung. Ich wollte einen Beitrag für meinen Blog schreiben, dazu aber noch auf anderen Seiten zum gleichen Thema recherchieren. Dabei stieß ich auf diese interressante Adresse: http://finanzamt.name/category/verfassung-grundgesetz/

    Da ich meine, Sie haben allein aus beruflichen Gründen mit solchen Dingen mehr zu tun gehabt als ich, möchte ich Sie und vielleicht auch Andere bitten, diese verhältnismässig aktuellen Artikel einmal anzusehen und mir mitzuteilen was davon zu halten ist. Der Autor der Beiträge gibt immer Belege an.

    Sollte der Betreiber der Seite auch nur halbwegs Recht haben, dann ist es eine Riesensauerei, was hier seit Jahrzehnten abläuft. Verschiedene Dinge erscheinen dann aber auf einmal in einem ganz anderen Licht.

  • Gertrud(Montag, 15. Oktober 2012 15:24)

    Hallo Till,

    Mein Fazit nach Lesen des Briefes, er hat sich nichs verändert, nach zehn Jahren
    scheint es noch schlimmer zu sein.
    Wenn ich an die Zeiten vorher denke, hat sich eine Menge ge- und verändert. Früher bekam man fast 90 % des Einkommens als Krankengeld,
    war geschützter und vieles andere mehr.
    Heute hat man leider den Eindruck als Freiwild freigeben worden zu sein.
    Ich kenne teils noch die Rechtslagen von früher
    und gegenüber heute wird mir manchmal schlecht.

    Schön ist das alles nicht,
    aber das schlimmste daran sind Mitbürger, die dem ganzen noch beipflichten,
    wie ich finde. Und vieles so wie es ist in Ordnung finden. Wohl auch deshalb,
    weil sie es teils nie anders kennenlernten, das vermag ich jedoch nicht unbedingt zu beurteilen.

    Ich pflege zu sagen früher
    konnte man in Ruhe gesund werden, wenn man krank war
    und wurde es auch schneller,
    heute holen einen die Sorgen ganz schnell ein,
    wenn man etwas hat. Und machen es nicht besser.

    LG

  • Robert Kroiß(Montag, 15. Oktober 2012 12:13)

    Vielleicht insbesondere für Melanie HH und Christa nicht ganz uninteressant.

    Zur "Überraschung" v. d. Leyen´s bzgl. Altersarmut
    fand ich in meinen Unterlagen einen knapp 10 Jahre alten Brief, welchen ich damals an die regierenden Entscheidungsträger geschrieben habe. In diesem Brief habe ich - als dummer Bürger, der ja von den weitreichenden "Entscheidungen" der "Eliten und Exzellenzen nichts versteht - bereits auf "Auswirkungen" der Agenda 2010 hingewiesen:

    hier zu lesen

    Zur "Überraschung" v. d. Leyen´s bzgl. Altersarmut
    fand ich in meinen Unterlagen einen knapp 10 Jahre alten Brief, welchen ich damals an die regierenden Entscheidungsträger geschrieben habe. In diesem Brief habe ich - als dummer Bürger, der ja von den weitreichenden "Entscheidungen" der "Eliten und Exzellenzen nichts versteht - bereits auf "Auswirkungen" der Agenda 2010 hingewiesen:

    hier zu lesen

    http://robert-diegrossenreligionen.blogspot.de/2012/10/zur-uberraschung-v-d-leyens-bzgl.html

    mit lieben Grüßen und hoffentlich eine gute Woche für alle

  • Ralf Nietzschmann(Montag, 15. Oktober 2012 11:29)

    Hallo Heiner Klein, hallo Foristen/innen,

    danke für ihren Beitrag. Ich kann keine Differenzen in der Sache feststellen. Ihre Darstellungen beziehen sich auf ehrliche wahre Christen und dem kann ich voll zustimmen.
    Als Information an die Foristen/innen.
    Ich habe auf meine Anfrage bei der Redaktion Anne Will keine Rückantwort erhalten.
    Für mich ein weitere Beweis, dass wir überhaupt nicht für voll genommen werden und das Forum für die Redaktion nur ein notwendiges Übel darstellt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf Nietzschmann der Erste Karl

  • Gertrud(Montag, 15. Oktober 2012 10:35)

    Guten Morgen,
    Danke erst mal für die guten Beiträge wieder.
    Das Video auf youtube ist wunderschön.

    Heiner,
    Sie haben in Ihrem Beitrag 17.05 es treffend beschrieben wie ich finde.
    Auch wenn jemand kein Christ ist, oder anderer Religion angehört, mitmenschlich verhalten kann und sollte man sich immer.

    Ich frage mich gerade
    was P. Roesler für ein Mensch ist, der vor einem Stromausfall im Winter warnt, anstatt ihn evtl. zu verhindern.

    Diese ständig negativen Nachrichten und Schlagzeilen egal wo und wie bewirken nicht unbedingt viel gutes wie ich finde. Sie setzen einiges herunter.
    Es ist nicht schön.

    Ich wünsche allen einen schönen Tag und einen guten Start in die neue Woche.
    LG.

  • Heiner Klein, alias Löwenmual(Sonntag, 14. Oktober 2012 17:05)

    Erster Karl, nachstehend meine Sichtweise:

    Dass Anhängern des Christentums viele Dinge untersagt sind und sie daher oft ein tristes Dasein fristen, davon gehen viele Zeitgenossen aus. Dabei aber ist das Christentum durch und durch von Freiheit und Befreiung durchdrungen.

    Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit! Diese Leitbegriffe der Französischen Revolution sind uns allen ja weithin bekannt. Auch den Dreiklang " Einigkeit und Recht und Freiheit" sollten zumindest wir Deutschen gut kennen!

    Diese beiden Beispiele aus der Politik zeigen, dass Freiheit ein hohes Gut ist, für das sich über Jahrhunderte unserer Menschheitsgeschichte hinweg immer wieder Menschen sogar mit dem Leben eingesetzt haben.

    Aber was genau versteht man dann unter Freiheit?

    Und was ist es, was die Freiheit des christlichen Glaubens verspricht?

    Zunächst einmal wird deutlich, dass Freiheit nicht - wie so oft angenommen und praktiziert - Beliebigkeit und Egoismus bedeutet. Es geht dabei - auch ich bemühe mich darum - einer praktischen Vernunft zu entsprechen und die Würde und Freiheit ANDERER Menschen zu achten!

    Deswegen aber auch oder gerade, ist es für viele Menschen sehr schwer vorstellbar, dass der christliche Glaube eine Religion der Freiheit sein soll!!?

    Ein gutes Beispiel dafür, wozu christliche Freiheit befähigen kann, ist das Leben von Dietrich Bonhoeffer, evangelischer
    Theologe zur Zeit des Nationalsozialismus.

    Wird er, der Glaube, nicht oft genug als eine rigide Weltanschauung voller Verbote und Auflagen verstanden?

    In der praktischen Ausübung jedenfalls zeichnen sich viele der Anhänger des christlichen Glaubens tatsächlich häufig eher durch das aus, was sie verbieten und ablehnen.

    Aber, lieber Erster Karl, vom Grundgedanken her ist das Christentum aber voll und ganz von Freiheit durchdrungen.

    Siehe " Altes Testament" indem gerade solche Befreiungsverfahren eine ganz wichtige Rolle spielen, z.B. der Exodus.

    Für mich versinnbildlicht diese Aktion, dass Gott nicht fern und distanziert ist, sondern, dass er sich um das Wohlergehen derer kümmert, die zu ihm gehören. Im Klartext: Gott ist an der Freiheit seiner Geschöpfe schon sehr interessiert!

    Im " Neuen Testament" wird das fortgeführt, wenn man liest: " Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auferlegen" ( Galater 5.1 )
    Wie wahr!

    Weiteres Beispiel dafür ist, dass sich Jesus damals schon mit "Zöllnern" und "Sündern" abgegeben hat, die dadurch eine befreiende Lebensveränderung erlebten.

    Letztlich sind es auch nicht die äußeren Umständde, die das entscheidende Hindernis für unsere Freiheit darstellen. " Unfrei " sind wir eher daraum, dass
    wir uns dem Diktat dieser Welt unterwerfen und z.B.
    nach immer mehr Geld, Macht und Ruhm streben.

    So möchte ich sagen, dass Jesus kein autoritärer Herrscher ist, der seine Untertanen knechtet und unterdrückt. Nein, vielmehr ist er ein Gott, der die Freiheit der Menschen achtet, ihnen treu ist und uns allen die Möglichkeit gibt, ihm aus freien Stücken unser Vertrauen zu geben.

    Drum, werter Erster Karl, haben Sie völlig Recht. Mit der christlichen Freiheit geht aber auch gleichzeitig eine große Verantwortung einher!

    Wer frei im christlichen Sinne ist, hat demnach noch lange nicht das Recht, sich wie die "Axt" im Walde zu benehmen!

    Auch ist Freiheit nicht etwas, was nur einzelne Menschen für sich haben, sondern das sich in der Beziehung zu Gott, den Mitmenschen und letztlich auch zu sich selbst entfaltet!

    Denn, wer ausschließlich auf sich bezogen lebt, kann diese Freiheit eigentlich gar nicht erleben. Freiheit darf also nicht als Mittel zu Selbstbestimmung des Einzelnen verstanden werden, sondern ausschließlich als Verantwortung für gemeinsam gestaltetes Leben wahrgenommen werden.
    ( In Bezug auf die " Politik", auch die aktuelle, trifft das richtigerweise zu!)

    Verantwortung bzw. verantwortliches Handeln ist und bleibt somit ein unverzichtbarer Bestandteil von Freiheit im christlichen Sinne.

    Die von Vertrauen und Freiheit geprägte Beziehung zwischen Gott und den Menschen widerspricht einer Gesetzlichkeit nach dem Motto:" Du musst das tun!"
    und " Du darfst das nicht!"
    Wenn ich also weiß, dass z.B. Geld, Besitz, Modetrends, etc. etc. nicht alles sind, wenn mir klar ist, das ein ewiges Leben auf mich wartet, dann muss ich auf Biegen und Brechen das Maximusm aus dem Leben auf dieser Erde herausholen.

    Gnadenlosem Konkurrenzkampft und bestehender Ellenbogenmentalität kann ich damit dann anders begegnen. Ich kann meine Prioritäten ganz anders setzen.

    Zu guter Letzt steht für mich christliche Freiheit auch für Lebensfreude.

    Moralinsaures Verhalten und ideologische Enge
    haben deswegen in ihr keinen Platz!

    Gott ist verschwenderisch mit seiner Liebe, seiner Gnade und Freude.

    So schließe ich mit meiner persönlichen Feststellung:
    Wenn Christen von diesem Gott geprägt sind, können sie nicht anders, als das von Gott gegebene Leben und seine Schöpfung - deswegen bin ich auch strikt gegen eine Legitimierung der Beschneidung - zu genießen
    und ihre Freiheit in Freude und Dankbarkeit zu leben!

    Es grüßt an einen tristen Sonntagnachmittag Heiner Klein, alias Löwenmaul und wünscht noch einen schönen Restsonntag!

  • fritz 30(Sonntag, 14. Oktober 2012 12:54)

    Leute, liebe Leute, was seid Ihr fleißig, Wandas HP mit inhaltsreichen Beiträgen zu füllen, so dass ich kaum in der Lage bin lesend hinterherzukommen, geschweige denn meinerseits schreibend mit Dank und Anerkennung gebührend darauf zu reflektieren.
    Allen für den Rest des Tages alles Gute.
    Mit den besten Grüßen
    fritz

  • Robert Kroiß(Sonntag, 14. Oktober 2012 10:56)

    Hallo Ihr Lieben, mit Herzblut diskutierenden,

    mische mich mal auch wieder ungefragt ein.

    Ich persönlich glaube nicht, dass es bei der Diskussion um „Merkel“ um die Partei- oder Religionszugehörigkeit geht. Sondern darum, welche Position – als Kanzlerin – sie einnimmt und vertritt. Dazu kommt, dass z. Zeit eben „Merkel“ Kanzlerin ist.
    Will mal das Beispiel mit dem „Dirigenten“ nochmals aufgreifen. Schröder z. B. war ein „Dirigent“, der einfach „Basta“ sagte, wenn sein Orchester nicht so spielte, wie er das „Stück“ interpretierte. Kohl wiederum ließ sein Orchester spielen, stand (saß es aus) am Pult und dachte sich, solange die „Zuhörer“ geduldig auf ihren Plätze verharren, ist es eigentlich egal, was „mein Orchester“ spielt. Merkel hat davon viel gelernt und übernommen und denkt sich ebenfalls, solange die Zuhörer die „falschen Töne“ nicht hören und mitbekommen, muss ich gar nicht korrigierend eingreifen. Und die jeweiligen Orchestermitglieder dachten und denken sich, solange ich in diesem Orchester – auch mit falschen Tönen – mitspielen kann und darf, muss ich mich gar nicht darum bemühen, mein „eigenes Instrument“ besser zu beherrschen, die Noten richtig zu lesen und spiele eben einfach mit, solange „mein Dirigent“ glaubt, die „Interpretation des Stückes“ klingt ja insgesamt irgendwie doch immer noch nach „Musik“.

    Erst wenn die Zuhörer merken, dass man ihnen ständig die falschen Stücke, Interpretationen und Töne eines eigentlich angekündigten Stückes - für welches sie ja eigentlich „Eintritt“ bezahlten - präsentiert und „buhend den Saal“ verlassen; erst dann wird klar werden, dass „man“ so nicht weiter „musizieren“ kann.
    Dazu ist es aber nötig, dass vor allem die Zuhörer „Musikkenner“ sein und auch merken müssen, was da „gespielt“ wird.

    Dass diejenigen, welche dies bereits jetzt merken und auch wissen, dass in erster Linie der „Dirigent“ für die Aufführung verantwortlich ist, auch darauf hinweisen, ist auch klar. Und so geht es m. E. gar nicht darum, wie der „Dirigent“ heißt, sondern wie er/sie mit dem Orchester und der Aufführung umgeht. Und aktuell heißt die „Dirigentin“ eben Merkel.

    Auch ich bin mit der „Leistung“ von der aktuellen „Dirigentin Merkel“ nicht einverstanden und bekomme einfach mit, dass damit auch das ganze Orchester einfach „Mist“ spielt. Aber ich habe dies auch schon unter den „Dirigenten Kohl und Schröder – wie auch deren Vorgängern -“ gemerkt. Auch wenn sich der ein oder andere Vorgänger doch noch ein wenig mehr an die „Noten“ des aufzuführenden Stückes zu halten versucht hat.
    Inzwischen wurden und werden aber die Misstöne immer gravierender und hörbarer. Und selbst wenn man annehmen sollte, dass der „Dirigentenstab“ und die „Noten“ immer nur weitergereicht wurden, bedeutet dies nicht per se, dass der/die aktuellen DirigentenIn nicht besser dirigieren könnten. Dass der ein oder andere Nichtkönner (also derjenige, der sein „Instrument“ nicht richtig beherrscht) ausgewechselt und ersetzt werden könnte. (Was auch immer wieder mal geschah, wenn die Misstöne des einzelnen Orchestermitglieds absolut nicht mehr zu überhören waren).

    Es geht also primär gar nicht um den „Namen des Dirigenten“ oder die „Partitur (Parteizugehörigkeit)“, sondern was der jeweils aktuelle Dirigent aus dem „Stück“ macht!

    In diesem Sinne nichts für ungut und liebe Grüße

    Robert

  • Wanda Müller(Sonntag, 14. Oktober 2012 10:36)

    Lieber Gerd,

    ich kannte die Geschichte bereits, aber wiederholt hat mich diese, als ich das von Dir empfohlene Video ansah, sehr berührt.

    Wie klein erscheinen mir dann alle meine Freuden und Probleme! Ein Vater zeigt seinem Kind seine Liebe. Gegen alle Unbilden und sogar scheinbaren Unmöglichkeiten. Ihm geht es nicht darum, dass er dafür gehuldigt wird; sein Sohn soll glücklich sein. Er sagt ihm, egal, was passiert, ich liebe Dich mein Sohn, bin immer für Dich da, mache das für Dich Unmögliche für uns beide möglich.

    Wenn der Mensch es will, kann er alles, aber auch wirklich alles erreichen. Und wenn es dann soweit ist, ist man glücklich. Hart erarbeitetes Glück.

    Siehe aufmerksam in die Runde, über Deinen eigenen Bauchnabel hinaus, und frage, was macht andere glücklich! Nicht reden, sondern tun!

  • Ralf Nietzschmann(Sonntag, 14. Oktober 2012 09:59)

    Hallo Heiner Klein,

    gerne möchte ich antworten.Grundsätzlich greife ich nur einzelne Personen im Zusammenhang mit den Begriff Christ an. Mir liegt es vollkommen fern christliche Menschen in irgendeiner Form zu beleidigen oder zu diskreditieren . In unseren Bürgerbewegungen zu DDR Zeiten , aber auch jetzt haben wir sehr viel christlich protestantische und katholische Menschen in unsern Reihen. Wir verstehen uns blendet, da wir das gleiche Ziel für unser Klientel erreichen wollen. Dabei ist es vollkommen egal, welche Weltanschauung der einzelne vertritt.
    Ich habe zu den von Ihnen angeführten Personen , jetzt aktuell Steinbrück, bestimmt keine entschuldigende Meinung. Nein und wenn sie sich als Christen ausgeben greife ich sie genau so an, wie Merkel. Sie müssen doch zugeben, dass gerade unsere sogenannten Eliten, unabhängig vom Parteibuch, mit den christlichen Glauben gegenüber einer großen Anzahl von Menschen sehr viel „Schindluder“ betreiben.
    Und noch etwas zu den Parteien. Wir kämpfen für ein System ohne jegliche Parteien. Wir wissen aber auch, dass das zur Zeit illusionär ist, trotzdem sind die Programme der verschiedenen Bürgerinitiativen durchaus zu beachten, denn die Erde dreht sich bekanntlich weiter und Systeme sind nicht unbedingt in Stein gemeißelt für die Ewigkeit gemacht.
    Nur noch etwas zu meiner persönlichen Einstellung. Auf Grund der Parteienlandschaft in Deutschland CDU/CSU/SPD/FDP/ mit wenigen Ausnahmen auch Grüne, als willfähige Instrumente der Kapitaleigner, braucht Deutschland ein Gegengewicht im Bundestag und das sind für mich zur Zeit nur die Linken. Dabei bin ich mir ohne weiteres bewusst , dass es für diese Partei unmöglich ist ihre Vorstellungen zu verwirklichen. Zu mindestens haben sie aber in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass die Kuchenkrümmel für mein Klientel etwas größer geworden sind, weil ganz einfach die anderen Parteien reagieren mussten,um ihre Wählerschaft nicht ganz zu verprellen.
    Ansonsten ist die Linke für mich auch nur eine Partei, die sich nach den Regeln hält. Ich erinnere da besonders an den Fraktionszwang und an personelle unwürdige Personalentscheidungen im vergangenen Jahre. Trotz massiver Angebote der Linken und auch der SPD und nun auch der Grünen in diesen Parteien als Mitglied mitzuarbeiten, kommt für mich kein Parteieintritt in Frage.
    Ich war und bin ein freier Mensch, der seine eigene Meinung vertritt und könnte mich niemals der Parteiendisziplin unterordnen.
    Festzustellen ist aber das Werben der Parteien für ihre Zwecke. Sie wollen ganz einfach unser Potential der Massenmobilisierung. Von derartigen Massenmobilisierungen, Petitionen verfassen können nämlich die Parteien nur träumen und das ist für mich doch ein gutes Zeichen der Systemveränderung , die bestimmt irgendwann kommt. Und die hat nichts mit den lismen zu tun.
    Abschließend stelle ich fest, dass wir inhaltlich im Bezug zu ihren Schreiben so weit auch nicht liegen. Ich hoffe, dass ich bezüglich zu der Verwendung Christ aus meiner Sicht einig Irritationen ausräumen konnte und wünsche ihnen und allen Lesern dieser HP einen erholsamen Sonntag.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ralf Nietzschmann der Erste Karl

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Sonntag, 14. Oktober 2012 00:11)

    Noch einen Nachsatz, den ich vergessen habe:
    Müsste man sich dafür nicht auch " schämen"?

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Sonntag, 14. Oktober 2012 00:09)

    Lieber Ralf Nietzschmann,
    Erster Karl,

    auch ich habe Ihre Replik an Melanie HH. gelesen und mische mich ein!

    Wenn ich nicht wüsste spätestens jetzt aber wüsste ich es ), dass
    Sie " politisch " Frau Merkel nicht mögen ( was Ihr gutes Recht ist ) und sicherlich mit Ihrer " politischen" Gesinnung nicht viel gemeinsam hat,
    würde es mich interessieren, warum und weshalb Sie vieles immer wieder mit dem Begriff " Christ", "christlich "
    oder " Christsein" in Verbindung bringen!?

    Was war denn Gerhard Schröder Ex-BK , was ist denn Frau Kraft in NRW, was ist denn Herr Beck in Rheinland-Pfalz usw. usw.?

    Soweit mir bekannt, sind das auch " Christen"! Haben die sich für Ihre " Regierungsarbeit " verantworten müssen??

    War nur ein kleiner " Zwischenruf",denn " Christsein " bedeutet auch Kompromisse machen, Entscheidungen treffen usw. Was haben denn " ihre " Vorgänger" alles
    " verbrochen" ( zu verantworten) ?

    Ich meine ja nur, so einfach sollte man sich das allerdings nicht machen. Schröder war auch in China, und? Steinbrück
    Initiator der Finanzkrise, und? Beck und sein Finanzministerium, und?
    Wowereit in Berlin und Flugplatz, und? Alles aktuelle Fakten!
    Nein, es war aber die Merkel, wobei ich einräume, dass ich auch nicht alles für " gut " heiße und dazu auch meine
    klare Meinung geäußert habe, wie Sie wissen!

    Also - auch ich bin kein "Fan" von Frau Merkel - aber ein wenig mehr Sachlichkeit und weniger Polemik wären angebrachter und dienlicher!

    Auch in der LINKEN sind Christen, wie christlich würden die sich denn verhalten? Würden dann die Menschenrechte in China gewahrt?

    Die Finanzkrise behoben?

    Die Bankenkrise beseitigt?

    Der Niedriglohnsektor abgeschafft? etc. etc.

    Hartz IV beseitigt? Renten erhöht? Gesundheitswesen reformiert? Polizisten eingestellt( die gerade in NRW rduziert werden) ?

    Und alles das, was Sie da "katalogisiert" haben, hätten " Nichtchristen" oder "andere" besser oder
    anders gemacht?

    Ich hätte da schon meine Zweifel und denke, Sie
    auch, oder irre ich mich?
    Ich hoffe, dass ich mich aus meiner Sicht " einmischen " durfte
    und grüße herzlichst
    Heiner Klein alias Löwenmaul

  • Robert Kroiß(Sonntag, 14. Oktober 2012 00:00)

    Hab da was für unsere "Gottesanbeter"..."lol"

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=397506480278629&set=a.415316145164329.114663.244019328960679&type=1&relevant_count=1

    liebe Grüße Robert

  • Ralf Nietzschmann(Samstag, 13. Oktober 2012 18:57)

    Hallo Robert Kroiß ,hallo Gerd Dietrich und Leser dieser HP,

    zur Zeit bin ich sehr wütig,wenn ich die Themen des politischen Talk im ÖRF sehe.
    Will mit Lebensmitteln und Jauch nun mit Kachelmann. Ich persönlich sehe solche Themen als systematische Ablenkung an.
    Als Mensch muss man aber mal abschalten können und darum ist die Geschichte von Robert Kroiß herzerfrischend und stimmt mit unseren Lebenserfahrungen total überein. Genau so war es.
    Ich werde diese Geschichte meinen Enkel zukommen lassen und wir werden in eine von mir aus pädagogisch Gründen gewollte Diskussion darüber mit Sicherheit sprechen.
    Es ist ganz einfach unsere Pflicht mit unseren Enkeln /innen darüber zu diskutieren und den Bezug zur Neuzeit herzustellen.
    Nun zu Gerd 49.
    Wie du in deinen Beitrag hier die Bundeskanzlerin , als Antwort an Melanie hier bewertest, findet meine vollste Zustimmung.
    Ich möchte einen Schritt weitergehen und auf Merkels Besuch in Griechenland eingehen.
    Angeblich ist ja Merkel eine Christin. Ist sie das wirklich ?.
    Nein sie ist ein willfähiges Instrument der Kapitaleigner und jeder anständige Mensch in Deutschland müsste sich schämen eine solche Bundeskanzlerin zu haben.
    Mit wem hat sich Merkel denn getroffen?
    War sie bei den einfachen Menschen?War sie bei den Gewerkschaftlern?

    Wäre es nicht richtig gewesen, wenn sie sich den verzweifelten Menschen gestellt hätte: den Eltern, die nicht mehr wissen, wie sie für ihre Kinder sorgen sollen, den Rentnern, die nicht mehr ihre Stromrechnungen bezahlen können, den Jugendlichen, die aus lauter Verzweiflung über fehlende Jobs und Perspektiven ihrer Wut freien Lauf lassen. Merkel hat all das ignoriert.
    Im Gegenteil, sie nimmt Ostdeutschland und die Treuhand mit ihren verbrecherischen Tun und Lassen zum Vorbild und will dies auf Griechenland übertragen.
    Hat man von Merkel jemals gehört, wie sie gegen die Steuerhinterzieher in Griechenland vorgehen will und wie man Gelder, die unrechtmäßig in der Schweiz in England lagern zurückholen will ?
    Es ist schon sehr schade, wenn uns Kabarettsendungen , wie Neues aus der Anstalt, oder auch Volker Piespers immer wieder die tatsächlichen politischen Tatsachen vor Augen halten müssen.
    Ich persönlich sehe an Merkel nur eine positive Eigenschaft, auf den Spuren von Steinbrück und Konsorten ihrer Koalition würde sie sich nicht begeben, aber ansonsten ist sie eine unmenschliche Person und jeder Christ müsste sich für sie schämen.

    Ralf Nietzschmann der Erste Karl

  • Gerd Dietrich(Samstag, 13. Oktober 2012 16:51)

    Soeben fand ich ein Video, welches ich Jedem empfehlen kann anzusehen.

    Atemberaubend ! Eine berührende Geschichte von Vater & Sohn
    http://www.youtube.com/watch?v=4Qd1-ItUEUc

    Die Qualität ist zwar nicht sehr gut, der Inhalt umso mehr.

    Die Tafeln anfangs versuche ich zu übersetzen:

    Meine Lieben
    ich möchte euch von einer hübschen Geschichte erzählen,
    einer wahren Geschichte…

    Ein Sohn fragt seinen Vater: „Papa, würdest du einen Marathon mit mir laufen?“
    Der Vater antwortet ungeachtet seines Alters, seiner Herzprobleme: „Ja“.

    Und sie liefen diesen Marathon zusammen.

    Der Sohn fragt: „Papa, würdest due noch einen Marathon mit mir laufen?“
    Und wieder sagt der Vater: „Ja“

    Und so liefen sie auch diesen Marathon.

    Eines Tages fragt der Sohn seinen Vater: „Papa, würdes du den „Iron Man“ mit mir versuchen?“

    Man muss wissen, „Der Iron Man“ ist der härteste Dreikampf, den es gibt; 4 km Schwimmen im offenen Meer, 180 km Fahren auf dem Fahrad und anschließend 42 km Laufen , Alles hintereinander weg, ohne Pause.
    Wieder sagte der Vater: „Ja“

    Mag sein, dass das Sie nicht wirklich berührt … bis Sie dies diesen Film gesehen haben (schalten Sie den Ton ein)

  • Robert Kroiß(Samstag, 13. Oktober 2012 16:41)

    Wo er "Gerd" recht hat, hat er recht. Der "Dirigent" ist dafür verantwortlich, dass die "Aufführung" fehlerfrei über die "Bühne" geht. Also muss er die "Noten" kennen und den "Takt" vorgeben. Und wenn "eine/r" im "Orchester" falsch spielt, muss er das korrigieren oder notfalls mit einer/einem anderen besetzen, die/der ihr/sein Instrument und die Noten beherrscht.
    Ansonsten leiden nicht nur die "Musiker und Dirigent" unter den "falschen Tönen", sondern der gesamte "Zuhörerraum", also das Volk, welchem man die "Flötentöne" beibringt.
    Vielleicht ist das mit der "Richtlinienkompetenz" gemeint?!

  • Gerd Dietrich(Samstag, 13. Oktober 2012 10:32)

    Liebe Melanie HH, Anne Will #390
    es erschließt sich Ihnen also nicht, was die Bundeskanzlerin mit dem Thema bei Anne Will zu tun hat.
    Sie schreiben: „Frau Merkel ist doch nicht für alles verantwortlich, was hier so im Land schief läuft. Und sie ist von Nichts besessen, sondern ihr geht es um unser Wohl.“

    Um „unser“ Wohl geht es ihr schon mal gar nicht sondern um das Wohl der Banken und deren Eignern. Das hat sie ja schon oft genug bewiesen. Seit ihr Chef Ackermann zurückgetreten ist, scheint sie direkt Goldman-Sachs zu unterstehen.

    Aber,
    1. spielt sie die erste Geige in dem Chaosorchester, welches sich Regierung nennt und hat automatisch damit zu tun, was alle ihre Mitspieler tun und von sich geben
    2. wird sie nicht müde, alles Mögliche zu Chefsache zu erklären, damit wohl erstmal Ruhe einkehrt und die Angelegenheit dann im Sande verläuft. Unter Kohl nannte man es „aussitzen“
    3. für mich ist sie besessen denn wie und wo sie ihr Mantra „Wachstum“ beschwört, kann es nichts anderes sein. Gerade sie als Physikerin weiß doch, dass es in einem begrenzten Raum kein unbegrenztes Wachstum geben kann. Und trotzdem predigt sie bei jeder Gelegenheit von Wachstum.

    Auch hat sie mit Wiesenhof zu tun denn das was da läuft ist nicht nur eine Riesensauerei dem Verbraucher gegenüber sondern auch eine Straftat gegenüber mehreren Tierschutzgesetzen.

    Wenn nicht sie wer dann kann das zuständige Ministerium anweisen dagegen vorzugehen?
    Sie macht es aber nicht oder die, eh überflüssige, Aigner gehorcht ihr nicht.
    Es widerspricht wohl ihrer Vorstellung von Wachstum, wäre außerdem eine Maßnahme gegenüber der so von ihr gehätschelten Industrie und so wird nichts unternommen.

    Gerade ist sie in China zu Kreuze gekrochen, einem Land, dass die Menschenrechte mit Füssen tritt, aber für das Wachstum der deutschen Industrie wichtig ist, genau wie Saudi-Arabien und ihr Panzerdeal.
    Und da Menschenrechte bei ihr anscheinend keine Rolle spielen wenn es um Profit für die Wirtschaft geht, wird es ihr wohl genauso egal sein, wie Tiere behandelt werden.
    Eine Frage noch:
    Was meinen Sie wo das hinführt, wenn Jeder in erster Linie immer mehr für sich selbst verantwortlich ist? Kann es sein, dass es beim Einkauf von Lebensmitteln beginnt und so langsam dazu übergeht, dass sich jeder selbst und seine Familie beschützen muss? Bei den Sicherheitskräften wird ja schon fleißig Personal abgebaut.
    Das wird aber ohne Bewaffnung nicht gehen. Wehe wenn erst die deutschen Waffenhersteller den „mündigen Bürger“ als gut für ihr Wachstum entdecken, dann haben wir sie fast komplett: Die amerikanischen Verhältnisse. Das müsste doch ihr Traum sein, so wie sie damals George W. angehimmelt hat. Wollen wir DAS?

    Viele Grüße an alle
    Gerd

  • Gertrud(Freitag, 12. Oktober 2012 08:00)

    Guten Morgen,

    Hallo Till,
    gerade las ich die Geschichte der Überlebenshelden. Hab Sie erst gesucht, nun nach Wandas Hinweis gefunden.
    Danke dafür. Es ist die Geschichte die wir häufiger auf runden Geburtstagen hören, wenn man sich an die "gute alte Zeit" zurückerinnert und sich fragt "Wie haben wir das alles überleben können und geschafft"?.

    Es hat was. Heute flippt jeder beim kleinsten Nichtgelingen aus, nicht jeder aber viele, und es wird sicher Grund und Ursache haben.

    Dennoch hoffe ich auf Wendung. Es ist nicht richtig jungen Menschen die Hoffnung zu nehmen,
    sondern man darf Ihnen Mut machen, denn nichts ist so konstanter wie die Veränderung. Und daß muß man auch, wie soll es sonst weitergehen. Ich hoffe da immer wieder.

    Es ist im übrigen mehr als interessant zu sehen, wenn man die Dokumentationen aus anderen Ländern sieht,
    wie die Menschen dort manchmal ihr Leben meistern. Es hat Respekt verdient. Ich denke gerade an die Dokumentatationen die wir über Rußland sahen,
    wo manchmal der richtige Gegenstand zu Hand viel ausrichten kann, während hier..?

    Ja ich fand wir hatten ob allem viel mehr Freiheit viel mehr Freude, vielmehr Spaß, sicher auch manche Not, aber die wurde gemeinsam bewältigt.

    Heute hat niemand mehr so richtig Zeit, alle sind gestresst und haben Termine. Warum? Anstand die Zeit gemeinsam gut zu verbringen, wird sie Dingen zugewandt die letztlich nicht das geben, was vielleicht beabsichtigt sein könnte.

    Lieben Gruß

    Wünsche allen hier einen schönen Tag und ein schönes Wochenende.

  • Robert Kroiß(Donnerstag, 11. Oktober 2012 21:35)

    Muss hier was klar stellen; ich habe mich nur an einen Text "eines Unbekannten" angelehnt. Es gibt diesen Text "Geboren vor 1978" in vielen diversen Ausführungen. Und er ist NICHT von mir.
    War eigentlich auch bei meinem "senden" unten so vermerkt. @ Wanda: vielleicht kannst Du das noch anbringen: "angelehnt an den Text eines unbekannten Verfassers"! Danke. Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken. Habe nur das ein oder andere ein wenig ergänzt. Hätte ich es selbst mit zusätzlich eigenen Erfahrungen geschrieben, dann wäre es wohl um einiges länger geworden.
    In diesem Sinne liebe Grüße

    Robert

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Donnerstag, 11. Oktober 2012 19:51)

    Lieber Robert Kroiß,

    wenn ich Ihre Geschichte so lese, fühle ich mich persönlich in diese Zeit zurückversetzt.

    Klasse, wie Sie das " erzählt" geschildert haben.

    Habe mir erlaubt diese Geschichte an meine Kinder und Enkelkinder - "natürlich" nur zu deren besserem Verdständnis (Grins..)- weitergeleitet und bin auf deren Reaktionen gespannt, denn üblicherweise hört man dann als Antwort: " Ja, ihr, immer mit euren damaligen Zeiten und "das hätte es bei uns nicht gegeben"-Parolen!!
    Wie Fritz schon sagte, geht es mir nicht anders und manchmal denke ich, wenn man unsere " gesellschaftlichen, politischen und moralischen " Entwicklungen sieht, ein bisschen von allem könnte es ruhig wieder mal geben!!
    Ob ich deswegen allerdings
    ein " Held " bin vermag ich nicht zu beruteilen, doch vieles war " heldenhafter", weil mit Eigenverantwortung verbunden, weil heute immer "andere Schuld sind", nach dem Staat gerufen wird oder sofort Verbote ausgesprochen werden müssen!
    Das, glaube ich von mir sagen zu können, hat einen
    für's Leben geprägt und lässt einen " menschlicher" sein!
    Vieles könnte man noch anführen, doch dann aber könnte es zu einer " unendlichen " Geschichte werden!!
    Nochmals vielen Dank, werter Rolf Kroiß!

  • fritz 30(Donnerstag, 11. Oktober 2012 17:18)

    Lieber Till (Robert Kroiß)
    Ja, ich gehöre auch dazu, habe es er-, durch- und überlebt wie hiermit zur Kenntnis gegeben.
    Allerdings war diees nicht einem bewusst gewähltem Heldendasein, eher den gegebenen Umstände entsprechend notgedrungenem geschuldet.
    Anbei auch noch vielen Dank für Ihre märchenhaft verkleideten Themenbeiträge.
    So kann man es auch an die Frau/ den Mann bringen.
    Mit freundlichen Grüßen
    auch an Alle
    fritz

  • Robert Kroiß(Donnerstag, 11. Oktober 2012 14:32)

    Liebe Melanie,

    dachte ich mir schon fast, dass Sie noch so jung sind. Aber das macht gar nichts, denn die alten „Helden“ werden irgendwann müde (ich kenne das) und deshalb braucht es „neue Helden“! „Helden“, die ihre „technischen Hilfsmittel und -möglichkeiten“ entsprechend nutzen, so wie die „alten Helden“ ihre verfügbaren Möglichkeiten genutzt haben.
    Sie dürften mitbekommen haben, dass ich Ihre und damit auch die Generation meiner Enkelkinder NICHT beneide! Im Gegenteil. Ich denke, Sie haben es fast noch schwerer „Helden“ zu werden (wenn sie nicht gerade von einer Privatfernsehanstalt als „Beispiel für Heldentum“ - welcher Art auch immer- gecastet werden), als es zu „unserer Zeit“ möglich war.
    Es nützt aber nichts! Meinen Kindern – der jüngste geht gerade noch als 1978 Geborener so durch – habe ich versucht zu vermitteln, dass „Heldentum“ in erster Linie darin besteht, zu sich selbst, seinem eigenen Wort und seinen Taten zu stehen. Von daher können auch Sie durchaus zu der Generation der „neuen Helden“ gehören. :-)

    Liebe Grüße an alle anderen „Helden“ hier

    Robert

    PS: @ Wanda: „Und das macht mich traurig, betroffen.“ Das ergeht mir ebenso, deshalb auch der Hinweis darauf, dass die „alten Helden“ auch mal müde werden. Aber Betroffenheit nützt auch nichts, also einfach wieder aufraffen und versuchen die Traurigkeit – zumindest – ein wenig in fröhliche Aktivitäten umzusetzen.

  • Wanda Müller(Donnerstag, 11. Oktober 2012 11:47)

    Lieber Robert,

    mit Deinem ausgezeichneten Beitrag ist mir so richtig aufgezeigt worden, was sich alles im Laufe der Jahrzehnte geändert hat, ja, verloren ging.

    Ist dies wirklich der Zeit geschuldet? Ja und nein.

    Ja, weil der technische Fortschritt zu begrüßen ist und auch von mir sehr dankbar wahrgenommen wird.

    Nein, weil das Gemeinwesen, die menschliche Gesellschaft sich diesem Fortschritt immer mehr unterordnet, ja, zum Sklaven dessen wird, sich machen lassen hat.

    Wir bezahlen dafür mit egoistischen Menschen, Krankheit, Kälte im Zusammenleben.

    Und das macht mich traurig, betroffen.

  • Melanie HH(Donnerstag, 11. Oktober 2012 11:40)

    Hallo lieber Herr Kroiß,

    mir hat Ihre Geschichte "(Überlebens)Helden" wunderbar gefallen, nur leider bin ich keine Heldin, was nun? :-)

  • Gertrud(Montag, 08. Oktober 2012 13:12)

    Hallo

    Ich fand vorhin einen Sendungshinweis für heute abend, 22.45 h ARD

    Die Story im Ersten
    Macht und Marionette

    Wie ein Banker die Politik
    beeinflußt.

    Das dürfte sehr interessant werden.

    Ansonsten liebe Grüße an alle und Danke wieder einmal für die Beiträge

  • fritz 30(Montag, 08. Oktober 2012 01:49)

    Teil 2 und Schluss
    Wer kommt schon ohne Planung aus? So frei fühlen sich Banken, Unternehmer, Versicherungen, Verkehrsplaner, Militär, Politiker, Geheimdienste, weltweit agierende 5. Kolonnen, Otto Normalbürger nicht, dass diese darauf verzichten und alles dem freien Markt und den Gelegenheiten überlassen könnten.
    Ein gerüttelt Maß an Planwirtschaft einzuführen wird uns nicht erspart bleiben können, angesichts der verheerenden Überproduktion von dubiosen Finanzprodukten, Immobilien, Klamotten, Lebensmitteln, Wirtschaftsgütern, Fahrzeugen, Rüstungsgütern und Verknappung der Ressourcen..
    Persönliche Freiheit hin oder her.
    Lese ich richtig, du bist Mitte der 80-er Jahre aus der CDU ausgetreten? Ich habe Dich bislang als aktives Mitglied dieser Vereinigung verdächtigt, da du Dich selbst immer als „Schwarzer“ bezeichnet hattest.
    Meinen Respekt vor deiner Konsequenz, die Gefolgschaft zu verweigern, weil sie offenbar mit deinem ehrlich, ernstgemeint christlichen Verständnis nicht mehr kompatibel ist und ganz andere Interessen vertritt und verfolgt.
    Zur katholischen Kirche in ihrer dogmatischer Ausprägung, Machterhaltung und –zugewinn, finanziellen Interessen, politischer Polarisierung und Verwobenheit mit den Mächtigen der Welt, habe ich mir eine Kopie des Zweiteilers von arte von vergangener Woche über.“Die wahre Macht des Vatikan“ auf DVD-Diskette gezogen. Von Pius den XI., Johannes den XXIII. ,Pius den XII. Paul den VI. bis Benedikt de XVI kann man nur staunen über deren Interesse und Einflussnahme auf das Weltgeschehen in Verbindung
    mit den jeweiligen Protagonisten, vorwiegend Diktatoren in Europa, Lateinamerika und Asien.
    So, wie du richtig schreibst, vertrösten nicht nur die Sozialisten / Kommunisten die Arbeiter auf ein Leben in Wohlstand und Gerechtigkeit, auch die Kirchen beider Konfessionen und Fraktionen innerhalb derer üben sich noch immer an der Durchsetzung dessen, leider auch nur ohne hinreichenden Erfolg.
    Deiner Aussage über die Institution Kirche und persönlichen Lebens im ehrlich christlichen Glauben stimme ich Dir vorbehaltlos zu, obwohl ich selbst eigentlich nicht konsequent gläubig bin und nur hin und wieder als Begleiterscheinung meiner Frau, als willkommener Gast in ihrer Gemeinde von oftmals recht wunderlichen Dingen, Bekenntnissen und Erfahrungen zu hören bekomme..
    Ja, Heiner, auch ich glaube, dass wir trotz unterschiedlicher Biografien und differenter Sichtweisen, doch einen produktiven Dialog führen und, wenn es möglich wäre, auch gemeinsam handeln könnten. So sehr unterschiedlich, dass eine Überbrückung von Differenzen unter uns nicht möglich wäre, sehe ich nicht.
    Zum Licht am Ende des Tunnels, kann ich nur hoffen, falls es einmal wahrnehmbar ist, dass es nicht die Scheinwerfer eines ICE in Gestalt eines vorgeblich vom Saulus zum Paulus gewandelten Seeheimers ist.
    Was haben Rockefeller, Königin Beatrix, Kissinger, Schmidt, Schröder, Ackermann, Merkel, Pflüger, Schlly,
    Fischer, Trittin mit Steinbrück gemeinsam??
    Sie sind Mitglieder oder geladene Gäste, die ausgewählt und protegiert werden in jährlich stattfindenden, streng bewacht geheimen Treffen der Bilderbergerkonferenzen, letzte im Juni 2012!,
    Deshalb wohl auch die vorschnelle Entscheidung der SPD für ihren Kanzlerkandidaten?
    Unter den genannten Begriff mal bei Google reinschauen. Sehr aufschlussreich
    Nur noch kurz zur Einheit, Vergrößerung und internationaler Gewichtung Deutschlands in der Welt, mit NATO, Waffenhandel und polarisierender scheinheiligen Demokratie- und Menschenrechtsverständnisses nach dem Beitritt wäre mir ein neutrales, als Vermittler wirkendes Land im Kern Europas mehrfach lieber.
    Mit wie immer besten Grüßen an Dich
    und alle Mitlesenden
    fritz

  • fritz 30(Sonntag, 07. Oktober 2012 23:48)

    Heiner Klein alias Löwenmaul (Mittwoch, 03. Oktober 2012 18:39)

    Lieber Heiner ,
    Voran erst einmal herzlichen Dank für deinen umfangreichen Dreiteiler, in dem du mir und mitlesenden Foristen hier auf Wandas HP, keine Mühe scheuend, ausführlich mit Fachwissen zum Thema Stellung beziehst.
    Obwohl mein Freizeitbudget gegenwärtig etwas eingeschränkt ist, will ich versuchen, Dir darauf in meiner Sichtweise zu antworten.
    Zum Ahlener Programm.
    Es war aus meiner Sicht, wie unzählig nachfolgende Parteiprogramme auch, nur ein beabsichtigtes Wähler-Täuschungsmanöver zum Stimmenfang, soz vorauseilender Wahlbetrug im Sinne, „machen wir sowieso nicht“.
    Was hat die BRD, haben / CDU /CSU /SPD wesentlich anders gemacht und durchgesetzt gegenüber der Kernaussage zum Kapitalismus im Ahlener Programmentwurf, als das, was seit Zeiten die Maxime dessen ist und zu dieser bemerkenswerten Schlussfolgerung geführt hat? Einfach so weiter gemacht, wie gehabt.
    Kann man halbschwanger sein? Du schreibst, dass mit der Ergänzung des Programmes die Zeit der
    uneingeschränkten Herrschaft des „privaten“ Kapitalismus vorbei gewesen sei, die Vorturner der CDU jedoch gleichzeitig davor warnten, dass diese aber nicht durch den Staatskapitalismus ersetzt werden dürfe.
    Ja. was denn nun? Im Ergebnis doch auch nur eine Fortführung in augenwischender Absicht wie gehabt, es zu lassen, wie es nun mal gerade ist, bleibt und geblieben ist.
    Außer während der Nachkriegsaufbau- und Abgrenzungsphase zur DDR und dem Osten,
    mit einigen Trostpflästerchen für Otto Normalbürger, genannt Soziale Marktwirtschaft, von der man , nunmehr als Sieger sich am eigentliche Ziel wähnend, diese als nicht mehr erforderlich haltend, zunehmend Stück für Stück von den nicht verheilen wollenden hässlichen Wunden am Leib des Systems zu entfernen traut und die Folgen dafür billigend in Kauf nimmt.
    Diese Entwicklung begann bereits Anfang der 80-er Jahre, als konservative Politiker,( M. Thatcher, R. Reagan), erkoren vom sog. Bilderberger-Club, die Regierungen in Großbritannien und den USA (nicht nur dort, Schröder, Fischer)) übernahmen und durch eine neoliberale Revolution zur massiven Veränderung des Gesichts des Kapitalismus beigetragen haben. Dieses durch zunehmende Deregulierung, die Großbanken und Finanzinstitute haben immer mächtiger werden lassen, deren freies Spiel der Kräfte den sozialen Aspekt der Marktwirtschaft ins Abseits zu drängen und einen Spekulationskapitalismus ermöglichte, dessen Akteure auch vor sehr riskanten Geschäften nicht zurück- schrecken.
    Doch das war einer der Aspekte mit denen Ihr Altbundesbürger konfrontiert gewesen seid und eine Zeitlang auch gut und zufrieden damit leben konntet.
    Du wirst verstehen, dass wir Beigetretenen in der derzeitigen Auswirkung und Ausuferung dessen mit systembedingt gegensätzlich anderen Erfahrungen so unsere berechtigten Zweifel haben, an der Unumstößlichkeit und Alternativlosigkeit der gegenwärtigen Deregulierungen und Zerschlagung des Staates auf fast allen existenziellen Gebieten zu Gunsten des Individualismus und der Privatwirtschaft
    Ist durch Privatisierung, z.B. Energiewirtschaft, Wohnungsbau, öffentlicher Nah- und Fernverkehr, Gesundheitswesen, Daseinsvorsorge und Sicherheit schon einmal etwas Billiger, Zuverlässiger, Zukunftssicherer geworden?
    Kann die Vielzahl der einzelnen Privatiers eine größere Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen, als das Gemeinwesen, wie der Staat, dieses zumal nach Katastrophen, Krieg, Überschwemmungen, Bränden, Massenunfällen, Banken- und Schuldenkrise unter Beweis gestellt hat?
    Ebenso wie im Nachgang zu den Wahlen in Machterhalt durch am Wählerwillen und den Parteiprogrammen vorbei geschmiedeter fragwürdiger Koalitionen oder Mitnahme von Mandaten z.B.
    von den Grünen zur CDU (Vera Lengsfeld und Gesinnungskombatanten, plötzlicher Entdeckung ihres Gewissens mit Wechsel oder mehrheitsschädigende Stimmenthaltung, evtl. durch Abwerbung wie in Hessen (Ypsilanti), Schleswig Holstein (, Heide Simonis).
    Auch bin ich der Ansicht, dass eine Mehrheit von nur 1 Stimme, der eigenen, nicht wie bei Konrad Adenauer, zu einer Regierung führen darf und 49,999% in die Opposition verwiesen oder mit der Juniorpartnerschaft vorlieb nehmen müssen. Eine 2/3-Mehrheit sollte es m.E. schon sein.
    Übrigens hätte Kurt Schumacher die eine Stimme mehr gehabt, die Geschichte wäre möglicher Weise völlig anders verlaufen. U.a. Frankfurt und nicht Bonn als Hauptstadt. Doch hätte der Hund nicht …?
    Was soll´s.
    Mit der Mitbestimmung der Arbeiter über handverlesene Betriebsräte ist es wohl auch nicht so zufriedenstellend verlaufen, wie die gebrochenen Arbeitsbiografien durch Entlassungen und längere Arbeitslosigkeiten, zumal bei Frauen, sich in der Rentenmisere zeigen.
    Außerdem entzogen und entziehen sich immer mehr Unternehmen dem Mitspracherecht der Arbeitnehmer und Gewerkschaften. Siehe Lidl, Aldi, ehem. Schlecker´, um nur Einige zu nennen.
    Arbeitsrechtliche Streikrituale, Tarifautonomie sind zwar noch zugelassen. Gleichzeitig betreibt man die Schwächung der Arbeitnehmervertretungen gegenüber den Arbeitgebern und Besitzern der Produktionsmittel durch Zersplitterung in hörig arbeitgeberfreundliche und konfessionelle Gruppierungen.
    Politische Streiks, wie in Frankreich, sind verboten. Um das zu gewährleisten, wird neuerdings seitens der Regierung vorsorglich daran gearbeitet.
    Fortsetzung folgt.

  • K.Förster(Freitag, 05. Oktober 2012 00:59)

    Erster Karl
    und den Mitforisten

    Ein ausgezeichneter Aufsatz.(Den letzten).

    Zur "Einheit" bleiben noch sehr viele Fragen offen und auch hier wird der Deutsche nicht aufgeklärt.
    Dieser "4+2 Vertrag" ist kein Friedensvertrag oder die "Entlassung" in die Souveränität.(SHAEF)

    Dazu gehört die Erfüllung des Artikel 146 GG !

    Warum bleiben diese Verträge unter Verschluß und was wurde am 8.Mai2005(Ende der 60jährigen Besetzung) heimlich beschlossen ?

    Inhaltlich stimmen wir ja überein, das ein vereintes Deutschland von beiden Seiten gewollt war, aber unter besseren Bedingungen.
    Mich erinnert es an die DDR-Hymne, die später auch nicht mehr gesungen werden durfte.(wie nur ein Teil des heutigen Deutschlandliedes)

    Zur SPD kann ich nur sagen, daß mir hier die Gedanken von Heiner Klein lieber sind, als deren gesamtes Programm.

    Nein, wir haben von ein friedliches und glückliches Land geträumt.

    Wo sind wir gelandet ?

    Beste Grüße an Alle

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Donnerstag, 04. Oktober 2012 18:40)

    Werte Mitforisten, lieber Fritz,

    " Was ist Einheit"?, darin
    verbirgt sich eigentlich alles, denn eigentlich ist das Wort als solches unmissverständlich:

    Einheit umfasst ALLE!

    So sehe ich das auch und Du hast recht, wenn Du das im Zusammenhang mit dem " Tag der Deutschen Einheit"
    in Frage stelltst.

    Und da sind dann so einige Dinge, die ich auch als sehr "uneinheitlich" ansehe und mich diesbezüglich auch nicht in "Feierlaune" gesehen habe oder mich dazu habe überreden lassen können.

    Und an so einem Tag sollten wir alle mal in den " Spiegel " schauen, weil dieser Tag vielfach verdeutlicht, wie groß die Diskrepanzen zwischen den
    "Einheimischen", so will ich mal sagen, und den " Beigetretenen " und den Menschen mit Migrationshintergrund, sind!

    Doch vieles davon scheint unsere Politiker nicht zu interessieren, denn an diesem "Tag" redeten sie viel, klopften sich gegenseitig auf die Schultern, beweihräucherten sich selbst, eben das Richtige getan zu haben - und alle diese Rituale wiederholen sich jährlich, wobei das
    kaum noch etwas mit dem " Tag der Deutschen Einheit" zu tun hat!

    Denn sie alle, die in unserem Land wohnen, sind doch immer noch nicht zusammengewachsen mit dem, was zusammengehört!

    Und solange deren Geschichten im nationalen Gedächtnis keine oder kaum noch eine Rolle spielen und als " deutsche Geschichte" angesehen und behandelt wird, solange kann eigentlich der 3. Oktober kein " Tag der Deutschen Einheit " sein.

    So wie Kohl es einst vesprochen hat, blühen die Landschaften zwar, aber mittendrin wachsen Fremdenhass und Naziterror!

    Als einst Asylantenheime angezündet und ausländische Mitbürger gemobbt und " gejagt " wurden und werden, versprach da nicht unsere Geellschaft - natürlich allen voran die Politik - schnelle Besserung? Nein, sie ist vielfach ausgeblieben, denn Rassismus, Xenophobie und Diskriminierung ( Ost/West Renten, Ost/West Löhne, Ost / West Wirtschaft usw. usf. ) sind einfach omnipräsent und stärker ausgeprägt wie je zuvor, oder irre ich mich da?

    Ist es dann noch verwunderlich, wenn Rechtsextreme in Gemeinderäten und Landesparlamenten sitzen?

    Der Terror des Nationalistischen Untergrunds ( NSU ) zehn Menschen das Leben kostete und die Spekulationen darüber wie "wild" wuchern?

    Hier bei uns im Deutschland der " Enheit" ist es "möglich", dass jedes Jahr mehr als 50.000 Schüler die Schulen ohne Abschluss verlassen oder gar ohne Aussicht auf eine faire Zukunft leben müssen!?

    Immer noch spielt es eine Rolle, ob jemand einen " exotischen " Namen trägt oder ein anderes "Aussehen " hat, und das in einem Land, wo die " Einheit " gefeiert wird?

    Da wird über erheblichen Fachkräftemangel gesprochen, gleichzeitig aber werden die ausländischen Berufs- und Bildungsabschlüsse nicht anerkannt, ist das " einheitlich"?

    Und was ist mit den Menschen, von denen allein 2,5 Millionen Kinder am Rande des Existenzminimums leben?

    Ist es nicht traurig mit ansehen zu müssen, dass fast jeder 10. Deutsche von Sozialtransfers abhängig ist und davon leben muss?

    Was geschieht mit den Menschen im Niedriglohnsektor, deren Anzahl ständig zunimmt, gleichzeitig aber auch der Wohlstand(Reichtum) der "oberen Zehnprozent" unseres Landes stetig steigt?

    Ist es nicht "widerlich" mit ansehen zu müssen, wenn ältere ( aber auch jüngere ) Menschen Pfandflaschen sammeln oder Zeitungen austragen müssen, weil ihre Renten zu niedrig sind?

    Warum verteidigen wir seit nunmehr zehn Jahren im nationalen Interesse, wie es heißt, die Demokratie am Hindukusch?

    Egal ob dort Menschen sterben und Särge von gefallenen Soldaten zurückkommen?

    Und dann?

    Es wird um sie getrauert und zugleich verdient man damit Geld, denn Deutschland gehört zu den größten Waffenexporteuren in der Welt.

    Und deswegen, werter Fritz,
    kann so gesehen von einer " Einheit" nicht gesprochen werden, solange die Interessen so unterschiedlich, die Ungleichheiten so hartnäckig und die Diskriminierungen in Deutschland alltäglich sind. Da gehe ich mit Dir konform!

    Das zu feiern, sollte man sich seitens der Verantwortlichen zukünftig
    genauer überlegen, denn allein nur Bilder vom Fall der Mauer und jubelnden Menschen zu zeigen, wie es wiederum auch durch die Medien geschehen ist, kann nicht der Sinn und "Feiertag" zum " Tag der Deutschen Einheit " am 3. Oktober sein.

    Dass aus zwei deutschen Staaten einer wurde, ist
    in keinster Weise zu beklagen und darüber sollte man sich freuen, doch bis zur vollständigen "Einheit" bleibt noch vieles zu tun und zwar baldigst!!

    Und da halte ich es wie Du:
    Einheit, Gemeinsamkeit und Solidarität machen stark!!

    Herzliche Grüsse an alle hier auf Wandas HP von Heiner Klein, alias Löwenmaul!!

  • Gertrud(Donnerstag, 04. Oktober 2012 12:07)

    Guten Morgen,
    Danke für die letzten Beiträge hier.
    Lieber Heiner Klein, auch für Ihren.
    Ihre Erklärung finde ich gut und nachvollziehbar.

    Ich bin froh, daß die Mauer weg ist und hoffe in den Köpfen wo sie leider
    teils noch vorhanden ist,
    ist sie auch irgendwann weg.

    Was ich mir wünsche ist wieder ein anständiger Umgang mit vielem, den wir
    alle letztlich verdient haben. Nämlich daß man gut mit uns und wir mit allem anderem auch gut umgehen.

    Liebe Grüße
    und einen schönen Tag wünscht

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Mittwoch, 03. Oktober 2012 23:21)

    Lieber Fritz,

    ich möchte Dir kurz auf Deinen, für mich persönlich sehr nachdenklichen Beitrag, antworten:

    Zunächst einmal, werter Fritz, freue ich mich mit den vielen " Beigetretenen"
    darüber, dass es zu dieser
    "Wiedervereinigung / Einheit/ Beitritt " gekommen ist und den Menschen in der ehemaligen DDR das ermöglicht und gebracht hat, was sie ( Du doch auch!? ) gewollt haben:
    Frieden, Freiheit und Demokratie.

    Sicherlich hast Du recht, wenn Du fragst, warum wurde
    ausgerechnet der 3. Oktober
    als Nationalfeiertag gewählt!

    Bis dahin war es in der alten BRD eigentlich ganz einfach: Von 1954 bis 1990
    wurde der 17. Juni als " Tag der Deutschen Einheit " begangen - in Erinnerung an den blutigen, unsäglich niedergeschlagenen Volksaufstand in der DDR im Jahre 1953!!

    Seit dem 3. Oktober 1990 ist dies nun der " Tag der deutschen Einheit"!
    Festzuhalten bleibt, dass es sich hierbei um den einzigen deutschen Feiertag handelt, der durch das Bundesrecht festgelegt wurde. Alle anderen werden durch Länderrecht festgelegt.

    Ursprünglich war damals, wenn ich mich recht erinnere, der 9. November, also der Tag an dem die " Mauer " fiel, als Tag der deutsschen Einheit geplant.
    Aber den hat man dann wieder verworfen, weil es doch am 9.11.1938 die Reichsprogromnacht gegeben hat.
    Damit schied dieser Tag aus.
    Warum dann aber der 3. Oktober?
    Die Auswahl des Termins hatte somit nichts mehr mit großen Gefühlen zu tun, wie sie sich am 9.11. gezeigt hatten.
    Und warum dann doch der 3.10.? Lieber Fritz, das hatte auch nichts damit zu, dass der 3.10. der Todestag des Franz Josef Strauß ( 1988 ) war.
    Auch nicht deswegen, dass sich am 7.10. zum 41. Mal der Jahrestag der DDR gejährt hätte und somit "etwas vorher zu sein musste ", nein, es spielten einfach zeitliche
    Gründe die ausschlaggebende Rolle.
    Du weißt doch sicherlich noch, dass man die erste
    gesamtdeutsche Bundestagswahl auf den 2. Dez. festgesetzt hatte. Und dazu war es nach dem Wahlrecht notwendig, dass dmals die Wähler bis zur 40. Kalenderwoche spätestens eben zu Bürgern des wählenden Staates "gemacht sein mussten"!
    Zum anderen war damals der 3. Oktober - ich glaube mich noch erinnern zu können, dass es ein Mittwoch war - einfach der frühestmögliche Termin nach der Außenministerkonferenz der KSZE Staaten am 2.10.
    Hier sollten die Teilnehmer der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa eigentlich über das Ergebnis der Zei-plus-Vier Verhandlungen( 12.9.1990 ) informiert werden.
    Und hierbei, lieber Fritz, hatten sich dann die vier Siegermächte des Zweiten Weltkriegs und die beiden deutschen Staaten ( Kohl / de Maiziere ) auf ein Abkommen geeignet, welches die Funktion eines Friedensvertrages erfüllte.

    Das alles aber musste von der DDR - Volkskammer am 22.8.1990 bedacht werden als es das Parlament beschließen musste!
    Damals wurde erklärt: "Die Volkskammer erklärt den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der BRD gem.
    Artikel 23 des GG mit Wirkung vom 3.1o.1990".

    Und wenn ich richtig recherchiert habe war das damalige Abstimmungsergebnis 294 Ja- Stimmen, 62 Nein- Stimmen und 7 Enthaltung!

    Klar ist für mich allerdings auch-sehe ich als wichtigster Voraussetzung für den Mauerfall an-, dass es die " Friedliche Revolution " in der DDR im Herbst 1989 war, die die Grundlage für die Wiederherstellung der staatlichen Einheit Deutschlands geschaffen hat!!
    Dafür muss man allen Menschen danken, die sich
    dafür eingesetzt, ihr Leben riskiert und den "Knast" in Kauf genommen haben! Sie haben dafür gesorgt, wovon viele Menschen in der DDR jahrzehntelang geträumt hatten: Der Wiedervereinigung Deutschlands!!
    Freuen wir uns doch, lieber Fritz, auch wenn es noch viele " Haken und Oesen " gibt, die zu teils berechtigten - aber manchmal auch zu unberechtigten - Kritiken
    führen.

    Soviel zu dem Thema von mir, wie ich es wahrgenommen und "erlebt " habe!!

    Nochmals: Mir und vielen anderen bestimmt auch, sind die Menschen aus der
    ehemaligen DDR herzlich willkommen. Seit dem 3.Oktober 1990 hat sich das Gebiet der BRD erheblich vergrößert und
    die Deutsche Demokratische Republik löste sich auf!!

    Alles andere ist bekannt und ich hoffe, dass ich Dir aus meiner Sicht eine Erklärung " warum der 3. 1o.als Nationalfeiertag " Tag der deutschen Einheit " gefeiert wird!!

    Es grüßt in freundschaftlicher Verbundenheit Heiner Klein aus dem beschaulichen Südwestfalen ( allerdings im Regen!!)

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Mittwoch, 03. Oktober 2012 18:39)

    Lieber Fritz,
    zu meinem vorhergehenden Beitrag muss ich ergänzend hinzufügen, dass u.a. auch die " Enzyklien" der katholischen Kirche
    zum damaligen Zeitpunkt einen nicht gerade unerheblichen Einfluss auf die "politische Meinungsbildung" der katholischen Christen ausübte.

    Vieles, was Du in Deinem Beitrag geschrieben hast ging so vonstatten und wird auch nicht von mir bestritten oder gar geleugnet. Nein, so waren die Zeiten und Du weißt doch: Wess' Brot ich esse, dessen Lied ich singe!!

    Hierbei handelte es sich um die 1961 herausgegebene
    Enzyklika " Mater et Magistra " und die sich im Jahre 1963 anschließende
    Enzyklika " Pacem in terris ", als in der " kommunistischen " Welt der Glaube bzw. die Vertröstung der Arbeiter auf ein Leben in Wohlstand und Gerechtigkeit immer brüchiger wurde, wohingegen in den freiheitlichen Gesellschaften Wohlstand und die erreichte soziale
    Sicherheit immer mehr zu neuen " Fehlleistungen" führten.

    Explizit auf den
    herrschenden, umsich wuchernden, Kapitalismus bezogen.

    Die Arbeit wurde nicht mehr als eine persönliche Leistung anerkannt und war mehr Mittel zum Zweck und damit verloren sie ihren
    gesellschaftlichen Wert
    um auf eine weitere Enzyklika " Rerum Novarum" zu verweisen, denn die Beteiligung der Arbeitnehmer am Eigentum
    an den Produktionsmitteln
    ( s. kath. Soziallehre ) trat immer mehr in den Hintergrund und vieles geriet da schon ins Wanken!

    Das kritisierte der Papst, wobei er insbesondere sehr extrem damit den "schleichenden " neoliberalen Kapitalismus meinte, gleichzeitig aber auch mit nicht unerheblicher
    Kritik am Kommunismus und Sozialismus sparte.

    Was er aber auch gemacht hat, war, dass er in diesem Zusammenhang auch eine gewisse Mitschuld von Glaubenskriegen, Judenverfolgungen und Inquisitionen eingestand, was vielfach leicht und schnell in Vergessenheit gerät oder schon geraten ist.

    In der Gründungs- und Konsolidierungsphase der Unionsparteien war deswegen der christlichen Sozialethik eine besonders wichtige Funktion zugefallen.

    Die Schrecksekunde des "Zusammenbruchs" ließ dadurch viele Menschen bei der christlichen Staats-. Wirtschafts- und Gesellschaftslehre Zuflucht suchen aber auch finden.

    Dabei verloren alte konfessionelle wie auch politische Trennungslinien in dieser Lage erheblich an Schärfe.

    Und das war es deswegen auch: Der Reflex des Christlichen im vorherrschenden Zeitbewusstsein wuchs so einfach über den Kreis der " Kirchentreuen" weit, weit hinaus.

    Und so kann es nicht verwundern, dass an vielen Orten "Kirchen" eine Art von politisch - moralischer Stellvertretung wahrnahmen, so ähnlich wie es die Gewerkschaften, Lizenzparteien und -zeitungen und andere Kräfte eines von mir so bezeichneten " vorpolitischen Raumes " auch taten.

    Daraus resultierte dann für den Klerus, insbesondere hierbei den Vertretern der christlichen Soziallehre, eine wichtige Leitfunktion in der unmittelbaren
    Nachkriegszeit.

    Hier sind besonders die Dominikaner Welty u. Siemer
    ( Walberberger ) zu nennen, die entsprechenden
    Einfluss auf die programmatischen, insbesondere die sozialprogrammatischen Leitideen der Union, nahmen!!

    Dafür zu sorgen, sei aber auch, so Höffner weiter,
    eine Aufgabe der " christlichen Politiker ", die damit eine schwere Verantwortung übernommen hatten.

    Das bedeutete letztendlich im Klartext, dass man besorgt war, dass sich mittel- oder langfristig die Einstellung der katholischen Kirche ( s. Akademietagung von 1958 in München ) zur Sozialdemokratie positiv verändern und damit dann für Katholiken auch wählbar wäre. ( s. NRW ab 1968 )

    Hierbei erinnere ich mich noch sehr gut daran, wenn anläßlich anstehender Wahlen ( ob Bund oder Land ) sogen. " Hirtenbriefe " in den kath. Kirchen sonntags verlesen wurden, mit denen
    die " Kirche " indirekt auf politische Richtungen Einfluss zu nehmen versuchte ( und auch schaffte )!

    Drum, werter Fritz, versuche ich persönlich jedenfalls zu unterscheiden zwischen "Kirche" und " christlichem Glauben ".

    Wenn ich also sage: " Ich kann auch ohne Kirche glauben, hat das für mich(und viele, viele andere auch ) eine andere Spitze.

    Das ist für mich eine Anfrage an die Kirche als Institution, eine Anfrage an die Kirche als fester
    Einrichtung oder " Anstalt "
    ( Kirche eine Gesellschaft des öffentlichen Rechts )!

    So empfinden wir heute sensibler als noch in früheren Zeiten die Spannung, die zwischen dem liegt, was Jesus Christus gelehrt hat und seine innerste Überzeugung
    war, und der Art und Weise, wie Menschen nach "ihm" versucht haben, seinen Geist zu bewahren und in feste Strukturen zu bringen.

    Die gegenwärtigen Institutionen sind dabei, sich selbst zu beseitigen und damit den Menschen zu verraten!

    So lass es mich auf einen Punkt bringen: " Was Jesus verkündete, war das Reich Gottes, und was kam, war die Kirche!



    Letzter Teil folgt noch!!

  • fritz 30(Mittwoch, 03. Oktober 2012 14:09)

    Lieber Heiner,
    anlässlich des sog. "Tages der Einheit" zum 03. Oktober herzliche Grüße nach Südwestfalen von einem beigetreten wordenen, aufmerksam den Lobeshymnen und Lobpreisungen der Festtagsredner zuhörenden Nordwestsachsen. Warum eigentlich. wahrscheinlich in Eigenermächtigung der BRD allein, auf dieses Datum festgelegt?
    Warum nicht auf 09. 10. (Demos Leipzig) oder 09. 11. (Fall der Mauer)?
    Mir fällt auch auf, dass dabei oft das Wort Verfassung, Verfassungsschutz, Verfassungsgericht und Einheit genannt werden.
    Haben wir überhaupt das Eine wie Andere?
    Bisher galt doch noch immer das von den Alliierten Ende der 40-iger Jahreg beeinflusste und von denen genehmigte "Grundgesetz"derBRD, das in unserem Namen durch unsere Volkskammer- Beitrittsstrategen als unabänderlich, alternativlos billigend in kauf nahmen.
    Auch finde ich den Gebrauch des Begriffs "Einheit" als irrelevant, da in diesem System des "teile und herrsche" doch nichts mehr verschrieen ist als Einheit und Gemeinsamkeit.
    Da gilt doch mehr die Freiheit,verstanden als mehr oder weniger egoman verwirklichter Individualität.
    Einheit macht stark, z.B. Gewerkschaften, Parteeien. Genossenschaften und wird gefürchtet, von denen, die sich schon vereinigt haben und es auch bleiben wollen.
    Noch zum Feiertag. Findest du nicht auch, dass nach dem wir Euch schon zweilmal durch unsere Aktivitäten einenFeietag beschert haben (17. Juni 1953 und ja. welcher nun tatsächlich, 03. Oktober nun auch ihr mal an der Reihe seid?
    Ich denke mal, z.B. 08. Mai 1945 als "Tag der Befreiung vom Faschismus", wegen der damals der Vielen, die nicht bereit waren, ihre Niederlage ein zu gestehen und auch noch als nationalen Gedenktag zu würdigen.
    Die Folge davon ist m.E. auch das Herumgeeiere im Umgang mit den noch wenigen Alt- und auf dieser Basis vieler jungen Neonazis.
    Danke für den Replik vom 02. Oktober, 00;53 Uhr.
    Beantwortung im Einzelnen später bei Gelegenheit.

    Trotz Allem noch einen schönen, nachdenkliichen Tag.
    Mit den besten Grüßen an Dich und Alle
    fritz

  • Heiner Klein(Dienstag, 02. Oktober 2012 00:53)

    Lieber Fritz,

    in meinem ersten Teil dieses Beitrages möchte ich zunächst einmal auf das Ahlener Programm von 1947 eingehen.

    Vorab aber muss ich darauf hinweisen, dass dazu aber auch der Vollständigkeithalber die " Düsseldorfer Leitsätze " gehören.

    Eigentlich hast Du ja Recht, wenn Du sinngemäß scheibst: " Ach, das Ahlener Programm "muss mal wieder herhalten!"

    Ja leider ist es so, dass
    es immer dann herhalten muss, wenn der CDU vorgworfen wird, sie hätte
    die Interessen der Arbeiter verraten.

    Doch das stimmt nicht so ganz.

    Wie Du sicherlich auch weißt, war dieses sogen."Programm" überhaupt kein " Programm", sondern eher eine " programmatische Erklärung des Zonenausschusses der CDU in der britischen Zone.

    Darin spiegelt sich zwar die Interessenlage vieler Anhänger eines " christlichen Sozialismus " wieder, doch verabschiedet wurde es nie, (leider).

    Wenn DU die Eingangsworte
    zitierst und diese auch als "radikal" empfindest, weil das kapitalistische EWirtschaftssystem den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden sei, ist das so, Du musst aber auch weiterlesen und findest dann auch andere Passagen. Daraus könnte man schließen, dass hier bereits die Reformierung und Modernisierung des Kapitalismus als soziale Marktwirtschaft vorbereitet wurde, oder was meinst Du?

    Damit war das sogen. " Ahlener Programm" natürlich eine taktische Meisterleistung von Konrad Adenauer, denn genau damit hat er schließlich die Anhänger eines christlichen Sozialismus und aber auch gleichzeitig die Konservativen in " seine " neue Partei integriert. Was sich "politisch" für ihn auch ausgezahlt hat.

    Gewiss haben sich viele Menschen - die damaligen "Nachkriegsverhältnisse" waren geradezu dazu prädestiniert, die Menschen für dieses "Programm" zu gewinnen, was ja immerhin für die CDU eine Regierungsbeteiliugng bis zum Ende der 60er Jahre garantierte und wirtschaftlich zu Wohlstand,
    verbessertem Lebensstandard, besseren Arbeitsbedingungen führte.

    Wenn Du dann aber in dem Text dieser Broschüre weiterliest, wirst Du feststellen können, dass danach die Zeit der unumschränkten Herrschaft des "privaten Kapitalismus vorbei " war. Gleichzeitig aber warnte die CDU auch davor, dass "der private Kapitalismus" nicht durch den Staatskapitalismus ersetzt werden dürfe.
    Ist so etwas Deiner Meinung nach eingetreten?
    Nein.

    Vielmehr würde ich sagen, wurden Forderungen aufgestellt, die auch realisiert wurden.

    1. Mitbestimmungsrecht der Arbeitnehmer
    2. Keine Vergesellschaftung oder Verstaatlichung von Betrieben
    3. Entflechtung des Bergbaus,der eisenschaffenden und chemischen Großindustrie ( wichtig für unsere Region NRW, die uns zum führenden Industrieland innerhalb der BRD gemacht haben! )
    4. Keine Zerschlagung der Unternehmen
    5.Es entstanden Selbstverwaltungskörperschaften
    6. Planung und Lenkung wurden auf das unbedingt notwendige Maß beschränkt
    usw. usf.

    Doch Ende der sechsziger Jahre wollten viele, viele Arbeiter im Ruhrgebiet nichts mehr von der CDU wissen, weil der Kapitalismus ( da schon ) zu erfolgreich war. Das hing aber - und das ist auch für mich - insbesondere heute - immer noch der " Knackpunkt ", weil sich die katholischen
    ( nicht christlichen ) Arbeitermilieus mit ihren eigenen Vereinen, Symbolen und Traditionen auflösten, nicht wegen der CDU, sondern wegen der Erfolge des Kapitalismus!!

    Und so war es dann auch, dass nicht wegen des Ahlener Programms die CDU zur führenden Partei der BRD wurde und nicht wegen des Ahlener Programms regierte in NRW in den 50er Jahren , sondern trotzdem!!

    Und wenn ich Dich dann so lese muss es mir erlaubt sein zu sagen, dass das Ahlener Programm gerade
    deswegen zum Kronzeugen für die LINKEN gegen die CDU geworden ist, oder?

    Dass sich vieles nachteilig ausgewirkt hat bleibt unbestritten und ist, spätestens Mitte/Ende der 80er Jahre, auch für mich, wie für viele, viele andere Mitglieder der CDU
    der Zeitpunkt gewesen, aus der Partei auszutreten, was ich auch gemacht habe!

    Der Kapitalismus ist nicht gezähmt oder gar gebändigt worden, nein er ist, auch unter Mitwirkung der CDU, forciert worden und hat letztendlich zu dem geführt, was wir heute haben, den neoliberalen Kapitalismus, der die Gesellschaft spaltet. Arme werden immer ärmer, Reiche
    dagegen immer reicher!

    Doch zur damaligen Zeit, so meine Meinung, hat es gepasst und vieles gebracht, was wir heute
    vielleicht an Positivem nicht mehr hätten!!

    Die Arbeiter wurden nicht mehr ausgegrenzt, sie mussten sich nicht länger einigeln, sondern waren in der Gesellschaft integriert!

    Doch leider hat sich das alles zum Negativen gewandt
    und mit meinem " christlichen Menschenbild"
    kaum noch was gemeinsam!
    Deswegen kritisiere ich vor allem die sozialen Ungerechtigkeiten, die verächtliche Finanzpolitik
    und die Respektlosigkeit vor der drohenden Altersarmut!!

    Ich glaube sagen zu können, lieber Fritz, dass wir hier bestimmt der gleichen Meinung sind und hoffe, dass sich das ändert!

    Allerdings frage ich mich allen Ernstes, mit wem soll das geschehen?
    Merkel, Steinbrück? Oder wem?

    Siehst Du etwa
    " Licht am Ende des Tunnels"? Ich jedenfalls im Moment noch nicht!

    Gute Nacht und herzliche Grüße Heiner ( Klein ).

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Montag, 01. Oktober 2012 20:58)

    Werter Walter Neumann und Ralf Nietzschmann,

    da von mir auch schon einige Beiträge nicht freigeschaltet wurden ( Zensur?) habe ich direkt die Redaktionsteams angeschrieben.

    Bis dato habe ich keinerlei Rückmeldung erhalten. Ich halte es gelinde gesagt für eine " Sauerei ", dass
    "unsere " Beiträge nicht freigeschaltet, jene der
    "Fäkalsprache" oder dem " Vulgärlatein" zuzuordnende
    Fragmente werden ohne Skrupel frei geschaltet. Unglaublich!

    Deswegen bin ich auch dabei, wenn es darum geht
    der " redaktionellen Willkür" das Handwerk zu legen.

    Wir sollten uns hier schon über gemachte Erfahrungen austauschen und notfalls mit den zuständigen "Sendern" Kontakt aufnehmen und unsere berechtigten Beschwerden vorbringen!
    Das müssen wir uns doch wohl von den ÖR nicht gefallen lassen, oder was ment Ihr?

    Dazu können wir sicherlich die "Fachkenntnisse" unserer bereits benannten Mitforisten gut gebrauchen!

    LG. Heiner Klein

  • Walter Neumann(Montag, 01. Oktober 2012 15:45)

    Sehr geehrter Ralf Nietzschmann der Erste Karl.

    Ich freue mich, dass Sie sich dafür einsetzen, dass wir Foristen nicht beliebig ausgesperrt werden können. Ich befürchte nur, dass man Ihnen mitteilen wird, der Beitrag, wäre aus irgendeinem Grunde nicht angekommen! Ist mir schon so passiert. Wenn man seinen Beitrag eingestellt sehen will, muss man sofort die Mail abschicken und darum bitten den angehängten Beitrag freizuschalten. Hat dann bei mir geklappt. Ob es sein kann, dass ein Beitrag nicht in der Redaktion ankommt, wenn der Beitrag angezeigt wird mit dem Hinweis, wartet auf Freischaltung, wage ich zumindest anzuzweifeln. Vielleicht wissen da Wanda Müller, Gerd 49 und Robert Kroiß mit Ihren eigenen Homepages etwas genaueres?

    Ein anderer Grund wurde mir mal genannt, dass meine Beiträge aus "unerfindlichen" Gründen ungelesen in den Spam-Bereich weitergeleitet worden wären! Da war ich also wohl schon zu den unerwünschten E-Mail-Absendern gewandert!

    Was aber das Beleidigen usw. an komischem Verhalten der Redaktion widerspiegelt, zeigen folgende zwei Beiträge im Günther Jauch Blog:

    30.09.2012 22:36 Nr. 317
    Einer der beiden ...
    ... ist besoffen - und ich bin erschüttert darüber, dass so ein "Dummschwätzer" hier mitreden darf...

    01.10.2012 03:37 Nr. 382
    das will ich sehn...
    ...ob die ganzen schweizer in singapur leben wollen
    leben nich aber arbeiten du dämlicher arsch -.- depp

    Wenn das nicht Beleidigungen waren, dann weis ich nicht, was die unter Beleidigungen verstehen. Wenn so etwas freigeschaltet wird und andere Beiträge nicht, dann kann es sich nur um Willkür handeln! Oder um Unvermögen!

    Die Redakteure, welche das regeln sollen, sind vielleicht so meilenweit in Ihren Auffassungen auseinander, dass es Zufall ist, an wen man gerät, ob freigeschaltet wird oder nicht. Habe ich auch schon ausprobiert. Erneut abschicken und siehe da, es wurde freigeschaltet.

    Fazit, die Redaktionen sollten zuerst einmal dafür Sorge tragen, dass sie einheitlich bewerten –können-, bevor sie sich auf das gefährliche Eis vom Bewerten von Kundenbeiträgen begeben!!!

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Montag, 01. Oktober 2012 15:42)

    Lieber Robert,

    vielen Dank. Mein Resümee:
    " Dann muss ich wohl mal was ändern!"

    Liebe Grüße Heiner ( Klein )

  • Ralf Nietzschmann der Erste Karl(Montag, 01. Oktober 2012 13:36)

    Hallo Herr Neumann,
    gerne bin ich ihre Bitte nachgekommen und habe der Anne Will Redaktion nachfolgend folgendes geschrieben:

    Anne Will Redaktion

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    für die Sendung am 26.09.2012 Jubeltage für Helmut Kohl – zu viel Ehre, hatte ich einen Beitrag ins Forum eingestellt der unter @30 mir angezeigt wurde und auf die Freischaltung wartete.
    Ich muss leider feststellen, dass dieser Kommentar nicht freigeschaltet wurde und gehe davon aus, dass hier eine willkürliche Maßnahme ihrerseits vorliegt.
    Ich kann nicht erkennen, dass ich gegen die Kommentarregeln verstoßen habe und auch inhaltlich durchaus zum Thema Kohl nicht abweichend mich verhalten habe.
    Ihnen dürfte nicht entgangen sein, dass sich im Netz auf neutralen HP Foristen/ innen gefunden haben, die gerade gegen solch eine Zensur bei den ÖRF darüber diskutieren und auch gegebenfalls Maßnahmen vorbereiten gegen eine nicht berechtigte Zensur sich zur Wehr zu setzen.
    Ich bitte um eine schlüssige und nachzuvollziehende Erklärung, warum mein Beitrag der Zensur zum Opfer gefallen ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf Nietzschmann
    Nickname Erster Karl

    Ich werde natürlich eine eventuelle Antwort hier auf der HP einstellen.
    Ich bin allerdings von Mittwoch bis Sonntag im Internet nicht erreichbar und bitte um Geduld.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ralf Nietzschmann der Erste Karl

  • Walter Neumann(Montag, 01. Oktober 2012 10:50)

    Sehr geehrter Ralf Nietzschmann der Erste Karl.

    Ihren Ärger über die Nichtfreischaltung dieses Ihres Beitrags im Anne-Will-Blog kann ich verstehen und nachvollziehen. Dort ist nichts, aber auch gar nichts, was den vom ausrichtenden NDR aufgeführten Kommentarregeln entgegensteht. Wir Blogger sollten uns diese Willkür nicht gefallen lassen, der Redaktion unpassende Beiträge nicht freizuschalten.

    Bitte schreiben Sie der Anne Will Redaktion eine Mail und bitten um Erklärung, wo und womit Sie gegen welche Forumsregel verstoßen haben. Deren Erklärung dann bitte hier einstellen, damit wir alle informiert sind. Dann sollten bei jeder Gelegenheit gegen unpassende Willkür protestiert werden. Dabei hoffe ich, dass sich viele anschließen und irgendwann, irgendwie durch einen lauter werdenden Protest, sich diese Herrschaften überlegen müssen, wo und wie sie überhaupt noch versuchen können, einzuschreiten oder es doch unterlassen müssen. Wenn wir öfter und mehr werden, die sich nicht abspeisen lassen, bin ich überzeugt, dass dies Abhilfe schaffen kann!

    Was die vielen Beiträge von @ Ernst im Forum Günther Jauch und auch bei Anne Will betrifft, kann ich nur dazu aufrufen, ihn zu lassen und deswegen nicht zu kritisieren. Auch mancher von uns tätigt öfter Beiträge, vor allem, wenn ihn ein Thema auf den "Nägeln" brennt. Ich betrachte@ Ernst als jemanden, der von dieser, seiner Sache überzeugt ist und es als "seine" Mission betrachtet, entsprechend aufzuklären. Den meisten Lesern dürfte dabei aber klar sein, beziehungsweise werden, dass zwar manches richtig dargestellt wird, aber in der Gesamtbetrachtung zu viele Fehler, zu viele Unzulänglichkeiten aufweist. Das Eine oder Andere kann man richtigerweise anwenden, aber vieles eben nicht. Und da muss man einfach für sich selektieren.

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Robert Kroiß(Montag, 01. Oktober 2012 10:47)

    Liebe Gertrud, lieber Heiner (weil mich direkt angesprochen), bzw. alle Mitlesenden,

    das „Lob“ und die „Danksagungen“ nehme ich – allerdings nicht für mich als Person – gerne zur Kenntnis. Auch wenn es „einen“ schmeichelte, sollte „man“ sich dessen bewusst sein, dass „man“ ja „nur“ erkennen und dann auch äußern kann, was bereits und längst vorhanden ist. So habe ich lediglich aus meinen – meist leidvollen, aber auch immer wieder mal erfreulichen – Erfahrungen nur erkannt, was im Leben und damit in Wahrheit eigentlich wesentlich und wichtig und deshalb IMMER schon vorhanden ist. So ist es also gar nicht „mein Verdienst“, gewisse Dinge zu sehen und zu erkennen. Sondern die Dinge (die Wahrheit – „Gott“ ist immer und überall anwesend -) des Lebens sind – völlig unabhängig davon, ob „ich“ sie erkenne – sowieso und stets für Jedermann verfügbar. Die „Wahrheit“ liegt gewissermaßen in der „Luft“, genauso wie die „Lüge“.
    Sie, lieber Heiner haben doch die alte indianische Weisheit mit dem „füttern der Wölfe“ hier eingestellt. Und genau darum geht es. Welchen „Wolf“ füttere „ich“, welche „Luft“ atme ich ein und aus. Nicht mehr und nicht weniger mache ich. Ich versuche zumindest, den „richtigen Wolf“ zu nähren, die „richtige Luft“ zu atmen.
    Hat „man“ dies mal erkannt, dann ist man – und zwar als der, der man ist – Teil des Ganzen und dient dann auch dem Ganzen. Aber erst ALLE Teile ergeben ein ganzes und fertiges Puzzle, Bild.
    So nützt es „mir“ eben auch sehr wenig, bis gar nichts, wenn ich persönlich zwar das „richtige Teil“ dieses Puzzles bin, aber die anderen Teile noch nicht gefunden sind, bzw. „man“ nicht in der Lage ist, die einzelnen „für sich gesehen ebenfalls alles richtige“ Teile zusammen zu fügen. Von daher ist auch jeder andere Beitrag Ihrerseits für mich ein erkennen eines weiteren Teils und es fügt sich – nach und nach – zu einem Gesamtwerk zusammen.

    Von daher kann ich auch nur Danke dafür sagen, dass Sie meine Wortmeldungen so schätzen und ihre Wertschätzung des „ERKANNTEN“ ist dann wieder so ein Teil meiner erfreulichen Erfahrungen. Und es bestärkt mich darin, was ich und wie ich bisher dachte und handelte.

    In diesem Sinne ALLEN einen lieben Gruß und eine schöne Woche

    Robert

  • Gertrud(Montag, 01. Oktober 2012 09:49)

    Guten Morgen,

    Lieber Fritz,

    nach Lesen, Deines Beitrages kann ich Deine Einstellung zum Rauchen sehr gut nachvollziehen und verstehen. Es muß sehr sehr schmerzlich gewesen sein.

    Ähnlich habe ich es mit Alkohol erlebt bei mir nahestehenden Menschen, der aber viel salonfähiger ist, und für normal empfunden wird, was auch dieses für mein Empfinden nicht ist. Was geschieht unter dem Einfluß desselben?

    Und meine Erfahrung diesbezüglich
    war nicht weniger schmerzlich. Die Folgen von Alkohol, Gewalt, finanz. Ruin u.a. mehr, Unfallopfer, weil...
    finde ich nicht minder gravierend, werden aber so seltens gesehen.

    Meine Meinung ist als Raucher wie als Nichtraucher die gleiche.

    Es gehts um prinzipielle Verbot, für die einen während die anderen machen was sie wollen, nach wie vor.

    Es geht nicht nur um das Rauchverbot oder Nichtraucherschutz alleine, sondern auch um anderes für mein Empfinden dabei. Und die Art und Weise wie mit vielem umgegangen wird, agressiv und selbstsüchtig. Sowohl als auch.

    Wäre an der Gesundheit gelegen, würden viele Menschen sich erst mal von Grund auf anders, nämlich anständig benehmen, würde vieles anders gemacht und bewerkstelligt, von vornherein, aber es steht anderes im Vordergrund. Eine Gesellschaft der an der Gesundheit ihrer Mitmenschen gelegen ist,
    handelt für mein Empfinden von Grund auf anders. Siehe Verhalten, Arbeitsplatzsituation etc.pp. Alltägl. Umgang u.a. Für mich ist das nicht trennbar weil eines aus dem anderen rührt. Dass
    Menschen einander mit Hass begegnen weil einer raucht oder trinkt, finde ich nicht normal, wenn das Betragen und Benehmen daneben fast asozial ist.
    Denn das gibt es auch.

    Es geht um ein grundsätzliches. Wäre vielen Menschen an vielem gelegen, meine Sicht, würde man es von Anfang anders machen, in vielem viel mehr auf die Gesundheit achten und mehr tun. Da gibt es ein Mißverhältnis in vielem für mein Empfinden.
    Dem wir ausgesetzt sind,
    weil das Geld und bestimmtes anderes mehr zählt. Bei den meisten wohl auch das EGO.

    Für mich ist und wäre es als Raucher selbstverständlich Rücksicht zu nehmen, auch in anderem, was viele heute ja so nicht mehr kennen, weil sie sich sofort in ihrem Wollen beeinträchtigt fühlen,
    während sie andere niemals fragen, was diese möchten und wollen. Schön ist vieles gewiß anders.

    Mich beschäftigt bei all dem auch die Frage.
    Was kommt als nächstes was sich Menschen ausdenken,
    während sie anderes gar nicht in Betracht ziehen,
    weil sie in vielem zwar ein Problem aber in anderem absolut keines sehen, vieles als vollkommen normal empfinden, was es als solches aus meiner Sicht nicht ist.

    LG.

  • fritz 30(Montag, 01. Oktober 2012 01:04)

    Gertrud
    (Sonntag, 30. September 2012 18:54)
    Liebe Gertrud,
    als Raucher sieht man es sicher anders, als leidenschaftlicher Nichtraucher, der seinen Vater immer rauchend, hustend, röchelnd und am Ende davon in seinen letzten Stunden im Krankenhaus nach nahezu schwarzen Lungenauswurf viel zu früh sterben sah.
    Meine Beobachtung und Erfahrung zeigt, nicht nur in der Öffentlichkeit hält der Raucher seinen Glimmstengel grundsätzlich so, dass ihm der Rauch gezogen, geblasen oder nur so nebenher abgeräuchert davon nicht selbst am Atmen hindert oder in die Augen steigt.
    Die Personen in Nähe seiner Umgebung oder im Raum haben diese Möglichkeit eben nicht.
    Abgesehen vom Duft in den Haaren und der Kleidung, den man kostenfrei mit nach Hause nimmt.
    Das meinte ich mit nicht "allein" in der Öffentlichkeit Rauchen
    zu können.
    Liebe Grüße
    fritz

  • Ralf Nietzschmann der Erste Karl(Sonntag, 30. September 2012 21:42)

    Ralf Nietzschmann der Erste Karl

    Hallo Gertrud,

    danke für die Stellungsnahme zu meinem Beiträgen im Jauch Forum.

    Ich versuche Ernst immer wieder zu lesen, voll nehmen kann ich ihn allerdings nicht. Es könnte tatsächlich ein bezahlter „Schreiberling“ sein und mit seinen Beiträgen als Ablenkungsmanöver dienen. Überhaupt bin ich gegenüber den Foren bei Jauch und Will seit einiger Zeit sehr distanziert eingestellt. Ich frage mich nämlich ernsthaft, was die Foren überhaupt bezwecken sollen und was die Forenbeiträge für Veränderungen für die Mehrheit der Bevölkerung bringen können.
    Bei Will ist zum Beispiel der nachfolgende Beitrag von mir der Zensur zum Opfer gefallen.
    Er ist nach meiner Auffassung nicht beleidigend, aber wahrscheinlich passt er nicht so sehr in die Jubelarien die nun wieder veranstaltet werden und eine Wiedervereinigung feiern, die keine ist.
    Freundliche Grüße
    Ralf Nietzschmann der Erste Karl

    Zensierter Beitrag
    Als aktiver Teilnehmer der Montagsdemos in Leipzig muss man sich schon wundern, wie hier Geschichtsverfälschung betrieben wird.
    Bis zu den entscheidenden Demos, war unter den Motto - Wir sind das Volk – eine Ablösung der Vormachtstellung der SED und eine eine friedliche, demokratische Neuordnung der DDR das Ziel.
    Ich kann, wie viele andere Aktive das Wort Einheit, Wiedervereinigung nicht mehr hören.
    Welche Einheit haben wir denn in der ehemaligen DDR nach fast 23 Jahren?
    Hat Deutschland einen Friedensvertrag und haben wir eine Verfassung?
    Man sollte doch lieber realitätsnah und bei den Tatsachen bleiben, die DDR ist der BRD beigetreten und da liegen die Verdienste von Kohl.
    Die Nutznießer des Beitrittes sind aber mit Sicherheit nicht ein Großteil der DDR Bürger, sondern eher andere.
    Dabei bin ich davon überzeugt, dass Kohl einer der wenigen Politiker gewesen ist, der tatsächlich das Wohl der Bevölkerung in der DDR in seinen Mittelpunkt gestellt hat. Zu mindestens kann man dass unmittelbar nach dem Beitritt vermuten, später ist er allerdings von der Realität eingeholt wurden, denn schließlich ist auch er nur eine Figur auf dem Schachbrett gewesen, die von ganz anderen Leuten bewegt werden.
    Die DDR ist doch das Versuchsfeld der Neoliberalen geworden, dass nun suggestiv auf ganz Deutschland ausgeweitet wird.
    Ich möchte mich mit bewiesenen Fakten hier nicht näher auslassen, sie würden mit Sicherheit der Zensur zum Opfer fallen.
    Ich finde es als Atheist nicht in Ordnung, wie nun die Christen( CDU)mit einen kranken und gezeichneten Menschen umgehen ,um ihnen als Wahlkampflokomotive schamlos benutzen.
    Es grenzt schon als Volksverdummung Merkel neben den im Rollstuhl sitzenden Kohl erleben zu müssen.
    Politiker sind eben skrupellos.
    Ich wünsche allen Diskutanten eine gute Diskussion und verabschiede mich aus den Forum, möchte aber nicht versäumen @ 3 Helmut Krüger für seinen Beitrag danken, besonders der letzte Teil des Beitrages kommt der Realität nah und sollte ernsthaft diskutiert werden. Allerdings ist eine solche Diskussion a im ÖRF nicht zu erwarten.

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Sonntag, 30. September 2012 21:03)

    Lieber Robert Kroiß,

    vielen, vielen Dank für Ihre sehr " einleuchtenden" ,ja fast schon philosophischen Beiträge.

    Ja, ja die liebe " Meinungsverschiedenheit ", die es einem ( vielen?) immer wieder schwer macht,
    sachlich, wie Sie sagen, zu argumentieren, zu kommunizieren und zu akzeptieren. Das ist und bleibt eine "große Kunst"
    dieses Phänomen zu beherrschen. Doch manchmal
    geht es leider schon mal " in die Hose " dieses Versuchen und Experimentieren mit der Meinung!

    Nach mehrmaligem Durchlesen und Überlegen
    kann ich abschließend nur sagen, wie zutreffend Sie diesen " Zustand " beschrieben haben.

    Schade eigentlich, dass man nicht "selber darauf kommt"!

    Und das ist gut so, wenn "andere" einen entsprechenden Anstoss geben! Danke dafür.

    Zu Ihrem Abschnitt " Kirche / Verein" werde ich mich etwas später äußern, was Sie vielleicht auch schon erwartet haben!

    LG Grüße Ihnen und allen, die sich hier bei Wanda aufgehoben und verstanden fühlen!!
    Heiner Klein, alias Löwenmaul

  • Gertrud(Sonntag, 30. September 2012 19:05)

    Erster Karl,

    hab Deinen Beitrag bei G. Jauch gelesen.
    Ich finde ihn gut.
    Mein Eindruck, es wird das falsche zensiert, nicht nur da. Denn man wundert sich manchmal was stehen gelassen wird und wo zensiert wird. Da bleiben
    oftmals in anderen die Beleidigungen stehen, daß man sich nur wundert und die sachlichen Beiträge fliegen als nicht zum Thema gehörig raus.

    Ein anständiger Dialog
    scheint gar nicht in dem Maße wie ich meine, erwünscht zu sein.

    Ernst schreibt sich durch das Forum, daß einem schwindelig wird.
    Meine Meinung, es läßt sich alles genauso gut andersherum betrachten und auch argumentieren.

    Mal sehen wie es alles
    weiter werden wird.

    Allerdings frage ich mich, was man Kindern und jungen Menschen beibringen und hinterlassen möchte, wenn man nur negatives beschreibt und sieht, und redet, und was es bewirken soll. Und auch nur schlechtes erwartet.

    Hoffnung und Mut machen sehen da schon anders aus.

    Ich bin gespannt.

    Ich wünsche allen noch
    einen schönen Abend.

    Liebe Grüße Bis dahin.

  • Gertrud(Sonntag, 30. September 2012 18:54)

    Lieber Fritz,

    im Grunde geht beides sowohl allein als auch in der Gemeinschaft.

    Hier fragen wir uns manchmal bei Festen wenn wir uns an früher erinnern,
    wie wir das alles überleben und schaffen konnten, ehrlich gestanden.
    Und manches hat besser geklappt und gefluppt als heute, wenn man ehrlich ist, oder?

    Ebenfalls Liebe Grüsse

  • frirt 30(Sonntag, 30. September 2012 17:01)

    Gertrud
    (Sonntag, 30. September 2012 11:23)
    Liebe gertrud, gestatte Bitte , dass ich mich einmische. Nur Kurz aus meiner Sicht:
    Trnken kann man für sich allein, Rauchen in der Öffentlichkeit wohl eher nicht!
    Liebe Grüße
    fritz

  • Gertrud(Sonntag, 30. September 2012 11:23)

    Oha,

    Lieber Heiner Klein,

    ich war früh in der Nacht.
    Gerade lese ich Ihren Beitrag ich möchte ihn gerne beantworten.

    Gleiches Recht für alle, gleiche Chancen ja, sie mögen es als Widerspruch finden, vielleicht auch nicht.

    Ich finde manchen Beitrag hier in der Tat spitzzüngig, offen gestanden, vielleicht sind es meine auch und ich habe dazu eine andere Beziehung und es so noch nicht bemerkt. Ich mag alle Beiträge in sich irgendwo weil jeder etwas für uns enthält wie ich finde.
    Aber die ausgleichenden von Till und Walter Neumann mag ich besonders.
    Warum weil sie ausgleichend sind. Aus diesem Grunde.

    Sie fragen mich nach H.S.
    Wenn ich dieses Land betrachte und sehe welches Gebot und welche Verbote für wen gelten und für wen nicht,beobachte ich sehr vieles.

    Ich sehe die Verbote, an die sich Menschen halten und auch nicht.

    Ich sehe nach dem was Sie rufen, keine Kirchensteuer, Trennung von Kirche und Staat, und vieles anderes. Es ist ihnen aber egal wieviel an Schmutz Kindern und wieviel an Gleichgültig älteren und anders denkenden Menschen entgegen gebracht wird.

    Mein Empfinden dabei Sie rufen nicht danach weil sie es möchten, sondern weil der Hintergrund so ist wie er ist. Aus Wut auf die Oberen, weil es ihnen nicht mehr gut geht. Haben Sie je etwas gehört, so lange fast alles gut war? Wären die Verhältnisse anders, meinen Sie ein Mensch würde derzeit fordern tun was er tut. Die Wut befremdet mich, mir fehlt die Sachlichkeit geschlossen auf das was ich höre, was ich lese.

    Daß sich einiges hier ändern muß, denke und finde ich auch, in zwischenmenschlichen Beziehungem um Umgang miteinander in Sachen Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe in vielen Bereichen. Da tangiert mich das Rauchen von Helmut Schmidt, der grader ist, aus meiner Sicht als viele andere relativ und sehr wenig.

    Vielleicht kann und konnte ich damit ein wenig verdeutlichen was ich meine.

    Ein gleiches wird es niemals so recht geben
    in vieler Einmaligkeit,
    aber gleiche Chancen und gleiche Rechte schon, aber keine nur in Verboten, und in der Form, daß man agressiv auf einen Menschen reagiert der raucht, wie es inzwischen viele tun, losgeht, während anderes egal bis fast gleichgültig ist, so lange es nur dem eigenen dient.

    Das meine ich.
    Das Rauchverbot ist für mich ein Witz irgendwo, solange man sich nicht um anderes kümmert. Sicher muß man irgendwo anfangen, aber dann müßte man Alkohol konsequenter verbieten, tut man das, nein, und anderes auch (nicht). Aber was wollen wir. Unser Leben fremdbestimmen lassen oder selbst bestimmen, was wir tun in eigener Verantwortung? Ich habe mir noch nie gerne was verbieten lassen und das möchte ich für andere auch nicht. Insoweit verstehe ich nicht, wie man herbeirufen kann was man tut. Wenn die Umstände anders wären sähe ich wahrscheinlich andere Reaktionen und das befremdet mich.
    Irgendwann kommt vielleicht tanzen und reisen dazu, anderes vielleicht auch, wer weiß und was dann?

    Möchten Sie in einem Land leben in dem die Menschen schon das Lachen verlieren oder verloren haben. Wir zeichnen uns finde ich in vielem nicht mehr aus. Leider.

    Ganz lieben Gruß
    Gertrud

  • Gertrud(Sonntag, 30. September 2012 04:56)

    Guten Morgen,

    Lieber Heiner Klein,
    Danke für Ihre Nachfrage.
    Es stimmt was Sie scheiben,
    die Vielfalt dieser Beiträge...
    Ich meine die Spitzfindigkeit(en), denn manchen Beitrag finde ich persönlich etwas spitz formuliert. Das andere trifft aus meiner Sicht nicht zu.
    Und ich nehme das Entschuldigen gerne an.
    Vielleicht bin ich teils auch zu sensibel zu empfindlich, was das betrifft, und reagiere da etwas anders als andere,
    das mag ich nicht ausschließen. Wenn Worte
    ihres hinterlassen...
    Daß wir voneinander lernen können, denke ich auch.

    Nichts für ungut. LG.


    Liebe Melanie,
    ich möchte nicht, was Sie schrieben, wiederholen.
    Das tat Alisa schon zu meinem Entsetzen und betätigt was ich denke, daß man darauf achten muß und sollte, auch ich,
    daß man sich nicht unterschwellig einem gewissen Ton und Tenor anpaßt. Denn das macht macht oft unbemerkt, kann mir zuweilen leider aus passieren.
    Rückgrat wünschte ich mir von vielen. Vielleicht wissen Sie nun was ich meine, denn Ihre Formulierung mag dem heutigen Sprachgebrauch entsprechen, meinem nicht.
    LG.

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Sonntag, 30. September 2012 00:59)

    Geschätzte Gertrud,

    nachdem ich Ihren Beitrag " mehrfach" gelesen habe ( er hat mich nachdenklich gemacht), muss ich Sie fragen: Kann es sein, dass ich persönlich etas falsch verstanden habe oder nicht verstehe?

    Dann helfen Sie mir, dass ich es verstehe!

    Wenn ich die Beiträge von Walter Neumann lese( u.a. gleiches Recht für alle ), denen Sie fast ausschließlich zugestimmt haben, frage ich,was Sie meinen, wenn Sie folgendes ( an mich gerichtet? ) schreiben:
    " ...ich bin froh, dass sich Hekmut Schmidt nichts verbieten lässt, und man es auch nicht tut und auch sich nicht verbiegen lässt. Wo kämmen wir hin....."
    So wie ich Sie ja kennen gelernt habe, sind Sie doch darauf fixiert: Gleiches Recht für alle!

    So wie es Walter Neumann in einem seiner Beiträge auch beschrieben hat. Und jetzt bei H.S. soll es nicht mehr gelten? Warum denn, liebe Gertrud?

    Beim Fußball ist es doch auch so, dass " Handspiel" im Strafraum " Handspiel " ist, egal ob es in der Bundesliga oder in der Kreisklasse vorkommt. Es gibt Strafstoß ( Elfmeter)!!
    unter dem Aspekt: Gleiches Recht für alle.

    Oder aber es wird dahingehend unterschieden, dass es unter den "Gleichen" noch "Gleichere" gibt, dann hätten Sie recht.

    Das eigentlich sollte mein Beispiel verdeutlichen und keinerlei "Angriff auf H.S." sein!
    Allein schon brandschutzrechtlich
    sollte diese "Extrawurst" sehr "heiß" sein und sehr skeptisch beurteilt werden!

    Einige Absätze weiter relativieren Sie in Ihrem Beitrag die Sache wieder in dem Sie schreiben:
    " ...Die oberen sind überall teils gleich, nicht alle wie man an C. Wulff sieht..." wobei Sie die Liste hätten (aktuell )fortführen können.

    Ich habe hier aus meiner Sichtweise die Situation geschildert. Dass Sie eine andere Sichtweise haben, mache ich Ihnen nicht streitig, doch muss/kann ich die in diesem Fall nicht mit Ihnen teilen.

    Sollte ich Sie allerdings
    " verbal verletzt" haben, was ich in keinster Weise
    beabsichtigte und zukünftig auch nicht beabsichtigen werde, bitte
    ich Sie es mir zu verzeihen.

    Eine gute Nacht wünsche ich und verbleibe mit lieben Grüßen Heiner Klein!

  • Melanie HH(Samstag, 29. September 2012 19:08)

    Liebe Gertrud,

    ich möchte nachfragen, welches konkrete Beispiel Sie meinen, als Sie folgendes schrieben:"warum bedienen Sie sich, auch andere in Foren einer Sprache, die Ihnen und anderen nicht gerecht wird,
    sondern schmälert. Ich dedaure dieses jedes Mal."

    Liebe Grüße, Melanie

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Samstag, 29. September 2012 18:01)

    Liebe Freunde hier im Blog, liebe Gertrud,

    vielen Dank für die ausführlichen und unterschiedlichen Meinungen.

    Die Vielfalt dieser Beiträge macht es erforderlich, dass ich diese zunächst einmal in aller Ruhe verarbeiten muss, um mich dann zu äußern.

    Wenn Sie, liebe Gertrud, aus meinen Beiträgen etwas gelesen haben, was Sie mit
    "Ausfälligkeiten" oder " barschem Ton" oder gar " Anfeindungen" oder s.ä. bezeichnen wollen, dann glaube ich, haben Sie mich falsch wahrgenommen oder auch missverstanden.
    Warum sollte ich hier auf Wandas HP das zelebrieren, wogegen ich mich im AW oder GJ Blog aufgelehnt habe?

    Sollte meine etwas " überspitzte " Form diesen Eindruck erweckt haben, bitte ich daszu entschuldigen, denn das lag mir auf jedem Fall fern!!

    Aber wenn wir uns hier schon miteinander sachlich auseinandersetzen wollen,
    dann muss es auch gestattet sein, schon mal mehr oder weniger " hart"
    seine Meinung darlegen
    zu dürfen.

    Ich glaube, dass wir alle miteinander auch hier noch vieles von einander lernen können, wie die Diskussionen hier zeigen.

    Dabei muss es erlaubt sein, die Meinung des anderen kritisch zu hinterfragen oder gar auch zu " widerlegen".

    Deswegen danke ich ausdrücklich Walter Neumann, Christa, Melanie HH., Robert Kroiß, und meinem " Altersfreund Fritz " sowie Gerd 49 für den regen Gedankenaustausch, den ich mir auch weiterhin wünsche und auch entsprechend " befeuern " werde!

    Vorerst war's das von hier aus und liebe Grüße an Euch alle, Heiner Klein alias Löwenmaul!
    Besoners aber möchtte ich Wanda aus gegebenem Anlass grüßen und alles Gute wünschen!


    P.S. Fritz, vorab schon mal zur Information ich gehöre auch der Kirchenvolksbewegung WIR SIND KIRCHE an!

  • Gerd Dietrich(Samstag, 29. September 2012 15:56)

    Danke Walter Neumann für Ihren Kommentar in meinem Blog Politikparadox.blogspot.de
    Ich habe ihn zum Anlass genommen, einen etwas ausführlicheren Beitrag daraus zu machen.
    Lesen Sie dort.
    Viele Grüße an Alle hier
    Gerd

  • fritz 30(Samstag, 29. September 2012 14:37)

    Heiner Klein ,alias löwenmaul
    Aber lieber Heiner, wie lange schreiben und Kommunizieren wir im A.W.-Blog und hier auf Wandas HP?
    Heute geht und ging es mit dem Kohlfestspiel um die Eröffnung des CDU-Wahlkampfes für 2013.
    Habe ich jemals Christenmenschen pauschal für ihre Einstellung und ehrliches, konsequentes Engagement für die Einhaltung deren Gebote, Dich einbegriffen, gescholten oder verunglimpft?
    Ich, wie viele Andere auch haben Dir doch stets zu erkennen gegeben und zu würdigen gewusst, wie du trotz oder wegen deiner Zugehörigkeit zur „Schwarzen Fraktion der Volksparteien“ das Herz auf dem rechten Fleck und gezeigt hast, Missstände zu benennen, verhaltene Kritik an den Führungsriegen zu üben und Dich mit fundiertem Fachwissen und Empathie engagiert in Bürgeriniativen einbringst. Auch versuchst verbal, z.B. in den Blogs Allianzen dafür zu gewinnen und zu schmieden.
    Das ist lobenswert. Dagegen ist nicht das Geringste einzuwenden.
    Allerdings, wie ich Dir schon an früher anderer Stelle zur Kenntnis gegeben habe, finde ich es als inkonsequent, auf der einen Seite über Jahrzehnte bestehende und neue Fehler und Missstände der Gesellschaft in Verantwortung derer in Gottesgnaden Vorstehenden, ( Pabst, Kaiser, König, Führer, Kanzler, Landesfürsten, Vorsitzenden ) zu beklagen, sich zu empören und glauben, durch Charity und Bürgerengagement als Feigenblatt der Blöße des Systems damit zu kaschieren und Wesentliches zur Änderung der Verhältnisse beitragen zu können.
    Auf der anderen Seite, diese jedoch in unverbrüchlicher Konfessions- und Traditionstreue immer wieder als unverzichtbar zu wählen, wie im Fall H. K. über mehr als 16 Jahre hinweg, und sich zu verwahren gegen Kritik und fehlender Belobigung seines Idols.
    Das meine ich im Allgemeinen, alle anderen Parteien einbezogen, und nicht nur speziell auf Dich persönlich bezogen..
    Zum von Dir beschriebenen Ziel der CDU / CSU, war und ist es, christlich orientierte Deutsche aller Gesellschaftsgruppen zu einer Christen-Einheits- (front)-Union, in der rechts neben ihr kein Platz für andere politische Gruppierungen verbleiben darf
    Was darf man darunter verstehen und womit tun sich unsere Vorturner noch immer schwer, aus dem verbliebenen Bodensatz heraus fröhliche Urstand feiernde und den Verfassungsschutz foppende V-Leute und offen bekennende Neonazis in die gehörigen Schranken zu verweisen? Weil die, oder einige Führungskräfte unter den Mantel der Union von dort aus agieren. Hessen und Baden Württemberg ist mir da noch in Erinnerung.
    Richtig die katholische Kirche fühlte sich unterprivilegiert im protestantisch dominierten Kaiserreich und danach und strebte unter K. A. die Vormacht unter katholischen Vorzeichen mit der konfessionellen Zentrale Vatikan in Rom an. ( lieber nur halbe Nation, dafür aber Konfession ganz – im protestantischen Osten hätte man ohnehin nicht punkten können).
    Im Umkehrschluss mit dem gleichen Ziel der Einheit aller Werktätigen und Parteien, gesellschaftlichen Organisationen, Gewerkschaften, die Vereinigung von SPD und KPD mit Vorherrschaft der KPD und ideologischer Zentrale Moskau.
    Ich vermute, aus deiner Sicht ist das etwas ganz Anderes, nicht zu vergleichen. Ok.
    Heiner ich hatte und habe nicht die Absicht, Dich zu beschimpfen, nur weil mir am Wahlverhalten der Grundsubstanz der Union mit fast immer gleichen Ergebnis von über 30%, kann passiert sein was wolle, etwas nicht passt (wie Verunglimpfungen politisch Andersdenkender, schwarze Kassen, Lobbyismus, Käuflichkeit, Abgehobenheit vom Volk und Wähler,, Kungeleien und Vertuschungen zwischen Justiz und Politik, getrieben reagieren statt agieren, Voranstellen der Parteiinteressen unter Vernachlässigung des beschworenem Gemeinwohls, Spaltung in Ost und West, In- und Ausländer, Wahlbetrug im Nachhinein u.s.w. )
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Dich das kalt lässt.
    Doch sollte ich mich irren und es Dich im Sinne – „gib im Gehorsam und Gottesfurcht den Oberen, was den Oberen ist“ –erfreut, ich neide ich es Dir es nicht.

  • Robert Kroiß(Samstag, 29. September 2012 12:28)

    Doch noch eine kleine Nachbemerkung zur Meinung/Meinungsverschiedenheit:
    was nützte es „mir“ und meiner Meinung, wenn es angenommen tatsächlich die „richtige“ Meinung wäre, aber KEINER würde diese mit mir teilen?! „Ich“ wäre ein ganz einsamer Mensch, wenn auch mit einer „richtigen Meinung“?! „Ich“ wäre wohl ein „Geisterfahrer“?!
    Was nützte es „mich“, wenn Jesus tatsächlich der Sohn Gottes war und ist, aber KEINER folgte seinem „Beispiel“ und Wort?! Er bliebe dann nicht nur der „erst geborene“, sondern das einzig geborene „Kind Gottes“.
    Was nützte es „mich“, wenn Gottes Wille geschieht und „ich“ seinen Willen gar nicht erkenne?! „Ich“ hätte keinen Anteil daran, weil „ich“ auf Grund mangelnder Erkenntnis „seines Willen“ stets gegen diesen Willen, „meiner Meinung“ glauben und diese meine Meinung gegen den Willen Gottes anwenden und mit „ihm“ über die „richtige Meinung“ streiten müsste und würde.

    Es bleibt letztlich also „nur“ der Glaube und das Vertrauen darauf, dass es „der Andere“ mit „seiner Meinung“ eigentlich „nur GUT“ meint. Kann ich dies NICHT glauben und darauf vertrauen, ist jede weiter Diskussion, jeder weitere Meinungsaustausch zum Scheitern verurteilt.

  • Gertrud(Samstag, 29. September 2012 12:22)

    Till,
    Danke Ihnen ein sehr interessanter Beitrag, der anspricht für mein Empfinden,
    was ich mit anderen Worten sagen wollte.

    LG

  • Gertrud(Samstag, 29. September 2012 11:47)

    Guten Morgen,

    Lieber Herr Neumann,
    bei Haf gibt es wohl neue Seiten, die haben noch nicht mal ihr Gästebuch offen, Thema Montag, Steinbrück. Ihr Beitrag ist feigeschaltet bei GJ, das habe ich bemerkt. Auch dort wird gestrichen, was das Zeug hält, man staunt nur noch. Andere Foren machen erst Mittags auf.
    Es tut sich was, nur was???

    Lieber Heiner Klein,
    ich bin froh, daß sich Helmut Schmidt nichts verbieten läßt, und man es auch nicht tut. Und auch sich nicht verbiegen läßt.
    Wo kämen wir hin. Wird nicht schon viel zu viel gekuscht, mit verschiedensten und fadenscheinigen Argumenten.
    Ich finde ja. Manchmal ist man vielleicht auch besser beraten sich zurückzunehmen und dennoch. Aber Sie glauben sicher nicht ernsthaft, bestimmte Menschen lassen sich verbieten, nur das Volk, das läßt sich verbieten fordert und jubelt noch dabei. Bis es vielleicht das Ausmass so manchen begreift. Noch ist es nicht so. Es hat was mit der Freiheit. Die wohl nicht für alle das gleiche bedeutet.

    Zum Schluß nach Lesen der Beiträge hier, stelle ich mir die Frage, was es bringt sich zu streiten.
    So daß jeder einen leichten Stich, so geht es mir, empfinden mag. Warum.

    Der Ton und die Sprache bei AW ließen teils schon zu wünschen übrig und hier,
    ist es nichtleicht zu lesen, wenn ein "intelligenter Dialog"? es vielleicht schafft die Sympathien zu senken, die man füreinander hat. Denn das tut es für mein Empfinden.

    Wenn ich die Foren lese und die Wut und den Zorn
    drin, wird mit schwindelig
    und Angst und bange. Denn dort herrscht ein Ton der nicht gut ist. Wie auch.

    Wut auf alles aber wenig Reflextion auf sich selbst und anderes.

    In einem kann ich Walter Neumann zustimmen und mich anschließen. Die oberen sind überall teils gleich, nicht alle wie man an C. Wulff sieht und überall, egal wo es ist, was an der Verherrlichung der Mitmenschen liegt. Wenn man dort nichts von innen ändert, wird es nicht besser.

    Wenn ich lese Schlecker Insolvenzverwalter bekommt 15 Mio. frage ich mich,
    was ist bei dem Gesetz
    falsch und wenn ich an Steuern und Kirche u.a. denke ich, wie es aussähe,
    wenn die Forderungen von so manchem über die nicht nachgedacht wird, wie es ausschaut wohl durchkäme,
    dann Gnade uns Gott denke ich manchmal.

    Liebe Melanie,
    warum bedienen Sie sich, auch andere in Foren einer Sprache, die Ihnen und anderen nicht gerecht wird,
    sondern schmälert. Ich dedaure dieses jedes Mal.

    Ich denke vieles ist ganz zart und durch die Wut und den Zorn der herrscht auch sehr fragil, zerbrechlich.


    Dennoch ich wünsche allen ein schönes Wochenende.
    LG

  • Robert Kroiß(Samstag, 29. September 2012 11:46)

    Korrektur:
    natürlich handelt es sich um STEINBRÜCK und nicht Steinmeier.

    Sorry

  • Robert Kroiß(Samstag, 29. September 2012 11:42)

    Lieber Heiner Klein, lieber Walter Neumann,

    das „Problem“ bei derartigen Diskussion, wie eben auch in Foren ist m. E., dass sich fast jeder immer mit dem identifiziert, was seiner eigenen Meinung entspricht und in dem Beitrag scheinbar die eigene Meinung angreift, bzw. zu widerlegen sucht, oder aber auch bestärkt.. Daraus scheint sich stets die/eine Polemik zu ergeben. Wobei Polemik auch erst dann zu einem „richtigen und wahren Problem“ wird, wenn die unterschiedlichen Meinungen mit Gewalt und entsprechenden Handlungen vertreten werden (wollen). Dies tangiert aber die „Sache“ - um welche es geht – nicht im Geringsten und ändert auch nichts daran. Sondern hier wird dann die Sache, um welche es ja eigentlich geht plötzlich zum „Aussenstehenden“. Und deshalb wird und kann dann auch KEINE Lösung in der SACHE gefunden werden. Weil sich nun die „Meinungsverschiedenheiten“ um ihre „Meinungsverschiedenheit“ streiten. Weil sie sich darin „persönlich“ angegriffen fühlen.
    Jetzt ist es aber tatsächlich so, dass „man“ zunächst ja „nur“ als Aussenstehender (man kann ja nicht jedem „Verein“ angehören) zu etwas Stellung – selbstredend mit der eigenen Sichtweise und damit Meinung - nimmt, das zu einem „Thema“ wird.
    Das eigentliche Problem von „Vereinen“ besteht m. E. ja darin, dass, wenn das „Ziel“ und das Interesse des „Gesamtvereins – also aller Mitglieder, sowohl der aktiven, als auch der passiven – deshalb aus dem Auge verloren wird, weil durch Machthunger und Eitelkeiten das eigentliche Ziel durch die Macht hungrigen und Eitlen verschoben dahin verschoben wird, dass die „Führungskräfte“ in den „Vereinen“ nicht mehr primär die Interessen des „Vereins“ und damit ALLER Vereinsmitglieder vertreten. Sondern nun die „eigenen Interessen“ in den Vordergrund gestellt und damit als – angeblich immer noch dem Verein, weil ihm ja an vorderster Front immer noch angehörend dienend - Ziel umgesetzt werden.
    Doch eine „Vereinsführung“, welche nicht mehr das „eigentliche Gesamtinteresse“ des „Vereins“, sondern die „Richtlinienkompetenz“ für sich beansprucht, hat das „wahre Interesse“ und das „eigentliche Sein“ dieses Vereins längst verloren und aufgegeben.
    Nehmen wir aktuell das Beispiel Steinmeier. Dieser Mensch mag durchaus Fähigkeiten haben im Verein der SPD eine „wichtige Rolle“ zu spielen und diesem Verein auch „dienen“ zu können. Jetzt hat er aber aus Eitelkeit und Machthunger seine eigene Integrität und Identifikation über den Haufen geworfen. Hat er doch noch vor einiger Zeit eindeutig und damit eigentlich zweifelsfrei das Anstreben des Kanzleramtes von sich gewiesen. Selbst auf Nachfragen – eben um die Eindeutigkeit, das Zweifelsfreie zu belegen -, machte er ganz deutlich, dass er eben nicht wie Genosse Schröder an dem Zaun rütteln wolle und in das Bundeskanzleramt wolle.
    Jetzt stellt sich für mich die Frage, wie glaubhaft kann ein Mensch sein, der seine eigenen Erkenntnisse dermaßen über den Haufen wirft. Wie ehrlich können seine Antworten sein?! Und dies in einer Situation, in welcher er ja „nur“ über seine eigene, weitere Zukunft – und zwar ganz ohne jeglichen von außen kommenden Druck - zu entscheiden hat?!
    Da steht dann nicht mehr der „Verein“ - welchem er ja auch als „passives“ Mitglied mit seinem Wissen dienen könnte – im Vordergrund. Sondern – und genau dies wird dann auch für den Verein, über kurz oder lang zum Problem -, der eigene Machthunger, die Eitelkeit und der Egoismus. Und nun wird der „Verein“ von einem „Macht hungrigen, eitlen und egoistischem“ Vorstand geführt, der sich und seinem eigenen Wort NICHT treu bleiben und sein kann?!
    Selbstverständlich wird er auch dafür wieder eine scheinbar „logische“ Erklärung finden und sein Verhalten „auslegen“.
    Und genau dies geschieht in allen „Vereinen“! Im Zweifel werden dann die „Vereinsgrundlagen und -regeln“ geändert. Womit am Ende dann der gesamte „Verein“ und alle Mitglieder leiden werden.
    So ist es auch mit der Religion und den Kirchen! Die Auslegungen – Änderungen der „Vereinssatzung“ (die eigentliche Grundlage jeden Verein) - der „Vereinsführung“ führen dazu, dass sich der „Verein“ irgendwann – mangels aktiver und passiver Mitglieder - selbst auflöst. Wenn z. B. in der katholischen Kirche das „Wort Gottes“ (also die Vereinssatzung) von der „Vereinsführung“ so ausgelegt und verändert wird, dass nicht mehr die Interessen des „Vereinsgründers (Gott)“ vertreten werden, sondern die eigenen Interessen, dann gibt es den „Verein Gottes“ bald nicht mehr.
    Mit dem Glauben AN SICH, hat dies dann überhaupt noch NICHTS zu tun! Dies ist auch das „Manko“ der Kirchenfürsten, dass sie genau DIES nicht erkennen (wollen)! Deshalb wird sich ihr „Vereinsgründer (Gott)“, der ja eigentlich einen ganz „anderen Sinn“ hatte, von ihnen distanzieren.
    Sie müssten nur „ihre Vereinssatzung, die Bibel“ mal richtig lesen und verstehen und nicht nach eigenem Interesse auslegen. Ist tatsächlich ALLES darin genau so beschrieben. Weshalb sonst hat sich Jesus wohl mit den Schriftgelehrten und Pharisäern so auseinander gesetzt, wie es in der Bibel beschrieben ist?!
    Es gäbe sicher noch das Ein oder Andere zu diesem Thema. Aber ich will es damit mal vorerst belassen.

    Mit einem lieben Gruß an Alle

    Robert

  • Walter Neumann(Samstag, 29. September 2012 00:29)

    Sehr geehrter Heiner Klein alias Löwenmaul.

    Ich habe Ihnen nicht polemisch geantwortet, sondern war und bin mit Ihnen einer Meinung. Auf Ihrem zweiten Absatz :

    "Ich habe aber auch andere Beiträge gelesen und stelle immer wieder fest, dass diese genutzt werden - insbesondere von politischen Gegnern - immer wieder ein gefundenes " Fressen" um drauflos zu schlagen!"

    habe ich mich bezogen und meine Einschätzung als Ergänzung zu Ihnen betrachtet ( in meinem ersten Absatz von 20:10). Die weiteren Absätze beziehen sich auch auf Ihre weiteren Betrachtungsweisen und geben sozusagen meinen "Senf" dazu. Schade das Sie meinen, es wäre auf Sie bezogene Polemik. Ich hätte es vielleicht deutlicher machen müssen, was und worauf ich mich beziehe und Ihre Meinung mit meinem Schreiben stütze.

    Meine Meinung zur Kirchensteuer habe ich in der Hauptsache aus einen Beitrag dieser Woche in WDR 5, wo gesagt wurde, Deutschland sei mit der Kirchensteuer einmalig in der Welt und in Italien würden zwar im Promillebereich Kirchensteuer eingezogen, aber es würde nichts passieren, wenn jemand nicht zahlt und/oder jemand aus der Kirche austritt. Alle Sakramente bleiben auf Wunsch erhalten.

    Nun ist es sehr individuell in der Welt und es wird viel unterschiedliches geben und auch die Kirchen ändern sich in ihren Gesetzen laufend. Für mich ist maßgebend, was hier in Deutschland ist und sich ändert. Welches Selbstverständnis hat die kath. Amtskirche gegenüber ihren Gläubigen. Was verlangt sie, was ist sie bereit zu tun. Für mich ist klar, dass die Kirche damit ihren eigentlich immer geäußerten Anspruch aufgegeben hat, die alleinige, selig machende, Glaubensgemeinschaft zu sein. Vielleicht aber bezog sich Ihre Meinung zur Polemik auch darauf, dass für mich, sich die kath. Kirche nun zu einem eingetragenen Verein selber degradiert hat. Dazu stehe ich. Wenn Sie meinen dies wäre Polemik, bitteschön. Kann ich mit leben. Wird an meiner Meinung dazu nichts ändern.
    Es sei denn, ich vernehme Argumente, denen ich mich nicht verschließen kann. Dieser Gedanke aber stand sofort in meinem Gehirn, wie ich das erste Mal diese Meldung zum Kirchenaustritt hörte: "Jetzt haben sie sich selber zum Verein degradiert!"

    Das ging mir genau so bei hart aber fair mit dem Ausspruch von Herrn Plasberg: "Wir müssen doch ran an den Speck der Alten." Da war dieser Satz auch sofort in meinem Gehirn bereit:

    "Bitte zuerst den Speck vom Plaßberg nehmen!!! Der hat enorm viel mehr Speck wie die alten Rentner, Pfui deubel!

    So habe ich es dann direkt an hart aber fair geschickt und viel unter die Zensur. Dazu stehe ich ganz fest. Wie zu dem Kirchensatz. Wenn Sie das anders sehen, kann ich das verstehen, gilt aber nicht für mich.

    Ich finde es auch keine gewagte These, darüber zu spekulieren, ob dieses Thema Kirchensteuer und Kirchenaustritt und damit Entzug aller kirchlichen Handlungen an die dann nicht mehr Gläubigen, ein Talkshow Thema wird. Ich "glaube" einfach nicht daran, weil die kath. Kirche dieses Thema garantiert nicht in der Öffentlichkeit breitgetreten haben will, sondern leise und heimlich nur denen "Zugute" kommen lassen wird die es betrifft! Kennen wir ja bei Priesterkinder und –heirat, bei Versetzungen und Kinderschändungen. Offen nur da, wo es nicht anders geht. Sonst alles innerkirchlich hinter verschlossenen Türen heimlich und verschwiegen regeln.

    Vielleicht wundern Sie sich, aber ich bin gar nicht gegen die Kirchensteuer. Die Kirchen haben einen Beitrag zu leisten, die Staaten menschlicher zu machen. Für die Menschen da zu sein und ihre Sorgen aufzunehmen und mitzuhelfen, Not zu lindern, den Zusammenhalt einer Gemeinschaft zu fördern usw. Vor Ort wird dies sicherlich vielfach getan und das ist auch gut so. Nur die Herrschenden in der Kirche haben meist andere Vorstellungen, was gut und richtig ist und wie die Kirche zu reagieren hat. Aber dies ist ein neues Thema. Zuviel für jetzt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Heinwer Klein alias Löwenmaul(Freitag, 28. September 2012 22:03)

    Lieber Walter Neumann,
    eigentlich habe ich Sie immer für einen "sachlichen, ausgewogen " arguemtierenden Foristen und Diskutanten gehalten, aber warum jetzt so polemisch?

    Und deswegen glaube ich, dass es nicht aus Ihrer " Feder " stammen könnte, wenn ich lesen muss: "
    ...Denn ich glaube kaum, dass dieses Thema mal in einer Talkshow auftaucht. Denn das würde in der heutigen politischen Konstellation kaum zugelassen werden...!"
    Zensur?

    Mann, oh Mann, lieber Walter Neumann, eine gewagte These, die Sie da so aufstellen. Vielleicht kommt so etwas schneller, als Sie zu glauben wagen!

    Ebenso "wage" war Ihre Behauptung, dass es kein anderes Land in der Welt gäbe, die Kirchensteuern erheben. Da liegen Sie aber
    leider falsch.

    Schauen Sie mal in Schweiz,
    nach Schweden und Finnland,
    Polen hat z.Zt. noch einen Kirchenfonds und überlegt die freiw. Kirchensteuer einzuführen.
    In Elsaß - Lothringen wird auch Kirchensteuer erhoben,
    in Italien und Spanien erhebt man Kirchen- und Kultursteuer usw. usf.

    Dass man natürlich - und da bin ich wieder bei Ihnen - über die Kirchensteuer und deren " Auswirkungen " auf Kirche und Staat diskutieren und deren "Abschaffung" fordern sollte, entspricht auch meinem Naturell, wenn man
    einmal schaut, wozu diese
    Milliarden ausgegeben werden, ist es höchste Zeit
    spätestens nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig darüber nachzudenken.

    Die Frage ist doch: Sparen die Kirchen dem Staat Geld
    trotz der Milliardeneinnahmen durch die Kirchensteuer?

    Nein, würde ich da sagen, denn der Staat ( Bund, Länder und Kommunen ) subventionieren aufgrund von teilweise 200 Jahre und mehr alten Verträgen rein innerkirchliche Anliegen ( z.B. Militärseelsorge, Releigionsunterricht, Bischofsgehälter, Priester und Theologenausbildung an dden theologischen Fakultäten usw. usf. mit zig Milliarden €.

    Und dabei handelt es sich dann um allgemeine Steuergelder, die von Atheisten, Moslems und Juden genauso aufgebracht werden müssen, wie von uns Christen - doch das ist nicht in Ordnung,denn nur die Christen profitieren davon.

    Wie Sie wissen bin ich auch gläubiger Christ, und meine, dass man auch ohne
    " Kirche " ein guter Mensch sein kann.

    Dass merkwürdigerweise trotz der massiven Subventionierung der christlichen Großkirchen
    immer noch behauptet wird( die meisten Politiker jedenfalls ), wir hätten einen säkularen Staat, in dem Staat und Kirche getrennt seien, ist nicht gerechtfertigt.
    Es muss sich was tun, wenn
    Kirche als Institution zukünftig weiter bestehen will!

    Da bin ich natürlich auch dafür, dass sich öffentlich
    rechtliche Körperschaften, wie es die Relegionsgemeinschaften ja sind, selbst finanzieren, wie es in anderen Staaten, wie z.B. in Brasilien, der größten katholischen Bevölkerung, geschieht.

    Siehe auch Niederlande, da wird alles aus Spenden und freiwilligen Zahlungen bewältigt! Funktioniert auch.

    Deswegen meine Frage an die "Kirche": Glaubt dann nur der, der einer solchen Gemeinschaft angehört?

    Und kann man die Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft von Zahlungsverpflichtungen abhängig machen?

    Und deswegen bin ich der Meinung, dass sich die Kirche ausschließlich durch Spenden finanzieren sollte - eine Position also, wie sie auf der evangelischen Seite z.B. von dem Dietrich Bonhöeffer Verein vertreten wird.

    Und deswegen halte ich auch
    die diese neue Regelung für theologisch sehr fragwürdig.

    Stelle daher fest: Die Bischöfe haben
    immer noch nicht verinnerlicht, wie groß inzwischen die Distanz vieler Menschen zu " Glaube " und " Kirche" (geworden) ist und somit wird die Verteidigung von Macht und Geld auf Dauer mehr schaden als nützen!

    Und deswegen wollen viele
    mit der Kirche als Körperschaftsinstitution nichts mehr zu tun haben!

  • Walter Neumann(Freitag, 28. September 2012 20:43)

    Sehr geehrter Heiner Klein alias Löwenmaul.

    Ihren Einwand bezüglich der Kirchensteuer, welche vom Staat nur in Deutschland weltweit erhoben wird, dass für andere Länder unser Grundgesetz nicht zuständig ist, verstehe ich nicht. Unser Grundgesetz ist nur für Deutschland zuständig, also auch nur das Konkordat im Grundgesetz für die Erhebung der deutschen Kirchensteuer regelt diesen Vertrag. In Wikipedia ist zu lesen:

    "Der staatliche Steuereinzug für Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften ist eine deutsche Besonderheit; er ist nicht durch das Grundgesetz, sondern nur in Landesgesetzen geregelt."

    Ausgangspunkt war die Enteignung von riesigem Landbesitz der Kirchen im Jahre 1803. Dort wurde ihnen dann zugestanden, Steuern bei ihren Gläubigen erheben zu dürfen, welche sich im laufe der Jahrzehnte zur allgemeinen Steuerpflichteintreibung entwickelte.

    Der Vatikan hat mit der jungen Bundesrepublik Deutschland ein sogenanntes Konkordat über die Kirchensteuer geschlossen, im Anschluss an das Weimarer Konkordat und das von Hitler aufgekündigte. Ein Konkordat schließt der Vatikan nur mit einem katholischen Staatsoberhaupt. Wenn der evangelische Kurt Schumacher erster Bundeskanzler geworden wäre, dann hätte der Vatikan mit unserer Bundesrepublik nur einen Konvent abgeschlossen. So streng sind deren Bräuche und Unterschiede!

    Freundliche Grüße

    Walter Neumann

  • Walter Neumann(Freitag, 28. September 2012 20:10)

    Sehr geehrter Robert Klein alias Löwenmaul.

    Es ist leider oft so, dass Menschen, die keine schlüssigen Argumente ins Feld für ihre Meinung beibringen können, dies kaschieren mit ungerechtfertigten Argumenten und Angriffen auf den Andersdenkenden. Das war schon immer so und wird auch so bleiben. Wer sich geistig nicht behaupten kann, driftet leider oft in Schmähungen und Spott aller Art ab. Traurig aber wahr.

    Ich meine nicht, dass es einmal gut sein muss, denn da überlasse ich denen doch das Feld der Meinungshoheit. Es wurde und wird schon viel zu lange von zu vielen geschwiegen und resigniert festgestellt, die machen doch sowieso, was sie wollen. Jetzt wird Steinbrück ins Rennen geschickt als Kanzlerkandidat, der die Wahl gewinnen will. Wenn man genau zuhört, will er aber nur die Weichen stellen, um als Juniorpartner mitregieren zu können. Da ist es wieder. Sagen was man will, aber durchblicken lassen, das das nicht geht und man in Wirklichkeit etwas anderes erreichen will. Und das läuft dann unter ehrlicher Politik, wobei nach erfolgter Wahl gesagt wird, mehr war nicht zu erreichen und wir sind mit dem Ergebnis zufrieden. Man wollte ja vorher seine Wähler nicht verschrecken.

    Dass das Wählerbetrügen ist, verstehen die nicht, bzw. wollen es nicht so verstehen. Da werden wir dann eine neue, andere geballte Wirtschaftsvernunftmacht an der Regierungsspitze haben, wow!

    Die Gegenwart ruht auf dem Vergangenen. Nur wer die Vergangenheit versteht, kann für die Gegenwart das Richtige tun und die Zukunft entscheidend beeinflussen. Von unserer Politik habe ich schon immer, aber mit den Jahren immer mehr fortschreitende Tendenz, den Eindruck, dass sie nur bis Morgen (bis zur nächsten Wahl) denkt und nicht in die Zukunft. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber die sind nur immer einem momentanen Geldmangel geschuldet. Dann wird gesucht und gefunden, wie man zum fehlenden Geld kommt, welches man oft unzweckmäßig verbraten hat. Dann kann auch bis 2030 bei der Rente vorausberechnet werden, nur damit heute die Finanzen stimmen. In 2030 regieren ja andere und denen kann und darf, ja letztendlich muss man denen diesen Trümmerhaufen überlassen. Heute regieren wir und nach uns die Sündflut!

    Der Sinn und Zweck der Kohl Lobhudelei ist einfach eine gedachte Wahlkampfhilfe und die SPD mit Steinbrück und Schmidt haben's vorgemacht, da muss man eben versuchen zumindest gleich zu ziehen oder dies noch zu toppen. Der Clou scheint aber weitestgehend nach hinten los zu gehen. Außer Mitleid kocht bei Helmut Kohl die Vergangenheit hoch. Ein Kanzler, welcher sein Ehrenwort höher stellt wie sein Amt, zeigt doch allen öffentlich, dass dieses Amt nicht seiner Ehre wert ist und damit auch nicht wert war und im Umkehrschluss er nicht des Amtes wert war. Mit so was werben? Die meinen wohl schon, dass sie es nötig haben und alles versuchen zu aktivieren, was noch irgendwie geht!

    Und seien Sie sich versichert, so wie Politik bei uns betrieben wird, kommen nur Egomanen bis an die Spitze, alle Anderen scheitern, geben vorher auf. Können mit anderen Egomanen auf diesem Trip nicht mithalten. Die fühlen sich als etwas Besonderes, Herausgehobenes, als ein immer und überall und mit was auch immer, wie mit Achtung, Ehrfurcht und Gläubigkeit zu huldigendem Wesen.

    Wir müssen dies nicht akzeptieren, dass Helmut Schmidt öffentlich überall raucht. Aber diejenigen, welche ihn präsentieren wollen, akzeptieren es und muten es uns zu. Helmut Schmidt hat meiner Meinung nach das Recht zu rauchen, wo es nicht verboten ist. Wenn man für ihn extra eine Rauchfreie Zone bereitet, (Spaß komm raus: könnte man ihn ja in die Zone schicken, wenn es sie denn noch gäbe) gehören diese Macher an den Pranger, wenn es verboten ist!

    Seien Sie versichert, dass es jetzt noch im Übergang so gehandhabt werden kann und couragierte Priester dies vielleicht auch noch in Zukunft so handhaben, aber die Amtskirche wird dies auf Dauer nicht mehr durchgehen lassen. Haben Sie zumindest verkündet! Und da stellt sich mir die Frage, welchen Anspruch will die kath. Kirche da noch als Religionsgemeinschaft haben, wenn sie sich selber auf Vereinsniveau herab begibt?

    Ich bin katholisch, bin nicht ausgetreten habe immer meine Kirchensteuer bezahlt. Vielleicht aus Bequemlichkeit, vielleicht weil man nie weis, aber sicher, weil ich den Menschen in der kathl Kirche vertraue, dass die meisten an der Basis versuchen wollen, christliche Werte zu leben und für die Mitbürger da zu sein. Dies wird ihnen jetzt schwer gemacht. Jetzt müssen sie von oben angewiesen, zuerst danach sehen, gehört der noch zu uns, dürfen wir dem noch etwas gutes tun? Die Christen an der Basis sind überwiegend gut eingestellt, was falsch ist, kommt meist von oben diktiert! Auch da sind Egomanen an der Macht, machen wir uns da nichts vor! Wer bis zum Bischhof, Kardinal kommt, hat mit seiner dargestellten Frömmigkeit und knallhartem Regiment für entsprechenden Eindruck gesorgt und wird für Förderungsfähig erkannt und entsprechend gefördert. Von denen kommen doch genau so wie von den Politikern die richtigen Worte, aber die falschen Taten hintenrum! Punkt aus!!!

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Walter Neumann(Freitag, 28. September 2012 19:15)

    Sehr geehrter Robert Kroiß.

    Vielen Dank für die Blumen, die Kritik verstehe ich, aber wegen des Vereins und der Religion wäre er wohl bei Anne Will nicht freigeschaltet worden. Aber es war mir doch wichtig, diese, meine Gedanken, mitzuteilen. Denn ich glaube kaum, dass dieses Thema mal in einer Talkshow auftaucht. Denn das würde in der heutigen politischen Konstellation kaum zugelassen werden.

    Ich bin im Moment wohl auch etwas allergisch gegen Zensur. Die ist mir ja schon wieder mal im hart aber fair Forum passiert. Den E-Mail-Wechsel mit der Redaktion habe ich ja bei Gerd 49 Im Blog freischalten lassen. Auf eine Antwort warte ich nicht mehr, die schweigen das Problem einfach aus. Da kann ich auch unseren Mitforisten Heiner Klein alias Löwenmaul verstehen, dass man mal müde wird, sich gegen alle Unbillen und Angriffen immer zur Wehr zu setzen.

    Ja auch mir scheint, wir haben unsere Argumente ausgetauscht und liegen wohl in Vielem nahe beieinander. Vielleicht ergibt sich später noch mal ein Ansatzpunkt zu einer neuen Diskussion. Freuen würde es mich, wenn sich dann auch weitere Foristen mit Ihrer Meinung zu Wort melden würden.

    Für diesmal mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Melanie HH(Freitag, 28. September 2012 19:00)

    Leider wurde der AW-Blog so früh geschlossen. Ich konnte meine Antworten nicht mehr dort geben und hoffe, alle angesprochenen werden es hier lesen, vor allem Sie Alisa.

    @ 210 Alisa

    Sie schreiben: „Man kann es drehen und wenden, wie man will, es wird mit dem” Schmieden” nur etwas, wenn man die entsprechenden Leute um sich hat, die mitmachen und genau das wusste ein HK besser als jeder andere und deshalb hat er alles daran gesetzt, dass sein Eisen des bekannt- berüchtigten kohlschem Netzwerkes nie kalt wurde und deshalb meine ich, es kommt nicht nur darauf an, dass man, sondern, was man schmiedet.“

    Genau hier können wir uns treffen. Ein Winkewinke aus HH zurück. Können Sie es so weit unten bei sich sehen? :-)


    @Christac

    Danke für Deine Zustimmung und wir lesen uns wieder. :-)

    @ Robert Kroiß

    Lieber Robert Kroiß,

    Vielen Dank für Ihren Beitrag an mich. Aber Sie werden verstehen, dass ich wie meistens nicht Ihrer Meinung bin. Aber unsere unterschiedlichen Meinungen sind doch auch das Salz in der Suppe. Ach Gott, schon wieder eine Floskel! :-)

  • Heiner Klein alias Löwwenmaul(Freitag, 28. September 2012 18:11)

    Lieber Walter Neumann,

    zu Ihrem Beitrag möchte ich noch ergänzend hinzufügen, dass Sie einem Irrtum unterliegen, wenn Sie schreiben:".... Zumindest in Deutschland als einzigem Land ist das so. Sonst in der Welt muss niemand der kath. Kirche Geld geben...", denn Sie übersehen oder verschweigen dabei, dass das " Grundgesetz zudem den Kirchen die Möglichkeit garantiert, Kirchensteuern zu erheben, neben den " Kirchengesetzen"!
    Ich glaube nicht, dass sich das GG auf andere Länder in der Welt anwenden lässt.

    Wollte das nur richtig stellen, denn Recht sollte dann auch Recht bleiben!

    Es grüßt Heiner Klein alias Löwenmaul in die Runde!

  • Robert Kroiß(Freitag, 28. September 2012 17:10)

    Sehr geehrter Walter Neumann,
    ein ganz hervorragender Beitrag. Nur schade, dass Sie diesen nicht mehr im AW-Blog veröffentlicht haben. Sehr nüchtern und sachlich korrekt genau dies ausgedrückt, um was es eigentlich in der SACHE geht.

    Mit einem lieben Gruß an Sie und alle MitforitInn/en, ein schönes Wochenende

    PS: ich weiß, dass evtl. noch eine Antwort auf Ihren letzten Kommentar warten. Aber ich bin mir nicht sicher, ob dabei noch viel "Neues" rauskommen würde, da wir uns im Wesentlichen und Prinzip ja einig sind.

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Freitag, 28. September 2012 17:07)

    Lieber Walter Neumann,

    das haben Sie aber schön beschrieben und möchte also sagen, dass ich das grundsätzlich unterstreichen und akzeptieren kann.

    Ich habe aber auch andere Beiträge gelesen und stelle immer wieder fest, dass diese genutzt werden - insbesondere von politischen Gegnern - imm er wieder ein gefundenes " Fressen" um drauflos zu schlagen!
    Sie kennen meine moralischen, sozialen und christlichen Grundsätze und meine Vorstellung vom Menschenbild!

    Doch einmal muss es gut sein, oder meinen Sie nicht auch?Aber auch nicht ein "Jota" von dem was gesagt und geschrieben wurde, ändert was, was geschehen ist! Warum müssen wir in Deutschland immer soviel in der Vergangenheit kramen, ahben wir nicht genügend Probleme in der Gegenwart
    und für die Zukunft?

    Natürlich könnten Sie jetzt sagen: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um! Doch das sollte man immer vorher wissen und zur Kenntnis nehmen!

    Ob das den " Verantwortlichen dieser Instrumentalisierung" und Kohl selbst zutiefst bedacht haben, wage ich zu bezweifeln.

    Deswegen hält sich mein " Mitleid" in Grenzen, was das " Wiederkäuen " der alten " Geschichten " anbelangt, weil sie nichts ändern ( s. Steinbrück aktuell )

    Doch die eigentliche Frage ist doch: Was nutzt eigentlich wem, warum und
    wofür? Ich habe weder einen
    politischen, sozialen oder gar gesellschaftlichen
    Sinn oder Zweck bei diesem Thema gesehen.

    Es ging und geht doch einzig und allein darum dass - und da gebe ich Ihnen ausdrücklich Recht -,
    Menschen zum " Spielball"
    unterschiedlichster Interessen und Zwecke missbraucht werden.

    Diese Sendung, wie auch die
    " Feierlichkeiten" waren so überflüssig wie ein Kropf!

    Und doch " stürzte " man sich darauf, um endlich mit jemandem "abzurechnen", der das besonders "verdient" zu haben scheint!

    Ich habe mit großer Aufmerksamkeit die Beiträge
    u.a. von Alisa, Greedy und auch Robert Kroiß gelesen und mir persönlich meine Gedanken dazu gemacht!

    Dass " Politiker " wahrlich anderes behandelt werden(müssen) wurde bei MI
    gestern abend deutlich.
    Der alternde HS mit seinen 94 Jahren besaß die " Arrogaanz/ Frechheit " trotz eines allgemeinen "Rauchverbots" sich diesem zu widersetzen, wohlwissend, dass diese Ausnahme ausschließlich ihm
    zuteil wurde, denn alle anderen im Studio habe ich nicht rauchen sehen!!
    Und deswegen, lieber Walter Neumann, scheint es nicht zu gelten: Gleiches Recht für alle, aber es scheint andere zu geben, die "gleicherer " sind!

    Für mich - es ist eine " Kleinigkeit" - aber unverständlich, dass er " das will " und auch bekommt
    und andernorts streiten sich die Politiker ob des Rauchverbots ( gar eines öffentl. bei Volksfesten / Schützenfesten etc. )!

    Doch es mokiert sich niemand, denn es ist ja HS, der Ex- Kanzler und alles andere wäre eine " Staatsbeleidigung"!

    Mit welchem Recht, wenn Sie von gleichem Recht für alle sprechen, muss man so etwas akzeptieren oder beurteilen?

    Nur eine Kleinigkeit aber ein Privileg!

    Ich glaube, was Sie zum Vereinswesen schreiben, unterscheidet uns vielleicht dann doch!
    Natürlich ist es ein " Eigentor" und betrifft für mich zunächst einmal nur die " Institution " Kirche
    und nicht den "christlichen " Glauben.
    Darunter verstehe ich das, was Sie mit dem Bibelspruch meinen. Dem ist auch nichts hinzuzufügen.
    Auch wer seinen " Jahresbeitrag " nicht gezahlt hat, kann in den
    " Genuss der Vereinsmöglichkeiten", wie Sie es ja nennen ( meinen wohl die Sakramente) kommen, wie es vorgestern die "kirchliche Bestattun g " eines somit " Ungläubigen" ( war aus der Kirche ausgetreten, wegen der Kirchensteuer ) gezeigt hat!
    Und so schließe ich mit Ihren Worten: "... Glaube nur das, was getan wird!"

    Es grüßt in aller Freundschaft Heiner Klein!

  • Walter Neumann(Freitag, 28. September 2012 11:57)

    Sehr geehrter Heiner Klein alias Löwenmaul.

    Zu Parteien, Helmut Kohl und Vereinen möchte ich einmal meine Grundsätze darlegen.

    Parteien erarbeiten sich Parteiprogramme, auf die sie dann ihre Mitglieder verpflichten. Wer diese ablehnt, nicht für gut oder nicht für richtig befindet, dem wird oft der Austritt nahegelegt. Wenn er sich öffentlich nicht zum Schaden der Partei auslässt, kann er Parteimitglied bleiben, sonst droht der Rausschmiss.

    Nur sind da in der Partei auch Mitglieder vorhanden, welche sich über solche Beschlüsse hinwegsetzen können und weil sie für die Partei sooo wichtig sind, auch ungestraft dies durchführen können. Dann wird eben das erarbeitete Programm in diesen Bereichen von der und durch die "Realpolitik" ersetzt. Und alle haben sich dann nach dieser neuen Politik "Wohlzuverhalten"!

    Dies war und ist in allen Parteien so, leider. Statt ihre "Fordermänner/Frauen zurückzupfeifen und auf die erarbeiteten, vorgegebenen Grundsätze zu bestehen, wird diesen dann gefolgt und meiner Meinung nach dadurch das Parteienverständnis ausgehebelt und der Beliebigkeit Preis gegeben!

    Helmut Kohl, aber auch Helmut Schröder sowie Angela Merkel waren/sind darin Meister ihres Fachs! Was gelten noch die früheren Grundsatzprogramme? Die kommen noch in Reden vor, aber es gilt und zählt doch nur die Handlung!

    Das Helmut Kohl als Mensch gesehen, in seinem Alter gebrechlich geworden ist und dadurch Mitgefühl zu seinem Zustand erfährt, ist vollkommen klar und richtig. Soll, muss, darf so sein! Aber Helmut Kohl ist durch seine Tätigkeit als Staatsmann anders einzuordnen. Dieser Aspekt darf, kann und muss sogar, unabhängig von seinem persönlichen Gesundheitszustand, immer und zu jeder Zeit, Gedanken, Betrachtungen und Auseinandersetzungen zu und mit seiner Amtszeit ermöglichen. Ohne Rücksicht auf seinen Gesundheitszustand! Mahnungen in diese Richtung finde ich unangebracht.

    Warum wird jemand zum BundeskanzlerIN gewählt? Doch eindeutig und ausschließlich dafür, dass er für das deutsche Volk das Notwendige ergreift, um Schaden von ihm zu wenden und Gutes für dieses Volk zu tun. Das bedarf in meinen Augen keines besonderen Hervorhebens, das ist Pflicht und Schuldigkeit und wird erwartet. Wer dies nicht vom Grundsatz her bewirken will, ist an diesem Platz unangebracht. Aber ALLES, was dagegen verstößt, kann, darf und muss immer und dauernd angeprangert, angemahnt und verurteilt werden.

    Dass es da dann unterschiedliche Meinungen in der Bevölkerung und den Parteien und den verschiedenen Bevölkerungsgruppen gibt, ist unbenommen. Wer mit der Politik und deren Auswirkungen nicht einverstanden ist, sollte dies immer Kundtun. Dafür leben wir doch schließlich auch in einer "Demokratie", oder?

    Da bin ich nun bei den Vereinen. Vereine sind für ihre Mitglieder da und die Mitglieder für ihren Verein. Dafür zahlen sie einen Mitgliedsbeitrag und können die vom Verein vorgegebenen Möglichkeiten nutzen. So gesehen sind die Parteien letztendlich auch nur Vereine, welche sich Kraft ihrer politischen Möglichkeiten jedoch einen Sonderstatus gaben.

    Bisher war ich der Meinung, die Kirchen, vor allen Dingen die christlichen Kirchen, wären eine Religionsgemeinschaft. Nun haben unsere deutschen Bischhöfe die katholische Kirche selber zu einem Verein degradiert. Nur wer den Mitgliedsbeitrag dieses Vereins auch in Zukunft zahlt, ist noch Mitglied und darf die Vereinsmöglichkeiten nutzen. Alle anderen sind ausgeschlossen.

    Da gehen unsere Bischöfe, Kardinäle mit Unterstützung des Oberhirten, des Papstes, den Abstieg in die Vereinsklüngelei. Der Anfang vom Ende? Oder folgen sie damit nur den von den Parteien vorgezeichneten Weg, sich an die eigenen Grundsätze und Vorschriften ihres Christentums nicht mehr zu halten?

    Wie heißt es im neuen Testament der Bibel, worauf sich die katholische Kirche doch beruft? Kommt alle her, die ihr mühselig und beladen seit. Aber, das ist nun vorbei, nur noch Vereinsmitglieder dürfen kommen, wenn sie Mühe mit dem Leben haben! Zumindest in Deutschland als einzigem Land ist das so. Sonst in der Welt muss niemand der kath. Kirche Geld geben, er darf, muss aber nicht und kommt doch in den Genuss aller Vereinsmöglichkeiten. Gleiches Recht für ALLE, aber in Deutschland waren wir schon immer etwas rechter!

    Und so schließt sich für mich ein Kreis. Glaube nie, was nur geschrieben oder gesagt wird, was nur gewollt wird, was nur verkündet wird, sondern glaube nur an das, was auch getan wird! (Und wenn anderes getan, wie angekündigt wird, dann mach es überdeutlich und prangere die falschen Verkünder an! Lass nicht zu, dass sie mit ihrer Falschheit die Menschen verdummen und schaden können!)

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Freitag, 28. September 2012 00:07)

    Lieber Fritz,
    ich hatte es so erwartet, wie es gekommen ist bzw. ja kommen musste!

    Leider hatte ich mich versprochen/verschrieben und diesen "Lapsus" zu spät bemerkt, da hatte ich schon " abgedrückt"!

    Da ich mir aber sicher war, dass Du es schon richtig stellen würdest, habe ich es so " gelassen"!

    Mich freut es aber, dass wir das "Gleiche" meinten, auch wenn ich mich "missverständlich" ausgedrückt habe!

    Ich werd's überleben und hoffe, dass mir daraus "kein Strick " gedreht wird!

    Grüße zur Nacht Heiner!

  • fritz 30(Donnerstag, 27. September 2012 22:21)

    Hallo, lieber Heiner,
    Kohl hat sein Ehrenwort einem Spender oder mehreren gegeben und gehalten. Gebrochen hat er seinen Eid, das Grundgesetz zu achten und Schaden von der BRD abzuwenden.
    Nichts für ungut.
    Mit besten Grüßen
    fritz

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Donnerstag, 27. September 2012 21:14)

    Lieber Fritz,
    ich habe da mal eine Frage, nachdem ich Deinen Beitrag @ 178 gelesen habe:

    Kann es sein, dass Du in irgendeiner " Form " etwas
    gegen " Christenmenschen " jeglicher Coleur hast?

    Das Ziel der CDU war es und ist es: Sie will christlich orientierte Deutsche aus allen Gesellschaftsgruppen vereinen.

    Im Unterschied zu der damaligen Zentrumspartei(entstanden in Anlehnung an ihre Sitzplätze zwischen den konservativen Rechten und den liberalen Linken wurde "Zentrumspartei" und wollte die Selbständigkeit der katholischen Kirche im preußisch-protestantisch dominierten Deutschen Reich bewahren ) bindet sie neben protestantischen
    und katholischen Schichten auch " Andersgläubige " an sich.

    Genau damit will und wollte sie jegliches Konfessionsdenken politisch überbrücken und damit auch alle gesellschaftlichen Gruppen repräsentieren. Dass das nicht immer gelungen ist, ist nicht von der Hand zu weisen, muss aber nicht dazu veranlassen, alles "Christliche" dafür verantwortlich zu machen, schon mal gar nicht uns "Christen", was ich mir auch nicht gefallen lasse nur weil es Dir so nicht passt!

    Ich "beschimpfe" Dich ja
    ob Deiner "Herkunft" und "
    nicht christlichen" Einstellung/Überzeugung auch nicht.

    Da würde ich meinen, dass Du aufgrund Deiner "Lebenserfahrung" etwas selektiver und sensibler mit dem Thema umgehen würdest. Nur weil wir politisch unterschiedlicher Auffassungen sind, rechtfertigt das Deine " Schelte " so nicht!

    Drum weise ich hier insbesondere auf das " Ahlener Programm " hin, welches damals noch stark unter dem Einfluss der katholischen Soziallehre stand und deswegen sehr erfolgreich war!
    Immerhin bleibt die CDU von 1949 bis 1969 mit wechselnden Koalitionspartnern - zuletzt in einer Großen Koalition mit der SPD- in der Regierungsverantwortung.

    Die " Düsseldorfer Leitsätze " von 1949 propagieren das von Müller-Armack geprägte Konzept der sozialen Marktwirtschaft, was sich letzendlich auch durchsetzt und zu den wirtschaftlichen Erfolgen und zum Wohlstand der Bevölkerung geführt hat!

    Und am 26.6.1945
    gründet sich die CDU auf der Basis eines " christlichen Sozialismus"!( Privateingentum ja, aber auch Sozialisierung der Bodenschätze, des Bergbaues
    und anderer Schlüsselindustrien etc.)

    Leider scheiterte dann Jakob Kaiser ( Vors. der CDU in der sowjetischen Zone) durch die SMAD und wurde durch diese auch ABGESETZT,weil er durch die Zusammenarbeit über die Zonen hinweg versucht hatte, die nationale Einheit Deutschlands zu erhalten.Doch es ist leider
    nicht gelungen und wurde erst durch das unermüdliche
    Bemühen eines Bundeskanzlers Helmut Kohl
    möglich. War doch richtig, oder?

    Durch intensive Verhandlungen mit den Alliierten und den Nachbarn Deutschlands gelingt es ihm, internationale Zustimmung für die "deutsche Einheit" zu erhalten, auch wenn es dann nur zu einem Beitritt der DDR nach Artikel 23 des GG kommt, was seine Gründe hatte.

    Als Herausforderung ist der Zusammeschluss mit der OST - CDU zu sehen gewesen, die schließlich bis zur friedlichen Revolution im SED-Staat eine Blockpartei war. Diese waren ja sehr stark zentralistisch organisiert, wie man so hörte, so dass die
    Mehrheit der Mitglieder keine Erfahrung mit einer
    demokratischen Partei und es deswegen besonders schwer hatte.

    Was war daran unchristlich?

    Deswegen schließe ich mich lieber den Ausführungen
    von @ 182 " Alter grauer Wolf " an, dessen Beitrag ich "voll und ganz" unterschreiben und akzeptieren kann.

    Übrigens: sind die Sozialdemokraten eigentlich noch "sozial" und sind die Mitglieder deswegen dann alle " unchristlich" oder " unsozial"?

    Grüße aus Südwestfalen, das z.Zt. von der SPD aus Düsseldorf regiert wird, wo weiterhin die Schulden steigen, wogegen in fast allen anderen Bundesländern die "Schulden" abgebaut werden! Ist das in Deinen Augen "christlich" und "sozial", insbesondere in Bezug auf unsere nachfolgenden Generationen?

    LG Heiner Klein, alias Löwenmaul

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Donnerstag, 27. September 2012 17:34)

    Werte Mitforisten und Mitleser,

    aus bestimmten Gründen habe ich mich zunächst einmal entschlossen, im AW Blog nicht mehr "mitzuschreiben", sondern werde als " Mitleser" mir meine Meinung bilden.Insbesondere was die Meinungsvielfalt angeht!

    So auch zu dem Thema " Zuviel der Ehr..?" für den Ex-Kanzler Kohl!
    Die gestrige Sendung war für mich einfach nur " erbärmlich " und hatte nach meinem Empfinden fast schon " Boulevard Niveau " a la RTL u.a., wie es Augstein zu Recht formulierte!

    Was kann, soll oder muss so ein Thema bringen?

    Dass Helmut Kohl in diesem
    seinem " Zustand " mehr oder weniger "vorgeführt"
    bzw. " instrumentalisiert"
    wird, zeugt eigentlich vom derzeitigen Zustand unserer Gesellschaft!

    Dass er sicherlich vieles
    falsch gemacht hat - aber auch Gutes geschaffen hat -sollte man jetzt aber nicht noch einmal " aufwärmen", vor allem, wenn sich diese Person Kohl - ein in sich versunkenes " Häufchen Elend "-, den Krankheit, Verbitterung aber auch vielleicht "Hass" gezeichnet haben, so an die Öffentlichkeit zu " zerren" entspricht nicht meinem "Menschenbild"!

    Selbst, wenn "man" ( wer ist das?) etwas " feiern " will oder muss?, dürften die Grenzen der " Unmenschlichkeit", "Preisgabe" vertraulicher Informationen oder gar das " Ausschlachten" solcher Informationen - auch wenn Kohl sein Ehrenwort gebrochen hat -
    nicht mit gleicher " Münze " zurückzahlen, denn auch dabei geht es letzlich wiederum um " Macht", " Gier nach Geld " und einen " Moralverlust"!, den man ihm aber gleichzeitig vorwirft!

    Außerdem werden, haben und können die Ereignisse der Vergangenheit - ob sie gut oder schlecht waren-, nicht mehr rückgängig gemacht werden. Auch das, was danach gekommen ist - gleich ob sie " Schröder " oder " Merkel " heißen- war und ist lange nicht alles " Gold, was glänzt!"

    Man sollte ihn - ich selbst habe ihm meinen Respekt gezollt bis zu dem Zeitpunkt als er sein " Ehrenwort" gebrochen hat( als Vorsitzender einer christlichen Partei!!) -
    seinen "Lebensabend" in Frieden verbringen lassen, denn er ist ein "gebrochener " Mann.

    Und wer sich öffentlich dahinsetzt, um seine " Abrechnung" mit diesem Mann zu machen, der kann nur eines im Sinn haben:
    Verächtlich einen "verdienten" Menschen zu stigmatisieren und der " Lächerlichkeit" preisgeben zu wollen, so wie es der " Biograph(f)" schon mit Kohls Gattin, Frau Hannelore , gemacht hat!!

    Vielleicht ist meine "Denke" aber auch zu konservativ,wenn ja, dafür dann aber bestimmt " menschlich!"
    Vergleiche mit Helmut Schmidt "hinken" meiner Meinung nach, denn dieser " Mann " ( hatte für mich damals leider das "falsche" Parteibuch )
    steht, wenn man so will, trotz seines " hohen Alters" noch mitten nim Geschehen und weiß sich entsprechend zu artikulieren und zur "Wehr" zu setzen. Das ist einem Helmut Kohl leider nicht mehr möglich, so dass man das " Theater " lassen sollte!!

    LG Heiner Klein alias Löwenmaul!

  • Gertrud(Donnerstag, 27. September 2012 08:41)

    Guten Morgen,

    Lieber Heiner Klein,
    danke für Ihre Zeilen.
    Ich war auch mehr als überrascht und erstaunt.

    Ich hätte das so nie gedacht, aber man ist immer wieder aufs neue überrascht und erstaunt.
    Um Vertrauen und Ehrlichkeit geht es ja in diesem Blog-Thema insbesondere.

    Ich weiß nicht ob ich für Winks mit dem Zaunpfahl die richtige bin, ehrlich gestanden.

    Doch wie soll ich das machen. Herbst hält sich ja erstaunlich zurück diesmal, was verwundert, ehrlich gestanden. Aber wohl auch gut zu heißen ist, für mein Empfinden.

    Man kann nur verfolgen und schauen, ich meine den Blog. Mein Eindruck ist,
    es wird nicht alles gelesen, denn sonst hätte Alisa niemals auf sich zurückschließen können, im jetzigen Thema, wo ich gemeint war. Und würde auch das Thema anders sehen, ich meine Herbst,
    oder sie hält sich bewußt raus und verhält sich so, das kann ich im Augenblick noch nicht beurteilen.
    Mir war sofort klar, daß ich von Eva gemeint war, nicht sie.
    Der Mut zu antworten fehlt da auch, angegangen werde ich auch von Eva seit einiger Zeit. Ich hoffe lieber Heiner, Alisa wird auch erkennen.

    Und werde mal schauen.
    Versprechen kann und möchte ich ehrlich gestanden nichts.

    Aber aufgefallen ist es mir wie Ihnen und sicher anderen auch.

    Ich wünsche allen erst mal einen schönen Tag.
    Ganz liebe Grüße und lieben
    Gruß an Sie Heiner.
    Ich hoffe sonst geht es soweit gut, ich wünsche es Ihnen und auch allen anderen hier sehr.
    LG.

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Mittwoch, 26. September 2012 21:54)

    Liebe Gertrud,

    habe mal eine Bitte: Weil mir im jetzigen AW Blog aufgefallen ist, dass sich inzwischen, so glaube ich das zu verstehen, " Alisa"
    der " Herbst " unbedarft vertraut, wenn ich folgendes lese:
    @ 41 Alisa
    @ Herbst
    ...Herbst, danke für Deine Rückmeldung, war für mich
    wichtig, weil ich deine aufrichtigen und unbestechliche Haltung sehr schätze und das/dich nicht missen möchte."
    Können Sie ihr mal einen " Wink mit dem Zaupfahl" geben "sie " schein das Spinnennetz wieder zu spinnen, wie bereits bei anderen, wie z.B. bei Ihnen!
    Nichts für ungut aber sollte als Hinweis gemeint sein!
    Liebe Grüße
    Heiner Klein alias Löwenmaul

  • Gertrud(Mittwoch, 26. September 2012 09:28)

    Guten Morgen,

    Danke für den interessanten Link an Klaus Förster.

    Ich habe gestern so noch mal nachgedacht. Was mag Menschen dazu bringen, andere nicht ernst zu nehmen, sich herauszunehmen, was sie tun und was möchten sie damit bewirken,
    wenn sie fakes in Foren setzen und anderes.

    Tills Beitrag bei AW brachte mich darauf.
    Und ich denke unter dem Aspekt, Respekt und Achtung vor Mitmenschen ungeachtet, der eigenen Enttäuschung über das eigene Leben sehend, kann und sollte man Heiner Klein dann in seiner Sicht verstehen, daß solches nicht in Ordnung ist. Ich sehe seine Worte und Frage nun auch mit etwas anderem Blick. Man kann und sollte solches Handeln weder abtun, noch billigen, ich finde er hat recht. Denn worauf soll man aufbauen, wenn Vertrauen mißbraucht wird und man meint einfach mit anderen so umgehen zu können. Es ist nicht einfach.

    Und ich mag auch keine Lügen.

    Mich erschüttert immer zu lesen, wenn Menschen bitten mit dem anvertrauten sorgsam umzugehen, warum?
    Weil diesen wohl schlechte Erfahrungeen vorausgingen.
    Wenn man niemandem mehr traut oder vertraut, wo soll es alles hin.
    Man kann wirklich nur sagen, wehret den Anfängen, wenn man sie bemerkt.

    Vertrauen ist mit die wichtigste Grundlage im Leben, wenn man das verliert, ist es das schlimmste mit was passieren kann finde ich,
    und dieses mißbrauchen ist schon sehr schäbig, vor allem dann wenn es um die eigene Befindlichkeit geht.

    Wer Vertrauen für sich erwartet soll es anderen entgegenbringen.
    Jemandem Vertrauen schenken ist wertvoll, man sollte es nicht mißbrauchen.

    Ist es einmal verloren,
    so ist es nicht einfach es wieder zu gewinnen, sowohl als auch.

    Deshab sollte man sorgsam damit umgehen.

    Der neue AW Blog, finde ich hat auch viel mit Vertrauen zu tun, der eingestellte Link von K. Förster auch.

    Warum weil vielem anderes Handeln folgte als vorher an Aussagen Versprechen gegeben wurde. Denn auch da wurde Vertrauen mißbraucht.

    Ich wünsche einen schönen Tag. Liebe Grüsse an alle.

  • K.Förster(Mittwoch, 26. September 2012 00:07)

    Alle

    Ein Link über Zusammenhänge und Hintergründe der "Mauer"

    http://www.chronik-der-mauer.de/index.php/de/Chronical/Detail/day/3/month/August/year/1961

    Eine unbefangene Quelle zum Stöbern.

    Sozusagen, als Ersatz für die Kohl-Festwoche.

    Beste Grüße

  • Ralf Nietzschmann der Erste Karl(Dienstag, 25. September 2012 09:45)

    Ral Nietzschmann der Erste Karl

    Hallo Herr Dietrich und Herr Neumann
    danke für ihre Beiträge zu technischen Möglichkeiten, auf die ich mich ja auch bezogen habe.
    Gerd Dietrich hat natürlich bezüglich der IP Adresse Recht.
    Ich gehe mal davon aus, dass sie beide bedeutet besser mit der Materie Computer vertraut sind, als die Mehrzahl der Foristen in den Foren,
    Natürlich gibt es Möglichkeiten zu „tricksen“, diese kenne ich auch. Ich gehe aber davon aus , dass die Moderation der Foren doch schon Überprüfungsmöglichkeiten der Erkennung benutzt, deren Umgehung dann doch besonderes Wissen erfordert. Bezogen auf die von Heiner Klein hier erwähnten Foristinnen müsste das dann so zutreffen. Ich möchte und kann das nicht beurteilen.
    Ich habe mal gestern mit den von mir erwähnten Addon Stealthy mit den Firefox im aktivierten Zustand auf den Jauch Blog zuzugreifen wollen.Mehrfach ging es problemlos, nur einigemal kam die Verweigerung. Im Will Blog kommt die Verweigerung fast immer.
    Es könnte sein, dass es Zufall ist, aber auch die Kontrolle der beiden Blogs unterschiedlich erfolgt.
    Stealthy im aktiven Zustand sucht sich einen Anonymisierungs Proxys , der durchaus(immer!) auch im Ausland sein kann und ermöglicht dadurch das anonyme Surfen, deshalb meine Vermutung, dass eine Verweigerung des Zugriffs bei Will oder Jauch durchaus mit den Komponenten IP Adresse -
    E-Mail Adresse vorrangig und Nicknamen unterschwellig zusammen hängen könnte.
    Andere Foren, wie zum Beispiel welt-online, spiegel online u.a. sind immer problemlos mit aktivierten Stealthy zu erreichen.
    Für die Mehrzahl der Foristen sind solche Betrachtungen sowieso nicht relevant und deshalb sollten man sich nur auf die Inhalte der Beiträge , egal welche Nicknamen benutzt werden , vielleicht auch in Doppelbelegung, auseinander setzen. Natürlich ist es für Heiner Klein, denn ich als grundehrlichen und gradlinigen Menschen einschätze, schwierig sich mit solchen „Machenschaften“ auseinanderzusetzen und ich habe dafür durchaus Verständnis.
    Aber der Ehrlichkeit halber müssen wir uns alle eingestehen, dass wir doch auch schon mit „schärferer“Klinge unser vermeintlichen „politischen Gegner“attackiert haben, gehört zum Geschäft dazu.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ralf Nietzschmann

  • Gerd Dietrich(Dienstag, 25. September 2012 08:42)

    Hallo Walter Neumann,
    schauen Sie heute mal bei Politikparadox rein. Dürfte Sie interressieren.
    Grüße an Alle
    Gerd Dietrich

  • Gerd Dietrich(Montag, 24. September 2012 21:57)

    Lieber Walter Neumann,

    leider ist das nicht ganz richtig, was Sie schreiben.
    Die IP-Adresse des Routers wird vom Netzbetreiber zugeteilt.
    Bei jedem Einschalten bekommt der Router eventuell eine andere IP. Es kann aber auch sein, dass es mehrmals die Gleiche ist. So auch nachts nach der Zwangstrennung.
    Die Adresse, die man im Router ändern kann, bezieht sich auf die eigenen Geräte im Netzwerk hinter dem Router. Diese bekommen bei eingeschaltetem DHCP vom Router eine IP zugeteilt. Für die richtige Verteilung der ankommenden Datenpakete sorgt der Router mit seinem Nameserver, damit, wenn gleichzeitig mehrere PC’s online sind, jeder das bekommt, was er angefragt hat.
    Genauso läuft es zwischen Zugangsanbieter und Ihrem Router. Die Verteilung des einen Anschlusses vom Internet-Zugangsanbieter auf bis zu 253 Anschlüsse bei Ihnen zu Hause macht ihr Router. Deshalb heisst er auch so. Routen bedeutet in der Nachrichtentechnik: Leitweglenkung.
    Es gibt mehrere Möglichkeiten gleichzeitig mit unterschiedlichen Namen an Blogs teilzunehmen. Die werde ich hier aber nicht nennen. Mit den Cookies haben Sie recht.

    Viele Grüße an Alle
    Gerd

  • Walter Neumann(Montag, 24. September 2012 20:30)

    Hallo Ralf Nietzschmann alias der Erste Karl.

    Es ist möglich, von einem Computer aus, mit mehreren Internetadressen zu agieren. Dazu muss dann eben jedes Mal die IP-Adresse des Computers im Router geändert werden, sofern man einen hat. Natürlich müssen auch die Cookies gelöscht werden, um Internetspuren zu verhindern. Zusätzlich muss dann die, wie im Anne-Will-Blog und hier bei Wanda Müller geforderte E-Mail-Adresse angegeben werden, welche jedoch eine Neue sein muss. Dann kann die Redaktion die Nicknamen nicht mehr entsprechend nur einem Rechner zuordnen und damit auch nicht mehr auseinander halten. Bei entsprechendem Material und Kenntnissen und Einrichtung also kein Problem.

    Freundliche Grüße

    Walter Neumann

  • Ralf Nietzschmann de Erste Karl(Montag, 24. September 2012 13:22)

    Hallo Heiner Klein und Walter Neumann,
    ich möchte ergänzend zur aufgeworfenen Problematik noch ein paar Bemerkungen machen.
    Technik:
    ich gehe davon aus, dass der Wechsel des Nicknamens für das jeweilige Thema nicht möglich ist.
    Ich denke, dass die Kontrolle der Internetadresse, IP und Nicknamen durch die Moderation erfolgt.
    Allerdings erscheint es möglich mit mehreren Adressen aufzutauchen, allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen, also Löschung der Spuren den der Browser verursacht( Cookies).
    Demzufolge dürfte eine Beteiligung von einer Person mit mehreren Nicknamen schwer möglich sein. Bei der nächsten Sendung ist das natürlich möglich mit einen anderen Nicknamen aufzutreten.
    Ich arbeite mit den Firefox als Browser und benutze das Addon Stealthy, also eine Tarnkappe.
    Benutze ich diese Addon verweigert mir der Anne Will Blog die Freischaltung meines Beitrags, da die Moderation meine Adresse mit der „getarnten“ IP nicht erkennt und damit nicht zuordnen kann, daraus schlußfolgere ich, dass wie o. g. sehr wohl eine Kontrolle des jeweiligen Foristen durch die Moderation erfolgt.Bei Jauch habe ich die Auswirkungen mit Stealthy im aktiven Zustand noch nicht versucht.
    Grundsätzlich lehne ich , wenn es so sein sollte, natürlich eine Mehrfachbeteiligung zum gleichen Thema ab, sehe es allerdings nicht ganz so dramatisch, wenn die jeweiligen Beiträge von mir aus auch kontrovers ,zur Belebung der Diskussion führen.
    Richtige Diskussionen können in den Foren des ÖRF sowieso nicht geführt werden.
    In meinen Freundeskreis, wo wir uns zum überwiegenden Teil persönlich kennen, wird ganz anders diskutiert und der Sprachgebrauch ist gewöhnungsbedürftig, dass hängt auch damit zusammen, dass die überwiegend jüngere Menschen eine ganz andere Sprache sprechen. Dabei handelt es sich um Personen der studentischen Bewegung,oder mit einen entsprechenden Studienabschluß in den verschiedenen Disziplinen .
    Wenn ich zum Beispiel die Foren Will und Jauch anspreche, winken diese Menschen ab, bezeichnen diese Foristen als Grufties und Bettabstinenzler, geschuldet der Zeit, wo Beiträge ins Netz gestellt werden.
    Ich bin da keinesfalls beleidigt und denke darüber nach, warum junge Menschen so reagieren.
    Werden unsere Beiträge überhaupt wahrgenommen und von wem?
    Ist es nicht doch nur ein gezieltes Ablenkungsmanöver, um Menschen und da überwiegend die doch Älteren gezielt abzulenken?
    Verfolgt man nur die letzte Sendungen von Will und Jauch, dazu heute Plaßberg, der wieder Jung gegen Alt ausspielen wird,wird doch einiges klar und ich kann da durchaus jüngere Menschen verstehen, die dann doch lieber am 29.9. in 34 Städten mit der Hauptveranstaltung in Berlin auf die Straße gehen und ihren Unmut kundtun.In meiner Heimatstadt Leipzig findet übrigens die Veranstaltung am 28.9. am Nikolaikirchhof Leipzig, also dem Ort, wo alles 1989 losging, statt. Veranstalterin ist die Kirchliche Erwerbsloseninitiative Leipzig (KEL) und wir von Campact unterstützen sie. Übrigens 698.138 Campact Aktive unterstützen die Veranstaltung am Wochenende,allerdings werden nicht alle zu den Demos kommen.
    Vergleiche ich das Potential der Bürgerinitiativen mit den Resonanzen der Foren , kann man bezüglich der Effektivität doch durchaus Rückschlüsse ziehen.
    Zurück zu den Foren, Natürlich ist es vollkommen legitim, dass Foristen sich bei offensichtlichen Beleidigungen zur Wehr setzen und dagegen vorgehen, notfalls auch, wenn Beiträge im Forum nicht freigeschaltet werden,direkt mit der Moderation. Ich glaube bemerkt zu haben, dass einige Beiträge im Nachhinein dadurch gelöscht worden.
    Und ich bin sehr wohl bei Walter Neumann keine Zensur zu verlangen, aber durchaus angemessen seine Meinung gegenüber anderen Foristen zum Ausdruck zu bringen.
    Ich persönlich vermeide es aber auf bestimmte Foristen zu reagieren. So setze ich mich mit @ Ernst überhaupt nicht mehr auseinander, bewundere aber den hochangesehenen Wissenschaftler Hans Olaf27, der immer wieder versucht mit Ernst in einen sachlichen Dialog zu treten.
    Blöde Beiträge die jegliches Wissen vermissen lassen und nur Linken Bashing betreiben, wie bei Jauch besonders Dr. Nö und einige andere, ignoriere ich grundsätzlich.
    Immer wieder beeindruckt mich deren Wissen, wenn sie sagen wollen, wie ich in der DDR gelebt habe.
    Gerade in Anbetracht der Rentensituation sollte man doch mal lieber sachlich die Vorschläge der Linken betrachten und da mein Aufsatz hier auf der HP scheins nicht abrufbar ist möchte ich auf die Studie der Hans Böckler Stiftung unter http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_report_73_2012.pdf
    hinweisen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ralf Nietzschmann der Erste Karl

  • Walter Neumann(Sonntag, 23. September 2012 23:14)

    Das Gespräch über die Namensgebung in den Foren hatten wir ja schon mal im Anne-Will-Blog. Da haben sich dann dankenswerterweise Löwenmaul als Heiner Klein und Till Eulenspiegel als Robert Kroiß geoutet.

    Die Einstellung von Erster Karl, nach Lesen seiner Erklärung dazu, kann ich verstehen und nachvollziehen. Überhaupt kann ich verstehen, wenn sich jemand nicht mit vollem Namen in einem Forum meldet. Wer dies jedoch macht, hat meiner Meinung nach nicht die Berechtigung, "schweres Geschütz" aufzufahren, weil er/sie sich hinter Anonymität versteckt.

    Wer nicht bereit ist, Ross und Reiter zu nennen, in einer schriftlichen Auseinandersetzung, hat Rücksicht und Vorsicht dem anderen Teilnehmer gegenüber zu wahren. Zumindest mehr, wie wenn er bereit ist, sich klar und offen zu seinen Aussagen zu bekennen!

    Wenn man darauf in den Foren achtet, dann kommen die persönlichen Angriffe an andere Teilnehmer zumeist von den Foristen, welche sich hinter ihrem unkenntlichen Namen versteckt meinen. Vielleicht wird mal mit darauf geachtet. Es ist natürlich, wie immer im Leben, nur eine geringe Zahl, die dies für sich reklamieren werden, aber diese mischen dann ungerechterweise, die Anderen auf und mache Diskussion nimmt dadurch einen völlig anderen Verlauf.

    Provokateur Diabolo. Vielleicht eine Lenkwaffe von gewissen, sicherlich erforschten und erarbeiteten Möglichkeiten, den Wildwuchs in den Foren, zu versuchen in eine Richtung zu lenken. Oder vielleicht von Themen abzulenken, Nebenkriegsschauplätze aufzumachen. Vielleicht sollte man da mal darauf achten und dies auch im Forum anmerken, darauf hinweisen.

    Bisher habe ich so etwas geflissentlich übersehen und unbeachtet gelassen. Aber jetzt wieder die Sache mit Friedchen 86 usw. hat mich noch mal etwas tiefer zum Nachdenken gebracht. Vielleicht müssen wir uns wehren und versuchen, so etwas zu unterbinden, indem wir solche Beiträge als unangemessen und nicht hinnehmbar im eigenen Beitrag kennzeichnen, ohne auf den Inhalt einzugehen. Eine Zensur halte ich nicht für angebracht, möchte ich nicht, aber klar und offen dagegen Stellung beziehen und benennen, warum man dies Kennzeichnet!

    Frage an die Forumsgemeinde hier, wie wird dies gesehen? Sehe nur ich da eine Gefahr, ein Versuch uns abzulenken, oder was ist Eure Meinung dazu? Über viele Antworten würde ich mich freuen.

    Allen eine gute Nacht.

    Walter Neumann

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Sonntag, 23. September 2012 20:25)

    Werter Mitforist Ralf Nietzschmann der Erste Karl,

    vielen Dank für Ihren Eintrag hier bei Wanda.

    Ihre Lesart des " Frederick Sorel " im AW Blog will ich Ihnen auch nicht streitig machen-sie ist halt eine andere-, sondern lediglich darauf hinweisen, dass man nicht -gelinde gesagt mit " Lug " und "Trug" Provokationen einstellt, um sich "hämisch" zu freuen, wenn sich " die Anderen" darüber in die " Haare" kriegen.

    Inhaltlich habe ich meine berechtigte Kritik angebracht, wäre - hätte man diesen Eintrag unter dem bekannten Nickname " Friedchen" veröffentlicht -
    eine gewollte Satire sicherlich eher erkannt und verstanden worden.

    Doch dazu hat sie bewusst andere Pseudonyme
    gewählt um zu erreichen, was sie erreicht und damit angerichtet hat!

    Dass findet, wenn ich es richt gelesen habe, Ihr Verständnis und stufen es daher als harmlos ein!
    Dem aber widerspreche nicht nur ich, sondern auch andere Forumsteilnehmer!

    Werter Herr Nietzschmann,
    auch wenn Sie schreiben:... " Allerdings verstoßen sie keinesfalls gegen die Forumsregeln und man muss es akzeptieren, oder zieht seine Konsequenzen und meidet das Forum." wird es nicht richtiger, denn es ist falsch und somit verboten!

    Die Kommentarregeln des AW Blogs lauten:
    " Grundsätzlich nicht erlaubt sind:
    ......
    ......
    ......
    Die paralelle Teilnahme an der Diskussion mit m e h r e r e n Benutzernamen ( oder " virtuellen Personen ").

    Daran hat sich - auch eine " Friedchen " oder
    " alias Frederick Sorel " oder alias "Prof. Mila Thon-Friedmann" oder auch "Che Guernica " zu halten. Auch muss ich mich nicht als " Netzpöbel" beschimpfen lassen oder gar in Kauf nehmen, dass sie schreibt:
    " Ebenso die ganzen Idealisten, die sich in sozialen Berufen aufreiben"!

    Das betraff auch mich.

    Alles weitere hierzu habe ich ja bereits im Blog wie auch hier zu Papier gebracht!

    Besonders interessant und deswegen für mich noch verwerflicher finde ich es,wenn sie in einem Blog v. 18.10.2011 unter # 34 Löwenmaul die Funktion einer "Tunnel- Software" erklärt ,und sie just in diesem Blog mich wie auch andere spüren lässt! Und genau dieses Vorgehen und deren Anwendung im Internet hatte diese Erklärung zum Inhalt. Können Sie noch nachlesen!
    Vielleicht können Sie jetzt
    eher meine persönliche Empörung und Enttäuschung verstehen. Ich meine ja nur, vielleicht!?

    Das jedenfalls soll's für mich erst einmal gewesen sein und stelle zum Schluss fest, dass bis jetzt weder "Friedchen" noch " Herbst" im GJ-Forum "aufgetaucht " sind!
    Vielleicht haben die "Beiden" ja Ihren Ratschlag: ".... oder zieht seine Konsequenzen und meidet das Forum!" daraus gezogen!?

    Grüße an Sie und die anderen Mitforisten und Mitleser, Heiner Klein
    alias Löwenmaul!

  • Robert Kroiß(Sonntag, 23. September 2012 20:10)

    Liebe Christa,
    noch ein kleiner Nachtrag.
    So stimme ich Heiner in seiner Replik auf Ihre Antwort voll und ganz zu.
    Der eigentliche Nachtrag bezieht sich aber nochmals auf "meine" Sichtweise.
    So hatten meine Kinder von mir/uns NUR eine einzige Regel bekommen: "wenn ihr euer Hirn gebraucht, auf euer Gewissen (die innere Stimme) hört, dann muss ich/wir euch keine weiteren REGELN und "GESETZE" aufstellen und mit auf den Weg geben. Stell "ich" aber fest, dass dies nicht der FAll ist, dann MUSS ich gezwungenermaßen und auf GRUND eueres Verhaltens eben GRENZEN in Form von Regeln, Ordnung und Gesetzen geben. Und zwar zu euerem eigenen Vorteil.

    In diesem Sinne nochmals liebe Grüße an ALLE

    Robert

  • K.Förster(Sonntag, 23. September 2012 19:52)

    ALLE

    Ich möchte mich für die sehr guten Beiträge hier bei WANDA bedanken.

    Ein fairer Gedankenaustausch,ohne Vorurteile ist möglich. Behaltet in Foren euere Gelassenheit.

    Zum aktuellen Themen bei AW und GJ eine Predigt des Leipziger Bürgerrechtler,immer an der Spitze der Demos,Pfarrer Führer:

    http://www.linkezeitung.de/index.php?option=com_content&view=article&id=14277:nachhilfe-fuer-merkel-gauck-a-go&catid=104&Itemid=129

    Beste Grüße

  • Robert Kroiß(Sonntag, 23. September 2012 18:38)

    Teil II
    Kein „normaler“ und „vernünftiger“ Mensch käme doch auf den Gedanken, NUR weil das „schwächste, kleinste Glied“ in der Familie nicht auf demselben STUHL Platz nehmen kann, die Stühle der anderen „KINDER“ nach dem „KINDERSTUHL“ auszurichten und damit – und zwar NUR AUF GRUND des STUHLS – auch den anderen Kindern WENIGER der SPEISE zu geben, obwohl diese davor „ihre entsprechenden Pflichten“ erfüllt hatten?! Aber genau dies ist mit der HartzIV-Regelung passiert. Da mussten auf einmal längst größere und erwachsenere Kinder, welche ihre Pflichten gemäß ihrer „Entwicklung“ erfüllt hatten auf KINDERSITZEN Platz nehmen und erhalten nun auf Grund des „SITZPLATZ“ ein erheblich WENIGER an Speise!!!
    Dies ist der springende und absolut UNGERECHTE Punkt an der Geschichte! Deshalb blieb dann auch für die „anderen“ am Tische Sitzenden entsprechend MEHR an Speise übrig!!!

    Genauso wenig wie alle meine Kinder dasselbe Fahrzeug hatten! Aber sie hatten alle ihr eigenes Fahrzeug und zwar immer kurz nachdem sie ihren Führerschein erworben hatten.
    Genauso hielten wir es dann, als einer nach dem anderen das Haus verließ und sein eigenes Leben führte. ALLE bekamen dieselbe Unterstützung zum Beginn und Hilfe dann, wenn es notwendig war (z. B. Umzug, Enkelkinder betreuen, Enkelkinder mit in den Urlaub nehmen etc.. Und auch bei unseren – ebenfalls 4 – Enkelkindern machten wir KEINEN Unterschied). Auch hier nur ein kleines Beispiel: zur Kommunion meiner Enkelkinder ging „ich“ bei keinem Einzigen mit, weil ich es schon beim ersten nicht tat.. Was sie aber alle von mir bekamen, war die Erklärung dafür, weshalb ich (im Gegensatz zur Oma, meiner Ehefrau) NICHT bei derartigen Zeremonien mitmachte. Und vor allem, dass ich dabei KEINEN Unterschied – weder vom Alter, noch vom Geschlecht her - mache. Sie haben es ALLE (erst recht heute, nachdem sie alle schon ein paar Jährchen älter, 2 davon selbst schon volljährig, sind) verstanden. Und zwar, weil sie alle begriffen haben, dass es mir immer um die SACHE – nämlich, dass „ich“ aus eigener Überzeugung nichts mehr mit Religionen oder Kirchen und deren „Symbolik“ zu tun haben wollte und habe - geht und ging und dies nichts im Geringsten damit zu tun habe, dass sich z. B. das eine Enkelkind „ANDERS“ verhielt, als das andere.

    Und genau dies ist „mein“ persönlicher Ansatz! Ich mache KEINEN Unterschied zwischen Mensch und Mensch, egal welche Position, Titel, Macht, materiellen Wert dieser besitzt. Sondern Gerechtigkeit ist für mich eine Sache des Gewissens und dieses setze ich bei jedem Menschen voraus. Ob einer darauf (mehr oder weniger, oder überhaupt nicht) hört, dies führt zu entsprechenden Handlungen. Wenn dann „Jemand“ von mir „Eigenverantwortung – welche ja wohl gerade nur dann möglich und machbar ist, wenn man dem Gewissen folgt -“ fordert und erwartet, dann setze ich voraus, dass er dies auch von sich selbst fordert und erwartet! Dass er eben NICHT Wasser predigt und selber Wein trinkt!

    Ich habe nach der Einführung der HartzIV-Gesetze sowohl Schröder, als auch Clement damals angeschrieben. Daraus können Sie entnehmen, dass es mir tatsächlich völlig egal ist, in welcher Partei Jemand ist und an welcher Position sich Jemand befindet. Der Grund war die SACHE!
    Genauso wie ich zuletzt Jens Spahn und Phillip Rösler DESHALB angeschrieben habe, weil es mir nicht in „meinen Kopf“ geht, dass man von allen Anderen verlangt, was man selber NICHT bereit ist zu erbringen, bzw. zu leisten und dann ständig davon spricht, dass sich LEISTUNG lohnen müsse!

    Ist nun ein wenig ausführlicher geworden, als ich es ursprünglich wollte. Aber vielleicht wird Ihnen dadurch etwas deutlicher, dass und weshalb ich mich zu den „Sozialromantikern“ im eigentlichen Sinne des Wortes zähle.

    In diesem Sinne liebe Grüße an Sie, sowie alle MitforistInn/en

    Robert

  • Robert Kroiß(Sonntag, 23. September 2012 18:38)

    Liebe Christa, danke Ihnen für Ihre Antwort und erlaube mir auch darauf einzugehen. Teil I
    Zu Ihrem Beispiel „McDonalds“ und HartzIV-Bezieher. Im Gegensatz zu den sogenannten „Sozialromantikern“ in den Foren, welche – und dies ist nachlesbar – derartige Sachlagen NICHT bezweifeln (auch wenn es vmtl. unterschiedliche Annahmen im Bezug auf die Anzahl der „Faulen“ gibt), stelle „ich“ immer wieder fest, dass die NICHT-„Sozialromantiker“ gerne ständig und NUR auf derartigen „Wahrheiten“ auch ihre weitere Argumentation aufbauen.
    Jetzt mal davon ganz abgesehen, dass es derartige „Fälle“ gibt und diese – und dies ist eben auch in Gesetzen geregelt und wird auch (vielleicht auch zu wenig) vollzogen – für ihr Fehlverhalten AUCH zur „Verantwortung“ gezogen werden (müssen), so bestünde für mich Gerechtigkeit (und dies hat dann eben auch nichts mit Gleichmacherei zu tun, weil ja von ganz unterschiedlichen gesellschaftlichem Status ausgehend) darin, dass auch diejenigen nicht HartzIV-Bezieher zur Verantwortung gezogen werden MÜSSTEN, deren „Fehlverhalten“ genauso offensichtlich geworden und in der „Normalbevölkerung“ ebenfalls gesehen und registriert worden ist. Erst recht dann, wenn im Gegensatz zu einem HartzIV-Bezieher, welcher vmtl. NIE in einer Position war, in welcher er Verantwortung und Entscheidungen für ein ganzes Volk zu tragen hat.
    Von der/einer „Verhältnismäßigkeit“, welche „man“ ja selbst in der Gesetzes- und Rechtssprechung kennt ebenfalls ganz zu schweigen. Von den erheblich abweichenden „Geld werten Summen“ will ich erst gar nicht reden. Denn wie ich ja betonte, hat für „mich“ Gerechtigkeit (Gerechtigkeitsverständnis) NICHTS, aber absolut nichts mit „materiellen Werten“ zu tun. Denn selbst unter den „Ärmsten“ (selbst unter Obdachlosen) gibt es Ungerechtigkeiten, aber eben auch gerechter Denkende.

    Lassen Sie mich mal den „Unterschied“ in der „Denke“ zwischen einem „Sozialromantiker“ und einem „Nicht-Sozialromantiker“ an einem Beispiel – wie ich es zuletzt im AW-Blog bereits anführte und bei welchem E. Funke bemängelte, dass die Speisen für Alle ja auch zubereitet werden müssten; was ich allerdings voraussetzte - darlegen, wie „ich“ (auch z. T. aus eigener Erfahrung einer Kleinfamilie mit 4 Kindern) es sehe:
    Wir saßen immer gemeinsam am Tisch, auch wenn z. B. das/der Jüngste einen „speziellen Kinderstuhl“ benötigte, um mit am Tisch sitzen zu können. Heißt, man „musste“ der/dem Jüngsten eine besondere „Aufmerksamkeit“ gewähren. Ansonsten wäre die „Gemeinsamkeit“ nicht möglich und gegeben gewesen. Da konnte natürlich durchaus sein, dass die „anderen, schon weiter Entwickelten“ ein wenig Geduld aufbringen und haben mussten, bis ALLES für ALLE gerichtet war und bis man gemeinsam zu essen beginnen konnte.
    So hatten meine/unsere Kinder auch IMMER die gleichen Rechte, aber auch Pflichten. Selbstredend immer dem Alter und den damit – bzw. auch vorhandenen – Möglichkeiten (Entwicklungsstufen) entsprechend. So hatte unsere Tochter (auf Grund einer körperlichen Versehrtheit von Geburt an) natürlich nicht ganz genau dieselben Pflichten (z. B. in Bezug auf Geschirr spülen, Staub saugen, Zimmer aufräumen etc.), wie ihre Brüder. Nach „Überwindung“ und verbesserter körperlichen Konstitution allerdings schon. Sie hatten auch alle dieselben „Rechte“ z. B. was das „fortgehen und zu entsprechender Uhrzeit wieder zu hause sein“ anging. Wir machten da auch keinen Unterschied dahingehend, dass es sich einmal um ein Mädchen und ansonsten um Jungs handelte. So haben auch alle unsere Kinder ihren Führerschein selbst finanziert, auch wenn wir es uns z. B. beim „letzten Kind, einem Nachzügler“ durchaus - weil es uns inzwischen ja selber materiell gesehen viel besser ging - leisten hätten können, diesem finanziell unter die Arme zu greifen. Was allerdings alle wieder gleichermaßen bekamen, war – selbst in Geldwert – derselbe Betrag beim Kauf ihres ersten Fahrzeuges. Dieser richtete sich „notgedrungen“ an dem Betrag, welchen wir uns beim „Erst geborenen“ leisten konnten. Also in dem Falle ebenfalls an der „noch schlechtesten (Allgemein)Situation“ ausgerichtet.
    Und nun aßen NICHT alle dieselbe MENGE der Speise, aber alle bekamen DIESELBE Speise an ein und demselben Tisch (jetzt einfach mal abgesehen davon, dass Säuglinge noch nicht mit am Tisch genährt werden, sondern ausgehend von dem Zeitpunkt, an welchem ALLE in der Lage waren, dieselbe Speise zu essen).

  • Ralf. Nietzschmann der Erste Karl(Sonntag, 23. September 2012 16:33)

    Heiner Klein alias Löwenmaul(Freitag, 21. September 2012 16:49)
    Ich möchte mal ein paar Sätze zu ihren Beitrag aus meiner Sicht darlegen.
    Sie schreiben: Und alle Bloggeer, die mir so gerade einfallen wie Fritz 30, Erster Karl, Paulus, Walter Neumann, Alisa, Eva, Greedy, Robert Kroiß, Melanie HH, Wanda Müller, Christa und ich auch, wurden "vorgeführt" bzw. hinter die " Fichte " geführt und sind diesen
    " ungewöhnlichen Zeitgenossinnen " auf den Leim gegangen. Und die hatten ihren Spaß und haben sich hämisch über uns gemacht!! Zitat Ende
    Ich bewundere erstmal die Foristen, die sich in den Foren des ÖRF mit ihren Klarnamen melden.
    Trotzdem möchte ich einwenden, dass das auf Grund verschiedener Gründe nicht immer möglich ist.
    Ich musste zum Beispiel erfahren, dass ich durch gezielte Angriffe von rechtsgesinnten Pöbel (Nazis)massiv unter Druck gesetzt wurde. Besagte Leute sind in den Besitz diverser Aufsätze von mir gekommen, die ich genau wie hier auf der HP, in meinen AK und bei Freunden/innen von Campact veröffentlicht hatte.
    In diesen Aufsätzen gebe ich meine Internetadresse an und fungiere mit meinem Klarnamen.
    Ziel dieser Aufsätze und die Preisgabe des Klarnamens und Internetadresse ist es eigentlich den Kreis der Diskutanten ständig zu erhöhen und zu durchaus auch kontroversen Diskussionen zu Problematiken der aktuellen Politik und zur Vergangenheitsbewältigung zu kommen.
    Dabei bleibt, im Gegensatz zu den Foren im ÖRF, die Preisgabe des Klarnamens in überschaubaren Dimensionen. Ich weiß definitiv, dass besagter Pöbel, mit allen Mitteln versucht hat, über meine preisgegebene Internetadresse, meine Wohnanschrift herauszubekommen.
    Genau das möchte ich vorallen meiner Familie und mir ersparen und darum benutze ich meinen Nicknamen, den ich aber nur einmal geändert habe und mit Erster erweitert hatte, nachdem in verschiedenen Foren der Nickname Karl zur Anwendung kam.
    Ich bin persönlich keinesfalls dafür, wenn, warum auch immer, Foristen unter verschiedenen Nicknamen in den Foren auftauchen. Allerdings verstoßen sie keinesfalls gegen die Forumsregeln und man muss es akzeptieren, oder zieht seine Konsequenzen und meidet das Forum.
    Das letzte Anne Will Forum habe ich noch nicht umfänglich gelesen, die Sendung auch nicht verfolgt und möchte mich deshalb nur zu den Beiträgen von Frederick Sorel äußern, dass heißt zu meiner Antwort an Frederick Sorel unter @57.
    Ich fühle mich keinesfalls hinter die Fichte geführt, betrachte diese Beiträge eher als gezielte Provokation zum Nachdenken und darum auch meine einleitende Sätze.
    -Ich lese sie wie ich sie verstehen möchte. Ansonsten geben sie bitte ihre Adresse bekannt für den Fall der Fälle, der nach meiner festen Überzeugung auch in Deutschland zu erwarten ist.
    Sollte ich sie richtig lesen sind ihre Beiträge natürlich brillant.-
    Ich meine natürlich meinen zweiten Satz durchaus Ernst, denn ich bin durchaus davon überzeugt das es auch in Deutschland bald zu Auseinandersetzungen auf der Straße kommen könnte.
    Nicht umsonst versuchen nun, wenn auch mit vollkommen falschen Mitteln CDU/SPD, der aufkommenden und schon vorhandenen Armut( Altersarmut) zur Diskussion zu stellen.
    Leider kann ich meinen Aufsatz vom, obwohl angekündigt, 19. September 2012 Antworten/Betrachtungen zu aktuellen Ereignissen hier auf der HP nicht aufrufen.
    Dort hatte ich zum Beispiel auch wieder zur Rentenproblematik Stellung bezogen und auf umfängliches Material hingewiesen.
    Mit freundlichen Grüßen, auch an die anderen Foristen der HP
    Ralf Nietzschmann

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Sonntag, 23. September 2012 16:21)

    Liebe Christa,

    Respekt! Mehr fällt mir im Augenblick nicht dazu ein, dass Sie sich hier auf der HP von Wanda so " ausgebreitet " und verständlich dargestellt haben. Danke dafür und ist für mich auch ein Beweis dafür, dass " man " sich gegenseitig vertraut und keine " Fakes " ( ist das richtig?? ) macht!!

    Deswegen ist es für mich - auch ich habe gelernt - sehr wichtig sich einmal vorzustellen, was für eine "Person / welcher Mensch" könnte das sein, der solch einen Beitrag, wie z.B. Sie, Christa, in einem Forum einstellt.

    Sie haben - und das ehrt Sie besonders in meinen Augen - Ihre Prinzipien nicht gebrochen, auch wenn es fast ausschließlich in den Blogs " Haue" gegeben hat!

    Ob berechtigt oder nicht vermag jeder jetzt, nachdem er Ihre " Autobiographie " in Auszügen gelesen hat, selbst beurteilen!

    So lässt sich sicherlich ganz anders und respektvoller mit einem umgehen, wenn man die " Denke" des Einzelnen näher kennt oder wie der/die "tickt"!

    Also, kann ich da nur sagen, werte Christa, stehen Sie zu Ihren Standpunkten und Ihrer Meinung, wobei ich aber auch darauf hinweisen möchte, dass auch hier der Satz des alten Sokrates immer noch seine Bedeutung hat:
    " Auch der ANDERE kann recht haben"!

    Neues aus der Kuriositätenwerkstatt " Friedchen" und " Herbst" zu einem späteren Zeitpunkt, denn die " Fakten " werden immer deutlicher und werden alle Beteuerungen und Versicherungen von Herbst ( Gerda ) widerlegen!

    Trotzdem, geschätzte Gertrud, Dank für Ihre hilfreichen Beiträge und Ihren "seelischen" Beistand, dennoch haben Enttäuschung, Verbitterung und ein klein wenig Wut mich schon aus der " Haut " fahren lassen.

    Wir lesen uns später noch, denn unsere Enkelkinder wollen mit dem "Opa" auf einen " Tag der offenen Tür - Hoftag "( Bauernhof) hier in der Nähe!

    LG an Euch alle, Heiner Klein.

  • Christa(Sonntag, 23. September 2012 13:30)

    Lieber Walter Neumann,

    ich glaube, ich weiß was Sie meinen.

    Ich erinnere mich, dass beim Thema „Assad lässt Kinder töten“ kurzzeitig ein Beitrag unter dem Namen Assad oder Hussein in perfektem Deutsch zu lesen war, in dem dieser sein Verhalten verteidigte. Ich hatte mich gewundert, dass die AW-Redaktion diesen offensichtlichen Fake überhaupt freigeschaltet hatte. Kurz danach war er aus dem Blog verschwunden und ist jetzt nicht mehr zu finden. Wer dahinter steckte, kann man sich jetzt denken.

    Aber muss man sich wirklich mit diesem Unfug beschäftigen? Diese Foristen haben doch spätestens jetzt deutlich genug gezeigt, wes „Geistes Kind“ sie sind. Ich habe nicht einmal Mitleid.

  • Walter Neumann(Sonntag, 23. September 2012 11:43)

    Sehr geehrter Heiner Klein alias Löwenmaul. Ich habe mir die Beiträge vom 10.7.2012 nochmals durchgelesen. Aber diesen Prof. Dr. Friedrich Kubark meinte ich nicht. Mir ist so, als wenn dies ein Pseudonym eines bekannten Menschen gewesen wäre und seine Beiträge wegen falscher Identität von der Anne Will Redaktion nachträglich gelöscht wurden. Aber sei's drum. Wir werden sicherlich noch den einen oder anderen Versuch dieser Art erleben, nur um zu provozieren. Es gab und gibt solche Menschen, die sich gerne als anonyme Provokateure betätigen, und oft haben sie damit im Kleinen wie im Großen, leider auch ihre "Erfolge" erzielt!

    Freundliche Grüße

    Walter Neumann

  • Gertrud(Sonntag, 23. September 2012 10:33)

    Ich lese gerade das Jauch-Forum. Wenn man für seine Gesundheit was tun will, läßt man es manchmal besser.

    Boah ich krieg einen Anfall über Ernst.
    Und seine Beiträge, besonders den letzten.
    Dem kaum jemand was entgegen setzt, bis auf wenige. Private Hilfe. Die Spendenalibis der Reichen und Prominenten u.a.
    Der Staat darf letztlich nur die Hilfe leisten, weil andere sich berufen fühlen Gewinne zu erwirtschaften auf Kosten weniger und vieler, die der Staat dann alimentieren darf. Ich welcher verschrobenen Denke leben eigentlich so manche. Privat gespendet wird schon viel.

    Das Problem Arbeitslosigkeit ist doch teils hausgemacht wie vieles fast alles andere auch. Wie kann man so borniert sein.

    Was meint er eigentlich auf wessen Kosten er lebt
    und leben kann, ob im das bei seiner Intelligenz eigentlich klar ist.

    Man muß so etwas nicht verstehen, aber er gibt wieder, was manche in ihrem Denken und auch Handeln zu Lasten vieler
    preisgeben.

    Ich hoffe es wird sich friedlich wieder wandeln.

    Das ist einer meiner größten Wünsche, Einsicht und Erkenntnis, daß 9 Mill. und mehr zwar schön für einen selbst sind,
    aber ungerechtfertigt, wenn daneben Mill. Menschen in Not und Leid leben müssen, weil...

  • Gertrud(Sonntag, 23. September 2012 09:20)

    Lieber Heiner Klein,

    ich habe mit Betroffenheit Ihren Beitrag gelesen,
    und möchte Ihnen versichern, daß ich Sie als großartigen Menschen empfinde, der versuchen sollte, sich das ganze nicht so sehr zu Herzen zu nehmen, bzw. Sie es schaffen mit der Situation
    so umzugehen, daß der Ärger nicht bei Ihnen bleibt.

    Das wäre nämlich aus meiner Sicht das Ziel gewesen und dann hätte Herbst es erreicht.

    Sie benutzt Sie und mich
    und andere um Wanda zu treffen. Andere wohl mit.
    Aus Enttäuschung.

    Aber Sie schadet letztlich sich selbst und andere sich mit Ihr.

    Ich hoffe Sie nehmen mir mein Wort nicht übel.

    Da ich Sie unendlich schätze.

    Sie werden wertgeschätzt von vielen. Und Ihre Beiträge auch.

    Ich denke auch andere werden erkennen.

    Einen ganz lieben Gruß
    an Alle und einen schönen Sonntag.

    Den wir uns alle nicht verderben lassen sollten.

    Das Leben ist zu schön und zu wertvoll um es sich von unzufriedenen enttäuschten und zornigen Menschen verderben zu lassen.

    Einen lieben Gruß.

  • Gertrud(Sonntag, 23. September 2012 09:09)

    Guten Morgen,

    ich habe auch einmal geschaut im AW Blog-Archiv.
    Es ist interessant die Beiträge noch einmal nachzulesen. Und der Grund des Suchens. Es wird beiden Damen und ihren Fakes zuviel Aufmerksamkeit für mein Empfinden gewidmet. Denke ich inzwischen wobei ich Art und Umgang dieser mit anderen Mitforisten absolut untertestes Niveau finde. Sie dienen sich selbst damit nicht.

    Lieber Walter Neumann,

    ich denke Sie meinten einen Menschen der auf einen prominenten Verwandten verwies, den es so nicht gab.
    Ich erinnere mich, aber leider nicht mehr wann das war. So habe auch ich gesucht, denke aber inzwischen wir betreiben viel Aufwand, wo einige Dinge ziemlich klar scheinen. Ich meine es sei ein Name mit "von" gewesen, bin aber nicht so ganz sicher.

    Es ist dann ganz interessant die eigenen noch mal zu lesen.
    Und dabei machte ich die Feststellung, daß Ernst seine Zahlen bereits im Januar so schon mal eingestellt hatte und nun durchs Jauch Forum sich schreibt, daß einen die für mein Empfinden menschenverachtende Einstellung schaudert.
    Und er ist fast alleine dort. Zensiert wird nach wie vor, auch wenn die Redaktion anderer Meinung zu sein scheint.
    Ich weiß nicht ob ich dort noch freigeschaltet würde.
    Und das Wissen darum oder auch nicht erspare ich mir.

    Wir werden beide und andere nicht ändern,
    aber wir können etwas dazu beitragen, daß sich vielleicht ein bisschen ändert. Durch Art und Form der Beiträge.

    Liebe Christa,
    danke für Ihren Beitrag.
    Ich kann Sie nachvollziehen. Es kann Menschen Mut machen, aber es gibt auch die andere Seite.
    Ich pflege auch nicht allein nur bei bestimmten Gruppen etwas zu suchen.
    Und was das Glückes Schmied betrifft würde ich dies so interpretieren inzwischen:

    "Die Gedanken, das Denken was ich voraus, schicke hat Einfluß auf mein Schicksal, mein Handeln, meine zukunft".
    Es ist auch Teil meiner Erfahrung. Wobei man jedoch heute berücksichtigen muß und darf, daß Menschen oftmals über das Schicksal anderer entscheiden, und es diesen egal ist was aus anderen wird. Die hohe Massenarbeitslogiskeit und der Umgang in vielem sprechen für sich, deswegen kommt man auch zu anderer Einschätzung.
    Insgesamt ist es nicht richtig wie es läuft
    und manche Menschen haben nach vielem nicht mehr die Kraft. Pauschal alle zu verurteilen ist jedoch auch kein Weg aber das geschieht schon.

    Ich sah Freitag 3 n. 9.
    Ich wollte Jean Ziegler sehen, dem man das Wort nicht gab wie anderen.
    Offenbar ist seine Aussage jeder hungernde Mensch ist einer zuviel schon zuviel.
    Was eigentlich zeigt, daß man gar nicht bestimmtes Wissen will. Würde man hinschauen, man würde sein eigenes wahrscheinlich nicht mehr ertragen, weil man unmittelbar an vielem Geschehen beteiligt sieht,
    in dem man sich sieht nichts tun zu können, was dem nicht so ist.
    Ich war entsetzt, denn mich hätte er mehr interessiert als Til Schweiger oder Peter Maffay, der wenigstens etwas tut, das Leid anderer zu mildern.

  • Walter Neumann(Sonntag, 23. September 2012 00:40)

    Vielen Dank für die Aufklärung Gerd 49, aber dies meinte ich nicht, obwohl es auch stimmt, dass Legastheninchen und Friedchen 86 denselben oder den gleichen Schreibstil haben und wohl identisch sind. Da haben sie sich gerne per Ping Pong die Bälle bzw. die Worte zugeschoben und Herbst verstand die digitale Umarmung entweder nicht oder wollte sich dumm stellen. Auch habe ich mich jetzt noch mal amüsiert über ihre Auffassung, dass wir bei Dir und jetzt auch bei Wanda Müller, wie sie in # 85 als Legastheninchen schrieb:
    "Seit ich durch das Exil von Gerd 49 spaziert bin und einen Kommentar von Walter Neumann gelesen habe, träume ich ja täglich von einer autonomen, weiterbildungsorientierten, schmuddelfreien Spielwiese, auf der wir uns treffen könnten."
    Also tummeln wir uns weiter auf unseren Spielwiesen, die das Internet bietet. Aber weder Legastheninchen noch Friedchen 86 wollten sich hier mit uns treffen, nur davon träumen.

    Nein, das war die Namenkonstellation nicht, welche ich im Sinn hatte. Ich habe etwas bei Anne Will geblättert, aber nichts gefunden. Ich meine, es war ein ausländisch klingender Name, welcher bekannt ist. Der aber sich als "getürkt" herausstellte.

    Habe gerade noch den Beitrag von Heiner Klein alias Löwenmaul gelesen. Morgen, pst, heute werde ich mal erst nachschauen, vielleicht war er es ja, den ich meinte.

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Christa(Samstag, 22. September 2012 23:52)

    Liebe aufgeregte Mituser dieser HP,

    die öffentlichen Foren sind eine Möglichkeit, seine Meinung zu politischen und gesellschaftlichen Themen zu äußern. Viele von uns nutzen das ernsthaft, andere trollen darin herum, weil sie vor lauter Dummheit nichts Besseres mit sich anzufangen wissen. Wir sollten ihnen nicht so viel Aufmerksamkeit schenken, das sind sie doch gar nicht wert!

    In diesem Sinne: Gute Nacht.

  • Christa(Samstag, 22. September 2012 23:36)

    Lieber Robert Kroiß, (17.09.2012)

    Vielen Dank für Ihre Antwort. Da Sie mir glaubhaft versichert haben, dass Sie sich ernsthaft für die Meinung anderer Menschen interessieren und mich nicht veräppeln wollten, entschuldige ich mich für meinen Verdacht, very sorry. (hätte aber auch sein können, schließlich nennen Sie sich ja auch „Till Eulenspiegel“ :))

    Wenn Sie meinen, dass Sie die Sache mit dem Re(A)gieren auch nicht anders sehen als ich, will ich auch nicht länger darauf „herumreiten“, obwohl ich das nicht so verstanden habe. Und meine Ausführungen hatten nichts mit A. Merkel zu tun, sondern waren allgemein auf Politiker in Regierungsverantwortung bezogen. Und Sie sollten bitte auch nicht glauben, dass meine Ansichten durch „Heldenverehrung“ entstanden sind und dass ich manipuliert bin, wie „unsereins“ gern unterstellt wird. Auch ich versuche, Vorurteile nicht zu pflegen, sondern sehe alles in Zusammenhang mit meinen persönlichen Erfahrungen. Und auch ich messe Politiker nicht nach ihrer Parteizugehörigkeit, sondern nach ihrem Auftreten und danach, ob ihre Aussagen für mich glaubhaft sind.

    Ich bin auch wie Melanie der Meinung, dass der alte Spruch „Jeder ist seines Glückes Schmied“ auch heute noch seine Gültigkeit hat. Das soll ja nicht bedeuten, dass jeder steinreich werden kann, sondern nur dass man ein zufriedenes Leben auch mit „kleinem Glück“ erreichen und durch falsche, der Situation unangemessene Ansichten das Gegenteil bewirken kann. Das hat man auch in der Sendung Stern TV, auf die ich im AW-Blog hingewiesen habe, deutlich sehen können.
    Falls Sie diese Sendung nicht gesehen haben, fasse ich mal kurz das Wesentliche zusammen:

    Stern TV hat 2010 zusammen mit McDonalds vor einer ARGE 100 H4-Beziehern, die alle angeblich arbeiten wollten, eine Arbeit angeboten. Nur wenige waren bereit, sich überhaupt darum zu bewerben. Am Ende hat eine einzige junge Frau das Angebot angenommen. Sie hat dort ein Jahr gearbeitet und dann eine Arbeit in ihrem erlernten Beruf gefunden. Sie lebt jetzt glücklich und zufrieden, denn sie hat eine kleine Chance genutzt, um sich aus ihrer zuvor fast aussichtslosen misslichen Lage zu befreien.

    Für Sie mag das „neoliberales Gequatsche“ sein, aber ich kann das sehr gut nachvollziehen, denn ich war in einer ähnlichen Situation.
    Vor 9 Jahren war ich kurz vor der Sozialhilfe. Auch mein Mann hatte damals nur befristete Arbeitsverträge, war zeitweise arbeitslos. So war unsere Perspektive, abwechselnd Anträge auf Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe zu stellen. Dieser Situation habe ich mich entzogen, indem ich mangels besserer Alternativen eine Arbeit als Leiharbeiterin in der Produktion aufgenommen habe. Das war nicht leicht für mich, in einem ungewohnten Milieu mit körperlicher Arbeit und im Schichtsystem. Hätte ich damals einen Anspruch auf großzügige Sozialleistungen gehabt, hätte ich das ganz sicher nicht getan, wäre seitdem ein Sozialfall und würde mich vielleicht ähnlich äußern, wie das jetzt in den Foren überwiegend zu lesen ist.
    Seit einigen Jahren haben wir beide feste Arbeitsverträge, verdienen zwar nicht gerade üppig, aber es reicht für ein zufriedenes Leben ohne staatliche Unterstützung. Auch unsere Tochter hat in dieser für uns schweren Zeit eine gute Ausbildung absolviert und ist nun wirtschaftlich von uns unabhängig.

    Und wir sind ganz sicher kein außergewöhnlicher Einzelfall. Inzwischen haben Viele durch ein „prekäres Arbeitsverhältnis“ den Weg in ein ordentliches gefunden, haben sich mitunter am Ende sogar gegenüber früher verbessert. Sie lassen sich bestimmt nicht (mehr) von linken Politikern beeinflussen, die zwar die Situation teilweise richtig beurteilen, aber keine brauchbaren Konzepte zur Verbesserung haben, sondern den Betroffenen mit ihren Ansichten eher schaden als nutzen, weil sie sie in die Abhängigkeit treiben. Weil sie nicht wirklich Sozialpolitik, sondern die soziale Hängematte fordern und in Wahrheit hauptsächlich jene H4-Bezieher vertreten, die gar nicht mehr arbeiten wollen. Zugegeben, es ist eine Unterstellung, dass es Absicht ist. Aber wenn sie das nicht einmal verstehen (wollen), dann ist das genau so schlimm und sie sind damit keine Politiker, denen ich mein Schicksal in die Hände geben will.

    Ich kann mir vorstellen, dass Sozialromantiker, wenn sie die Stern TV-Sendung gesehen haben, das als manipulierte Hetze gegen H4-Bezieher betrachten. Aber wer wie ich Jemanden sehr gut kennt, der seit Jahren beruflich mit diesem Personenkreis beschäftigt ist weiß, dass das die Realität und keineswegs eine Übertreibung ist. Auch sehr viele andere „Normalbürger“ wissen das. Schon Andeutungen darüber führen in öffentlichen Foren regelmäßig zu starken persönlichen Angriffen von Foristen, die ganz empfindlich darauf reagieren, aber im Austeilen nicht zimperlich sind. Auch ich werde beim Lesen oftmals aggressiv und muss mich stark bremsen, um nicht im gleichen Stil zurück zu „koffern“. Und ich stimme genau wie Melanie dem Beitrag von Askay zu.

    Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen kleinen Einblick geben, warum ich gewisse Präferenzen Politikern gegenüber habe und dass ich nicht (nur) von Vorurteilen geprägt bin.
    Zu anderen Ausführungen von Ihnen habe ich auch noch eine Meinung, aber das verschiebe ich auf später, weil es sonst zu viel auf einmal wird.

    Viele Grüße, auch an alle Mitleser und ein schönes Wochenende, Christa

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Samstag, 22. September 2012 20:53)

    Werter Walter Neumann,
    geschätzte Mitleser,

    vielen Dank für die vielen
    sachlichen Beiträge. Wie immer, sollte man beide Seiten der Medaille sehen.
    Und das habe ich getan, wie ich bereits ausgeführt habe.

    Nicht dass der Eindruck entsteht, ich wäre "rachsüchtig", auf "Krawall gebürstet" oder "säe " Unfrieden, nein, mir geht es um die WAHRHEIT! Dabei ist es mir auch egal, um wen es sich handelt!

    Hier ist nicht nur "getürkt", sondern auch wissentlich die " Unwahrheit " gesagt worden, was sowohl " Herbst " als auch Friedchen angeht.

    Ich weiss, dass ich nicht die Welt retten kann, auch gar nicht will, aber viweleicht kann ich dazu beitragen, dass sie wieder etwas menschlicher wird! Ich mag es nicht, wenn gelogen, betrogen und gezinkt wird und dann auch noch auf " Kosten " anderer, wie ja bei AW geschehen!!

    Der Gipfel des Ganzen ist dann ja wohl auch noch die Tatsache, dass sich " Friedchen" als " Frederick Sorel " bei Robert Kroiß per e-mail meldet! Ich kann es einfach nicht fassen, ob solcher Dreistigkeit!! Wie haben Sie sich, werter Robert, dabei gefühlt?

    Deswegen habe ich in den zurückliegenden A.W. Blogs
    recherchiert und werde mein Ergebnis nach Abschluss hier einstellen!
    ( es könnte interessant werden!)

    Lieber Walter Neumann, bezüglich der von Ihnen angesprochenen "getürkten" Auftritte " bei AW vor der Sommerpause,meine ich, dass es sich dabei um " Prof. Dr. Friedrich Kubark" gehandelt haben könnte!

    Es ist das Blog vom Juli 2012 und hatte die " Beschneidung"
    zum Thema. Hier der Ablauf:

    Unter # 10 v. 10.7.2012 meldet sich dieses Pseudonym erstmalig und bekommt postwendend am gleichen Tag um 22.46 Uhr
    " Antwort" von Herbst.

    Weiterer Beitrag # 44 v. 11.7.2012 vom Prof. u.a. auch an Herbst.

    Mit # 59 antwortet Löwenmaul erstmalig diesem Prof. Keine Antwort!

    Dann antwortet # 115 Herbst
    an den Prof.

    Und mit Beitrag #132 antwortet erneut Löwenmaul mit der Aufforderung sich " zu erkennen" zu geben! Sich zu "outen"!

    Reaktion:

    Schlagartig stellt dieser Forist seine " Beiträge" ein, was gleichzeitig auch "Herbst" tut.

    Und das bei 1.454 Beiträgen,für eine so "mitteilungsfreudige Person" wie "Herbst" ( Gerda Teich? ) für mich einfach nicht vorstellbar, dass
    die in " Exerzitien " gegangen war.

    Erst zum Ende des Forums mit Beitrag # 1422 ergreift " Herbst " in "altbekannter Manier" das Wort.

    Aber das sollten Sie, Walter Neunmann, selbst noch mal nachlesen bevor man zu einem Ergebnis kommt!

    Soviel zu dieser ominösen Person eines Prof. Dr....,
    was mir ( Ihnen auch? )im
    Nachhinein sehr suspekt erscheint.

    Vielleicht irre ich mich auch und bitte deswegen auch darum, dass meine Ausführungen weder als Vorverurteilung noch als " Verschwörungstheorie" zu betrachten!

    Ich grüße alle herzlichst, auch jene, die hier zwar mitlesen sich aber noch nicht "trauen " hier bei WANDA mitzureden!
    Nur zu kann ich abschließend nur noch sagen!!

  • Wanda Müller(Samstag, 22. September 2012 20:41)

    Hallo,

    leider weiß ich nicht, wie Links bei mir eingestellt werden. Werde mich aber beim Anbieter kundig machen.

    Deshalb die Mail von Gerd leider ohne Link-Anbindung. Aber ich glaube, dass durch die exakte Zuordnung von Gerd jeder damit etwas anfangen kann.

  • Gerd 49(Samstag, 22. September 2012 20:34)

    Antwort auf die Nachfrage von Walter Neumann

    AW-Blog - Hitlers „Mein Kampf“ im Klassenzimmer – man wird doch wohl noch lesen dürfen?

    27
    Friedchen, 86:
    1.Mai 2012 um 08:09 Uhr

    40
    Legasthenienchen:
    1.Mai 2012 um 17:17 Uhr

    63
    Friedchen, 86:
    2. Mai 2012 um 10:19 Uhr

    101
    Herbst:
    2. Mai 2012 um 19:28 Uhr

    149
    Friedchen, 86:
    2. Mai 2012 um 23:09 Uhr

    328
    Legasthenienchen:
    3. Mai 2012 um 00:30 Uhr

    435
    Friedchen, 86:
    4. Mai 2012 um 09:29 Uhr

  • Walter Neumann(Freitag, 21. September 2012 19:54)

    Sehr geehrter Heiner Klein alias Löwenmaul.

    Ich kann mich noch erinnern, dass vor der Sommerpause, wann genau weis ich nicht mehr, jemand mit prominenten Namen im Anne-Will-Blog einen Beitrag einstellte. Im Nachhinein stellte sich heraus, der Name war getürkt. War der Urheber bekannt, oder blieb er unbekannt. Könnte das auch schon Friedchen 86 gewesen sein? Vielleicht erinnert sich noch jemand daran und klärt auf?

    Den Beitrag # 7 von Frederick Sorel habe ich so aufgefasst, dass da jemand aus der Oberschicht sich herablassend über die da Unten auslässt. So wie es früher die Feudalherren hielten. Von Geburt an was Besseres und alles ist gottgewollt. Die anderen sind niederen Ranges und nur als Domestiken brauchbar, sonst werden sie zertreten, wie Gewürm, wenn sie im Wege stehen.

    Ich bin überzeugt, dass dies heute unterschwellig, im erlauchten Kreis offen ausgesprochen und so versucht wird, auch zu handeln. Nur haben sich heute gegenüber früher die Folterwerkzeuge geändert. Früher war es die Macht von Fürst und Kirche, wenn genug Geld vorhanden war, heute nur noch die des Geldes. Die Gerichte sind noch dieselben geblieben. Urteilen und Verurteilen was vorgegeben. Vom Gericht erhält man ein Urteil aber keine Gerechtigkeit!

    In diesem Sinne glaube ich an die wiedergegebenen Worte, nicht als Satire, sondern ernst gemeint. Entweder aus eigener Haltung heraus oder weil Friedchen 86 manchen Finanzhaien diese Einstellungen, genau wie ich, zutraut! Gehört sie dazu oder wollte sie dies nur deutlich machen?

    Freundliche Grüße

    Walter Neumann

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Freitag, 21. September 2012 19:24)

    Zur Klar- und Richtigstellung setze ich meinen Beitrag fort:

    Wäre mein Beitrag heute Vormittag freigeschaltet worden - " Gott sei Dank nicht " mag " Herbst" jetzt denken-, dann wäre sie damit "entlarvt" und einer "unverschämten Lüge " überführt worden sodass der " Maskenball/ Maskenspuk" damit endlich vorbei wäre. Doch so wird man noch auf vieles gefasst sein müssen ( s. Beitrag von Wanda Müller auf ihrer HP ).

    Mit dem Beitrag # 641 outet sich "Friedchen 86 "
    und nimmt alles auf sich und bittet um Entschuldigung.
    Dazu habe ich bereits im Blog meine Meinung gesagt, die auch weiterhin ( berechtigterweise) aufrecht erhalten möchte.

    Im Nachsatz dazu merkt dann die Redaktion an: "... sehr gespannt, unter welchem Namen demnächst getrollt wird!

    Und warum lässt man später dann "(d)trollige" Beiträge nicht zu?

    Doch was dann auffällt - und da sollten auch dem einen oder anderen im Blog
    Zweifel kommen müssen -, dass sich ausgerechnet " Herbst" angesprochen fühlt,
    obwohl niemand ihren Namen erwähnt hat, sondern lediglich von " Miturhebern" gesprochen wurde? Reiner Zufall?

    Ähnlich wie die Reihenfolge der eingestellten Beiträge von den Beiden.

    Und dann kommt der Hammer
    " Ja, es gibt sie diese " Trolle "....
    und @ alle, die glauben ich wisse wer " Friedchen"
    ist, kann ich nur versichern, ich weiß es nicht!!... "
    Mit freundlichen Grüßen,
    besonders an dich "Friedchen", den man nicht kennt!!? (OT - Herbst)

    Ein Sprichwort sagt: " Wer lügt, der sollte ein gutes Gedächtnis haben!" Und das sollte " Herbst ", denn sie enttarnt sich selbst, wenn man zurückliegende Blogs liest, doch sie scheint es nicht mehr zu wissen..... !?

    Ich bezeichne das als eine "unverschämte Lüge", denn die " Gabe " hat sie anscheinend ja auch noch, sich ständig als " Opfer "
    präsentieren zu können/müssen/ dürfen!

    Sie kennt "Friedchen" also nicht? In einem Blog schrieb sie (Herbst) " Friedchen 86 " an, um "Verständnis für ihre zahlreichen Enkel
    zu zeigen und Friedchen auf einen Besuch bei ihren Kindern und Enkeln anzusprechen"!

    Da aber " Friedchen" öffentlich nie Privates geschrieben hat, fragt man sich doch wohl zu recht, woher weiß denn diese Person " Herbst" das alles, wenn sie " Friedchen" gar nicht kennt?! Intuition? Übersinnliche Fähigkeiten?
    Hellseherin?

    Wie war es denn mit dem HAZ- Forum als sie um Hilfe gebeten hat? Gleiches Spiel, gleiches Procedere. ....
    <Um glaubwürdig zu sein, muss ich das so machen un d wundere dich nicht, wenn ich dich "angreife" muss alles wie " echt " aussehen!> usw. usf.

    Deswegen liebe Mitleser ist mir daran gelegen, so Jemandem das " Handwerk " zu legen, um den " anonymen
    Netzpöbel" vorführen zu können.

    Diese gnadenlose " Scheinheiligkeit " wie " ...
    manchmal kann ich nicht schlafen ...." - könnte ich auch nicht, wenn ich ein schlechtes Gewissen haben muss - erweist sich stets als Einstieg " Vertrautheit" zu erwecken, um sich dann entsprechend
    "anzubiedern"!

    Oder

    < Hinter jedem Rechner sitzt ein Mensch, der seine Meinung kundtut!>
    ( Die "Bergpredigt" kenne ich sehr gut.. kann ich da nur sagen!)
    Natürlich,
    aber davor, Herbst, sitzen auch Menschen, die das schließlich lesen und über sich ergehen lassen müssen/können/wollen!.

    Dass "Friedchen 86 "es dann auch noch wagt in ihrem Beitrag # 770 zu schreiben:
    "....daß "Herbst" ein untrügliches Gespür dafür hat, welche Beiträge von mir sind, sollte ihr nicht
    zum Vorwurf gemacht werden....",ist die "Spitze", denn vielmehr sollen wir das "abgekartete
    Spiel" akzeptieren und
    so einfach hinnehmen.

    Ich habe mich selbst auch schon " vergaloppiert ", bin aber zu der Erkenntnis gekommen, dass es falsch war und habe mich mehr als
    "offiziell entschuldigt"!
    Doch wer uneinsichtig ist muss damit rechnen, dass, wenn er sich "in Gefahr begibt auch darin umkommen kann!"
    Anders würde ein Schuh daraus und dann würde ich diesen beiden Foristinnen eine gewisse Charakter -
    stärke zubilligen doch das im AW Blog ist nur Theater.Solange das so ist kann ich das " Kriegsbeil" nicht begraben. Aber es ist nicht so! Deswegen kann ich die Entschuldigung nicht annehmen, werde aber auch nicht nachtragend sein!!

    Grüße an alle, Heiner Klein alias Löwwenmaul!!
    Doch wer so leichtfertig mit Begriffen wie " versichere, beteuere oder
    ehrlich " umgeht und dabei
    leider den Realitätssinn verloren hat, kann nicht
    in einem öffentlichen Forum machen was er/sie will!!

    Dass sie glaubt, einen " Sieg " über uns errungen zu haben, wird sie genüsslich auszukosten ver-suchen und zwar spätestens im nächsten AW -Blog!!

    Dass Fritz 30 und auch Walter Neumann meine " Meinung" unterstützt bzw.
    Verständnis dafür haben, begrüße ich und bedanke mich dafür. Gleiches gilt auch für "Alisa" und Melanie HH. Und Wanda sowieso!!

  • Robert Kroiß(Freitag, 21. September 2012 18:57)

    Sehr geschätzter Heiner Klein, wie auch alle Anderen,

    zum Thema „Troll“ von mir eine kleine Klarstellung. Da sich „Friedchen – wer auch immer sich dahinter verbirgt“ - mit einer Entschuldigung an meine private Emailadresse bereits vor „ihrer“ öffentlichen Entschuldigung gewandt hatte, war und ist die Sache für mich erledigt. Ich habe natürlich auch auf diese Entschuldigung – welche allerdings wiederum mit einer Emailadresse „eines Frederick Soler“ an mich erging – geantwortet und für „mich“ klargestellt, dass ich an sich keine Probleme mit „Satire“ habe, sondern ggf. dann eben auf diese „Satire“ auch so eingehe. „Man“ kann ja nur auf das „Gesagte, Geschriebene“ s/eines „Gegenüber“ eingehen. Inwieweit der jeweilige Gegenüber sich selbst und damit auch den Kommunikationspartnern gegenüber „ehrlich“ ist, lässt sich ja nicht überprüfen. Geht eine „Lüge“ der Kommunikation voraus, dann wird eben „die Lüge“ weiter „gesponnen“. Ist es „Ehrlichkeit“ und „Wahrheit“, dann wird eben an diesen weiter „gestrickt“.
    Das Problem bei der Netzkommunikation ist – außer, dass „man“ sich nicht Aug in Aug gegenüber steht, sitzt – kein anderes, als es eben bei zwischenmenschlicher Kommunikation ist.
    Entweder „man“ nimmt die Sache/das Thema und damit all diejenigen, die sich damit ernsthaft auseinander setzen ernst, oder nicht. Nimmt man sein „Gegenüber“ und die „Sache“ NICHT ernst, dann wird bereits gelogen und betrogen, in welcher Form auch immer. Weil „man“ ja vorgibt, sich mit der „Sache“ oder dem „Thema“ - wenn auch mit einer „eigenen Meinung“ - auseinander zu setzen. Will „man“ aber nur provozieren, dann liegt „einem“ ja nichts an einer „ernsthaften“ Auseinandersetzung. Dann spielt es – zumindest für mich – auch keine Rolle mehr, wie „ernsthaft“, oder eben „satirisch“ die Antworten ausfallen. Das „Thema“ ist in diesem Moment sowieso schon „durch“, weil es an einem wahrhaften Interesse eines ernsthaften Meinungsaustausches und ggf. gemeinsamen Erkenntnissen bei einem an sich „ernsten Thema“ fehlt. Und wer „lügt“ und „betrügt“ belügt und betrügt sich primär mal zunächst selbst und dann – selbstverständlich und nur logisch – auch die Beteiligten.
    Sinngemäß habe ich dies so auch „Friedchen“ geantwortet und „sie“ auch gefragt, wie ernsthaft eine Entschuldigung, das „auf sich nehmen der Schuld“ des „Absenders“ - so ja der eigentliche Tenor und Sinn der Entschuldigung – sein kann, wenn sich auch der „schuldige Absender“ bereits wieder hinter einem anderen „NICK“ - und dies bei einer Emailadresse - „versteckt, verstecken“ muss?!
    Aber dies ist m. E. das Problem der „Person“, die eben so „tickt“. Von daher habe ich mit dieser „Sache“ nicht mehr das geringste Problem und betrachte sie als erledigt.

    Ja und was den AW-Blog und seine frühe Schließung angeht. Auch ich hatte noch versucht Ernst eine weitere Antwort zu senden, für die es aber bereits zu spät war. Das Problem des „Abweichens vom Thema“ ist ja nur darin begründet, dass „man“ sich eigentlich nie mit dem „Ganzen“ - von dem jedes einzelne Thema ja Teil ist – beschäftigen kann (oder evtl. auch nicht will).

    In diesem Sinne Ihnen Allen, verbunden mit einem lieben Gruß ein schönes Wochenende; wir hatten heute bereits „Wies´n-Wetter“, sodass das „große und allgemeine Dauer-Besäufnis“ morgen wieder entsprechend beginnen und von den „Alltagsproblemen“ ablenken kann.

    Robert

  • Gertrud(Freitag, 21. September 2012 17:43)

    Lieber Heiner,

    nein sie irren sich nicht,
    sie hat das Blog aufgemischt,
    so sehe ich es auch.
    Dieses aber zu können ist die eigentliche Crux.

    Ich kann Sie voll nachvollziehen.

    Von mir hat Herbst keine Antwort mehr zu erwarten.
    Sie darf sich mit sich selbst vergnügen, wenn es ihr denn Freude macht.

    Mannomann.

    Ich hab auch Humor, aber dafür geht er mir denn doch ab, zumal ich es durch die blume nie gemocht habe und nicht mag.

    LG

    Und versuchen ruhig zu bleiben so es geht.
    Ich versuch das auch.

  • Gertrud(Freitag, 21. September 2012 17:09)

    Walter Neumann,

    im übrigen Zustimmung zu Ihrem Beitrag.
    Die Lebensbedingungen sind und können sehr unterschiedlich sein. Die Bedürfnisse, der Bedarf sind es ebenfalls.

    Man darf nicht nur von sich aus und seinen gemachten Erfahrungen allein ausgehen. Bei keiner Entscheidung die man trifft.

    Zu den Einkommen weiterhin.

    Ich denke, für eine Halbtagstätigkeit können natürlich wiederum 1000 E viel sein. Das darf man auch nicht außer Acht lassen, wenn es sich um einen Hinzuverdienst handelt. Für einen Alleinverdiener ist es eine Katastrophe angesichts dessen was ist.

    Man kann aber nicht alles reduzieren finde ich, und das tut man leider, auch für mein Empfinden am falschen Ort und bei den falschen Menschen.

    Das Problem in diesem Land ist, daß immer noch genug Geld für bestimmte Menschen da ist, jedoch für diejenigen die brauchen, offenbar nicht.

    Auch da kann ich mich Ihnen anschließen, was Ihren und den Beitrag von Alisa betrifft.

    Manchmal ehrlich gestanden, könnte man nur noch reinhauen, aber das hilft alleine auch nichts.
    Was würde es erzeugen,
    so hoffe und so wünsche ich vielen mehr Erkenntnis, mehr Weisheit mehr Einsicht. Ohne negative Erfahrungen.
    Weil die meisten dann das erfahrene weitergeben, wieder mit Folgen für andere. Etwas das man so niemals tun sollte.
    Sondern vielleicht einmal schauen, warum man welche Erfahrung machte.

    Ich finde, man muß über sich und den eigenen Tellerrand hinausschauen und überlegen wie und aus welcher Sicht man entscheiden würde. Wäre man selbst betroffen.

    Jede Entscheidung nicht nur aus eigener Sicht mit dem Blick auf den sie gerichtet ist, sondern auch auf sich selbst,
    würde ein anderes Ergebnis zur Folge haben, meine und denke ich.

    Alisa kommt da denke ich mit Ihren Beiträgen vielem sehr nahe. Sie ist ein Gewinn für den Blog, wobei ich andere Beiträge nicht schmälern möchte.

    Menschen müßten sich ergänzen können und täten sie dieses, es könnte vieles anders sein.

    LG.

  • Gertrud(Freitag, 21. September 2012 16:57)

    Lieber Walter Neumann,

    erst mal Danke. Danke auch an Wanda.

    Ich war auch erstaunt, daß das Forum schon geschlossen wurde. Ich fand nicht, daß vom Thema sehr abgewichen wurde, war dennoch dankbar, daß mein Beitrag freigeschaltet wurde. Er war ja nun doch etwas aus der Art zum Thema. Und ich kann unterstreichen wenn die Redaktion darum bittet, Beiträge nur unter einem Namen zu schreiben.
    Allerdings hat sie das Recht den Schreiber darauf hinzuweisen und das Recht der Veröffentlichung oder auch nicht, mal so geschrieben.
    Bei mir macht sich dennoch ein bisschen Bauchgrumeln bemerkbar mit der Frage wie lange noch, ehrlich gestanden. Auch wenn ich das Forum und die Redaktion lobend erwähnte.
    Allerdings muß ich auch ehrlich gestehen. Es ist
    nicht immer erfreulich und müßte ich das dienstlich bearbeiten, es würde mir so manches Kopfschütteln abringen, ob aller Meinungsfreiheit, die ich sehr schätze, man dennoch nicht das Recht hat alles einfach unbedarft einzustellen, was man meint. Man sollte wägen.
    Wegen der Wirkung in sich.
    Und dem was man bei anderen hinterlassen kann und hinterläßt. Das tun viele im Alltag schon nicht.in Foren schon erst recht nicht.

    Ich stellte auch fest,
    daß Presseclub und GJ wieder das gleiche Thema haben. Absprache der ARD
    denke ich. Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, daß es mit den Angriffen auf P. Döhring seinerzeit zu tun haben könnte, der das Netz ja kritisierte. Teils zu Recht einerseits, andererseits, nach dem was
    er losläßt nicht zu verwundern.

    Zu Ihrem Beitrag zurück.
    Ernst hat zwei Beiträge zu dem Thema eingestellt,
    einmal Beitrag 634 in der der die guten Firmen beschrieb. Otto war für mich mal gut, u. 744 in der er noch mal Stellung zu den Ausgaben bezog.

    Was mich stutzig machte, war die Abgabenquote von einmal 71 % und nun bei genauerem lesen schrieb er von 74,...%.
    Er hat also also eingerechnet, was normale Menschen an Ausgaben an Leistung an den Staat nicht so sehen werden.
    Ich habs auch nicht so gesehen. Für mich ist und war es auch keine Frage.

    Darauf hinweisen kann ja nicht schlecht sein.

    Ich finde aber, er kann nicht einerseits vergleichen und andererseits nicht sehen wollend sein für anderes.
    Für ihn schreibt der Staat vor, für mich andere weitaus mehr.

    Ich bezog mich nur auf meine Abgaben, in meiner Antwort, eben das was ich schrieb.
    Er hat alles eingerechnet,
    nun leider konnte ich ihm auch nicht mehr antworten.

    Ich denke es ist schon verquer wenn man nur in Kosten-Nutzen-Rechnen denkt
    und schreibt und es auch so sieht. Weil ich denke er würde nicht gerne in Kosten-Nutzen selbst gesehen werden.

    Mir stießen die Beträge auf von 659,.. E zur freien Verfügung bei einem Einkommen von 2000 E, das er erwähnte, aber ich habe auch erst jetzt noch mal ausführlich gelesen.
    Mit 2.600 ca. und 1300 E
    kommt er da schon näher,
    dennoch ist es an Einkommen zu wenig, bei dem heutigen Preisgefüge wie ich finde.
    Ich habe mal Haushalts
    -recht gelernt vor Jahren und staune eigentlich nur, daß die Kriterien des mag. Vierecks wie es benannt ist, offenbar in der heutigen Politik nicht mehr so zum tragen kommen,
    und anderes leider auch nicht.

    Aber ich find es schon heftig auf seinem sitzen bleibend zu wollen und nicht ausführlich zu begründen was er meint.
    Dafür haben wir dann andere wundere Foristen,
    die erklären. Und das gefällt mir gut. Und finde ich auch gut.

    LG

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Freitag, 21. September 2012 16:49)

    Geschätzte Mitleser,

    wenn ich das alles hier jetzt so lese, was sich im letzten AW Blog in Sachen
    " Frederick Sorel ", "Che Guernica" und "Herbst" alles so abgespielt hat, dann bedauere ich sehr, dass es verschiedenen Bloggern - zuletzt auch mir - nicht gegönnt war, ihre Beiträge freigeschaltet zu bekommen.
    Gründe sind mir nicht bekannt!!

    Betrachtet man sich einmal auf der 1. Seite dieses AW Blogs die Beiträge ## 7, 21,25,29, 44 und 49 usw usf., dann stellt man schnell fest, dass es sich hierbei nicht um mehr oder
    weniger Satire, sondern ausschließlich - nach meiner Lesweise jedenfalls - um Sarkasmus und Zynismus handelte in der Absicht etwas zu bewirken, was beabsichtigt war nämlich: zu verletzen und zu beleidigen!

    Dass es so gewollt war, zeigt ja die Tatsache, dass sich diese Person " Friedchen" mehrere neue Pseudonyme zulegte, um eben das zu erreichen, was
    sie wollte: Agitation und
    Aggression!

    Wer von Ihnen das mit dem
    "anonymen Netzpöbel" und dem Wortlaut, ich zitiere:".. ebenso die ganzen Idealisten, die sich in sozialen Berufen aufreiben..." beleidigt einen ganzen Berufsstand-, dem ich auch mal angehört habe, nicht so sieht, hat ein anderes Verständnis für Humor, Spass oder einen Geck!

    Für mich u.a. war es völlig inakzeptabel! ( Als Ehrenpräsident eines Karneval-Vereins, hab e ich ein anderes Verständnis von Humor, Witz und Lustigsein!!

    Greedy hat sich gemeldet, doch viel zu harmlos!

    Und viele haben mitgemacht
    zu verharmlosen oder gar den " Verfasserinnen " dieser geschmacklosen Beiträge in etwa auch noch " Beifall " zu zollen!

    Wäre " Friedchen 86 " von Anfang an als Verfasserin aufgetreten hätte man Verständnis haben können, vorausgesetzt man hätte Verständnis für ihre Art von Satire ( wäre aber eine andere Dimension gewesen, als diese "Maskierung"!

    Nein, dazu war sie zu feige, denn es lässt sich leichter aus einer "gesicherten Deckung" heraus angreifen, wohlwissend, dass man auch noch Unterstützung in Form einer " Herbst " u.a. bekommt als sich zu dem zu bekennen, was man schreibt!!
    Mit meinem " Echtnamen" neben einem Pseudonym stehe ich zu dem, was ich scheibe und andere sicherlich auch!

    Liest man dazu dann noch den Beitrag # 44 dieser Person, dann stellt man schnell fest, dass sie schon wusste, wer sich hinter dem Pseudonym "Che Guernica" versteckte, denn sie "dutzte" ihn und das tut sie auch " Friedchen"!

    Und alle Bloggeer, die mir so gerade einfallen wie Fritz 30, Erster Karl, Paulus, Walter Neumann, Alisa, Eva, Greedy, Robert Kroiß, Melanie HH, Wanda Müller, Christa und ich auch, wurden "vorgeführt" bzw. hinter die " Fichte " geführt und sind diesen
    " ungewöhnlichen Zeitgenossinnen " auf den Leim gegangen. Und die hatten ihren Spaß und haben sich hämisch über uns gemacht!!

    Und das, Wanda Müller, sehe ich auch so, dass man das z.Zt. als ein " Spiegelbild" der Foren sehen kann. Wie war es denn im GJ Blog? Ärger gab
    es doch nur wegen " Herbst"
    oder irre ich mich?
    Fortsetzung folgt!!

  • Walter Neumann(Freitag, 21. September 2012 16:32)

    Noch eine kleine Nachbetrachtung zum Anne Will Blog. Da ist der letzte Beitrag 829 von Alisa. Er ist an Melani HH gerichtet. Die dargelegten Gründe und Bemerkungen, warum und was wieso abläuft und anders gestaltet werden müssten, finde ich "Erste Sahne". Da passt jedes Wort und jeder Satz, unterschreibe ich alles. Es tut gut, so ausdrucksstarke und mit klaren Worten abgegebene Erklärungen und Begründungen von einem Menschen lesen zu können.

    Entschuldigung, dass ich den vorherigen Beitrag nicht kenntlich gemacht habe, das war leider dem Anne Will Blog geschuldet, wo man zuerst den Namen einträgt. Hatte es hier dann leider vergessen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Walter Neumann(Freitag, 21. September 2012 16:14)

    Sehr geehrte Wanda Müller,
    vieleicht kann ich diesen Beitrag bei Ihnen einstellen, da das Anne Will Forum schon geschlossen hat. Ich war außer Haus und erst beim Abschicken dieses Beitrages wurde mir angezeigt, ups, nicht mehr vorhanden. Vielen Dank im Voraus.

    @ 815 Bart. Vielen Dank für die Ergänzungen. Ich hatte Ihren Beitrag nicht mehr nachgelesen, sondern nur den kurzen Ausschnitt von @ jule und @ Lotta P. berücksichtigt.

    @ 810 Gertrud. Sie haben vollkommen recht damit, wenn Sie @ Ernst bemerken, dass Sie auf Ihrer Lohnabrechnung auch den Arbeitgeberanteil ausgewiesen bekommen. @ Ernst hat in seiner Berechnung in # 634 diese zum angenommenen Bruttogehalt von 2.000 € als Ausgangspunkt draufaddiert, wie auch den auf der Lohnabrechnung nicht ausgewiesenen Betrag der Berufsgenossenschaft. 10 % vom Bruttolohn, hier 200 € angegeben sind viel zu hoch. Laut Angabe der BGW wird der Beitrag je nach Gefahrenklasse für 2011 zwischen 0,44 bis 3€ je 100 € vom Arbeitgeber erhoben. Also in der höchsten Gefahrenklasse für 2.000 € = 60 €. Die anderen Werte @ Ernst habe ich nun nicht überprüft, die dürften stimmig sein, nur der viel mir direkt ins Auge!

    Der Nettobetrag von 1.355,63 für einen Alleinstehenden, dürfte natürlich für Verheiratete und, wenn Kinder vorhanden sind, natürlich ganz anders aussehen. Für das Zweiteinkommen in einer Familie, wenn ein Ehepartner bedeutend mehr verdient, aber auch noch schlechter.

    Die anderen aufgeführten Abgaben sind so nicht nachvollziehbar, da ein Jeder andere Lebensbedingungen aufweist, andere Vorlieben, Wünsche, usw. Da kommen dann auch unterschiedliche Kosten zusammen und damit unterschiedliche Abgaben an den Staat. Wenn es dafür statistische Untersuchungen gibt, kommt es darauf an, wie sie erhoben und erstellt wurden. Siehe allein meinen Beitrag # 808 mit Median- oder Arithmetischem Mittel ausgewertet. Da können schon größere Unterschiede bei zutage treten. Dann wird je nach politischem Standpunkt die Aussage getätigt. Die ist dann nicht falsch erstellt, aber die Erstellung war vielleicht der falsche Ansatz und bringt dadurch falsche Ergebnisse.

    @ Ernst. Wenn Sie laufend propagieren, nur der freie Markt kann allen Menschen, die Willens sind, helfen, also auch dem immer mehr verunsicherten Mittelstand, so möchte ich doch zu bedenken geben, dass dies alles schon hinter uns liegt. Früher war das Recht der Macht ausgeprägt vorhanden und der Rest war Leibeigene. Heut wird die Welt immer dichter besiedelt und die Verkehrsmittel nehmen auch an Schnelligkeit enorm zu. Entfernung ist heute kein Hindernis mehr.

    Wir haben uns notgedrungen von kleinen Stämmen zu großen Staatsgebilden zusammengeschlossen. Zugegebener Massen nicht immer richtig. Aber diese Zusammenschlüsse müssen nach Regeln gelebt werden, die ALLE akzeptieren können und ALLEN ein auskömmliches Leben sichern kann. Ansonsten geht dieser Zusammenschluss vor die Hunde! Da haben wir also unsere Regierungen, welche die Maßstäbe für dieses friedliche Zusammenleben setzen sollen. Wenn aber die Maßstäbe so gesetzt werden, dass die Reichen noch reicher werden und die Armen noch ärmer, dann sind diese verkehrt und MÜSSEN geändert werden. Ein freier Markt kann bei dieser Masse Mensch nicht im Wildwuchs das Überleben ALLER sichern. Wir haben doch noch genug Beispiele, gerade in Afrika, wo sich die Herrschenden frei austoben können, mit dem Ergebnis von vielen Millionen Toten, durch Mord und Totschlag und/oder durch Hunger.

    Regeln müssen da sein, ohne ist ein Zusammenleben nicht möglich. Auch finanzielle Regeln. Es kann nicht sein, dass die Oberen ihr Einkommen untereinander selbst bestimmen und als Ausgleich das der Unteren entsprechend niedrig halten. Was unten nicht gewährt wird, was fehlt, genehmigen sie sich als Bonus, als Zugabe, oben! Der Markt muss ein geregelter sein, ein gerecht geregelter. Da darf keiner sich auf Kosten anderer ungebührlich bereichern und zum Abstieg verurteilt werden!

  • fritz 30(Freitag, 21. September 2012 10:13)

    Walter Neumann
    (Freitag, 21. September 2012 01:27)
    Lieber Mitstreiter,
    danke für deinen Beitrag zur Verdeutlichung deines Gerechtigkeitsempfindens. Wie immer; wenn zwei das gleiche tun, ist es doch nicht das selbe.
    Zu Melanie HH habe ich über längere Zeit hinweg meine Erfahrungen. Sie scheint in der Pflege ihres Feindbildes im Überschwang ihres Temperamentes und vielleicht auch noch erhaltenem unbekümmert jugendlichen Übermutes nur in dieser Art und Weise auf ihr nicht genehme Argumente reagieren zu können. Ich habe schon einge Male ihr gegenüber zu deren Verbalinjurien in Gegenrichtung ihrer Präferenz Stellung bezogen, mit der Bitte um Sachlichkeit und Mäßigung.
    Sie ist und bleibt m.E. sehr personenbezogen -in der einen, wie der anderen Richtung - und es scheint ihr nicht wert zu sein, mit stichhaltigen Argumenten sachlich zu kontern.
    Mit freundlichen Grüßen
    und hoffentlich erholsamen Schlaf einer verkürzten Nacht.
    fritz

  • Gertrud(Freitag, 21. September 2012 09:32)

    Noch eines.

    Walter Neumann,
    nein man muß nicht mit gleicher Münze heimzahlen.
    Es führt nach meiner Erfahrung zu nichts und nicht weiter.

    Das Gegenteil dessen zu tun, ist allerdings eine Kunst.

    Weil viele nur mit barer Münze heimzahlen, anstatt zu reflektieren, kann und konnte es so werden wie es ist. So sehe ich es zumindest in Teilen.

    LG.

  • Gertrud(Freitag, 21. September 2012 09:13)

    Wie sich das Freischalten
    im AW Blog weiter gestalten wird, auch anderen, wird man sehen.
    Bei GJ ist es eindeutig, offensichtlich, finde ich.
    Bis jetzt denke ich jedoch, kann man sich über die Redaktion dort AW überhaupt nicht beklagen.
    Sondern eher noch dankbar sein, daß es dort so ist und so gehandhabt wird.

  • Gertrud(Freitag, 21. September 2012 08:58)

    Guten Morgen,

    Lieber Walter Neumann,

    wollte Ihnen noch Danke sagen, für Ihren wieder einmal hervorragenden Beitrag im AW Blog,
    es ist wohl der letzte, meine ich. Den ich vorhin las. Aber auch für die anderen.

    Was Sie hier schreiben,
    würde ich unterstreichen.

    Ja liebe Melanie, ich bin auch erschrocken. Und frage mich Warum?
    Man mag das Wortspiel lieben, dennoch sollte man sorgsam sein.
    Worte sind wie Schwerter und können oft mehr schaden und schlimmer sein als Schläge. Glauben Sie es mir. Sie können aufbauen oder zerstören,
    auch wenn es vielen nicht so gewiß ist.

    Ich denke es ist schon soviel heftiges unterwegs,
    daß man dem nicht noch Nahrung geben muß und sollte.

    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende und lieben Gruß.

  • Walter Neumann(Freitag, 21. September 2012 01:27)

    An alle gestresste Anne Will Blogger, deren Beitrag nicht freigeschaltet wurde. Gut, dass man diese wenigstens hier nachvollziehen kann. Zu Robert Kroiß Beitrag kann ich die humorlose Nichteinstellung nicht verstehen. Der Beitrag war nicht Böse, nicht verletzend, verleumdend ausgerichtet, sondern Antwort auf andere Beiträge, welche den ursprünglichen Beitrag von Frederick Sorel als trollig bezeichneten. Auch nachher wurden noch Beiträge freigeschaltet, in denen von Trollen gesprochen wurde. Also reine Willkür!

    Wenn der Beitrag vom Willi M. # 195 freigeschaltet wird, worin er Marie Luise Müller des Unsinns bezichtigt, dann gehört es sich als Redaktion, dass auch die Antwort entsprechend freigeschaltet wird! Zumindest, wenn sie nicht mit gleicher Münze zurückzahlt. Wenn Willi M über den Sozialismus schreibt, ist das in Ordnung, wenn darauf eine Antwort erfolgt, ist es nicht das Thema. Ja dann müssen sie von vornherein, solche Beiträge ausschließen. Aber wie viele würden dann noch übrig bleiben? Auch sind doch heute die meisten Fragestellungen nicht mit sturem Geradeaus zu beantworten. Es gibt doch so viele weitere Facetten, welche benannt werden müssen, weil sie mit hineingehören! Aber das ist ja auch in den Talkshows festzustellen, Gerede, was lt. Moderator nicht hineinpasst, wird gerne unterbunden. Aber da sind auch welche gleicher wie gleich. Zu Willi M habe ich noch anzumerken, dass er wohl selber nicht gemerkt hat, wie er sich innerhalb von ein paar Sätzen selber widerspricht. Zuerst sind die brennenden Barrikaden Unsinn, zum Schluss wird es dahin kommen, wie in Griechenland!

    Den Beitrag von Melani HH hätte ich auch nicht freigeschaltet wegen der beleidigenden Äußerungen an @ Herbst. Das kann man, müsste man anders formulieren in so einem Forum! Auch wenn ich dem inhaltlich eher zustimmen würde. Was Ihre Antwort an @ Fritz 30 betrifft, wenn er nur linke Parolen von sich gibt, dann bitte geben sie nur rechte Parolen von sich. Was schlimmer ist, möchte ich nicht ausprobiert wissen! Und die Antwort an jule ist ja wohl geschenkt. Ihre Beiträge habe ich genau so gelesen und verstanden, wie jule. Und er sollte auch so verstanden werden. Egal, wie sie jetzt dazu stehen! Damit Sie nicht weiter so unwissend tun, kopiere ich diese Anfrage von jule hierhin:

    zitat: “2: Stecke ich keine Menschen in Schubladen und beleidige niemanden. Oder haben Sie im Gegensatz zu anderen, gelesen, dass ich jemand mit @-Zeichen diesbezüglich angesprochen habe?”

    ich kopiere ihnen noch mal ihren beitrag, auf den ich mich bezogen habe:

    zitat: “(Zitat Askay) Sie schreiben: “Übel, was hier manche Foristen von sich geben. Anne Wills Blog ist anscheinend zum Tummelplatz für extremistische Linke mutiert.”
    "Wie recht Sie doch haben. Tja, was es alles aus macht, wenn eine Sahra Wagenknecht in der Sendung ist, dann gibt es kein halten mehr. Die “Linken Socken” hängen förmlich an ihre Lippen und saugen alles auf. Nur sie alleine sagt die “Wahrheit”. Da kommt dann schon mal ein wölfchen hervor und wird ganz böse. Zum Glück sind die die “Linken” nur in gewissen Foren in der Überzahl, leider auch hier, aber “draußen” gibt es genug gescheite Menschen.”

    wenn sie diese worte nicht als beleidigend sondern als angemessenen umgang mit menschen , die nicht auf ihrer politischen wellenlinie liegen, empfinden – dann mangelt es ihnen nicht nur an empathie ;- )

    Für mich ist es gleich, ob Sie sich auf @ Askay oder auf Askay beziehen.
    Die Anmache im Beitrag von Wolf war sicher auch in dieser Kategorie. Aber muss man da mit gleicher Münze an andere zurückzahlen? Es gibt immer Menschen, die unterschiedliche Ansichten haben. Mit Argumenten sich auseinandersetzen ist für die meisten in Ordnung, herabwürdigendes Schreiben aber sicherlich nicht und dies trägt auch nicht zu einer Annäherung bei, die doch versucht werden sollte.

    Mit freundlichen Grüßen an alle.

    Walter Neumann

  • Melanie HH(Donnerstag, 20. September 2012 23:23)

    769
    Melanie HH: Der Kommentar wartet auf Freischaltung.
    20. September 2012 um 22:29 Uhr
    @ 751 jule

    Sie schreiben: ” dann mangelt es ihnen nicht nur an empathie ;- )”

    Ich kenne meine Mängel, aber nicht Ihre. Aber eins weiß ich, dass Sie meine Beiträge nicht richtig lesen, oder nicht verstehen wollen. Warum erlauben Sie den “Linken” einen gewissen Ton, aber mir nicht. Sind nicht etwa Sie beleidigend? Weil ich anderer Meinung bin? Einmal tief Luft holen und auch darüber nachdenken.
    @ 716 fritz 30

    Sie schreiben: “Die Reaktionen von Askay, Eva, Christac und Melanie lassen das für mich überdeutlich erkennen.
    In Frankreich z.B. gehört die Linke traditionell einfach zur Parteienlandschaft dazu und man lebt damit, im Gegensatz zu Deutschland.
    Ist doch mal des Nachdenkens wert, oder?”

    Leider ist mir Christac schon zuvor gekommen, aber ich möchte Ihnen auch noch gerne was dazu sagen. Nachgedacht habe ich mittlerweile und meine Antwort ist ganz klar “NEIN”! Nachdem Ihre linken Parolen bei wanda-müller keinen Zuspruch gefunden haben, versuchen Sie es jetzt hier. Aber auch hier höre ich nicht auf Ihre Propaganda und Basta.

    @ Herbst

    Was Sie hier unter anderem an Löwenmaul von sich geben, ist an Frechheit wirklich nicht mehr zu toppen. Einen Löwenmaul der hier durch Sachkenntnis und Verstand besticht und dazu das Herz am richtigen Fleck hat. In meinen Augen nur noch billig.

    *************
    Die persönlichen Streitigkeiten unter den Foristen wollen wir hier nicht weiter ausufern lassen, bitte haben Sie dafür Verständnis.
    Die Blog-Moderation

  • fritz 30(Donnerstag, 20. September 2012 16:43)

    Liebe Wanda,,
    zunächst eine Rückerinnerung meiner Wahrnehmung zur Verlagerung der Diskussionen von deiner HP zu den öffentlichen Blogs. Hat sich doch bewahrheitet, oder?

    Zu deinem Beitrag vom
    19. September 2012 um 22:49 Uhr, @ Willi M. #195
    bitte ich ungefragt etwas von meinem Senf etwas beitragen zu dürfen.
    Ich bin der Meinung, dass ein Beharren auf Deutung des Begriffes Sozialismus aus den 50-er Jahren des vergangenem Jahrhundert und Übertragung auf den von den Linken in der heutigen Zeit postulierten "Demokratischen Sozialismus" nicht hergeleitet werden kann.
    Einmal wegen der Vergangenheit eines Vierteljahrhunderts und der zwischenzeitlich andersartigen Entwicklung und daraus resultierenden Erkenntnissen und zum anderen
    durch die Mitwirkung und Beteiligung westdeutscher und zunehmend junger, von der Vergangenheit unbelasteter Menschen und auch vom gegenwärtigen System enttäuschter ehem . Ostdeutscher.
    Eine Diktatur der Arbeiter und Bauern wie gehabt geht heute nicht mehr, weil diese erfolgreich zersplittert, demoralisiert, durch die Medien indoktriniert und die Bauern viel zu konservativ sind.
    Doch der Diktatur des Kapitals, politisch, ökonomisch, sozial, konfessionell unterworfener Bürger ein dringend erforderliches Pendant entgegen stellen zu müssen, dürfte wohl nicht von der Hand zu weisen sein. Gestützt und getragen von all denen, die da mühselig und beladen sind.
    Nicht der Blick zurück und alte Vorurteile pflegen, sondern anerkennen, dass die Entwicklung im Positiven wie Negativen darüber hinwegschreitet und neue Denkansätze und Handlungen erfordert.
    In Sahra Wagenknecht sehe ich
    eine glaubwürdigere Vertreterin des Durchblicks und der erforderlichen Richtung weisend.
    Wer sich nahezu bedingungslos
    der Diktatur des Kapitals zu unterwerfen vermag, der dürfte auch keine Probleme haben, einer seinen existenziellen Lebensbedürfnissen näher liegenden, den erforderlichen Respekt zu zollen,
    wenn ihm schon alles Freiheitsgedöns außer Ohnmacht, Angst und Unsicherheit nichts Vernünftiges für das hier, heute und die Zukunft einbringt.
    Mit freundlichen Grüßen
    fritz

  • Wanda Müller(Mittwoch, 19. September 2012 23:10)

    209 Marie Luise Müller: Der Kommentar wartet auf Freischaltung.
    19. September 2012 um 22:49 Uhr
    @ Willi M. #195
    Stellen Sie es sich vor, ich habe das Programm der LINKEN gelesen.
    Allein die Zielsetzung, den Aufbau eines demokratischen Sozialismus anzustreben, ist für mich vollkommen unrealistisch und ein Widerspruch in sich. Schon allein aus dem Zusammenschluss dieser beiden Begriffe. Der Sozialismus ist eine Diktatur der Arbeiter und Bauern. In einer Diktatur ist der Raum für Demokratie nun wirklich sehr, sehr klein. Oder kommt jetzt das Stichwort, wenn eine Diktatur der Mehrheit über eine Minderheit vorliegt, hat dies immer demokratische Züge?
    Die LINKEN wollen eine Vergesellschaftung des Kapitals, aller maßgeblichen Industrien. Aber nicht ein einziges Wort darüber, wie der Weg dorthin aussieht. Warum wohl diese Auslassung?
    Ich weiß, meine Frage ist sehr ketzerisch. Wenn ich aber auch in diesem Forum lese (nicht dieses Mal, sondern zu anderen Themen zuvor), wie so mancher sich diesen Weg vorstellt, ihn beschreibt, kann ich nur das Bild von brennenden Barrikaden vor Augen haben.
    Und dazu, ich habe im Programm kein einziges Wort gefunden, wie der Weg in eine sozialistische Gesellschaftsform mit allen angestrebten Wohltaten aussieht. Vielleicht können Sie als von mir eingeschätzter profunder Kenner dieser Materie, zugegeben, ich bin da ein subjektiv vorbelasteter Pessimist, mir da eine Nachhilfe geben. Und dies meine ich ohne jegliche Ironie.
    Zum Abschluss meines Beitrages an Sie. Entschuldigen Sie bitte, meine Worte dorthin gehend zu interpretieren, ich hätte das Ende des kalten Krieges verpasst, hat mich kräftig lachen lassen. Aber meinen Sie nicht auch, Lachen ist ein guter Ansatzpunkt für eine sachliche und faire Diskussion?
    ****************************************************
    Bitte bleiben Sie am Thema

  • Robert Kroiß(Mittwoch, 19. September 2012 14:07)

    65
    Till Eulenspiegel (Robert Kroiß): Der Kommentar wartet auf Freischaltung.
    19. September 2012 um 00:10 Uhr
    @ Artur von Blasewitz: auch Trolle sind nur kleine Geisterwesen, sozusagen Kleingeiste, welche auch ein bischen Beachtung und Zuneigung benötigen und suchen. Sonst würden sie ja nicht gelegentlich auftauchen um ihren Schabernak unter den Menschen zu treiben, welchen sie im Innersten ihres Herzen wohl auch gerne zugehörig wären. Weshalb sonst suchten sie immer mal wieder die Nähe von Menschen?!
    Also eigentlich ganz arme Wesen, womit wir wieder bei arm und reich und damit beim Thema wären.

    Bitte beim Thema bleiben, damit die die Diskussion im Rahmen bleibt, Beiträge zu möglichen Trollen werden nicht mehr veröffentlicht, Kommentare VON den entsprechenden User ebensowenig.

  • Gertrud(Dienstag, 18. September 2012 09:25)

    Guten Morgen,

    Lieber Heiner Klein,
    Danke für Ihren Beitrag, den ich sehr gut und schön finde, auch wichtig.

    Vorurteile sind dazu da sie nicht zu pflegen, sondern sie abzubauen.

    Ja Zufriedenheit ist wichtig, Dankbarkeit auch finde ich, für so vieles. Demütig zu sein, ob allem was ist. Das Schöne zu sehen ist da hilfreich, es weiter zu geben auch.

    Die Geschichte kenne ich und ich finde auch sie sehr schön.

    Wir haben täglich die Wahl, welche Nahrung wir uns geben, also welchen Wolf wir fütttern und mit was. Ob mit Liebe und Freude, oder mit anderem.

    Danke noch für den FS Tip
    Ich habe auch noch einen:
    Morgen 10.25 Arte - Goldman - Sachs, eine Dokumentation, WH in der Nacht.

    Sie schreiben von Erfahrung. Ich finde ohne Leid zu lernen wichtig.
    Wir lernen erst durch Leid(en) wenn wir anderes nicht mehr wahr- und annehmen, weil wir meinen. Es kann auch anders sein.
    Viele sagen man hat es mri vorgelebt. Es ist kein Grund, es gleichzutun. Aber im Guten kann es einer sein.

    Hier dazu einer meiner Lieblingsaussagen

    „Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: Erstens durch nachdenken, das ist der edelste, zweitens durch nachahmen, das ist der leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.“
    von Konfuzius

    Ich finde er hat was,
    und der leichteste Weg ist meiner Meinung nach die Fehler anderer nicht zu wiederholen, auch wenn wir meinen es ginge nicht anders. Ich habe mich stets bemüht, das was mir nicht gefiel und gefällt besser zu machen. Perfekt bin auch ich nicht.
    Man lernt immer noch hinzu. Manchmal früher manchmal später. Aber besser als nie.

    Mit den Erfahrungen, es ist wichtig aus diesen und denen anderer zu lernen, finde ich. Die meisten lernen leider das gleiche. Die bitteren Erfahrungen weiter zu geben. Wieviel brächt es die guten weiterzugeben. Die bitteren
    weitergeben, verursacht viel Leid, das es nicht geben müßte.

    Mit dem Helfen ja.
    Mein Mann sagt immer, sich einzumischen ungefragt ist genauso schlimm, wie Hilfe zu verweigern wenn man um sie bittet. Es erfordert Fingerspitzengefühl und eine Sicht nicht nur auf äußeres finde ich. Mit dem Herzen zu sehen ist wichtig.
    Jeder braucht und möchte Hilfe, aber man muß fragen und sich die Erlaubnis dazu holen, denke ich inzwischen. Manchmal muß man sich einmischen. Dann wenn man sieht es fällt jemand und man weiß man kann es verhindern und aufhalten. Wir möchten auch aufgehoben werden, wenn wir fallen. Und Aufstehen mit anderen fällt leichter.

    Ein weiterer den ich sehr mag ist folgender:

    Achte auf Deine Gedanken,
    denn sie werden Deine Worte. Achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Handlungen. Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Deine Gewohnheiten.
    Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
    Achte auf Deinen Charakter, denn er wird Dein Schicksal.

    Das gleiche gilt für mich für Worte, das was für äußern wird manchmal Erfahrung wenn wir nicht achtsam sind.

    Die Erfahrungen die wir weitergeben können das Leben anderer mit bestimmen denke ich.
    Es ist wichtig anderen Menschen gute und schöne Erfahrungen zu schenken.
    Es sind die die uns wieder aufbauen, wenn wir meinen schon am Boden zu liegen.

    Ich wünsche allen einen schönen Tag. Liebe Grüße

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Montag, 17. September 2012 23:55)

    Werte Mitnutzer und Mitleser dieser uns zur Verfügung gestellten HP unserer lieben WANDA Müller.

    Resümierend stelle ich für mich persönlich fest, dass es hinsichtlich von " Vorurteilen" schon hier in unserer kleinen "Diskussionsgemeinschaft" sehr schwierig ist,
    miteinander den richtigen Konsens und Umgang zu finden insbesondere bezogen auf unterschiedliche Meinungen, politische Standpunkte, moralische Gesichtspunkte etc.
    Wie schwierig es deswegen in den großen Foren ist, verdeutlicht mir in den letzten Wochen immer mehr dieser " öffentliche Platz" des Meinungsaustauschs!
    Deswegen glaube ich sagen zu dürfen: Zufriedenheit ist eine wichtige Eigenschaft. Allerdings weiß ich aus meinem eigenen Leben, wie wichtig gerade die leidvollsten Erfahrungen für mich waren.
    Soie haben mir, vor allen Dingen rückwirkend betrachtet, die größten Anstösse gegeben!
    Daher ist es auch nicht immer sinnvoll, anderen Menschen "ungefragt helfen"
    zu wollen.
    Sie haben ein Recht darauf,auch selbst Erfahrungen machen zu dürfen!
    Zunächst ist deswegen auch jeder Mensch eigenverantwortlich. Er sollte somit auch selbst entscheiden, wenn er etwas verändern will.
    Natürlich gibt es aber auch
    Situationen, wo Hilfe unverzüglich geleistet werden muss.
    Das erwate ich mir auch aus solch einem "Forum", welches wir großzügigerweise nutzen können und dürfen, um uns
    gemeinsam über "alltägliche Dinge", " allzu Menschliches " oder gar "
    politisch/wirtschaftliches
    Geschehen" vorurteilslos austauschen, diskutieren und ergänzen können.
    So möchte ich es auch weiterhin mit dem bereits an anderer Stelle zitierten Satz von Sokrates halten:" Der andere kann auch recth haben!"
    Dazu fällt mir noch eine kleine Geschichte - übersetzt aus dem Englischen - ein:

    "Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer. Es war schon dunkel geworden und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten.
    Der Alter sagte nach einer Weile des Schweigens: " Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend!"
    " Welcher der beiden Wölfe wird den Kampf um dein Herz gewinnen?" fragte der Junge.
    " Der Wolf, den ich füttere " anwortete der alte Indianer!

    Würden wir alle mehr etwas mehr "nachdenken", überlegter handeln oder antworten, käme es zu weniger Missverständnissen,
    zu weniger unangenehmen (unmenschlichen) Vorurteilen oder gar zu vermeidbaren persönlichen Kränkungen usw. usf.

    Hierfür wäre diese HP ein
    gutes "Trainingsfeld" und könnte bestimmt in vielerlei Hinsicht zu einem "wertvollen, verständnisvollen und menschlichen " Miteinander führen, was wir gelegentlich doch viel zu häufig an anderer Stelle fordern, monieren oder gar "hassen"!

    Hiermit wünsche ich allen eine Gute Nacht und grüße freundlichst Heiner Klein!

  • Heineer Klein alias Löwenmaul(Montag, 17. September 2012 21:33)

    Liebe Mitleser,

    Interessenten, die sich zum Stand der " Rentner
    und Pensionäre " schlau machen wollen, sollten im
    WDR ab 22,oo Uhr " Die Story" sehen. Hier können vielleicht auch viele Vorurteile behoben oder aber auch bestätigt werden.
    Bestimmt interessant, auch für unsere Runde hier!!
    Grüsse von Heiner Klein

  • fritz 30(Montag, 17. September 2012 19:37)

    Hinweis für Interessenten.
    Heute abend ARD im Ersten,
    Doku 21;50 bis 22;30 Uhr:
    "Abgezockt statt abgesichert"

    Auch etwas,das ich lange Zeit entbehren musste und mich am bestehendem System mit juristischer Zulassung und Duldung des existenziell mit Absicht Kleingedrucktem am Verstand deren Vertreter und vehementen Befürwortern des sog. Rechtstaates zweifeln lässt.
    Einen guten Abend wünscht
    fritz

  • Fritz Wagner(Montag, 17. September 2012 16:33)

    Walter Neumann
    (Montag, 17. September 2012 15:14)
    Sehr geehrter Fritz Wagner.

    Lieber Walter Neumann, volles Verständnis für Ihre/ deine Sichtweise.
    Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin eigentlich mehr Freund und Kumpel, als geehrter Herr und habe keine Probleme damit, auf dieser Ebene angesprochen zu werden.
    Ergänzend dazu mit little hennry´s story Gebauch nehmend;
    "Die Dinge sind oft nicht so, wie sie scheinen!"
    Ok?
    Mit besten Grüßen
    fritz

  • Walter Neumann(Montag, 17. September 2012 15:14)

    Sehr geehrter Fritz Wagner.

    Vielen Dank für Ihre Antwort, auch an mich. Nach dem Lesen Ihrer Zeilen an Wanda Müller gerichtet, habe ich mich versucht in Ihre Gedanken- und Gefühlswelt einzudenken und bedacht, wie würdest du selbst diesen Beitrag empfinden, wäre er an dich und deinen Blog gerichtet.

    So habe ich dann vom "Notnagel" geschrieben, wohl wissend (zumindest nach meiner eigenen Einschätzung, wie ich reagieren würde) dass Wanda Müller nichts in dieser Richtung schreiben würde, es aber wohl so empfinden würde.

    Da war mir dann wichtig, Sie Fritz Wagner, mit meinem Beitrag darauf hinzuweisen, dass es so empfunden werden kann. Sie haben reagiert und Ihre Gedanken die zu diesem Schreiben hinführten dargestellt. Es weis ja ein jeder, dass man mal falsch denken kann und daraus falsche Entschlüsse zieht. Aber dafür finde ich, wie Gertrud ja schon schrieb, sind wir hier im sozusagen privaten Blog beieinander, um freundlich auf etwas hinzuweisen. Erklärung, Einsicht, Korrektur und gut ist's. Zumindest aus meiner Warte.

    Eine etwas längere Erklärung meinerseits, weil ich meine Gefühlslage etwas genauer darstellen wollte.

    Auf weitere konstruktive "Gespräche" hoffend, verbleibe ich

    Walter Neumann

  • Fritz Wagner(Montag, 17. September 2012 11:33)

    Liebe Wanda, lieber Heiner und Walter Neumann,
    bezüglich Zitat Heiner:
    "Hast Du Dir dabei auch schon mal überlegt, dass Du damit evtl. auch " verletzend " bzw. "herablassend" wirken könntest?!"Die Relativierung folgte ja - wie fast immer - auf dem " Fuße"!
    und zu als "Notnagel" empfunden W. Neumanns,
    gebe ich zu, dass mich meine Wahrnehmung der Funkstille über Fr,den 14.09., bis So.16. 09. Vormittag und Lesens mehrer Eurer Beiträge in den Blogs A. Will und G.Jauch dazu verleitete, vorschnell und wohl auch mit meiner gewählten Formulierung etwas missverständlich zu reagieren.
    Grundlage; 09.09. bis 13. 09.
    Summe = 34 Einträge
    13. 09. 22 Uhr bis 16. 09.Vormittag Summe = 0 Eintrag
    Gut, das könnte auch mit Abwesenheit oder dringlich anderer Modalitäten Wandas begründet gewesen sein.
    Meine Intention war der wohl missglückte Versuch, tröstend wollend mich persönlich zu bedanken. Nicht jedoch verletzend oder herablassend gegen Jedweden in der Runde wirken zu wollen.
    Mit wie immer freundlichen Grüßen an Alle
    fritz

  • Gertrud(Montag, 17. September 2012 11:07)

    Guten Morgen,

    schön Sie alle zu lesen.

    Ich bin gestern nicht mehr dazu gekommen, wollte aber gerne meinen Zeilen noch etwas hinzufügen.

    Lieber Heiner Klein,
    Don Quichotte - gegen die Windmühlen kämpfen - so ich es in Erinnerung habe, war mein erster Impuls
    und keineswegs böse gemeint. Also nicht enttäuscht sein bitte, wenn ich schrieb.
    Ich dachte zuweilen käme meine Traurigkeit über die ganzen Entwicklungen durch.
    Die Sie aufgriffen, so meine Empfindung.

    Sie fragen ob Ihr Beitrag an Bart hart war.
    Wenn ich etwas dazu schreiben darf, ja ich finde ihn hart, aber ich finde andere Beiträge die die Redaktion dort freistellt, schlimmer.

    Ich habe ihn versucht mit ihren Augen zu lesen,
    wenn Sie solche Zeilen erreichten.

    Und so habe ich auch anderes hier gelesen.

    Warum nehmen wir nicht unsere Erfahrungen und ergänzen.

    Es ist so empfinde ich es jedes Mal ein Verteidigen seiner Haltung seiner Ansicht, wenn jemand damit nicht so ganz übereinstimmt. Ich empfinde es so, ich weiß nicht wie es Ihnen allen geht.

    Um so wohltuender empfinde ich dann die ausgleichenden Beiträge von Till sprich Robert
    und Walter Neumann. Die eine klare Haltung bekunden, dennoch Verstehen
    und Verständnis zeigen.

    Womit ich andere nicht schmälern möchte.

    Verblüfft hat mich der
    Beitrag von Erster Karl und die Erinnerung an die Mail einer Bekannten, diese bitte nicht weiter zu reichen. Da frage ich mich welche Erfahrung dahinterstehen mag und steht. Und so manches habe ich mich was er sich fragt, ehrlich gestanden auch schon gefragt. Er ist nicht so ganz alleine, im Hinblick auf viele Entwicklungen.

    Es ist sicher nicht immer einfach zu vertrauen.

    Obwohl ich von Menschen weiß, die einfach vertrauen, daß dieses selten wirklich enttäuscht wird.

    Zur Sendung von GJ ich habe sie nicht gesehen,
    aber ich habe mich entschieden dort gar nicht mehr zu schreiben, damit
    solches wie es Heiner Klein geschehen ist nicht geschieht.

    Ich danke Wanda sehr dafür, daß wir hier schreiben und uns austauschen dürfen.

    Ich lese bei Gerd, aber ich antworte nicht. Ich habe da persönliche Gründe für, die ich im Augenblick darlegen möchte. Die in meiner Person begründet sind, man sehe es mir also nach. Und ich möchte nicht den ganzen Tag in Foren schreiben.

    Deshalb erfolgte von mir
    ein Lob letzthin an dieser Stelle. Und der Dank ebenso.

    Nun wünsche ich Ihnen allen erst mal einen schönen Tag und hoffe, daß das Schreiben hier eine wunderbare Ergänzung zu vielem sein wird und sein kann.

    Ohne Vorwürfe, ohne Spitzen, denn sie hinterlassen wie ich finde oft ein Gefühl, daß nicht sein muß, überwunden werden kann, und auch sollte, so es geht, denn wenn wir schreiben möchten wir angenommen sein und dazu kann man auch fragen.

    Liebe Christa,
    ich sehe es ähnlich wie Robert sprich Till.

    War gestern erstaunt, wie U. Hoeness sich über Frau Merkel äußerte, die sicher viel um die Ohren hat,
    aber zu allem dem, sollte man sich auch lernen dem Volk, das einen wählte den Menschen zuwenden.
    Es liegt hier vieles im Argen, ich kann die kritische Sicht aus Erfahrung nachvollziehen, wünsche mir aber mehr den guten Glauben, wider die Erfahrung.

    Lieben Gruß
    Ihnen allen.

  • Robert Kroiß(Montag, 17. September 2012 00:10)

    Liebe Christa,

    da Sie mir durch Ihre Antwort zeigen, dass Sie nichts gegen meine „Einmischung“ haben, antworte ich natürlich auch gerne wieder auf Ihre „Feststellungen“.
    Wie Sie allerdings darauf kommen, dass ich Sie „veräppeln“ oder „provozieren“ wolle, erschließt sich mir nicht, auch wenn ich meine „Einmischung“ nochmals und nochmals lese.
    Mein primäres Interesse gilt „den Menschen“. Und so höre oder schaue ich hin, was Jemand sagt oder schreibt. Denn m. E. ist Kommunikation das „A“ und „O“ zwischenmenschlicher „Beziehungen“.
    Jetzt weiß ich allerdings auch nicht genau, weshalb Sie glauben, dass ich die „Sache des Re(A)gierens“ anders sehe, als Sie?!
    Nur weil ich mich „heute“ - in der Zeit, in der A. Merkel die Richtlinien der Politik (angeblich) bestimmt? - erst dazu äußere?!
    Wissen Sie, liebe Christa was ich mir vor sehr langer Zeit abgewöhnt habe, oder zumindest versucht habe und immer noch versuche darauf zu achten? „Vorurteile“ gegenüber Menschen zu haben, „nur“ weil Sie eine andere Meinung vertreten. Aber – und dies habe ich immer schon so gemacht – ich erlaube mir genau hin zuhören und hin zuschauen, was „man“ sagt und was „man“ tut. Und genau deshalb frage ich dann lieber nochmals nach, was genau „mein Gegenüber“ mit dem, was er sagt auch meint.
    Womit wir dann genau bei dem Punkt wären, dass Sie – im Gegensatz zu mir – bestimmte Präferenzen (weshalb auch immer) im Bezug auf Politiker/Innen haben. Ich hingegen messe Politker/Innen NICHT an ihrer Parteizugehörigkeit, sondern an dem was sie sagen, was sie tun und was das Ergebnis des „Ganzen“ ist.
    So habe ich Politiker ALLER Couleur direkt angeschrieben, wenn ich feststellte, wie diese – nochmals ALLER Parteien – in aller Öffentlichkeit das Volk und damit auch mich belogen.
    Was nun die „Beamten“ angeht. Liebe Christa, ich brauche dazu weder Bekannte, noch Freunde befragen. Hätten Sie meine Beiträge in den diversen Themenbereichen gelesen, dann hätten Sie dabei festgestellt, dass ich selbst schon Beamter (Regierungsassistent auf Zeit – war noch zu jung, um es auf Lebenszeit zu sein, bevor ich freiwillig ausschied) war; dass mein Vater bis an sein Lebensende Beamter war und meine Mutter deshalb heute eine „Witwenpension“ bezieht. Also zum Thema „Beamte“ werden Sie mir wohl keine „neuen“ Erkenntnisse liefern können.
    Und was nun den „Praxistest“ mit dem „Kuchen backen“ angeht: ich bestreite ja nicht, dass man mit der „Hälfte der Zutaten“ einen „schlechteren Kuchen“ backen wird. Kleiner muss er dabei aber nicht unbedingt sein, denn mit viel „Hefe“und „Luft“, kann man die Größe ganz schön beeinflussen.
    Allerdings halte ich es für „unfair“ die „eigenen“ Backkünste und „Zutaten“ dadurch zu verleugnen, dass immer der „andere, vorhergehende Bäcker“ schuld daran sein soll, wenn „einem“ der eigenen Kuchen nicht so gelingt, wie man ihn sich vorstellt und verspricht! Bei einem „Backwettbewerb“ sollten schon die „gleichen Regeln“ gelten! Also wenn die „Umstände (Zutaten)“ heute schuld daran sind, dass der eigentlich geplante und versprochene Kuchen nicht ganz so gelingt, dann muss dies – und dies ist für mich primär der „Gerechtigkeitspunkt“ - selbstredend auch für die „anderen“ Bäcker (also die Vorhergehenden) gelten, oder nicht?!
    Außerdem habe ich des öfteren deutlich gemacht – und da sind wir uns ja wieder einig – dass „Gleichmacherei“ NICHTS mit „Gerechtigkeit“ zu tun hat!
    Und wer nun wen „veräppelt (auch nur ein bisschen)“ oder „provozieren“ will, liebe Christa, dass wird dann aus Sätzen wie: „Dass seit Jahren viel weniger Kinder geboren werden als früher und die Menschen immer älter werden, ist Ihnen wohl nicht bekannt? Oder glauben Sie es nur nicht, weil es Ihnen nicht gefällt? Man sollte eben auch mal im realen Leben „recherchieren“ deutlich?! Dabei haben Sie dann wohl auch vmtl. nur versehentlich überlesen, dass ich dabei darauf hinwies, dass man diverse Statistiken eben NUR dann verwendet, wenn sie gerade in die eigene Meinung und Politik passen?!
    Zum „Sozialromantiker“ mal NICHT meine eigene Definition (die hatte ich ja schon erklärt), sondern die „gesellschaftliche, umgangssprachliche“ (BE)Deutung: „Schmähwort, das von eher konservativen Menschen gebraucht wird, um Personen anzugreifen, die sich für eine sozialere Gesellschaft einsetzen“

    Wie anfänglich bereits betont, liegt mir an einer „ernsthaften Konversation“ und deshalb hatte, bzw. habe ich weder die Absicht Sie oder jemand anderen zu „veräppeln“. Sollten Sie auch diese meine Antwort wieder als „Veräppelung“ oder „Provokation“ verstehen, dann täte mir das leid.

    In diesem Sinne Ihnen, sowie allen „MitleserInnen“ eine gute Woche und liebe Grüße

    Robert

  • Walter Neumann(Sonntag, 16. September 2012 23:29)

    Hallo Zusammen.

    Nun ist die Bio-Talkshow bei Günther Jauch zu Ende und, hat es was gebracht? Welche (neuen) Erkenntnisse konnte man gewinnen? Bio ist gut!? Bio ist auch nicht besser!? Es kommt wohl auf den Standpunkt des Betrachters an!

    Meine Meinung dazu ist, dass es alleine auf die Ausgangspositionen ankommt, was für Gesetze, Vorschriften und Kontrollen gibt es, diese einzuhalten. Was für Hilfsmittel gibt es wie Dünger, Pflanzenschutzmittel, Medikamente, Futtermittel. Wie und in welchen Mengen und zu welchem Zeitpunkt werden sie eingesetzt. Legal, illegal, verbotene Substanzen, lasche Überprüfungen, unter den Tisch kehren von Tatbeständen usw.

    Zu diesen "Vorbedingungen" für eine ordnungsgemäße Lebensmittelproduktion gehören dann noch die Bestimmungen der Lebensmittelverarbeitung in allen Verarbeitungsstufen, nebst deren Kontrolle und Ahndung bei Zuwiederhandlung.

    Und in allen Bereichen wird aus Profitgier Verbotenes getan incl. Bestechung, dass darüber hinweggesehen wird. Aber nicht nur aus Profitgier, sondern oft auch, um sich gegenüber Konkurrenten behaupten zu können. Frei nach dem Motto: Das machen doch alle!

    Dazu gehören dann unsere Gesetze und Urteile. So was von laschen Verurteilungen, welche auch mit dazu beitragen, dass dieses Risiko von unseren Wirtschaftskriminellen in Kauf genommen wird. Auf ein Neues! Wann darf man nach Aufdeckung eines Skandals damit rechnen, dass überhaupt ein Übeltäter festgestellt wird und vielleicht nach 10 Jahren eine Ministrafe rauskommt. Wir leben doch in einem "Rechtsstaat"! Es scheint aber so, dass wir wohl im falschen Film leben! (Oder uns falsche Hoffnungen machten, und nur hofften, in einem Rechtsstaat zu leben!)

    Meine Eltern hatten von 1957 bis 1959 Jahre mal eine Hühner- und Obstfarm gepachtet. 10 Morgen Wiese mit 400 Obstbäumen und 8 Hühnerställen je 500 Hühner Platz und Auslauf. In dieser Zeit habe ich dieses gegenseitige Anfressen bei den Hühnern so gut wie nicht gesehen. Es gab die Hackordnung untereinander, das Picken und Wegjagen. Da die Hühner aber in den Stall rein- und rausgehen konnten, wie sie wollten, scheint es deshalb wohl nicht zu diesen Übergriffen untereinander gekommen zu sein. Also alles doch eine Form der Größe, der Weite des zur Verfügung stehenden Raumes.

    Da ist es dann sicherlich so, dass der Ertrag je Hektar Anbaufläche immer gesteigert werden muss, um preislich mithalten zu können. Auch das ist mit der Globalität geschuldet! Wachstum, Wachstum auf allen Gebieten. Flächen, welche nicht mehr gewinnbringend mit den immer größer werdenden Maschinen bearbeitet werden können, werden stillgelegt und für eine Gebühr (vom Staat bezahlt), einmal im Jahr gemäht. Ställe für Tiere werden zwar immer größer, müssen dafür aber mit immer enger gepferchten Tieren ausgestattet werden, um die Rendite zu erhöhen oder das Überleben des Betriebes zu gewährleisten.

    Wann ist das Ende der Fahnenstange erreicht? Oder kann es ein immer mehr geben, dass es nie aufhört? Können wir Verbraucher uns gegen diese geballte Macht von Produzenten und Industrie und ihren Helfern, den Politikern, überhaupt dagegen wehren? Ist Bio nur eine Beruhigungspille und dazu geeignet, weiteres Geld einfacher abzuschöpfen? Der Verdacht liegt nahe. Bio ist gut, wenn es sich um den "kleinen" Landwirt nebenan handelt, wo man ein- und ausgehen kann! Aber sonst? Da ist doch die industrielle Großproduktion mit all seinen Verwerfungen genau so mit im Boot, mit im Spiel!

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Ralf Nietzschmann der Erste Karl(Sonntag, 16. September 2012 23:07)

    Liebe Wanda,
    auch ich möchte natürlich deinen Beitrag nicht unkommentiert lassen.
    Ich glaube über die Verbrechen der Stasi brauchen wir uns nicht nochmal auseinander zu setzen, aber trotzdem bleibe ich bei meiner Auffassung der Relativierung.
    Ich beschönige keinesfalls jegliche IM Tätigkeit und stelle die Stasi auch nicht als Mädchenballett dar. Ich schrieb zum Beispiel, dass wir nun mittlerweile den IM kennen.
    Da es sich um einen engsten Mitarbeiter von mir gehandelt hatte, suchte ich natürlich das Gespräch mit diesem und fragte ihn nach seinen Beweggründen, auf die ich nicht näher eingehen will.
    Nur soviel, auf Grund seiner damaligen familiären Situation und den uns durch die Stasiakten bekannten verbreiteten Informationen haben die Betroffenen sogar ein Stück Verständnis für sein damaliges Tun.Alle Informationen die er weitergegeben hat,haben wir am Frühstückstisch und im Kollegenkreis ohne jegliche Einschränkung für jeden hörbar besprochen.
    Und genau das meinte ich mit Relativierung.
    Natürlich hast du Recht, wenn du auf die unteren Ränge hinweist, die nun mittlerweile im Hier angekommen sind und dich nicht nur auf die führende Partei beziehst.
    Trotzdem und da bin ich doch etwas verwundert, kritisiert du meine Darstellung zu Gauck und Co..
    Nochmal, es gibt keine Beweise, aber als gelernter DDR Bürger kann man doch Rückschlüsse ziehen. Und wenn es doch so wäre, ist doch die Frage legitim, wer wird als Altbundesbürger geschützt.
    Vieleicht erleichtert mal Schalk-Golodkowski auf dem Sterbebett sein Gewissen, aber da gibt es ja auch wieder die Schweigepflicht.
    Und liebe Wanda, hast du dich nicht auch schon immer für IM Erika interessiert?Genau solche Ungereimtheiten und das Verschwinden diverser Hinweise geben doch bestimmt zum Nachdenken Anlass.
    Für mich sind Opfer immer die bedauernswerten Menschen, aber ich sehe es nicht nur fokussiert auf eine bestimmte Seite . In einen meiner früheren Aufsätze und bei Anne Will schrieb ich mal über einen Chefarzt, der auf Grund seines Parteibuches nach der Wende in den Selbstmord getrieben wurde.
    Ich bleibe auch dabei, wenn ich vom „Verhör“ spreche. Dabei meine ich natürlich eine Minderheit, die jegliche Aufsätze von mir grundsätzlich als linkes Gedankengut bewerten und dabei sofort eine Verbindung zu mindestens zur SED konstruieren.
    Noch was zu den blauen Fliesen und da du die jährlich zwei Messen in Leipzig anführst.
    Ich habe nie in irgendeiner Weise, auch zu DDR Zeiten, verschwiegen, dass ich Gäste aus Österreich beherberge.Und wer die Modalitäten kannte, wusste doch Bescheid in welcher Währung die Gäste ihren Obolus entrichteten. Natürlich haben wir offiziell die Gäste kostenlos beherbergt.
    Aber spätestens dann, als die DM in Forum Schecks getauscht werden musste, war das bekannt und auch in den Akten vermerkt.Das ich dieses „Privileg“ , auf Grund meiner Wohnung,genutzt habe, bereitet mir das keine schlaflosen Nächte. Den ich schrieb auch in meinen Aufsatz von Materialisten und Idealisten.Anmerkung: Forum Schecks spiegelten den DM Wert wieder und mussten zeitweise als Zahlungsmittel von DDR Bürgern in den Intershop Läden zwangsweise verwendet werden.
    In meinem Aufsatz erlaubte ich mir den Verweis auf die Aktionen über die Datensammlung von Demonstranten in Dresden gegen die Nazis . Kann das nicht auch eine Art der Bespitzlung sein?

    Wissen wir überhaupt, wer auch auf dieser HP, in anderen Foren und dergleichen fleißig Daten sammelt?
    Darum habe ich auch im Schlußsatz meines Aufsatzes diese Sätze auf die Neuzeit so formuliert.
    Abschließend möchte ich sagen, dass mir persönlich der Beitrag von Walter Neumann(Dienstag, 11. September 2012 16:26) sehr gut gefallen hat.
    Ich verkneife mir allerdings irgendeinen Vergleich zur Vergangenheit zu ziehen, denn noch können wir ja schreiben wie wir wollen, wenn nicht gerade die Zensur des jeweiligen Forums anders entscheidet.
    Freundliche Grüße
    Ralf Nietzschmann der Erste Karl

  • Walter Neumann(Sonntag, 16. September 2012 22:44)

    Sehr geehrter Heiner Klein alias Löwenmaul.

    Nun hat sich die Günther Jauch Redaktion dazu entschlossen, nur Beiträge zuzulassen, welche zum Thema gehören. Sie schrieben eine Replik auf @ Bart. Seine vielfach mit Fremdwörtern aller "Schattierungen" durchsetzten Beiträge haben ja schon mehrere Kritiker angesprochen. Diese wurden freigeschaltet, Ihre aber nicht. So ist dass dann Willkür. @ BrigitteMonika bekam auch einen Beitrag nicht freigeschaltet und beschwerte sich dann, dass @ Bart sich bei den Nr. 41 + 42 auch nicht an das Thema hält. Ja so ist es mit der Zensur. Diese weitet sich unweigerlich in Willkür aus, das ist nie und nirgendwo gerecht einzuhalten. Daher wehret den Anfängen!

    Freundliche Grüße

    Walter Neumann

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Sonntag, 16. September 2012 21:58)

    Geschätzte Christa,

    auf Ihren Beitrag an Robert Kroiß möchte ich mich zwar nicht einmischen, doch hinsichtlich des Beamtentums und seiner Pensionen etwas klarer formulieren:
    Grundsätzlich is es so, dass Beamte k e i n e Beiträge zur Sozialversicherung, also zuur Renten-, Kraken- und Arbeitslosenversicherung bezahlen.
    Wird der Beamte "krank", bekommt er vom Staat 50 -. 80% der Krankheitskosten als die allgem. bekannte
    "Beihilfe" gewährt. Die restlichen Kosten kann/muss
    er durch eine private KV absichern.
    Bei Krankheit besteht ein Anspruch auf Fortzahlung der Bezüge bis zu dem Zeitpunkt in dem er in den vorzeitigen Ruhestand versetzt wird.
    Was die Pensionen anbelangt
    ist es so inzwischen geregelt, dass zwar der Dienstherr etwa 15% der Bezüge einbehält und diese
    als " Pensionsrücklage "
    verwenden sollte, was jedoch nicht geschieht, weil sie "anderweitig " ausgegeben werden und somit später von den Steuerzahlern wieder "bezahlt" werden müssen. Faktisch ja, praktisch aber nein!
    Da der Beamte unkündbar ist, zahlt er auch keine
    AV-Beiträge, denn er hätte keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Rentenversicherungswbeiträge zahlt er deswegen nicht, weil er keine Rente bekommt ( einzahlungspflichtig ) sondern eine Pension, die staatlich aus Steuermitteln ) gewährt wird. Erst seit einigen Jahren gibt es die 15% Regelung ( Einbehalt ), was jedoch irrelevant und daher zu vernachlässigen ist!

    Bitte nicht als "Belehrung" sehen, sondern eher als "Erhellung" des Problems.
    Liebe Grüße Heiner Klein, alias Löwenmaul!!

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Sonntag, 16. September 2012 21:21)

    Werter Walter Neumann,

    zur Zensur im GJ-Blog von heute nachstehend den Originalbeitrag, den ich bezügl. des Foristen "Bart" eingestellt hatte:

    " warum immer so hochgestochen....
    werter Forist Bart?Sind Sie vielleicht ein "Über -intellektualisierer"?

    Oder gar ein " Expat"?das wäre möglich, dass dieses bei Ihnen etwas damit zu tun hat.

    Sie könnten so " einer " sein, denn Sie sprechen sehr " gestelzt", so dass man manchmal nur den Kopf schütteln kann, weil sie immer eine Möglichkeit finden(suchen), um einen an und für sich ganz gut begreiflichen Sachverhalt in einem einzigen Wort zusammen zu fassen, das dann aber so hochgestochen ist, dass niemand weiß, was Sie eigentlich meinen oder ausdrücken wollen.
    Sind Sie doch zukünftig gnädig mit uns, oder sind Sie wirklich so einer, der nicht anders kann?

    Oder sind Sie gar ein Xenologiker (xenos-fremd logos = wort )?
    Die Mitforisten wären Ihnen dankbar und würden Sie sicherlich viel besser verstehen, was Sie uns sagen bzw. mitteilen wollen! Mich können Sie damit jedenfalls nicht "kuranzen"!<

    Das war der Beitrag und der wurde zensiert, weil
    er "unzumutbar" sei!

    Das war's dann für mich bei GJ!! Und, war das o.k.
    oder gehörte dieser Beitrag zensiert? frage ich.

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Sonntag, 16. September 2012 21:03)

    Lieber Fritz,

    habe Deine letzten Einträge hier gelesen und komme für mich zu dem Ergebnis, dass es sich
    vielfach bei Deinen Formulierungen um " missverständliche Äuerßeungen " handelt, wie auch jetzt mal wieder mit dem Hinweis " für die Nutzung deiner HP über die Urlaubszeit-Entzugserscheinungen" bei Wanda.
    Hast Du Dir dabei auch schon mal überlegt, dass Du damit evtl. auch " verletzend " bzw. "herablassend" wirken könntest?!
    Die Relativierung folgte ja - wie fast immer - auf dem " Fuße"!

    Nichts für ungut, aber das ist bestimmt nicht nur meine Wahrnehmung, so dass ich meine, dankbar sein zu können, dass man ( wir ) uns hier mit den unterschiedlichsten Themen "sachlich" auseinandersetzen können dürfen.

    Trotzdem nichts für ungut, nehme Dich aber so häufiger wahr!
    Grüße Heiner, alias Löwenmaul!

  • Walter Neumann(Sonntag, 16. September 2012 18:48)

    Sehr geehrte Wanda Müller.

    Ihren Blog empfinde ich im Gegensatz zu Fritz Wagner nicht als "Notnagel, auf den ich mich nur während der Sendepausen anderer Blogs, aufhalten möchte. Hier kann ich frei und ungezwungen über das schreiben und lesen, was und wie ich möchte, ohne – wie es @ Löwenmaul bei Günther Jauch jetzt wieder passiert ist – eine Art Rote Karte gezeigt bekomme, wo alle meine "Schande" mitbekommen, aber nicht wissen, welche Schande ich begangen habe!

    Außerdem finde ich hier andere Schreiber, welche bereit sind, sich in angemessener Art und Ton gedanklich auszutauschen.

    Nur eines finde ich schade, dass z. B. Gerd 49 auf seinen Seiten soviel Interessantes einbringt und kaum jemand mal ihm eine Antwort darauf zukommen lässt. Genau so empfinde ich dies mit dem Blog von Robert Kroiß alias Till Eulenspiegel. Also, ran an die Tastaturen! Und von Fritz 30 hoffe ich, dass er uns hier doch treu bleibt und weiter beehrt, sonst würde doch einfach etwas fehlen!

    Schöne Grüße an Alle, an diesem schönen sonnigen Sonntag.

    Walter Neumann

  • Ralf Nietzschmann der Erste Karl(Sonntag, 16. September 2012 18:33)

    Werter Heiner Klein,
    da ich erst heute am 16. 9. 2012 wieder im Netz sein kann , weder die Anne Will Sendung und auch nicht das Forum verfolgen konnte und auch das Forum Günther Jauch noch nicht gelesen habe, bearbeite ich nun erst mal vorrangig die Antworten auf meinen von Ihnen erwähnten Aufsatz zu den bisher eingegangenen 335 E- Mails aus dem verschiedenen Arbeitskreisen aus Deutschland in Anlehnung an die Nachdenkseiten , von Freunden der Bürgerinitiative Campact und des Vereins Mehr Demokratie e.V..
    Meine Aufsätze sind vorrangig als Diskussionsgrundlage für diese genannten Gruppen bestimmt.
    Da ich diese HP auch als eine Möglichkeit der Diskussionen betrachte, habe ich mir erlaubt einige wenige Aufsätze von mir hier einzustellen, die letztendlich durch die Betreiberin der HP auch freigeschaltet wurden.
    Da sie mir persönlich noch keine Fragen zu meinen und auch zu diesem Aufsatz gestellt haben, kann ich nicht verstehen, dass sie sich angesprochen fühlen.
    Ich zitiere aus diesem Aufsatz:
    .Für Neulinge, die sich erstmalig mit unseren (meinen) Aufsätzen
    auseinandersetzen, habe ich noch Verständnis, wenn sie mehr über die DDR erfahren möchten.
    Es darf aber nicht zum „Verhör“ausarten. Auch wir DDR Bürger haben eine Privatsphäre und sind
    niemanden über diese rechenschaftspflichtig.und weiter:
    Ich habe es schlicht und einfach satt, mich als DDR Bürger ständig gegenüber Altbundesbürgern zu
    rechtfertigen.Zitat Ende
    Nun komme ich auf die o.g. E- Mails zurück.
    Nach ersten Überblick sind 28 E- Mails genau wieder mit diesen von mir geschilderten Merkmalen behaftet.
    Schon alleine die Sätze: Zitat :Darum sage ich auch bewusst, mir ging es nach meinem Verständnis in der DDR gut. Das gleiche kann ich von mir persönlich auch nach dem Beitritt sagen und weiter:
    Natürlich für Westmark, denn Ostmark hatte ich genug. Zitat Ende, unterstellen mir diese E- Mail Verfasser sofort den Verdacht zur Systemnähe.
    Muss ich mich rechtfertigen, dass ich mich ohne Parteizugehörigkeit, in meinem Beruf auf ein gewisses Level qualifiziert und zweifelsfrei zu den Spitzenverdienern gehört habe?
    Besagte Verfasser solcher E- Mails würden sich nicht mal auf Nachfrage diesbezüglich zu ihrer Biographie, was ich zum Beispiel gemacht habe, äußern. Wenn ich solche E- Mails lese, denke ich unwillkürlich an die Praktiken einiger ( vieler) Treuhandexperten zurück.
    Wir sind die Sieger und ihr habt das zu machen, was wir wollen.
    Ich verweise in diesem Zusammenhang auch auf die Feststellungen von Klaus Förster und Fritz Wagner hier auf der HP und natürlich hat Wanda mit ihren Schilderungen ( blaue Fliesen)auch Recht. So war es eben. Und ich schäme mich keinesfalls, dass für mich Trabant oder Wartburgersatzteile, Farbfernseher u.a. auf Grund meiner beruflichen Stellung( Beziehung) kein Thema waren.
    Und darum habe ich auch in meinem Aufsatz geschrieben Zitat:Idealisten bewundere ich , Materialisten sind in der Überzahl und dazu gehörten auch die DDR Bürger und haben sich dem System angepasst. Auch dass ist grundsätzlich nicht zu verurteilen,sondern gängige Praxis und ist im Westen nicht anders gewesen. Zitat Ende.
    Und darum werter Herr Klein überlese ich mal ganz einfach ihre Frage:
    Dürfte das evtl. Rückschlüsse zulassen?
    Ich werde auf Grund der Reaktionen, also diese 28 E- Mails, nun doch mal einen Aufsatz zur Problematik schreiben.
    Ihre Beiträge in den Foren (z. Beispiel Gauck), auch dort wo sie sich direkt auf meine Beiträge beziehen ,führen doch tatsächlich zu den Austausch von Meinungen, solche Beiträge würde ich niemals angreifen, da sie die notwendige Sachlichkeit beinhalten.
    Was das Bild Niveau betrifft:
    Diesen Schuh ziehe ich mir keinesfalls an, akzeptiere das als ihre subjektive Meinung.
    Allen Foristen noch eine schönen Sonntag und gegebenfalls, je nach Betrachtungsweise, eine gute Diskussion im Jauch Forum.
    Ich werde mich mit Sicherheit an dieser Diskussion nicht beteiligen und auch die Sendung werde ich auslassen.
    Ralf Nietzschmann der Erste Karl

  • Fritz Wagner (fritz 30)(Sonntag, 16. September 2012 17:52)

    Lieber Heiner, (löwenmaul)

    (Anlässlich der Verschmutzung unserer sauerländischen Berge, eine Vernüllung ohnegleichen, ließ mich zu diesen Versen kommen! Vielleicht hilft's ein wenig, die Natur zu schützen).
    Nicht nur im Bergland, auch in der Ebene und den Städten und Gemeinden hier in Sachsen.
    (Z.B. Renner; Coffee to go, Werbematerial,Grafitti, illegale Müllablagerungen, Zuparken von Straßen und Gehwegen).
    Ist das nicht der Beweis dafür, dass die Menschen sich unter dem Begriff "Freiheit" in Freiheit immer mehr zu dieser von Dir benannten Spezies entwickeln. Was gehts mich´, was andere an?
    Polizei verweist auf Ordnungsamt, wenn im Dienst und personell ausgestattet.
    Wie immer mit freundlichen Grüßen
    fritz

  • Fritz Wagner(Sonntag, 16. September 2012 17:15)

    Fritz Wagner (fritz 30)
    (Samstag, 15. September 2012 17:27)
    Liebe Wanda Müller,
    kleine Korrektur,um Missverständen zu begegnen. Es ist nicht so gemeint, dass ich Ihrer HP überdrüssig bin oder untreu werden will. Ich gaubte, allein aus der nachlassenden Frequentierung eine allgemeine Verlagerung in die von A. Will und G. Jauch zu erkennen.
    Mit freundlichen Grüßen
    fritz

  • Christa(Sonntag, 16. September 2012 13:45)

    Lieber Robert Kroiß, (9.09.2012)

    natürlich erlaube ich es, dass Sie sich mal zu meinen Kommentaren äußern.

    Und ich werde jetzt einfach mal so tun, als hätte ich nicht bemerkt, dass Sie mich (wenigstens ein bisschen) veräppeln oder sogar provozieren(?) wollten.

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, welches Problem Sie haben.
    Für mich ist ganz klar, dass zum Regieren auch Re(A)gieren gehört, nämlich auf die Umstände und die (Fehl-) Entwicklungen im In- und Ausland.
    Und ich bin mir, im Gegensatz zu Ihnen ganz sicher, dass jemand, der Bundeskanzler werden will weiß, dass er als solcher auch Krisen managen muss. Es steht zwar vielleicht nicht ganz oben auf seiner Wunschliste, aber es gehört wohl dazu. Nur die Maßnahmen zur Krisenbewältigung sind je nach den handelnden Personen unterschiedlich, manchmal ist auch der Handlungsspielraum stark begrenzt. Und bei der Bewältigung einer Krise müssen sie zum Wohle des gesamten Volkes handeln. Wenn die Wirtschaft zusammenbricht, ist das ganze Volk betroffen, nicht nur die Reichen und Schönen.
    Wenn die Anhänger der Linken die anderen Parteien als „Einheitsparteien“ bezeichnen, ist das doch ganz klar ein Zeichen für ihren Frust, weil sie als „Schmuddelkinder“ nicht „mitspielen“ dürfen.
    Alle, die es lieber sehen, wenn diese „Einheitsparteien“ sich gegenseitig bekämpfen, werden sicher bald wieder voll auf ihre Kosten kommen.

    Wenn Sie das mit dem Rentensystem nicht verstehen, rate ich Ihnen mal zu einem Praxistest. Backen Sie doch einen Kuchen und teilen ihn in 20 Stücke. Danach backen Sie noch einen Kuchen und nehmen nur die Hälfte von jeder Zutat. Ob dann die 20 Stücke genauso groß sind wie beim ersten Kuchen?
    Dass seit Jahren viel weniger Kinder geboren werden als früher und die Menschen immer älter werden, ist Ihnen wohl nicht bekannt? Oder glauben Sie es nur nicht, weil es Ihnen nicht gefällt? Man sollte eben auch mal im realen Leben „recherchieren“.

    Und dass die Beamten keinen Cent für ihre Pensionen selbst bezahlen müssen, ist ein weit verbreiteter Irrtum!
    Eine mir sehr gut bekannte junge Frau hat vor einiger Zeit eine Ausbildung im gehobenen Dienst beendet und sie erzählte mir, dass die Bezüge nur zu ca. 85% ausgezahlt werden, der Rest ist für die Altersvorsorge. Es wird nur auf dem Gehaltszettel nicht extra ausgewiesen. Ich war darüber auch erstaunt, weil ich genau so falsch informiert war wie die Allgemeinheit. Wenn Sie das nicht glauben, googeln Sie doch einfach mal: Suchbegriff: zahlen beamte für ihre pensionen, und dann Beamte, ihre Pension und ständige Einsparungen an ihnen.

    Übrigens, diese Ausbildung ist ein anspruchsvolles Studium, für das man viel Durchhaltevermögen und auch Intelligenz benötigt, aber um auf den Beamtenstatus neidisch zu sein, braucht man nichts davon. Außerdem sind die Bezüge nicht gerade üppig im Vergleich zu Berufen in der freien Wirtschaft, für die man ein vergleichbares Studium benötigt.

    Ich bin auch sehr für Gerechtigkeit, aber das ist eine sehr subjektive Einschätzung. Gleichmacherei ist z.B. auch nur in den Augen der Schwachen gerecht.
    In unserer hoch entwickelten Jammer- und Neidkultur wird es sowieso nicht mehr möglich sein, eine Gesellschaft zu gestalten, in der alle zufrieden sind und sich gerecht behandelt fühlen. Man kann nur daran arbeiten, zu große Ungerechtigkeiten zu beseitigen.

    Sozialromantiker sind für mich Menschen, die glauben, man könne Armut mit Geld beseitigen und die die Forderung nach Eigenverantwortung als Zumutung, unsozial und menschenverachtend bezeichnen. Zu einem menschenwürdigen Leben gehören nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Sozialromantiker verteidigen nur die Rechte und merken gar nicht, welchen Schaden sie damit anrichten.

    Viele Grüße und einen schönen Sonntag für alle, Christa

  • Gertrud(Sonntag, 16. September 2012 12:01)

    Guten Morgen,

    auch wenn die öffentl. Blogs nun wieder da sind, hin und wieder freue ich mich auch hier zu lesen, und werde weiter hier schreiben.
    Mich hat gestern geärgert,
    daß der Beitrag von Löwenmaul bei GJ wieder einmal nicht freigegeben wurde. Schade.
    Was das Thema Bio betrifft,
    für mich ist Bio was nicht oder wenig behandelt wurde.
    Der frühere Chef einer Wurstfirma, H, Schweissfuhrt, ist heute bei Demeter und wieder zu den Ursprüngen seines Handwerks zurückgekehrt. Bzw. ist er vor vielen Jahren.
    Sein Sohn betreibt die Biomärkte basic. Es ist teuer, aber man ist länger satt z.B.
    Alles andere ist teils übertüncht und herbeigezogen. Die Allergien auf vieles sprechen für sich. Das Handeln aus Gier ebenso. Leider. Vielleicht später noch etwas mehr dazu.
    Unbehandeltes bekommt uns allen besser. Treibende Kraft vermeintlich scheint die Welternährungsfrage.
    Aber ich las in einem Buch, ihr könntet wenn ihr wolltet den Hunger in der Welt in zwei Tagen beseitigen. Ich glaube das,
    den Stratgen allein jedoch fehlt schon dieser Glaube.

    Lieber Fritz,
    Danke für Deine Beiträge hier. Den Wünschen von Wanda schließe ich mich an,
    auch wenn ich Deinen Entschluß bedaure.
    LG.

    Werter Heiner Kleiner,
    Ihre Beiträge die letzten auf ihrer Seite hier haben mich verblüfft.
    Als ich die Widmung las,
    kam ich mir ein bisschen vor wie Don Quichotte.
    Aber dennoch danke. Ich fand sie und es nett.
    Die Liebe, ja sie ist neben dem Atmen das wichtigste für mich, weil aus ihr vieles wunderbare resuliert und resultieren sich ergeben kann, wenn man sie noch hat, nicht mit ihr spielt und sie nicht einseitig verteilt.
    Im Namen dieser kein Unrecht begeht.

    Ich wünsche allen einen schönen Tag. Heute ist herrlichster Sonnenschein,
    den man geniessen sollte.

    Liebe Grüße

  • Wanda Müller(Sonntag, 16. September 2012 10:11)

    Lieber Fritz,

    ich danke Ihnen sehr für Ihr Verweilen auf meiner HP und wünsche Ihnen bei der Weiterreise zu anderen Orten viel Erfolg.

    LG

  • Fritz Wagner (fritz 30)(Samstag, 15. September 2012 17:27)

    Liebe Wanda, Marie -Luise Müller,
    nach der nunmehr offenbar Verlagerung der Kommentar- und Diskussionsschwerpunkte in die offziellen Blogs bedanke ich mich hiermit herzlichst für die Nutzung deiner HP über die Zeit der Urlaubszeit-Entzugserscheinungen.
    Bis bei Gelegenheit
    mit den besten Grüßen
    fritz

  • Fritz Wagner(Donnerstag, 13. September 2012 22:04)

    K.Förster
    (Donnerstag, 13. September 2012 19:49)
    Nachtrag zu Fritz,

    Lieber Klaus,
    vielen Dank für deine Korrektur. Ich hatte da wohl eben der öffentliche Version vertraut.
    Ja, wenn es um´s Geschäft geht!
    Beste Grüße
    fritz

  • K.Förster(Donnerstag, 13. September 2012 19:49)

    Nachtrag zu Fritz,

    da habe ich doch die Sprossen mit den Holmen verwechselt.

    Eine Bemerkung zu der "Gestattungsproduktion"

    Das Rohrwerk III hatte wenig mit der Drushba-trasse zutun.Das war die Ausrede für die Umgehung des Embargos.
    Als Metallfachmann dürften dir die Abmessungen von kaltgezogenen Röhren bekannt sein, auch der Anwendungsbereich dieser Präzensionsrohre.

    Der Begriff "Gestattungsproduktion" entstand auch erst in den Honni-Ära und war eine weitere Ausrede für die Massenproduktion von Kosumgütern im Billiglohnland DDR.
    (Vergleiche ich persönliche mit dem heutigen Zustand durch Agenda 2010 und den dadurch entstandenen Leistungsbilanzüberschuß.Daraus resultiert ja auch der Wettbewerbsnachteil der anderen EURO-Länder).Schlitzohrig waren sie schon immer.

    Beste Grüße

  • K.Förster(Donnerstag, 13. September 2012 16:58)

    Lieber Fritz,
    danke für diese Beurteilung, der ich vollkommen zustimme.
    Man sollte sich ein Gesamtbild machen und danach versuchen, objektiv zu urteilen.Es war nicht alles Gold was glänzte, weder hier noch da.

    Zum Ausverkauf nur mal bei YouTube "Treuhand" eingeben,da kann`s einen schlecht werden !

    Negative Erfahrungen und Erlebnisse gab es ebendfall, hier wie da und ist immer für den Betroffenen schmerzlich.

    Meine persönliche "Leiter" hatte einige morsche Holme, das ist Geschichte.

    Schreiben könnte ich jedenfalls jede Menge über das Alltagsleben hier.
    Heute dichtet man, einige Dinge dazu.(Das ist ausdrücklich keine Verharmlosung der tatsächlich politisch Verfolgten in Ost und West)
    Verfolgt man den Mainstream der letzten Jahre zu diesen Thema und so hört so manchen Ossi,kann man lachen und weinen.Die tatsächlich Privilegierten (darunter auch richtige Geldsäcke - Handwerker,Kneiper,Künstler,Kleinhändler)jammern am lautesten. Gerade Die durften nach Jugoslawien und hatten hier ihre Villen und Wochendhäuschen, nicht die "Genossen" (das wurde nicht so gern gesehen, so wohnte der Oberst,Lehrer,Dipl.Ing,usw.überwiegend normal in der Platte oder Altbau).

    Einer faire Aufarbeitung gegenüber bin ich aufgeschlossen.

    Auch die Geschichte von Wanda ist gut.
    Hier mußte ich allerdings über die "blauen Fliesen" schmutzeln. Diese Annocen kenne ich, kam aber einer Selbstanzeige gleich !

    Fritz und all die anderen, bleibt so wie ihr seid.

    Beste Grüße

  • Gertrud(Donnerstag, 13. September 2012 10:15)

    Übrigens sah ich Jens Spahn
    vorgestern bei ntv mit Ottmar Schreiner im Gespräch mit Heiner Bremer.
    Die gleiche Platte, wie abgespult. Ich frage mich wo der junge Mann es hernimmt, ehrlich gestanden.
    Heiner Bremer war in Bonn mal einer der besten und bekanntesten Journalisten.
    Ottmar Schreiner ist nach wie vor der der er ist.
    Was ich empfunden habe,
    kann ich nicht beschreiben.
    Diese Diskussion sind aus meiner Sicht nur bedingt fruchtbar, weil sie kein Verständnis mehr fördern,
    sondern anderes was nicht so liebsam ist, aus meiner Sicht. Wut kann zwar viel bewegen, aber die Frage ist was!

  • Gertrud(Donnerstag, 13. September 2012 09:43)

    Guten Morgen,

    Lieber Fritz,
    Danke für Deine Worte.
    Ich werde Sie beherzigen.
    Wie ich es gelesen habe,
    ging es ja bei AW weiter. Es gibt Menschen da steckt das Sticheln so drin sie können es nicht lassen. Ich bin so, daß sie sich ändern können, keine Spur,
    Wenn die wüßten!
    Ich muß mich dem nicht aussetzen.
    Lieben Gruß


    Danke auch für die Zuschriften hier, die ich alle für sich sehr interessant finde.

    Ich kann nur sagen, daß beide Länder ihre Vorteile und ihre Nachteile hatten,
    daß es gewiß alles weder einfach war noch ist,
    vieles zu verarbeiten
    und neues zu erfahren.
    Was ich bedaure ist,
    daß beide, Menschen aus Ost wie West, wie viele andere heute das erfahren was ist. Schlimm dabei,
    daß sie dem noch das Wort reden. Finde ich.

    Mich erinnert vieles was Du Fritz schriebst und auch was Erster Karl schrieb an meine Kindheit und die darauffolgenden Jahre. Die größte Freiheit empfand ich in den 70ern hier. Ihr habt beide Recht, doch aufrechnen hilft nichts, das Wissen aus dieser Erfahrung kann dennoch wie ich es sehe lehrreich sein.

    Leider haben hier bestimmte Menschen mit Sicherheit nicht vieles mehr zum Vorteil geschaffen wie es wünschenswert wäre. Man könnte so vieles tun.
    Ich mag gar nicht drüber nachdenken. Jeder für sich im kleinen und dann auch im weiteren.

    Aufrechnen hilft nicht, aber das Beste daraus zu machen was wir können, denke ich schon.

    Lieber Heiner Klein,
    ich habe nun mir die Zeit genommen ihre Geschichten in Ruhe zu lesen, sie gefallen mir sehr und haben mich berührt,
    womit ich die anderen keineswegs mindern möchte.
    Besonders die mit dem jungen Mann und den CDs, ich schreibe es mal so.

    Robert,
    wie immer treffend.

    Ich bin froh, daß das Urteil gestern halbwegs so ausgefallen ist, wie es ist, ich hatte ehrlich gestanden schlimmeres erwartet, dennoch ist vieles was bei AW zu lesen
    ist, nicht ermutigend. Das ganze in sich leider nicht,
    weil die Vernunft in allem fehlt, wahrscheinlich jeder nur seines wieder durchsetzen möchte.
    Und all das hilft auch nicht weiter.

    Liebe Grüße an Alle
    und einen schönen Tag.

  • Fritz Wagner(Mittwoch, 12. September 2012 23:06)

    K.Förster (Dienstag, 11. September 2012 16:53)

    Lieber Klaus,
    vielen Dank für deine Einschätzung und Hinweise auf links zum Thema DDR-Pleite und Gestattungsproduktion.
    Lohnt schon einmal, sich damit zu befassen, zur Kenntnis zu nehmen ,zu bewerten und vergleichen.
    Schon damals war doch die BRD wesentlich höher verschuldet als die DDR, wenn man den Ausführungen dazu Substanz unterstellt.
    Wie ist zu verstehen, dass ein System DDR zum Wendepunkt 1989 mit einer Prokopfverschuldung von geschätzt oder ermittelt 3 625 DM als Pleite, über die Verhältnisse gelebt und heruntergekommen gilt, die BRD jedoch mit 14 900 DM als so erfolgreich gepriesen wird?
    Gibt es Kriterien in der Höhe der Verschuldungen oder hatten diese keinerlei Relevanz zum landesüblichen Begriff der Pleite. Der größere Schuldner urteilt und befindet über den Kleineren.
    Auch, wenn alles kaum noch etwas wert war, weshalb fielen Treuhand, BVVG, Privatiers, Alteigentümer, der Bund über diesen Schrott zur Privatisierung von Volkseigentum her?
    U:a z.B..Zeiß, Sket, Kirow, NARVA, Werften, Berliner Heiz- und Kraftwerksbau, Leuna, Buna, Waggonbau Ammendorf, Minol, Scharfenstein, Schwarzenberg, Malimo, Synthesewerk Schwarza, Kasernen und Schießplätze, Bank der DDR, Wohnungsbaugesellschaften, HO und Konsum, FDGB-Schulungs-und Erholungsheime, Studentenwohnheime, Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften, DEFA, Rundfunk und Fernsehen u.v.m.
    War wohl doch noch was an Immobilien und Werten zu holen und Konkurrenten vom Markt zu verdrängen?
    Bis dahin fanden doch zum Nachteil der Produzenten schon jahrelang über die Gestattungsproduktion und trotz“ marode“ empfundener Industriestruktur beachtlich hochwertige Industriegüter unter Decknamen“ Forum“ bei Neckermann, OTTO und Quelle akzeptabel und kostengünstig für Händler und Konsumenten der BRD gebührende Ab- und Umsatz.
    Zu deinem Beispiel Gestattungsproduktion Röhren werk Riesa. Meines Wissens wurden diese Röhren benötigt und hergestellt für die Erdgastrasse von Sibirien, über die Ukraine, Polen, DDR bis in die BRD. Ein Jugendprojekt der FDJ unter Mitwirkung mehrere Tausend Arbeiter und Ingenieure, die bezahlt werden mussten und für die Produktion zu Hause nicht mehr zur Verfügung standen.
    Ein konkretes Beispiel meines ehem. Betriebes des Bereiches Fahrzeugkolbenherstellung aller gängigen Motoren. 1987 gegen Devisen von MAHLE, BRD, 3 teils automatische Bearbeitungsstraßen, ungef. Je 12 Maschinen und Automaten gekauft, in Betrieb genommen,
    1990 Übernahme durch einen Investor, Drosselung und Einstellung der Produktion, Entlassung der Beschäftigten, danach verscherbelt nach China.
    Soviel zur Ergänzung.
    Mit besten Grüßen
    fritz

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Mittwoch, 12. September 2012 19:05)

    Werter Erster Karl,

    bezüglich Ihres Beitrags " Nach der Sommerpause oder 23 Jahre danach " habe ich lediglich noch diese Fragen:

    Durften die Fragen so nicht gestellt werden?

    Und warum heben Sie mahnend den Finger( ich nehme an in meine Richtung ) " .. es darf nicht zum " Verhör " ausarten?

    Wie kann man nur darauf kommen, wenn man, jedenfalls in guter Absicht
    " Fragen, sicherlich auch unbequeme, stellt " um das System DDR als Wessi besser verstehen zu wollen(können!)?

    Dürfte das evtl. Rückschlüsse zulassen?

    Alles weitere hierzu können Sie meinen diesbezüglichen Beiträgen
    in den "Foren " entnehmen
    (z.B. zu "Gauck" etc. )

    Niemand, vor allem ich nicht, wollten auch nur annähernd in "irgendwelche
    Privatsphären " eindringen
    noch jemanden dazu "überreden", sich rechtfertigen zu müssen.

    So, wie Sie das alles in Ihrem Beitrag dargestellt haben, hatte ich mir eine
    sachliche Diskussion vorgestellt, ohne auch nur
    irgendwie auf BILD - Niveau
    "heruntergebrochen" zu werden.

    Soviel nur noch zu diesem Thema, denn unter diesen "Voraussetzungen" will ich nicht diskutieren!

    Herzlichen Gruß und noch einen schönen Abend, besonders beim A.W. Talk!

  • Fritz Wagner(Mittwoch, 12. September 2012 17:27)

    Gertrud
    (Dienstag, 11. September 2012 17:57)
    Liebe Gertrud, als ich etwas las von Schuh, der nicht passen will und den sich daraus entwickelnte Disput, kam mir mein Gleichnis vom besonderen Verhältnis der Frauen zu Schuhen in den Sinn.
    Deutlicher, wenn diese einmal auf dieser Welle reiten, hören die auch nicht wieder auf.
    Soweit meine Lebenserfahrung mit diesen, zumal, wenn einmal
    Liebe, Freundschaft,Verbundenheit, Gewogenheit bestand.
    Man muss halt mal Manches stehen und gehen lassen können, ohne daran zu verzweifeln.
    Ich wünsche Dir dazu gutes Gelingen.
    Mit freundlichen Grüßen
    fritz

  • Wanda Müller(Mittwoch, 12. September 2012 16:28)

    Lieber Erster Karl,

    ja, es sind nun bereits 23 Jahre „danach“ und ich stelle auch bei Dir fest, die Jahre haben einiges für Dich relativiert. Da Du aber Erzählungen aus der „Damals-Zeit“ als Verhör betrachtest, möchte ich, als Ossi, jetzt im Wessiland lebend, doch einiges von Dir Erzählte nicht unkommentiert lassen.

    Zu Deiner Geschichte über die „Berichterstattung“ an die Stasi. Man bekommt glatt den Eindruck, die Stasi war ein Mädchenballett im rosa und hellblauen Tutu. Süß und allerliebst aber auch, nicht wahr?

    Nicht nur, dass Du es nicht befremdlich empfindest, wenn Freunde/Kumpel über gemeinsame Feiern einen Bericht dorthin abgeben, sondern auch nicht einmal in Andeutungen darauf hinweist, dass derartige Berichte ein Einstieg für massive Restriktionen war. Nach dem Prinzip, einhundert „harmlose“ Berichte, einer hat auf jedem Fall einen Erfolgsbonus, für wen auch immer.

    In vorherigen Berichten und Aufsätzen hast Du Dich als einer beschrieben, der auch dem DDR-Regime politisch kritisch gegenüber stand, wie so viele DDR-Bürger. Die Gründe sind vielfältig. Die Gründe, warum nur ein Bruchteil dieser „Kritiker“ es bis auf die Straße zum offenen Protest geschafft haben, sind da schon überschaubarer. Es war vorrangig die Angst vor der Stasi. Denn jeder in der DDR wusste, was ihm blüht, wenn er sich offen gegen das DDR-Regime stellt. Arbeitsplatzverlust, Kinderentzug bis hin zur Adoption durch Linientreue, Verfolgung der Eltern und Geschwister, und dann das Finale: Knast. Auch ich hatte diese Angst.

    Ja, so war es, wenn man zum „Zuschauer“ bei einer Vorstellung des Mädchenballetts wurde.

    Auch sind mir die Inserate in unseren Zeitungen noch gut in Erinnerung, wenn jemand blaue Fliesen anbot und dafür im „Tausch“ andere Kuriositäten ergattern wollte. Wie zum Beispiel eine Auspuffanlage für den Trabi. Für Wessis: die gab es für die blauen Fliesen nämlich nicht im Intershop. Erinnerst Du Dich noch, auch nach 23 Jahren, wie der Verkehrswert der blauen Fliesen zur DDR-Mark war? Wieder für Wessis: für 1 blaue Fliese (100 West-Mark) gab es mindestens 700 DDR-Mark, in besonders „guten“ Zeiten 1.200 DDR-Mark. Und wenn ich mir dann ausrechne, bei zweimal Messe im Jahr (und das jahrelang) seine Wohnung für blaue Fliesen zur Verfügung zu stellen, komme ich summasumarum auf einen Stapel blauer Fliesen, mit denen ich mein Bad hätte fliesen können.

    Ja ja, so war das damals vor 23 Jahren im „Kuschelsozialismus“.

    Ach Gott, die Nationale Front, dieses DDR-Kostüm für Demokratieanstrich. Das gerade aus diesen Reihen viele den geraden Weg in den knallharten Kapitalismus fanden, ist nun wirklich nicht verwunderlich.

    Da muss ich nicht bei Gauck, Merkel, Tillich und Konsorten anfangen, sondern gehe auf viel niedrigere Ebenen. Der FDJ-Kreissekretär, der zum aktiven Kämpfer für deutsch-nationales Gedankengut wurde, die LDPD-Kreisvorsitzende, die nach der deutschen Einigung in einem Kreisamt des öffentlichen Dienstes zur Personalchefin ernannt wurde. Na klar, jedem muss eine zweite Chance eingeräumt werden.

    Und das, lieber Erster Karl, dieses Wissen über die Zeit damals vor 23 Jahren, ist Grundlage MEINER Analyse der heutigen Zeit. Einer sehr kritischen Analyse.

    Auf meiner Plusseite habe ich die Meinungsfreiheit (sonst könnten wir uns wohl hier und anderswo nicht so äußern), die Reisefreiheit (Bonität ist natürlich Voraussetzung), die Gestaltung der Lebensplanung (besonders meiner Kinder) ohne politische Vorgaben (was natürlich bei kurz gehaltenem Haushaltsbudget nicht einfach ist, aber bei Hartnäckigkeit und natürlich entsprechendem Fleiß durchaus machbar).

    Auf meiner Minusseite stehen die Käuflichkeit des Parlamentarismus und allem voran die soziale Unsicherheit.

    Im Saldo und auch da spreche ich nur für mich, ergibt sich für mich immer noch ein Plus. Ich hatte die Möglichkeit, zwei Gesellschaftsformen kennen zu lernen und wurde somit in die Lage versetzt, selbst erlebte Vergleiche anzustellen. Nicht, wie manche Wessis, die wie ein Blinder über die Farbe Sozialismus meinen, mitreden oder (als Höhepunkt der Ignoranz und Arroganz) richten zu müssen. Und auch nicht wie manche Ossis, die auch heute, nach 23 Jahren, immer noch nicht im Hier und Heute angekommen sind, dem sich teilweise auch verweigern.

    Du weißt, ich bin einer der Ersten, Defizite in unserer Demokratie aufzuzeigen und mit den mir eigenen Mitteln zu benennen. Aber glaube mir bitte auch, ich vergesse nie die vor über 23 Jahren und wertschätze es auch aus diesem Grunde, dies hier so tun zu dürfen.

  • Walter Neumann(Mittwoch, 12. September 2012 11:01)

    Sehr geehrter Klaus Förster. Vielen Dank für Ihre Klarstellung.

    In meinen Augen ist ein Lob an eine Redaktion für solch eine Klarstellung nur dann gegeben, wenn dies am Anfang einer verbalen Auseinandersetzung steht und dann danach alle Schreiber gleichbehandelt werden. Die Gleichbehandlung fehlt aber, wenn die Redaktion zwei Anschreiben von @ Herbst an Gertrud zulässt, diese jedoch nicht darauf eingehen darf, sondern mit "bleiben Sie beim Thema", abgebügelt wird.

    Auch die unterschwelligen Anwürfe, welche Sie ja befürworten in Ihrem Beitrag 589 -Ironie, Satire, etc. wären angebracht, wenn sie zum Thema gehören – können aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass z. B. @ Paulinchen diese feine Ironie im Hinblick auf Gertrud ungerügt durchbringen kann. Dafür fehlt mir dann auch das Verständnis, diese Praxis ohne Hinweis darauf, zu loben.

    In Bezug auf Ihren Dank an die Redaktion hatte ich, gedanklich auch durch meinen Diskurs über Gott und die Welt mit Herrn Robert Kroiß auf dessen Homepage: http://robert-diegrossenreligionen.blogspot.de/ an das Gewissen im Allgemeinen und seine Veränderungen je nach den Lebensbedingungen gedacht und mir vorgestellt, wie ich heute reagieren würde, wäre ich in der DDR aufgewachsen. Als Säugling von 1 3/4 Jahren ist meine Mutter mit mir auf dem Rücken, aus dem Evakuierungsort Bülzig bei Wittenberge, 1945 bei Nacht und Nebel über die Elbe zurück in den Westen geschwommen.

    Was wäre, wenn Sie es nicht geschafft hätte, sondern aufgegriffen worden wäre und hätte drüben bleiben müssen? Wie hätte ich mich entwickelt? Hätte ich mich anpassen können oder könnte ich so geblieben sein, wie ich heute bin?

    Mir liegt Taktiererei nicht, ich bin immer für klare offene Worte, auch wenn sie mir schaden. Mit meiner Meinung halte ich nicht zurück. Zwang begegnete ich mit Auflehnung. Ironie mag ich nicht, versteckte Andeutungen eben so wenig. Weil man dann vieles, bis nichts damit ausdrücken kann, je nach Kenntnisstand, Wissen, Können, Wollen, des Empfängers. Feine Ironie kann oft mehr verletzen, wie offene Worte, auch weil sie oft nicht entsprechend beantwortet werden kann.

    Mit Ihren Worten, dass Ihr Verhalten auch ein Relikt aus zensurbedingten alten Zeiten ist, bestätigten sie meinen Verdacht und meine Überlegungen. Nochmals danke für Ihre jetzt offenen Klarstellungen dazu (nicht mehr auf die Zensur achtend). Ich kann Sie verstehen. Aus meiner Biografie aber selber nicht so Leben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • K.Förster(Dienstag, 11. September 2012 23:46)

    Herr Walter Neumann,

    Was soll an diesen Lob falsch sein, wenn die Blogredaktion schreibt:

    "Liebe Nutzerinnen und Nutzer,

    Kritik an uns, der Redaktion, stellen wir uns gerne. Senden Sie uns dazu eine Mail an mail@guenther-jauch.de.
    Es ist uns ein wichtiges Anliegen, das Forum so zu moderieren, dass eine sachliche Diskussion geführt wird, die weder in persönliche Anfeindungen ausartet noch zu stark vom Thema abweicht. Wie Sie sich sicherlich vorstellen können, ist dies oft kein einfaches Unterfangen.
    Bitte gehen Sie jedoch davon aus, dass wir intern sehr oft und ausführlich darüber diskutieren, wie man bei der Moderation des Forums allen gerecht werden kann. Wir hoffen auf Ihr Verständnis und würden uns sehr freuen, wenn Sie weiterhin fleißig mitdiskutieren würden.

    Wir danken Ihnen recht herzlich für Ihr konstruktives Feedback.

    Beste Grüße
    Ihr Redaktionsteam"(#571)

    Diese Meinung vertrete ich ebendfalls und im besagten Beitrag erwähnte ich auch, das alle Facetten eines Schreibstiles in ein Forum gehören, solange es das Thema betrifft.

    Sachliche Meinungungen von ihnen,Heiner Klein,etc. also konstruktive Gedanken von denen ich lernen kann, lese ich sehr gern.

    In der Regel danke ich fast immer dem Redaktionsteam für ihre Arbeit.(Auch wenn von mir Beiträge gekürzt oder weggelassen werden,da schreibe ich es themengerecht zweideutig.Auch ein Relikt aus "alten Zeiten" zensurgewöhnt.)

    Damit hoffe ich, bestehende Unklarheiten ausgeräumt zu haben.

    Beste Grüße, auch an all die anderen

    K.Förster

  • Walter Neumann(Dienstag, 11. September 2012 22:00)

    Sehr geehrter Forist Nichtbürger, Ihren Dank an die Günther Jauch Blog-Redaktion im Beitrag 589 kann ich nicht nachvollziehen. Nach diesem ganzen Hickhack, den diese Redaktion mit ihrem Zulassen und ihrem Nichtzulassen veranstaltet haben, fehlt mir dafür jedes Verständnis. Aber so ist das Leben und auch die Empfindungen, was ich als Willkür und Zensur empfinde, das Loben Sie. Man lernt nie aus, wer wo wann steht! Sei's drum.

    Walter Neumann

  • Gertrud(Dienstag, 11. September 2012 17:57)

    Lieber Walter Neumann,

    Danke Ihnen für Ihre Beiträge Ihre Anfrage.
    Erscheckend ist zu lesen, was an Absichten und Tendenzen herrscht und geschieht. Daß mit Chips, bzw. Ettiketten auf Lebensmitteln der Weg zurückverfolgt werden kann, las ich. Ich weiß noch nicht mal ob man das darf. Ich denke nicht. Bei Kleidung ist es noch eklatanter, vor allem wenn man nicht weiß bei wem es und von wem es so gehandhabt wird.
    Man fragt sich wie der einfache Mensch sagt, haben die sie eigentlich noch alle, offenbar nicht.

    Zu Ihrem an mich geschriebenen Beitrag.
    Ja ich las heute morgen die Beiträge von Herbst
    und die anderen und
    darauf hin, faßte ich den Gedanken noch einen weiteren zu schreiben, den ich teilen mußte. Es waren die ersten beiden Beiträge die nicht freigeschaltet wurden.

    Ich war eigentlich zuversichtlich, daß dieser freigeschaltet würde.
    Aber wie man sieht ist es nicht der Fall.

    Was das Vorgehen der ARD
    in Foren betrifft.
    Da schrieb ich heute mittag an Wanda, wie ich es sehe.

    Ich schreibe gelegentlich noch in der noch in einem Blog des WDR. Dort wurde letzter Tage massiv in den Beitrag einer Mitschreiberin eingegriffen, etwas das wir uns nicht zu träumen gewagt und gedacht hätten und dieser redigiert. Ohne Vorwarnung ohne Ankündigung, im Nachinein.
    Sie hat sich inzwischen dort ausgeklinkt und schreibt nicht mehr was verständlich ist. Dort
    werden aber inzwischen alle
    nicht bezogenen Themenbeiträge gelöscht.
    Und sei es nur die Anrede
    an einen Mitschreiber teils. Oder die Erwähnung von anderem am Rande, auch wenn der Beitrag themenbezogen war. Private persönliche Ansprache inzwischen auch dort unerwünscht wie es scheint. Es wird sehr rigide inzwischen gehandhabt.
    Alles Bemühen sich wieder um einen anständigen Ton,
    anständiges Schreiben, alles Bemühen um einen konstruktiven Blog ist derzeit vergebens.
    Anschreiben werden an die Redaktion gewünscht, Beiträge dergestallt im Blog nicht und nicht mehr zugelassen. Es wird gelöscht ohne Ende, was nicht zum Thema gehört, beleidigende Kommentare aber teils seltsamerweise drin gelassen.
    Der Blog ist inzwischen teils von Trollen gefüllt auf einem Niveau, daß man sich fragt, wie die Bildung in diesem Lande aussieht. Bis auf wenige Ausnahmen, die die letzten Monate das geschehen beeinträchtigen und vernünftige Beiträge zu schreiben schwer bis fast unmöglich machen,
    aus meiner Sicht, die ich nicht alleine teile.

    Statt diesen den Garaus zu machen, hat sich die Redaktion wohl zum Löschen der angeblich nicht themenbezogenen Beiträge entschieden. Und so haben sich die regelmässigen Schreiber dort entschieden sich zurückzuziehen, erstmal.

    Ich schrieb Wanda davon
    und mein Eindruck bzgl. des AW Blogs. Da ich dies nun in zwei Blogs beobachten konnte, was und wie sich zuträgt, gehe ich davon aus, daß die ARD eine Einigung oder Regelung bezügl. der Blogs getroffen hat, die sich aber nicht dahingehend richtet, Blogs und Foren vernünftig zu gestalten,
    sondern mehr auf facebook-Manier auszurichten.
    Es ist mein Eindruck.
    Es wird auch ständig darauf verwiesen. Das Niveau kann man sich vorstellen und ich kann mir vorstellen, wie sich künftig der Blog von AW gestalten könnte.
    Offenbar kann man die Kritik an bestimmten Personen einerseits nicht mehr rechtfertigen, andererseits wird ein Klima für mein Empfinden geschürt, welches aus meiner Sicht absolut nicht
    verantwortbar ist.

    Ich kann Ihren Ausführungen in einem Ihrer letzten Beiträge insoweit zustimmen.

    Was man da machen kann,
    ich habe im Augenblick keine lösung parat.
    Was ich nicht empfehlen würde, ist für diejenigen,
    derzeit die es noch nicht getan haben, sich mit den Redaktionen in Verbindung zu setzen, sondern erst mal überlegen.

    Die von mir vielgeliebte
    und oft angesprochene Presse- und Meinungsfreiheit wird wohl nicht gewahrt, sondern mißbraucht, nur diejenigen die bestimmtes Anstreben, wissen warum.
    Wie ich es sehe, wird es auf lange Sicht auch im AW sich ändern. Denn inwieweit sie Einfluß haben wird, ich schätze wenig, wissen wir nicht.
    Ich hätte jedoch
    nie gedacht, daß wir solches wie wir es derzeit erleben, erfahren, noch einmal haben würden.
    Es ist beschämend.

    LG Gruß Ihnen und allen hier. Ich hoffe dennoch das Beste.

  • K.Förster(Dienstag, 11. September 2012 16:53)

    Hallo Fritz, und all die anderen (G-Plag von Robert)

    Dein Geschichtswissen ist beeindruckend und nur darauf sollte man eine nach 23 Jahren eine Debatte führen.

    Ein Link habe ich schon geliefert und hier für Interessiert mehr:

    "http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?Gestattungsproduktion
    Gestattungsproduktion


    http://www.ddr-wissen.de/wiki/ddr.pl?DDR-Lexikon

    War die DDR pleite
    www.gbmev.de/dokmnte/War%20die%20DDR%​20pleite.pdf · PDF-Datei
    aller Guthaben wies die Deutsche Bundesbank in einem Abschlußbericht von 1999 dem-gegenüber »nur noch« eine DDR-Nettoverschuldung von 19,9 Milliarden ...

    http://ddr-kabinett-bochum.blogspot.de/2011/08/war-die-ddr-1989-pleite.html"

    Der normale Mensch läßt sich zusehr durch Politiker und Medien beeinflußen, ohne sich selbst die Mühe zu machen zu recherieren.

    Während in den "oberen Kreisen" der kalte Krieg tobte, arbeiteten die West-Konzerne schon längst mit der DDR zusammen.
    Selbst live erlebt, während des Röhren-Embargos in den 60`, baute Mannesmann das Rohrwerk III in Riesa/Zeithain.
    (kaltgezogene,nahtlose Rohre braucht die Waffenindustrie). Zu diesen Beispiel könnte ich noch zig anführen.
    Schon damals hatten wir/ich engen Kontakt zu westdeutschen Arbeitern, wo die Gespräche offener und ehrlicher sind, als auf der politischen Bühne.
    Als Wahl-Leipziger hatten wir zudem jedes Jahr die Stadt voll mit Westdeutschen und einen normalen Gedankenaustausch.

    Sinn sehe ich in einer ehrlichen Aufarbeitung der Geschichte, aus Fehlern lernen und für Besseres streiten.

    Robert hat sich ja redlich bemüht, die Gedanken in diese Richtung zu lenken.
    Danke dafür. ( auch für deinen Blog ).

    Beste Grüße an Alle

    P.S Fritz - nicht Karl sonder Klaus, wobei Karl nicht schlecht klingt, zumal sich seine Analysen erschreckend betätigen.

  • Walter Neumann(Dienstag, 11. September 2012 16:43)

    Dienstag, 11. September 2012 16:43.

    Sehr geehrte Gertrud.

    Sie haben sicherlich die Beiträge im GJ-Forum gelesen und durften feststellen, dass @ Herbst zwei Beiträge, unter anderem gerichtet an Sie, welche freigeschaltet wurden. Eine Redaktion, welche zensiert und Beiträge nicht oder gekürzt freischaltet, muss, um sich nicht dem Anschein der Parteilichkeit auszusetzen, gerecht handeln, sonst ist es Willkür und Zensur!

    Da sie angekündigt hatten, keine persönlichen Anschreiben mehr freizuschalten, durfte der Beitrag von @ Herbst nicht genehmigt werden. Wenn sie hier aber eine Ausnahme machen wollten, dann hätte ihre Antwort aus Gerechtigkeitsgründen auch freigeschaltet werden müssen. Da dies nicht geschah, können alle ermessen, dass dort in der Redaktion mit unterschiedlichem Maß gemessen wird. Also Zensur und Willkür.

    Das aber, mit Verlaub, sollte in einem öffentlich rechtlichen Sender nicht möglich sein und gehört unterbunden! Können wir uns da irgendwie gemeinsam gegen zur Wehr setzen. Denn es "stinkt" mir gewaltig, dass auf diese Art und Weise, den politischen Befürwortern eine Parlamentsdiktatur der Wenigen, das Feld überlassen wird. Bei Erfolg, werden sie weiter in dieser Richtung vorgehen und dann dürfen wir uns auf dieses auch im Anne-Will-Blog vorbereiten.

    Wer hat Lösungsvorschläge, wer hat Anregungen?

    Walter Neumann

  • Walter Neumann(Dienstag, 11. September 2012 16:26)

    Antwort an Robert Kroiß. Auch wenn ich weis, wie ein "Hundebesitzer" tickt, seinen "Hund" abgerichtet hat, nützt mir das gar nichts, wenn ich von ihm aufgesucht werde und er dann eine Waffe auf mich richtet!

    Wir sind übers Internet miteinander verbunden und tauschen Gedanken und Ansichten miteinander aus. Wie die Absichten unserer Regierungen sind, ist den meisten sicherlich klar. Freiheit wird groß geschrieben, aber gleichzeitig alles getan, um sie in den Griff zu bekommen.

    Da helfen dann auch Taten von extremen Gruppen mit, Gesetze für alle zu verschärfen und die Freiheit wieder ein bisschen mehr einzuschränken. Da stelle ich mir durchaus vor, wenn etwas gewünscht wird und gerade nichts vorhanden ist, um dies zum Anlass zu nehmen, da wird dann eben nachgeholfen. Nicht offiziell bestellt, aber Leute, die "verstehen" und mit vorauseilendem Gehorsam sich einbringen, dürfte es genügend geben!

    Die technische Entwicklung schreitet voran. Die elektronische auf allen Gebieten ist im rasanten Vorwärtsgang. Die möglichen Verknüpfungen von nachweisbaren Bewegungsprofilen und deren Festhaltung ist auf dem Wege. Es brauchen nur ein paar Satelliten mehr über uns, um jederzeit festzustellen, wer wo ist. In Kleider eingenähte und verborgene Chips gibt es schon. Die Blackbox für Autos soll kommen. Die Internetüberwachung nebst einwandfreier Zuordnung eines jeden kommt. Die Krankenkassen bringen persönliche Daten nebst Bild auf eine Karte. Die Meldeämter werden untereinander verlinkt, die Finanzämter ebenso und mit den Banken. Die Fahrscheine werden mittels Handy bezahlt usw. usf.

    Dazu kommt noch all das, was im Moment schon "in der Pipeline ist", uns aber noch nicht bekannt und alles, was noch erfunden wird. Jeder Einzelne wird von allem immer weniger Wissen. Expertenwissen wird nur von Regierungen und großen Firmen genutzt werden können. Ergo, die Freiheit, sich zu geben, wie man will und kann, wird schon alleine eingeschränkt durch das Wissen, dass man wie oder wann auch immer in irgendetwas festgehalten, registriert wird. Allein das Wissen um diese Dinge verändert das eigene Verhalten! Und das Wissen um diese Dinge macht ANGST, ob man will oder nicht!

    Orwell 1984 hat vieles davon schon vorausgesehen. Der große Bruder ist rasant auf dem Vormarsch, vielfach schon da. Noch leise, aber immer öfter mal lauter werdend. Die kostensparende und vereinfachte Möglichkeit der Datenspeicherung "In the Cloud" hilft auch wieder mit, dass für interessierte Stellen alles offengelegt wird!

    Ich weis nicht, wie ich mich gegen dies alles zur Wehr setzten kann. Gegen das Eine oder Andere heute noch, aber Morgen?

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Gertrud(Dienstag, 11. September 2012 15:56)

    Heut scheint ein besonderer Tag zu sein irgendwie. Ich weiß es nicht. Er hat es irgendwie ein bisschen in sich.

    Wie Sie sicher bemerkt haben und vielleicht inzwischen auch gelesen haben.

    Ich habe versucht noch einmal einen Beitrag ins Forum von GJ zu setzen, der leider nicht freigeschaltet wurde. Grund waren die Zuschriften die auf meine Beiträge erfolgten. Nun kann sich jeder denken was er möchte. Aber ich möchte
    mein Anliegen in diesem Beitrag kurz hier anreißen, sofern ich darf.

    Er richtete sich an die Redaktion mit der Bitte um Freischaltung und an die Mitforisten/innen friedlich zu sein und zu bleiben. Sich nicht zu streiten, da es schon genug Aufgeregtheit gibt.

    Ich habe einen Dank in diesem Beitrag gerichtet,
    an Eva und Melanie für Ihr Wort. Eine Anmerkung an Heytina, bezügl. des Schuhs der mir angezogen werden sollte, aber mir nicht paßt.

    An Anna, daß ich Streit nicht mag, aber man sich friedlich auseinandersetzen sollte. Und die Form des Wies mitentscheidend ist.

    An Karin eine Antwort, warum ich so denke und wo ich die Kraft hernehme,
    aus meinem Glauben an Gott und das Vertrauen, sowie die Liebe, die ich mir ob allem noch bewahren konnte
    und bewahrt habe und die Dankbarkeit für das was ist, was nach aller Erfahrung noch sein kann und darf.

    Sowie die Bitte an Herbst
    aufhören zu weiter zu saen, und zu stochern und die Anmerkung, daß ich Worte durch die Blume gesprochen nicht mag.

    Sowie meine Begründung, daß das Forum zur Ruhe kommen möge, nach den Ereignissen vom Wochenende.
    Es gehörte nicht zum Thema.
    Und mir anderes schon reicht.

    Auf den neueren Beitrag der Redaktion habe ich noch mal begründet warum ich nicht mehr schreiben werde. Es ist um des Friedens willen weil ich möchte, daß Ruhe einkehrt, und daß Herbst seit ca. 1 Jahr stochert, und ich einen persönlichen Kontakt nicht wünsche, sowie angemerkt wie bei AW verfahren wird. Die Reaktion kann man sehen.
    Die Beiträge (lt. 3)wurden als solche (nicht) eingestellt. Er war eigentlich intern für die Redaktion gedacht. Ich werde mich hüten nach dem was war, noch eine Mail an die Redaktion zu richten.

    Nun ich fühle mich bestätigt in meinem Handeln und meiner Entscheidung, dort nicht mehr zu schreiben, und möchte nicht im Raum stehen lassen,
    weswegen ich noch mal entgegen meiner Aussage, nicht mehr schreiben zu wollen. Beiträge ins Forum habe stellen wollen.

    Nun werde ich erst recht nicht mehr schreiben.

    Mein Eindruck, es ist oder scheint unwichtig und wohl auch nicht erwünscht.

    Wie ich feststellen mußte,
    ging es nicht mir alleine so. Ich bedaure, daß die Redaktion diese Beiträge nicht freigab, auch andere dazu nicht, wie der von Heiner Klein.

    Ich hatte meinen Beitrag kopiert, etwas das mir gelungen ist, aber nicht anständig gespeichert. So daß ich ihn im Wortlaut nicht mehr habe. Ich kopiere mir nicht alles was ich schreibe. Bewußt nicht.

    Da es mir nicht liegt, ihn nochmal zu fassen, wollte und ist es mir wichtig hier zu erklären was mein Anliegen an die Redaktion, von GJ war. Offenbar ist sich einmischen u.a. nicht erwünscht. Klarstellungen auch nicht.

    Ich fühle mich in meinem Handeln, dort nicht mehr zu schreiben, bestätigt.

    Ich kann jetzt nur hoffen, daß Herbst im AW Forum Ruhe geben wird.
    Das ist es was ich mir wünsche. Und was ich nur hoffen kann.

    LG

  • Robert Kroiß(Dienstag, 11. September 2012 12:33)

    Lieber Fritz, sowie alle anderen ebenfalls einen guten Tag,

    um bei dem Beispiel mit den „Exkrementen“ zu bleiben und damit die Verursacher nicht außer acht lassend. Walter Neumann hat sehr gut die Deutsch-Deutsche Geschichte dargelegt.
    Jetzt ist es vordergründig und offensichtlich so, dass es sich bei den Verursachern um die „Hunde“ handelt. Bei einem 2.ten und genaueren Blick kann man aber feststellen, dass in erster Linie die „Hundehalter“ hierfür verantwortlich sind. Denn „diese“ halten und (er)ziehen sich ihre „Hunde“.
    Und um jetzt wieder beim Deutsch-Deutschen Verhältnis zu bleiben. Da gibt es eben „Hundehalter“, welche sich „bissigere Hunde“ halten und solche, deren „Hunde“ scheinbar nicht „so gefährlich“ sind, „Hunde“ die einen größeren Haufen verursachen und „Hunde“, welche „nur“ einen kleineren Haufen verursachen.
    Jetzt war es bisher so, dass sich die jeweiligen Hundehalter mit ihren Hunden NUR auf einem abgegrenzten Terrain bewegen konnten. Da kläfften sich die Hunde schon mal durch und über den Zaun an und die Hundehalter maß regelten jeweils den anderen Hundehalter. Mit der „Globalisierung“ fallen die Be- und Abgrenzungen und das Terrain ist für alle Hunde und Hundehalter zugänglich.
    Damit komme ich dann auch wieder zu Walter Neumann und dem Gedankengang „mittels Waffengewalt etwas zu ändern „. Natürlich könnte man jetzt alle „Hunde“ und „Hundehalter“ - wie dies in der Menschheitsgeschichte immer wieder geschah - abknallen. Aber die Hundehalter haben und hatten schon immer die Macht und die Mittel, sich immer und immer wieder neue „Hunde“ zu zulegen. Und solange die einen Hundehalter Anhänger und Bewunderer für die jeweilig eigene „Hunderasse“ haben, werden sich die Anhänger und Bewunderer um DAS streiten, was mit ihnen eigentlich gar nichts zu tun hat. Denn sie selber sind ja weder „Hundehalter“, „Hundebesitzer“, noch „Hunde“.
    Damit bin ich dann wieder bei Walter Neumann und seinem letzten Absatz: „Die Zeit ist noch nicht reif, die Menschen sind noch nicht tief genug gesunken. Vielleicht werden wir so weit immer noch "gepampert", dass es auch so bleibt. Die Daumenschrauben werden langsam aber sicher angezogen und wir Schreiber dürfen uns auf Dauer nicht SICHER fühlen!“
    Wobei ich hier anfügen möchte, dass „man“ sich nur deshalb „UNSICHER“ fühlen muss und fühlt, weil „man“ Angst vor den „Hunden“ und „Hundebesitzern“ hat. Wer weiß, wie ein „Hund“ und sein „Besitzer“ tickt, hat auch keine Angst mehr vor ihnen.
    „Man“ müsste sich also bemühen, den Umgang mit Hundebesitzern und Hunden zu lernen. Dass es bei einem derartigen Lernprozess auch zu „Wunden“ kommen kann, ist unbestritten.
    Und da bin ich dann bei Gertrud. Wenn ich davon ausgehe (und ich tue dies ebenso wie Gertrud), dass das „Leben“ an sich „GUT“ ist, dann muss ich wohl das „GUTE“ fördern und nicht mit denselben Mitteln reagieren, wie ein „böser Hund, Hundehalter“.
    Da sich immer mehr Menschen auf ein und demselben Terrain - eben auf Grund fallender Grenzen und Zäune – bewegen, muss sich irgendwann (und dies ist eben der Reifungsprozess, welcher wohl noch nicht weit genug fortgeschritten ist, wie Walter Neumann ja richtig bemerkte) die Erkenntnis durchsetzen, dass man NUR im GUTEN MITEINANDER und nicht gegeneinander auskommen kann und wird. Ansonsten bliebe ja nur die gegenseitige Ausrottung, welche sich am Schluss dann NUR darin zuspitzen könnte, dass sich die übrig gebliebenen „Hunde“ und „Hundebesitzer“ gegenseitig ausrotten. Dies ist aber – und da bin ich mir ganz sicher – NICHT mal das Ziel derer, die heute noch auf Grund ihrer unersättlichen Gier ALLES an sich reißen wollen.

    Ich „belle“ gelegentlich mal schon zurück, manchmal auch sehr „laut“. Aber ich sehe und erkenne auch die „Haufen“ und wer diese verursacht. Von daher muss ich auch nicht mehr direkt in solch einen „Haufen (Auswirkung)“ hinein treten.

    In der Hoffnung mit dieser Antwort auch auf Ihre, lieber Fritz aufgeworfene/n Frage/n – wenn auch wiederum sehr „gleichnishaft“ - geantwortet zu haben, will ich es damit vorerst belassen. Bin aber immer und gerne bereit – nicht wahr, Walter Neumann – ausführlicher und auch direkter zu „diskutieren“.

    Mit einem lieben Gruß an ALLE

    Robert

  • Gertrud(Dienstag, 11. September 2012 06:37)

    Guten Morgen,

    Lieber Heiner Klein,

    Danke Ihnen. Ja ich bin auch froh, dennoch kein leichter Schritt, weil einem viele andere Menschen da schon näher stehen, wichtiger sind und man muß wägen. Nur mit immer weiter so, kommt man dann nicht weiter. Der Gedanke ist schon länger. Er kam schon beim ersten Feststellen gewisser Bemerkungen auf. Als ich bemerkte, so um die Zeit m. C. Wulff. Manchmal dauert es ein wenig bis man sich zu etwas entschließt. Manchmal geht es ganz schnell.
    Man meint mir zu schaden,
    mit seinem Tun, schadet sich aber sich selbst
    letztlich damit. Und vielleicht so manchem anderem in dem man dann erzeugt. So meine Sicht auf die Dinge. Ich werde damit fertig werden. Umgehen können. Danke Ihnen.

    Das Schreiben hat nicht immer die Freude gemacht, das Lesen auch nicht immer, ehrlich gestanden und ich kann so manchen verstehen, der sich zurücknimmt und -hält. Man denkt es ist oftmals umsonst, aber ich denke nicht so.
    Ich werde sehen wie sich die Dinge weiter entwickeln, kann Ihnen aber versichern, daß mir der Kreis unserer Schreiber hier sehr liebgeworden ist, sonst hielte ich mich zurück.
    Ich bin Ihnen, ihm also gewogen.
    Vielleicht hat Sie mein Wort an Herbst ein wenig verblüfft, aber wer wäre ich wenn ich nicht das worüber, und wovon ich schreibe selbst nicht so halten würde.

    Jemandem vergeben ist wichtig für einen selbst und auch für den anderen.
    Zu schauen wie der weitere Weg desjenigen sein kann, dann mitunter bitter. Weil man ihm ja das Beste wünscht.

    Mir geben und haben die Zuschriften der von mir erwähnten Mitschreiber/innen immer mehr gegeben und geben mir mir mehr als die kurzen hämischen Kommentare.
    Vielleicht weil ich zu genau weiß, was Worte bewirken und bewirken können. Und was daraus wird wenn eines nur das andere gibt, nicht mehr zu einem Dialog u.a. führt.
    Worte können sein wie Schläge, aber auch Labsal für die Seele.

    Ich danke Ihnen für Ihre Worte.

    Karin aus dem GJ fragte an wo ich die Kraft hernehme, es hat eine ganz einfache Anwort. Aus meinem Glauben an Gott. Dem Vertrauen zu ihm. Ich habe mir in den ganzen Jahren den Glauben an das Gute nie nehmen lassen, egal was war, und das werde ich auch nicht. Es hat niemand etwas davon, auch ich nicht. Und ich betrachte es als eine meiner wertvollsten Eigenschaften.

    Mir ginge es mit Ihren Beiträgen genauso. Rage muß man manchmal sein, aber man muß schauen wo.

    Ganz lieben Gruß Ihnen.
    Ihre Gertrud

    (PS: bei der ich gerne bleiben würde)

    Nun noch etwas zu den letzten Zuschriften hier.
    Ich danke dafür. Das Wissen was ich so nicht habe vervollständigt meine Sicht und mein Bild auf vieles.
    Die Worte von Walter Neumann gingen mir nahe.
    Wissen nahebringen, eigene Erfahrung halte ich für hilfreich, aufrechnen hingegen nicht mehr. Das habe ich lange genug selbst getan bis ich erkannte.

    Lieber Walter Neumann,
    man kann etwas tun, aber es ist etwas für das vielen Menschen der Glaube fehlt. Ich habe viele Beiträge nicht umsonst geschrieben, vieles angemerkt, was man tun könnte. Das war mit mein Anliegen, gewonnen aus meiner Erkenntnis.
    Denken verändert die Welt.
    Die Frage ist welche wir haben, und in welchen wir uns bewegen.
    Ich teile aber Ihren letzten Satz, den ich dennoch bedaure. Ich denke Sie wissen warum.

    Ich wünsche Ihnen allen einen schönen Tag.

    Liebe Grüße
    Gertrud

  • Fritz Wagner(Dienstag, 11. September 2012 00:15)

    Walter Neumann
    (Montag, 10. September 2012 21:28)

    Lieber Walter Neumann,
    Sie wissen wie das Abgleiten der Diskussion aus dem Sozialen in das Politische zustande kam.
    Um so erfreulicher, dass Sie wie schon des öfteren immer wieder zu erkennen geben mit Realitätssinn, umfangreichen Kenntnissen und ehrlicher Interesse am Gegenüber bemüht sind, unterschiedliche Sichtweisen an hand von Fakten ins gebührende Licht zu rücken und nicht kritik- und bedingungslos dem allgemeinen
    Ausgrenzungs Ego-Mainstream in Geschichtsvergessenheit zu folgen und zu kommentieren.
    So ist Ihnen auch nicht entganngen, dass die BRD im Verein mit den Westalliierten im Prozeß der fortschreitenden Teilung und Entzweiung D. stets in Vorhand war, die DDR und die SU immer nur als Getriebene darauf reagieren konnten / mussten.
    Angefangen Bi- und Trizone, Währungreform D-Mark, Staatsgründung, Wiederbewaffnung, Beitritt zur NATO, Forderung des Zuganges zur Atombombe, Nato-Doppelbeschluss entgegen breiten Protestes der Bevölkerung u.a.
    Vielen Dank dafür.
    Mit freundlichen Grüßen
    fritz

  • Gerd(Montag, 10. September 2012 22:35)

    Hallo Walter Neumann,
    ich hatte ihre Idee schon gelesen.
    Ich habe aber nicht versucht es im Günther-Jauch-Blog unterzubringen weil ich glaube, dass es nicht freigeschaltet worden wäre. Laut Kommentar- und Forenrichtlinien, Punkt 7, soll man darauf verzichten für eine eigene Seite Werbung zu machen. Manchmal vergesse ich das aber und dann passiert es eben doch ☺
    Man kann aber in der Kommentarfunktion bei Politikparadox den nichtveröffentlichen Beitrag hinterlassen, wenn man dazuschreibt „bitte veröffentlichen“, dann wird er veröffentlicht.
    Man kann ihn auch per Email an politikparadox(at)t-online.de senden, dann wird er auch veröffentlicht.

    Grüße an Alle
    Gerd

  • Walter Neumann(Montag, 10. September 2012 21:28)

    Zu dem von Fritz Wagner erneut angemahnten Geschichtsrückblick unserer beiden deutschen Staaten nach dem 2. Weltkrieg möchte ich nun versuchen, etwas beizutragen.

    Ausgangspunkt ist der verlorene 2. Weltkrieg. Durch die Alliierten wurde Deutschland aufgeteilt. Ein knappes Viertel musste an Polen abgetreten werden, als Ersatz für die von der Sowjetunion den Polen abgenommene Landmasse. Die westlichen Alliierten waren sich schnell einig, zusammenzugehen und ein West-Deutschland zu schaffen. Daraufhin haben die Sowjets als Antwort ein Ost-Deutschland geschaffen. Beide Staaten waren von ihren Alliierten abhängig und wurden politisch indoktriniert.

    Dem Westen ist es gelungen, sich langsam aber sicher, etwas mehr davon zu befreien, dagegen es dem Osten weniger gelang. Dies liegt auch an der Ideologie. Kapitalismus braucht als Voraussetzung freie Märkte, damit die Finanzkräftigen ihre Gewinne einfahren können. Und dafür wurde Westdeutschland "gepampert", zumeist durch die USA, da auch von dort die Investoren ankamen, welche hier Gewinn machen wollten. Daraus resultierte, dass investiert werden musste, um dies später zu erreichen. Daher kamen wir schnell mit unserer Wirtschaft voran.

    In Ost-Deutschland wurde durch die Sowjets ein anderer Weg beschritten. Was irgendwie brauchbar war, nahmen die Sowjets für ihren eigenen Aufbau als Ersatz für die angerichteten Schäden durch ganz Deutschland mit. Also nichts mit Aufbauhilfe, dafür Abbauhilfe. Dadurch war Ost-Deutschland zweimal schlechter dran, wie wir im Westen. Dazu kommt dann als Drittes noch das Diktat des Kommunismus/Sozialismus. Egal, was es nun in Wahrheit ist/war, es sollte zumindest eine Staatsform in dieser Richtung sein.

    Als weiteren Knackpunkt ist die Ost-West-Konfrontation zu sehen. Da der Westen finanziell Leistungsfähiger war, kam auch dadurch im Westen mehr Unterstützung an. Es gab auch hier Auswüchse durch die Ideologie, jedoch hielt sich diese im Vergleich zum Osten im kleineren Rahmen. Die Abstrafung war nicht so elementar wie im Osten. (Todesschüsse, Bautzen usw.)

    Die Auswirkungen für den einzelnen Menschen waren enorm anders wie bei uns im Westen. Wer sich nicht anpassen konnte/wollte, hatte es schwer. Dazu wurden die Stasi und die Mauer geschaffen, um gegen den wirtschaftlich sich immer besser stellenden Westen ein Gegengewicht zu haben und nicht auszubluten an Menschen. Was letztlich doch geschah und zum Ende der DDR führte. Die Menschen wollten zum Westen, an die gerne vom Westen gezeigten "Fleischtröge". Nur brauchten die Finanzmagnaten nach diesem Schritt diese Menschen nicht mehr, sie konnten jetzt auch dort überall agieren und ihre Geschäfte machen. Also wurden die Fleischtröge für alle verkleinert, abgespeckt. So ist es heute. Wir, im Westen haben, sicherlich lange unbewusst und ungewollt, den Lockvogel für den Osten gespielt und "die "Wurst" hochgehalten, damit immer mehr danach schnappten und sie auch haben wollten. Jetzt haben wir unsere Schuldigkeit getan, nun werden neue "Säue durchs Dorf getrieben", sprich Gewinnmöglichkeiten sondiert, erarbeitet und durchgeführt.

    Wenn ich mir die Zeiten zurückdenke, dann finde ich, gab sich Helmut Kohl gönnerhaft gegenüber den "Ossis". Helmut Schröder machte auf Kumpel für alle Deutschen und war doch nur der Kumpel der Bosse. Angela Merkel gibt sich zurückhaltend und führt alternativlos die Befehle der Finanzgewaltigen durch.

    Armes Deutschland, armes Europa, arme Welt. Wohin werden wir geführt? Wer will noch irgendwie etwas zum besseren richten? Viele in der Bevölkerung! Aber können wir das? Wahrscheinlich nein! Uns fehlen die entscheidenden Worte, die maßgebenden Leute, die richtigen Rezepte, die Unterstützung der Vielen, die Möglichkeit, mittels Waffengewalt etwas zu ändern, die Courage aufzustehen, egal was daraus wird.

    Die Zeit ist noch nicht reif, die Menschen sind noch nicht tief genug gesunken. Vielleicht werden wir so weit immer noch "gepampert", dass es auch so bleibt. Die Daumenschrauben werden langsam aber sicher angezogen und wir Schreiber dürfen uns auf Dauer nicht SICHER fühlen!

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Fritz Wagner(Montag, 10. September 2012 21:14)

    Heiner Klein alias Löwenmaul
    (Montag, 10. September 2012 20:41)
    Lieber Heiner, vielen Dank für die Korrektur. Wieder was gelernt.

    Ebenfalls einen guten Abend
    fritz

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Montag, 10. September 2012 20:41)

    Lieber Fritz,

    eines möchte ich Dir noch gerne beantworten: Ja es war so, wie Du es vermutest. Aber es ist ( Gott sei Dank? ich weiß es nicht! ) nicht dazu gekommen, ändert aber trotzdem nichts an meinen Eigenschaften und Prinzipien.

    Es grüßt Dich Heiner und wünscht Dir noch einen schönen Abend!!

    ( P.S. Erlaube mir einen
    Nachsatz: Es muss Hebräisch und nicht Häbräisch heißen. Nichts für ungut, aber es ist so
    richtiger! )

  • Fritz Wagner(Montag, 10. September 2012 19:48)

    Zu Robert Kroiß ( Samstag, 08. September 2012 11:48 )
    Lieber Till ,(
    Sie verstehen es immer wieder, verständlich, gleichnishaft und richtungsweisend zu beschreiben und Stellung zu beziehen.
    Doch eines möchte ich nicht allein auf der neutralisierenden Ebene eines bedeutungslosen Streites um des Kaisers Bart bezogen wissen.
    In Ihrem Hinweisen zu den ( vermute ich mal ) beiderseitig exkremental verunreinigten Trampelpfaden der Geschichte bis zum heutigen Tag und deren mit spitzen Fingern mehr, weniger, gar nicht versuchter Bereinigung vermisse ich leider noch einen gelinden Bezug auf die V e r u r s a c h e r dieser unterschiedlich empfunden geruchsintensiven, ekligen Hinterlassenschaften..
    Dort , wo keine Erzeuger von Exkrementen vorhanden , da auch keine Gefahr des Hineintretens, der Bewertung nach Abmessungen in Größe, Gewicht, Geruchsintensität , des sich Rechtfertigens und darüber Mokierens..
    Es scheint mir nicht gelingen ( gelungen zu sein) zu wollen, mit den von mir benannten Fakten, der Bloßlegung meiner Biographie vom Ausgangspunkt meiner Geburt an , Krieg, Nachkrieg und Umweg, den es aus Sicht Anderer so hätte gar nicht geben dürfen, zur Hinterfragung der fundamental systemimmanenten Wesenszüge, der von ihren Haltern und Liebhabern von der Leine gelassenen Verursachern der Exkremente, Erhellendes beitragen zu dürfen / können, da diese in Mehrheit einfach nicht kommentiert, ignoriert werden / worden sind. (Nur zum Beispiel Ausgangs- Voraussetzung -lage, Feindschaft, Marshallplan, Hallsteindoktrin. Alleinvertretungsanspruch, Ausverkauf, im Tausch schnellen Konsums, und Wohlstands gegen Vernachlässigung gesamtnationaler Interessen, (Umklammerung durch Westalliierte, nicht durch SU, wie Christa von mir verstanden haben will.)
    Mein Engagement zur Sachlage, welches ich mir damals hätte nie vorstellen können, resultiert doch nur aus einem mir noch erhalten gebliebenem Gerechtigkeitsgefühl im Umgang mit zur Zeit noch am Boden liegenden Unterlegenen im wahrgenommen Ergebnis von Arroganz , Ignoranz, Intoleranz.
    (Damit kein Irrtum aufkommt; Ich war außer Vertrauensmann 9 Jahre in der Gewerkschaftsgruppe mit keinerlei
    Parteimitgliedschaft, auch nicht als Informeller Mitarbeiter des Verfassungsschutzes befasst.)
    Die gegenwärtigen Ereignisse lassen jedoch befürchten, dass davon auf Ewigkeit nicht mehr allzu viel übrig bleiben wird.
    Betrachten Sie diesen Beitrag nicht als Kritik zu dem Ihrigen, sondern als Ergänzung.
    Mit wie immer freundlichen Grüßen
    fritz

  • Fritz Wagner(Montag, 10. September 2012 18:59)

    Heiner Klein(löwenmaul)
    (Sonntag, 09. September 2012 20:46)
    Lieber Heiner,
    es ehrt Dich, mit Entschlossenheit, Dir und deinen Prinzipien treu zu bleiben und anzuerkennen, dass auch Andere ihre Wahrheiten haben könnten. Auch gewillt bleibst, auf dem Weg der absoluten Erkenntnis weiter zu wandern.

    Ich habe damit keine grundlegende Probleme dieses vorbehaltlos anzuerkennen, weil wir durch unsere unterschiedlichen Biografien so geprägt sind (worden sind)und wir das Ergebnis davon offensichtlich nicht so einfach beiseitelegen können.

    Zitat
    „Und deswegen werde ich meinen Prinzipien nicht untreu - trotz Deiner verführerischen "Nachschläge" - das Thema für mich persönlich als erledigt zu betrachten, und damit ist dann auch Schluß damit ( für mich“

    Ok, meinerseits akzeptiert. Obwohl ich zu einigen deiner Fragen schon Argumente in der Datei gebunkert habe, doch sei es drum.
    Damit sind wir zurückgekehrt zum Abschluss meines Beitrages Teil 3, vom 27. August 2012: Was hätten wir uns ersparen können?

    „Meines Erachtens genug argumentiert und auf deine Replik eingegangen.
    Ich will und kann Dich sicher nicht von meiner Sichtweise überzeugen, aber vielleicht einige Denkanstöße zu gegenseitigem Verständnis beitragen.
    Ich meinerseits bleibe Dir und allen Lesern/Innen in friedlicher Koexistenz verbunden und verbleibe
    mit freundlichen Grüßen
    fritz“
    Und damit nochmals letzte Zeile
    fritz
    Ps. zu deinem Hinweis auf ein "Altsprachliches Gymnasium". Wolltest oder solltest du mal Theologie studieren? Griechisch, Häbräisch?

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Montag, 10. September 2012 16:03)

    Liebe Gertrud (Trudi!?),
    ich bin erleichtert, dass Sie die "Einsicht " gewonnen haben, sich diesem "wiederlichen Schauplatz" zu entziehen.

    Respektvoll nehme ich Ihre persönliche Entscheidung mit einer "gewissen Freude" zur Kenntnis, denn
    nur so konnten Sie die "bekannten Protagonisten" besiegen aber auch gleichzeitig entlarven. Es ist und war an Unverschämtheit und Verächtlichkeit nicht mehr zu überbieten, so dass ich mich veranlasst sah,- teils wurden meine Beiträge dazu noch veröffentlicht, doch der letzte - für mich der deutlich Entscheidende dann nicht mehr - hier endlich dem puren "Zynismus", der "Verächtlichmachung" und dem " Sarkasmus " ein Ende zu bereiten.

    Dass sich trotz allem immer noch " Sympathisanten" für diese Bloggerinnen finden (lassen) ist umso trauriger.
    Diese "Menschen" hatten und haben nur eines im Sinn: " Menschen zu zerstören bzw. gefügig zu machen, um sich - vor allem in Blogs - daran "ergötzen" zu können".
    Um mich nicht weiter aufzuregen und in "Rage" zu schreiben, beende ich diesen Beitrag damit, dass ich Ihnen, liebe werte Gertrud, die Kraft wünsche, um das zu verarbeiten, was mit Ihnen geschehen ist!!

    Dass, wie Wanda es schreibt, die " Schiedsrichter" hier auch einen großen Anteil dran haben, möchte ich ebenfalls nicht unerwähnt lassen.

    Es grüßt herzlichst Heiner Klein und bleiben Sie uns gewogen. Sie werden uns sonst sehr fehlen, jedenfalls mir!!
    Alls weitere hat ja Walter Neumann schon beschrieben!!

  • Gertrud(Montag, 10. September 2012 13:05)

    Lieber Walter Neumann,

    noch ein Nachsatz zu Ihrem und meinem Beitrag.

    Die Aufgebrachtheit, die Ängste die Ängste der Menschen, sind verständlich. Der Umgang zu und mit vielem nicht.
    Die Art sich zu äußern dazu empfinde ich mehr als heftig. Weil ich weiß,
    was so manches da bei mir hinterläßt und auch bei anderen hinterlassen kann
    und wohl auch wird.

    Die Art des Umgangs dazu,
    auch der Verantwortlichen in vielen Bereichen, empfinde ich als das eigentliche Übel.

    Weil sie entsprechendes
    Verantwortungsgefühl und und anderes vermissen läßt.

    Daß man nicht gegensteuert, durch entsprechende Maßnahmen und entsprechenes Handeln.

    Das empfinde ich als das eigentliche Übel.

    Umso mehr bin ich dankbar,
    daß es Menschen wie Sie,
    Till, Heiner Wanda u. viele andere gibt,
    die gute Beiträge schreiben. Sie sind ein Hoffnungsschimmer für mich und auch sicher für viele andere.

    Nochmals lieben Gruß

  • Gertrud(Montag, 10. September 2012 12:48)

    Lieber Walter Neumann,

    Danke Ihnen für Ihren Beitrag, Ihre Worte.

    Sie haben vollkommen Recht mit dem was Sie schreiben.
    Und ich stimme Ihnen zu.

    Es wäre besser Beiträge nicht freizugeben, oder Antworten zuzulassen wie es bei AW der Fall ist. Nicht dann jedoch wenn sie verletzend sind. Aber das Potential ist da schon sehr hoch. Ich weiß nicht nach welchen Kritierien da gemessen und bemessen wird.
    Ich bin jedoch gespannt wie lange anderes in anderen Foren auf sich warten lassen wird. Es ist nicht dieser Blog alleine.
    Man hat sich auf facebook-Manier, ich umschreibe es mal so, eingerichtet.
    Es wiegelt auf und verdeutlicht einerseits nichts, und zugleich doch sehr viel.
    Das Zulassen der Form wie ein Thema geschaltet wird,
    zeigt sehr viel über denjenigen der es betreibt und sagt dementsprechend auch einiges aus. Und es läßt an Respekt mangeln.

    Das Forum GJ nimmt eine Form an, die ich niemandem gewünscht hätte, die vielleicht jedoch so gewollt ist.

    Es ist letztlich niemandem wie ich finde recht damit gedient. Und man kann nur auf Vernunft, Erkenntnis und Einsicht hoffen.
    Schade, daß man sich für solches hergibt.

    Ob es wirklich junge Menschen sind ich weiß es nicht so ganz genau,
    konnte aber am Wochenende bewußt eine andere Sicht und Einstellung wahrnehmen in Gesprächen, die mich erschreckten. Man paßt sich an.

    Ich hoffe der AW Blog bleibt uns in der Form wie er ist erhalten, und stimme Ihnen zu, was das Vorgehen dieser Redaktion betrifft,
    wo man dankbar sein kann,
    ein solches noch zu haben,
    oder eines wie hier bei Wanda.

    Ich könnte Gerd ebenso gut nachvollziehen. Ich denke sein Blog wird viel gelesen, er ist sehr gut gemacht, wenn auch nicht viel geantwortet wird.

    Ich denke wir wissen warum, auch wenn es nicht so der richtige Weg ist,
    ich nehme mich da ehrlicherweise auch nicht so ganz aus.
    Es braucht Vertrauen, in vieles. Aber Mißtrauen greift um sich und wird auch geschürt,
    vielleicht sogar bewußt.
    Es ist schade.

    Ich möchte Gerd an dieser Stelle ein Lob noch einmal aussprechen für Mut und Engagement. Und ein Danke.

    Dennoch habe und gebe ich die Hoffnung nicht auf.
    Nie so ganz.

    Ich danke Ihnen sehr,
    auch Wanda für Ihren Blog.

    Mit ebenso freundlichen Grüßen verbleibe ich gerne.

  • Walter Neumann(Montag, 10. September 2012 12:23)

    Sehr geehrte Gertrud.

    Ihren Abschied aus dem Günther-Jauch-Blog kann ich sehr gut verstehen und nachvollziehen, da ich diesen Schritt ja schon vor einiger Zeit selber tätigte.

    Der Frust vieler Foristen, sich abfällig und aggressiv gegenüber Andersdenkenden, -schreibenden, zu äußern, ist meiner Meinung nach auf die vielfach unverständliche und von mir auch nicht akzeptierte Art der Einmischung der Blog-Redaktion auf die Schreibweise der Beiträge zurückzuführen.

    Wenn die Blog-Redaktion sich so permanent als Schiedsrichter einmischt und einen Text nicht darstellt, aber mit eigenem Text als nicht sendefähig kritisiert, dann stellt sie damit den Schreiber bloß! Manche Versuche einer späteren Rechtfertigung werden auch wieder nicht freigeschaltet, sondern neu als unpassend allen anderen Lesern dargestellt.

    Da gibt man sich mit jedem Beitrag der Willkür der Blog-Redaktion preis, ob etwas gesendet wird oder nicht. Und kein anderer kann lesen, was denn wirklich nicht freigeschaltet wurde und keiner kann beurteilen, ob dies aus seinem Gesichtspunkt heraus gerechtfertigt war oder nicht.

    Daher hatte ich @ Gerd 49 gebeten, irgendwie einen Hinweis im Günther-Jauch-Blog unterzubringen, dass zwecks Überprüfung der Blog-Redaktion, ob Willkür, Zensur oder nicht, ein jeder seinen nicht gesendeten Beitrag in seinem Politikparadox-Blog zwecks Überprüfung durch andere Foristen einstellen könnte.

    Nur so könnte auf einem breiteren Publikum aufgebaut und dargestellt werden, dass die Günther-Jauch-Redaktion manipuliert. Vielleicht kann @ Gerd 49 sich dazu durchringen und es versuchen. Vielleicht möchte er es auch nicht, was ich verstehen könnte, denn er ist für seinen Blog verantwortlich und müsste unter Umständen auch eine Zensur bei ungebührendem Beitrag einführen. Probleme, welche ich verstehe.

    Die sich im Günther-Jauch-Blog ausbreitende gegenseitige "Anmache" ist doch auch mit auf die Einmischung der Blog-Redaktion zurückzuführen. Wen die Blog-Redaktion rügt, auf den wird vom Andersdenkenden gerne noch eins mit "Ausgewischt" und eine entsprechende Replik vermerkt. Auf diese wird wieder geantwortet und dann soll man beim Thema bleiben. Die sind in ihrem Verständnis einfach Großartig! Scheinbar sitzen da noch nicht fertig ausgebildete junge Menschen, die nach Vorgabe und ohne Fingerspitzengefühl urteilen = Verurteilen!

    Richtig wäre es, wie im Anne-Will-Blog, wenn etwas der Blog-Redaktion nicht passt, dass der gesamte Beitrag nicht freigeschaltet wird, man einen entsprechenden Hinweis erhält, warum. Dann kann man umschreiben, einen Passus weglassen oder auf den Beitrag verzichten. Aber man wurde nicht "den Wölfen zum Fraß vorgeworfen"!

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Gertrud(Montag, 10. September 2012 11:41)

    Guten Morgen,

    in Anbetracht der Ereignisse vom Wochenende im Forum von G.J. möchte ich mich, sofern ich hier darf, zu diesen äußern.

    Ich habe an die Redaktion heute morgen einen Beitrag geschrieben und er wurde auch freigegeben. Etwas mit dem ich nicht gerechnet habe, sonst hätte ich Wanda gebeten, ihn hier zu schalten.

    Aber erst einmal Danke Ihnen lieber Heiner Klein
    für Ihr Wort, Ihren Einsatz. Für Ihr konsequentes Handeln.

    Ich bedaure sehr, was dort
    am Wochenende möglich war, und wurde, für uns und auch für andere. Und Wanda und Melanie auch Danke für Ihr Wort.

    Ich fühle mich nach Lesen der Beiträge in diesem zu dem Thema in die Leserredaktion bestimmter Medien versetzt und staune. Auch darüber,
    was Menschen, auch zwei Menschen bewirken können, wenn sie ihre spitze Zunge nicht hüten,
    aus unterschiedlichen Gründen. Es hat und verblüfft mich. Und diese sich dabei noch großartig, so es scheint, fühlen. Es verblüfft ebenso, mich jedenfalls, was sich daraus entwickeln kann. Und auch hat. Ob es mit dem Erfolg so beabsichtigt war?

    Ich habe und hatte mich entschieden bestimmter Dame nicht mehr zu antworten, weil es keinen Sinn macht, und ich werde es auch nicht mehr tun. Nicht mehr in einem Forum wie bei GJ und AW.
    Ich möchte Ihr keinen Raum mehr geben, damit andere, auch ich Frieden haben. Es mag sich blöd anhören aber ich sehe es so. Denn ein Wort gäbe das andere, was es nicht besser machen würde. Und was soll es hinterlassen. Nicht nur bei mir sondern auch bei den dort Lesenden. Es ist vergeudete Kraft und Energie die man anderem widmen kann. Dennoch bedaure ich die Entwicklung.

    Ich kneife normal nicht,
    wenn ich angegangen werde,
    sondern versuche mit gutem Gewissen so gut es geht zu antworten.
    Und meinen Standpunkt darzulegen. Ich sollte wohl vorgeführt werden.
    Sehr sinnig wenn man jemanden "schätzt", den man nicht versteht.

    Wenn ich Menschen schätze bringe ich dies anders zum Ausdruck, wenn dies nicht so sehr der Fall ist wahre
    ich noch Formen der Höflichkeit. Die ich für wichtig erachte. In der Frage wie gehen wir mit uns und allem um.

    Nun wenn man nicht versteht, macht man so etwas wohl. Ich war unangehm überrascht und auch unangenehm berührt.

    Ich hoffe und wünsche mir sehr, daß sich das am Wochenende im Forum von G.J. nicht in einem anderen fortsetzen wird.
    Es wäre niemandem dienlch.

    Ich wünsche allen einen schönen Tag und grüße
    sehr herzlich mit dem Gedanken, daß das verbindende uns tragen möge und der Wunsch nach Besserem.

    LG.

    Und möchte noch ein Wort
    an Herbst richten, hier
    in diesem Raum. Sofern sie dieses finden mag. Und Wanda diesem Raum gibt.

    Ich kann nur sagen:


    Danke liebe Herbst,
    ich hoffe, Du fühlst Dich nun wohler. Dies werden meine letzten Zeilen an Dich sein.Ich bedaure die Entwicklung. Sie war als solche nicht notwendig. Ich wünsche Dir alles gute und für die Zukunft ein gutes Wort.
    Und hoffe, daß Du Ansichten und Einstellungen und Glauben
    anderer künftig nicht mehr ins lächerliche ziehen magst und wirst, nur weil es Dir fehlt und Du nicht verstehst. Ich wünsche Dir alles Gute.
    Und hoffe Du bedenkst in Zukunft Deines und wirst Dir bewußt, was Du damit bewirkt und ausgelöst hast.

    Unfrieden zu stiften ist heute leicht. Frieden zu schaffen etwas anderes.

    Menschen zu begegnen die einem nicht mehr entsprechen, dennoch und weil, und wie eine besondere Kunst.

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Sonntag, 09. September 2012 20:46)

    Lieber Fritz,

    Entschlossenheit war und ist immer eine Eigenart von mir (gewesen)!

    Trotzdem betrachte ich mich nicht als fertigen Menschen.

    Sokrates' Satz ( habe altsprachl. Gymnasium absolviert ):" Der andere kann auch recht haben " hat mich geprägt!

    Und deswegen werde ich meinen Prinzipien nicht untreu - trotz Deiner verführerischen "Nachschläge" - das Thema für mich persönlich als erledigt zu betrachten, und damit ist dann auch Schluß damit ( für mich).

    Es war ein Versuch einen
    Ost/West Dialog zu führen - Christa hat es in Ihrem Beitrag an Wanda Müller annähernd so beschrieben - wie ich es mir vorgestellt hatte.
    Doch das ist für mich vorbei!Doch ich habe mich allerdings immer wieder gefragt, ob es für Dich nicht eher " peinlich" gewesen ist, diesen Fragenkatalog aus Deinem "Erleben" zu beantworten. Ich hoffe, meine Sorge war umsonst!

    Es grüßt Dich und alle Gäste hier auf Wandas HP, vor allem Gertrud und Robert Kroiß, herzlich Heiner!

  • Gertrud(Sonntag, 09. September 2012 11:27)

    Till,

    Danke für Ihren Beitrag,
    dem ich finde nicht viel hinzuzufügen ist. Sie sprechen mir wieder einmal aus der Seele. Aus dem Herzen.

    LG

  • Robert Kroiß(Sonntag, 09. September 2012 10:48)

    Liebe Christa,

    erlauben Sie mir, dass ich mich mal zu Ihren Kommentaren äußere.

    Wir sind uns doch vmtl. darin einig, dass all die Re(A)gierenden wie Kohl, Schröder oder aktuell Merkel mit ihren Mitarbeitern NICHT angetreten sind, eine Krise zu managen?! Wir wollen diesen mal unterstellen, dass sie alle nur „das Beste“ für das von ihnen regierte Volk woll(t)en?!
    Wenn dies aber nun NUR noch auf die Umstände reagieren können, dann regieren sie doch gar nicht? Sondern sie reagieren nur auf das, was sich – trotz deren „gutem Willen – NICHT verhindern ließ? Also können sie alle nicht, was sie eigentlich wollen, oder sie wollen dann doch nicht anders.
    Also werden wir entweder von Menschen regiert, die NICHT umsetzen können, was sie evtl. eigentlich wollen, oder sie wollen nur an die Posten, an welchen man eben – gut dotiert und honoriert – re(A)gieren kann?
    Man muss einfach nur mal richtig hinhören, was da diverse „Weise“ und die Regierungen beratende „kluge Köpfe“ so von sich geben.
    Da klopft man sich ständig auf die eigene Schulter, ob der großartigen Leistungen und Regierungs-, wie auch Lobbyistenarbeit (sage nur „Hüther“).
    Noch nie zuvor hatten wir – selbstverständlich dank Krise und hervorragender eigener Leistungen – so viele Beschäftige wie heute. Diese vielen Beschäftigten sind die Grundlage für das/ein finanzierbares Rentensystem. Jetzt muss man aber, trotz der höchsten Anzahl an Beschäftigten und einem „aussterbenden“ Volk (einfach nur mal die Aussagen und Statistiken beachten) die Renten kürzen?! Also „größerer“ Kuchen bedeutet gleichzeitig „kleiner“ Stücke für DIE, die diesen immer größer werdenden Kuchen „backen“?!
    Oder wenn z. B. ein „Spahn“ (CDU) primär und in der Konsequenz seiner Aussagen in diversen Talkshows behauptet, dass eine „niedrige“ Rente NUR das logische, gerechte und verantwortungsvolle Ergebnis der selber geleisteten Beitragszahlungen und Beitragszeiten, einer gerechten und verantwortungsvollen „Politik“ ist, dann stellt sich für mich die Frage, weshalb sich gerade diejenigen, die ein derartig logisches, gerechtes und verantwortungsvolles System in ihrer selbstlosen Art und Weise für einen Teil des Volkes NICHT auch für sich beanspruchen?!
    Und dies hat ALLES nichts mit Sozialromantik zu tun! Sondern dies ist nur die Frage, weshalb glaube ich, dass für einen Teil des Volkes ein derartiges „System“ richtig, logisch, gerecht und verantwortungsvoll ist und für einen anderen Teil der Menschen NICHT?!
    Würde fast so aussehen, als würden wir nur von lauter völlig selbstlosen Menschen regiert, die aus reiner Nächstenliebe zu Gunsten Anderer darauf zu verzichten, SELBER auch logisch, gerecht und verantwortungsvoll zu handeln?!
    Und da bin ich dann ganz bei Ihnen: „Das ist in meinen Augen Ausdruck einer verwöhnten Generation“ und „Das fördert nur asoziales Verhalten und bringt keine dauerhafte Zufriedenheit und sozialen Frieden.“ Und genau dies werden wir LEIDER noch erleben.
    Es ist also tatsächlich keine Frage von „Sozialismus, Kapitalismus“ oder jedweden anderen „-ismus“, sondern es ist eine Frage des Gewissens und damit der Gerechtigkeit derer, die das Sagen und Entscheiden haben!
    Wasser predigen (die Umlage finanzierte Rente für das gemeine Volk) und Wein (üppige Pension für „mich“ und zwar ohne, dass „ich“ dafür auch nur den geringsten Beitrag leiste) saufen. Aber man weiß ja, wohin zu viel Alkohol führt, Es macht einfach in der Birne blöd.

    Mit einem lieben Gruß von einem „Sozialromantiker“, wenn Gerechtigkeit (bedeutet NUR: gleiches Recht für Alle und nicht Gleichmacherei im Materiellen!) gegenüber Jedermann Sozialromantik ist.

    Robert

  • Gertrud(Sonntag, 09. September 2012 09:18)

    Guten Morgen,

    ich danke Till und Walter Neumann für Ihre Beiträge,
    die ich sehr sehr gut nachvollziehen kann.

    Liebe Christa,

    ja es ist interessant, was sich so entwickeln kann.

    Was entstehen kann, wenn wenn Mißverständnisse entstehen, oder die klare Haltung des anderen unserem nicht entspricht. Nicht unserem Wissen, nicht unserer Bildung, auch nicht unseren Erfahrungen, wobei die Erfahrungen der Anderen auch unsere werden können.
    Und wir dann erst oft lernen, bitter mitunter, zu verstehen, einander zu verstehen, Verständnis zu haben.

    Daß wir einander verstehen sollte vielleicht das erste Bemühen im Miteinander sein. Und wenn wir es nicht können, es zu versuchen.

    Ich verstehe Dich, auch wenn ich andere Erfahrungen habe. Anderes Wissen, eine andere Einstellung.

    Es ist heftig wenn die einen für Ihres entreten,
    das Kapital, und andere für ihres, und es ein Gegeneinander, kein Miteinander mehr oder nicht gibt. Der Blick für das Miteinander getrübt ist. Weil wir einander nicht mehr verstehen, andere Erfahrungen haben.Wir schließen die gemachten Erfahrungen anderer für uns gerne selbst aus. Werten Sie ab, bewerten sie, verurteilen sie. Wir haben nicht das Recht dazu.

    Wenn Menschen nur ihres als selbstverständlich nehmen, was viele heute tun. Weil sie vielleicht, keinen anderen Weg mehr wissen.

    Wir haben hier vermeintlich den Kapitalismus aber mit sozialen Tendenzen für mein Empfinden, denn es wird und ist vieles zentalisiert und wird und ist gleichgeschaltet. Unbemerkt für viele. Auch schon vor der Wiedervereinigung, dank eines Menschen der sich selbst auch mehr im Blick hatte als andere, oder mehrerer. Der für seines Verständnis erwartete aber für anderes keines hatte,
    es gibt mehrere davon.

    Daß Menschen einen Traum haben von einem Leben, in dem sie sich gutes wünschen, was andere aus div. Gründen in Anbetracht des eigenen Lebens verhindern möchten, und wollen, weil sie vieles begleitet nur eines nicht oder nicht mehr,
    was die wichtigste Voraussetzung für das Leben ist, die Liebe. Die sie nicht mehr haben nicht mehr mitbringen, das sehen viele nicht.

    Für mich ist es derzeit, so, daß vieles asozial ist oft begleitet, von intelligenten Menschen und dieses mehr, umso schlimmer, weil andere die Not haben auf solche Gedanken nicht kommen.

    Mich erschreckt was vermeintlich gebildete Menschen für eine Vorstellung vom Leben haben von ihrem eigenen und von dem anderer. Für daß sie Mitverantwortung haben, die sie nicht wahrnehmen wie sie es sollten.

    Asozial ist sich gegen die Gemeinschaft unsozial verhaltend aus meiner Sicht, dem eigenen Blick nur verhaftend.

    Viele verhalten sich gegen die Gemeinschaft, dem eigenen dienend.

    Und das schafft die Unzufriedenheit.
    Hilfe zur Selbsthilfe wäre schön, wenn viele Menschen die eigene Intelligenz nutzend, nicht dem eigenen dienend nur nutzen würden, sondern auch dem anderen.
    Ich bin keine Sozialromantikerin, weiß Gott nicht. Aber ich sehe,
    wohin manches führen kann,
    wenn man bestimmtes tut. Und anderes unterläßt.
    Wie das eigene Handeln in das Leben anderer oft eingreift und mitbestimmt,
    dessen wir uns oft nicht gewiß und nicht bewußt sind, was es aber tut. Zweifelsohne.

    Wir leisten uns den Luxus Menschen auszugrenzen und sollten aufhören zu beklagen, wenn wir das Ergebnis sehen, das unser eigenes Handeln oder auch nicht Handeln bewirkt.

    Wenn denn Hilfe zur Selbsthilfe wie es K.H. Böhm vormacht, schon gäbe wäre es schön.

    Aber die meisten laufen heute am anderen vorbei.
    Was an der Gleichgültigkeit liegt,
    nicht mit dem gleichen Wert zu messen, den man an sich selbst anlegt und stellt. An Ängsten und anderem. Oft der eigenen Hilflosigkeit auch mitgeschuldet.
    Man muß nicht alte Wunden aufreißen, man muß nicht Mitleid erregen, man kann andere Wege gehen,
    wenn man den Menschen auf Augenhöhe begegnet in ihm
    ein Teil dessen sich selst sieht um verstehen zu können.

    Weil wir oft so unterschiedlich nicht sind
    sondern nur eigene Wege gehen um vielleicht am gleichen Ziel anzulangen.

    Die Frage ist das Ziel,
    aber wichtig ist auch der Weg.

    LG.

  • Christa(Samstag, 08. September 2012 23:06)

    Hallo liebe Wanda Müller,

    es ist schon erstaunlich, welche Folgen unser kleiner Rückblick in die Vergangenheit hatte, finde ich. Dabei ging es mir, wie sicher auch Ihnen gar nicht darum, alte Wunden zu lecken oder gar Mitleid zu erregen, sondern nur darum, die Bemühungen um Verklärung der DDR-Vergangenheit aufzudecken. Wer soll das tun, wenn nicht wir? Schließlich haben wir dieses System auf der Seite der“ Beherrschten“ kennen gelernt.
    Weil wir ansonsten politisch sehr unterschiedliche Meinungen vertreten und uns deswegen schon häufig gezofft haben, freue ich mich besonders über Ihre Unterstützung.

    Ihre Antwort an Herrn Wagner enthielt schon das Wesentliche und Sie haben ja auch bemerkt, was passiert, wenn man berichtet, was diese schwärmerisch hervorgehobenen Rechte in der DDR in der Realität bedeutet haben. Da fühlt man sich doch gleich wieder an die „guten alten Zeiten“ erinnert, stimmt´s? Ich unterlasse es, auf seine beleidigenden Anspielungen im gleichen Stil zu antworten (höflich wie ich nun mal bin :)).

    Offensichtlich haben Einige den Traum vom Sieg des Sozialismus über den Kapitalismus noch nicht ausgeträumt und versuchen mit der Verklärung der Vergangenheit den Sozialismus als Zukunftsvision zu gestalten.

    Man kann ja durchaus einräumen, dass der Aufbau des Sozialismus in der DDR unter besonders ungünstigen Bedingungen erfolgte, weil „im Zangengriff der freundschaftlichen Umarmung durch die SU“ (wie Herr Wagner es kürzlich so oder ähnlich formulierte und bei diesem SED-Jargon läuft es mir immer noch eiskalt den Rücken hinunter, uaahhh).

    Dass (nach meiner Meinung) dieses Gesellschaftssystem aber nicht für die Mehrheit der real existierenden Menschheit geeignet ist, habe ich kürzlich schon einmal erwähnt. Und eine geniale und dabei so einfache Begründung dafür habe ich durch einen Link gefunden, den der uns allen bekannte Forist Ernst im GJ-Forum eingestellt hat und den ich mir entgegen meiner sonstigen Gewohnheit angesehen habe: Nr.727 (2.Link, comic) vom 28.08.2012 (Thema Merkel).
    Man muss nicht studiert haben und benötigt nur eine durchschnittliche Menschenkenntnis um dadurch zu verstehen, dass dieses Gesellschaftssystem niemals ein Erfolgsmodell werden kann. Und erweitern kann man es auch auf die Bestrebungen einiger politischer Kräfte, die einen anstrengungslosen Wohlstand propagieren wie das bedingungslose Grundeinkommen. Das ist in meinen Augen Ausdruck einer verwöhnten Generation, denn wir (also unsere Generation in Ost und West) haben noch gelernt, dass man nicht nur verbrauchen, sondern auch erarbeiten muss. Solidarität mit den Schwachen ja, aber in Form von Hilfe zur Selbsthilfe und nicht ein Abschieben auf das Abstellgleis durch großzügige Sozialleistungen, auf die jeder auch ohne Bedürftigkeit zugreifen kann. Das fördert nur asoziales Verhalten und bringt keine dauerhafte Zufriedenheit und sozialen Frieden. Das ist natürlich eine neoliberale Einstellung in den Augen der Sozialromantiker. Aber ich verstehe das unter einer sozialen Marktwirtschaft.
    Und damit ist der Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart und Zukunft gespannt.

    Zu meinen Überzeugungen bin ich übrigens nicht durch Politiker, sondern durch meine persönlichen Erfahrungen gekommen, aber davon kann ich ja später noch erzählen.

    Viele Grüße, auch an alle Leser und Schreiber und besonders an

    Melanie

    und danke für Deine Worte. Ich verstehe Dich schon und Du siehst ja, es gibt wie immer und überall so´ne und solche :).

  • fritz Wagner(Samstag, 08. September 2012 14:53)

    Danke an Walter Neumann und Robert Kroiß für Ihre verständnisvollen Worte. Gut gemeint mit richtigen Hinweisen. Doch Anbetracht der tagtäglichen Hiobsbotschaften ist es nicht damit getan auf Möglichkeiten hinzuweisen, sondern es muss etwas konkretes in der gwollten Richtung getan werden, zumal in Ansatz gebrachte Alternativen nicht einmal kommentiert und auf ihren Gehalt hinterfragt werden.
    Ein schönes Wochenende
    und freundliche Grüße
    fritz

  • Fritz Wagner(Samstag, 08. September 2012 14:36)

    • (Freitag, 07. September 2012 16:20)
    Lieber Heiner,
    noch eine Ergänzung zum Nachschlag vom 07. 09. 2012
    Ich hoffe du gewährst mir trotz unsrerer zu diesem Thema divergierenden Meinungen und Sichtweisen doch noch Zugang zu deinem Bildschirm.

    betreffs; "trotz Gesinnungs-terror, wenn auch nicht politischer Art; "Ein erfülltes Leben, leben zu können“, wo auch immer.
    Ich will es mal gelinder als Meinungshoheit, Staats- oder Konfessionsdoktrin bezeichnen, fällt mir auch noch ein, das Leben lediger Mütter und deren Kinder (Bastarde)in dieser Zeit.
    Die Schande unehelich zum Kind gekommen zu sein und damit zu leben, könnte u.a. als prominentes Beispiel dafür Frau Renate Schmidt, Bayern, ehem. Ministerin der SPD abgeben, die deswegen als Schwangere moralisch diskriminiert vom Gymnasium suspendiert,geflogen, geächtet und in ihrer Ausbildung behindert wurde und erst später auf dem niedriger geltendem 3. Bildungsweg nachholen musste. Sie wird sicherlich nicht die Ausnahme gewesen sein.
    Heutzutage spricht man von allein erziehenden Müttern. Wer hat sich denn so etwas einfallen lassen?

    Weiter als Diffamierung und Unterdrückung in Meinungshoheit durch K. A., auserwählt fundamentaler Konfessionpotentat, im Wahlkampf wirksam eingesetzt, z. B.:
    W. B r a n d t, gewisser F r a h m s, u n e h e l i c h geboren, wegen der Nazis ins Exil gegangen!“.
    Wie werden sich wohl die Ehemaligen in Gesinnungsfreihei darüber gefreut und diese Aussagen honoriert haben?

    Weiter für mich der Hammer. Man lernt immer noch dazu. Gestern in der ARD Sendung, Das Erste, gegen 23;30 Uhr mit Maren Kroymann, Birgit Schrowange u.a. die Aussagen über den Gesinnungs- und Moralmief der nachhaltigen Adenauerära, dass uneheliche Kinder in der Schule „h i n t e n“ sitzen mussten!
    Wahrheit, Lüge oder Spinnerei?

    Was konnten die Kinder dafür, möglicher Weise als Produkt eines „Fehltritts“ mit hoch angesehenen, begüterten Persönlichkeiten der Gesellschaft oder des Klerus hervorgegangen, zusätzlich zur Aufbürdung der Schande für die Frau, deswegen und dafür noch darüber hinaus, evtl. lebenslang, ausgegrenzt und diskriminiert zu werden?
    Wer hatte das wohl zu verantworten und geduldet, ohne auf die Barrikaden zu gehen
    Dass Selbstmörder und gestorbene uneheliche Kinder noch im Tod von den Normalsterblichen distanziert gehalten wurden, ist, weil ich es nicht genau weiß, vielleicht auch nur eine Verunglimpfung durch die Protestanten.
    Was will ich damit zum Ausdruck bringen?
    Dass jede Gemeinschaftsform sich das Recht auf ideologischen Überbau und die daraus resultierenden Sichtweisen formt, wie auch auf die andere Seite dieses mit mehr oder weniger konfessionell staatstragender Religionsfreiheit nach ihrem Gusto in Anspruch nimmt und entsprechend praktiziert.

    Zur Gesinnungsakzeptanz oder Verwahrung dagegen kann doch generalisierend einigend konstatiert werden, dass die Einen dem Diktum Moskaus, die Anderen dem Washingtons und wieder Andere dem Roms unterlegen haben / sind.

    Wie schon mehrfach gesagt, verwenden wir unsere Kraft auf dringlich erforderliche Projekte und Maßnahmen der nunmehr uns gemeinsam vorliegenden, unausweichlichen Probleme.
    Somit könnte man das Aufzählen der Leichen im Kellers des jeweils Anderen der Vergangenheit anheimfallen lassen, soweit nicht weitere in Anzahl und Ausmaß zunehmen. Einverstanden??

    Ein schönes, erholsames Wochenende Dir und allen davon evtl. peinlich berührten Lesern und Mitstreitern.
    Mit freundliche Grüßen
    fritz

  • Fritz Wagner(Samstag, 08. September 2012 13:15)

    Hallo, Wanda Müller,
    Danke für die Nachricht. Darf und kann doch hin und wieder mal passieren. Entschuldigung angenommen. Für mich kein Problem mehr seit ich, nach ärgerlichen Erfahrungen und Verlusten meines Textes in der Vergangenheit, diesen nunmehr nicht direkt in das Kommentarfeld eintippe und im Fall der Fälle aus der Datei heraus kopiere.

    Ein erholsames Wochende
    Mit freundlichen Grüßen
    fritz

  • Robert Kroiß(Samstag, 08. September 2012 11:48)

    Hallo Ihr zwei wackeren Streiter für mehr Menschlichkeit und Gerechtigkeit, lieber Heiner, lieber Fritz.
    Sorry, dass ich mich nochmals in Euer „Gefecht“ einmische. Aber ich habe Euch Beide als Streiter für mehr Menschlichkeit und mehr Gerechtigkeit kennen gelernt. Die auch die Sachen beim Namen nennen.
    Aber, so frage ich Euch Beide: was bringt es darüber zu „streiten“, was unmenschlicher, was ungerechter war, bzw. ist? Unmenschlich, ungerecht ist und bleibt in jeder Form unmenschlich und ungerecht! „Scheiße“ bleibt „Scheiße“ und stinkt, egal wie groß der Haufen ist!
    Wenn ich in einen „Hundehaufen“ trete, dann ist es völlig egal, wie „groß“ oder wie „klein“ dieser ist. Mein „Fuß (oder Schuh)“ tritt voll in diese „Scheiße“ und dass „stinkt“ dann ganz gewaltig. Also geht es doch – auch Euch Beiden – darum, den „Scheißhaufen“ zu sehen und diesen zu „umgehen“?! Und natürlich macht man „Andere“ darauf aufmerksam, dass da ein „Scheißhaufen“ vor – oder auch hinter - einem liegt, in welchen man – wenn man ihn nicht sieht, bzw. übersieht – hinein treten kann.
    Und Ihr Beide – wie auch die vielen anderen Schreiber/Innen – hier, haben doch die „Vision“, dass man an die Ursache ran geht und es künftig vermeiden möchte, dass das rein treten in einen „Scheißhaufen“ dadurch zu einer „Gewohnheit“ wird. Indem man sich damit beschäftigt, das DA oder DORT ein noch größer „Scheißhaufen“ lag, bzw. liegt..Dass „man“ glaubt und sagt, es ließe sich sowieso nicht vermeiden!
    Das ist doch der eigentliche GEMEINSAME Punkt und Nenner.
    Und was „Gestern“ war ist längst geschehen und auch nicht mehr korrigierbar. Aber „Heute“ kann ich aus „Gestern“ gelernt haben und damit das „Morgen“ anders gestalten. Nicht aber dadurch, dass ich mich ständig mit „Gestern“ befasse und darüber vergesse und gar nicht bemerke, dass „Heute“ vergeht, ohne dass ich die „Weichen“ für „Morgen“ gestellt habe.
    Ich habe dies mal in einem Aphorismus so zusammen gefasst:
    „Hätten wir Gestern gewusst, was wir heute wissen, dann würde das Morgen ganz anders sein, als es Übermorgen gewesen sein wird“

    In diesem Sinne Allen ein schönes WE und liebe Grüße

    Robert

  • WAlter Neumann(Samstag, 08. September 2012 11:08)

    Vielleicht kann man aus Wessi Sicht Folgendes annehmen: Viele der in der DDR wohnenden Menschen haben seinerzeit nach der erfolgreichen Überwindung der Mauer sich das Leben in der neuen Bundesrepublik anders, besser, vorgestellt. Sie sind einfach enttäuscht über das, was sie in der neuen Republik erleben/erleben mussten.

    Wer nicht verfolgt, nicht diskriminiert war, wer "normal" mit im Becken DDR schwamm, fand sich oft im neuen Becken BRD in starkem Wasser wieder und muste mehr strampeln wie vorher im DDR-Becken, um nicht abgehängt zu werden. Dabei fühlen sich viele aber abgehängt und wohl auch realistisch als "Zurückgebliebene", die erhofften Verbesserungen sind nur zum Teil eingetreten, dafür aber auch manch unerwartete Verschlechterungen!

    Einen Trost kann ich allen Ossis jedoch mitgeben. Viele Wessis müssen genau so strampeln, um nicht abgehängt zu werden. Es werden immer mehr, die nicht mehr mitkommen. Die Spitze wird immer dünner und gewinnt einen immer größeren Vorsprung. Es ist unserer Spitze geschuldet, welche sich im großen globalen Schwimmbecken versuchen wollen, mit in der Spitze mithalten zu können. Da ist der Rest nur Statistik, notwendiges Übel, geduldetes Arbeitsmaterial, einsetzbare Manövriermasse.

    Es bleibt nicht aus, bei von der Entwicklung enttäuschten Menschen, dass sie die Vergangenheit durch eine rosarotere Brille sehen. Das Alter färbt die Erinnerungen noch mehre Rosa. Ich erwische mich auch dabei, die Vergangenheit, so schwer sie auch war, eher zu verklären. Ein Streit, was wann besser war und warum, ist ehr müßig. Besser wäre es, aus beiden Systemen die besseren Ansätze herauszufinden und versuchen, mit den im Jetzt vorhandenen zu vergleichen und Alt-bewährtes versuchen, mitzuhelfen, es zu reaktivieren.

    In diesem Sinne könnte doch vielleicht ein neuer Dialog ohne Spitzfindigkeiten und Ressentiments gestartet werden. Ich betrachte Sie Beide doch als echte, dialogfähige Demokraten.

    Mit freundlichen Grüßen an Alle

    Walter Neumann

  • Wanda Müller(Samstag, 08. September 2012 02:16)

    Lieber Fritz,

    ich bin die "Schuldige". Hatte ihren beitrag übersehen. Es tut mir sehr leid und entschuldigen Sie bitte.

  • Fritz Wagner(Samstag, 08. September 2012 02:11)

    Lieber Heiner,

    Vorab, dieser Eintrag war am Vormittag vor dem als Nachschlag eingstellten auf Sendung gegangen. Warum nicht angekommen? Fragezeichen meinerseits.

    Holla,holla,lieber Heiner wer spricht denn hier von gespielt beleidigter Leberwurst?
    Du hast bewusst deine Fragen in deinem Sinn gestellt und ich habe sie so, wie ich diese verstanden habe, nach meinem versucht zu beantworten.
    Ich glaube in bezug auf die erfolgreiche Art und Weise der von "Bild" und den einschlägigen Medien bewirkte Nachhaltigkeit der ideellen Mauer des kalten Krieges und danach in den Köpfen, wie auch Robert Kroiß schon dazu beschrieb, an der Art deiner Fragestellungen herauslesen zu solle, / können. Falls ich damit unberechtigt gegen die Etikette verstoßen haben sollte, bitte ich in aller Form um Nachsicht.
    Doch in punkto Reflexion auf von mir benannter Fakten, gestellter Fragen und Beantwortung dieser, sollte tatsächlich i c h mich geirrt haben??

    „Warum eigentlich sehnen sich so viele - vielleicht auch DU? - zurück in den "wärmenden Mutterschoß" der Diktatur?“

    Welcher Diktatur? Die des Kapitals? Des konfessionellen Konformismus? Der des Gegensatzes dazu?

    Symbolisiert der wärmende Mutterschoß nicht ein Grundbedürfnis normaler Menschen, wie zum Beispiel, sich in dem der Mutter Kirche, dem Verein der Gleichgesinnten, Gleichleidenden, der Familie aufgehoben zu wissen. Sinn und Richtung seines und der der Gemeinschaft aufgezeigt und die Grenzen des Miteinander gesetzt zu bekommen?
    Besteht da heute keine Sehnsucht, kein Mangel, keine Notwendigkeit für je jünger anspruchsvoller umso mehr?
    Der propagierte sog. freie Mensch, auf freier Wildbahn ohne oder selektierter Erziehung, feste oder so vieler im Übermaß mediengelenkter Orientierungen, dass er nicht mehr gut und böse zu unterscheiden vermag, ist doch nur noch ein beabsichtigt kalkuliertes Subjekt der Manipulierbarkeit derer, die wissen wofür und wozu.
    Ist denn irgendwo in der zivilisierten Welt ein Mensch noch wirklich frei oder doch auch nur eine der Utopien, wie viele andere auch?
    Aber man wird und darf nicht aufhören, an Utopien zu glauben und die Verwirklichung anzustreben.

    In diesem Sinne.
    mit wie immer
    freundlichen Grüßen
    fritz

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Samstag, 08. September 2012 00:16)

    Lieber Fritz Wagner,

    genauso hatte ich mir Deine Replik und Reaktion ( intuitiv) vorgestellt.

    Du spielst jetzt den "Beleidigten", ohne jedoch auch nur anähernd auf die Fragen einzugehen, die ich, keinesfalls in der vor Dir mir unterstellten Absicht, Dich zu kränken, zu verletzen oder gar verächtlich oder lächerlich zu machen.

    Dass ich mich nicht dem Niveau der BILD vergleichen lasse -übrigens müsste ich die erste Bild-Zeitung noch lesen - sollte sich von selbst verstehen.

    Ich habe Deine Beiträge weder verächtlich gemacht oder gar Dir eine
    " gewisse Absicht " unterstellt. Ich wollte sie verstehen, aber es scheint mir nicht gelungen zu sein!

    Mein Fragenkatalog war an jemanden gestellt, der,so meine Wahrnehmung, in "mancher Hinsicht" die Verhältnisse der ehemaligen DDR (Gesundheit und Soziales z.B. ) zurückzuwünschen scheint oder schien.

    Würde es Dir - mir jedenfalls geht es so und ich habe das immer wieder zum Ausdruck gebracht - nicht um Ideologien, aber um Fakten!

    Dass die Fragen teilweise "provokativ" oder gar "überspitzt" waren, will ich nicht bestreiten, teilweise sogar gewollt!

    Deshalb aber, weil es Dir auch nicht immer so genau darauf ankommt, anderen " Meinungen" Deine Meinung zu sagen oder gar darauf zu beharren!!

    Ich glaube Du hast es nicht verstanden, worum es mir ging. Ich wollte eigentlich damit die Vor- und Nachteile DDR / BRD herausstellen und vergleichen!

    Anscheinend war das wohl ein " Schuss in den Ofen "!

    Bin aber froh, dass andere "Leser" es so verstanden haben, wie ich es gemeint habe.

    Auf Deine Ausführungen, die ich sehr wohl gelesen und auch verstanden habe, habe ich
    nicht mehr geantwortet, weil andererseits hierzu eigentlich alles gesagt war und ich es für unangebracht hielt das auch noch mal zu tun!

    Ich finde es nicht fair - vor allen Dingen aufgrund Deiner Lebenserfahrung, die ich Dir jedenfalls unterstelle-,nunmehr wie eine "beleidigte Leberwurst " zu reagieren und alles das "auszupacken", was nicht Gegenstand meiner Fragen war, weil es Dir nicht in den " Kram " passt
    dazu gefragt bzw. befragt zu werden!

    Jetzt so zu tun als wären meine " Fragen" populistisch, unangemessen etc., weil in vielen Deiner Äußerungen " klare Kante " vermisst wird und man den Eindruck gewinnen könnte: 'Nicht Fisch noch Fleich zu sein', wenn es um die Vergangenheit Deiner DDR-Zeit geht.

    Ich respektiere Deine Lebensleistung ebenso, wie die aller Menschen aus der ehemaligen DDR, die mir in vielen Dingen manchmal näher stehen, als "Wessis"!

    Vor allem aber geht es mir dabei um die Wahrung der Menschenwürde, der Menschenrechte und der Selbstbestimmung jedes Einzelnen! Das wollte ich
    damit in Erfahrung bringen, von jemandem, der
    es "hautnah" erlebt hat, aber?!

    Deswegen, lieber Fritz, verzichte ich freiwillig auf die von Dir nicht gewünschte, vielleicht Dir auch peinliche "Fragestunde", obwohl ich Dich toleranter und resitenter kennen- gelernt habe und belasse es dabei.

    Dass, was Du mit Deiner "Konterkarierung" gemeint hast, war so von mir geplant und letztendlich auch gewollt, damit man die Unterschiede rausarbeiten konnte. Aber dazu wird ees nicht mehr kommen!

    Deswegen auch die unterschidlichsten Fragen aus allen Bereichen eines
    Lebens in der DDR. Es sollte ein Gedankenaustausch sein, der mir - und vielleicht auch anderen- einiges mehr an Wissen über "DDR-Zeiten" vermitteln sollte und nicht als " Generalabrechnung", wie ich meine aus Deinen Beiträgen erkennen zu können, gesehen werden.

    Statt zu fragen: "Weißt Du mehr über die konkrete Faktenlage?", um mich "lächerlich" zu machen, hätte ich eine Antwort aus Deiner Sicht der Dinge erwartet, weil Du genau wusstest, dass ich "Konkretes " nicht wissen kann. Um eben die
    Dinge sehen zu können, wie sie waren, sollte Deine Meinung dazu hilfreich sein!

    Nun gut, dass damit das Thema jedenfalls für mich
    beendet und nicht mehr auf meinem " Bildschirm " erscheinen wird, dürfte Dir ja wohl klar sein!

    Ich werde Dich nicht mehr mit " hochnotpeinlichen ", "provokativen" und " populistischen" Fragen behelligen, werde auch nicht Lanz u.a. nachfolgen
    und lasse auch weiterhin nicht den BILD-Redakteur
    "raushängen"!

    "Lieber Heiner, noch ein Nachschlag" sehe ich mehr als einen "Nachtritt" in den "Allerwertesten"....

    Trotzdem freundliche Grüße
    und in "alter" Frische, Heiner!

  • Fritz Wagner(Freitag, 07. September 2012 16:20)

    Lieber Heiner,
    noch ein Nachschlag.

    Gab es im Osten Deutschlands ein erfülltes Leben trotz Gesinnungsterror, Mauer und Schießbefehl?“
    Eine Frage in typischer Bildzeitungmanier, die man eigentlich nur an Gefängnisinsassen oder Kasernierter
    aller Länder der Welt zu stellen sich getrauen sollte.
    Versuche doch mal, internationaler Grenzen, Mauern von Kasernen, Hochsicherheitstrakten, US-, BW- Israelischer Militär Sicherheitsbereichen zu überwinden und bei Entdeckung die Aufforderungen des Wachpersonals, der Polizei, G S G 9 zu ignorieren. Was wäre wohl die Konsequenz?
    Was sind wohl deren Aufträge, Befehle und Handeln in letzter Konsequenz für beide Seiten?

    Schießbefehlsanweisung: Weißt du mehr über die konkrete Faktenlage? Erteilt durch Vorsitzenden des Staatsrates, Volkskammer, N V A, Grenz- und Staatsschutz, Polizei oder Sowjets, die auch Interesse an ihren Sicherheiten gegenüber den nicht mehr Verbündeten hatten, u.a. Deserteure, Agenten und Spione. (Realpolitik eben.)

    Wenn man ein erfülltes Leben an der Existenz von Mauern und Stacheldraht messen wollte. was für eines leben Israelis und Palästinenser, USA-Bürger und Mexikaner u.a. dann?
    Genoss, genießt man ein erfülltes Leben trotz Gesinnung als Protestant, Nichtgläubiger, Sozialdemokrat, Kommunist Ausländer, Zigeuner, Homo, Habenichts in hochkatholischen Landstrichen und Gemeinden südlich des Weißwurstäquators und entlang beiderseits des Rheins und in Hessens, Nordrhein-Westfahlen in der BRD?
    Ich erinnere mich nur an Radikalenerlass, Verbot der KPD und sog Vaterlandverräter (Deserteure, Paulus usw.), Erzählungen, Romane Heinrich Bölls, wie auch Reportagen, Filme und Hörensagen über Gesinnungsterror nicht nur der letzten Jahrzehnte.
    Soviel meinerseits dazu.
    und mit Gruß
    fritz

  • Fritz Wagner(Freitag, 07. September 2012 14:24)

    Lieber Heiner,
    ich nütze gerade meine Mittagspause, um Dir zu einer deiner Fragen, in meinem Sinne zu antworten.

    „Warum eigentlich sehnen sich so viele - vielleicht auch DU? - zurück in den "wärmenden Mutterschoß" der Diktatur?“

    Welche Diktatur? Die des Kapitals? Des konfessionellen Konformismus? Der des Gegensatzes dazu?

    Symbolisiert der wärmende Mutterschoß nicht ein Grundbedürfnis normaler Menschen wie zum Beispiel, sich in dem der Mutter Kirche, des Vereins, der Gleichgesinnten und Gleichleidenden, der Familie, der Nation aufgehoben zu wissen. Sinn und Richtung seines Seins und des der Gemeinschaft aufgezeigt und die Grenzen des Miteinander gesetzt zu bekommen?
    Besteht darin heute nicht bei der Mehrheit aller Menschen eine Sehnsucht danach (nicht 100%-ig wie gehabt oder bestehend).
    Kann man mit dem Istzustand zufrieden sein oder bedarf es dazu nicht einer Suche nach einer gerechten annähernden Lösung?
    Für je jünger, umso mehr?

    Der propagierte sog. freie Mensch, auf freier Wildbahn ohne oder selektierter Erziehung, feste oder so vieler im Übermaß mediengelenkter Orientierungen, dass er nicht mehr gut und böse zu unterscheiden vermag, ist doch nur noch ein beabsichtigt kalkuliertes Subjekt der Manipulierbarkeit derer, die wissen wofür und wozu.
    Gibt es denn irgendwo auf der zivilisierten Welt einen wirklich freien Menschen oder doch auch nur eine Utopie wie viele andere auch?
    Aber man darf nicht aufhören, an Utopien zu glauben und die Verwirklichung anzustreben.

    Weiteres nach Gelegenheit oder Anforderung.

    Mit freundlichen Grüßen
    auch an Gertrud
    fritz

  • Gertrud(Freitag, 07. September 2012 11:00)

    Und Lieber Fritz,

    gerne nehme ich das Du an,
    auch wenn ich in meinem Beitrag wieder zum Sie zurückkam.

    Ich danke für die wie ich finde wieder guten Beiträge, die mir immer etwas geben. Manchmal mit etwas Verzögerung.

    Ich danke für das Lob
    und gebe dies gerne an jeden von uns zurück.

    liebe Grüsse

  • Gertrud(Freitag, 07. September 2012 09:17)

    Guten Morgen,

    ich wünsche einen schönen Tag.

    Hallo Fritz, Lieber Heiner Klein,

    es wäre schade, wenn sich ein trauriges Gefühl bei Ihnen beiden einschleichen würde und könnte, weil man noch Unterschiede sieht.

    Ich muß manchmal die Beiträge auch zweimal lesen, andere wohl meine auch.

    Wichtig ist, wo sie übereinstimmen und gemeinsames Suchen. Wählen Sie bitte keine Mißstimmung.

    Warum ich das schreibe,
    ich konnte und hatte die Wahl und mußte mich entscheiden, Menschen die ich liebte weiter grahm zu bleiben und zu sein, oder neue Wege zu gehen.

    Ich habe mich entschieden neue Wege zu gehen, was nicht ganz einfach war aber es geht.

    Gerade habe ich noch mal beim ersten Beitrag angefangen zu lesen.

    Und fand ein Wort von mir

    Dieses

    "Manchmal denke ich das Äussern in Foren und Blogs erfordert viel Disziplin, nicht auf der Woge so manchen mitzuschwimmen."

    Und manchmal gehen die Pferde mit einem durch,
    so wie mir zum Thema im AW Blog. Für viele vielleicht auch nicht gerade verständlich.

    Wenn ich darf. Bauen Sie auf auf dem was Sie einander schätzen.

    Mich erinnert heute in unserem Land vieles an früher. Und beide Länder
    und Themen haben Parallen,
    deren Ziel erreicht ist,
    wenn wir sie aufzeigen und nicht mehr das gemeinsame Suchen und finden.

    In dem Sinne. Ich mag Sie beide Ihre Beiträge, Ihre An- und Einsichten und die anderer hier auch.

    Und darauf baue ich auf.

    Schreiben Sie bitte weiter. Wenn wir es schaffen aus dem was ist wieder das Beste zu machen,
    haben wir mehr erreicht als andere.

    Nicht vergessen, die Beschreibung der Zustände ändern alleine nichts,
    aber wie wir mit vielem umgehen kann bewirken.
    Wenn man gemeinsames sucht.

    Liebe und herzliche Grüße
    Ich werde alle noch mal nachlesen.

    Ein schönes Wochenende.

  • Fritz Wagner(Freitag, 07. September 2012 01:08)


    Lieber, werter Heiner,
    mit deinem von mir empfundenen Asylantrag mit hochnotpeinlichen, teils provokativ populistischen Fragestellungen enttäuschst du mich sehr. Mit einem einfachen „Ja“ oder „Nein“ kann ich Dir, so wie du mich kennst, trotz aller Freundschaft nicht dienen.
    Vielleicht beantwortet Dir diese in deinem unterstellt beabsichtigten Sinne stellvertretend einer, der es sich aussuchen konnte, so wie ich, der ehem. „Sofjetzone“ angehören zu dürfen,.

    Bist du im Nebenjob bei der erfolgreichen „Bild“ und deren Satrapen mit gestörter Optik zu allem, was nicht in deren vorgebastelten Rahmen passt, unter Vertrag?
    Weil die Altersente oder Pension nicht mehr ausreicht oder findest du neuerdings Freude am fragestellenden Gefälligkeitsjournalismus ala Leif, Lanz, Plaßberg, Beckmann und anderer?

    Warum wohl komme ich auf so eine Idee?,
    - weil du mir mit deinem Fragenkomplex zu erkennen gibst, dass du offenbar meine Stellungnahmen und
    themenbezogenen Beiträge zum zur Debatte stehenden Thema und vielseitiger vorangegangener
    Themen offenbar nicht gelesen oder verstanden hast
    - weil du aus möglicherweise Desinteresse auf von mir benannte Fakten, erläuternde historische
    Zusammenhänge und einzelne Fragen ausweichend oder gar nicht eingegangen bist
    - weil wir nicht erst seit gestern uns kennen und schätzen gelernt haben, solltest du inzwischen über meine
    Sichtweise ausreichen Kenntnis erlangt haben.
    - weil du selbst nicht bei deinem initiierten Thema bleibst und Dich auch noch einreihst, in die
    Stellungnahmen der davon abgleitenden Wahrnehmungen, Beurteilung und Äußerungen zur
    Menschenverachtung der DDR, u.a. gegenüber Alten, Rentnern, unproduktiven Humankapitals, Löhnen
    und Höhe der Renten.
    Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun. Ablenkung und Kaschierung des eigenen Unvermögens, wie im Ergebnis meines letzten Beitrages, Teil 3 dazu benannt?

    Steuern wir (Ihr) jetzt zeitverzögert, Arroganz vermindernd, auch auf diesen angeprangerten Level zu?

    Ich habe die gestrige Sendung bei A. Will zu diesem Thema zu hier und heute nicht gesehen, aber im Blog gelesen, wie die Meinungen darüber ausfallen. Ist damit nicht der Beweis erbracht; „Was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, mit dem Balken im eigenen Auge?“

    Um es abzukürzen, alle deine Fragen könnte ich zusammenfassend konterkarieren mit den gleichen Fragestellungen bezogen auf die Lebensbedingungen mit den auch eurerseits erforderlich Anpassungen an
    die Diktatur des Kapitals, seines noch so kleinen Brötchengebers, der Ideologisierung durch die Medien, politisch und konfessionell, die ihr BRD-Bürger mit der Zeit genau so kritiklos verinnerlicht habt, wie ihr uns unterstellt.

    Falls du auf die Beantwortung deiner Fragen explizit bestehen solltest, würde ich so pö a pö, Stück für Stück in mir zeitlich vorhandenen Abständen ausführlicher darauf eingehen

    Für heute reicht es für mich.
    Bis gelegentlich auf ein Neues.
    Mit weiterhin freundlichen Grüßen
    fritz

  • Fritz Wagner(Mittwoch, 05. September 2012 00:51)

    Teil 3 und Schluss

    Zwischenbemerkung: (Gleichnis, nicht ganz ernst gemeint)
    - Übrigens Frauen und Schuhe stehen m.E. in einem besonderen Verhältnis zu einander. Wenn diese einmal die Freude an Schuhen gepackt hat, wird die Anzahl dieser selten als genug empfunden. Da hören diese auch nicht wieder auf, nach Neuen und Ergänzung zu suchen!-

    Was ist daraus resultiert außer Ignoranz, Ausblendung der Fakten und historischen Zusammenhänge von Ursache und Wirkung, Ablenkungen, Ausflüchten, Rechtfertigungen persönlicher Auf- und Abrechnungen von Befindlichkeiten und teilweise auch nicht verhohlene Gegenliebe.
    Ich bin kein Schriftsteller der berufsbedingt den ganzen Tag bemüht bleiben muss, seinen Rest an grauen Zellen und die Tastatur seines Keyboards zu quälen.
    Langsam tut mir schon die Zeit leid, die ich hier vermittelnd um Aufklärung meiner Sicht bemüht bin, gegen von mir empfundene Windmühlen, die ihrer Aufgabe und Natur nach immer gegen den Wind gestellt sind, anzutreten.
    Dazu auch noch Gegenwind von meiner Frau, weil sie mich in dieser, von ihr als sinnlos empfundene Zeit entbehren muss.

    Wie schon zu Heiner signalisiert, hören wir mit dem Thema auf, zu diskutieren und wenden uns nach vorn gerichteter Themen zu.

    Liebe Gertrud ,
    selbstverständlich dürfen Sie mich mit dem im Internet üblichen Du“, (you), ansprechen.
    Das gilt auch für alle andere User, die nicht mit Bedacht auf Abstand zu mir und meiner Sichtweise bleiben wollen.
    Nicht an der Form, am Inhalt und Willen um Verständnis ist mir vorrangig gelegen.
    Und damit darf ich mich bei Ihnen bedanken für Ihr stetes Bemühen, eingestellte Einträge jedweder Person mit Bedacht und Nachsicht, im Wissen der unterschiedlichsten Sichtweisen mit eigenen Erfahrungen abzuwägen und immer das Gute der christlichen Botschaft
    betonend, wie auch Heiner Klein, gläubig und appellierend, zu kommentieren.
    Der Intellekt allein stellt m.E. nur e i n e n Aspekt des Begriffs B i l d u n g dar, wie oft fälschlich angenommen und plakatiert.
    Ansonsten intelligent, aber …….. in Ergänzung der Summe aller Eigenschaften zur Rechtfertigung des Bildungsbegriffs
    Erst m i t Humanismus, Empathie, Verantwortung, Rücksichtnahme, Verständnis, Hilfsbereitschaft. Nächstenliebe, Achtung vor dem Gegenüber, nützliches Wissen, Humor, Mitgefühl kann erweist sich eine Gesellschaft sich als gebildet und darf sich als solche so bezeichnen. Leider existiert dafür noch keine adäquat messbare Benotung zum Vergleich.

    Liebe Wanda, Marie –Luise Müller,
    Im Bewusstsein Ihre HP und Moderation bzw. Zeit- und Nerven strapazierende Tätigkeit des Freischaltens zu nutzen, in Anspruch zu nehmen, bitte ich um Entschuldigung, Ihnen keine Freude bereiten und zu den Aussagen Ihrer Einklinkung in den mit Christa geführten Dialog nicht vollinhaltlich Zustimmung zu signalisieren vermag.
    Ich weiß, die Hand, die einen füttert, beißt man nicht.. Ich hatte diesbezüglich auch eine gewisse Beißhemmung und hätte diese auch eingehalten, wenn nicht Sie selbst mit Ihrer Stellungnahme in einer Art Reflex des auf Christas „Busch klopfen“ bezüglich nur des Verdachts einer Nachgraduierung zum Diplom, zu meiner Überraschung Sie aufgeschreckt glaubten, sich in Ihrem Fall rechtfertigen zu müssen. Das war nicht meine Absicht. Ich hatte dazu keinerlei Ahnung und selbst wenn, ich hätte aus vorgenannten Grund nicht darauf abgehoben.
    Da es nun mal geschehen ist, und ich Sie als nicht zimperlich und hart im Nehmen und Sie zuweilen auch ganz schön austeilen können, werden wir wohl oder übel damit leben können, hoffe ich.

    Auch ich habe neben der Berufsarbeit in dreieinhalb Jahren Abendstudium mein Abitur und später als Familienvater in fünf Jahren Abendstudium den Fachschulabschluss als Ingenieur für Elektrotechnik und Elektronik erworben. An ein Direktstudium war aus ökonomischen Gründen für die Familie nicht zumutbar.
    Allem in Allen bin und bleibe ich dankbar für die mir gebotenen Chancen zur Aufholung der durch Herkunft und Selektierung im 4. Schuljahr, sowie Kriegseinwirkungen vernachlässigte schulische und berufliche Ausbildung im Arbeiter- und Bauernstaat. Ob mir das in der BRD hätte so geboten worden wär, großes Fragezeichen.
    Dass Sie einem anderen Bewerber mit schlechteren Noten den Vortritt lassen mussten war für Sie bestimmt bedauerlich, verhalf damit vielleicht Christa zu ihrem Glück.
    Zu allen Anderen habe ich ausreichend Stellung bezogen, so dass ich es hiermit bewenden lasse möchte.

    Robert Kroiß,
    Danke für die Hinweise
    Genau so bei uns , was die Einrichtung anbetraf, nur Gebrauchtes, von der Bettwäsche über Möbel und sonstige Einrichtungen und Gebrauchsgegenstände wie bei Ihnen, meist aus Nachlässen, privaten Angeboten oder im Tausch erworben.
    Nix mit Zentralheizung, Warmwasser aus der Leitung, Bad, (Körpereinigung in der Zinkwanne im Waschhaus oder großen Schüssel in der Küche) , Balkon, , Teppich oder Auslegware, Kühlschrank, Telefon, Waschmaschine, Geschirrspüler, Radio und Fernseher später, Auto usw.
    Ein einfaches, doch lebenswertes Leben eben.

    Karl Förster
    Danke für Link zur Uni-Leipzig. Reelle Beschreibung zur Wende, ihren Anlässen und Folgen.

    Mit freundlichen Grüßen an Alle
    fritz

  • Fritz Wagner(Dienstag, 04. September 2012 22:49)

    Ein freundschaftliches Hallo in die Runde der engagierten Streiter und Vertreter divergierender Wahrnehmungen und Sichtweisen zum Thema.

    Teil 2
    Deshalb meine Rückerinnerung und Benennung der Fakten zum Vergleich des heutigen immer mehr infrage gestellten Gesundheits-, Renten-und Sozialsystems, womit sich der Kreis zum Ausgangspunkt geschlossen und darauf richtungsweisend hätte reagiert und sinnvoll agiert werden können / müssen.

    Anstelle dessen und Frauenförderplänen, Lecken nicht vernarben wollender einstiger Verwundungen, Enttäuschungen, Verletzungen und Hintanstellungen, nicht rechtzeitig gewährter Ansprüche der jüngeren Generation, berechtigt oder nicht, sind wir inzwischen angelangt bei damaligen persönlichen Befindlichkeiten, Wohnungsnot und Nachgraduierungen von Hochschulabschlüssen ..

    Ist das nicht verrückt, und hat es dem Anliegen Heiner Kleins mit auch nur e i n e m sinnvollen Beitrag oder Vorschlag helfend vorangebracht?
    Im Gegenteil nur alle Kraft darauf verwendet durch Ausweichen auf Nebenkriegs-schauplätze, die Fakten zu kaschieren oder gar nicht erst wahrzunehmen.

    Wie wäre es, sich einmal konstruktiv dem Thema und den Fakten zu widmen.
    Ich habe in meinen Ausführungen immer versucht, Fakten so wie in den Annalen, offiziellen Verlautbarungen, Gesetzesvorlagen, Medien veröffentlicht und persönlichen Erlebens mit Ort, Straße und Hausnummer zum Nachweis benannt und mich bemüht, meinen Emotionen beleidigend nicht so freien Lauf zu lassen, wie teilweise in den Reaktionen darauf zu lesen ist.
    Wem der Schuh passt, möge ihn für sich in Anspruch nehmen.

  • Fritz Wagner (fritz 30 )(Dienstag, 04. September 2012 22:40)

    eundschaftliches Hallo in die Runde der engagierten Streiter und Vertreter divergierender Wahrnehmungen und Sichtweisen zum Thema.
    Teil 1

    Zunächst einmal Danke an Alle für Ihre Stellungnahmen besonders für die toleranten, verständnisvoll vermittelnden und nachdenklichen, voran Gertrud in ihrer Altersweisheit und Walter Neumann mit seinem breiten Spektrum an Wissen über den Tellerrand eines Wessis hinaus, sowie auch an Robert Kroiß und Karl Förster.
    Eingeschlossen auch Melanie und Wanda, zu denen mein Dank verständlicherweise und naturgemäß etwas distanzierter wahrgenommen werden darf.
    Allgemein;
    Wie oft muss man vernunftbegabte Menschen, des Lesens mächtig, noch darauf hinweisen werden, worum es im Kern der Sache eigentlich ging.
    Ich wiederhole mich seit meinem Beitrag an Heiner vom Sonntag, den 28. 08. 12
    Zitat:
    „Es ging doch ursprünglich und ausschließlich allein um das Thema, der von Dir zu Recht bemängelten, von der Gesellschaft mental, physisch sozialen durch am Profit orientiert verursachten bislang geduldeten Missständen im Sozialbereich wie beschrieben, nicht aber um die Sinnhaftigkeit, des Unrechts, den Aufstieg und Niedergang der beiden, von den ehem. Alliierten als Übergangslösung gedachter Provisorien, sowie von denen verordneter Staatsdoktrinen bis zu einer evtl. Wiedervereinigung in fernen Zeiten, oder?“

    Die Antwort von Christa und Wanda darauf war meiner Wahrnehmung nach das pauschalierte Urteil über das von ihnen als Menschenverachtend empfundene DDR-System.
    Eingeschlossen auch das Bildungs- und Sozialsystem, an dem sie doch damals mit nicht geringen Anteil und Erfolg partizipiert haben und vielen Westbürgern so nicht bekannt war/ ist.

    Was war oder wäre so menschenverachtend daran, dass man es hätte nicht in Teilen übernehmen können?
    Die BRD reglementiert doch immer nicht konforme Staaten wegen deren Menschenrechtsdefizite.
    Ist das Recht auf Arbeit, Domizil, Bildung und Daseinsgrundsicherung nicht auch ein originäres Menschenrecht? Was hält die politische Klasse davon ab, dieses hier im Lande zu garantieren?
    Eine Volksbefragung darüber würde sicherlich seitens der Lohn- und Gehaltsempfänger im Lande positiver ausfallen als die zur Gesundheitsreform in den USA.
    Fortsetzung folgt

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Dienstag, 04. September 2012 22:00)

    Werter Fritz,
    eigentlich bräuchte ich nichts mehr zu schreiben, denn es wurde bereits alles gesagt. Da ich da aber was "angestiftet" habe, dessen Ausmaß ich nicht ahnen konnte, lässt mich nochmals in die "Tasten hauen" um einiges relativieren zu können.

    Deswegen möchte ich Dich mit einigen Fragen "löchern", die Du vielleicht bereit bist zu beantworten, denn vieles von dem was Du -aber auch andere - geschrieben haben,veranlasst mich hierzu und decidiewrt nachzufragen:

    Wenn es die DDR wieder gäbe, würdest Du gern dort leben?

    DDR Mythos oder Realität?

    Was ist aus der Utopie geworden?

    Ist sie eigentlich tot für alle Zeiten oder wird sie in neuer Form wiederkehren?

    Hättest Du lieber ein anderes Leben gelebt?

    Waren die Jahre in der DDR eine verlorene Zeit?

    Wie konnte man dort eigentlich leben?

    Gab es im Osten Deutschlands ein erfülltes Leben trotz Gesinnungsterror, Mauer und Schießbefehl?

    Warum eigentlich sehnen sich so viele - vielleicht auch DU? - zurück in den "wärmenden Mutterschoß" der Diktatur?

    Warum aber wird die DDR mit jedem Jahr des Abstands immer schöner?

    Warum steht der allgemeinen Verurteilung der Diktatur immer noch die konkrete Harmonie einer scheinbar heilen Welt
    gegenüber?

    Warum ranken sich die aktuellen Debatten kaum noch um Herrschaftsstrukturen, sondern mehr und mehr um den Alltag der Menschen in der DDR?

    Warum wurde oft hinter vorgehaltener Hand gesagt, der oder jener Kollege sei
    eine " Sicherheitsnadel"?

    Warum haben mehr als 65% der Befragten einer Umfrage positive Erfahrungen mit der deutschen Einheit gemacht?

    Warum sahen bei der gleichen Umfrage mehr als 60% an der DDR mehr gute als schlechte Seiten?

    Weshalb überhaupt gab es dann die friedliche Revolution von 1989, den Mauerfall und den Weg in die deutsche Einheit?

    Warum gelang es der DDR Führung nicht die Wohnungssituation zu verbessern und diesen Anspruch für die mehrheit der Bevölkerung einzulösen?
    ( Parole: " Besser leben - schöner wohnen!")

    Stimmt es, lieber Fritz, dass noch 1989 lediglich 16% der Haushalte ein Telefon besaßen?

    Stimmt es, dass es die Idee gab, einen sozialistischen Typ des " neuen Menschen " zu erschaffen, der im Arbeitskollektiv und in kollektiver Freizeitgestaltung seine Erfüllung finden sollte?

    Warum eigentlich gab es " Sozialistische Wartegemeinschaften"?

    Warum war das Einkommen so bemessen, das es für eine -jedoch bei Rentnern sehr oft eingeschränkte - Grundversorgung reichte?

    Wurden deswegen Miete, Energie, Wasser und Grundnahrungsmittel so stark subventioniert?

    Was besagten Begriffe wie " Gestattungsproduktionen?"

    Sind für Dich, werter Fritz, Hammer und Sichel, Ampelmännchen und Pittiplatsch, Blauhemden mit aufgehender Sonne am Ärmel, ein stets lächelnder E.Honecker, Mythos oder Wirklichkeit(gewesen)?

    Arbeit für alle, Geborgenheit und Solidarität - waren das nicht großartige Werte, die Du in der DDR verwirklicht sahest?

    Bietet deswegen nicht doch so manches aus diesem "verschwundenen Land" eine reizvolle Alternative?

    War es so, dass der anerkannt und belohnt wurde, der
    sich " in den Dienst der Sache " stellte?

    Wer also
    den Führungsanspruc€h der SED sowie ihrer Regeln und Ziele akzeptierte, konnte für DDR Verhältnisse ein relativ normales Leben führen?

    Und wer das nicht akzeptierte,für den galt dann nicht mehr die Losung: " Jeden gewinnen, keinen zurücklassen"?

    Warum gab es trotz aller ideologischer Vorbehalte mit der Valuta - Mark eine unverzichtbare Devisenquelle für den SED -Staat?

    Warum wäre es selbst für hartgesottene DDR - Fans aus den Reihen der LINKSpartei - gehörst Du nicht auch dazu? - einfach zuviel, wenn die Mauer wieder zugemacht würde, eine zu harte Strafe?

    Zurück zur DDR?

    Das Triptychon " Lob des Kommunismus " ,lieber Fritz,von Ronald Paris
    ist Dir sicherlich nicht unbekannt und stellt den Aufstieg der Menschheit aus dem Elend der Ausbeutergesellschaft über die proletarische Revolution zu den lichtvollen Höhen des kommunistischen Paradieses
    dar. Und was ist aus dieser Utopie geworden?

    Und war es so, dass alles
    erkauft werden musste mit politischer Anpassung in einer stark ideologisierten Gesellschaft und mit einem Leben, das von der Wiege bis zur Bahre in gelenkten, weitgehend berechenbaren Bahnen verlief? usf.

    Alles weitere wurde bereits ausführlich in den Beiträgen von Walter Neumann, K. Förster, Robert Kroiß, Wanda Müller, Melanie HH, Christa, Gertrud und Gerd
    gesagt, wofür ich mich auch recht herzlich bedanke.

    Liebe Grüße an Euch alle und stets einen " besonnenen und kühlen Kopf", Heiner!!

  • Robert Kroiß(Dienstag, 04. September 2012 11:01)

    Lieber Klaus,
    wir haben uns da schon richtig verstanden. Mit einem eigenen Thema meinte ich - habe ich zwar auch schon irgendwann mal in einem kleinen Essay versucht nieder zu schreiben - genau das, was Du auch meinst.
    Das "Patriarchat" - die späte Rache des "Adam" an "Eva". Und die Emanzipation einer Alice Schwarzer und der Frauenbewegung nur die "logische" Folge und Konsequenz wiederum als Rache am Manne. Weil der Mensch eben Emanzipation niemals als das verstanden hat, was es bedeutet. Nämlich den - weiblichen und männlichen - Menschen aus der/seiner Abhängigkeit in seine Unabhängigkeit und damit Selbständigkeit zu entlassen.

    @ Gertrud: über "den Dingen" zu stehen bedeutet auch nichts anderes als frei zu sein von "den Dingen", welche einen "abhängig - in welcher Form auch immer -" machten. Bedeutet ja nicht, dass "man" dann über "Seinesgleichen" steht. Denn gerade die dadurch erlangte Freiheit läßt einen sein Gegenüber auf "gleicher Augenhöhe" zu achten. "Den Dingen" aber "nur" den Wert zu zumessen, der diesen auch zusteht.

    In diesem Sinne liebe Grüße an Alle

    Robert

  • Gertrud(Dienstag, 04. September 2012 09:59)

    Guten Morgen,

    Hallo Lieber Klaus Förster,
    danke Ihnen sehr für Ihre Zeilen.
    Jetzt habe ich verstanden, was Sie mit die besseren Schreiber meinen, manchmal muß man zweimal lese, ja auch ich, und ja Sie haben recht mit Ihrem Beitrag. Finde ich auch.
    Robert und Walter Neumann haben die treffenden Worte gefunden, finde ich auch.
    Ich finde wir ergänzen auch alle einander sehr gut. Das finde ich ebenso.
    Ich wünsche Ihnen, und allen hier, einen schönen Tag.
    Ganz liebe Grüsse

  • K.Förster(Montag, 03. September 2012 23:52)

    Liebe Gertrud,
    ich bedanke mich für die positive Rückmeldung.
    Streitgespräch ja, echten Streit nein.An meinen Stil werde ich arbeiten, aber in bestimmten Situationen ist ebend auch Ironie oder Härte erforferlich.
    Mir sind die zukünftigen Entwicklungen wichter, als das gegenseitige Aufreiben an der Geschichte.

    Die Generation Fritz war gezeichnet durch Krieg, wollten tatsächlich ein "besseres Deutschland" und haben sich dafür aufgeopfert. Was später die "Obrigkeit" daraus gemacht hat, schmälert keine Lebensleistung dieser Frauen und Männer der Ex-DDR.

    Das Überstülpen des System-BRD auf den Osten war NIE Wille der Bürgerrechtler und der meisten Leute.
    Es grenzt eigentlich an Irrsinn so faktisch von heute auf morgen nach ganz anderen, völlig unbekannten Gesetzen und Regeln leben zu müssen.

    Ich selbst( Jahrg. 52)habe keinen Anteil daran,in Osten geboren zu sein. Wir kannten es nicht anders.
    So machte auch hier jeder seine eigenen Erfahrungen, positive und negative.

    Soll allein das Grund zum Streiten sein ?
    Nein, wir sollten die Erfahrungen austauschen, uns nicht weiter spalten lassen,so wie Robert es treffender schreibt ,an der Zukunft arbeiten die endlich der Mehrheit zum Wohle sein soll und nicht immer und immer wieder nur die "Mächtigen" beherrschen.

    Walter Naumann und Robert haben schon die treffenden Worte gefunden.
    ( Ebend die besseren Schreiber)

    Hier wird es einigermaßen nüchtern analysiert:
    http://www.uni-leipzig.de/fernstud/Zeitzeugen/zz160.htm

    Jedenfalls ist es ein erfrischender Gedankenaustausch der mir persönlich wohl tut.

    # Lieber Robert, mit Herr bezog ich mich auf Herrschen und der "Sonderstellung" der Mannes.

    Erkenntnis aus diesen Geschichten:
    "Internet bildet und verbindet"

    Danke Wanda und allen anderen.

    Beste Grüße

  • Gertrud(Montag, 03. September 2012 18:08)

    Hall Till, lieber Robert,

    Danke für Ihren Beitrag. Der mir wieder sozusagen aus der Seele spricht.
    Stehe ich wirklich so über den Dingen? Ich hoffe nicht.
    Sie haben natürlich recht, es muß benannt sein,
    der Meinung bin ich auch.

    Danke für den guten Beitrag.

    Ihnen Walter Neumann auch.

    Überhaupt Danke an alle.

    Lieben Gruß und einen schönen Abend.

  • r(Montag, 03. September 2012 16:38)

    Liebe Blogger/Innen, Teil I

    auch ich als „Wessi“ möchte mich mal kurz in diese Diskussion einklinken. Walter Neumann hat allerdings schon sehr Wesentliches – dem ich mich durchaus anschließe – gesagt. Bzgl. von „Vorurteilen“ will ich dazu aber bemerken, dass sich Vorurteile nur für den/diejenigen bestätigen, die bereits Vorurteile haben! Und was die „Beschreibungen“ von Fritz anbelangt. Wäre nicht bekannt, wer aus dem Osten oder dem Westen kommt, würden sich in den Beschreibungen der Verhältnisse eines „Normalbürgers“ im Prinzip die große Mehrheit der Bevölkerung des gesamten Landes wiederfinden (können).
    Denn mit der einen SICHTBAREN und gefallenen „Mauer“, ist die immer schon bestehende Mauer zwischen den Regierenden und Herrschenden und den Regierten und Beherrschten NICHT gefallen.
    Wer wie ich häufiger mit Menschen aus dem Osten des Landes – zumeist am Plattensee, bzw. in Heviz in Ungarn – zusammen traf, konnte trotz der noch bestehenden SICHTBAREN Mauer feststellen, dass zwischen den Menschen keine anderen „Mauern“ bestanden, wie sie eben in zwischenmenschlichen Beziehungen – auf Grund von Vorurteilen – bestehen. Diese hatten aber nichts mit dem „System“ zu tun. Aber bestehen diese „Mauern“ nicht auch oder erst recht heute immer noch?!
    Will jetzt gar nicht erst die „Erfahrungen“ meines Lebens im Detail schildern. Aber war Fritz im Bezug auf das „alltägliche“ Leben im Osten beschrieb, kann genauso gut von einem Wessi beschrieben werden. Nur im Bezug auf Wohnung ein kleines Beispiel ( aus eigener Erfahrung, Ende der 60 Jahre – von den Erfahrungen meiner Eltern, welche ich ja auch selbst miterlebt hatte ganz zu schweigen) dafür, wie „leicht“ man im Westen zu einer halbwegs finanzierbaren Wohnung kam. Erst als „wir“ - insbesondere meine Frau – beim Wohnungsamt in München damit drohten, ihnen unser erstes Kind auf dem Schreibtisch (nachdem wir über ein bei Jahr meinen Eltern in einem 14qm Zimmer ihrer 3-Zimmerwohnung wohnten; was dies bedeutet, kann man sich ja ausmalen) da zu lassen, begannen die „Mühlen des westlichen Systems“ zu malen und wir bekamen eine eigene, finanzierbare (was damals knapp den halben Monatslohn meines Verdienstes bedeutete) 3-Zimmerwohnung. Unsere erste „Wohnungseinrichtung“ war zusammen gewürfelt aus Geschenken der Eltern, Verwandten und der Rest auf „Pump“ gekauft. Ich hatte zwar weder Abitur, noch habe ich studiert und damit auch keinen Titel. Aber ich habe ab meinem 14. ten Lebensjahr gearbeitet und auf dem zweiten Bildungsweg die damals doch noch einigermaßen geachtete mittlere Reife nachgeholt und als Beamter durfte ich dann auch mal einen „ganz wichtigen Titel“ führen.
    Was ich damit ausdrücken will (habe ich auch des öfteren schon mal angetextet): der „normal Sterbliche“ in Ost und West, in Nord und Süd bekommt IMMER nur gerade so viel, dass er seinen „Alltag“ bestreiten kann und damit STILL hält. All die sogenannten Errungenschaften für das „arbeitende Volk“ waren NUR die Ergebnisse von Kämpfen, mit denen das Volk immer mal wieder ein bisschen mehr an materiellen Werten (Geld, bessere Arbeitsbedingungen etc.) erstritt, erstreikte und erkämpfte. Und es war immer gerade so viel, dass danach wieder Ruhe im Staate herrschte.

  • Robert Kroiß(Montag, 03. September 2012 16:37)

    Liebe Blogger/Innen Teil II
    Deshalb „Hauen wir uns also bitte unsere Erfahrungen nicht gegenseitig um die Ohren, sondern sprechen über das Heute und wie die Zukunft besser gestaltet werden könnte.“ wie es Walter Neumann richtig gesagt hat. Die Erfahrungen, wie sie ein jeder für sich gemacht hat, konnten und können nur demjenigen dienen, der sie für sich gemacht hat. Suchen wir die Gemeinsamkeiten. Wenn „wir“ uns gegenseitig genau „DAS“ um die Ohren hauen, wofür die „Mauern – nicht die aus Stein -“ dienen, dann spielt es überhaupt keine Rolle, welche „Grenzen und Mauern“ eingerissen wurden, noch werden und gefallen sind. Es spielt dann auch keine Rolle welches „System“ HERRSCHT und regiert. Denn die Beherrschten und Regierten sind ja zur Genüge damit beschäftigt, sich gegenseitig die „Vorurteile“ um die Ohren zu hauen. Anstatt zu sehen, dass genau DIES – nämlich die Vorurteile – die Grundlage jeden Systems sind. Denn nur dadurch gibt es ja bereits „VOR-Beurteilte, VOR-Verurteilte, VOR-Be- und Gestrafte“ und eben diejenigen, welche diese Vorurteile kraft ihrer Macht – schon in der Bildung und Erziehung – genau so umgesetzt sehen wollen. Also „Schuldige“ und damit auch Gläubiger!
    Und diese Grundlage des Systems hat seine Gültigkeit in Ost und West, in Nord und Süd!
    Erst wenn „man“ sich aus dem Kreislauf eines derartigen Denkens befreit hat, hat man tatsächlich „Mauern“ und „Grenzen“ abgebaut und eingerissen.
    Womit auch ich dann bei Gertrud und ihrer Herzensgüte und Geduld angekommen wäre. Wer dies so in die Tat umsetzt, umsetzen kann steht schon sehr weit über „den Dingen“. Auch wenn ich dazu sagen muss, dass es auch unbedingt diejenigen geben muss, die „die Dinge“ beim Namen nennen. Es gibt auch einen „eine gerechte Wut und einen gerechten Zorn“. (Wie nennt Konstantin Wecker sein neuestes Werk: „Wut und Zärtlichkeit“!) Wenn dies dann ohne Hass geschieht, dann unterscheidet es sich bereits von der „Diskussions- und Streitkultur“ derjenigen, deren „Fehlverhalten“ aufgezeigt wird. Und nur so kann es auch überhaupt zu Veränderungen kommen. Denn alles andere wäre ja nur das Aufrechterhalten des „Systems von Mauern und Grenzen in den Köpfen“ der Menschen.

    In diesem Sinne auch von mir liebe Grüße

    Robert

    PS: @ Walter Neumann, Ihre neuerliche Antwort hat meine Synapsen bereits wieder in Gang gesetzt und die Antwort wird sicherlich noch erfolgen, da Sie einmal mehr einen sehr wesentlichen Punkt mit der „Moral, dem Gewissen und der Gerechtigkeit“ angesprochen haben.

    @ Klaus Förster: ach ja, das mit dem „Herrn“ (und seinem Gscherr = sagt man dafür, dass Eigenschaften und Verhaltensweisen von Menschen zumeist von ihnen übergeordneten oder als Vorbild dienenden Personen beeinflusst werden. http://www.sprichwort-plattform.org/sp/Wie%20der%20Herr,%20so%20s%20Gescherr ) wäre ein „eigenes Thema“ und ich sehe es genauso wie Du

    Ach ja zu guter Letzt: nochmals Dank an „Wanda“ für Ihren „Nachrichten-Blog“. Wie man sieht eine ganz hervorragende Gelegenheit, sich immer wieder auszutauschen und das ein oder andere viel klarer zum Ausdruck bringen zu können, als bei „unseren“ sonstigen Blog-Treffpunkten.

  • Walter Neumann(Montag, 03. September 2012 15:01)

    Sehr geehrte Wanda-Müller-Blogger.

    Teil 1
    Erlauben Sie mir, mich als Wessi in ihren inneren Disput als Ex-Ossis einzumischen. Ich fand, es war nicht diskriminierend gemeint, das Fritz Wagner die Vorzüge der DDR herausstellte, gegenüber der heutigen Bundesrepublik. Die Vorzüge genauso wie die Benachteiligungen unterliegen doch der persönlichen Empfindung. Nicht jeder hält das Gleiche für wichtig bzw. unwichtig. Jeder Jeck ist anders! Da spielt hüben wie drüben auch die Herkunft sowie die politische Einstellung eine große Rolle. Auch der Wille, sich mit den Gegebenheiten abzufinden.

    Scheinbar hatte sich Fritz Wagner in der DDR zurechtgefunden und nicht so große Veränderungsbedürfnisse, im Gegensatz zu heute. Hier in der BRD findet er sich nicht mehr so zurecht, im Gegensatz zu Christa, welche die hier vorgefundenen Formen als für Sie ganz akzeptabel erlebt und entsprechend verteidigt. Jeder Jeck ist anders! Dazu kommen dann auch noch die eigenen Erlebnisse, positive wie negative, sowohl hier wie dort. Auch das prägt, machen wir uns da nichts vor!

    Es war nicht alles schlecht in der DDR, es war auch nicht alles gut in der BRD. Statt eines Beitritts hätte es besser eine Wiedervereinigung gegeben mit Übernahme der besseren Dinge aus dem jeweiligen anderen Staat. Das war politisch wohl nicht gewollt oder nicht möglich oder von beidem etwas.

    Persönliche Erlebnisse und Erfahrungen kann keiner verleugnen und auch nicht, dass er daraus seine Schlüsse zieht und dies sein zukünftiges handeln mitbestimmt. Mitbestimmend sein wird aber auch die persönliche Einschätzung zu so vielen Themen aus Staat, Wirtschaft, Politik, Gesundheitswesen, Bildung, Miteinander.

    Es wäre meiner Meinung nach viel gewonnen, wenn nicht nur aus "ideologischen" Gesichtspunkten argumentiert würde, sondern rein aus sachbezogenen Gründen. Der Beitritt der DDR hat für die alte BRD nicht viel Gutes gebracht. Obwohl es nicht an der DDR lag, sondern an dem Zusammenbruch des Ostblockregimes und der daraus folgenden Globalisierung. Polen und im Nachgang die DDR-Rechtler haben die Welt nachhaltig verändert, leider nicht zum Guten, wie sie hofften, sondern zum Run der Kapitalisten, für welche nun die meisten Schranken gefallen waren und neue riesige Absatzmärkte erschlossen werden konnten. Aber nicht nur Absatzmärkte, sondern auch billigere Produktionskosten, wenn dahin ausgelagert wurde und man schneller war wie die Konkurrenz.

    Und unsere Regierungen nach der Wende machten und machen immer mehr auf diesem Karussell mit, zulasten der hiesigen Bevölkerung, weil ja jetzt leichter die Arbeitskräfte ausgetauscht werden können.

    Da setzt meine Kritik gegenüber unseren Regierungen ein, welche diese Gefahr für die eigene Bevölkerung sehenden Auges mit eingehen, ja sogar noch befördern. Um welchen Preis? Warum müssen der Euro und die europäische Union so forciert und alle Vorsicht über Bord geworfen werden. Hauptsache Deutschland geht vorneweg und führt auch alle anderen Staaten mit in den Abgrund.

  • Walter Neumann(Montag, 03. September 2012 15:00)

    Teil 2
    Wenn der "Drops" Euro gelutscht ist, finden wir uns in anderen Verhältnissen wieder, radikal anderen! Damit dies so lange wie möglich hinausgezögert werden kann, richtet Angela Merkel ihre ganze Politik danach aus. Es wäre vernünftiger, eine Politik der Realität zu machen. Die aufgetürmten Schulden aller EU-Länder sind auf Dauer nicht zu begleichen, ja auch nicht vorgesehen, da unsere ganze Wirtschaft auf Wachstum ausgerichtet ist. Fehlt das Wachstum, bleiben doch die großen Ausgabe-Kontigente bestehen und in der Rezession müssen umso höhere Schulden gemacht werden, statt abzubauen.

    Die einzige Hilfe wäre eine Umänderung der Besteuerung. Diese wird nicht angefasst, weil Kapitalflucht besteht. Durch die Globalisierung ist diese Möglichkeit noch sehr verstärkt worden. Eine Verbesserung dieser Situation könnte nur durch eine umfassende Gesetzesänderung über Nacht erfolgen.

    Die Wirtschaft kann ich zum Teil nicht verstehen. Wenn immer mehr Menschen immer weniger zum Leben haben, haben sie auch immer weniger zum Kaufen. Wären die Vermögen von 10 Billionen Euro nur um 1 Billion Euro auf die unteren Einkommensschichten umverteilt, was dies für einen Einkaufs- und damit Waren- und damit Arbeitsanschub geben würde.

    Nostalgie war gestern. Wir leben alle im hier und heute. Was hier falsch ist und falsch läuft, soll und muss angeprangert und benannt werden, damit überhaupt die Möglichkeit noch besteht, Schlimmeres abzuwenden. Hauen wir uns also bitte unsere Erfahrungen nicht gegenseitig um die Ohren, sondern sprechen über das Heute und wie die Zukunft besser gestaltet werden könnte. Auch, wer wie Christa und Melanie HH, mit dem heute zufrieden ist, könnte sich bestimmt noch Verbesserungen vorstellen und werden auch das Eine oder Andere nicht für gut befinden.

    In diesem Sinne auf ein gutes Miteinander!

    Walter Neumann

  • Gertrud(Montag, 03. September 2012 13:26)

    Liebe Wanda,
    ich fand es damals schlimm,
    wenn eine Lehrerin hier keine Anerkennung des Berufes erfuhr. Auch andere nicht. Ich hoffe man ist da heute weiter.
    Viel weiß ich im Augenblick nicht mehr darüber. Mir hat sich nie erschlossen warum nicht.
    Ich hatte eine Kollegin die die letzte Nacht vor dem Mauerbau mit fünf Kindern flüchtete. Sie arbeitete mit mir in einem Schreibbüro im ÖD, die waren damals Mode, um sich und ihre Kinder ernähren zu können und erhielt damals Sozialhilfe. Wenn sie mehr Einkommen bekam bekam sie anderes abgezogen.

    Eine erneute Prüfung ein halbes Jahr oder Jahr Einführung hier in das System hätte anderes möglich gemacht.

    Man war wohl hier eher sehr arrogant ist es heute noch, was ich nicht verstehe, weil ich denke, niemand kann dafür wo er geboren wurde, aber wohl für das was er aus seinem Leben macht, sofern er die Chance dazu hat oder erhält.

    Ich kann Sie nachvollziehen. Es ist und war für viele Menschen nicht einfach. Ich habe immer bedauert, wenn meine Kollegin erzählte, in Berlin, daß sie ins Theater konnte und vieles andere mehr. Das haben wir hier nur gekonnt, wenn die finanziellen Mittel dazu da waren. Anderes auch.

    Alles haben zu wollen kann es alleine auch nicht sein.

    Etwas offen zu lassen, muß immer sein. Aber Möglichkeiten dazu auch.

    Nein man sollte keine Mauern mehr aufbauen,
    aber man kann mit seinen Erfahrungen andern Beispiel sein wie man es bewältigt hat.
    Ich denke es war und ist heute für viele Menschen nicht einfach, weil es andere wunderbar verstehen es einem schwer zu machen,
    die Gründe dazu oftmals nicht erkennen.

    Ich freue mich jeden der seinen Weg nach diversem
    findet.

    Und doch ich finde es gut, wenn auch Sie dazu Ihre Erfahrungen schreiben.
    Danke dafür.

  • Wanda Müller(Montag, 03. September 2012 13:11)

    Hallo lieber Fritz,

    eigentlich wollte ich mich an dieser Ost/West-Diskussion nicht mehr beteiligen. Eigentlich hatte ich dazu auch hier alles, was mir wichtig war, gesagt. Ja, ja, eigentlich.

    Nun zwingen Sie mich mit Ihrem Beitrag an Christa, wieder „einzusteigen“.

    Ich verstehe Sie schon, dass Sie aus ihrer Sicht viele Geschehnisse anders wahrnahmen und wahrnehmen, als ich. Aber was ich ganz und gar nicht verstehe, ist, dass Sie in der Euphorie eines Rundumschlags viele Ossis beleidigen. Und nicht nur das. Sie leisten einen erheblichen Vorschub für die Argumentation der Leute, die eine Mauer wieder fordern. Warum?

    Wie kommen Sie dazu, Ossi-Leute, die auch noch heute ein Dipl. vor ihrem Namen tragen zu unterstellen, der Titel wäre erkauft? Ja, ich habe meinen Titel Dipl.-Ing. Ök. Für Elektrotechnik und Elektronik in einem fünfjährigen Abendstudium (ein Direktstudium blieb mir „erspart“, denn politisch war es nicht gewollt) erkauft. Und dann noch die Frechheit besessen, diesen erreichten Hochschulabschluss in einen adäquaten Abschluss „umwandeln“ zu lassen.

    Sie konnten aufgrund der Gnade der frühen Geburt mit der Wende in den Ruhestand gehen. Ich hatte damalig noch 25 Jahre Berufstätigkeit als alleinerziehende Mutter mit zwei schulpflichtigen Kindern vor mir. Da lässt es sich von Ihrer Alterswarte locker pikiert die Mundwinkel nach unten zu ziehen und jetzt mich und andere zu beleidigen. Wacker, wacker!

    Und nebenbei, die Wessi fühlen sich durch Ihre Argumentation bestätigt. „Siehst Du, ich habe es doch schon immer gesagt, die Ossis haben ihre Abschlüsse hinterhergeschmissen bekommen, deshalb sind deren Diplome auch nichts wert!“

    Aber weiter.

    Sie wissen doch (oder haben Sie es auch dies vergessen) eine Zulassung zur EOS folgte nicht nach Geisteskriterien, sondern nach der Herkunft (ich als I-Kind musste einem Arbeiter- und Bauernkind mit viel schlechterem Schuldurchschnitt den Vorrang lassen), politischer Stellung auch der Eltern (meine älteste Tochter hätte aufgrund meiner politischen Vergangenheit nie und nimmer zu DDR-Zeiten Abitur an einer EOS machen dürfen). Ja, ja, so sah Ihr Vorrang in der Auswahl aus.

    Weiter.

    Laut Verfassung der DDR bestand ein Recht und eine PFLICHT zur Arbeit. Wer dieser Pflicht nicht nachkam, hatte als asoziales Element der sozialistischen Gesellschaft ein großes Problem. Ach, das gab es nicht? Wo lebten denn dann Sie bis 1990.

    Weiter.

    Jemand, der sich eine Neubauwohnung wünscht, hübsche Möbel und die Rarität Auslegeware (Linoleum war doch arbeiter- und bauerngerecht) und dann noch als Gipfel ein gefliestes Bad, ist natürlich ein verwöhntes Kind. Es ist doch ausreichend, dass die Schrippe 5 Pfennig kostete, ein Brot 78 Pfennig. Dafür reicht es doch voll und ganz, täglich zu arbeiten und dann am Samstag noch zum Subotnik zu gehen. Immer diese dekadenten unsozialistischen Träume!

    Ich bin nach dem Krieg, wie wohl Christa auch, geboren. Wir hatten und haben andere Ansprüche als unsere Eltern, ohne aber je zu vergessen, dass gerade die Arbeit unserer Eltern uns unsere Wünsche und Träume ermöglichte. Ich verneige mich noch heute dafür vor meinen Eltern.

    Und das, lieber Fritz, ergibt für mich ein schlüssiges Bild. Tiefer Respekt vor den mir Vorgeborenen ohne aber hier still zu stehen. Denn, nur, wer seine Träume hat, diese versucht, sich zu erfüllen, treibt die Entwicklung, die persönliche und gesellschaftliche, voran. Und mit Träumen meine ich die ideellen UND materiellen.

    Heute, als über 60-jährige, kann ich ohne Wehmut und Verbitterung zurückblicken. Und wissen Sie was, es tut sehr gut zu fühlen und zu wissen, angekommen zu sein.

    Abschließend. Lieber Fritz, ich erwarte deshalb auch von Ihnen Respekt meiner Generation und deren Lebensleistung gegenüber. Auch durch meine 45 Arbeitsjahre können Sie heute so leben, wie Sie es ja als gut bezeichnen. Denken Sie daran, Ihre Verächtlichmachung macht Ihre Lebensleistung nicht größer. Es bringt nichts, sich dadurch über andere zu erheben.

  • Gertrud(Montag, 03. September 2012 12:04)

    Noch eines.

    Als ein Kollege aus der DDR kommend, damals zu mir sagte,
    man solle die Mauer wieder hochziehen, den ich sehr mochte, habe ich die Mitfahrt im Dienstwagen,
    mit ihm schlicht verweigert.

    Ich konnte seine Reaktion nicht verstehen und verstehe sie heute noch nicht.

    Ich bin ein sehr freiheitsliebender Mensch
    und die Freiheit in vielem steht allen zu nicht nur einigen wenigen.

    Und die wichtigste Basis ist es die Voraussetzungen dafür wieder zu schaffen, sie nicht zu nehmen.

  • Gertrud(Montag, 03. September 2012 12:02)

    Hallo Melanie,
    ich habe mich seinerzeit sehr über den Mauerfall gefreut und die Menschen die dies bewirkten. Friedlich in ihren Absichten, friedlich in ihrem Wunsch nach Freiheit nach einem besseren Leben.

    Ich sitze noch heute heulend vor dem Fernseher wenn ich diese beeindruckenden Bilder sehe und bin ergriffen.
    Aber wenn ich da im Gegensatz dazu an heute denke, ist und wird mir anders.

    Ja Freiheit ist ein hohes Gut. Aber Freiheit in wirtchaftlicher Not ist aus meiner Sicht keine Freiheit mehr. Sondern das Gegenteil, auch wenn es eine innere Freiheit gibt,
    die einem niemand nehmen kann, egal was man hat und wer man ist.

    Viele Menschen aus der DDR können sich heute nicht mehr leisten, was sie einmal hatten, das kann ich nachvollziehen und verstehen und ich finde es traurig, wie mit vielem umgegangen wird und wurde.

    Früher war man hier bestrebt keine Not mehr haben zu wollen. Heute sieht es anders aus. Man läßt sie zu und schafft sie weil man einen falsch verstandenen Glauben hat,
    es sei nicht genug für alle da. ich glaube im Gegensatz dazu, es ist genug für alle da. Heute mehr denn je. Umso trauriger daß nicht alle Menschen etwas davon haben dürfen, weil ander meinen.

    Man kann und darf mit Verlaub gesagt, die Erfahrungen nicht mindern, die andere machen, niemand, auch ich nicht.
    Aber man kann anderes aufzeigen um neues Denken anzuregen.

    Ich hatte einen Onkel in der Nähe von Leipzig, in Eilenburg. Der sagte immer es ginge ihm gut in der DDR. Ich mußte gehen um nicht zu platzen wenn er das sagte, um meine Mutter nicht zu verletzen, denn sie liebte ihren Bruder.
    Er war irgendwann bei Nacht und Nebel einfach verschwunden in die DDR.
    Hier hatte er Schulden, dort konnte er neu anfangen. Er war stolz auf die DDR.
    Seine Frau stammte von dort. Wir wußten lange nicht wo sie waren. Einige Kinder sind geflüchtet.
    Andere nicht.

    Wenn es in der DDR jemanden gut ging, konnte man hier davon ausgehen, er war systemkonform.

    Ich habe die Nacht des 3. Oktober 1990 mit Frauen und Müttern aus der DDR verbracht, Kolleginen meines Mannes. Ich habe mit ihnen geheult bei ihren Erzählungen und dachte was ging es uns hier gut. Anders aufgewachsen sein zu dürfen. Ich habe bedauert,
    was manche Menschen erfahren, weil andere Grütze im Hirn haben, ich schreibe es mal so.

    Viele vergessen das. Und schimpfen nur.

    Ich sehe heute das wo es mir gut geht, aber die Not anderer ist mir immer irgendwie gewiß.
    Wir betragen uns beschämend zum Teil.
    Wie ich finde.

    Eines glauben Sie mir,
    der Kapitalismus ist für einige in allen Ländern gleich. Und er wird es bleiben. So bei Honecker,
    der sich die Rosinen pickte und seinem volk was ließ, wie bei Putin so auch hier.

    Ich halte nichts von Gleichmacherei, aber allen gleiche Ausgangsvorausssetzungen und Möglichkeiten zu schaffen, ihr Leben in Freiheit aufzubauen und geniessen zu können.

    Davon sind wir hier teils leider wieder mehr entfernt denn je, weil sich vieles ver- und geändert hat.

    Die Anfänge dieser Republik
    waren ähnlich denen der DDR, man sieht es in alten bildern und Berichten.

    Man muß Menschen die Chance geben sich etwas aufzubauen, allen, nicht nur zu nehmen.

    Tut mir leid.

    Wir haben wohl alle etwas in Teilen über das wir berichten und schreiben.

    Wir sollten versuchen das Beste für uns alle draus zu machen.

    Ich kann nicht verstehen, wie der champagner noch schmecken kann, wenn andere hungern. Da hört es bei mir auf. Und das gibt es heute hier, etwas das es in der Form nicht immer so gab. Weil man bestrebt war, was ein Anliegen aller sein sollte, daß es uns allen gut geht.
    LG.

  • Melanie HH(Montag, 03. September 2012 10:49)

    Hallo liebe Christa,

    Deinen Beitrag an mich kann ich nur zustimmen. Die die meinen, ihre Worte wären sinnvoll und argumentativ denken wohl, sie und nur sie haben die Wahrheit gepachtet. Aber zum Glück gibt es immer weniger mit diesem linken Gedankengut. Aber bei einigen ist der Zug wohl endgültig abgefahren. Man sieht es ja.

    Was ich Dir noch sagen möchte ist, und das ganz ohne Ironie.

    Ich freue mich wirklich für Dich das Du jetzt in "Freiheit" leben kannst. Auch weiß ich, dass Du nichts geschenkt bekommen hast. Viele die der DDR so nachtrauern, da könnte man ja glatt denken, die hätten damals noch ein "Nebenjob" gehabt. Für solche Leute wünsche ich mir die Mauer zurück und zwar noch zwei Meter höher.

    Liebe Grüße, Melanie

  • Gertrud(Montag, 03. September 2012 10:25)

    Ich möchte noch etwas schreiben.

    Ich bewundere so manchen hier in seinen Beiträgen über das Wissen, und danke noch mal dafür. Ich hätte gerne mehr gelernt.
    Aber viel Arbeit und sich kümmern um andere lies nicht immer die gewünschte Zeit dazu.

    Lernen alleine genügt auch nicht, wie man weiß. Es bedarf mehr.

    Ich habe nicht das Grundwissen was so manche haben, aber ein breiteres.

    Und sehe insoweit meine Beiträge zu den der Ihrigen ergänzend. Nicht umgekehrt, wie ich es wohl so ausgedrückt habe.

    Für mich ist wichtig, daß
    Herz und Verstand im Einklang sind und bei Entscheidungen berücksichtigt werden.
    Das macht uns zu Menschen,
    nicht allein der Intellekt
    wie Heiner Klein es schrieb, macht und bringt es.

    Ich habe sehr viel erlebt und sehr viel erfahren.

    Mit 13 in den Beruf, mit 17 ein Kind, mit 19 geschieden und vieles andere mehr.

    Meine Erkrankung seinerzeit und die Folgen haben mich gelehrt danach vieles anders zu sehen und wahrzunehmen.

    Ich wünsche mir, daß Menschen aus den Erfahrungen anderer lernen,
    und diese nicht erst selbst machen müssen. Sondern im Vorhinein ändern.

    Ich suche heute das Verbindende oft, nicht das Trennende, weil mir bewußt ist, daß wir nur diese eine Welt haben und es nur gemeinsam bewältigen können, was geschaffen wurde und wie man was woraus macht.

    Dazu darf eine Spaltung nicht weiter erfolgen.

    Klaus Förster,
    doch es lohnt sich schon für heute auch zu kämpfen,
    daß wir wieder ein besseres soziales System haben. Ich gehe nicht auf
    Demonstrationen, krankheitsbedingt, aber wenn wir aufgeben, haben wir erst recht keine Chance.

    Insoweit Danke für das Sich einbringen.

    Das ist das positive am Netz, für das auch ich ein bisschen Kritik habe,
    wie man lesen kann und wird.

    Es ist schön Menschen zu treffen und auf Menschen zu treffen sich auszutauschen und zu sehen,
    wieviel gemeinsames es ob allem dennoch gibt. LG.

  • Gertrud(Montag, 03. September 2012 09:19)

    Fritz Wagner,

    Lieber Fritz,
    ich hoffe ich darf so schreiben.
    Ihre Beiträge erinnern mich sehr an meine Kindheit hier im Lande.

    Wir wohnten 1958 zu sechs Personen auf zwei Zimmern,
    bis meine Eltern über die Kirche bauen konnten.

    Ich habe vieles noch anders erlebt in diesem Land und erinnere mich oft.
    Ich mag diese Erfahrungen nicht missen.

    Viele hier haben vergessen, wie es einmal war. Das soll man nie und darf man nie um es besser zu machen.

    Die Geschehnisse hier im sozialen Bereich dauern mich. Weil sie nicht von einem gemeinschaftlichen Gedanken getragen sind,
    sondern von anderem.

    Ich fand in der ehemaligen DDR hart nicht aus dem Land zu können. Ich fand manches gut und anderes nicht. Ähnlich ergeht es mir hier heute.
    Ich bedaure, daß viele Menschen aus dem Osten das Land nie haben kennen lernen dürfen wie es hier einmal war, bevor es selbstherrlich wurde und auf den Ego-Tripp kam.
    Mir erschließt sich da vieles nicht.

    Ich denke vieles sollte selbstverständlich sein,
    anderes was selbstverständlich sein sollte ist es als solches nicht. Nicht mehr leider.

    Ich für mein Teil habe immer mehr Mut und Respekt für die Menschen aus dem Osten gehabt, weil es anders ist etwas selbst zu tun, als in Regale zu greifen und sich keine Gedanken zu machen.
    Leider hat man es für mein Empfinden versäumt, das Gute aus beiden Ländern zusammenzuführen und das Beste für alle daraus zu machen. Als Grund dient die Globalisierung, die es für viele Menschen verschlechtert, weil schlecht gemacht.

    Ich kann Sie alle in ihrem Erleben nachvollziehen.
    Auch wenn Sie sich das nicht oder schwer vorstellen können.

    Die ehemalige DDR hat viele tolle Menschen, wie ich finde. Die mir wieder ein Stück mehr Menschlichkeit nahegebracht haben und bringen. Was ich hier inzwischen vermisse.
    Weil man größer stärker sein möchte als andere,
    was aber auf Dauer nicht gelingen wird, wenn man anderes nicht berücksichtigt.

    Ich danke Ihnen und allen anderen hier für wunderbare Beiträge, die mich noch ein Stück wieder lehren.

    Lieben Gruß Ihnen und an Alle hier.

    Und einen schönen Tag,
    sowie einen guten Start in die neue Woche.

  • Gertrud(Montag, 03. September 2012 09:12)

    Hallo Melanie,

    Danke.
    Sie kennen mich von früher nicht. Wie auch. Ich war nicht immer so ruhig und gelassen. Entspricht auch nicht meinem Naturell. Aber gesundheitlich bedingt und aus anderen Gründen verhalte ich mich heute anders. Aber mein Engagement hab ich nie aus den Augen gelassen.
    Und bedenke halt mehr was ich wie tue. Weil ich eher ein emotionaler Mensch bin und sehr oft intuitiv handele nicht immer zu meinem eigenen Vorteil, aber dies schon gerne.

    Lieben Gruß

  • Gertrud(Montag, 03. September 2012 09:09)

    Guten Morgen,

    Lieber Klaus Förster,
    Danke Ihnen sehr für Ihre Zeilen an mich.

    Ich kann Sie nachvollziehen.
    Die Anrede Herr ist selbstverständlich für mich insoweit, ich ja keinen näheren Kontakt zu Ihnen habe. Und mir Ihre Beiträge leider etwas weniger vertraut sind, als die anderer. Bitte um Nachsicht. Das Du im Netz ist ein wenig fremd für mich. Ich bin da mitunter gerne beim Sie.

    Ich finde Ihre Beschreibung für sich selbst etwas hart ehrlich gestanden.

    Ich las Sie bei AW und muß gestehen ich habe mich wirklich gefragt, was die Regierungen in den letzten Jahren an Gutem für die Menschen brachten. Es ist in der Tat nicht viel,
    dachte aber über die persönliche Leistung nach diesbezüglich. Das ist vielleicht das einzige was bleibt.

    Personenkult mag ich auch nicht. Ich versuche dennoch das wenige Gute zu sehen, und mir die Arbeit anderer vorzustellen, die gewiß nicht einfach ist.

    Was Sie über den 9. Oktober schrieben, kann ich mehr als nachvollziehen.

    Ich habe mich gefreut,
    über Ihr Lob, was mich überraschte im Forum von G. Jauch, aber süchtig machen sollten meine Beiträge nicht.

    Ihnen einen lieben Gruß.
    In Vorfreude auf künftige Gespräche. Ich mag das Wort Dialog in dem Zusammenhang nicht.

    Lieben Gruß

  • Fritz Wagner(Montag, 03. September 2012 01:07)

    Werte Christa, (Teil 3 und Schluss)
    Genug von Ihnen und nun zu mir.
    Ich bin 1930 in Leipzig, in einem bürgerlich, kapitalistischen System geboren, mein Vater mehrfach, je nach Auftragslage arbeitslos.
    Ein Zimmer in Untermiete, wegen Arbeitslosigkeit 1933 kein Geld für Miete, deshalb von heute auf morgen Obdachlos und ich musste gerade mal 3 Jahren alt, für mehrere Monate, den Winter hindurch, in von einem barmherzigen Vermieter nahezu kostenfrei zur Verfügung gestelltem Notquartier, ein damals übliches Waschhaus im Kellergeschoss der Apostelstraße 3 in Lindenau, Leipziger wissen wo, mit Zugang über den Hof, alles in Klinkerbauweise, einfache Tür und Fenster, Heizgelegenheit durch den Waschkessel, Kochen mit Spirituskocher, die überwiegende Zeit vor Kälte in Decken gehüllt im Bett der Eltern verbringen.
    Zu Weihnachten brachte der Gemeindepfarrer ein Leinennachthemd als Geschenk.
    Danach im Frühjahr 1934 Zweiraum-Notstandswohnung für Obdachlose in der Kregelstraße in Stötteritz mit begrenzter Wohndauer von 1 Jahr, 1935 Umzug in gefunden leer stehenden ehem. Schuhmacherladen, Merseburger Str. 127, 1 Raum, Schaufenster für Tageslicht, Eingangstür von der Straße durch Rollladen verschlossen, Lüftung durch Oberlicht und Querlüftung über Treppenhauszugang, nebenan Gaststätte.
    Auch das war und ist noch mancher Orts ein reales Bild des so gepriesenen Kapitalismus.
    Ab 1937 Einschulung, erste und bis zu meinem Auszug 1951, mit 21 Jahren, 2 Zimmerwohnung meiner Eltern mit Küche, für 4 Personen, was für ein Fortschritt.
    Bis ungefähr ich 19 Jahren, mein Bruder 4 Jahre jünger Bett im gemeinsamen Schlafzimmer der Eltern, danach im Wohnzimmer. Nie ein eigenes Zimmer, eigenen Schreib-oder Arbeitstisch für Schularbeiten oder Basteleien besessen.
    Nach Aufgebot und Hochzeit 1951 Untermiete 1 Zimmer mit Kochgelegenheit in der Küche des Hauptmieters. 1955 weiterer Fortschritt Untermiete 2 Zimmer mit Kochgelegenheit im Korridor neben der Garderobe des Hauptmieters, Geburt unser 2 Kinder 1955 / 1959, danach AWG-Nachfolgewohnung endlich 3 Zimmer, davon 1 Kinderzimmer.
    Warum oute ich mich diesbezüglich Ihnen gegenüber? Weil,
    Zitat:
    Und dann das „Recht auf Wohnung“! Zuerst einmal musste man verheiratet sein, um eventuell einen Anspruch zu haben. Deshalb wurde auch allgemein sehr früh geheiratet (was nicht unbedingt schlimm sein musste). Wir mussten nach der Heirat 3 Jahre kämpfen, ehe wir überhaupt eine alte, kleine Wohnung mieten durften, weil die Verantwortlichen es für zumutbar hielten, dass wir in den 2 kleinen Kinderzimmern der Wohnung der Mutter wohnen. Ob das menschlich passte, interessierte Niemanden. Und als wir später mit einem zweijährigen Kind eine Plattenbauwohnung (für damalige Verhältnisse ein Riesenglück) zugeteilt bekamen, hatten wir noch keinen Anspruch auf eine mit Kinderzimmer, dazu hätte das Kind 6 Jahre alt sein müssen.
    Und wenn eine Ehe geschieden wurde, mussten die Ex-Partner oftmals noch länger zusammen in der gemeinsamen Wohnung wohnen. Wem würde man das heute noch zumuten?

    So ein Unglück aber auch, dass Ihnen damit widerfahren ist.
    1.- Um Ihnen zu verdeutlichen, was es mir bedeutet, dass Sie mich als unverbesserlichen Nostalgiker bezeichnen, der nicht weiß in welcher Welt er lebt, Sie verarschen und Ihnen ein X für ein U vormachen will.
    2. um Ihnen zur Kenntnis zu geben wie es um das Verhältnis I h r e r Leistungen und A n s p r ü c h e an das Leben zu den meinen steht, mit dem ich schon mal 25 Jahre mehr Erfahrungen mit Wirtschaftskrisen, Krieg und Realitätsverdrängungen in zwei Gesellschaftsordnungen sammeln konnte und musste als Sie.
    2.- Weil Sie offensichtlich nicht wissen, was Sie glauben, in dem Sie behaupten, sich immer wieder nur für das jetzt bestehende kapitalistische Systementscheiden würden.
    Nur mal zu . Vielleicht kommen Sie auch noch in den Genuss des bürgerlichen Niedergangs wie meine Eltern nach 1928 / 30. Und zu dem was daraus folgte.
    Weiter:
    Zitat
    „Dass Sie heute eine auskömmliche Rente beziehen und eigentlich keinen Grund zu klagen haben, kann ich mir vorstellen. Und dass Sie um die Zukunft Ihrer Kinder und Enkel besorgt sind, auch. Wenn Sie diese mit Ihren Ansichten infiziert haben, dann haben Sie auch allen Grund dazu. Könnten Sie, im übertragenen Sinne, eine gute Ehe führen, wenn Sie nur die negativen Seiten ihrer Frau sehen und ihrer verflossenen Jugendliebe nachtrauern würden?“

    Meine Rente bezeichne ich als auskömmlich, weil ich um die Relation der unterschiedlichsten Ansprüche weiß und nicht vergessen habe, dass ich im Grunde immer ein Arbeiter im Blaumantel war und geblieben bin. Überzogene Ansprüche sind mir aus meiner Biografie her unbekannt und suspekt. Ob Sie diese als solche empfinden würden, wage ich Ihren Äußerungen nach zu bezweifeln.
    Warum nicht einer verflossenen Jugendliebe nachtrauern, wenn sie doch Qualitäten besaß, die man in einer guten Ehe zu vermissen weiß / glaubt?
    Umgekehrt. Ist es doch aller Erfahrungen nach so, dass nach einer gescheiterten, enttäuschten oder verschmähten Liebe, um der neuen Beziehung zu schmeicheln und bei ihr zu punkten, dieser eher nur die negativ empfundenen Eigenschaften der verflossenen vermitteln und benannt werden, wie meist auch bei Asylanten und Systemwechslern im Selbstschutz zu erkennen ist.
    Abschließend finde ich es schön für Sie, dass Sie nunmehr nicht mehr eingesperrt sind, Ihnen die ganze Welt offensteht, Wohnung, Lohn, Gehalt und alle Annehmlichkeiten genießen und voller Zuversicht im Vertrauen auf unserer Regierungen in die Zukunft schauen können.

    Mit besten Grüßen an Sie und alle Leser,
    auch mit Dank an Wanda, die ihre HP für die Führung des Disputs in freundlicher Weise und unentgeltlich zur Verfügung stellt.
    fritz

  • Fritz Wagner(Montag, 03. September 2012 00:46)

    Werte Christa ( Teil 2)
    Nun zum Speziellen uns Beide betreffenden Aussagen und weiterer Anreicherung meines Unfug-Kontos bei Ihnen:

    Ich kenne Sie nicht persönlich und kann folgedessen mich nur darauf beziehen, was Sie hier auf der Hp zur Kenntnis geben.
    So schätze ich Sie auf etwa, wie unsere Tochter, um 1955 geboren.
    Sie, so vermute ich mal, sind mit 6 Jahren eingeschult worden, waren auserwählt 10 Jahre die EOS mit Abitur abschließen zu dürfen und vielleicht im unmittelbaren Anschluss daran noch mindesten 4 Jahre Studium an einer Uni Ihren Hochschulabschluss tätigen und diesen womöglich ( nur Verdacht! ) nach der Wende im Nachgang noch mit einem gekauften oder geschenkten Diplom schmücken zu dürfen.
    Habe neulich darüber mal von einem früheren Mitarbeiter meiner Qualifikation gehört.
    Mit einem Doktor oder Dipl. auf der Visitenkarte vorneweg, lebt es sich doch auf allen Ebenen des persönlichen und geschäftlichen Lebens respektabler
    Dieses Alles wurde Ihnen ermöglicht, warum nicht so Vielen, die behaupten, nicht für die Oberschule und die Uni zu gelassen worden zu sein?
    Könnte es gewesen sein, dass Sie damals, wie auch unsere Kapunzlerin, so wie Uwe Steimle diese einmal kabarettistisch bezeichnete, pardon Bundeskanzlerin, Vorrang in der Auswahl besaßen, weil Sie als verlässliches Mitglied in staatstragenden Organisationen ( FDJ, GST, Partei ) damaliger Politkasper waren?
    Den Platz, den Sie einnahmen, war nämlich damit für Andere besetzt.
    Ich frage mich, was könnte diese Frau (Sie) wohl mit deren unbestreitbar vorhandenem Intellekt gelernt und studiert haben, wenn sie nicht Ursache und Wirkung damaliger Zusammenhängen zu unterscheiden wusste und heute so argumentiert, wie zu lesen ist?
    Also mit Grundlagenforschung waren Sie meiner Wahrnehmung nach keinesfalls befasst.
    Das zeigt sich auch in Ihren Aussagen ,
    Zitat:
    „In Ihren nostalgischen Betrachtungen über die DDR haben Sie auch vorher schon das „Recht auf Arbeit“ erwähnt. Das war in Wahrheit eine Pflicht zur Arbeit bzw. ein Zwang, denn ohne Arbeit bekam man auch kein Geld. Und die Löhne waren so niedrig, dass beide Ehepartner arbeiten mussten, um einen bescheidenen Lebensstandard zu erreichen, „nur Hausfrauen“ gab es selten. Ob die dazu erforderliche ganztägige Kinderbetreuung im Interesse der Familien oder des Staates war, darüber kann man geteilter Meinung sein“.

    Zwang zur Arbeit, um sich seinen und den seiner Familie Lebensunterhalt zu erarbeiten?
    Ja, wie denn sonst, allein von Pappi`s und Kindergeld, kostenfreier Grundausbildung und Studium mit staatlich gewährten Stipendium vielleicht, welches erst durch die Hände Arbeit Minderbemittelter für die Infrastruktur und all dessen, was Sie auch aus ihrem Anspruch im Bezug auf Wohnung, Lebensstandard und Reisen herleiten??
    Woher sollen denn die Mittel für all Ihrer bis dahin in Anspruch genommener Infrastruktur stammen, wenn nicht aus Arbeit?
    Aus Luxus, Dividenden, Börsenspekulationen, Erbschaften, Raub vielleicht, oder was ?
    Wenn nicht aus erhobenen Steuern und Abgaben, Verzicht eines Lohnanteils der Wertschöpfung vergegenständlichter Arbeit für die Rekapitalisierung und Rückstellung für Investitionen, so wie auch heute der Staat und jeder Unternehmer handelt womit Ihre Ansprüche gehobenen Niveaus erst mal erwirtschaftet werden muss.
    Auch heute reicht in vielen Fällen das vom Mann erwirtschaftete Budget zum Unterhalt der Familie nicht aus, so dass die Frau mit arbeiten muss, wenn sie denn Arbeit findet..
    Und haben Sie einmal darüber nachgedacht, in wie weit Sie in der Lage waren wertschöpfend für das Gemeinwohl tätig zu sein und einen Anteil für Ihre Ausbildung der Gesellschaft zurück geben zu können?
    Wenn man die Zeiten Ihrer Ausbildung und die der Warteschleifen, einkommensfreien Praktika mit zig von Bewerbungen für eine angemessenen Anstellung eines Vollzeitjobs addiert, hatten Sie nicht allzu viel Gelegenheit dazu. Vielleicht mal annähernd 10 Jahre oder weniger.
    Sie mussten auch nach Ihrer Vermählung 3 Jahre um eine eigene Wohnung kämpfen und hatten danach doch noch das Glück eine moderne 2-Zimmerwohnung im Plattenbau zu bekommen. War doch erfreulich, oder?
    Auf mich wirkt die Darstellung Ihrer nicht erfüllten Ansprüche mit Verlaub wie die eines verwöhnten Kindes aus gutem Hause, das ungeachtet der familiären Einkommensverhältnisse seiner Eltern einen Rechtsanspruch auf die Befriedigung ihrer in den Vordergrund gestellten Wünsche auf eine Markenjeans, Barbypuppe Auslandsreisen u. a. herleitet.
    Diese sind doch vom Gesetz dazu verpflichtet und haben in Liebe zu mir meinen Willen immer respektiert.
    Dazu bitte ich Sie mal auf der HP-Seite Wandas das Weihnachtsgedicht von l i t t l e h e n r y, Heiner Klein, nicht nur allein auf die „stille, heilige Nacht, auch auf die Jugend bezogen, zur Kenntnis zu nehmen.
    Fortsetzung folgt!

  • Fritz Wagner(Montag, 03. September 2012 00:41)

    Werte Christa, (Teil 1)
    dass Sie sich zeit Ihres Lebens in der DDR benachteiligt und unterdrückt gefühlt haben und derartig traumatisiert sind, tut mir wirklich leid.
    Daraus jedoch zu schließen, dass I h r e Erfahrungen und daraus gezogene Schlussfolgerungen exemplarisch für alle und jeden Bürger relevant waren, erlaube ich mir zu bezweifeln.
    Nochmal zum Ursprung des Meinungsaustausches zurück.
    Ursprung war Heiner Kleins Beitrag zu von ihm empfundene Missstände im Umgang mit Alten und Hilfsbedürftigen im hier und heute der reichen Bundesrepublik.
    Statt darauf angemessen zu reflektieren und beim Thema zu bleiben, zogen Sie es vor, auf Zustände vor mehr als einem Vierteljahrhundert im Staat Ihrer Sozialisation mit persönlich erlebt, gehabter, nicht erfüllter Wünsche sowie Ihnen nicht rechtzeitig gewährter, als selbstverständlich erhoffter oder gar rechtens Ihnen zustehender Ansprüche zu verweisen und diese Enttäuschungen als Menschenverachtend zu bezeichnen.
    Darauf habe ich nach meinem Verständnis mit Bezug auf die damalige Sozialgesetzgebung verwiesen und mein Fazit mit Hinweis auf das „nicht Könnens“ und das „nicht Wollens“ gezogen, jedoch nicht in Gänze zur DDR mit deren zweifelsfrei auch negativen Seiten, verursacht durch falschverstandene Politik und auch in Auswirkung des Kalten Krieges in Bindung zur SU und Warschauer Pakt.
    Meine Meinung ist, dass eine unvoreingenommene, nüchterne west-/gesamt-deutsche Rückerinnerung auch eingestehen müsste, dass Leistungen wie Defizite der DDR-Sozialgesetzgebung in ihren Methoden und Instrumentarien doch teilweise auch modern waren und somit wichtige Anhalte für neue Vorschläge, Antworten und Hinweise auf Fragen der nunmehr gesamtdeutsch gegenwärtigen sozialen Herausforderungen sein könnten.
    Zumal diese in ihrem Sinngehalt für den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft überprüft, in Teilen schrittweise übernommen werden könnte, als Pendant im Gegensatz zu jeglichen Tendenzen einer als Umbau getarnten Zerstörung des Sozialstaats, wie er unter unterschiedlichen ideologischen Verkleidungen gegenwärtig nicht nur in Deutschland praktiziert wird
    Das Vorstehende als Erwiderung und im Zusammenhang Ihrer Aussage;
    Zitat:
    „Wenn man Ihre Ausführungen liest, könnte man meinen, dass es hier und heute keine Sozialleistungen geben würde. Und diese sind in der Gesamtheit bestimmt nicht schlechter als in der DDR. Und keiner wird bei Krankheit unzumutbar über seine finanziellen Verhältnisse belastet.“

    Ergänzend dazu, wie heute in den Nachrichten zu vernehmen, macht sich auch Frau von der Leyen Sorgen um zunehmende Altersarmut in D..
    Das wegen gebrochener Arbeitsbiografien, geringer Löhne, steigender Kosten bis zum Jahr 2030, in dem nach 35 Jahren Arbeit mit einem Durchschnittslohn / -gehalt von 2500 € Brutto die Rente von jetzt 51% auf dann 43% sinken, unter die Grundsicherung fallen und somit auf dieses Niveau durch Aufstockung des Sozialamtes angehoben werden müsse.
    Ein Ausweg der dazu einfällt ist, privat vorzusorgen. Prima, wenn es schon zum Leben kaum reicht, dann leistet man sich einfach eine private kapitalgedeckte Zusatzversicherung. Wer wohl wird davon profitieren?

    Das war und ist meinerseits der Kernpunkt meiner Replik auf Ihre, wie oft mit etwas zu kesser Lippe vorgetragener lesbaren Gegenargumentationen und so viel zum Allgemeinen.
    Fortsetzung folgt!

  • Melanie HH(Sonntag, 02. September 2012 19:53)

    Geehrter Herr Klein,

    Ihrem Beitrag an Gertrud ist nichts mehr hinzuzufügen. Sie bringen es genau auf den Punkt.

    Mir inponiert es, wie Gertrud ruhig und gelassen auf gewisse Sachen reagiert, wo ich explodieren würde. Sie wissen schon was ich meine, gell? :-) Wir sind ja aufmerksame Leser.

    Ja liebe Gertrud, bleiben Sie so wie Sie sind, auch wenn es mir sehr schwer fallen würde so zu sein. Sie kennen mich ja. :-)

    Ihnen beiden alles Gute und Liebe. Melanie

  • K.Förster(Sonntag, 02. September 2012 16:45)

    Liebe Gertrud,
    ich darf sie doch so ansprechen ?
    Sie haben mich mißverstanden. Mag es an mein kurzen Stil , mag es an der teilweisen Ironie liegen.
    Ich lasse mich da gern kritisieren.
    In Blog`bevorzuge ich die Kürze,da lange Beiträge häufig überlesen werden.
    Habe ich in den Beitrag bei GJ zu Merkel:
    "Nichtbürger - (Beitrag 577)
    Heute 00:44
    ganz nach Merkels Geschmack
    "Teile und Herrsche" Beschäftige das Volk mit Sinnlosigkeiten, hetze sie gegeneinander auf dann regiert sich`s völlig ungeniert.
    Neue Erkenntnisse brachte diese Sendung nicht.

    Der Blog schon ! Neue Mauern wachsen und das nach 22 Jahren !
    Der "Kalte Krieg" tobt noch.
    Leider werden nur sehr, sehr Wenige zu den Gewinnern gehören.
    Auch wenn man es noch nicht glauben will und verzweifelt der Kämpferin fürs `Geld folgt.

    Zu Merkel ist gesagt, was öffentlich gesagt werden darf.
    Zumindest nähern sich ihre Umfragewerte dem Ost-Niveau.
    Da wird selbst der Wahlfälscher Putin blass, mit seinen mickrigen 63%.
    Bei soviel Lob und Lobeshymnen, schrillen bei mir die Alarmglocken.

    Den sachlichen Usern-die mit realen Sachverstand- mein Dank, wie dem fleißigen GJ-Team." etwas Falsches gesagt ?

    Ihre Beiträge, oder die von Löwenmaul,ein CDU Mann mit viel Wissen und Lebenserfahrung und einer sozialen Ader, schätze und repektiere ich.
    Nichts anderes sind meine Hoffnungen auf eine halbwegs gerechte Welt, wo der Mensch an erster Stelle steht.
    Selbst "nur" Prolet mit einer eigenen gehörigen Portion Lebenserfahrung, werde ich mich kaum über Andere stellen.Lebenslang Parteilos, aber parteiisch mit den angeblich Schwachen.So ticke ich ebend und werde mich wohl kaum ändern.Dafür habe ich auf "persönliche Vorteile" verzichtet, dafür waren wir 89`auf der Strasse.
    Und glauben sie mir, es war am 9.Oktober 89 eine gehörige Portion Angst dabei.Leipziger voller Polizei,links und rechts neben den Hbf die Hundertschaften der Kampfgruppen, ein falscher Befehl und es wäre Blut geflossen.
    - Und heute steht die BW in Innern bereit -

    Wie auch Erster Karl schrieb,für diese heutige Politikrichtung der sozialen Kälte und Spaltung der Gesellschaft,hätte ich keinen Schritt auf die Strasse getan.

    Persönlich hasse ich Personenkult,es zählen nur Fakten und die vollkommene Wahrheit muß erst noch gefunden werden.
    Pauschale Lobhudelei, ohne Inhalte kenne ich aus der DDR noch zu genüge.Was hats gebraucht ?
    Vergeblich suche ich bis jetzt im GJ-Blog (zu Merkel)die Leistungen dieser Regierung,welche der Allgemeinheit dienen.
    Oder haben sie eine gefunden?

    Zum Schluss. Die Anrede "Herr" muß nicht sein. Ich bin kein Herr - das wäre aber schon wieder ein Thema für Robert - nur ein ganz einfacher Mensch mit Macken und Fehlern.
    Und genau unter solchen Leuten/Menschen, ohne Standesdünkel fühle ich mich an wohlsten.

    Damit hoffe ich erst einmal, gewisse Mißverständnisse ausgeräumt zu haben.

    Beste Grüße, auch an ALLE anderen.

    Klaus

  • Gertrud(Sonntag, 02. September 2012 11:59)

    Lieber Heiner Klein,

    mir fehlen erst einmal die Worte, aber eines nicht
    ein herzliches Dankeschön.

    Ich werde später noch einmal auf das eine oder andere gerne eingehen.

    Ganz lieben Gruß auch an Ihre liebe Frau

    und alle anderen hier.

    Gertrud

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Sonntag, 02. September 2012 10:34)

    Werte Gertrud,

    Sie schreiben Ihre Beiträge mit dem " Herzen", was andere mit ihrem Intellekt zu vermitteln hoffen!

    Doch das gerade ist es, was Sie auszeichnet und Ihnen meinen höchsten Respekt abverlangt.

    " Die Dinge sind nicht immer das, was sie zu sein scheinen", habe ich meine
    Erzählung hier bei Wanda Müller nachzulesen, genannt.

    Insbesondere im Hinblick auf Sie, die Sie
    "die Menschen" mit all ihren Fehlern, Fähigkeiten,
    guten und bösen Absichten,
    im Blickpunkt haben, ohne immer alle gleich in irgendwelche " Schubladen" einsortieren zu wollen!

    Das aber liegt Ihnen fern, wofür ich mich nur herzlich bedanken kann, wobei ich manchmal selbst dazu tendiere, dieses "Schubladendenken" anzuwenden und zu praktizieren!

    Das nicht zu tun, ist es, liebe Gertrud, was Sie so "besonders" macht, denn, wie in vielen Beiträgen in unterschiedlichsten Blogs und anderswo zu lesen ist, glaubt man "nur" mit Intelligenz, Mehrwissen,
    Verächtlichmachen, Zynismus und Selbstüberschätzung,"glänzen" zu können und Eindruck zun schinden!
    Sie schreiben " wie Ihnen der Schnabel" gewachsen ist und haben dabei Ihr Herz am rechten Fleck!

    Soviel wollte ich Ihnen persönlich zu Ihrem Beitrag ans "Herz" legen,
    damit Sie sich nicht entmutigen lassen und uns auch weiterhin mit Ihrer "herzerfrischenden"
    Art und Weise bereichern, denn " Menschlichkeit" ist wertvoller als jedes Hab' und Gut!
    Deswegen: Machen Sie weiter so!! Danke.

    Allen noch einen schönen Sonntag. Vielleicht regen die " Worte " unserer Getrud auch mal den einen oder anderen zum Nachdenken an. Mich jedenfalls hat ihr Beitrag hier bei Wanda sehr nachdenklich gemacht!

    Herzliche Grüße an alle, bis später!!

  • Gertrud(Sonntag, 02. September 2012 09:26)

    Teil 2)
    Ich kenne die Bibel. Ja in Teilen, sie ist für mich ein Lebensbuch. Und die 10 Gebote Lebensregeln, keine Verbote. Ich glaube an Gott und Gerechtigkeit. Es tut weh so manches Wort über Christen und gläubige Menschen zu lesen. Mit welcher Verachtung sie gestraft werden. Warum? Weil man selbst nicht mehr glauben kann und will. Aber es gibt Passagen die lese ich nicht, es sind die die Sie beschreiben. Mir reicht zu sehen zu was Menschen heute fähig sind. Denn das was Menschen beschäftigt zieht sich auf sie. Sie geben mir nichts. Sie schreiben es gibt keine heile Welt.
    Aber viele möchten sie.
    Wer möchte schon gern im Chaos leben in Armut und anderem. Freiwillig? oder Unfreiwillig weil andere meinen. Und nein so ist das Leben nicht, daß Menschen in Chaos und diesen Dingen leben sollten und müßten.

    Ich habe die Vorstellung von einer heilen Welt und meine Phantasie reicht auch aus dafür. Denn das Anliegen vieler Menschen ist in Frieden ein gutes Leben zu führen, wenn nicht sogar aller, bis auf wenige Ausnahmen, die anderes in sich tragen. Und das kleidet sich auch in Form durch die Art wie wir leben. Ich möchte mit meinen Beiträgen ein bisschen zu einer besseren mit beitragen in der Hoffnung verstanden zu werden.

    Nein ich bin keine Nonne
    und ich will auch nicht missionieren, aber aufmerksam machen wie Sie und andere auch. Auf andere Art.
    Wohin das Wort das man führt führen kann und auch Kritik, wenn sie nicht sorgsam gewählt ist, zeigt heute vieles. Nicht umsonst konnte sich die Gesellschaft dorthin entwickeln
    Ich finde Ihren Blog gut,
    daß sie sich aufmerksam vielem widmen. Ich mache dies auf eine andere Art, so ich es sehe. Ich geb mir auch Mühe mit einfachen Worten zu schreiben. Und hoffe ich werde verstanden.
    Mit Ironie habe ich es nicht, sie gibt mir nichts.
    Ich finde manches im Wort verletztend und manches geschriebene Wort gibt sicher preis, so auch bei mir. Gerd, die Zeit spricht für sich, die Menschen auch. Alles was wir beklagen ist irgendwo ein Ergebnis vielleicht auch eine Entwicklung, oder nicht nur vielleicht.
    Aber eine die viele nicht sehen wollen. Wo niemand Anteil haben will. Es gab noch nie so viele verängstigte Menschen wie heute, wie ich es sehe, und ich möchte nicht mit zu dieser Angst mit beitragen, ich möchte ein bisschen Mut machen. So wie mir andere wieder Mut machten. Friede fängt bei uns selbst an und der Liebe mit dem wir einander und vielem begegnen. In Wort und Tat. Sie wissen ich habe auch manche Kritik aber ich gehe andere Wege. Weil ich weiß Kritik kann schmerzen, die Wahrheit nicht. Aber die Wahl der Worte schon. Mit dem was wir hinterlassen.
    Manchmal bedarf es einen harten Wortes das stimmt,
    aber hört der andere dann noch hin noch zu. Oder wo agiert er und wie und wie reagiert er.
    Wenn allen Menschen klar und bewußt ist und wäre wo sie ihren Anteil an allem haben, die Welt wäre wohl eine andere.
    Was die Märchen betrifft,
    nein. Ich habe sie auch gelesen, sie haben mir nicht geschadet, aber ich habe meine Lehren aus vielem gezogen.
    Entscheidend ist was wir aus allem lernen und aus vielem machen. Wenn ich so manches Wort eines Menschen lese und so manches sehe, tut es mir in der Seele weh. Auch wenn Kritik gerechtfertigt sein mag. Aber man kann auch suchen und finden.
    Wenn wir einander mit allem umgehen und unsere Ängste anders kleiden, werden und können wir verändern. Mit dem wo wir im Augenblick sind, ziehen wir das genau an, was wir nicht wollen. Eine Bescheibung des Ist Zustandes mit Aufzeigen was anders machbar sein könnte wäre ein guter Weg. Das würde zeigen, daß wir gelernt haben.
    Und eines sollten wir denke ich lernen, nicht schüren sondern vermitteln.

    Was wollen wir mit unserer ständigen Kritik anderen beibringen, daß sie so werden wie wir. Oder wollten, möchten wir anderes?

    Was Christa schreibt, im letzten Absatz, ich kann es nicht ganz von der Hand weisen. Ich denke auch es ist eine besondere Anerkennung, daß wir Menschen aus dem Osten in der Führung haben. Der Osten war nicht schlecht. Gestern sagte Manfred Stolpe im Rückblick bei Frank Elster etwas dazu. Mit Worten von Friedrich Schorlemer, den ich sehr schätze. So wie es hier im Augenblick ist, ist es nicht so sehr gut aber weil alles aufgebracht ist. Und jedes Land hat Menschen mit Erfahrung, aber welcher? Vermissen wir nicht alle oft das gemeinsame, warum suchen also viele das Trennende.
    Den Gegner zu sehen ist etwas anders als den Bruder den Menschen zu erkennen und gemeinsam etwas zum positiven ändern zu wollen, auf rechte Art,
    finde ich einen Ansatz.
    Den Gegner auszumachen ist einfach, ihm anders zu begegnen als wir es tun, in dem wir ihn sehen mit seinen guten Ansätzen, wäre ein anderer.
    Kritik finde ich, führt letztlich dahin wo wir vielleicht nicht hinwollen wenn wir sie nicht sorgsam und mit Bedacht äußern.

    Lieben Gruß

  • Gertrud(Sonntag, 02. September 2012 09:26)

    Guten Morgen,

    Hallo Gerd,
    danke für Ihre Zeilen an mich.
    Doch ich find es gut zu fragen, und ich antworte auch gerne.

    Nein ich möche nicht alles schlechte auf meine Schultern laden, ich möchte, daß sich vieles wieder bessert. Und dazu bedarf es Erkennen und Erkenntnis. Ich versuche meinen Teil dazu mit beizutragen, mehr nicht.

    Ich habe Ihnen schon geschrieben, daß mich Ihre Worte über mich seinerzeit gefreut haben, ich bleibe da nach wie vor bescheiden. Es gibt bessere Schreiber als ich.
    Ich sehe sie teils als Ergänzung.

    Ja, das würde ich, die Welt verändern, wenn ich könnte, weil ich einfach finde, es bedarf mehr Liebe unter den Menschen, mehr Vertrauen mehr Verstehen und mehr Miteinander, all die Dinge die wir vermissen, wenn wir entsprechend schreiben, aber anders als sich manche es vorstellen, nicht alleine nur im materiellen. Ich würde die Not lindern sie nicht nur anprangern. Ich mag manchmal das Leid nicht mehr sehen was bei vielen Menschen verursacht wird, wo sie vielleicht auch durch ihr Wort ihre Einstellung ein bisschen Anteil mit haben. Ich mag manches nicht mehr hören,
    weil ich weiß was es bewirken und anrichten kann. Ich träume nicht davon, nicht nur, ich kann es mir sogar vorstellen, in einer friedlichen Welt zu leben. Das können nicht alle, nicht mehr weil ihre alten Erfahrungen oft mehr zählen, als neue. Und sie lieber alles liebens- und lebenswerte abgeben, als dies zugeben würden. Und ich bin dankbar ob allen Unwägbarkeiten in einer halbwegs friedlichen Welt hier leben zu dürfen, die ich vielen Menschen auf dieser Erde wünsche und für die ich einfach auch ob allem dankbar bin. Ich mag das was ich nicht in Ordnung finde nicht im Zorn kleiden.

    Ich war früher ähnlich bissig Gerd und habe mit manchem Wort manchen verletzt manchen Streit vom Zaum gebrauchen und ich frage mich wem hat es gedient. Und was hat es bewirkt, verhärtete Fronten. Und auch ich wurde durch manches verletzt.Ich mußte erst auf die Nase fallen und krank werden bevor mir vieles bewußt wurde, in dem was mir getan wurde und wo ich mitgewirkt habe.
    Ich kann Ihnen versichern,
    ich habe genauso geschimpft wie viele und irgendwann ereilte mich ihres. Weswegen ich manchmal denke upps, wenn ich lese.

  • Gerd(Sonntag, 02. September 2012 00:03)

    Liebe Gertrud,
    eigentlich wollte ich mich nicht in solche Schreiben wie zwischen Fritz und Löwenmaul oder auch jetzt Ihr Brief an Klaus Förster einmischen. Jetzt mach ich doch mal eine Ausnahme.
    Dass Sie für mich die gute Seele so manchen Blogs sind, habe ich schon an anderer Stelle geschrieben.
    Beim Lesen ihrer Artikel habe ich manchmal den Eindruck Sie würden am liebsten alles Schlechte der Welt auf ihre Schultern laden und nicht wieder runter lassen. Sie träumen davon, dass überall Friede und Wohlgefallen herrscht. Früher wurde aus solchen Menschen Märtyrer weil schon damals Andere das nicht wollten.

    Wenn ich sowas lese: „Wir sollten Brücken bauen zu den Menschen, daß wir einander verstehen und keine die neue Gräben aufreißen“, denke ich schon manchmal, dass Sie auf einem Missionstrip sind oder unverbesserlichen Friedensaktivisten angehören.

    Sie schreiben aber auch: „Die bissigen Bemerkungen und die leisen Untertöne geben mir zum Beispiel nicht sehr viel. Sie helfen nicht weiter. Den eigenen Frust mitschwingen lassen auch nicht immer.“

    Sehen Sie, so unterschiedlich sind die Menschen. Es wird nun mal nicht alles nur für Friedensaktivisten geschrieben.
    Manche, z.B. ich, lesen und schreiben gerne satirisch aber auch ironisch. Dass dabei der Eine oder Andere manchmal nicht gut wegkommt ist ganz normal und gehört für mich dazu. Wir leben nunmal nicht in einer heilen Welt, wenn Sie sich das auch noch so sehr wünschen.
    Was Sie hiermit meinen: „Wenn wir eine gemeinsame Basis wollen und möchten,
    ist das erste, den anderen in seinem Wort in seinem Sagen ihn verstehen zu wollen, und nicht herablassend auf ihn herabzublicken. Es gibt Menschen die haben nun einmal nicht die Bildung, die andere haben, und vieles andere auch nicht.“
    verstehe ich nicht.
    Es sollte jeder so schreiben wie er spricht. Schwierig, manchmal unverständlich wird es, wenn jemand durch seinen Schreibstil und seine Ausdrucksweise als gebildeter dastehen möchte, als er in Wirklichkeit ist. Wenn Sie mit „vieles andere auch nicht“ Geld meinen, das braucht man zum Schreiben nicht.

    Ich zumindest gebe mir immer Mühe meine Texte einfach und klar verständlich, möglichst ohne Fremdwörter, zu formulieren, damit es erst gar nicht zu Missverständnissen kommt. Dinge nenne ich gerne beim Namen, auch wenn es manchmal weh tut oder sich manch einer vor den Kopf gestoßen fühlt.

    Als ich das über die bissigen Bemerkungen gelesen habe, musste ich unweigerlich an eine katholische Ordensschwester denken. Sind Sie vielleicht eine Ordensschwester?

    Egal, kennen Sie die christliche Bibel und da das „Alte Testament“? Wenn ja, wie gefällt es Ihnen? Was da von kriminellen Machenschaften, von Mord und Totschlag, von Vielweiberei u.v.m. berichtet wird, muss ihnen doch den kalten Schweiß auf die Stirn treiben. Es ist trotzdem das „Buch der Bücher“ mit der weltweit höchsten Auflage.

    Ebenso dürfte Ihnen manches Märchen nicht gefallen. Wenn z.B. Hänsel und Gretel die Hexe bei lebendigem Leib in den Backofen schieben oder Schneewittchen von der bösen Stiefmutter vergiftet wird. Alles kindergeeignet? Oder müssen die in Ihren Augen umgeschrieben werden?

    Liebe Gertrud, ich musste mal nachfragen.
    Viele Grüße an alle Leser und besonders an Wanda
    Gerd

  • Christa(Samstag, 01. September 2012 22:12)

    Hallo liebe Melanie,

    siehst Du auch die mangelnde Demokratiefähigkeit der so genannten „guten argumentativen Schreiber“?

    Ihr Lieblings“argument“ ist immer wieder, dass Andersdenkende manipuliert sind, wenn nicht sogar dumm und naiv.

    Wenn die Medien bürgerliche Politiker (siehe KT, Wulff, FDP) verbal vernichten, machen alle mit und sehen darin keine Manipulation und Propaganda. Nur wenn der Trend ihnen nicht gefällt, werden „Machenschaften“ angeprangert.
    Gerade wir Beide und wenige Andere wie z.B. auch Gertrud sind „gegen den Strom geschwommen“, als sämtliche Medien, auch die ÖR, Herrn Wulff aus dem Amt gejagt haben. Ich finde, wenn uns jemand nachsagt, wir wären manipuliert, dann können wir das abprallen lassen (Stichwort Teflon).

    Manche sollten wirklich erst einmal lernen, andere Meinungen zu akzeptieren, bevor sie diese als „substanzlos“ bezeichnen und sich selbst im Besitz der „ultimativen Wahrheit“ wähnen. Einige prahlen sogar noch damit, dass sie bei den Äußerungen z.B. bei Frau v.d. Leyen „abschalten“ (vorige Woche im GJ-Forum). So müssen sie sich wahrscheinlich schützen, um ihr Feindbild nicht zu gefährden. Mir fällt es auch schwer, den roten und grünen Politkaspern zuzuhören, aber um sie beurteilen zu können, muss ich mir das schon antun. Nicht alles, was sie sagen halte ich für falsch, aber insgesamt können sie mich nicht überzeugen.

    Ich muss Dir sicher nicht erzählen, dass mir der jetzige Trend auch sehr gut gefällt und ich hoffe, dass er sich bis zu den Wahlen noch verstärkt. Bis dahin kann noch viel passieren. Einerseits stimme ich deshalb Frau Müller zu, andererseits kann man in diesem Falle aber nicht von „de iersten Plum sün madig“ reden nach dieser nun doch schon längeren Amtszeit. Das trifft dann wohl eher auf die Piraten zu, ne?



    Werter Herr Förster,

    ich kenne auch Menschen, die fähig und clever genug waren oder auch einfach nur mehr Glück hatten, um die neuen Möglichkeiten nach der Wende besser zu nutzen als ich. Seit ich mir abgewöhnt habe, darauf neidisch zu sein, geht es mir viel besser.
    Herr Lothar de Maiziere hat Frau Merkel „entdeckt“, sie hat ihn „karrieremäßig überholt“ und er ist ihr heute noch freundschaftlich verbunden. Na und? Wo ist da das Problem?

    Zu allen Zeiten und überall nutzen die Mächtigen auch die Medien zur Erhaltung ihrer Macht. Aber hierzulande haben und nutzen auch ihre Gegner zahlreiche Möglichkeiten, Menschen zu überzeugen und zu manipulieren. Und auch die ÖR berichten nicht ausschließlich systemfreundlich.

    Zweifellos ist es ein Spiegelbild des (teilweise) hohen geistigen Niveaus der DDR, dass wir den BP und die Kanzlerin stellen. Außerdem haben beide persönliche Erfahrungen damit, wohin das linke Gedankengut letzten Endes führt.

    In diesem Sinne: viele Grüße an alle.

  • Robert Kroiß(Samstag, 01. September 2012 16:00)

    Hier kann sich jeder sein eigenes Bild von der Kunst des Regierens, der Alternativlosigkeit machen.
    Hab ich per Mail von Egon W. Kreutzer bekommen. Nehmt Euch die Zeit und hört Euch das an:

    https://3c.web.de/mail/client/dereferrer?redirectUrl=http%3A%2F%2Fgffstream-7.vo.llnwd.net%2Fc1%2Fm%2F1345976038%2Fradio%2Fdok5_feature%2Fwdr5_dok_5_das_feature_20120826_1200.mp3&selection=page1

    Gruß Robert

  • Gertrud(Samstag, 01. September 2012 09:34)

    Herr Förster,
    es wird niemandem dem etwas am Herzen liegt, das Feld anderen überlassen.
    Ich hoffe sehr, daß Sie und auch andere die weniger argumentativen, da sie ja auasdrücklich die guten argumentiven Schreiber hier betonen, als nicht wichtiger erachten und betrachten wird.
    Auch wenn mir so mancher Beitrag nicht aus der Seele spricht, versuche ich zum Beispiel zu verstehen. Es nützt nicht viel, hochtrabende Beiträge zu schreiben, die niemand versteht, und auch bissiges dazu ebenso nicht.
    Wir alle beklagen hier eines und das verbindet, die mangelnde Mitmenschlichkeit, das mangelnde Verständnis.
    Wenn man einen Menschen versteht geht man auf ihn zu. Wir sollten Brücken bauen zu den Menschen, daß wir einander verstehen und keine die neue Gräben aufreißen. Finde ich z.B.. Für mich sind die guten argumentiven Beiträge und auch andere schon mitunter eine Ergänzung und wenn man jemanden nicht versteht, besteht die Möglichkeit zu fragen, warum er wie etwas sieht. Nichts für ungut.
    Die bissigen Bemerkungen und die leisen Untertöne geben mir zum Beispiel nicht sehr viel. Sie helfen nicht weiter. Den eigenen Frust mitschwingen lassen auch nicht immer.
    Wenn wir eine gemeinsame Basis wollen und möchten,
    ist das erste, den anderen in seinem Wort in seinem Sagen ihn verstehen zu wollen, und nicht herablassend auf ihn herabzublicken. Es gibt Menschen die haben nun einmal nicht die Bildung, die andere haben, und vieles andere auch nicht.
    Deshalb sind sie nicht weniger wert als andere, auch wenn man sie belächeln mag. Als die jenigen die mit ihrem Wissen meinen hausieren gehen zu müssen.
    Ich danke einigen anderen hier wie Löwenmaul und vor allem Till für ihre menschlichen Beiträge, die ich immer noch verstanden habe und versuche zu verstehen, weil mir der Mensch etwas gibt und nicht mit dem Finger auf etwas zeigt, was er mehr hat als ich.
    Nichts für ungut.

  • K.Förster(Samstag, 01. September 2012 00:20)

    Danke Robert,
    und genau deshalb sollt gerade IHR ( die guten argumentiven Schreiber) nicht den Anderen das Feld überlassen.
    Deine "Augsburger Puppenkiste" wäre ein Beitrag bei GJ gewesen.
    Auch wenn`s mühsam und sinnlos erscheint.
    Ich muß noch ein bissel üben,mein früheres Talent neu wecken.
    Vorrang hat aber immer die inhaltliche Aussage.Gelesen werdet ihr Alle.

    Beste Grüße an Alle

  • Robert Kroiß(Freitag, 31. August 2012 14:01)

    Ja Klaus, genauso ist es. "Am Angang war das Wort und ohne dasselbe ward da nichts". Und wer die Macht des Wortes besitzt, der bestimmt, was gemacht wird.

    Liebe Grüße an Alle

    Robert

  • Gertrud(Freitag, 31. August 2012 11:15)

    Einen schönen Guten Morgen,

    ich danke für die vielen guten und informativen Beiträge. Wo jeder für sich aus seiner Erfahrung und von seinem Wissensstand, aus meiner Sicht gesehen, berichtet und darüber schreibt.
    Danke herzlich dafür.
    Wir machen nun mal unterschiedliche Erfahrungen, wichtig ist, finde ich was man daraus mitnimmt.
    Ich stimme Till in seinen
    Ausführungen zu, was beide Systeme betrifft. Schade ist wenn Menschen so miteinander umgehen
    und ja mehr als erschreckend, lieber Klaus Förster, sind inzwischen die ganzen Verflechtungen da sie leider nicht im Sinne und Interesse aller genutzt werden. Wir wissen nicht alles und das ist in dieser Gesellschaft die sich Informations- und Wissengesellschaft nennt, bedauerlich.
    Ich hoffe auf viele Menschen die teils wieder zu altbewährtem zurückkehren und es auch schon tun. Ich schätze eine soziale Marktwirtschaft wie wir sie einmal hatten. Für die freie Marktwirtschaft scheinen manche nicht reif genug zu sein.

    Lieben Gruß an Alle. Und ein schönes Wochenende.

  • K.Förster ( Nichtbürger )(Donnerstag, 30. August 2012 19:42)

    Medienkritik: Ein interessanter Kommentar von siddartha im „Sprengsatz“:
    STERN , SPIEGEL (anteilig), FTD, RTL, RTL2, VOX, MANAGERMAGAZIN oder N-TV befinden sich alle im Privatbesitz von Bertelsmannchefin und Merkelfreundin Liz Mohn. Der Höhepunkt wurde am letzten Wochenende erreicht, als in einem SPONartikel das merkelkritische Buch von Frau Höhler diffamiert wurde, da ja Frau Höhler angeblich fälschlicherweise von den Medien als Kanzlerberaterin bezeichnet wurde!? Ohne jeglichen Hinweis am Artikel, dass es sich beim Autor um einen langjährigen ranghohen CDU Politiker handelt und nebenbei noch um den persönlichen Biographen Angela Merkels. Da schreiben bereits CDU-Mitglieder und Merkelanhänger direkt ohne Kennzeichnung die SPONbeurteilungen über Kanzlerkritiker.
    Wer als Medienmensch die zahlreichen wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Politik und Medien immer noch nicht begreift, den sollte man nicht als Journalisten bezeichnen.
    Zum Beispiel die Sendung von Günther Jauch am Sonntag. Jauch als mittelständischer Medienunternehmer arbeitet eng mit dem Sender RTL zusammen, welcher sich im Privatbesitz von Frau Liz Mohn befindet und wesentliche Aufträge an Herrn Jauchs Produktionsfirma vergibt. Ministerpräsidententochter von der Leyen hat ihr Buch über Familienpolitik nicht nur im Verlag von Liz Mohn veröffentlicht, sondern es sogar mit ihr zusammen geschrieben. Der Bruder von Frau von der Leyen managt ein Medienimperium in Ost- und Nordeuropa, welches zahlreiche Berührungspunkte zu dem von Frau Liz Mohn hat. Die Familie von Lothar de Maizière ist auch heute noch der Kanzlerin sehr verbunden durch den verwandten derzeitigen Verteidigungsminister Thomas de Maizière.
    Die Fernsehsender von Frau Liz Mohn sind die Hauptkunden von SPIEGELtv. SPIEGELtv hat zum Beispiel damals die PR Reise von Guttenberg und Kerner nach Afghanistan finanziert. PR für Herrn Guttenberg, der wiederum privat die Gedenkrede zum Todestag des verstorbenen Bertelsmanngründer gehalten hat und dessen Frau eine Exclusivsendeformat bei RTL2 von Liz Mohn bekam. Als Herr Sarrazin seine kruden Thesen in einem Buch beim Bertelsmannverlag veröffentlichte, wurde es praktisch von den Medien des gleichen Konzerns politisch beurteilt. Im Verlagswesen besitzt Frau Liz Mohn gemeinsame Firmen mit dem SPRINGERverlag, welcher sich im Privatbesitz von Frau Friede Springer befindet, die nicht nur ebenfalls CDU Mitglied ist sondern bekanntermaßen auch eine enge Freundin der Kanzlerin. Nebenbei ist der Ehemann der Kanzlerin im Beirat der millionenschweren Springerstiftung von Frau Friede Springer.
    Sehr oft bestimmen Umfragen und Studien über “arm und reich”, Bildungspolitik, Kommunalverwaltung, Städteranking oder andere Themen die Medienlandschaft bis in die Tagesschau hinein, ohne dass die Leser und Zuschauer merken, dass dahinter die Bertelsmannstiftung von Frau Liz Mohn mit den von ihr finanzierten Hochschulen und Meinungsumfragen steckt.
    Quelle: Sprengsatz Kommentar 35

    Mal ein Einwurf, wie die Propaganda organisiert und funktioniert.

    Die sachlichen Debatten und sehr schönen Geschichten (little henry - jede goldwert) mit Sinn, werden leider durch substanzlose Zwischenrufe gestört.Man muß es halt ertragen.

    Ist es nicht ein Spiegelbild des hohen geistigen Niveaus der DDR, das wir den BP und die Kanzlerin stellen ?
    Die Ausbildung meiner Jugendfreundin der FDJ in Agitation und Propaganda trägt überwältigende Früchte. Alle (fast) sind eingelullt und befinden sich in Trance.

    Da bedanke ich mich zuerst bei Wanda für diese offene Hompage und den anderen Bekannten für ihre anregenden Beiträge und Geschichten.

    Beste Grüße

  • Wanda Müller(Donnerstag, 30. August 2012 14:56)

    Liebe Melanie HH,

    es zweifelt niemand an den Umfrageergebnissen. Warum denn auch? ;) Nur bei diesen Momentaufnahmen ist es wie auch im richtigen Leben: die Küken werden im Herbst gezählt. oder in Deiner Mundart: de iersten Plum sün madig.
    :)

  • Melanie HH(Mittwoch, 29. August 2012 19:08)

    Ein Hallo an Alle und ganz besonders an Gerd.

    Schon gehört? Die CDU haben drei Punkte zugelegt und haben jetzt 39%

    Aber bitte nicht wieder an der Umfrage zweifeln, lieber Gerd.:-):-)

  • Fritz Wagner(Mittwoch, 29. August 2012 01:43)

    Hallo, lieber Heiner,
    da ging wohl unbeabsichtigt etwas völlig in die Hose.
    Was konkret meinst Du damit?

    "Nein, lieber Fritz, so einfach geht das nicht! Du wirst Dir schon meine Meinung zu Deinen Ausführungen - sicherlich nicht so ausführlich und vor allen Dingen nicht in solchen "Schachtelsätzen" -
    noch gefallen lassen(müssen)!
    Bis dahin liebe Grüße Heiner."

    Ich habe nicht erwartet, dass sich meine Nebenbemerkung zu Begriffsdeutung wie:
    "So meint vielleicht der Eine: „Bierflasche“, der Andere
    versteht:"Flaschenbier“, oder gar nur „Bahnhof“ so unmittelbar und stande pede, sich als real und Dich verärgernd erweisen könnte.
    Falls ich damit in´s sog. Fettnäpfchen getreten haben sollte, bitte ich hiermit, Walter Neumann einbegriffen, in aller Form um Entschuldigung.

    Was die Schachtelsätze in meinen Auführungen anbelangt, gebe ich zu, dass daran meinerseits Nachholbedarf besteht.
    Ich schreibe so, wie sich bei mir die Gedanken dazu einsstellen.
    Gut, grammatikalich nicht immer einwandfrei.

    Ich hoffe, der trübende Rauch verzieht sich wieder.

    In den sachlichen und meiner Auffasung zum Begriff "zig" beipflichtenden Ausführungen von Walter Neumann vermag ich keineswegs eine Unterstellung, geschweige Dich beleidigend schadenfrohe Seitenhiebe zu erkennen.

    In der Hoffnung auf Verständnis und trotz allem
    freundlichen Grüßen
    fritz

  • Walter Neumann(Dienstag, 28. August 2012 21:44)

    Sehr geehrter Heiner Klein alias Löwenmaul.

    Mitnichten habe ich dies als Seitenhieb, geschweige denn aus Schadenfreude geschrieben. Mir ging es einzig und alleine darum, mitzuhelfen, dass sich bei Ihnen kein Irrtum festsetzte. Auf Ihren Beitrag vom 27.08.12 um 21:24 Uhr hatte ich geantwortet und Ihren Beitrag von 9:21 Uhr hatte ich da noch nicht gelesen, sonst hätte ich mich nicht eingemischt.

    Jeder Mensch macht Fehler und unterliegt Irrtümern. Es ist doch nichts dabei, mal einem Irrtum aufgesessen zu sein und den zuzugeben und gut ist. Schlecht ist es, dann Anderen falsche Gesinnungen zu unterstellen. Diese Empfindlichkeit hätte ich von Ihnen nicht angenommen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Dienstag, 28. August 2012 20:31)

    Werter Walter Neumann,

    auf diesen "Seitenhieb" hätten Sie gut und gerne verzichten
    können, doch wenn ich Ihnen, vielleicht auch noch anderen,damit "Spaß"
    (oder nicht eher Schadenfreude hervorgerufen habe) gemacht habe, dann bitte sehr sollten Sie ihn haben!

    Ich habe und hatte kein Problem damit, oder ihr etwa?

    Dazu würde der Lateiner sagen: " Errare humanum est!" Aber sei's drum!

    Nein, lieber Fritz, so einfach geht das nicht! Du wirst Dir schon meine Meinung zu Deinen Ausführungen - sicherlich nicht so ausführlich und vor allen Dingen nicht in solchen "Schachtelsätzen" -
    noch gefallen lassen(müssen)! Bis dahin liebe Grüße Heiner.

  • Christa(Dienstag, 28. August 2012 17:58)

    Werter Fritz,

    dass (wie Sie selbst meinen) Ihr „Grips auch noch ausreicht für Unfug“, haben Sie inzwischen schon mehrmals bewiesen.
    Ich frage mich manchmal, wen Sie hier eigentlich verar….. wollen oder ob Sie in einer anderen Welt leben.

    Wenn man Ihre Ausführungen liest, könnte man meinen, dass es hier und heute keine Sozialleistungen geben würde. Und diese sind in der Gesamtheit bestimmt nicht schlechter als in der DDR. Und keiner wird bei Krankheit unzumutbar über seine finanziellen Verhältnisse belastet.

    In Ihren nostalgischen Betrachtungen über die DDR haben Sie auch vorher schon das „Recht auf Arbeit“ erwähnt. Das war in Wahrheit eine Pflicht zur Arbeit bzw. ein Zwang, denn ohne Arbeit bekam man auch kein Geld. Und die Löhne waren so niedrig, dass beide Ehepartner arbeiten mussten, um einen bescheidenen Lebensstandard zu erreichen, „nur Hausfrauen“ gab es selten. Ob die dazu erforderliche ganztägige Kinderbetreuung im Interesse der Familien oder des Staates war, darüber kann man geteilter Meinung sein.

    Und dann das „Recht auf Wohnung“! Zuerst einmal musste man verheiratet sein, um eventuell einen Anspruch zu haben. Deshalb wurde auch allgemein sehr früh geheiratet (was nicht unbedingt schlimm sein musste). Wir mussten nach der Heirat 3 Jahre kämpfen, ehe wir überhaupt eine alte, kleine Wohnung mieten durften, weil die Verantwortlichen es für zumutbar hielten, dass wir in den 2 kleinen Kinderzimmern der Wohnung der Mutter wohnen. Ob das menschlich passte, interessierte Niemanden. Und als wir später mit einem zweijährigen Kind eine Plattenbauwohnung (für damalige Verhältnisse ein Riesenglück) zugeteilt bekamen, hatten wir noch keinen Anspruch auf eine mit Kinderzimmer, dazu hätte das Kind 6 Jahre alt sein müssen.
    Und wenn eine Ehe geschieden wurde, mussten die Ex-Partner oftmals noch länger zusammen in der gemeinsamen Wohnung wohnen. Wem würde man das heute noch zumuten?

    Dass Sie heute eine auskömmliche Rente beziehen und eigentlich keinen Grund zu klagen haben, kann ich mir vorstellen. Und dass Sie um die Zukunft Ihrer Kinder und Enkel besorgt sind, auch. Wenn Sie diese mit Ihren Ansichten infiziert haben, dann haben Sie auch allen Grund dazu. Könnten Sie, im übertragenen Sinne, eine gute Ehe führen, wenn Sie nur die negativen Seiten ihrer Frau sehen und ihrer verflossenen Jugendliebe nachtrauern würden?

    Welche Zukunftsperspektiven hatten wir denn als junge Menschen in den letzten Jahren der DDR?! Voraussichtlich eingesperrt bis ans Lebensende (oder wenigstens bis zum Rentenalter) in einem Land, in dem es wirtschaftlich spürbar rapide abwärts ging und nur noch Mangel an allen Ecken und Enden herrschte. Und keine Aussicht auf Besserung, weil Betonköpfe das Sagen hatten.

    Und jetzt kommen die Nostalgiker und wollen uns erzählen, wie gut alles war??!! Nicht mit mir!!

    P.S.: Meine Ausführungen erheben noch lange keinen Anspruch auf Vollständigkeit, was aber nicht heißt, dass eine Fortsetzung folgt. Also: aufatmen!

  • Fritz Wagner(Dienstag, 28. August 2012 14:41)

    Walter Neumann
    (Dienstag, 28. August 2012 11:02)

    Hallo, liebe Mitstreiter

    Walter Neumann,
    vielen Dank für Ihre klärende Unterstützung meines Begriffs-Verständnisses von „zig Jahrzehnten“


    Heiner (alias löwenmaul)
    Du hast Dich ja schon selbst korrigiert.
    Kleiner Trost, mir oder Anderen geht es hin und wieder ebenso.
    Entschuldige bitte, es war wirklich nur als“ Flax“ angelegt. Ich wollte Dich damit keinesfalls in Verlegenheit bringen.
    Verstehe es bitte als Beweis dafür, dass deine, und auch anderer, Beiträge im Forum aufmerksam gelesen werden und man sich müht, diese auch sinngemäß zu verstehen.

    Ein Problem von verschieden Standorten und Niveau her zu beurteilen, führt naturgemäß oft zu divergierenden Ergebnissen.
    So meint vielleicht der Eine: „Bierflasche“, der Andere versteht:"Flaschenbier“, oder gar nur „Bahnhof“.

    Aus diesem kühlen Grunde möchte ich mich den Ausführungen, Ralph Nietzschmanns, Erster Karl, nähern / anschließen und im Ergebnis dessen, zumindest hier in diesem bekannten Kreis, die unfruchtbaren Aufrechnungen im Vergleich Ost- West, Berechtigung oder Unrecht, Glück oder Pech in der Vergangenheit reduzieren, besser beenden, um uns wieder sinnvoller mit der uns noch verbleibenden Zeit, den eigenen und Problemen der Menschen im Hier und Heute, / bzw. der Zukunft, mit all unseren Erfahrungen, Wissen, Wollen in voller Aufmerksamkeit widmen zu können.

    Mit freundlichen Grüßen an Alle
    fritz

  • Walter Neumann(Dienstag, 28. August 2012 11:02)

    Hallo Heiner Klein alias Löwenmaul.

    Ihre Aussage: "Aus meiner Sicht - habe schon zig Jahrzehnte das System BRD verfolgen können und dürfen-,"

    spricht nun nicht von 8 Jahrzehnten sondern von zig Jahrzehnten, also
    richtigerweise fangen zig bei 20. an Es können aber auch 30-ßig bis 90-zig sein. Dann sind zig Jahrzehnte mindestens 200 wie Fritz Wagner meiner Meinung nach richtig anmerkte oder 300 bis 900, je nach Auslegung. Eine klar erkennbare Aussage wäre gewesen "habe schon seit zig Jahren das System"…

    Mit meiner Ansicht möchte ich nur Fritz Wagner "unter die Arme greifen" und Sie bitten, sich an kompetenterer Stelle noch mal "schlau" zu machen ob Ihre oder unsere Ansicht stimmt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Dienstag, 28. August 2012 09:21)

    Da Du ja auf " zig " angespielt hast. lieber Fritz - wie Recht Du hast -hat sich die "Sache" auch für mich geklärt! Sorry,
    das Alter macht's!!!??

  • Heienr Klein alias Löwenmaul(Montag, 27. August 2012 21:24)

    Lieber Fritz, wie leicht kann man sich doch "irre " machen lassen.
    Wenn ich von " Jahrzehnt" schreibe und spreche,dann umfass ich damit doch einen Zeitraum von 10 Jahren oder? und wäre bei zig Jahrzehnte( mindestens 20 Jahre und nicht 200 Jahre Jahre alt ) ,also lag ich schon richtig und hätte es gar nicht korrigieren müssen ( obwohl es ein Schreibfehler war!!), wie es mir erst jetzt richtig bewusst wird.

    Wer acht Jahrzehnte lebt, müsste demnach 80 Jahre alt sein, oder? Was Du meinst, wäre sicherlich " Jahrhundert" gewesen, doch so vermessen bin ich dann doch nicht! Also war das schon richtig mit " zig- Jahrzehnten!!" und würde auch passen. Wolltest mich wohl testen ( Jahr, Jahrzehnt, Jahrhundert ), oder? Aber nix für ungut,
    errare human est!

    Übrigens vorab schon mal ein kleiner Abriss von meinen Aufenthalten und Besuchen im ehemaligen " Osten" unseres Landes, lieber Fritz: Ich bin zwischen den sechsziger
    und achtziger Jahren mehrfach beruflich aber auch privat in der ehemaligen DDR gewesen ( Heiligenstadt, Plauen im Vogtland, Ostberlin, Leipziger Messe, Erfurt,
    Weimar und Jena! Soviel zu
    " meinen Erfahrungen" mit Land und Leuten in der DDR!!!

  • Fritz Wagner(Montag, 27. August 2012 19:29)

    Hallo, Heiner,
    kleiner, nicht ganz ernstgemeinte Feststellung.
    Hätte nie vermutet, dass du schon so uralt sein willst, indem du behauptest schon "Zig-Jahrzehnte" mit einer hier nicht benannten Sache befasst gewesen zu sein.
    ( Also mindest 200 Jahre!)
    Erstaunlich. Kommt schon mal im Eifer des Gefechts vor.
    Bitte nichts für ungut,. Du siehst, der Grips reicht auch noch für Unfug.
    Sei gegrüßt
    fritz

  • Erster Karl(Montag, 27. August 2012 18:39)

    Erster Karl

    Mit großer Interesse habe ich die Beiträge zur DDR hier gelesen und möchte doch einige Gedanken aus meiner Sicht hinzufügen.
    Unbestritten ist die Tatsache, dass die DDR in der erlebten Form gescheitert ist und das ist ohne wenn und aber logisch begründbar.
    Mehrfach habe ich darüber geschrieben, dass meine Freunde und ich zu DDR Zeiten einen Stammtisch hatten,der sich kritisch mit den Verhältnissen in der DDR auseinandergesetzt und um
    Veränderungen im Sinne eines demokratischen Sozialismus in der DDR gestritten hat.Wir waren
    zwar zu vielen Dingen in der DDR oppositionell eingestellt, würden uns allerdings nicht als
    Bürgerrechtler bezeichnen.Wir verurteilen die Rechtsbeugung in der DDR, lehnen aber den Begriff
    Unrechtsstaat ab.Grundsätzlich betrachten wir die DDR als Ergebnis des II. Weltkrieges und
    demzufolge als Spielball im kalten Krieg.Sowohl die Sowjetunion, aber auch die Westmächte und
    auch die alte BRD profitierte von diesem Zustand zu Lasten der Bevölkerung in der DDR.
    Auch noch heute streiten wir um ein gerechtes Gesellschaftssystem, denn auch dieses hier kann keinesfalls den legitimen Ansprüchen des Großteils der Bevölkerung entsprechen.
    Ich möchte auch nicht mehr ständig über die Zustände in der DDR schreiben, denn schließlich haben ja die Menschen in der DDR über die DDR entschieden. Allerdings behaupte ich nach wie vor, dass ein Beitritt zu den entscheidenden Demos, also als nicht entschieden war ob es zu Gewalteinsätzen kommt, kein Thema war.
    Freie Wahlen, Reisefreiheit , Verbesserungen der Versorgung allgemein waren die Themen.Es ging um die Stasi, Rufe wie Stasi in den Tagebau usw. bestimmten die Demos.
    Mit den Fall der Mauer und den Auftritt westlicher Politiker wurden dann die Weichen in Richtung Beitritt gestellt und die DM als Lockmittel geschickt eingesetzt.

    Die letzte Volkskammer der DDR hat dann den Beitritt an die Bundesrepublik
    demokratisch beschlossen.Die Bürger wurden sofort mit einer für sie
    unbekannten fertigen Staatsordnung konfrontiert und konnten dem zu Folge ihr Stück
    Selbstbestimmung, das sie sich gerade erobert hatten nicht ausleben.
    Die meisten Bürger akzeptierten dieses abverlangte Verhalten, den lange genug hatten sie keinen
    eigene Blick auf die andere Seite Deutschlands, da ja die Mauer für die meisten ein
    unüberwindbares Hindernis war. Das Neue wurde erstmal freudig begrüßt, auch Dank der Medien.
    Dieser sogenannte Sozialismus hatte den meisten Bürgern Wünsche verwehrt und Einschränkungen ihres persönlichen Lebens gebracht, dadurch war man gern bereit das System aufzugeben ,auch seine zweifelsfrei positiven Facetten zu den Akten zu legen.
    Dieses Verhalten war durchaus für die breite Masse verständlich, aber mit Sicherheit nicht
    unbedingt klug.Viele dieser Menschen mussten das in Laufe der Zeit erkennen und verkraften.
    Viele der Bürgerinitiativen( auch kirchlich geprägte) die eine Veränderung des Systems in der DDR wollten, die damals eine Chance sahen, eine gerechte Gesellschaftsordnung aufzubauen, mussten erkennen, dass die Mehrheit einfach nur ein vermeintlich komfortableres System haben wollten. Und Kohl hat dies mit blühenden Landschaften unterstützt.Dabei ist Kohl wahrscheinlich einer der wenigen Politiker, der ehrlichen Herzens ein gemeinsames D. wollte und zu mindestens in den ersten Jahren Härtefälle noch sozial verträglich abfederte, ehe der zügellose Neoliberalismus die neuen BL benutzte seine Gemeinheiten auszuprobieren und nun auf das gesamte Land zu übertragen.
    Schließlich und endlich mussten viele Menschen erkennen, dass die tatsächlich u.a. positiv vorhandenen im Bereich der Daseinsfürsorge geltenden Lebensbedingungen ohne jemals ernsthaft die Chance einer Diskussion zu erhalten ersatzlos wegfielen, heute jedoch nach wie vor aktuell sind. Ich denke dabei an die Bürgerversicherung, aber auch an die Deregulierung des Strommarktes, weg von der Konzentration auf die vier Großkonzerne hin zu Genossenschaften, Stadtwerken und dergleichen
    Es bringt nach meiner Auffassung nichts für die Zukunft, wenn man nun Aufrechnung macht und DDR /BRD vergleicht. Es wird eine Schraube ohne Ende .
    Zu unseren Stammtisch gehören auch zwei Freunde, die die häßlichste Fratze der DDR am eigenen Leibe zu spüren bekamen, also Bautzen und Torgau, aus andere Sicht kennen und Haftstrafen absitzen mussten, nur weil sie sich aktiv gegen die Sprengung der Unikirche zu Leipzig eingesetzt hatten, Flugblätter verteilten, allerdings einer der beiden auch einen Fluchtversuch unternahm, keine Studiumzulassung bekamen bzw., von der Uni entfernt wurden .
    Man kann also durchaus von Systemgeschädigten sprechen.
    Diese beiden wählten, wie wir alle, natürlich gemäß unserer politischen Überzeugung nach der Wende die SPD und keiner von uns wäre auch nur ansatzweise auf die Idee gekommen SED/PDS zu wählen. 2005 bröckelte dann die Front, ein Großteil unseres Stammtisches wandte sich angewidert von der SPD ( Schröder und Co.)ab und entschieden sich für die Linken , auch einer der betroffenen Freunde von damals, der andere wählt weiter die SPD, deren Mitglied er geworden ist und mittlerweile auch aktiv als Funktionär u.a. auch mal als LT Abgeordneter vor dem Desaster der SPD in Sachsen bei den LT Wahlen.
    Warum wählen wir nun so? Die Linke ist mit Sicherheit nicht das Ideale, aber die einzige Partei die unser Klientel vertritt. Und so wie wir, denken in den neuen BL viele Menschen, muss doch ein Grund haben, aber eine solche Analyse wäre ein Thema für sich.

    Freundliche Grüße an die Foristen/innen der HP

    Ralf Nietzschmann der Erste Karl

  • Fritz Wagner(Montag, 27. August 2012 17:47)

    Lieber allseits suchender Heiner (löwenmaul)
    Fortsetzung 3. Teil und Schluss.
    Zitat;
    „Dass aber das System DDR gesamt seiner " Planwirtschaft" gescheitert ist, wirst Du mir bestätigen können und die Menschen dort größtenteils nicht "glücklich" damit waren, sollte auch zutreffen. Doch dazu sei jedem seine eigene Meinung
    belassen! Wie Du ja sagst, es würde auch sowieso nichts mehr ändern!!“

    Lieber Heiner auch hierin muss ich Dir leider relativierend zustimmen.

    Wirklich größtenteils? Was darf man unter „Glücklich sein“ verstehen.
    Hast oder hattest du eigene Erkenntnisse, warst du mal zu Besuch z. B anlässlich einer Familienfeier, eines Berlinbesuches oder der Leipziger Messe als Gast oder Geschäftsreisender im Osten oder hast Dich über das Ost-Fernsehen, Sender Brocken, Kanal 6, informiert?
    Ich meinerseits war vor dem Mauerfall nie im Westen, habe mich aber immer sehr über die Verhältnisse dort über das ARD-Fernsehen informiert. Meine Antenne ausgerichtet auf den Sender Torfhaus im Harz, Kanal 10, war auch in der Zeit des Antennensturms immer an ihrem Platz auf den Dach eines Mehrfamilienhauses zu sehen und in Funktion, ohne dass ich dafür von der Stasi eingesperrt, gefoltert oder nach Sibirien verbannt wurde.
    Ich fühle mich als sozial veranlagter Mensch mit bzw. durch Ostsozialisation wegen der neuen, nicht nur Annehmlichkeiten und Freiheiten ( für wen und wozu), sowie etlicher gefühlt verloren gegangener Sicherheiten auf sozialen Gebiet, nicht übermäßig glücklich und begeistert.
    Auch, dass ich nunmehr selbst Teil und Nutznießer des profitorientiert systemimmanenten Prinzips des „Teile und Herrsche“, welches seinen Ausdruck findet im Sozialprestige „Hast du was, bist du was,“ (Kleider machen Leute; Gottfried Keller) und „Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf“ bin, der dazu verleitet oder verurteilt ist, privat immer mehr vorzusorgen, sich Hab und Gut anzueignen, anzuhäufen, koste es was es wolle.
    Teil und Nutznießer des Systems zu sein, unter dem schon meine Eltern und wir Kinder bittere Erfahrungen von Not und Elend durch Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot, Krankheit und Bildungsselektion genießen durften.

    Für meine Frau, ohne mich, sehe es mit ihrer Komfortrente von 620 EU, 2 gemeinsame Kinder,
    bestimmt etwas weniger menschenfreundlich, eher menschenverachtend aus
    Auf deinen Hinweis und Fakten bezogen nur noch kurz zum Start von BRD und DDR und der gegebenen Chancengleichheit, derer Frage meinerseits an Dich bisher unbeantwortet blieb, nochmals die Bitte um Stellungnahme. Kurz mit „Nein“ oder „Ja“ beantwortet, reicht mir.

    Exemplarisch dafür nur mal;
    Westen – Marshallplan! Osten - Hallsteindoktrin!

    Bereits ab 1950, also kaum 5 – 7 Jahre nach Kriegsende und bedingungsloser Kapitulation gegenüber auch der Hauptlast tragenden SU, erdreistete sich die kaum gegründete BRD (die USA im Rücken) in einem beispiellosen Akt der Anmaßung, Rechts- und Alleinvertretungsansprüche gegenüber der Hauptlast des Krieges tragenden SU und der unter ihrem Einfluss stehenden DDR und deren Bevölkerung herzuleiten und zu beanspruchen

    Siehe Anlage: Hallsteindoktrin (Falls nicht bekannt!)
    Die so genannte Hallstein-Doktrin war ein außenpolitischer Grundsatz der BRD, der vom Beginn der 50-er Jahre bis Mitte/Ende der 60-er Jahre die auswärtigen Beziehungen der BRD prägte und die staatliche Anerkennung der DDR durch Drittländer in diesem Zeitraum weitgehend blockierte.

    Namensgeber war Walter Hallstein, der von 1951 bis 1958 den Posten des Staatssekretärs im Auswärtigen Amt der BRD bekleidete. Ab Herbst 1955 wurde die zuvor im Einzelfall praktizierte Linie zur offiziellen und allgemein gültigen "Doktrin" in der BRD-Außenpolitik.
    In der Hallstein-Doktrin manifestierte sich der Alleinvertretungsanspruch der BRD (siehe dort). Wenn ein Drittstaat diplomatische Beziehungen mit der DDR aufnehmen wollte - faktisch gleichbedeutend mit einer Staatlichen Anerkennung -, so drohte diesem Staat der Abbruch bestehender diplomatischer Beziehungen zur BRD (oder die künftige Nichtaufnahme solcher Beziehungen, sofern noch keine Botschafter ausgetauscht waren).
    Die Hallstein-Doktrin machte es im Resultat also unmöglich, dass ein Staat gleichzeitig diplomatische Beziehungen zur BRD und zur DDR unterhalten konnte.
    Ausgenommen von diesem Prinzip waren nur die diplomatischen Beziehungen zur Sowjetunion, welche die DDR sofort nach der Staatsgründung anerkannt hatte. Die SU war als "Supermacht" für die BRD politisch zu einflussreich, um sie mit einem einseitigen Beziehungsabbruch zu verärgern.
    Die Hallstein-Doktrin wurde in zwei Fällen rigoros angewandt. Betroffen waren die damaligen blockfreien Staaten Jugoslawien (1957), Kuba (1963).und die arabischen Länder (1965)
    Diese Staaten hatten diplomatische Beziehungen zur DDR aufgenommen, woraufhin die BRD ihre zuvor bestehenden Beziehungen abbrach.
    Der von der bundesdeutschen Regierung erwünschte Abschreckungseffekt dieser Maßnahmen, die v.a. auch handfeste ökonomische Konsequenzen für die betroffenen Länder mit sich brachten, stellte sich ein.
    Erst zur Regierungszeit Willy Brandts ? wurde der DDR die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit weiteren Staaten (siehe Staatliche Anerkennung).gwährt.
    Mit dem Grundlagenvertrag ? 1972 wurde die Hallstein-Doktrin endgültig außer Kraft gesetzt.

    Meines Erachtens genug argumentiert und auf deine Replik eingegangen.
    Ich will und kann Dich sicher nicht von meiner Sichtweise überzeugen, aber vielleicht einige Denkanstöße zu gegenseitigem Verständnis beitragen.
    Ich meinerseits bleibe Dir und allen Lesern in friedlicher Koexistenz verbunden und verbleibe
    mit freundlichen Grüßen
    fritz

  • Fritz Wagner (fritz 30)(Montag, 27. August 2012 16:20)

    Lieber allseits suchender Heiner (löwenmaul)
    Fortsetzung 2. Teil
    Zitat;
    "doch ich würde meinen, wenn es hart auf hart ginge, dass Du nicht wieder
    diese Zeiten in der DDR herbeisehnen bzw. gegen unsere heutigen vorziehen würdest.

    Das war mein eigentlicher Ausgangspunkt
    dieser " sehr sachlichen " Auseinandersetzung“.

    „Heiner, für mich selbst will und kann ich mich nicht beklagen und damit „Vorziehen“ der damaligen Verhältnisse in Gänze eher nicht.
    Allerdings unserer Kinder und Enkel wegen mache ich mir schon Sorgen um deren Existenz in Zukunft, angesichts der im gegenwärtig bestehenden System. sich verschärfenden, nicht enden wollenden Krisensituationen

    So wie auf dem Lebensstandard heute in D., kann es, will man ein gemeinsames Europa zum Erfolg verhelfen, einfach nicht weitergehen und die Protagonisten sollten schon mal anfangen, die Bevölkerung darüber aufzuklären und sich über eine sinnvolle Planwirtschaft, im ausgleichend gemeinsamen Interesse aller darin vereinigter Staaten, Gedanken machen.
    Allein eine grundlegende Privatisierung, wie Griechenland verordnet oder der egozentrierte Markt allein wird dem nicht gerecht werden können.
    .Und damit kommt mir in Erinnerung, dass der zwar der Wirtschaftskraft geschuldet bescheidene Lebensstandard der DDR mit Löhnen und Renten damals, immerhin doch auch durch die sog. 2. Lohntüte ausgleichend / aufgestockt verfassungsmäßig durch eine wirksame, von allen Einkommensgruppen finanzierte Sozialversicherung mit in Solidarität getragener Kosten „nonprofitabel“ einstand für;
    - Sehhilfen, Zahnersatz, ärztlicher Inanspruchnahme bei Krankheit und Unfall, Krankenhausaufenthalte, Unterbringung und Versorgung in Alten- und Pflegeheimen Physio-und Psychotherapie, Kuren, Medikamente, medizinische Hilfsmittel aller Art, auch für Familienangehörige und Kinder, sowie betriebliche soziale und kulturelle Betreuung der Rentner (in den VEB´s, Energie-, Post-, Bahn-,, Verkehrsbetrieben, Konsumgenossenschaft, FDGB, Landwirtschaftlichen Produktionsgenossen-schaften und staatstragenden Einrichtungen, zum Teil bis heute noch!), Arbeitsschutzausrüstung und –kleidung, Sterbegeldgewährrung für eine, wenn auch bescheidene, doch damals würdig empfundenen Beisetzung im Todesfall,
    lässt auch Wehmut aufkommen, manche nennen es auch Nostalgie, über Verlorengegangenes.

    Aus heutiger Sicht kann man konstatieren: Die DDR leistete sich eine wirkungsvolle Sozialpolitik, die – allerdings erst im nach hinein, zum Leidwesen der SED – als Leistung, als Errungenschaft angesehen wird.
    Zu Lebzeiten der DDR hatte man sich ihrer erfolglos ähnlich gerühmt wie im Westen hervorragender Konzernbilanzen.
    Nur für die Bürger waren es damals Selbstverständlichkeiten, die sie erst heute vermissen und für die sie auch heute den Staat in der Pflicht sehen.

    Das um so mehr, als man sich naturgemäß mit zunehmenden Alter, nicht nur als Rentner, Invalider Kranker und Behinderter; durch die Eliminierung des als menschenverachtend verschrienen Systems, heutzutage überwiegend dem Diktat der zunehmend privat-medizinischen IGL-Profitorientierung im Sozialwesen mit vierteljähriger Praxisgebühren, auch für Zahnarztbehandlungen, horrenden Kostenbeteiligungen und Zuzahlungen ausgeliefert sieht.
    Bei sinkenden Real- Niedriglöhnen, Frühverrentungen oder Kürzungen, Privat- und Zusatzversicherungen, auch nur rechte Tasche, linke Tasche, wie gehabt..

    Fortsetzung und Schluss folgt.

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Montag, 27. August 2012 12:36)

    Paulinchen, oder soll ich Sie lieber mit Oeconomicus
    anreden?, denn ich hätte da mal eine Frage: Warum leugnen Sie eigentlich eine
    "Wanda" nicht zu kennen, obgleich Sie nachweislich sich auf ihrer
    HP "herumtollen"?
    Manchmal ist es halt so: " Dummheit schützt vor Strafe nicht!",
    wie Melanie richtigerweise
    schon ausgeführt hat und steht plötzlich alleine da!

    Wie schon einmal gesgt: "Wer die Hitze nicht vertragen kann, sollte aus der Küche bleiben!"

    Und viel Spass beim Austausch über das " Mülltonnenrennen!!!" :-)

    Herzlich Grüße an alle
    "Wanda-Feunde" und Gönner!

  • Walter Neumann(Montag, 27. August 2012 11:27)

    Hallo zusammen.

    Heute höre ich im Radio, dass von der Bundesregierung geplant wird, in naher Zukunft durch Gesetz zu veranlassen, dass in allen Autos sogenannte Black-Boxen eingebaut werden, solche wie in Flugzeugen. Dies ist in meinen Augen ein weiterer Schritt hin auf Überwachung und vor allen Dingen auf Feststellung, wo sich jemand wann gerade aufhält. Im Verein mit der irgendwann auch eingeführten PKW Maut wird dann die Feststellung wo und wann sich ein PKW befindet/befand, feststellbar sein.

    Dies ist gut und richtig für die Verbrechensbekämpfung. Kann aber dann auch dazu dienen, festzustellen, wo wann wie viele Demonstranten zu welchem Ereignis unterwegs sind und "vorbeugende" Gegenmaßnahmen durch den Staat ergriffen werden, dies zu verhindern. Hatten wir ja schon vor Kurzem!

    Nicht nur im Internet wird versucht, eine gewisse Kontrollfunktion durch den Staat zu erlangen, der zwar vorerst abgewehrt wurde, aber ich denke, es werden weitere Attacken erfolgen, auf allen möglichen anderen Gebieten.

    Hier zeigt unser Staat, sicherlich nicht unmaßgeblich durch die Richtlinienkompetenz unserer Kanzlerin beflügelt, mit wie vielen kleinen Schritten, welche nicht gleich erkennbar ineinandergreifen, auf ein Ziel hin gearbeitet wird. Es werden noch mehrere Mosaiksteinschen, die auf die Kontrolle und damit Bevormundung der Bevölkerung abzielen, vorhanden sein!

    Auf diesen Gebieten also zeigt uns unsere Regierung, dass sie es versteht, mit kleinen Schritten in eine gewisse Richtung gehen zu können. Warum kann sie nicht genau so mit vielen kleinen Schritten eine Verbesserung für die Menschen in prekärer Lage machen. Hier eine Stellschraube anziehen, dort eine lockern, usw.

    Das Können ist also da, allein der Wille fehlt!

    Und da trifft die Kritik von Frau Höhler gestern Abend bei Günther Jauch genau zu. Frau Merkel ist eine Machtfrau, die zuerst durch ihre Taktik und Entscheidungen dafür sorgt, dass sich, auch für ihre Partei, eine Alternativlosigkeit in der Sache nach merkelscher Lesart bildet und dann entsprechend entschieden wird. Sogar die Opposition ist entsprechend dorthin lanciert worden, sodass es aussieht, als wenn wir, mit Ausnahme der LINKEN, eine Allparteienregierung hätten.

    Frau Merkel versteht es, ihre Alternativlosigkeit nicht nur auf Deutschland auszudehnen, sondern auch auf Europa. Herr Hollande scheint auch schon auf ihre Argumente einzuschwenken, wie zuvor Herr Sarkozy.

    Es kommt mir auch so vor, dass Frau Merkel daran arbeitet, dass das Überwachungssystem der Ex DDR unter den uns heute gegebenen anderen Vorzeichen und verbesserten technischen Möglichkeiten, für den Staat krisensicherer installiert werden kann.

    Vielleicht ist es Polemik meinerseits, wenn ich ihr unterstelle, in ihrer Jugendzeit auch auf diesem Gebiet gut gelernt und aufgepasst zu haben und jetzt versucht, unter Ausschaltung der von ihr festgestellten Fehlern, dies verbessert auch bei uns einzuführen! Auch wenn ich es natürlicherweise nicht beweisen kann, drängt sich mir dieser Verdacht unweigerlich auf, wenn ich die Entwicklung der letzten sieben Jahre unter ihrer Richtlinienkompetenz Revue passieren lasse. Mehr Kontrolle, weniger Freiheit, weniger Mitwirkungsmöglichkeit aller Orten, mehr Konzentration auf wenige Entscheidungsträger, Auslagerung in anonyme Institutionen, welche nicht mehr demokratisch legitimiert und überprüfbar sind.

    Gesetzgebungen veranlassen, welche durch das Bundesverfassungsgericht im Dutzend verworfen werden müssen, obwohl dort doch "Parteifreunde" aller Parteien sitzen und lieber durchwinken würden, gehören ebenso dazu. Länger als ein halbes Jahr benötigen, um den Hartz 4-Empfängern dann unter allen möglichen Abzügen, ganze 5 € Erhöhung zu gewähren. Für die Erhöhung von 17.000 €/Jahr für Herrn Wulff und den restlichen Ex-Bundespräsidenten, wurde keine Kommission gebildet, sondern mal so von heute auf morgen im "Vorübergehen" entschieden. All dies sind demokratische Handlungen unter der Alternativlosigkeit unserer Bundeskanzlerin und ihrer Richtlinienkompetenz! Wo gehen wir noch hin?

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Melanie HH(Sonntag, 26. August 2012 13:47)

    Liebe Paulinchen (Oeconomicus und ...)
    warum fühlen Sie sich eigentlich angesprochen und sind so verbissen, so angepi...? Auf der Suche nach Ihren elitären Partnern scheint Ihnen wohl jetzt auch das Personal auszugehen. Jetzt müssen Sie sich schon mit Dummen und Schizophrenen unterhalten, Sie Ärmste. :-). Ich kann da Ihren Wunsch mit der Elite-Partnervermittlung schon verstehen. Also, Augen auf bei der Partnerwahl. Ich habe da schon vor Jahren ausgepasst und bin sehr, sehr zufrieden und das von Tag zu Tag mehr.

    Sie sind wirklich süß. Erst kräftig austeilen und dann Mama und Papa um Hilfe anflehen, wenn Sie eine Backpfeife erhalten. Mama und Papa werden es schon richten. Standesgemäß für Ihre elitäre Schulausbildung Da ist mir meine Ausbildung auf staatlichen Schulen doch lieber, denn dadurch kann ich erkennen, dass eine Beleidigung eine Beleidigung bleibt auch wenn Sie dies mit anderen Wörtern machen.

    Sie sind doch eigentlich ein humorvoller Mensch, also immer schön locker bleiben. :-)

    Auch erklären Sie mir bitte, der Dummen und Schizophrenen, wo der Unterschied zwischen Ihrer Beschimpfung aller Leute, die nicht Ihrer Meinung sind und meinem Begriff (von Ihnen ja zitiert) ist. Da hilft auch wirklich nicht Ihr Appell (oder Hilferuf?) an die Moderation. Sie und ich wissen doch, wie man Beleidigungen verpacken kann.

    Sie haben es doch gar nicht nötig, so mit Ihrer elitären Schulausbildung anzugeben. Für Ihre Ausdrucksweise und Formulierungen haben Sie meine vollste Anerkennung.

    Und noch ein kleiner Tipp von mir. Ich verstehe nicht, warum Sie nicht schon selber darauf gekommen sind. Wenn Ihnen dies alles zu primitiv und krank ist, einfach das Forum wechseln. Mit Ihrem Niveau etwas Besseres, Intelligenteres. Vielleicht zur Apotheke. Sie wissen schon, „Bei Risiken und Nebenwirkungen.... Oder ein elitäres Forum mit gleichgeschalteten Meinungen aufmachen. Das wird aber ein Spaß, sehr spannend und voller Action! :-)

    Mit besten Grüßen und nur Mut zur Antwort. Ich bin hart im Nehmen und habe viel Humor. So können wir uns auch über wichtigere Dinge, wie z.B. die WM im Mülltonnenrennen unterhalten. :-)

  • fritz Wagner(Sonntag, 26. August 2012 13:20)

    Lieber allseits suchender Heiner,
    abschließend zum von Dir initiierten Thema des Umgangs der Gesellschaft mit Alten und Kranken im Hier und Heute noch einige von mir als erforderlich gehaltene Bemerkungen zu deinen Ausführungen;
    Es ging doch ursprünglich und ausschließlich allein um das Thema der von Dir zu Recht bemängelten, von der Gesellschaft mental, physisch sozialen durch am Profit orientiert verursachten bislang geduldeten Missständen im Sozialbereich wie beschrieben, nicht aber um die Sinnhaftigkeit, des Unrechts, den Aufstieg und Niedergang der beiden, von den ehem. Alliierten als Übergangslösung gedachten Provisorien, sowie von denen verordneter Staatsdoktrinen bis zu einer evtl. Wiedervereinigung in fernen Zeiten, oder?
    Auf die Schule und Aufsätze auf das vorgegebene Thema bezogen finde ich so einige Aussagen und Fragestellungen, nicht allein von Dir, als ablenkend am Thema vorbei und wenig hilfreich, wie bereits zur Kenntnis gegeben..
    Dein aktives Wirken verdient volle Anerkennung und meinen uneingeschränkten Respekt.
    Doch, um die Verhältnisse auch wirksam im Grundsatz abzuändern, ist m.E. etwas mehr nötig, als aller guter Wille, Mitgefühl und machbar aufopfernd caritatives Wirken als Tropfen auf den heißen Steineiner und Feigenblatt für die Blöße des Systems einerseits, und gleichzeitig dazu andererseits beharren und verteidigen, auf das Thema bezogen, den Prämissen der gegenwärtigen Sozialgesetzgebung mit darin manifestierten Profitinteressen, in treuer, von Geburt an, in traditioneller oder Überzeugung geleisteter und dienender Gefolgschaft derer Unionisten und Parteien, die dafür verantwortlich zeichnen und einfach nicht anders wollen.
    Dafür bedarf es meiner Überzeugung nach auch des Mutes, die Systemfrage zu stellen oder es bleibt strukturkonservativ wie es ist und immer seit Kaisers Zeiten schon war.
    Mein Fazit dazu ist Dir bekannt.
    Zu Zitat:
    „ Mir ging es im wesentlichen darum, dass man schon damals in der DDR in menschenverachtender und teilweise herabwürdigender Form mit den Menschen, auch den Alten, "umgesprungen" ist, wenn ich das so salopp sagen darf“

    Natürlich darfst du, weil es deiner Wahrnehmung nach empfunden, setz ich mal voraus, in den ABZ ,BBZ, FBZ den frühen Jahren der BRD und heute grundsätzlich anders, ob mit Jung, Alt, Arm, Frau, Hartz IV, Kinder, Behinderten, Asylbewerbern ,aus welchem Grund auch immer, umgesprungen“ wird. Oder habe ich da etwas falsch verstanden? .
    Fortsetzung folgt.

  • Gerd 49(Samstag, 25. August 2012 11:07)

    An alle "Merkelfans", besonders Melanie HH
    Schaut bitte mal in den Blog Politikparadox vom 25.08.2012

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Donnerstag, 23. August 2012 22:55)

    Lieber und geschätzter Fritz,

    natürlich hast Du Recht, wenn Du sagst, dass das Vergleichen der Systeme Ost - West an den heutigen
    Zuständen nichts ändern kann. Meine Meinung hierzu
    dürfte Dir deswegen zur Genüge bekannt sein!

    Mir ging es im wesentlichen darum, dass man schon damals in der DDR
    in menschenverachtender und
    teilweise herabwürdigender Form mit den Menschen, auch den Alten, "umgesprungen" ist, wenn ich das so salopp sagen darf.

    Dass Du trotzdem diesem System für Dich "einiges" abgewonnen hast, bleibt Dir unbenommen doch ich würde meinen, wenn es hart auf hart ginge, dass Du nicht wieder
    diese Zeiten in der DDR herbeisehnen bzw. gegen unsere heutigen vorziehen würdest.

    Das war mein eigentlicher Ausgangspunkt
    dieser " sehr sachlichen " Auseinandersetzung.

    Dass aber das System DDR gesamt seiner " Planwirtschaft" gescheitert ist, wirst Du mir bestätigen können und die Menschen dort größtenteils nicht "glücklich" damit waren, sollte auch zutreffen. Doch dazu sei jedem seine eigene Meinung
    belassen! Wie Du ja sagst, es würde auch sowieso nichts mehr ändern!!

    Deswegen bleibst auch beim DU - wenn DU willst -
    und bitte Dich mir meine "Oberflächlichkeit"
    ausnahmsweise nochmals zu verzeihen!
    Auf gut " Neudeutsch"!:
    No person is perfect!!

    Eines jedoch ist klar, lieber Fritz,die Fakten von damals wie von heute, bleiben und sind unverrückbar!

    Ich wollte mich weder als Kenner des
    DDR-Systems noch Verfechter
    eines allein-seligmachenden West-Systems
    verstanden wissen, sondern vielmehr als ein "Suchender" in beide Richtungen gesehen werden!

    Grüße zur Nacht und nichts für ungut, bleibe Dir trotzdem in "alter" Frische erhalten, Heiner!!

  • Fritz Wagner(Donnerstag, 23. August 2012 20:00)

    Heiner Klein alias Löwenmaul
    (Donnerstag, 23. August 2012 15:09)

    Lieber Heiner (du oder nach und mit diesen Disput wieder Sie?)

    Ich anerkenne deine ehrlichen Bemühungen um Kenntnisgewinn und Differnzierung bezüglich der Sozialpolitik der DDR.
    Ich erlaube mir ungachtet dessen dich doch auf von mir empfundene Verwechselungen aufmerksam zu machen.
    "Diese sachliche " Auseinandersetzung " entspringt ja lediglich einem Anstoß unseres lieben
    Freundes Fritz, als er auf die Annehmlichkeiten der ehemaligen DDR in einem seiner Beiträge verwiesen hat."
    Richtigstellung:
    Auslöser war dein Beitrag zu von Dir wahrgenommener
    Situationen Alter und Kranker in Heimen oder Einrichtungen deines Wirkungskreises und die darauf in relativierter, doch einhelliger Meinung seitens Wanda und Christa unverzichtbar gehaltenem Vergleich zur ehem. DDR, den sie nicht anders als "Menschenverachtend" empf(a)-inden und auch so benennen und in der Diskussion verteidigen.
    Erst danach erfogte meine Reaktion mit der Begründung, was ich als das bezeichne und stellte meine Wahrnehmungen dagegen.
    Um es abzukürzen, hat die gesamte Diskussion, die Aufregung und vertane Zeit damit, Dich und die von Dir benannten Zustände und die davon Betroffenen auch nur einen Schritt zur Abwendung der beklagten Mängel vorangebracht. Oder ist denen damit gedient, dass es einmal mit der DDR viel schlimmer war / gewesesen sein könnte als hier und heute?

    Habe ich tatsächlich an Melanie HH geschrieben? ich vermute, du meinst an Christa zu der ich in Ergänzung meiner schönrednerischen Wahrnehmungen einen Auszug aus der Süddeutschen beifüge:
    "70 Millionen-Geschenk für Matthias Döpfner.
    Die Mehrheitseignerin der Axel Springer AG, Friede Springer, hat dem Vorstandsvorsitzenden Matthias Döpfner ein Aktienpaket im Wert von mehr als 70 Millione Euro geschenkt (2%aller Aktien, 1,978 Millionen Stück)
    Unter seiner Leitung hat das Medienhaus (Bild, Die Welt)Rekordzahlen erzielt."
    Da freut man sich doch über solch erfolgreiche Menschen, nicht wahr.

    Könnte es sein, dass du in deinem Fazit, davon ausgehst, dss beide Systeme sich in einem fairen Wettbewerb, gleicher Voraussetzungen, Unterstützungen und Belastungen messen lassen Konten / können?
    Ich habe dazu meine sicher berechtigten Zweifel.

    Wie auch Robert Kroiß in Anklang bringt
    Zitat:
    Der Unterschied zwischen den beiden Systemen ist nur, dass, man in der einen Form des Systems NICHT (vor allem) laut sagen durfte, was daran „faul“ ist, in dem anderen darf man es (sogar) laut sagen! Dass aber das „Reden“ über das „Faule“ eines „Systems“ nicht ziel führend ist, letztlich nicht viel bis gar nichts ändert und erst recht NICHTS Neues ist, wird uns leider die Zukunft zeigen".

    Genau so ist es.
    Die Einen nahmen Dich wirklich ernst.
    Die Anderen wahrnembar offensichtlich nicht. Lass sie nur reden´, was kümmert es uns.

    Nun mal einen Punkt gemacht
    und Grüße an alle für die Nacht.
    fritz

  • Robert Kroiß(Donnerstag, 23. August 2012 16:36)

    Genau dies, was Heiner hier – mit ein paar umgeschriebenen Bemerkungen meinerseits - schreibt:
    „Doch, dass es so ist, wie es ist, daran haben viele [[ in beiden Systemen die selben ]] mitgewirkt und sich ihre " goldenen Nasen " verdient, jedoch waren und sind es immer wieder die Gleichen, die [[ „BLUTEN“ und die „(Schönheits)Operationen der goldenen Nasen“ finanzieren ]] müssen!“
    ist die Quintessenz BEIDER Systeme.
    Zu dieser Quintessenz hier ein sehr guter Artikel von Egon W. Kreutzer in seinem heutigen „Paukenschlag“:

    http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD%20der%20Aktuelle/Paukenschlag%20am%20Donnerstag.html

    Wie ich im A. W. Blog schon mal angemerkt habe, hatte ich „das Glück“, beide Systeme ab 1956 – Westdeutschland gerade im Aufbruch zum Wirtschaftswunder und Ungarn in ärmsten und erbärmlichen Zuständen, kurz vor der Revolution und dann immer wieder danach - gleichzeitig „miterleben“ zu können. So wie auch 1990 im „Dienste“ der „Marktwirtschaft“ für ein paar Wochen in Leipzig – als Referatsleiter für eine Datenverarbeitung im Groß- und Einzelhandel - miterleben, worum es tatsächlich bei der „Hilfestellung“ großer Unternehmen im „Osten“ ging.

    In diesem Sinne. Die „Blutspender“ sind immer und überall dieselben, wenn auch nicht freiwillig.

    Liebe Grüße

    Robert

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Donnerstag, 23. August 2012 15:09)

    Lieber Robert Kroiß,
    selbstverständlich darf man sich hier einmischen - die anderen Zeiten sind doch längst vorbei-!

    Diese sachliche " Auseinandersetzung " entspringt ja lediglich einem Anstoß unseres lieben
    Freundes Fritz, als er auf die Annehmlichkeiten der ehemaligen DDR in einem seiner Beiträge verwiesen hat.

    Mit der Analyse Fritz System Ost / System West kann ich mich zunächst einmal seinem Fazit grundsätzlich anschließen ( natürlich meine ich die Möglichkeiten, die er angespürochen hat ) und kann Ihren gemachten Ausführungen dazu teilweise beipflichten,
    wenn man die "damaligen" Zustände mit den " heutigen" vergleicht.

    Dieses würde jedoch einem Vergleich zum Beitrittsjahr der DDR zur BRD kaum standhalten.

    Aus meiner Sicht - habe schon zig Jahrzehnte das System BRD verfolgen können und dürfen-, kann ich mich den Entwicklungen, insbesondere dem Neoliberalismus und der daraus resultierenden Marktwirtschaft, in keinster Weise mehr anschließen, wie ich es häufig genug schon erwähnt habe! Dann, lieber Fritz, kann ich mich Ihrem Fazit anschließen, denn mit den gegebenen Möglichkeiten nicht mehr Gerechtigkeit, soziale Ausgeglichenheit und Solidarität zu erreichen, ist schon mehr als peinlich, ja "saudumm!"
    Doch, dass es so ist, wie es ist, haben viele dran mitgewirkt und sich ihre " goldenen Nasen " verdient, jedoch waren und sind es immer wieder die Gleichen, die " bluiten" müssen!

    Alles andere möchte ich zunächst einmal so stehenlassen und werde vielleicht später noch darauf eingehen, doch, lieber Fritz, nimm es mir bitte nicht so übel: Ganz so "ernst", wie Du es an Melnaie HH schreibst, meinst Du es nicht, auch wenn Du noch so "links" bist!
    Bis später und vielen Dank an die Mitdiskutanten!!

    Liebe Grüße an ALLE
    besonders an Wanda.....

    Heiner

  • Fritz Wagner(Donnerstag, 23. August 2012 12:41)

    Robert Kroiß
    (Donnerstag, 23. August 2012 11:08)

    Danke für Ihren Einsatz, als von mir empfundenem sachlich und objektiv urteilenden Schlichter des von Heiner Kleins Anprangerung der Zustände im Umgang mit Alten und Kranken heute in der reichen BRD ausgehenden, relativierend und kaum hilfreich für diese, sich zunehmend verlagernd auf den Nebenschauplatz ehem. DDR vor mehr als einem Vierteljahrhundert in nahezu babylonischer Begriffverwirrung ausgetragenem Dialoges.

    Mit freundlichen Grüßen
    fritz

  • Robert Kroiß(Donnerstag, 23. August 2012 11:08)

    Meine lieben Blog-Freunde/Freundinnen,

    nachdem ich die Diskussion bzgl. der unterschiedlichen „Systeme“ laufend mitverfolge, erlaube ich mir, ganz ungefragt hierzu auch etwas zu sagen.
    Was mir dabei auffällt ist, dass sich jeder wirklich redlich bemüht, das jeweilige System zu hinterfragen und die jeweiligen „Vorzüge“ und „Nachteile“ heraus zu arbeiten.
    Auch ist jeder soweit es möglich ist, das Ganze sachlich und objektiv aus „seiner“ Warte darzulegen.
    Ein sehr gutes Resümee hat Fritz Wagner m. E. hier gezogen: „Das gescheiterte System hatte den guten Willen etwas Neues zu gestalten, ihm fehlten aber dazu die ökonomischen Voraussetzungen.
    Das überkommene System hatte und hat die ökonomischen Voraussetzungen, will aber nichts Neues.“
    Wobei ich hier einfach einfügen möchte, dass beide Systeme den selben „Fehler“ gemacht haben und immer noch machen: jedes dieser „Systeme“ hielt und hält an seinen „Erkenntnissen“ fest, versuchte und versucht die „Fehler“ der jeweiligen „Erkenntnisse“ innerhalb des „Systems“ zu korrigieren und keines der beiden Systeme hat und wagt bisher etwas völlig Neues. Nämlich die Abkehr von dem Denken, dass Ökonomie der Schlüssel zur „Befriedigung“ des „menschlichen Bedarfs“ sei. Da der „ökonomische Bedarf“ der Menschen sehr unterschiedlich ist, kann der „eigentlich menschliche Bedarf“ weder durch eine „gleichmachende“, noch ständig „wachsende (ewiges Wachstum)“ Ökonomie befriedigt werden.
    Mit dem Zusammenbruch der „sozialistischen, kommunistischen“ Systeme (wenn auch noch nicht bis zur absoluten Gänze geschehen) und der damit verbundenen „Globalisierung der Demokratie“, des ökonomischen Systems, kommt es nun dazu, dass – weil nun das bisher „schuldige System“ fehlend – die „Schuld“ des „Scheiterns“ an etwas Anderem festgemacht werden muss (z. B. an der Eurokrise und den „systemwidrigen“ Länder wie Griechenland, Spanien, Italien etc.). Man stelle sich einfach mal vor, Deutschland müsste DAS, was es derzeit von Griechenland fordert selbst einlösen und erfüllen. Da wäre sofort Schluss mit „Lustig“, höher, weiter, schneller, unendlich wachsender Ökonomie und „Demokratie“. „Der Einsatz der BW, der Ankauf von Drohnen im eigenen Lande lassen grüßen“.
    Ich will es ganz einfach mal „zuspitzen“: Der Unterschied zwischen den beiden Systemen ist nur, dass, man in der einen Form des Systems NICHT (vor allem) laut sagen durfte, was daran „faul“ ist, in dem anderen darf man es (sogar) laut sagen! Dass aber das „Reden“ über das „Faule“ eines „Systems“ nicht ziel führend ist, letztlich nicht viel bis gar nichts ändert und erst recht NICHTS Neues ist, wird uns leider die Zukunft zeigen.

    In diesem Sinne nichts für ungut, dass ich mich „hier“ eingemischt habe und liebe Grüße an ALLE

    Robert

  • Wanda Müller(Donnerstag, 23. August 2012 01:22)

    Lieber Heiner Klein

    einfach logisch Ihre wunderbar komplexe Analyse, warum dieser sozialistische Staat DDR früher oder später einfach nicht lebensfähig war. Jedem Nostalgiker ist Ihr diesbezügliches Wort auf den Nachttisch zu packen.

    Ihre Ausführungen decken sich voll und ganz mit meinen Erfahrungen aus 40 Jahren DDR. Vielleicht muss man jemand von „außen“ -Sie als Wessi sind es ja ;) – sein, um derartige Analysen zu tätigen. Ich bin wohl emotional zu nah an den Ereignissen, auch wenn sie schon Jahre zurückliegen, dran. Und ehrlich, wenn man feststellt, 40 Jahre seines Lebens waren zwar nicht umsonst, aber hätten eine vollkommen andere Richtung nehmen können, ist es nicht gerade ein aufbauendes Gefühl. Ich fühlte mich damals irgendwie betrogen.

    Zurückblickend waren die vergangenen 20 Jahre zwar sehr anstrengend, auch mit seinen aus Unkenntnis gemachten Fehlern, aber auch sehr erfüllend.

    Vielen, vielen Dank, lieber Heiner Klein, ich werde Ihre diesbezügliche Einschätzung immer weiterempfehlen.

    Einige Worte an Sie, fritz.

    Für mich ist die DDR ein Experiment, bei dem ich durch den Ort meiner Geburt, also unfreiwillig, die Testratte war.

    Da hilft auch kein Erwiderung Ihrerseits über die doch so genialen sozialistischen Errungenschaften. Die wurden nach dem Prinzip linke Tasche-rechte Tasche als potemkinsche Dörfer erschaffen und zum anderen stellt sich mir wirklich die Frage, sind es noch Errungenschaften? Der geringere Lohn als Frau gegenüber dem Mann (bitte, bitte, dies nicht negieren, denn es war wirklich so), die Zuteilung einer Neubau-Wohnung nach gesellschaftlichem Engagement, die Zuteilung von Ferienreisen (ich habe eine einzige Reise in diesen ganzen Jahren zugeteilt bekommen, natürlich innerhalb der DDR; für Bulgarien oder gar Jugoslawien und Kuba fehlte mir zum einen das Geld und zum anderen das politische Weißbuch), die Zweiklassenmedizin, die Minirente (ist es wirklich Ihr Ernst, dass es eine Freude ist, nach Erreichen des Rentenalters noch arbeiten zu „dürfen“?), die Geborgenheit und die Solidarität der DDR-Menschen (besonders zu denen, die sich wegen „politischer Verfehlungen“ auf den Großbaustellen des Sozialismus bewähren mussten; ach ja, als die so solidarischen und konformen sozialistischen Persönlichkeiten dann diese „Aussätzigen“ irgendwann wieder trafen, waren sie ja schon immer dafür, dagegen gewesen zu sein) gab es nicht, wie es heute so hübsch mundgerecht verbrämt dargestellt wird.

    Und das, lieber fritz, werde ich nicht verdrängen und vergessen, denn einige Propagandisten aus dieser Zeit sorgen schon dafür.

    Und stellen Sie sich doch einmal unseren jetzigen Gedankenaustausch zu DDR-Zeiten vor? Unvorstellbar? Warum wohl? Schon deshalb habe ich die Wende begrüßt. Es interessiert niemandem, ob und was ich wähle (Haben Sie schon einmal eine „Stellungnahme“ schreiben müssen, weil Sie den Wahlzettel ungültig gemacht haben?). Ich kann mich über die Regierenden auslassen, wann und wie ich will (allein meine HP ist ein Beleg dafür) und muss mir nicht sagen lassen, dass geprüft wird, inwieweit ich überhaupt in der Lage bin, meine Kinder zu sozialistischen Persönlichkeiten zu erziehen. Und was dieser Satz bedeutet, wissen alle Ossis.

    Und die Reisemöglichkeiten wurden in den Folgejahren ein angenehmes „Abfallprodukt“.

    Ihre Einschätzung dieser DDR-Jahre mag für Sie richtig sein. Es gibt genug Menschen, die diese Zeit anders wahrgenommen und erfahren haben. Nur, ich unterhalte mich darüber und versuche nicht, meinen Widerpart als Träumer hinzustellen oder gar mit meinen eigenen Wahrnehmungen zu missionieren. Dies hat für mich immer etwas Peinliches.

    Es gibt kein absolutes gesellschaftliches System. Nur eins kann niemand, sich aus den verschiedensten Systemen die Rosinen herauspicken. Auch deshalb sind ja bekanntlich u.a. bereits die englischen Utopisten vor Jahrhunderten gescheitert.

    Sehr treffend und auch locker hat für mich der Karikaturist Beier im Jahre 1990 dieses Experiment Sozialismus festgehalten. Ein Bild von Marx mit dem Text: „Tut mir leid, Jungs! War halt nur so‘ne Idee von mir...“

  • Fritz Wagner(Mittwoch, 22. August 2012 23:58)

    Lieber Heiner (22. 08. 2012),
    Mein vorläufiges Fazit, ohne die Diskussion beenden zu wollen, ist:
    " Das gescheiterte System hatte den guten Willen etwas Neues zu gestalten, ihm fehlten aber dazu die ökonomischen Voraussetzungen.
    Das überkommene System hatte und hat die ökonomischen Voraussetzungen, will aber nichts Neues.

    Bis auf Weiteres.

    Freundliche Grüße
    fritz

  • Fritz Wagner(Mittwoch, 22. August 2012 23:39)

    Liebe Christa (20. August 2012)
    Danke für Ihre Replik,die ich zu antworten, etwas säumig war.
    Wie bekannt haben Rentner niemals Zeit (genug).

    Was man zu sehen in der Lage ist, hängt meiner Erfahrung nach physikalisch wie auch ideologisch von Ort und Höhe unseres Standpunktes sowie vom Willen unserer gewählten Blickrichtung ab.
    Das unterschiedliche Lebensalter spielt m.E. dabei eine nur untergeordnete Rolle, lässt man das dem Alter und den historischen Gegebenheiten geschuldet unterschiedliche Zugangsniveau innerhalb eines Entwicklungstrends erklommenen Standpunktes und des damit erweiterten Horizonts, auch nach oben, außer Betracht.
    Ist es verwunderlich, dass Menschen, die von der Basis Null an erst die Hinterlassenschaften eines totalen Krieges unter Not, Hunger, niedrigsten Lohn und Entbehrungen vielerlei Art zu überwinden bemüht waren, Trümmer, Hindernisse, auch ideologische, Stege und Wege, Straßen, Verkehrsinfrastruktur, Brücken, Häuser, Schulen, Kindergärten, Theater, Kulturzentren, Krankenhäuser, Polikliniken, , Landambulanzen, Universitäten, FDGB- und Betriebsferienheime, Traktoren- und Maschinen-Ausleistationen für die Landwirtschaft, Rundfunk, Fernsehen durch den Erlös ihrer Hände Arbeit, gegen Widerstände aller Art geschaffen haben, eine etwas andere, gefestigte Wahrnehmung von Menschenverachtung haben und verteidigen, als, die damit nichts oder nur wenig zu tun hatten und vom nicht selbst geschaffenem, angehobenem Niveau partizipieren konnten ungeduldig und unzufrieden, womit auch immer, sich den Verlockungen der sog. Freiheit, des schnell erworbenem Fahrzeugs und geliehenem Wohlstands erfreuen wollten und konnten.
    Auch die kostenfreie Schul- und Universitätsausbildung, wie die Ihre, musste erst durch Entbehrung und Fleiß der Nichtbegünstigten Hände Arbeit erwirtschaftet werden.
    Gemäß des Grundsatzes und sog. Wertgesetzes, wie Ihnen bestimmt noch aus Ihrem Grundstudium ungeliebter Politökonomie bekannt sein dürfte Es kann nur verteilt werden, was zuvor wertrelevant erarbeitet wurde.
    Entschuldigen Sie bitte, mir erschließt sich nicht der Sinn Ihrer im vorletzten Absatz lesbaren Aussage mit der Feststellung
    Zitat:
    „So erging es vielen und auch ich konnte mir mein Hochschul-Diplom sozusagen „in die Haare schmieren“. Nur musste ich mich (mit Mitte 30) neu orientieren. Dabei habe ich aus heutiger Sicht auch einige schwere Fehler gemacht. Trotz allem freue ich mich über die Wende und würde mich immer wieder für das jetzige System entscheiden, wenn ich vor die Wahl gestellt würde. Und als benachteiligte Deutsche habe ich mich zu DDR-Zeiten mehr gefühlt als heute“.
    Entschuldigen Sie Bitte, dass sich mir damit nicht der Sinn in diesem von Ihnen ungeliebten System ein Hochschuldiplom anzustreben und abzuschließen, dass dann in der Republik Ihrer Verheißung nicht anerkannt und sich trotz der Mühen und des Zeitaufwandes, womöglich noch im Direktstudium, somit als nutzlos erwies
    Hat man Sie vor die Wahl gestellt, sich für dieses zu entscheiden oder geschah das rein zufällig
    Sie Glückliche, meinen Respekt für Ihr Verständnis, es so zu nehmen, wie Ihnen geboten.
    Ein wenig könnte ich Sie darum beneiden.
    Nach dem Motto.“Glücklich ist, wer vergisst, was nicht zu Ändern ist“.

    Ihrer Aufforderung auch die heutigen Zustände positiver zu beurteilen und Schön-zu reden, will ich mich befleißigen, dem nachzukommen.
    Ich fang schon mal damit an und finde es Prima, dass dem Antrag Bayerns und Hessens vom BVG grünes Licht für den Kampfeinsatz der BW mit Kampfjets und Panzern im Inland erlaubt,
    dass die CDU in Vorbereitung der Bundestags- und Landtagswahlen 20132014 Ostdeutschland im Bildungs-Forschungswesen finanziell besser ausstatten und unterstützen will,
    dass das BVG BMW in Leipzig im Fall von Leiharbeitern, entgegen Widerstandes des Betriebsrates unterstützt,
    dass zwei ostdeutsche Werften in die Insolvenz und die Arbeiter nach Hause gehen u.a. m.
    Der Anfang ist gemacht.

    In diesem Sinn, mit der Bitte um etwas Nachsicht
    und freundlichen Grüßen
    fritz

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Mittwoch, 22. August 2012 22:36)

    Abschließend würde ich für mich - bei aller Sympathie für " viele " Annehmlichkeiten der Sozialpolitik in der DDR - zu folgendem Ergebnis kom men:

    Dieses beschriebene und sicherlich allseits bekannte System hatte zwar für die Bürger "günstige Preise " zur Folge, jedoch resultieren hieraus auch zugleich weitere Defizite in der Planwirtschaft:

    Dieses zeigt ein Vergleich von 1985 bezüglich der Verbraucherpreise und Kaufkraft Ost / West:

    z.B. West Ost

    Porto o,8o DM 0,20 M
    = 0,03 Std. 0,02 S
    1 Kg.
    Kaffee 5,25 DM 100,oo M
    = 1,24 Std. 18,28 S
    Kühlsch-
    schrank 439 DM 1.525 M
    = 29,54Std. 272 S
    Miete 390 DM 75 M
    = 26,32 Std. 13,34 S

    usw.

    Das bedeutete, dass die Produktion am tatsächlichen Bedarf vorbeiging, notwendige Reinvestitionen blieben aus
    ( wie etwa im Wohnungsbau und Straßenbau oder in der Modernisierung öffentl. Verkehrsmittel ), die Verteilung wurde fehlgesteuert, festzustellen war eine gewisse Qualitätsverschlechterung, es gab Ressourcenvergeudungen usw. usf.

    Hinzu kam - anders als in der BRD - dass das herrschende Subventionssystem eine schematische Gleichbehandlung aller ( alle Verbraucher profitierten ja von den günstigen Preisen ), so dass auch die in etwa wirtschaftlich Bessergestellten begünstigt wurden, während die in die allgemeine Subventionierung fließenden Mittel zur Deckung anderer Bedarfe eben nicht mehr zur Verfügung standen! ( Mangelwirtschaft )

    Die Konsequenz daraus war, dass das Wirtschaftssystem der Planwirtschaft und die damit aufs engste verbundene Sozialpolitik der DDR von der Substanz lebten und diese unaufhörlich aufgezehrt wurde, weil sie sich als wenig innovationsfähig erwiesen hat und die Sozialpolitik
    kaum bedarfsorientiert ausdifferenziert war!

    Damit wird gerade auch die für den sozialpolitischen Bereich gelegentlich aufgestellte Behauptung - lieber Fritz, klang es bei Dir nicht auch so? - von der Existenz überlegener "sozialistischer Errungenschaften" der DDR als unangemessen und unrealistisch, widerlegt.

    Das bedeutete - nicht nur für mich -, dass am Schluss die Modernisierungsfähigkeit des DDR Systems auch in der Sozialpolitik verbunden mit der Tatsache, dass die positiven Ergebnisse der DDR Wirtschafts- und Sozialpolitik durch Freiheitsbeschränkungen jedweder Art erkauft wurden-,nicht mehr zählten und somit die Bürger der DDR in ihrer ganz überwiegenden Mehrheit in diesem System nicht mehr leben wollte.

    Trotz der " Einheit von Wirtschaft- und Sozialpolitik " verbesserten sich die Lebensbedingungen der DDR-Bevölkerung einfach nicht nachhaltig!

    Einnahmen und Ausgaben in der Sozialversicherung klafften immer weiter auseinander. Da half es auch nichts mehr, dass die DDR im westlichen Ausland Kredite aufnahm und sich noch mehr verschuldete, und das permanent!

    Damit hörte dann mit dem Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes und der damit vollzogenen Wiedervereinigung am 3.1o.199o, die DDR auf zu existieren!

    Trotzdem oder besonders deswegen respektiere ich die Menschen der ehemaligen DDR und ihrer erbrachten Lebensleistungen!
    Auch wenn das System Planwirtschaft von vorneherein zum Scheitern verurteilt war!

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Mittwoch, 22. August 2012 20:40)

    Ja, lieber Fritz, ich habe diese Beiträge gelesen und
    bin nicht überrascht, weil ich das teilweise ja auch so sehe.

    Das Leistungsspektrum ist vielseitig und interessant gewesen, doch es konnte nicht bestehen, weil es keine wirtschaftskonforme Entwickung gab damit die überwiegend "staatlich" garantierten Leistungen auf Dauer möglich und finanzierbar waren.
    Doch das ist ja, und ich glaube da könntest Du mir schon zustimmen, nicht gelungen und gewaltig in die " Hose " gegangen.

    Hieraus spricht keine Schadenfreude meinerseits, sondern vielmehr eine "staatlich gelenkte Fehlentwicklung", die früher oder später den Zusammenbruch der DDR zur Folge gehabt hätte oder hatte?

    Denn erst seit der zweiten Hälfte der 60er Jahre - die Annehmlichkeiten der bisherigen Sozialpolitik der DDR wurden ja unverändert beibehalten =
    freie Behandlung, Krankengeld, Schwangerschafts-,Wochehilfe und Sterbegeld, Renten im Alter, bei Invalidität, Folgen von Arbeitsun fällen oder Berufskrankheiten und die Hinterbliebenenrenten, Kuren, Vorsorgemaßnahmen und Rehabilitation komplettierten diesen " staatlichen" Leistungskatalog, kam man auf die Idee einer eigenständigen Sozialpolitik im Sozialismus der DDR.

    Es gab keine freie Krankenkassenwahl und auch eine private Absicherung war nicht möglich! Somit unternahm man eine ideologische Kehrtwende, indem man nun sozialistische von kapitalistischer Sozialpolitik unterschied und die sozialistische als die einzig an den Interessen ausgerichtete Sozialpolitik kreirte.
    So ließ die volkswirtschaftliche Entwicklung einige sozialpolitische Maßnahmen, wie Einführung der Fünf-Tage-Woche, die Anhebung des "Mindestlohns"!! ( deswegen ein Steckenpferd der LINKEN? ) von 220 Mark auf 300 Mark !!, Anhebung des Kindergeldes, sowie auch der Mindestrenten und des Krankengeldes! Doch das bedeutete lediglich, dass das noch bis etwa Ende der Sechszigerjahre alles auf dem Niveau bewegte und sich damit deutlich unter dem Arbeitseinkommen befand!
    ( Anmerkung: die staatliche Lohnpolitik der DDR jedoch führte zu einer Ausbeutung der Arbeitnehmer, weil die Erhöhungen der Löhne systematisch unter der Steigerungsrate der Arbeitsproduktivität gehalten wurde. Und damit hielt der Staat die "eingesparten" Vermögen für andere Zwecke bereit und wurden somit der Arbeitnehmerschaft der DDR schlicht und einfach vorenthalten!)

    Erst nach dem VIII. Parteitag der SED 1971 wurde an der Fortentwicklung der Sozialpolitik weitergearbeitet, jedoch um eine Erhöhung der Arbeitsproduktivität der Arbeits- und Lebensbedingungen zu erreichen, doch leider wurde die DDR erneut mit neuen ökonomischen Problemen konfrontiert ( die Weltwirtschaftskrise wirkte sich zusätzlich neben den der Planwirtschaft immanenten Effizienz- und Effektivitätsmängeln negativ auf die DDR Wirtschaft aus.!)

    "Verbesserungen" erfolgten dann in verschiedenen sozialpolitischen Bereichen, wie z.B. Mindestlöhne erneut erhöht ( 1971 auf 350 Mark und 1976 dann auf 400 Mark ), was auch für die Mindestrenten galt!Als Neuerung ( dem kapitalistischen System abgeschaut? ) wurde die Höhe der Renten nach Arbeitsjahren gestaffelt, aber eine Dynamisierung der Rente erfolgte nicht, allerdings wurden durch die DDR Regierung in den unterschiedlichsten Abständen Rentenerhöhungen durchgeführt!
    Trotz aller Bemühungen, so mein Eindruck, blieb das Rentenleistungsniveau insgesamt unzureichend ( was man später ja auch gesehen hat!)

    Ferner erhöhte man "erst" 1975 den Mindesturlaub auf 18 Tage und 1979 endlich auf 21 Tage.

    Hinsichtlich der Wohnungspolitik, lieber Fritz, müsste man aber auch zugeben, dass eine bis zum Jahre 1971 vollkommen vernachlässigte Wohnungspolitik den Nachweis erbrachte, dass lediglich etwa 20 % des Wohnungsbestandes aus der Zeit nach 1945 stammte und dann erst dynamisiert wurde.

    Es wurde gebaut, was das " Zeug" hielt, jedoch vernachlässigte man die Wohnungsmodernisierungen total, was sich nach dem " Beitritt der DDR zur BRD " auch deutlich gezeigt hat!

    Was die Familienpolitik anbetraf stelle ich fest, dass sie bevölkerungspolitisch orientiert war und ausschließlich der Vergrößerung der Bevölkerungszahl diente, weil die dem wirtschaftlich nachteiligen Bevölkerungsrückgang entgegenwirken sollte.

    Dafür setzte man familienpolitische Maßnahmen ein, auf die Dein Bericht auch Bezug nimmt ( Förderung der Eheschließung durch Kredite, Stipendien für Studenten, sechswöchiger Schwangerschafts- und 20 wöchiger Mutterschaftsurlaub eines Wochengeldes in Höhe des damaligen Nettoverdienstes, Sicherung der Kinderbetreuung in Krippen und Kindergärten etc.!!

    Alles vom Staat finanziert und trotzdem hat das System nicht funktioniert und brach letztendlich in sich zusammen.

    Im Bereich der Sozialfürsorge dagegen lagen die Leistungen noch wesentlich unterhalb der Renten. Sie galten auch nur für wenige Betroffene mit Erwerbsfähigkeitseinschränkungen ohne weitere Rentenansprüche!
    Politisch beabsichtigt war damit, die Betroffenen wieder in das Arbeitsleben einzugliedern und sparte damit an diesen Schicksalen!
    ( Einstellungpflicht gegenüber den Betrieben!)

    Das planwirtschaftliche System der Festsetzung niedriger Preise für Güter des grundsätzlichen Bedarfs ( Lebensmittel, Wohnung,Gesundheitsmittel, öffentl. Verkehrsmittel etc. ) sowie das damit einhergehende Subventionierungssystem ( s. BRD ) war nicht nur ein Teil der Wirtschafts- sondern, wie bereits oben ausgeführt, auch der Sozialpolitik der DDR!
    Doch es scheiterte ebenfalls kläglich!

    Abschluss: Mein Fazit

  • Fritz Wagner(Mittwoch, 22. August 2012 17:53)

    Lieber Heiner,
    hier Fortsetzung Kopie Nr. 2

    2.1.3 Gesundheitswesen und Arbeitsschutz

    Die Kranken- und Unfallversicherung war in der DDR Teil der Sozialversicherung. Das Grundprinzip Gesundheitspolitik in
    der DDR war eine produktionsorientierte Ausgestaltung von Sozialversicherung und Gesundheitswesen.
    Die Anwendung dieser Prinzipien bedeutete zunächst die allmähliche Beseitigung privater Einrichtungen im Gesundheits- wesen.
    Vor allem an der Sowjetunion orientierte sich die DDR beim Aufbau des Systems ambulanter medizinischer Versorgung. Deshalb trieb die DDR-Führung den Aufbau von Polikliniken und Ambulanzen in allen Städten und Landkreisen voran. Parallel zu dieser Entwicklung bemühte sie sich darum, private Arzt- und Zahnarztpraxen zurückzudrängen und zu beseitigen. Auch die Behandlung von Familienangehörigen wurde in den Zuständigkeitsbereich des betrieblichen Gesundheitswesens einbezogen.
    Der stationäre Krankenhausbereich wurde eng mit dem ambulanten und dem betrieblichen Teil des Gesundheitswesens verzahnt
    Die deutsche Arbeiterbewegung hatte sich historisch nicht nur gegen niedergelassenen Ärzte, sondern auch gegen das private Apotheker(-un)wesen verwahrt , Sie vertraten die Meinung, dass mit dem öffentlichen Gut Gesundheit nicht auf Kosten der Kranken privat Gewinne erzielt werden können. Nach und nach wurden daher in der DDR Apotheken in Polikliniken bzw. Krankenhäusern eingegliedert.
    2.1.4 Frauen- und Familienförderung
    Wichtigstes sozialpolitisches Ziel der DDR-Sozialpolitik war es, die Erwerbstätigkeit von Frauen materiell zu ermöglichen, um sie in möglichst hohem Umfang in den Arbeitsprozess einbeziehen zu können (Ziel: Produktivitätssteigerung). Mann und Frau sind gleichberechtigt Alle Gesetze und Bestimmungen, die der Gleichberechtigung der Frau entgegen standen wurden beseitigt.
    Um eine hohe Erwerbstätigkeit von Frauen tatsächlich auch zu ermöglichen, wurden in der DDR in ausreichender Zahl und mit hohen Kosten verbunden Tageseinrichtungen für Kinder geschaffen und unterhalten.
    Auf der anderen Seite wurde aber auch die Entscheidung für Kinder durch Kindergelder, großzügige Freistellungen für werdende Mütter und zinslose Ehekredite staatlich gefördert
    Auch in der DDR bedeutete die Erziehung von Kindern für die betroffenen Frauen eine Zäsur in ihrer Erwerbsbiographie, allerdings war ein Wiedereinstieg (z. B. in Form von Teilzeitarbeit) in der DDR problemlos möglich und auch staatlich erwünscht
    Ehekredit:
    Wenn man in der DDR unter dem Alter von 26 Jahren heiratete, bekam man vom Staat einen Ehekredit in Höhe von 5000
    DDR Mark. Mit diesem Kredit konnte man eine Wohnung einrichten, kaufen oder bauen. Der Kredit konnte zinslos,
    innerhalb von 8 Jahren zurückgezahlt werden.
    Wenn man Kinder bekam wurden der Familie Schulden erlassen. Beim L Kind 1000 M beim 2. Kind 1500 M und beim 3. Kind 2500 M.
    2.1.5 Wohnungspolitik
    Ein weiterer Schwerpunkt der DDR-Sozialpolitik war der Wohnungsbau.
    In der Baubranche bestand die staatliche Zwangswirtschaft, die gekennzeichnet war durch die Zuteilung von Wohnungen, starken rechtlichen Mieterschutz und Mieten unterhalb der tatsächlichen Kostenmieten bis zum Ende der DDR 1989.
    Die gesamte Bauwirtschaft wurde staatlich zentral gelenkt. Die Mieten unterhalb der tatsächlichen Kostenmieten hatten
    aber auch ökonomisch fatale Auswirkungen: Sie erzeugten einen enorm wachsenden staatlichen Investitio,ns- und damit
    weiter steigenden Subventionsbedarf.
    Die industriellen Zentren (z. B. Berlin und Leipzig) wurden gegenüber ländlicheren Regionen bevorzugt, wobei der Plattenbau dominierte, während die Sanierung und Restaurierung der historischen Alt- und Innenstädte stark vernachlässigt worden ist
    Danach lebte in der DDR jede 9. Familie in einer Genossenschaftswohnung. Die Vernachlässigung von Modernisierungs-maßnahmen und dringender Reparaturen bewirkten mit den Jahren eine allmähliche Verschlechterung der qualitativen Wohnbedingungen."
    Ende.

    Siehe auch Rentenreform West 1957

  • Fritz Wagner(Mittwoch, 22. August 2012 14:45)

    Lieber Heiner,
    hier Kopie Nr1 2.Teil

    2.1. Elemente der DDR-Sozialpolitik
    2.1.1 Die Sozialversicherung
    Beim Wiederaufbau des Sozialleistungssystems in der SBZ bzw. DDR spielte von Anfang an der Freie Deutsche
    Gewerkschaftsbund (FDGB) die dominierende Rolle. So wurde schon auf dem Gründungskongress des FDGB im Februar
    1946 beschlossen, eine einheitliche Sozialversicherung in Form von Sozialversicherungsanstalten einzurichten. Die
    Einheitsversicherung unterschied sich von ihren Vorgängern, deren Nachfolge sie angetreten hatte, vor allem dadurch, dass
    sie erstens alle Versicherungszweige, also Arbeitslosen-, Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung in einem
    Versicherungsträger vereinte, und zweitens dadurch, dass sie einen einheitlichen, nach Risiken nicht gestaffelten
    Sozialversicherungsbeitrag in Höhe von 20 Prozent des versicherungspflichtigen Einkommens erhob, der je zur Hälfte vom
    Arbeitnehmer und Arbeitgeber zu tragen war.
    Gleichzeitig wurden die neugeschaffenen Landesversicherungsanstalten (L VA) der Oberaufsicht der Deutschen Verwaltung für Arbeit und Sozialfürsorge (DVAS) unterstellt. Und es trat ein einheitliches Leistungsrecht in Kraft, das für alle Versicherten galt. Neben den Angestellten wurden auch die ehemaligen Beamten in die Sozialversicherung einbezogen.
    Versicherungspflichtig wurden zudem alle kleinen Selbständigen, soweit sie nicht mehr als fünf Personen beschäftigten. Diese Maßnahmen wirken deshalb heute so erstaunlich modern, "teil exakt diese Punkte heute die Diskussion über die Finanzierbarkeit und Leistungsfähigkeit der Sozialversicherungssysteme in der Bundesrepublik beherrschen. Mit der Verordnung über die Sozialversicherung, am 02.03.1956 ging die Verantwortung, die Leitung und die Kontrolle der Sozialversicherung endgültig auf den FDGB über:
    Die Selbständigen (Bauern, Handwerker, Freiberufler) wurden in die Deutsche Versicherungsanstalt (DVA) ausgegliedert. Kurz darauf wurde die Zentralverwaltung für Sozialversicherung mit der Abteilung Sozialversicherung des FDGB-Bundesvorstandes zusammengelegt
    Hinsichtlich der organisatorischen Grundstrukturen sowie der sozialversicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen blieb es in der achtziger Jahren im wesentlichen bei dem Ende der siebziger Jahre erreichten Entwicklungsstand. Die Renten lagen weit unter den ohnehin nicht üppigen Arbeitseinkommen
    2.1.2 Die Zusatz- und Sonderversorgungssysteme
    Das System der Rentenversicherung in der DDR wurde ergänzt durch eine freiwillige Zusatzrentenversicherung (FZR) für
    gutverdienende Beschäftigte. Bis Mitte 1976 waren etwa vier Fünftel (2,6 Millionen) der über 600 Mark Verdienenden der FZR beigetreten. Die FZR kann daher als eine Quasi-Pflichtversicherung charakterisiert werden. Von den Leistungen, die nicht von der Sozialversicherung gewährt werden, haben die Versorgungsleistungen an besonders privilegierte Personengruppen zunehmend an Bedeutung gewonnen.
    Bereits in den Jahren 1950 und 1951 wurde eine zusätzliche Altersversorgung für die "Intelligenz" geschaffen.. Höhere Renten erhielten auch die Beschäftigten der Deutschen Reichsbahn, der Deutschen Post, der Polizei, des Militärs, der Zollverwaltung.
    Die hierfür notwendigen Mittel wurden teils von den Betrieben und teils direkt aus dem Staatshaushalt aufgebracht. Außerdem wurden seit 1952 "Ehrenpensionen" u.a. für Opfer des Faschismus und Personen, die sich aus Sicht der DDR-Führung um die DDR besonders verdient gemacht hatten, bei Invalidität oder bei Erreichen der Altersgrenze eingeführt. Neben einer günstigeren Versorgung erhielten die Angehörigen dieser privilegierten Gruppen auch im Krankheitsfalle Einkommensersatz, der über die Leistungen der Sozialversicherung hinausging.

  • Fritz Wagner(Mittwoch, 22. August 2012 14:41)

    Lieber Heiner Klein
    ich lese Dich als Replik auf miene Sichtweise, Erfahrungen und Äußerungen an Wanda und Christa ernsthaft interessiert an der Stichhaltigkeit meiner und deiner Sichtweise zum Thema DDR-Menschenverachtung.

    Wie du vielleicht schon erkannt hast, gibt es unter Googl allein schon zum Thema Sozialpolitik der DDR und auch BRD die unterschiedlichsten Auslegungen.
    Um es abzukürzen sende ich Dir eine Skannkopie der mir vorliegenden Lesart.
    Zum Vergleich kannst du ja auch mal in denen der West Rentenreform von 1957 stöbern, um vergleichen zu können.
    Zu den einzelnen Punkten eines evtl. noch verbleibenden Klärungsbedarfes können wir uns danach noch immer unterhalten.
    Mit dem Wunsch auf relativierenden Erkenntnisgewinn und wie immer freundlichen Grüßen
    fritz

    Kopie Nr.1
    Sozialpolitik DDR

    1.o. Funktion der Sozialpolitik
    Die Sozialpolitik war gehalten, Voraussetzungen und Anreize für die Steigerung der Arbeitsproduktivität zu schaffen und
    hierdurch ihre eigene materielle Basis zu festigen. Sie sollte als Ausgleich die schlimmsten Auswüchse des Marktliberalismus
    und der Industrialisierung mildern und die Menschen gegen gravierende Lebensrisiken wie Alter, Krankheit und
    Erwerbslosigkeit absichern.
    Eng damit sind sowohl die staatliche Sozialpolitik als auch die Erfolge der sozialdemokratischen Arbeiterbewegung verknüpft. Recht auf Arbeit und Demokratisierung der Wirtschaft, Sozialversicherung mit dem Ziel der Sozialversorgung, Gesundheitsfürsorge und Familienfürsorge mit dem Ziele, die Familie als Grundeinheit der Gesellschaft wiederherzustellen,
    Wohnungsfürsorge mit dem Ziel der Sicherung der Heimstätte. Verfassungsrechtlich basierte die Sozialpolitik in der DDR
    auf den sozialen Grundrechten, wie sie in der Verfassung der DDR kodifiziert worden waren. Danach hatte jeder Bürger der DDR das Recht auf Schutz seiner Gesundheit und Arbeitskraft
    Weiter heißt es in der Verfassung:
    Auf der Grundlage eines sozialen Versicherungssystems werden bei Krankheit und Unfällen materielle Sicherheit unentgeltliche ärztliche Hilfe, Arzneimittel und andere medizinische Sachleistungen gewährt. Außerdem hatte jeder DDR-Bürger das Recht auf Fürsorge der Gesellschaft im Alter und bei Invalidität.
    Ehe, Familie und Mutterschaft standen unter dem besonderen Schutz des Staates.

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Dienstag, 21. August 2012 23:22)

    Teil 2
    Sozialpolitik in der DDR

    Schon vor Gründung der DDR war das bisherige Sozialversicherungssystem durch die sowjetische Militäradministration zerschlagen worden, oder?

    Man kam zu sogen. Einheitsversicherungen.

    Und so vereinigten die fünf Landesversicherungsanstalten nach Beseitigung der Krankenkassen und Berufsgenossenschaften sowohl Kranken-, Unfall-, Renten- und arbeitslosenversicherung als auch die Versorgung der Kriegsopfer und der einstigen Beamten. So jedenfalls meine Wahrnehmung. Dieses System hat die DDR nach ihrer Gründung auch beibehalten, oder?

    Es gab etliche Veränderungen in der Trägerschaft und der Verwaltung, was ich Ihnen aber nicht im einzelnen erörtern muss.

    Fakt war: Man fasste die ursprünglichen Landesversicherungsanstalten zu einer nach dem Prinzip des Demokratischen
    Zentralismus organisierten Versicherungsanstalt zusammen. 1956 dann gab es die Versicherung für Arbeiter und Angestellte, die ja immerhin fast 90 % der DDR-Bevölkerung ausmachten und trennte Bauern, Handwerker, Feiberufler und Selbständige von diesen, oder irre ich mich?

    FDGB = Arbeiter u. Angestellte, für alle anderen machte das die staatliche Versicherung der DDR.

    Und dann kam es: Neben dem eigentlichen Sozialversicherungssystem gab es eine Anzahl von Sonder- und Zusatzversorgungssystemen
    ( erinnert mich stark an
    heutige Zustände ), die insbesondere Leistungsträgern des DDR Systems und vor allem dem System eng verbundenen Bürgern zugute kamen (wie: technische,wissenschaftliche, künstlerische und medizinische Intellegenz, Angehörigen von Post, Bahn, VoPo, NAV, Staatssicherheit u.a.= Lobbyismus in der DDR?), damit diese vor "Altersarmut" ( man höre und staune, so wurde das damals schon in der DDR genannt !!) zu sichern.

    Können Sie sich vielleicht noch daran erinnern, lieber Fritz?

    Es gab schon Versicherungsbeiträge der
    Versicherten( 20%= je 10% AN u. AG, die sich nicht änderten! )doch es gelang nicht Beitragsaufkommen und Versicherungsleistungen miteinander in Einklang zu bringen.
    Es galt eben nicht das Versicherungsprinzip, sondern vielmehr das Versorgungsprinzip!

    Dieses wurde immer deutlicher, als man in den höchsten "Kreisen" bemerkte, dass die Finanzierungsprobleme der SV immer größer wurden und man diese durch immer steigendere Staatszuschüsse zu bewältigen versuchte. Ist es gelungen? Ich wäürde sagen: Nein!!

    Was dabei jedoch positiv herauszustellen ist, ist die Tatsache, dass das mit dem Versicherungssystem verknüpfte Versorgungsprinzip ( mit Ausnahme von immer wieder auftretenden Engpässen bei der Medikamentenversorgung )
    gute materielle Versorgung der Bevölkerung im Gesundheitsbereich ( Polikliniken etc.).

    Und da galt die Gesundheitspolitik als wichtiges Element in der Entwicklung der DDR Geschichte, die ich sehr bewundert habe.

    Gesundheitspolitische Infrastruktur stand, wie die Bildungspolitik auch, an vorderster Stelle und galt damit als wichtiges Element in der Entwicklung der DDR-Wirtschaft!

    Doch hat leider nicht gereicht!

    Dass sich die gesundheits-
    und bildungspolitische Situation günstig entwickelte ist nicht zu bestreiten, jedoch die soziale Absicherung im Falle einer Invalidität und dem Alter - trotz späterer Reformen - blieb auf der Strecke und blieb materiell bis zum Ende der DDR sehr problematisch.

    Wenn ich richtig informiert bin, betrug die Durchschnittsrente in 1989
    382,- Mark für "Altersruhe " und 404,-
    Mark bei "Invalidität" und entsprach nur etwa 35% und selbst die Höchstrente von 510,- Mark betrug lediglich 50% der durchschnittlichen Nettoeinkommen der Erwerbstätigen!!

    Das ist aber zu erklären gewesen, denn die "Vernachlässigung" der Versorgung der Invaliden und Rentner wurde letztlich
    das Resultat der sozialistischen Doktrin geopfert, denn im Mittelpunkt der sozialistischen Staats- und Gesellschaftsordnung, hatte nur der arbeitende und produktive Mensch zu stehen! Lieber Fritz, können Sie sich meiner Beurteilung hier noch anschließen, oder war es anders?

    Als Fazit daraus gilt für mich:
    Der für den Aufbau des Sozialismus nicht mehr leistungsfähige und nicht mehr produktive alte oder invalide Mensch geriet dieser Vorstellung entsprechend doch ganz eindeutig in der Politik des DDR - Regimes aus dem Blick und wurde doch tatsächlich - auch aller,
    ( auch Ihrer? ) Rhetorik zum Trotz - als für den Sozialismus nicht mehr wertvoll behandelt!! Also
    ein äußerst schlechter und bescheidener Lebensstandard von Rentnern und Invaliden, was sich auch nicht bis zum Ende der DDR geändert hat!!?? Oder, mein lieber Freund Fritz, bei heutigen Verhältnissen müssten Erinnerungen wach werden???

    Folge III thematisiert die Entwicklung aus der Mitte der 60er Jahre bis zum Ende der DDR!

  • Fritz Wagner (fritz 30)(Dienstag, 21. August 2012 23:05)

    Liebe Wanda,(19. August 2012)
    Worüber wollen wir uns unterhalten, fragen Sie in Ihrer Reaktion auf meinen Beitrag an Christa.
    Im wortwörtlichem Sinn unterhalten nicht, eher austauschen über im Laufe unserer unterschiedlich persönlichen Entwicklung , Erfahrung, Abwägung unter Beachtung und Relativierung von Ursache und Wirkung resultierend, eigens wahrgenommen und angeeigneter oder fremd-übernommen geprägter Begrifflichkeit von „Menschenverachtung“,

    Was ich darunter verstehe ist in meiner Replik an Christa, vom 17. August 2012, nachzulesen.

    Ich möchte Sie keineswegs von Ihrer Sichtweise, die Sie dankenswerter Weise relativiert nicht nur auf die ehem. DDR bezogen gelten lassen, abbringen.
    Dazu glaube ich Sie, über die Jahre im A. Will-Forum lesend und argumentierend kennen gelernt zu haben, ohnehin nicht überzeugen zu können.
    Ihr Name und der mir unbekannte: „Heidrun“, fiel im Zusammenhang mit Ihrer beider Replik und Gleichklang des Begriffs „Menschenverachtend“ in wenig hilfreicher Relation und Beziehung auf von Ihnen wahrgenommene oder vermuteten Zustände der Rentner- und Altenbehandlung vor einem Vierteljahrhundert und mehr zu den Beiträgen Heiner Kleins zu Missständen in Alters- und Pflegeheimen der heutigen BRD.
    Meine Reaktion darauf kennen Sie.
    Hinzufügen möchte ich im Bezug auf Rentner. Diese wurden nicht einfach, wie heutzutage aus dem Arbeitsprozeß ausgegliedert, sondern konnten und es war erwünscht, weiter in Voll-oder Teilzeit, je nach ihren Wünschen und Vermögen im Arbeoitsprozeß verbleiben und zu ihrer Rente unbegrenzt hinzu verdienen, was ein Großteil auch nutzte, ohne dafür Sozialbeiträge zahlen zu müssen. Da konnten viele mal extra etwas auf die hohe Kante legen.
    Desweiteren gab es Zahlreiche Ermäßigungen für Kulturbesuche, FDGB und Betriebsferienheim Reisen, außerhalb der Saison innerhalb eines Jahres zuweilen mehrfach.
    Abgesehen von sonstiger Betreuung durch Betriebe und die Volkssolidarität.
    Ich nehme an, da würden so Mansche heute davon träumen.
    Auch das war Realität.

    Was die mehr oder weniger große Kompatibilität unserer Weltsicht anbelangt, glaube ich Sie auch bestens über mich informiert.
    Sollten noch offene Fragen anstehen bin ich gerne bereit, zu antworten.

    Ich benenne nur die mir bekannten Fakten, wenn man daran eine Verklärung und den Hang zur Nostalgie zu erkennen vermag. Ich kann damit leben..
    Doch mit der Nostalgie muss es eine reale Bewandtnis haben. Diese kann doch nur dann aufkommen, wenn das ersehnt plakatierte Neue, Fortschrittliche, Freiheitliche, Bessere von Betroffenen sich nicht als das erweist, das jene aus Mangel an Wissen erhofft und in vielen Fällen von denen, durch Wirtschafts-und Finanzkrisen, Bündnisverpflichtungen Reformen und Teuerungen verursacht, gesellschaftlich und familiär Existenz ängstigend, sozial, bildungs- und arbeitsmarktpolitisch als Rolle rückwärts erweist, empfunden und erlebt wird.
    Einhergehend mit dem Mangel und fehlendem Willen zu geeigneten Alternativen unserer Regierungen dazu wird dieses Phänomen noch lange die Aufklärer, Medien Schriftsteller und Regisseure (meist West) gemäß dem vom Bundestag 2008 verabschiedeten „Konzept zur Fortschreibung der Gedenkstättenkonzeption“ beschäftigen, mit der Vorgabe und dem Diktum: „ Das Alltagsleben in der DDR wird berücksichtigt, um einer Verklärung und Verharmlosung der SED-Diktatur und jeder Nostalgie entschieden entgegenzuwirken“.
    Na prima, wenn es solcher staatlicher Vorgaben bedarf.

    Mit freundlichen Grüßen
    fritz

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Dienstag, 21. August 2012 21:00)

    Lieber Fritz Wagner,
    eigentlich steht es mir nicht zu die "Zeiten" der
    DDR zu beurteilen, doch erlaube ich mir - insbesondere bezogen auf die Sozialpolitik - meine Sichtweise darzulegen:

    Hat man nicht zunächst einmal " Sozialpolitik" als ein " Überbleibsel"des Kapitalismus gesehen?

    Ging die SED Führung nicht davon aus, dass die sozialistische Planwirtschaft Vollbeschäftigung garantierte und einen Lebensstandard sicherstellen würde, der die materiellen und kulturellen Bedürfnisse der Menschen in der DDR erfüllen könnte? Aber wie?

    Folgerichtig, gab es deswegen kein eigenständiges, staatliches Ministerium für Arbeit und Soziales und auch keine Arbeitslosenversicherung, oder?

    War in der DDR nicht immer jegliche Sozialpolitik mit Wirtschaftspolitik gekoppelt und hatte sie nicht als oberstes Ziel der Sozialgesetzgebung stets ( nach der Vorstellung der Sowjets ) die ständige Erweiterung, Vervollkommnung und Intensivierung der sozialistischen Produktion und Reproduktion auf der Basis des wissenschaftlich-technischen Höchststandes zur Stärkung der sozialistischen Ordnung im Blickpunkt?

    Und so war man augenscheinlich in der DDR
    der allgemeinen Ansicht, dass Sozialpolitik nur dazu da sei, im Kapitalismus ( s. BRD ) von der Gesellschaftsordnung selbst geschaffene Probleme zu beseitigen und im schlimmsten Falle sogar eine soziale Kontrolle über die Arbeiterschaft auszuüben.Das aber "alles" gab es ja nicht, oder?

    Nach und nach erst wuchs
    die Notwendigkeit zur Sozialpolitik deswegen, weil man sich gegen den Kapitalismus abgrenzen wollte, weil dieser ja - angeblich- die Arbeiterschaft ausbeutete.
    ( Mag heute zutreffen , hat aber andere Ursachen =
    Neoliberalismus, Globalisierung etc. )

    Doch es fehlten immer wieder die finanziellen Möglichkeiten, und die Arbeiter waren unzufrieden mit der Einheitsgewerkschaft und der staatlichen Tarifpolitik, oder nicht?

    So stand doch im Mittelpunkt des sozialistischen Handelns der SED die Arbeitsgesellschaft, denn Erwerbstätigkeit sollte das Leben der Staatsbürger dort bestimmen und hat es bestimmt, oder?

    (Auf die Gesetzgebung vom 1.5.1950 sei in diesem Zusammenhang verwiesen).

    Hauptziel der SED-Sozialpolitik war doch einzig und allein die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit und die Steigerung einer solchen.

    Wie sich das Ganze ab den 50er Jahren wirtschaftlich und sozialpolitisch entwickelt hat, kann man sich zu erörtern sparen, denn Mangelwirtschaft, unterbliebene Verbesserung der Lebensverhältnisse und den Verlust vieler qualifizierter Arbeitskräfte durch die Flucht in den Westen war die Konsequenz und ist ja bekannt!

    In 1953 dann der Beschluss des ZK der SED zur Erhöhung der Arbeitsnormen:
    Für den gleichen Lohn musste mehr gearbeitet werden.( wie heute.....?)

    Stärkt aber nicht die Wirtschaft, sondern mehr und mehr die Unzufriedenheit der Bevölkerung ( s. Aufstand 17.6.1953 u. daraus später resultierend den Mauer-Bau!)

    Und was war mit der Sozialpolitik? Hierzu Teil II (Für Korrekturen bin ich sehr dankbar und offen ).

  • Wanda Müller(Montag, 20. August 2012 21:31)

    Alle

    der Link von Robert muss richtig heißen:

    http://robert-diegrossenreligionen.blogspot.de/2012/08/religon-gott-und-die-welt.html

  • Robert Kroiß(Montag, 20. August 2012 19:20)

    Sehr geehrter Walter Neumann, lieber Gerd;

    habe meine etwas ausführlichere Antwort hier: http://www.blogger.com/blogger.g?blogID=1122852318142953195#editor/target=post;postID=4785018948867374651

    eingestellt.

    Liebe Grüße

    Robert

  • Walter Neumann(Montag, 20. August 2012 11:22)

    Sehr geehrter Robert Kroiß.

    Wenn Sie den Zeitraum, in dem sich in unterschiedlichen Ländern und Kontinenten, wo sich jeweils die ersten Religionen bzw. religiösen Tendenzen entwickelten, auf einige Tausend Jahre begrenzen, dann bin ich voll und ganz bei Ihnen.

    Es mag in diesem Zeitraum durch ansteigende Intelligenz, Wissensanhäufung und Wissensweitergabe, größer werdende Strukturierungen von Gemeinschaften und weiteren Umständen unter anderem auch dazu geführt haben, dass der Zeitpunkt erreicht wurde, sich auch Gedanken über eine göttliche Wesensart zu machen. Und die ganz Cleveren und intelligenten haben dies dann verstanden für sich zu instrumentalisieren, auf den verschiedensten Arten, unter anderem auch als Religionsstifter und Religionsführer.

    Die Durchsetzungsfähigsten sind übrig geblieben. Als Beispiel sind die Kelten und Germanengötter heute nur noch in Kulturstätten präsent, aber nicht mehr in der praktischen Götterverehrung. Alles hat seine Zeit.

    Was mag es für Erklärungen eines Tages geben, wenn andere Intelligenzen im Weltraum entdeckt werden und man sich mit diesen austauscht und feststellt, dass dort gänzlich andere Vorstellungen über übergeordnete Wesen herrschen? Was sagen dann unsere heutigen Weltreligionen? Wie reden sie sich dann heraus? Welcher Kokolores wird den Anhängern dann vorgesetzt werden? Na, bis dahin ist noch viel Zeit und es läuft noch viel Wasser den Rhein hinunter!

    Für heute alles Liebe und gute

    Walter Neumann

  • Christa(Montag, 20. August 2012 00:07)

    Werter Herr Fritz Wagner,

    Sie vermuten ganz richtig, dass ich einer jüngeren Generation angehöre als Sie. Aber ich bin trotzdem alt genug, um mir nicht von DDR-Nostalgikern ein X für ein U, die Lebensverhältnisse in der DDR betreffend, vormachen zu lassen. Bei jüngeren Menschen oder auch bei gutgläubigen und/oder unzufriedenen „Wessis“ könnte Ihnen das vielleicht gelingen.

    Sie schrieben: „Vom „Anfang her“ betrachtet empfinde ich immer noch das Experiment DDR als die bessere Alternative…“
    Da kann ich Ihnen sogar ansatzweise zustimmen. Aber es gibt kaum ein besseres Beispiel dafür, wie sehr Theorie und Praxis auseinanderklaffen können. Obwohl ich nie in diese Idee des Sozialismus „verliebt“ war und deshalb in meinem Fall nicht von einer „enttäuschten Liebe“ die Rede sein kann, fand ich sie auch nicht ganz schlecht. Aber was ist daraus geworden?

    Dass dieses Experiment nicht für die Mehrheit der real existierenden Menschheit geeignet ist, war mir schon sehr früh klar. Hauptsächlich durch die Tatsache, dass man die Menschen, mit denen man ein „besseres Gesellschaftssystem“ aufbauen wollte, dazu einsperren musste.

    Hat Karl Marx, der die theoretischen Grundlagen dafür schuf, das auch in seinen „wissenschaftlichen“ Werken erwähnt? Und hat er auch vorhergesehen, dass „einfache“ Menschen ihr Leben riskieren würden, um diesem System zu entfliehen? Und dass man andererseits die Menschen nicht mehr gebrauchen kann, die zu alt zum Aufbau des Sozialismus sind und nur noch Kosten verursachen und dieses gern beim Klassenfeind tun können usw.? Das ist alles nicht menschenverachtend??!!

    Aber natürlich ist nach Ihrer Auffassung der böse Klassenfeind dafür und für allen anderen von den SED-Funktionären fabrizierten Murks verantwortlich, ist schon klar.

    Der Lebensstandard der meisten DDR-Bürger war in etwa vergleichbar mit dem, was heute als Armut bezeichnet wird. Nur mit dem Unterschied, dass es keinen extremen Reichtum für Andere gab. Diese Armut für Alle ist auch die einzige Form von „sozialer Gerechtigkeit“, die durch linke oder sozialistische Politik jemals geschaffen werden konnte und werden kann. Dass die meisten Menschen so nicht leben wollen, ist mit dem Untergang des Sozialismus, nicht nur in Deutschland, durch die Praxis bewiesen.

    Dass es für Sie demütigend war, nach der Wende nicht mehr als Projektingenieur gebraucht zu werden, ist verständlich. So erging es vielen und auch ich konnte mir mein Hochschul-Diplom sozusagen „in die Haare schmieren“. Nur musste ich mich (mit Mitte 30) neu orientieren. Dabei habe ich aus heutiger Sicht auch einige schwere Fehler gemacht. Trotz allem freue ich mich über die Wende und würde mich immer wieder für das jetzige System entscheiden, wenn ich vor die Wahl gestellt würde. Und als benachteiligte Deutsche habe ich mich zu DDR-Zeiten mehr gefühlt als heute.

    Es wäre eventuell auch für Sie hilfreich, Ihre Phantasie auch einmal zum „Schönreden“ der heutigen Lebensumstände zu nutzen, statt nur für die Vergangenheit.


    Mit diesem sicher fruchtlosen Hinweis und freundlichen Grüßen, Christa

  • Robert Kroiß(Sonntag, 19. August 2012 23:42)

    Lieber Gerd, lieber Walter Neumann,
    weil ich gerade Ihre Beiträge gelesen habe und ehe hier noch eine "falsche" Diskussion auf Grund eines von mir vmtl. nicht sehr deutlich, bzw. evtl. unkorrekt niedergeschriebenen Satzes entsteht, dazu im Moment nur soviel:
    Ich meinte nicht, dass zur selben "Uhrzeit" an allen Orten "die(selbe) Religion" entstand. Sondern, dass bei den zur gleichen Zeit, auch auf unterschiedlichen Kontinenten lebenden Menschen - auf Grund der Angst, welche ja "nur" das Resultat einer fehlenden Erkenntnis, bzw. Erklärung für "Unvorstellbares" war und ist – sich ein Glaube an „höhere, geistige, göttliche (Geistes-Götter)Mächte“ entwickelte und vorherrschte. Dass also „geistige, höhere Mächte“ Einfluss auf den „Lebensablauf“ nähmen. Deshalb wurden ja wohl auch die „Verbindungen“ zu diesen „Mächten“ gesucht und „ihnen“ geopfert (auch wiederum in unterschiedlichsten Formen).
    Dafür gibt es etliche „Nachweise“, selbst archäologische Funde, welche genau dies bestätigen.
    Der „Transport“ der sogenannten „Weltreligionen“, die „Missionierungen“, sowie die „Vorherrschaft“ der jüdisch/christlichen Religion“ ist ebenfalls, zumindest logisch nachvollziehbar in der „Menschheitsgeschichte“ in vielen Büchern – auch durch entsprechende Funde bei Ausgrabungen unterstützt etc. - „beweisbar“ dargelegt.
    Im Gegensatz hierzu ist es m. E. aber eher mehr als unwahrscheinlich, dass der Samen einer „Pflanze(nsorte)“ aus Australien zur selben Zeit auch in Europa gesät (aufgetaucht ist) und zur Frucht kommen konnte, wenn sie nicht durch bestimmte Umstände (z. B. Seefahrerei, Wetterkapriolen, Klimaveränderung, geographische Verschiebungen etc.) von dem einen Ort an den anderen „transportiert“ wurden.
    Sowie auch der Glaube an „höhere, geistige Mächte“ (Geisteswesen, Götter in jeglichen Formen), resultierend aus der „Unkenntnis, dem Nichtwissen“ m. E. niemals eine Frage der Intelligenz, sondern eben ein Ergebnis der Angst, aus einer vorherrschenden Unkenntnis, des nicht erklären Könnens und vor allem nicht „greifbarem“ war und ist, im Gegensatz zu den äußerlichen Dingen, wie eben Same und Pflanze, bei denen nicht der Glaube die Voraussetzung dafür war, dass man sie „erntete“, sondern das bloße „Wissen“ um den Ort, an welchem „diese“ wuchsen..
    Im weiteren Verlauf – auch Ihrer Beiträge – kommen wir eigentlich zu dem selben Schluss.
    Vielleicht komme ich noch dazu und werde vielleicht noch ein bisschen „ausführlicher“ auf „unser“ Missverständnis eingehen.
    Für den Moment soll´s das aber sein. In diesem Sinne eine gute Nacht und liebe Grüße

    Robert

  • Wanda Müller(Sonntag, 19. August 2012 20:38)

    Hallo fritz,
    da Sie mich in Ihrem Beitrag an Christa erwähnten, sind Sie wohl kaum überrascht, von mir eine Reaktion zu erhalten. Vielleicht war dies sogar Ihre Motivation.
    Es ist für mich nicht eindeutig zu erkennen, was Sie meinten. Doch nicht etwa die zu vernachlässigende Feststellung, dass ich etwas jünger bin als Sie. Oder gar auf Grund der Gnade meiner späteren Geburt ein Weltbild vertrete, dass mit dem Ihrigen nicht kompatibel ist? Worüber wollen wir uns unterhalten?

  • Walter Neumann(Sonntag, 19. August 2012 18:46)

    Werter Gerd 49.

    Nur zur Klarstellung. Herr Robert Kroiß hatte geschrieben, dass er meinte, alle Religionen wären zu einem Zeitpunkt entstanden:

    "dass der/ein Götterglaube zu gleicher Zeit an verschiedensten Orten und bei den verschiedensten (auch Ur)Völkern auftauchte und Einzug hielt."

    Bei meiner Antwort an Ihn müssen Sie einfach das Wort "nicht" übersehen haben!

    Ich "glaube" einfach nicht, dass der "Götterglaube" zur gleichen Zeit in verschiedenen voneinander unabhängigen Gebieten zutage trat. Die Zeit vor Tausenden von Jahren ist einfach eine nicht registrierte, erst später nachverfolgte gewesen. Und Erzählungen und Überlieferungen sind nur mit einer gewissen "Vorsicht" zu genießen und einzuordnen."

    Ansonsten stimme ich mit Ihren Gedanken und Schlussfolgerungen weitestgehend überein.

    Mit freundlichen Grüßen

    Walter Neumann

  • Gerd(Sonntag, 19. August 2012 12:36)

    Hallo Robert,
    statt im Kommentar Deines Blogs zum Beitrag:
    Öffentliche Antwort an Walter Neumann (da die Kommentarfunktion nur ca. 4000 Zeichen zulässt)
    schreibe ich heute mal hier bei Wanda.

    Im Gegensatz zu Walter Neumann glaube ich, dass bei den unterschiedlichsten Völkern der Glaube ans Übermächtige zwar zeitlich verschieden aber unabhängig voneinander, entstanden ist.

    Aber auch, dass sich überall sofort „ganz Schlaue“ fanden, welche die Naivität ihrer Zeitgenossen in Dauerangst zu wandeln verstanden und jedes Naturereignis für ihren Vorteil zu nutzen wussten. Wieviel Angst sie dabei selber hatten, sei mal dahingestellt.

    Auch wurden Versuche unternommen, das Ganze auf wenige Götter oder möglichst nur einen Gott zu begrenzen, damit die Kontaktinhaber zu diesen Überwesen nicht die Übersicht verlieren, ihre Anzahl nicht ins Uferlose wuchs und dadurch keiner mehr Vorteile durch seinen „direkten Draht nach ganz Oben“ gehabt hätte. Auch wäre die Menschheit ziemlich dezimiert worden, wenn jeder der vielen Götter Menschenopfer verlangt hätte; zumindest hätte es eine Reduzierung auch Derer bedeutet, die für das Wohl der „auserwählten Priester“ zu sorgen hatten.

    In der christlichen Bibel wurde das ja in unmissverständlicher Art schriftlich festgehalten.
    (1. Gebot: Ich bin der Herr, Dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Ob es ihn gibt und das tatsächlich seine Worte sind oder ob es ihn nicht gibt, lasse ich mal außen vor.)

    Zugänglich war das allerdings bis zu Luthers Zeiten tatsächlich nur ganz Wenigen, nämlich denen die lesen konnten und das auch noch in dieser fremden Sprache Latein.
    Bis dahin konnten die „Herren der Schöpfung und des Glaubens“ ihren Mitmenschen erzählen was sie wollten, die mussten das eben »glauben«.

    Diesen Vorteil haben sie ja auch reichlich genutzt und eine Hierarchie mit Machtstrukturen aufgebaut, die gemessen an den damaligen Möglichkeiten, den heutigen nicht viel nachstanden.

    Und da haben wir den Bezug zur Gegenwart.

    Damals war es u.A. die Inqusition, die mit illegalen Mitteln, vielen Tricksereien und Lügen das Vermögen von ganz normal Sterblichen in Richtung christliche Kirche und in die Geldtruhen ihrer „Verwalter“ leitete.

    Außer dass davon der größte Kirchenbau der Welt finanziert werden sollte, ermöglichte es allen Mitgliedern, angefangen beim Chef, den es wegen Kompetenzstreitigkeiten öfters gleich zweimal gab, und der höheren Verwaltungsebene schon damals ein Leben in „Saus und Braus“.
    Sogar Familie mit Kindern hatten die leitenden Angestellten damals noch, allerdings auch schon diese lächerliche Berufskleidung: oben Mann, unten Frau.

    Heute ist es eine, sich selbst als „Elite und Exzellenzen“ bezeichnende Kaste, die sich mit genau solchen Mitteln am Eigentum der normalen Bevölkerung bereichert.

    Heute ist es nicht die Angst vor irgendwelchen „dämonischen Geistern und Hexen“, heute sind wir moderner, heute wird ein selbst erzeugter „Terrorismus“ und eine selbst erzeugte Schuldenkrise dazu benutzt die demokratischen Rechte der normalen Menschen abzuschaffen, sie zu überwachen, sie auszubeuten und ihr Eigentum in die Taschen Weniger zu dirigieren.

    Die sich den über den Dingen stehenden „Auserwählten“ anbiedernde und von ihnen ferngesteuerte Helferkaste predigt währenddessen was von „alternativlos“ und „Gürtel enger schnallen“.

    So viel hat sich also gar nicht geändert.

    Viele Grüße an alle
    Gerd

  • Gerd(Sonntag, 19. August 2012 10:50)

    Liebe Melanie HH

    Ja, zum Glück leben wir nicht in Russland. Wenn Sie auf Pussy Riot anspielen, die wären in Deutschland allerdings genauso verurteilt worden. Vielleicht nicht, weil sie Merkel geärgert hätten, das wäre ja hinnehmbar, sondern wegen § 167 Störung der Religionsausübung.

    Genauso wenig, wie ich Ihnen keinen Tag nennen kann, wo die Deutschen, und nicht nur ihr Geld, im Ausland beliebt waren, können Sie mir eine erwähnenswerte Leistung „Ihrer Kanzlerin“ nennen, außer, dass sie die Geburtstagsfeier ihres Chefs Ackermann, auf Steuerzahlers Kosten ausrichten ließ.
    (Die Deutsche Bank revanchierte sich mit einer 280.000 Euro-Spende an die Merkel-Partei. (SZ))

    Vielleicht noch. dass sie besonders „geschickt“ ist bei der Auswahl und im Umgang mit ihrem Personal.(Copy-Karl, Koch, Wulff, Röttgen…)lassen grüßen, oh Gott, fast keiner mehr da!

    Viel erzählen kann sie ja, sich für alles zuständig erklären auch, aber sonst …abtauchen?

    Sie selbst hat nicht einen Arbeitsplatz geschaffen aber viele Billiglohnjobs unterstützt, die „Chefsache Klima“ spielt trotz x-Gipfeln immer noch verrückt, ein Rettungsschirm nach dem anderen hat sie aufgespannt und jeder war der letzte, eine rote Linie nach der anderen hat sie übertreten, sogar „keine Eurobonds solange ich am Leben bin“ hat sie gesagt und uns belogen, sobald sie den Mund aufmachte.

    Und das Allerschlimmsten: genauso fanatisch wie sie früher gegen den US-Imperialismus war, ist sie heute dafür.
    Außerdem, wenn es der Wunsch des Friedensnobelpreisträgers wäre und sie könnte, würde sie die Panzer nach Saudi-Arabien wohl am liebsten selber hinfahren und den Israelis auch gleich noch ein U-Boot mitnehmen.

    Liebe Melanie HH, Ihr Totschlagargument wegen der Vorsorge in „fetten Jahren“ zieht schon mal gar nicht aber ich freue mich, dass Sie für mich aussagen und mich regelmäßig besuchen würden.

    Manchmal frage ich mich schon, ob „Ihre Kanzlerin“ das alles selber glaubt, was sie erzählt oder ob sie mittlerweile nur noch die Zeitungsartikel und Fernsehberichte über sich zählt.
    Nicht ihr Können sondern ihre Bekanntheit zählt in der „Zeit danach“ als Werbeträger.

    Trotz allem viele Grüße nach Hamburg und natürlich an alle Leser und Schreiber hier bei Wanda

  • Walter Neumann(Samstag, 18. August 2012 12:00)

    Sehr geehrter Fritz Wagner.

    Es ist richtig und auch von mir dauernd angeprangert, dass die Parteien sich nicht daran gehalten haben, an der Willensbildung der Bevölkerung teilzunehmen, sondern die Willensbildung vorgeben. Ohne Parteien läuft nichts.

    Eingedenk dessen habe ich für die vom Bundesverfassungsgericht verworfene Wahlreform einen Weg aufgezeigt, wie die Überhangmandate vermieden werden könnten. Eingefügt habe ich als ersten Schritt, um die Parteienmacht zu mindern, dass jedes Parteimitglied ohne Zustimmung seiner Partei, sich der Wahl stellen könnte.

    Sicherlich werden die Parteien damit nicht einverstanden sein, weil dies ihre Autorität nicht nur gegenüber dem Wähler, sondern auch gegenüber den eigenen Mitgliedern enorm schwächen würde. Denn dadurch wäre es jedem möglich, eigene Präsenz und Zustimmung in der Bevölkerung unabhängig seiner Partei zu finden und eigenen Vorgaben nachzugehen.

    Ihrem Vorschlag nach müsste ja zuerst einmal die 5%-Klausel gestrichen werden, da es dann parteilose Einzelkämpfer wären. Ob da unser Verfassungsgericht mitspielt, wage ich zu bezweifeln. Da wird doch gerne zurück auf unsere zerrissene Abgeordnetenkultur verwiesen werden, die durch zu kleine Einheiten ein Regieren unmöglich machte.

    Nach vielen Gedanken meinerseits um eine gerechte und richtige Bürgerbeteiligung an den maßgebenden Gesetzen und Verordnungen, sehe ich alleine die Volksabstimmung als richtig und berechtigt an! Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg und sehr wahrscheinlich nicht zu erreichen. Eben Wunschdenken.

    Voraussetzung wäre erst einmal, dass unsere Kinder in der Schule sich intensiv mit der Politik und ihren Möglichkeiten und Auswirkungen dauernd befassen, vom ersten bis zum letzten Schuljahr. Dann müsste es eine geschäftsführende Regierung geben, welche wie in großen Betrieben, bezahlte Manager sind, welche von einem Gremium bestellt oder abberufen werden können.

    Die Parteien und andere Gruppierungen stellen nach ihren Wünschen und Bedürfnissen ausführlich begründete Vorschläge ein, um in Gesetzes- bzw. Verordnungskraft treten zu können. Andere Gruppierungen stellen ihre Gegenmeinung dar und es wird eine Volksentscheidung PRO, Kontra oder neutral durchgeführt.

    Dies setzt einfach mehr Interesse bei der Bevölkerung für politische Fragen voraus, wie es heute ist. Bei zu vielen fehlt der Wille, sich zu beteiligen. Das Argument aber, dass auch bei aufgeklärten Menschen zu wenige an solchen Abstimmungen sich beteiligen, möchte ich folgender maßen zurückweisen.

    Wer kein Interesse, auf wen es keinen Einfluss hat, beteiligt sich einfach nicht. Die, welche sich irgendwie involviert fühlen, beteiligen sich dann eben halt stellvertretend für die nicht Teilnehmenden. Beispiel Stuttgart 21. Wer nicht in BW wohnt, wer nicht auf diesen Bahnabschnitt angewiesen ist, enthält sich der Stimme durch nicht Teilnahme. Wer jedoch Bahnfahrer ist und den es wurmt, dass so viele Bahnstrecken in schlechtem Zustand sind und seine Fahrten dadurch länger werden, beteiligt sich!

    Unser Bundestag handelt doch auch so, es sind nur einige Abgeordnete im Plenarsaal vorhanden und schließen stellvertretend für die nicht Anwesenden Gesetze nach Proporz ab. Also, warum nicht auch wir, die Bevölkerung!

    Ja, sie haben recht, Demokratie kann nur erfolgreich sein, wenn die Demokraten darüber informiert sind, über was sie abstimmen. Es entwickelt sich leider immer weiter in die Gegenrichtung. Nicht nur die Bevölkerung wird im Unklaren gelassen, sondern wie sich herausstellte, auch immer mehr und öfter, die Abgeordneten selber. Das ist einwandfrei eine Entwicklung hin zu einer Diktatur der Wenigen. Dies wird so von den Führungskräften der Parteien im Verbund mit starken Wirtschaftskräften gefördert, ausschließlich zu dieser beiden Gruppen Nutzen!

    Wir hatten in der Menschengeschichte schon viele Arten von Diktaturen. Da entwickelt sich in der Moderne nun eine neue Art! Eine Diktaturallianz von Geld und Gesetzeskraft zur Beherrschung der Völker! Was können wir dagegen tun???

    Freundliche Grüße

    Walter Neumann

  • Fritz Wagner(Samstag, 18. August 2012 01:45)

    Lieber Mitstreiter
    Walter Neumann (31. 07. 12),

    Zugegeben, meine Antwort auf Ihren Vorschlag zur Wahlrechtsreform kommt etwas spät, wofür ich um Entschuldigung bitte.
    Ich hoffe Ihren Vorschlag richtig verstanden zu haben und könnte Ihrem Vorschlag zustimmen, obwohl mir die Auswahl und Beschränkung auf Mitglieder der jeweiligen Parteien, diesen damit doch noch zu einer zu großen parlamentarisch Gewichtung verhelfen würde..
    Meine Ergänzung dazu im Sinne, dass nach GG die Parteien in der Regierungsverantwortung mitgestalten, heißt doch wohl, dass diese nicht allein, sondern außer denen noch andere Mandatsträger prozentual daran beteiligt sein sollten.
    Ich könnte mir vorstellen, so wie bei der Bundespräsidentenwahl, oder ähnlich einer echten Volkskammer, in der an Politik interessierte Personen aus allen außerparteilich organisierten öffentlichen Einrichtungen wie Künstleragenturen mit prominenten Künstlern, Akademien mit Wissenschaftlern und Technikern, Wohlfahrtsverbänden, Volksbildung mit Uni, Schule und Kinderbetreuung, Volkssolidarität, Gewerkschaften, Gesundheitswesen, Renten-und Versicherungswesen, Arbeiter-, Gewerbe-,Bauern- und Verbraucherverbänden bei wichtigen Abstimmungen, die Mehrzahl die Bevölkerung tangierender Reformen und Gesetzesänderungen
    ein zu beziehen.
    Das bedeutete, die Anzahl der von den Parteien beanspruchten Sitze prozentual zu Gunsten
    dieser außerordentlichen Volksvertreter zu reduzieren. Evtl. um 33%.
    Die eingesparten finanziellen Mittel könnten dann als Aufwandsentschädigung der zu den Abstimmungen aufgeforderten und für diese Zeit freigestellten Delegierten genutzt werden.
    Dazu müsste jedoch in einem weitaus größerem Maße als bisher, seitens der Regierung mehr Öffentlichkeitsarbeit und Transparenz zur Information der Bevölkerung geleistet werden
    Ich weiß, das klingt reichlich volksdemokratisch. Aber wie sonst soll Demokratie funktionieren?
    So wie heutzutage Demokratie plakatiert wird, finde ich reichlich daneben.
    Soviel zu Ihrer Anfrage.
    Mit freundlichen Grüßen
    fritz

    Nachsatz zum 17. 08. 12
    Wie seit langem befürchtet.
    Die Katze aus dem Sack.
    Sinn und Zweck der Bundeswehrreform, der unbedingte Machterhalt unserer Repräsntanz- Demokraten.

  • Walter Neumann(Freitag, 17. August 2012 23:47)

    Hallo an Alle.

    Heute kam die Meldung, dass unser Bundesverfassungsgericht grünes Licht gegeben hat, das die Bundeswehr in "Notfällen" auch im Innern Deutschlands eingreifen darf.

    Damit ist meiner Meinung nach der nächste vorbereitet Schritt getan.

    Umwandlung unserer Bundeswehr von einer Wehrpflichtarmee in eine Berufsarmee. Der angemeldete Kauf von Drohnen, sowie eine eigene Entwicklung derselben folgt. Und nun erhält die Bundeswehr vom Verfassungsgericht den Freifahrtschein, auch im Innern eingesetzt werden zu dürfen! Dreimal dürfen wir Raten, auf was sich da vorbereitet wird. Es scheint wohl die Befürchtung bei unserer Regierung vorzuherrschen, dass der Euro nicht gehalten werden kann und es zu Unruhen im Innern kommen könnte.

    Die Berufsarmee ist dafür bestens ausgerüstet und vorbereitet und soll durch Drohnen noch unterstützt werden! Völker höret die Signale!

    Wer zwischen den Zeilen lesen kann (wie @ Christa), lese und interpretiere richtig. Es scheint so, dass man sich auf alle Eventualitäten vorbereitet! Hoffen wir, dass es nicht dazu kommt.

    Mit besorgten Grüßen

    Walter Neumann

  • Fritz Wagner(Freitag, 17. August 2012 21:03)

    iebe Christa (17. 08. 12)

    "Werter Fritz,
    ich freue mich, dass Sie meine Erwartungen so prompt erfüllt haben, denn mit einer derart gutwilligen Interpretation (16.08.) hatte ich von Ihrer Seite wirklich gerechnet. Das zeigt wieder einmal deutlich, wie man sich alles schönreden kann, je nachdem wie es in das eigene Weltbild passt. Und dass es so schnell ging, bedeutet entweder dass Sie schon sehr viel Übung darin haben oder dass es eine Standard-Interpretation in gewissen Kreisen ist."

    Genau so ist es im Dialog bestellt.
    Wo im Selbstschutz und der Fertigung seines Rechtsverständnisses der Eine sich Etwas "Schön" redet, kontert der Andere mit "Schlecht" reden.
    Ich vermute mal, dass Sie und auch Wanda Marie-Luise Müller, "Heidrun?", wie auch vom bewundernswert unermüdlichen und tätigen Streiter für die Rechte und Würde alter Menschen in den privaten und öffentlichen Pflegeheimen Heiner Klein (löwenmaul) benannt, wahrscheinlich einer etwas jüngeren Generation angehören, als ich.
    Ihren Äußerungen nach betrachten Sie,. im Gegensatz zu mir, die möglicher Weise selbst erlebten oder, von wem auch immer, vermittelten Wahrnehmungen vom Ende der Entwicklung her oder gar aus der Sicht einer frustrierend erlebten enttäuschten Liebe zu einer ehem. vertretenen Sache.
    Ich kenne aus meinem ehem. Arbeitsumfeld so einige ehem., sich linientreu gebärdende Mitarbeiter, die sich am Ende noch, als betrogen um ihre Karriere bedauerten und urplötzlich in die andere Richtung wechselten.
    Gemäß nach Goethe:"Wenn du dies nicht hast, dieses stirb und werde, bleibst du ein trüber Gast auf dieser dunk´len Erde"
    Beziehen Sie dieses bitte nicht auf sich.
    Ich besitze genug Phantasie und kann mir vorstellen, wie Sie darauf reagieren werden und erwarte dafür auch keine Beifallsbekundungen.
    Doch, wenn es ein wenig zum Nachdenken anregt, wäre ich schon zu frieden.

    Ich wollte Sie keineswegs beleidigen.
    Sie haben Recht, der von mir gebrauchte Begriff: "Phobie" ist tatsächlich unpassend und ich bitte Sie um Entschuldigung dafür.
    Besser finde ich: "Mehr oder weniger bemerkbare Linken-Gegenliebe". Ich hoffe damit auf Akzeptanz und nicht erneut wieder in´s sog. Fettnäpfchen zu treten.

    Zum Thema, Rentner, unproduktives Humankapital und Menschenverachtung nur in Kürze so viel dazu;
    Warum bei der Benennung der beklagenswerten Zustände im Hier und Heute, auf über 20 Jahre zurückliegende Zustände in der ehem. DDR oder auf die der USA und Großbritanniensauf diesem Gebiet zu verweisen. Nach dem Motto; sei zufrieden, woanders ist es noch viel schlimmer.
    Hatten Rentenanwärter nur in der DDR ihre Ansprüche erworben oder auch, als was auch immer, im System davor?
    Ist es nicht folgerichtig, dass die BRD als Rechtsnachfolgestaat des total untergegangenem Deutschen Reiches mit Alleinvertretungsanspruch auch für die DDR und deren Bevölkerung, wie auch für sog. Volksdeutsche aus den Ostgebieten in Anspruch genommen werden durfte?
    Was finden Sie daran als Menschenverachtend?
    Für mich zählt dieser Begriff für Arbeits- und Obdachlosigkeit, Aufstocker und Hartz4- Empfänger,
    Kinder-,Frauen- und Altersarmut, Bildungsselektivität, Zustände, wie sie Heiner in seinen Beiträgen hier im Vorspann anprangert, nicht enden wollender Beteiligung an humanitär deklarierten Auslandskriegseinsätzen zur Ressourcenbeschaffung und –Sicherung weltweit
    Nicht zuletzt in eigener Erfahrung nach Beitritt 1990 als 60-jähriger nach 30-jähriger erfolgreicher Tätigkeit als Projektingenieur in einem durch die Treuhand abgewickelten Gießereikombinat, BRD-großkotzig, als nicht mehr vermittelbar stigmatisiert, in den Zwangs-Vorruhestand abgeschoben zu werden.
    Und das bemessen mit 65% Vorruhestands-Übergangsgehalt bis zur Alters-Vollrente des bis dahin, im Vergleich zu den Westgehältern , zwar kärglichen, jedoch bis dahin immerhin auskömmlichen DDR-Gehaltes.
    Nun verweisen Sie nicht auf im Westen übliche Abfindungen. Nach über 30-Jahren ununterbrochener Betriebszugehörigkeit, zuvor an anderer Stelle 1-Tag arbeitslos (1. Mai 1951),
    konnte ich mich immerhin an einem 4-stelligen Betrag mit einer 1 davor erfreuen. Manche hatten weniger oder gar nichts. Deswegen will ich mich auch nicht sonderlich beklagen.
    Vom „Anfang her“ betrachtet empfinde ich immer noch das Experiment DDR als die bessere Alternative auch, wenn ich dafür Prügel beziehen sollte.
    Schon von der Nationalhymne und der Sozialgesetzgebung, des Arbeits- und Gesundheitsschutzes, des Rechts auf Arbeit und Wohnung her wegen, nachzulesen in Google unter „Sozialgesetzgebung der DDR“ (Ausführungen dazu, interessant im Vergleich zu heute, würden hier jedoch zu weit führen).
    Sicher die Verhältnisse waren nicht befriedigend. Doch in Alters- und Pflegeheime sich einzukaufen, war und ist mir nicht bekannt.
    Was am Ende sich leider daraus entwickelte ist nicht nur dem Unvermögen des Systems, sondern auch den geopolitischen, wirtschaftlichen und leider erfolgreich feindlicher Konkurrenz geschuldet.
    Nur nicht überheblich werden.
    Betrachten wir einmal kritisch die Situation der BRD heute mit der des ehem. Wirtschaftswunders vom Anfang her.
    Nicht gerade bejubelnswert, ängstigend und dem sprichwörtlichen Bach heruntergehend, oder?
    Schade, dass Sie nicht religiös gebunden und versiert sind. Ich hätte nämlich gerne von Ihnen gewusst, wie Sie die Person „Jesu“ im Wirken einordnen würden, christlich rechtsstrukturkonservativ, wirtschaftsliberal, grünökologisch oder linkssozial?
    Das soll es für heute gewesen sein und ich verbleibe
    Mit freundlichen Grüßen
    Auch an Wanda und Heiner
    fritz

  • Melanie HH(Freitag, 17. August 2012 19:25)

    Lieber Gerd,

    natürlich gebe ich Ihnen Recht, wir sprechen von zwei Angela Merkel. Die Merkel, die ich meine und die andere, die Sie meinen.

    Die Merkel, die ich sehe, hat Deutschland zu dem gemacht, wie es heute dasteht. Hohe Beschäftigung, gute Wirtschaftszahlen und eine ehrenhafte Stellung in der Welt. Fast ein Dreiviertel der Deutschen sieht es so wie ich. So sehr können die Zustimmungszahlen ja kein Fake sein. Wir leben ja in Deutschland und nicht in Russland.

    Zur Beliebtheit der Deutschen sagen Sie mir einfach einmal einen Tag in den letzten 60 Jahren, wo die Deutschen beliebt waren? Deutschland hat es geschafft, aus dem Nichts, von ganz unten, dass zu sein, was es heute ist. Und das führt zu Neid der anderen Nationen.

    Sie kommen mit dem Beispiel der schlechten finanziellen Lage der Länder und Kommunen. Warum haben die Kommunen in den „fetten“ Jahren nicht vorgesorgt? Da wurde dazu noch gezockt mit öffentlichen Geldern. Diese Vorsorge wäre politische Verantwortung gewesen und nicht wie jetzt zu heulen und der Regierung für deren Lage die Schuld zu geben. Aber das macht sich gegenüber ihren Bürgern immer gut: die Verantwortung ist nicht um die Ecke sondern ganz weit weg.

    Auch kann ich deren Geheule um die Kitaplätze nicht verstehen. Da stellt die Regierung Unsummen zur Verfügung und die werden von den Kommunen nicht abgerufen. Im nächsten Jahr steht der Rechtsanspruch dafür bevor und die Kommunen heben ganz einfach die Hände. Verantwortungslos!

    Ich bin stolz in Deutschland zu leben und Deutsche zu sein. Wir haben nicht die russischen Verhältnisse. Jeder kann hier sagen, was er denkt. Oder können Sie sich vorstellen, dass jemand ins Straflager kommt, weil er die Merkel blöd findet? Wo wären Sie dann wohl, wenn wir hier russische Verhältnisse hätten? :-) Bei einem können Sie ganz sicher sein, ich, Melanie HH, würde immer für Sie aussagen und Sie dann auch regelmäßig besuchen. :-)

    Hallo Marie Luise Müller,
    natürlich ist es auch sehr heiß hier in Hamburg, aber durch die Ostsee noch erträglich. Aber in Ihren Weinbergen mit den Weinkellern scheint es bei den Wahrnehmungsschwierigkeiten und Irritationen viel gefährlicher zu sein, gelle? :-)

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Freitag, 17. August 2012 15:03)

    Werte Christa,
    vielen Dank für Ihre Replik. Dass es so allgemein geschrieben war, wie Sie es jetzt erörtern, habe ich nicht "mitbekommen", kann aber auf jeden Fall mit dieser etwas differenzierteren "Lesart"
    sehr gut "leben"!

    Ihr Beispiel ist ein tragischer Fall, der sich -
    vermeidbar wird so etwas in Gänze nie und nimmer sein- so vielfach in tausenden Familien abspielt. Natürlich ist es
    traurig, ja demütigend für die Tante, die die Pflege
    aus reiner Menschlichkeit und Überzeugung durchführt,
    und ist paralell mit den zig-fachen Fällen in den Senioreneinrichtungen bei uns und anderswo in Deutschland vergleichbar.

    Doch eines ist auch von mir anzuerkennen: Die Pflegenden genießen meinen höchsten Respekt - hatte etwa 150 Pflegerinnen /Pfleger in "meinem" Krankenhaus zu
    verantworten - und mache diesen Menschen nur bedingt Vorwürfe, wohl aber liegt es am "System", welches den Trägern - gewollt oder nicht gewollt - in die " Karten " spielt!

    Mangeldes Personal allerorten, teilweise nicht qualifiziert genug,
    fehlende soziale Kompetenz
    etc. sind die Kriterien, die zu solchen Auswüchsen, wie ich Sie geschildert habe, immer wieder erleben muss, verantwortlich " der
    Kostenfaktor Mensch" und "geopfert" auf dem Altar des alles beherrschenden "Mammon!"

    Zur Sterbehilfe ist zu sagen, dass ich selbstverständlich Ihre Meinung hierzu respektiere,
    mich jedoch nicht damit abfinden kann, dass man " Töten auf Bestellung" straffrei durchführen können soll.

    Ich habe einen aktuellen Fall - ist jetzt 10 Tage her - erlebt, wo man diesen Schritt gegangen ist und somit das Leben eines 55-jährigen Mannes "ausgeknipst" hat.

    Möchte nicht wissen, wie die seelischen Nöte Ehefrau und Geschwister in
    äußerste Gewissensbisse und vielleicht auch Schuldgefühle gebracht haben.

    Werde sicherlich noch die Gelegenheit haben, darüber mit der Cousine meiner Frau zu sprechen!

    Es hat auch schon Menschen gegeben, die selbst an solch einer " humanen Sterbehilfe" zerbrochen sind!
    Ich grüße Sie und bedanke mich für eine sachlich, faire Diskussion, die jedoch nicht emotionslos geführt werden kann!!
    Grüße gehen natürlich auch an Fritz Wagner, Gerhard Dietrich (grüße aus dem Sauerland), Walter Neumann,
    natürlich auch an Melanie HH., Ralf Nietzschmann und Robert Kroiß.
    "Wanda" ist selbstver-
    ständlich!!

  • Christa(Freitag, 17. August 2012 08:24)

    Werter Herr Heiner Klein,

    es tut mir leid, dass Sie sich am Mittwoch so aufgeregt haben. Aber ich behaupte, dass Sie sich das hätten ersparen können, wenn Sie meine Ausführungen richtig und ohne sich persönlich angegriffen zu fühlen, gelesen hätten.

    Ich habe nur allgemein meine Meinung zu diesem von Ihnen angesprochenen T h e m a geäußert, auf Ihre Ausführungen wollte ich mich dabei gar nicht beziehen. So habe ich Ihnen auch nicht unterstellt, Sie würden erfundene Geschichten erzählen. Zugeben muss ich dabei allerdings, dass ich das wahrscheinlich nicht deutlich genug erwähnt habe.

    Dass Sie durch ihre Tätigkeit, für die Sie höchste Anerkennung verdienen, spezielle Erfahrungen vorweisen können, bezweifle ich nicht. Aber ich weiß auch, dass (ganz allgemein!) sehr oft Horrorgeschichten erzählt werden, die bei genauer Betrachtung reichlich übertrieben sind und auch mitunter viel Schaden anrichten können. Und noch einmal: damit meine ich nicht Sie persönlich!!!

    Sie haben selbst geschrieben, dass es auch viele, viele gute Einrichtungen gibt und diesen Aspekt wollte ich mit meinen Ausführungen als Gegenpol zu Ihren herausstreichen und auch auf die schwierige Situation für Pflegende hinweisen.

    Trotzdem danke ich Ihnen für Ihre jetzt auch an mich persönlich gerichteten Ausführungen und ich gebe gerne zu, dass meine diesbezüglichen Erfahrungen in keiner Weise mit den Ihren mithalten können.

    Was ich mit „Mitleidsbonus“ meinte, will ich Ihnen an einem anderen Beispiel aus dem wahren Leben erläutern, obwohl dieses nichts mit der Pflegesituation in Heimen zu tun hat.

    Eine an Krebs und Demenz erkrankte Frau wurde zu Hause von ihrer um einige Jahre älteren Schwester (schon über 80, unverheiratet und ohne eigene Kinder) gepflegt. Die Pflegende war schon immer selbstlos zur Stelle gewesen, wenn jemand in der Familie ihrer Schwester Hilfe brauchte. Die Kranke, eine eitle Frau, konnte es nicht akzeptieren, dass es ihr so viel schlechter ging als ihrer älteren Schwester und attackierte sie häufig mit allerlei Bosheiten. Und ihre eigenen Kinder, die selbst auch „Opfer“ ungerechtfertigter Vorwürfe wurden, hatten trotzdem mehr Mitleid mit der Mutter und kein Verständnis für die Lage ihrer Tante, die ihnen diese schwere Pflicht der Versorgung der kranken Mutter tagtäglich (und ohne Bezahlung) abgenommen hatte!


    Ihre Meinung zur Sterbehilfe respektiere ich, erwarte aber das Gleiche auch von Ihnen, was meine Meinung betrifft.
    Unter humaner Sterbehilfe verstehe ich, dass ein schwerkranker Mensch, der sich den Tod wünscht, auf sein ausdrückliches Verlangen und auf sanfte Weise sein Leiden beenden kann. Das ist ein riesiger Unterschied zu der von Ihnen angeführten Euthanasie aus der Zeit des Nationalsozialismus, wo der Staat darüber bestimmt hat. Diese Art von Sterbehilfe meint ganz sicher niemand, der sich heute dafür ausspricht. Das Entscheidende daran ist die Selbstbestimmung!





    Werter Fritz,

    ich freue mich, dass Sie meine Erwartungen so prompt erfüllt haben, denn mit einer derart gutwilligen Interpretation (16.08.) hatte ich von Ihrer Seite wirklich gerechnet. Das zeigt wieder einmal deutlich, wie man sich alles schönreden kann, je nachdem wie es in das eigene Weltbild passt. Und dass es so schnell ging, bedeutet entweder dass Sie schon sehr viel Übung darin haben oder dass es eine Standard-Interpretation in gewissen Kreisen ist.

    Übrigens, dass Sie neulich mit der Bezeichnung „Linkenphobie“ meine Abneigung den Linken gegenüber in die Nähe einer psychischen Störung gerückt haben, könnte ich auch als Beleidigung auffassen. Aber ich bin nicht so kleinlich.
    Und noch ein freundlicher Hinweis: Ihre Versuche, aus meinem Namen eine Verpflichtung zu christlichem Verhalten (bzw. was Sie meinen, von Christen erwarten zu können) bestimmten Äußerungen gegenüber abzuleiten, wirken bei mir nicht. Schon allein deshalb, weil ich gar nicht religiös bin.

    In diesem Sinne, mit weder christlichem noch sozialistischem Gruß, Christa

  • Gerhard Dietrich(Freitag, 17. August 2012 00:26)

    Liebe Melanie HH,
    Kann es sein, dass es zwei Angela Merkel gibt?

    Eine die von Ihnen in den Himmel gehoben wird, die Ihrer und der Senioren-Union der CDU in Baden-Württemberg Meinung nach weltweit anerkannt ist und eine zweite, die für ihr Aussitzen, ihre zahlreichen Wendemanöver und die sehr kurze Gültigkeit ihrer Zusagen berüchtigt ist, die Josef Ackermann aufs Wort gehorchte und selbst dem alten Kriegstreiber George W. noch was abgewinnen konnte?

    Dass es die Zweite ist, die uns, dem eigenen Volk, was von Länder- und Eurorettung aus Steuermitteln erzählt aber Bankenrettung meint und für Wachstum und Profit der Banken und der Wirtschaft alles hintenanstellt, Länder und Kommunen verarmen lässt?

    Dass sie bei den Griechen, Spaniern und Italienern so „beliebt“ und „anerkannt“ ist, dass die Zeitungen dort schon mit „ganz tollen“ Bildern von ihr erschienen sind und man sich als Deutscher dort besser nicht zu erkennen gibt sei nur nebenbei erwähnt.

    Kann es sein, dass „Ihre Kanzlerin“ nur sehr wenige Auftritte hat und auch nur von Ihnen und den anderen Fans gesehen wird während die Andere sich durch ihre andauernden Faselei von „alternativlos“ und „Gürtel engerschnallen“ europaweit unbeliebt macht?

    Anders als dass wir von zwei unterschiedlichen Kanzlerinnen schreiben, kann ich es mir nicht erklären oder muss man wirklich erst jemanden „anhimmeln“ um so immun zu sein?

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Donnerstag, 16. August 2012 22:56)

    Liebe Christa,
    zum Thema Sterbehilfe von mir nur soviel:

    Ein Mensch muss selbst entscheiden können, wie er sein Leben lebt und wie er es auch zu Ende bringen möchte.

    Aber einen Anspruch auf Hilfe bei der Selbsttötung ist unannehmbar und darf meiner Meinung nach nicht legalisiert werden.

    Denn Sterbehilfe ist nichts anderes als eine Maßnahme zur Lebensverkürzung bei schwerkranken Menschen.

    Früher nannte man das " Euthanasie" = griech. übersetzt: "schöner Tod!"
    Dieser Begriff ist in Deutschland allerdings tabu, weil er in der Zeit des Nationalsozialismus missbraucht wurde.

    Das ist ein Grund dafür, dass es in Deutschland die Sterbehilfe noch nicht gibt.Auch der Mord an 100 000 Menschen(darunter Geisteskranke, Epileptiker
    ( ... auch unter dem Vorwand man betreibe Sterbehilfe ) begangen wurden und sprach damals
    von "unwertem Leben"!
    Soll der Mensch am Ende seines Lebens "abgeschrieben" werden, wie eine ausgediente Maschine? Legt man eine Kosten-Nutzenrechnung zugrunde wie im wirtschaftlichen Alltag?

    Sterbehilfe ist doch nach christlicher Auffassung verboten!!??

    Selbstverständlich gibt es
    Argumente für aber auch viele gegen die Legalisierung der Sterbehilfe in Deutschland.

    So hat nach meiner Meinung
    der Staat eine Schutzpflicht für das Leben - nicht aber dagegen!

    Es ist sicherlich allgemeine Auffassung, dass der Mensch über sein Leben - wie er es anlegt, führt und vielleicht auch zu Ende bringen möchte - sein eigenes Entscheidungsrecht hat.

    Das individuelle, auch auf den Tod bezogene Selbstbestimmungsrecht schließt nach deutscher Rechtsauffassung bekanntlich aus, dass Selbstmord strafbar ist!

    Somit schließt das alles aber keinesfalls ein, dass man aus dem individuellen Selbstbestimmungsrecht einen wie auch gearteten Verfügungsanspruch auf jemand anderes herleiten kann. Der andere ist seinerseits doch eine autonome Persönlichkeit und kein fremdnütziges Instrument.

    Deswegen darf Fremdtötung niemals legalisiert werden.

    Ein Mitmensch, der einem bei der Selbsttötung hilft, tut dies immer aus freien Stücken!Folglich kann auch niemand zur Hilfe verpflichtet werden.

    Drum hat sich ja auch der Betreffende für sein schwerwiegendes Tun immer vor seinem eigenen Gewissen zu verantworten,
    dass er auch das für ein zivilisiertes, befriedetes Zusammenleben der Menschen
    fundamentale FREMDTÖTUGNSVERBOT einhält!

    So betone ich nochmals, dass Fremdtötung - sei sie persönlich oder institutionell, aus spontaner Eingabe oder medizinisch fachkundig erbracht - niemals legalisiert werden darf!!

    Was also ist oder soll man nunmehr unter " Humaner Sterbehilfe" verstehen, werte Christa?
    Nimmt der Sterbewillige selbst ein tödliches Mittel ein, so versteht man darunter Selbstmord, der ja auch nicht strafbar ist. Setzt ein Arzt eine tödlich wirkende Dosis Morphium o.ä. ein, um den Qualen und Leiden ein Ende zu setzen, ist dieser Tod in Deutschland strafbar, auch das Todesverlangen des Patienten ändert nichts an der Straftat.

  • Wanda Müller(Donnerstag, 16. August 2012 21:10)

    Hallo Melanie,

    ja, ja, es hat schon seinen Reiz, als Neigschmeckte aus dem Norden über den Südwesten zu reden. Zu welchen Wahrnehmungsschwierigkeiten und daraus resultierenden Irritationen dies führt, hast Du gezeigt. Einmal mich den Senioren zuzuordnen und dann auch noch mir eine andere Identität zu geben. Oder ist es bei Euch in Hamburg heißer als bei uns?

  • Melanie HH(Donnerstag, 16. August 2012 19:47)

    Die Senioren-Union der CDU in Baden-Württemberg fordert Konsequenzen, nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel aus der eigenen Partei scharf angegriffen worden ist. Der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU, Josef Schlarmann, müsse zurücktreten, verlangte der Senioren-Chef im Südwesten, Wolfgang Freiherr von Stetten, am Donnerstag.

    "Wer so unqualifiziert über die in der ganzen Welt anerkannte Kanzlerin wettert, disqualifiziert sich selbst", erklärte Stetten. Schlarmann sei als Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung untragbar geworden.

    Sehe ich genauso!!

    Liebe Frau Müller, das sind doch nicht etwa Sie, unter einen anderen Namen?? Ich frage, wegen dem Südwesten. Hi, hi. Und man lernt ja im Alter auch noch dazu, gelle? :-)

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Donnerstag, 16. August 2012 16:49)

    "Gewalt gegen Senioren..."
    Teil V

    Ist allerdings eine klare psychiatrische Indikation angezeigt, dann sollten natürlich unter ärztlicher Anleitung und fachlicher
    Überwachung Psychopharmaka verbareicht werden, aber sie dürfen keinesfalls aus Gründen von Personalmangel
    oder Personalengpässen verabreicht werden.

    Und deswegen, werte Christa, wehren wir uns vehement dagegen, dass man in vielen, vielen Heimen schon fast automatisch in solche " Medikamentenfallen"
    läuft.

    Wir jedoch haben die Erfahrung gemacht, dass es den Menschen ohne diese "teuflischen Stoffe"
    einfach besser geht. Sie fühlen sich wohler und sie können ganz anders am Leben teilnehmen und, ich muss es leider so sagen, vegetieren nicht vor sich hin!
    ( Fragen Sie mal nach, wenn es möglich ist!)

    Und so glauben wir, dass demenzkranke Altenheimbewohner ideale Opfer sind. Vielfach zu schwach um sich zu wehren, zu verwirrt, um von unabhängigen " Dritten " wie z.B. MDK, ernst genommen zu werden, wenn sie sich-wenn überhaupt - ..beschweren würden!
    ( Nach dem Motto: " Alle sind bestens zufrieden und das Essen ist auch wunderbar!" )

    Auch häufig zu beobachten ist der Aspekt, dass das nachstehende System ein leichtes Spiel für "Betrüger" ist, die es leider hierbei auch gibt.

    Sie müssen so bezeichnet werden,weil in mancher Einrichtung - wir haben es selbst erlebt, werte Christa -, dass Senioren gezielt mit Medikamenten -
    insbesondere Psychopharmaka - behandelt werden, um letztzlich doppelt abzukassieren und zwar so:

    Erst verabreicht man dieses "Zeug" und spart somit schon mal am Personalaufwand. Dann gehen die her und beantragen beim MDK ( Medizinischer Dienst der KV ) den Senior-, der ja jetzt erst recht ein "echter" Pflegefall geworden ist -, in eine höhere Pflegestufe einzuordnen. Das Ergebnis brauche ich nicht weiter zu erläutern, oder?

    Allein schon die Tatsache, dass demenzkranke Bewohner mit Medikamenten ruhiggestellt werden ist mehr als demütigend und skandalös genug. Doch es wird stillschweigend zugeschaut und geduldet!

    Das Ruhigstellen ohne Genehmigung ist nicht nur verboten, nein es ist darüberhinaus auch noch sehr ,sehr gefährlich!

    So können nachweislich - auch hier werte Christa würden wir den Beweis nicht schuldig bleiben - Neuroleptika - eine Gruppe unter den Psychopharmaka, die besonders dämpfend wirken-, bei Dementen Herzinfarkte, schwerwiegende Infektionen wie Lungenentzündungen oder Schlaganfälle auslösen.

    Ist das der " Mitleidsbonus" den Sie meinen?

    Ich will und werde nicht ausschließen, dass sie auch hilfreich sein können, wenn z.B. demente Bewohner an Depressionen leiden, was jedoch dann wiederum nicht ausschließt, dass diese Mittel dann jedoch zu oft und über zu lange Zeiträume und ohne regelmäßige ärztliche Überwachung verabreicht werden.

    Schauen Sie doch mal in die "Dokumentationen", wenn man Ihnen das überhaupt "ermöglicht", obwohl es ein "Einsichtsrecht" gibt!!

    Und deswegen gehören die Ärzte, die aufgrund des "erweiterten Beipackzetttels " wissen, dass derartige Verabreichungen zu einer erhöhten Mortalität führen, tagtäglich verabreicht und ständig in den " Pillenboxen" auftauchen, auf die Anklagebank!

    Ein Pfleger teilt uns folgendes mit:Zur Zeit werden renitente Bewohner von Ärzten mit Paracefan ruhiggestellt. Für mich als Pfleger, ehrlich gesagt, erleichternd, da ich nun keinen " Fluchtversuch" mehr befürchten muss sowie "Handgreiflichkeiten"!
    Noch Fragen?

    Und alles das geschieht unter den Augen der " Öffentlichkeit"! Und schauen wir nicht alle einfach nur zu?

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Donnerstag, 16. August 2012 15:50)

    "Gewalt gegen Senioren..."
    Teil IV ( insbesondere gilt dieser Beitrag auch für Christa, die ja so ihre Zweifel zu haben scheint ..)

    Was wir als besonderes Problemen sehen und nicht "von der HAND weisen sollten " sind diese Psychopharmaka... ein " Teufelszeug".
    Hierzu einige Beispiele aus der nahen Vergangenheit:
    Eine ehrenamtliche Helferin, die aber trotzdem noch regelmäßig ins Heim geht, hat mir am Telefon in der vergangenen Woche folgendes berichtet:
    " Die sind verwirrt, aber es bleiben doch Menschen! Aber die werden einfach ruhiggestellt und im Aufenthaltsraum abgestellt oder vor dem Fernseher "geparkt"! Keiner hat Zeit für sie, keiner kümmert sich.... die sind stundenlang sich selbst überlassen. Die schlafen tagsüber mit den Köpfen auf dem Tisch.... das ist so furchtbar anzusehen.... Ich bin jedes Mal ganz fertig, wenn ich nach Haus gehe! Doch ich mache weiter, weil ich helfen will!"
    Oder ein anderes Beispiel:
    Auf die Frage eines Angehörigen, der seinen Vater in so einem ähnlichen Zustand vorfindet,
    an die diensthabende Schwester: " Was haben Sie denn meinem Vater gegeben" bekommt er als Antwort:
    "Nichts! Ihr Vater ist nur müde. Nachts schläft er ja nicht, irgendwann holt sich der Körper eben den Schlaf!"
    Oder: eine Bekannte einer Bewohnerin fragt das Pflegepersonal: " Können Sie bitte mal mit Frau XY zur Toilette gehen?" Antwort: " Wieso denn, die hat doch eine Windel!"

    Und dann liebe Christa wollen Sie mir mit " Mitleidsbonus" oder mit Einzelfällen oder gar ÜPbertreibungen kommen? Fakten über Fakten, die wir sammeln und auch weiterhin sammeln, um sie der Öffentlichkeit näher zu brignen, denn so sehen die täglichen Abläufe in
    vielen, vielen Einrichtungen aus!
    Begründungen hierfür habe ich vesucht zu geben, aber, so wie bei Ihnen auch, man glaubt es einfach nicht, weil man es bei uns nicht für möglich hält!

    Und daran schuld ist in den meisten Fällen dieses " Teufelszeug", bekannt als Psychoparmaka.

    Die Liste der verordneten Mittel ist lang, verdammt lang!Und so darf es nicht verwundern, wenn Senioreneinrichtungen vielfach mehr und mehr zu " Senioren-Verwahranstalten " mutieren. Und jetzt, werte Christa, verallgemeiner ich, auf deutschen Demenzstationen - aber auch den von uns "betreuten" - ist die Liste der Mittel, die tagtäglich in die "Pillenboxen" unserer kranken, älteren und alten Mitmenschen kommen sehr umfangreich:
    Melperon, Pipamperon, Diazepan, Adumbran, Tavor, Eunerpam, Dipiperon usw. usf., die alle als Nebenwirkungen u.a. Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Sehstörungen, Angstzustände, Benommenheit etc. hervorrufen und deswegen nicht nur ein erhebliches Sturzrisiko beinhalten, sondern vielmehr zu vielen Stürzen führen ( in einer Einrichtung bei uns gab es allein in der Zeit vom Okt. 2011 bis März 2012 7 schwerste Stürze, die neben Hämatomen etc. zu komplizierten " Oberschenkelhalsbrüchen " geführt haben. Drei Bewohnerinnen sind kurz danach verstorben, ob oder wegen der Stürze wurde nie
    " aufgeklärt", denn es bestand lt. Staatsanwaltschaft kein "öffentliches Interesse!" )
    Ja es ist so und will damit erreichen, dass man
    durch diese Sedierungen weniger Arbeit hat und damit "fehlendes Personal"
    kompensieren will!
    Außerdem sollte jeder, der einen Betroffenen kennt oder hat, darauf achten, wenn die Produktnamen: Haldol und Risperidon fallen. Die haben in der Altenpflege nichts zu suchen und dürften höchstens als Mittel " seelischer Folterung" verwandt werden!

    Deswegen fordern wir schon seit Jahren, auch andere Vereine, Institutionen tun das, den älteren und alten Menschen statt der Psychopharmaka - natürlich immer indikationsbedingt - Antidemntiva, wie z.B. Galantamin, Memantim etc. zu verabreichen. Doch das
    " Teufelszeug" Psychopharmaka wird immer und immer wieder verabreicht, weil das letztlich die " Pflege" erleichtert!

  • Heinerf Klein alias Löwenmaul(Donnerstag, 16. August 2012 14:02)

    Liebe Wanda (Heidrun ),

    zu Ihrem Beitrag und der aufgeworfenen Frage möchte ich folgendes klarstellen:
    Diese Vorsorgevollmacht sollte nicht mit der "Patientenverfügung" verwechsel werden, denn die hat, wie Sie richtigerweise schreiben so "seine" Schwierigkeiten.

    Bei der Vorsorgevollmacht geht es darum, dass "man"
    in seiner Willensbildung-, ausübung und Handlungsweise nicht "fremdbestimmt" wird. Z.B. wäre es dann der Fall, wenn Sie eine solche " Vorsorgevollmacht " ( abgel. von "vorsorgen". ich habe vorgesorgt, dass das nicht passiert ... )nicht hätten und jemand Fremdes würde als "amtlicher Betreuer " eingesetzt, obwohl man in seinem "näheren Umfeld " Kinder, Verwandte etc. hat, die eigentlich diese Aufgaben übernehmen sollten. Doch liegt hierzu nichts vor, muss das Gericht einen " Betreuer " einsetzen. Der Automatismus
    ja, das macht dann mein Frau, mein Mann oder meine Kinder zählt nicht und es wird ein "amtlicher Betreuer" statt einer Ihnen vertrauten Person eingesetzt!
    Diese "Vorsorgevollmacht" trifft in all den Bereichen zu, die ich bereits angeführt habe.
    Alles andere sind Fehlinformationen bzw. Fehlinterpretationen. Die Erfahrungen, die ich dabei gesammelt habe, führten in keinem Fall zu Problemen!
    Um auf jeeden Fall auf " Nummer sicher" gfehen zu können, kann man diese Vollmacht auch noch anwaltlich(notariell) bestätigen lassen!!

  • Wanda Müller(Donnerstag, 16. August 2012 09:57)

    Lieber Heiner Klein,

    nochmals vielen, vielen Dank für Ihre Ausführungen und vor allem für Ihr Engagement! Ihre sehr tiefgründigen Ausführungen decken sich mit meinen (zugegeben, sehr persönlichen und somit Einzelerfahrungen) Beobachtungen.

    In einem Beitrag sprachen Sie die Vorsorgevollmacht an. Es ist bestimmt eine wichtige Maßnahme, um seinen Willen beizeiten zu dokumentieren. Nur ich habe da meine Zweifel.

    Soweit mir bekannt ist, muss sich niemand, kein Arzt, kein Amt, an meinem von mir bei vollem Bewusstsein festgehaltenem Willen halten. Der Arzt kann immer seinen ärztlichen moralischen Eid an erster Instanz stellen, dem Amt genügt ein leiser Zweifel an meiner damaligen Zurechnungsfähigkeit. Da ich ja dann handlungsunfähig bin, habe ich keinerlei Rechte. Meine Kinder können zwar ihr und in diesem Falle mein Recht erstreiten, aber da arbeitet die Zeit (in diesem Falle wohl Jahre) für die Verweigerer. Und ich sieche immer noch dahin oder es gab ein Einsehen und mich hat die biologische Lösung erlöst.

    Liege ich richtig in meinem Zweifel?

  • Wanda Müller(Donnerstag, 16. August 2012 09:57)

    Hallo liebe Christa,

    auch ich persönlich betrachte es als äußerst wichtig, nicht auf der Verklärungswelle DDR zu reiten. Natürlich ist es ein Zeichen der vergangenen Jahre, einiges zu vergessen, zu verdrängen. Da arbeitet die Zeit für die Nostalgiker.

    Auch ich empfinde den Umgang mit den alten Menschen in der DDR menschenverachtend. Ich schrieb ja bereits den Umgang mit alten Menschen als systemresistent. Nur in einem stimme ich mit Ihnen vollkommen nicht überein, wenn Sie diesen Umgang nur auf ein Gesellschaftssystem beziehen und dies mit Einzelbeispielen, die vollkommen unstrittig sind, zu belegen versuchen und dabei ausblenden, dass die Behandlung der Masse der alten Hilfebedürftigen einfach empörend ist.

    Dabei spielt vor allem die Aufbewahrung als System eine vorrangige Rolle. Heiner Klein (vielen, vielen Dank für Ihre sehr detaillierten Informationen!) ging sehr ausführlich darauf ein. Allein seine Einlassungen zur Nichtoffenlegung der Kosten und der dagegen gerechneten Leistungen spricht Bände und entlarvt dies als systematisch gewollte Handlung

    Das die Pflegekräfte, als letztes Glied in dieser Reihe, dabei überfordert sind, ist doch einfach verständlich. Wenn dann noch die persönliche Komponente (zur Überforderung Gedankenlosigkeit, Hartherzigkeit) mancher Pflegenden hinzu kommt, macht es die ganze Situation so desaströs.

    Und ich behaupte einfach, gerade die Beschäftigung der Bevölkerung mit der „menschlichen Komponente“ spielt den Politikern voll und ganz ins Geschäft. Es lenkt doch so wunderbar von deren Nichtstun ab. Sie verstecken dahinter, um ihre Lobbypolitik (und damit ist es für mich menschenverachtend, denn zu ihrem persönlichen Vorteil lassen sie eine große Menschengruppe ganz einfach über die Klinge springen!) zu verschleiern. Allein das Gesabber eines Bahr über seine Großmutter ist nicht peinlich (Gott schenke ihr ein langes und erfülltes Leben) ist nicht nur peinlich, sondern dient allein diesem Ziel. Wozu Großmütter alles herhalten müssen!

    Altenpflege kostet richtig Geld. Wenn ich aber dagegen halte, wofür unsere Regierung, dabei sind auch die vielen vorherigen einbezogen, gerade von diesen „einfachen Alten“ erarbeitetes Geld in Milliardenhöhe ausgegeben, kennt meine Empörung keine Grenzen.

    Einzelbeispiele sind schön und gut, vor allem schon deshalb, um seine eigene Argumentation zu untermauern, aber dabei sollte man auf keinem Fall das Ganze aus den Augen verlieren. Es wird immer welche geben, die davon nicht betroffen sind. Zum einen, weil sie auch im hohen Alter relativ gesund und aktiv sind, zum anderen, weil sie die materiellen Voraussetzungen hatten und haben, um gar nicht erst in diese allgemeine Betreuungssituation zu geraten.

    Das wäre dann für mich eine allumfassende Betrachtung. Siehe dazu auch Hegel und Marx über die Zusammenhänge vom Allgemeinen, dem Einzelnen und dem Abstrakten. :)

  • Fritz Wagner(Donnerstag, 16. August 2012 01:03)

    Liebe Christa, schön für Sie, dass Sie sich in dieser Beziehung mit Marie-Luise Müller einig wissen dürfen.

    Christa
    (Mittwoch, 15. August 2012 18:17)
    "Hallo liebe Frau Müller,

    ich finde es gut, dass Sie in Ihrer Nachricht an Heiner Klein (14.08.) an die Lebensumstände alter Menschen in der DDR erinnern. Auch ich vergleiche das bei diesem Thema oft.

    Ergänzen möchte ich dazu, dass die DDR noch andere Möglichkeiten nutzen konnte, um alte, unproduktive Menschen zu „entsorgen“. Nämlich dadurch, dass sie ungehindert und auch paarweise in den „Westen“ reisen und gern auch bleiben konnten, um dann dort den Lohn für ihr Arbeitsleben in Form der höheren Rente in Westgeld und besserer Betreuung zu erhalten. Gerade dadurch wird mir immer wieder deutlich, welches System menschenverachtend (wenn man das schon so nennen will) ist bzw. war."

    Die wirtschaftlich nachteiligen Umstände des im Verhältnis 3 zu 1 geteilten ehem. Rest-Staatsgebietes in Erwägung ziehend, kann ich darin eine Menschenverachtung bei bestem Willen nicht erkennen.
    Wenn denen Rentnern die Möglichkeit zugestanden wurde, so wie auch heute und in der Vergangenheit auch all den Fluktulanten jedweder Gesellschaftsschicht, der besseren Entlohnung, Lebensumstände,
    ökonomischer Zwänge wegen den Wohnort im Land oder Ausland mehr oder weniger freiwillig wählen zu können/dürfen/müssen, warum sollte die Wahl des Gehens oder Bleibens dieser seitens des Regimes nicht großzügig gewährt werden dürfen?.
    Wenn sich diese Verbessern können, warum sie daran hindern?
    Bei gutem Willen kann man es auch so sehen,ist meine Meinung.
    M f.G.
    fritz

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Mittwoch, 15. August 2012 23:20)

    An Christa:
    Noch einen Nachsatz erlauben Sie mir: Zu Ihrer
    Ansicht zur "Sterbehilfe" werde ich mich später noch äußern, denn so " pauschal" kann man das nicht stehen lassen!

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Mittwoch, 15. August 2012 23:14)

    Werte Christa,

    ich habe erst jetzt Ihren Beitrag gelesen und muss mich - ansonsten bin ich sehr kritikfähig - gegen Ihre Ausführungen, die Sie,
    wie Sie es mit leider unterstellen, nicht der Wahrheit entsprechen sollen, mit aller Entschiedenheit zurückweisen.

    Anscheinend haben Sie meine Ausführungen nur "oberflächlich" gelesen oder aber
    wollen mir unterstellen, dass es sich bei meinen Ausführungen um "erfundene Geschichten " handelt.

    Allein in den 21 Einrichtungen, die es in unserem Kreis, in dem ich wohne, gibt es derartige Zu- und Missstände, die weder als menschenwürdig noch als respektvoll gegenüber alten und älteren Menschen zu bezeichnen sind.
    Was glauben Sie, weshalb es in vielen Einrichtungen
    staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gibt? Habe ich nicht auch gesagt, dass es viele, viele gute Einrichtungen gibt? Habe ich pauschalierend gesagt, dass das Pflegepersonal "sadistisch"ist?
    Ist es normal, dass man "undercover" arbeiten muss, um überhaupt einigermaßen Licht "ins Dunkel" unserer Altenpflege bringen zu können? Glauben Sie, dass ich mir nicht bewusst bin,dass "beide Seiten" gehört werden sollten? Deswegen gehen wir ja als Unbeteiligte, neutrale Beobachter in die Einrichtungen, damit wir beide Seiten erleben können.Wenn Sie es möchten, würde ich Sie gerne einmal mitnehmen und würden sich dann selbst ein Bild über " AKTUELLE" Fälle machen können.

    Es ist wirklich so, dass man zwischenzeitlich eines "kriminalistischen Spürsinns" bedarf, um derartige "Vorkommnisse" aufdecken und zur Anzeige bringen kann. Bezüglich einer ortsansässigen Einrichtung läuft z.B. bei den zuständigen
    Kostenträgern eine Anzeige, weil sie mit einer sogen. "Personalunion" Personalkosten einzusparen versuchen,obwohl es verboten ist! Bei den zu Pflegenden fehlen die " Leute " aber in der Kasse klingelt der "Euro"!

    Halten Sie eine Nachtwache für 80 - überwiegend demente Bewohner - für verantwortbar und menschlich? Allein deswegen " muss " man sedieren und fixieren !!

    Übrigens zu Ihrem Beispiel: Handelt es sich hierbei um eine richterlich angeordnete und somit zulässige Fixierung? Alles andere ist strafbar!

    Trotz Ihrer Begründung ist es nicht zulässig, dass ohne richterliche Anordnung "fixiert" werden darf! Ferner habe ich davon geschrieben, dass es zu Sedierungen ( Ruhigstellungen) kommen muss, wenn diese aus medizinischer Indikation heraus notwendig und zum Wohle des Betroffenen sind!

    Dass es für eine "lebens-
    frohe und noch aktive " Bewohnerin Ihrer Meinung nach gerechtfertigt ist, diese zu sedieren, ins Bett zu stecken, um weniger Arbeit zu haben!?

    Wie Sie es richtigerweise schreiben, ist alles das nicht vorstellbar,erscheint unglaubwürdig ist leider aber "pure" Realität! Es geht hier nicht um einen natürlichen
    " Mitleidsbonus", sondern es geht hier um Menschenwürde, selbstbestimmtes Leben und
    respektvollen Umgang mit unseren alten, älteren und kranken Menschen!!
    Erlebt man vielfach nicht schon wieder so eine Zeit, in welcher alten, kranken und behinderten Menschen ihre Rechte genommen werden, ihre Würde verletzt wird und fast alle schweigen.....??

  • Christa(Mittwoch, 15. August 2012 18:17)

    Hallo liebe Frau Müller,

    ich finde es gut, dass Sie in Ihrer Nachricht an Heiner Klein (14.08.) an die Lebensumstände alter Menschen in der DDR erinnern. Auch ich vergleiche das bei diesem Thema oft.

    Ergänzen möchte ich dazu, dass die DDR noch andere Möglichkeiten nutzen konnte, um alte, unproduktive Menschen zu „entsorgen“. Nämlich dadurch, dass sie ungehindert und auch paarweise in den „Westen“ reisen und gern auch bleiben konnten, um dann dort den Lohn für ihr Arbeitsleben in Form der höheren Rente in Westgeld und besserer Betreuung zu erhalten. Gerade dadurch wird mir immer wieder deutlich, welches System menschenverachtend (wenn man das schon so nennen will) ist bzw. war.

    Bei dem von Heiner Klein angesprochenen Thema finde ich allerdings, dass man entsprechende Berichte nicht uneingeschränkt glauben sollte. Dazu gehört wie immer auch die andere Seite.
    Ein Beispiel aus dem wirklichen Leben einer mir bekannten Familie soll das verdeutlichen:
    Der (Groß)vater musste dringend im Krankenhaus behandelt werden. Da er aber schon immer eine tiefe Abneigung gegen Ärzte und Krankenhäuser hatte, wollte er das nicht akzeptieren und versuchte ständig zu „fliehen“, obwohl er körperlich und geistig gar nicht dazu in der Lage war. Als die Ärzte ihn daraufhin „anschnallten“, war die Empörung der Angehörigen riesengroß. Später wurde er zur häuslichen Pflege entlassen und da sahen auch die Angehörigen keine andere Möglichkeit, als ihn ständig zu fixieren, also anzuschnallen.

    Durch ihre Situation haben alte und kranke Menschen naturgemäß einen „Mitleidsbonus“. Aber ich gebe zu bedenken, dass nicht nur liebe und gütige, sondern auch bösartige und nicht anpassungsfähige Menschen in die pflegebedürftige Situation geraten und ihren Charakter dadurch bestimmt nicht ändern. Viele sind auch durch ihre Krankheit gar nicht mehr in der Lage, ihr Verhalten richtig einzuschätzen und das Pflegepersonal muss auch dafür sorgen, dass sie sich oder anderen keinen Schaden zufügen.

    Ich glaube einfach nicht, dass Pfleger aus sadistischen Motiven Alte und Kranke schikanieren, außer in Einzelfällen. Es ist gut, dass es Menschen gibt, die diese schwierige Aufgabe übernehmen und wir sollten sie nicht vorschnell aufgrund fragwürdiger Berichte verurteilen. Um die Wahrheit über Vorkommnisse zu erfahren, bräuchte man sicher oft fast kriminalistischen Spürsinn.

    Viele Angehörige haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie ihre Angehörigen in ein Pflegeheim geben (müssen). Dieses kompensieren sie oftmals damit, dass sie die Arbeit der Pflegenden und die Zustände im Heim besonders kritisch beurteilen, als wenn sie damit etwas „wieder gutmachen“ könnten.

    Keiner möchte gern in die Situation kommen, am Ende eines selbst bestimmten Lebens ständig auf Hilfe angewiesen zu sein. Dann ist es nicht mehr möglich, etwas dagegen zu tun. Auch das führt zu Verbitterung mit entsprechendem Verhalten.

    Man kann nur hoffen, dass bald ein vernünftiges Gesetz zur Sterbehilfe geschaffen wird, was es uns wenigstens ermöglicht, in Würde abzutreten, wenn wir das wollen. Dass daraus kein neues „Geschäftsmodell“ entstehen sollte, ist wohl selbstverständlich.
    Wenn man an das inzwischen breit akzeptierte Gesetz zur Abtreibung denkt, kann man optimistisch sein und hoffen, dass auch eine humane Sterbehilfe eines Tages möglich sein könnte.

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Dienstag, 14. August 2012 14:58)

    Werte Altersgenossen und die, die es noch werden wollen!!, ich möchte einen "Zwischenruf" machen indem ich Euch auf folgende, für mich sehr wichtige Formalität, aufmerksam machen und hinweisen möchte: die Vorsorgevollmacht, die der eine oder andere schon kennen mag!!

    Die Vorsorgevollmacht kann ich auf einen von mir vertrauten Menschen übertragen. Der Bevollmächtigte hat dann nach der Ausstellung der Vorsorgevollmacht das Recht, über sämtliche Angelegenheiten von mir ( Aussteller) zu entscheiden bzw. Entscheidungen für mich zu treffen.

    Das bedeutet aber, dass eine Vorsorgevollmacht aber erst dann gültig ist,
    wenn ich selbst (Vollmachtgeber) nicht mehr in der Lage bin Entscheidungen selbst zu treffen.

    Davon betroffen sind dann Entscheidungen der Gesundheitssorge/der Pflegebedürftigkeit, der Aufenthalt in Wohnungsangelegenheiten, Vetretung bei Behörden und Gerichten, die Vermögenssorge, Post- und Fernmeldeverkehr, Untervollmachten auszustellen und die Betreuungsverfügung.

    Die Rechtsgrundlage ist damit vollends gegeben und die Ausstellung solch einer Vollmacht stellt eine Willenserklärung dar.
    Das Verhältnis ist rechtlich nach § 662 ff. BGB rechtmäßig und das Handeln des Bevollmächtigten nach § 164 ff. BGB rechtlich richtig.

    Undbedingt ist zu beachten, dass ich ( Vollmachtgeber) bei der Ausstellung einer solchen Vollmacht volle Geschäftsfähigkeit besitze und das auch freiwillig entscheide und gilt nur im Original, wobei sie aber auch jederzeit widerrufen werden kann!!

    ( Verweis: Formular Vorsorgevollmacht des Bundesministeriums für Justiz im Internet abrufbar).

    Erfahrungsgemäß ist für mich diese "Vollmacht" weitaus wichtiger und notwendiger als eine " Patientenverfügung ", denn
    mit dieser Vollmacht entzieht man sich einer "amtsgerichtlich verordneten amtlichen Betreuung" = Betreuer früher
    Vormund!!!, der man sonst hilflos ausgeliefert wäre.

    Also nur Mut, und sorgt vor!!

  • Heiner Klein alias Löwenmaul(Dienstag, 14. August 2012 14:24)

    Liebe Wanda Müller, liebe Heidrun,

    für soviel Lob und Anerkennung bedanke ich mich, wobei ich sagen muss, dass es nicht "jerdermanns Sache" ist, sich - bei mir ist es schon eher mehr berufsbezogen bedingt gewesen - in solch einer Form einzubringen. Das ist auch nicht so schlimm, denn wenn dafür "moralische Unterstützung" geleistet wird und "unsere" Arbeit dem Menschen dienlich ist, dann haben wir genug gewonnen. Wer einmal hinter die " Kulissen " schaut, wird sich nicht vorstellen können - fairerweise muss ich aber auch sagen, dass es viele, viele gute Einrichtungen gibt - was da "so abgeht!"

    In meinem Aufsatz " Problem Psychopharmaka" wird die ganze Breite und
    Schäbigkeit im Umgang mit unseren alten und älteren Menschen erkennbar. Dafür,
    dass es so ist, nicht weil nicht genug Geld da wäre, nein, weil es ausschließlich fast nur noch um "Gewinn- maximierungen " geht, wobei der "Mensch", wie Sie es liebe Heidrun richtigerweise sagen, nur noch ein Kosten- ein Kalkulationsfaktor ist!

    Übrigens: Wo bleibt eigentlich das Geld? Niemand, so scheint es, interessiert sich für das Preis-Leistungs-Verhältnis, weil offensichtlich eine ehrliche Kostentransparenz
    politisch nicht durchsetzbar scheint oder aber gar nicht gewollt wird!

    Richtigerweise führen Sie hier ja unseren " Gesundheitsminister ", der im übrigen, wie sollte er auch, gar nicht wissen kann wovon und worüber er sprechen, verhandeln oder gar gesetzgeberisch entscheiden kann, denn dazu fehlt ihm noch eine gehör